DE1008324B - Flachdruckfolie - Google Patents
FlachdruckfolieInfo
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- B41N1/12—Printing plates or foils; Materials therefor non-metallic other than stone, e.g. printing plates or foils comprising inorganic materials in an organic matrix
- B41N1/14—Lithographic printing foils
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- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine mehrschichtige Flachdruckfolie, deren Grundschicht aus Papier,
deren Oberschicht aus einer bildaufnahmefähigen, hydrophilen Substanz und deren Zwischenschicht aus
hydrophilem Material besteht.
Die Herstellung mehrschichtiger Flachdruckfolien .wird im allgemeinen so durchgeführt, daß man eine
Zwischenschicht und eine bildaufnahmefähige Oberschicht auf imprägniertes Papier bringt.
Die bildaufnahmefähige Oberschicht ist so beschaffen, daß sie in trockenem Zustand sowohl öl wie
auch Wasser aufnimmt, in nassem Zustand dagegen ölabstoßend ist. Die Stellen der Folie, welche beim
Druckvorgang bilderzeugend wirken, werden nun derart präpariert, beispielsweise durch Behandlung mit
einer oleophilen Schreibtinte, mit einem Farbband oder einem Schreibstift, daß diese Stellen die fette
Druckfarbe annehmen können. Anschließend wird das beschriebene, also teilweise farbaufnahmefähige Blatt
mit Wasser behandelt und saugt sich an den Stellen mit Wasser voll, die beim späteren Druckvorgang leer
bleiben sollen. Diese Partien sind demnach ölabweisend, während dagegen die präparierten Stellen
die Druckfarbe aufnehmen und diese nachher beim Druckvorgang wieder abgeben.
Damit bei Anfertigung mehrerer Abzüge die Druckaufnahmeschicht
ölabstoßend bleibt, müssen die Folien feucht gehalten werden. Aus diesem Grunde ist
zwischen der Oberschicht und der papierenen Grundschicht eine Zwischenschicht angebracht, welche ausreichend
Wasser speichern kann. Dadurch bleiben die nichtdruckfähigen Stellen feucht, so daß auch nach
vielen Abzügen keine fette Farbe von diesen befeuchteten und nichtdruckfähigen Stellen angenommen
wird.
Der große Feuchtigkeitsgehalt der Zwischenschicht beeinflußt jedoch die Papiergrundschicht nachteilig,
indem sich diese vollsaugt und den mechanischen Beanspruchungen nicht gewachsen ist. Es wurde deshalb
vorgeschlagen, die Papiergrundschioht durch Imprägnierung hinreichend naßfest zu machen. Eine derartige
Imprägnierung verteuert jedoch die Herstellung erheblich, so daß sich die vorliegende Erfindung
auf eine Flachdruckfolie bezieht, bei welcher die Zwischenschicht direkt auf der Grundschicht ohne
Verwendung einer Imprägnierungsschicht aufgetragen ist.
Es sind Flachdruckfolien bekannt, bei welchen die Oberschicht, die meist aus Carboxy-Methylcellulose
besteht, auf eine Zwischenschicht aufgetragen wird, die aus einem Gemisch von Ton und Casein besteht.
Zur Naßfestigkeit sind derartige Folien meist mit Melamin-Formaldehyd-Harzen imprägniert, wobei jedoch
bei geringen Druckdurchgängen diese Imprä-
Anmelder:
Columbia Ribbon and Carbon
Manufacturing Company, Inc.,
Glen Cove, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Negendank, Patentanwalt,
Hamburg 36, Neuer Wall 43
Hamburg 36, Neuer Wall 43
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom .17. August 1953
V. St. v. Amerika vom .17. August 1953
Douglas A. Newman, Glen Cove, N. Y. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
gnierung weggelassen sein kann. Wird diese Imprägnierung weggelassen, so hat die Zwischenschicht etwa
einen Gehalt von 100 Teilen Ton auf 20 bis 25 Teile Casein.
Die bisher bekannten Flachdruckfolien, deren Zwischenschicht aus einem stark füllstoffhaltigen
Kolloid besteht, zeigen erhebliche Nachteile. So breitet sich die fette Farbe von den Stellen der Oberschicht,
die auf Grund der Beschriftung mit fetter Druckfarbe vollgesogen sind, in der Zwischenschicht
aus, schlägt durch die wasserabdichtende Imprägnationsschicht
hinduroh und tränkt diese sowie das Papier. Dadurch ergeben sich Tonungen, die die
Ursache dafür sind, daß nach einer gewissen Zahl von Abzügen keine klaren Drucke mehr erhalten werden.
Um diese nachteilige Erscheinung zu vermeiden, hat man bislang die Oberschicht verstärkt, weil man bisher
der Ansicht war, daß die Dicke der Oberschicht der Anzahl tonungsfreier Abzüge entspricht. Die bekannten
Flachdiruekfolien waren deshalb sehr teuer, umständlich herzustellen und führten trotzdem zu
Tonungen.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch behoben, daß die hydrophile Zwischenschicht zwecks
Vermeidung des Tonens aus einem füllstofffreien Kolloid, insbesondere Stärke, besteht. Diese füllstofffreie
Zwisehenschichit wird erfindungsgemäß auf unimprägniertes
Papier kaschiert und wird auch ohne gesonderte Imprägnierschicht verwendet.
709 509/145
Diese Maßnahme gründet sich auf der überraschenden Erkenntnis, daß die Tendenz der fetten
Farbe, durch, die Zwischenschicht zu dringen und somit die unerwünschten Tonungen hervorzurufen, auf
dem oleophilen Charakter des Tons beruht. Aus dieser Erkenntnis heraus können also die unerwünschten
Tonungen, die bisher nur durch Vergrößerung der Oberschicht behoben werden konnten, jetzt durch
Weglassung des Tons in der Zwischenschicht vermäßig herausgestellt hat, Überzugsmassen zu verwenden,
welche Metallsalze zur Unlöslichmachung beinhalten.
Die Erfindung soll im folgenden in Zusammenhang 5 mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben werden,
die einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Flachdruckfolie darstellt.
Bei der Ausführung der Erfindung wird von einer geeigneten Grundschicht 11 aus Papier ausgegangen,
mieden werden. Dadurch wird aber weiterhin eine io die von einer Bahn abgenommen wird. Diese Grunddünnere
Oberschicht möglich. Diese ist im wesent- schicht besteht aus ziemlich starkem Papier, dessen
liehen preisbestimmend, so daß die erfindungsgemäße Gewicht je nach den Kosten gewählt wird, die dem
Flachdruckfolie erheblich billiger ist. Die Ver- Endverbraucher der Folie zugemutet werden können,
wendüng eines billigeren Papiers bedeutet aber nun, Dieses Papier ist im wesentlichen unbehandelt, d. h.
daß es gleichgültig ist, ob die fertige Folie als nor- 15 daß es im wesentlichen frei von Stoffen, wie Melaminmaler
Schreibbogen oder als Flachdruckfolie ver- Formaldehyd-Harz ist, die das Papier naßfest
wendet wird. Da eine große Anzahl der Folien nur als
Papier und nicht als Flachdruckfolie verwendet
wird, kann die gesamte in Betracht kommende Arbeit
immer auf die Folien geschrieben oder gedruckt wer- 20
den, auch wenn es nicht bekannt ist, welche dieser
Papier und nicht als Flachdruckfolie verwendet
wird, kann die gesamte in Betracht kommende Arbeit
immer auf die Folien geschrieben oder gedruckt wer- 20
den, auch wenn es nicht bekannt ist, welche dieser
Folien später zur Vervielfältigung benutzt werden. Ein solches Vorgehen ist aber erst dann möglich,
wenn der Preis einer Flachdruckfolie gegenüber dem eines normalen Papiers nur gering abweicht.
An Stelle der früher verwendeten Ton-Casein-Schicht wird erfindungsgemäß also eine füllstofffreie
Schicht vorgeschlagen, die aus einem hydrophilen Kolloid und insbesondere aus Stärke besteht. Die Aus-
nügend Wasser speichern muß, um die Oberschicht feucht zu halten, sich aber nicht derart mit Wasser
vollsaugen soll, daß die aus Preisgründen un-
machen und die entweder dem Brei im Holländer oder durch eine nachfolgende Imprägnierung zugesetzt
werden.
Das Papier oder die Grundschicht wird dann, z. B. mittels eines Leimbades, mit einem Überzug aus einer
hydrophilen Leimverbindung, der sogenannten Zwischenschicht, vorzugsweise an beiden Flächen,
versehen. Ein geeignetes Material für diesen Zweck' 25 ist Stärke, wie z. B. Tapiocastärke oder Sojabohnenstärke,
die derart in Wasser diepergiert worden ist, daß sie eine für einen Überzug geeignete Viskosität
hat.
Nach Verlassen des Leimbades wird die Papierwahl dieses Materials ist einerseits durch den Preis 30 bahn getrocknet und kalandriert, um eine glatte Oberbedingt, während dieses Material andererseits ge- fläche zu erzeugen, die im wesentlichen frei von
hervorstehenden und aufsaugenden Faserenden ist. Die so hergestellte vorbereitende Zwischenschicht 13
oder der Leimüberzug hat vorzugsweise ein Gewicht
imprägniert gebliebene Grundschicht aus Papier 35 von etwa 0,9 bis 2,72 kg je Ries und Seite,
feucht wird. Als eine derartige Schicht wird, wie Anstatt das Leimbad zur Behandlung der Papierschon
erwähnt, eine hydrophiles, kolloides und selbst- grundschicht bei Verlassen der Papiermaschine vorverständlich
füllstofffreies Material, wie beispiels- zusehen, kann die Leimung auch außerhalb der
weise Stärke, verwendet. Maschine vorgenommen werden. In diesem Falle hat
Mit einer derartigen Folie können ohne weiteres 40 es sich als zweckmäßig erwiesen, daß die Zwischenüber
300 Kopien hergestellt werden, ohne daß die Ab- schicht 13 aus Stärke oder einem anderen Kolloid,
züge unerwünschte Tonungen aufweisen und ohne daß das verwendet wird, etwa in der Größenordnung von
weiterhin die Grundschicht aus Papier durch 4,53 bis 5,44 kg je Ries und Seite, liegt,
mechanische Beanspruchung zerstört wird. Eine Flachdruckoberschicht 15 wird dann auf
Erfindungsgemäß werden Flachdruckfolien mit 45 wenigstens eine Seite der Papierschicht aufgebracht;
besonders gutem Erfolg verwendet, bei welchen sie legt sich über die Zwischenschicht 13 und haftet
das Trockengewicht der Oberschicht geringer an dieser. Die Oberschicht oder der Überzug 15 wird
als 1,814 kg je Ries pro Seite ist. Diese Ober- durch eine geeignete Überzugsvorrichtung, wie z. B.
schicht besteht hauptsächlich aus einem wasser- eine Bürste oder eine luftdurchspülte Auftragunlöslichen Carboxy-Methylcellulose-Derivat, welches 50 einrichtung, vorzugsweise nur auf einer Seite der
vorzugsweise mit Ammoniäk-Kupfer-Sulfat, Eisen- Folie aufgebracht. Die Oberschicht 15 ist vorzugs-Animonium-Citrat
und Ammonium-Dichromat un- weise sehr dünn und überschreitet gewöhnlich z. B. löslich gemacht ist. Die Oberschicht selbst kann er- nicht 2,72 kg Trockengewicht je Ries,
fmdüngsgemäß ·— im Gegensatz zu der Zwischen- Die erwünschten Eigenschaften der Schicht 15 sind
schicht, welche gemäß der vorliegenden Erfindung 55 diejenigen, welche für den Stoff, der eine Oberfläche
füllstofffrei gehalten sein muß ■— einen inerten. Füll- für Flachdruckfolien bildet, gefordert werden. Er muß
stoff aufweisen. Die Füllstoffmenge ist vorzugsweise im wesentlichen wasserunlöslich und fähig sein, im
geringer als das vierfache Gewicht des Kolloides in trockenen Zustand eine Flachdruckabbildung anzudem
Überzug. nehmen und diese während des Drückens abzugeben.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist 60 Die nicht mit einer Druckabbildung behaftete Fläche
die bessere Haftung der Oberschicht bzw. der soll wasserannehmend (hydrophil) und in höchstem
Zwischenschicht auf der Grundschicht aus Papier. Maße abstoßend gegen Druckfarbe in feuchtem Zu-Die
mit einer stark füUstoffhaltigen Zwischenschicht stände sein. Das heißt, daß die Oberschicht 15 hinversehenen
früheren Flachdruckfolien neigten zum sichtlich der wasser- und ölannehmenden Eigen-Brechen
oder zu einem Absplittern des Überzuges. 65 schäften ausgeglichen sein muß, wie es für den Flach-Dieses
Absplittern ist vermutlich auf den starken druck notwendig ist. Für diesen Zweck haben sich
Tongehalt der Zwischenschicht zurückzuführen. verschiedene Kolloiddispersionen als geeignet er-
AIs Oberschicht kann jede bekannte druck- wiesen, z. B. wäßrige Dispersionen von Casein, denen
aufnahmefähige hydrophile Überzugsmasse verwendet in geringen Mengen Aldehyd zugesetzt ist, Carboxywerden,
wobei es sich jedoch als besonders zweck- 70 methyl-Cellulose-Verbindungen oder Gummiarabikum
in Verbindung mit einem Cbromat-Ion oder Polyvinylalkohol
mit einem geringen Anteil eines Chromates. Diese Angaben sind jedoch nur als Beispiele
gemacht worden, da irgendeine Verbindung, die auf der Grundlage eines hydrophilen Kolloides beruht,
aus der Literatur bekannt und als Oberschicht für Flachdruckfolie!! geeignet ist.
Die wasserunlöslichen Verbindungen der Carboxymethyl-Cellulose
haben bekanntermaßen ein für diesen Zweck besonders geeignetes hydrophiles und oleophiles
Gleichgewicht und sind vorzugsweise für die Erfindung geeignet. Sie können als wasserlösliche Verbindungen
als Oberschicht auf den Bogen gebracht werden und darauf durch eine Nachbehandlung mit
unlöslichmachenden Mitteln, wie z. B. zweiwertigen Metallsalzlösungen, vorzugsweise ammoniakalischen
Kupfersalzlösungen, unlöslich gemacht werden, oder sie können mit geeigneten unlöslichmachenden Zusätzen
behandelt werden, die der den Überzug bilden-. den Mischung zugesetzt werden.
Eine besonders geeignete erfindungsgemäße Oberschicht 15 ist in den folgenden Beispielen beschrieben.
Es werden außerordentlich leichte Oberschichten als Druckfläche mit z. B. 0,23 bis 2,72 kg pro Ries und
vorzugsweise zwischen 0,23 und 1,38 kg pro Ries verwendet. Diese Oberschichten sind insbesondere für die
Aufbringung auf sehr glatte Oberflächen (die tatsächlich
für eine ebene und gleichmäßige Aufbringung wichtig sind) geeignet. Die mit Leim versehene und
geglättete Fläche;, die durch die Leimgrundschicht 11 und 13 dargestellt wird, wie sie oben beschrieben ist,
ist sehr gut für die Aufbringung der Oberschichten geeignet.
Es ist vorteilhaft, in der Oberschicht den Gehalt an Füllstoff, wie z. B. China-Kaolin od. dgl., auf einen
Kleinstwert zu begrenzen. Dieses trägt, wie sich herausgestellt hat, hervorragend dazu bei, eine Übertragung
der Feuchtigkeit durch die Schicht 15 und in die Grundschicht zu verhindern. Die Füllstoffanteile,
die, wie in Tabelle A beschrieben, auf der Dicke der Oberschicht beruhen, werden dementsprechend vorzugsweise
angewendet, da sie nicht die Ann ahme fähigkeit der Oberschicht bezüglich der aufgedruckten
Bilder beeinträchtigen.
Natrium-Carboxymerhyl-Cellulose 2 g
Wasser 90 cm3
Ton. 8 g
5°/oige ammoniakalische Kupfer-Sulfat-Lösung
40 cm8
Glyzerin , 1 g
Ammonium-Dichromat, chemisch rein . . . 0,75 g
Eisen-Ammoniium-Citrat 1 g
| Tabelle A | |
| Oberschi chtdi dke kg je Ries |
|
| 0,906 0,453 0,226 |
|
| Angenähertes Kleinstverhältnis von aufsaugendem Füllstoff zu Bindestoff, um die Druckbilder zu halten |
|
| 2: 1 3:2 1:1 |
Wie schon erwähnt, ist ein von selbst unlöslich werdender Überzug, welcher im wesentlichen aus
Carboxymethylcellulose besteht, die bevorzugte Ausfübrungsform
der Erfindung. Für die Bereitung der Überzüge mit diesen Eigenschaften werden folgende
Zusammensetzungen vorgeschlagen:
Natrium-Carboxymethyl-Cellulose 2 g
Wasser 90 cm3
5°/oige ammoniakalische Kupfer-Sulfat-Lösung 40 cm8
Glyzerin 1 g
Ammonium-Dichromat, chemisch rein .. . 0,75 g
Eisen-Ammonium-Citrat 1 g
Wenn eine der vorstehenden Oberschichten 15 des Beispiels I und II auf die mit Leim hergestellte
Schicht 13 der Grund'schicht 11 aufgebracht wird, wird sie getrocknet und dadurch unlöslich gemacht.
Vorzugsweise soll das Gewicht der Oberschicht zwischen 0,226 und 1,81 kg je Ries liegen.
Die getrocknete Oberschicht 15 vermag Druckfarbe, z. B. nach Beschreiben, aufzunehmen, auch kann sie
ao — wenn gewünscht — kalandriert werden, obgleich dies üblicherweise nicht nötig ist.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist zu ersehen, daß die Erfindung sich mit der Schaffung einer Flachdruckfolie
befaßt, die vergleichsweise billig ist und die uneingeschränkt gerade wie gewöhnliches Papier
verwendet werden kann, die aber gleichzeitig fähig ist, eine große Anzahl, in den meisten Fällen mindestens
300, klare und scharfe Kopien herzustellen, wenn sie als Flachdruckfolie verwendet wird. Die
Wirtschaftlichkeit der Herstellung ergibt sich teilweise aus der geringen Anzahl der durchgeführten
Behandlungen sowie dem leichten Gewicht, woraus sich die geringen Kosten der Schichten ergeben. Sie
wird im bedeutenden Maße durch die Art der Behandlungen gesteigert, die so beschaffen sind, daß Papier
allen erforderlichen Behandlungen direkt an der Papiermaschine in einem einzigen Durchgang unterworfen
werden kann. Dadurch wird das kostspielige Hin- und Herschaffen vermieden, das einen wesentliehen
Anteil der Herstellungskosten bei bekannten Flachdruckfolien annehmbarer Qualität ausmacht.
Tatsächlich sind die auf Papiergrundlage hergestellten Flachdruckfolien gemäß der vorstehenden
Erfindung nur wenig teuerer als normale Papierblätter guter Qualität und können als solche verwendet
werden.
Abbildungen, die handschriftlich oder mit Schreibmaschine auf die Oberschicht 15 gebracht worden
sind (die, wenn gewünscht, leicht farbig sein kann, um sie in dem Erzeugnis kenntlich zu machen), werden
mit einem Zeichenwerkzeug oder mit der Schireibmaschine hergestellt. Dadurch wird nicht nur ein
lesbares Zeichen, sondern auch ein sicher anhaftender Niederschlag des druckfarbenempfänglichen Materials
erreicht. Eine so behandelte Folie kann zu späterer Zeit aus den Akten genommen und in den Zylinder
einer Flachdruckmaschine eingesetzt werden, worauf man bei abwechselnder Befeuchtung und Färbung eine
große Anzahl klarer Kopien drucken kann. Wenn die Lebensdauer der Flachdruckfolie beim Drucken nicht
vollkommen verbraucht worden ist, kann die Flachdruckfolie auch getrocknet und für einen neuen Druck
zu einem späteren Zeitpunkt aufbewahrt werden. In der vorstehenden Beschreibung und den An-Sprüchen
ist, wo es immer für nötig befunden wurde, auf die Dicke oder das Gewicht des Papiers oder der
Schichten Bezug zu nehmen, dieses durch die Bezeichnung »kg je Ries« ausgedrückt worden. Dies ist
so zu verstehen, daß sie kg je Ries von 500 Bogen, jeden zu 63,5 · 96,52 cm, bezeichnet,
Durch den Ausdruck »nicht imprägniertes Papier«, der in der Beschreibung und im Hauptanspruch verwendet
worden ist, wird ein Papier bezeichnet, das im wesentlichen keine Bestandteile von Stoffen aufweist,
die eine Feuchtigkeitswiderstandsfähigkeit verleihen, und das keinen wasserfesten Überzug trägt.
Claims (6)
1. Mehrschichtige Flachdruckfolie, deren Grundschicht aus Papier, deren Oberschicht aus einer
bildaufnahmefähigen, hydrophilen Substanz und deren Zwischenschicht aus hydrophilem Material
besteht, wobei Zwischen- und" Oberschicht beiderseits der Grundschicht angebracht sein können und
die Zwischenschicht ohne Anwendung einer Imprägnierungsschicht
direkt auf nicht imprägniertes Papier kaschiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die hydrophile Zwischenschicht zwecks Vermeidung des Tonens aus einem füllstofffreien
Kolloid, insbesondere Stärke, besteht.
2. Flachdruckfolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trockengewicht der Oberschicht
geringer als 1,814 kg je Ries pro Seite ist.
3. Flachdruckfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberschicht
bekanntermaßen einen Grundstoff aus einem wasserunlöslichen Carboxymethyl-Cellulose-Derivat
aufweist.
4. Flachdruckfolie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberschicht im wesentlichen
aus dem wasserunlöslichen Reaktionsprodukt von Carboxymethylcellulose mit Ammoniak-Kupfer-Sulfat,
Eisen-Ammonium-Citrat und Ammonium-Dichromat besteht.
5. Flachdruckfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberschicht
aus einem bildaufnahmefähigen Kolloid einen inerten Füllstoff enthält.
6. Flachdruckfolie nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff in einem Anteil
von weniger als dem Vierfachen des Gewichtes des Kolloides in diesem Überzug vorhanden ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 882 998.
Deutsche Patentschrift Nr. 882 998.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 5097145 5.57
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