DE1008345B - Anordnung zur Abschaltung des Motorstellstromes nach beendetem Stellvorgang in einervieradrigen Drehstromweichenschaltung - Google Patents
Anordnung zur Abschaltung des Motorstellstromes nach beendetem Stellvorgang in einervieradrigen DrehstromweichenschaltungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/06—Electric devices for operating points or scotch-blocks, e.g. using electromotive driving means
- B61L5/062—Wiring diagrams
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Abschaltung des Motorstellstromes nach beendetem
Stellvorgang in einer vieradrigen Drehstromweichenschaltung und bezweckt, die Abschaltung von der
Phasenlage in den Motorzuleitungen abhängig zu machen.
Es ist bekannt, derartige Abschaltungen in der Weise vorzunehmen, daß durch besondere Kontaktstellungen
des Antriebes ein Auslöserelais ein Spannungswechslerrelais betätigt, welches seinerseits den
Stellstrom ab- und den Überwachungsstrom anschaltet.
Diese Abschaltuugsart ist jedoch insofern nachteilig,
als bei einer kurzzeitigen Netzunterbrechuug während des Motorlaufes das Spannungswechslerrelais
abfällt, den Stellstrom ab- und den Überwachungsstrom anschaltet. Das Wiedereinsetzen der
Spannung hat dann, bedingt durch die besondere Kontaktstelluug im Antrieb, eine »Auffahrmeldung«
zur Folge. Dieser Vorgang stellt zwar keine Betriebsgefährdung dar, ist aber für die Auffahrkontrollen
äußerst unerwünscht.
Es ist weiterhin gebräuchlich, Motorabschaltungen in der Weise vorzunehmen, daß mit Hilfe besonderer
Kontaktstellung im Weichenantrieb die Größe des nach beendeter Weichenumstellung auftretenden Motorstroms
zur Abschaltung ausgenutzt wird. Hiermit ist zwar der Nachteil der erstgenannten Abschaltungsart beseitigt, trotzdem verbleibt aber noch ein anderer
Nachteil.
Die vorstellend genannte besondere Kontaktstellung ist nämlich auch bei Anlauf des Motors vorhanden.
Wenn hierbei zwar die Polarität der beiden Spulen des Auslöserelais beim Anlauf entgegengesetzt ist, so
kann der Anlaufstromstoß des Motors das Auslöserelais doch zum Auslösen bringen. Aber auch während
des Motorlaufes ist die Auslösung bereits möglich, weil die Größe des Motorstromes technisch kaum
zu beherrschen ist.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, daß der bei dem Stellvorgang zuletzt schaltende Antriebskontakt
eine veränderte Phasenlage der Ströme bewirkt, die in zwei Stromwandlern zwei um 90°
gegeneinander verschobene Spannungen induziert, deren negative bzw. positive Halbwelleu von Gleichrichtern
unterdrückt werden, und daß die bei Addition der verbleibenden Halbwellen entstehende Spannungsspitze
den Anker eines polarisierten und einseitig eingestellten Relais zum Umschlag bringt.
Die Vorteile der Erfindung sind insbesondere darin zu erblicken, daß weder die Größe des auftretenden
Motorstromes noch eine eventuelle kurzzeitige Netzuuterbrechung motorabschaltend wirken, sondern daß
die Abschaltung nur am Ende der Umstellbewegung Anordnung zur Abschaltung
des Motorstellstromes nach beendetem
Stellvorgang in einer vieradrigen
Drehstromweichenschaltung
Anmelder:
VEB Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin, Berlin-Treptow,
Elsenstr. 87-96
Elsenstr. 87-96
Gerhard Billep, Berlin-Treptow,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
erfolgen kann (abgesehen vom Abschalten nach der Zeitbedingung), weil gemäß der Erfindung die Relaisfunktiou
von der Phasenverschiebung zweier Ströme
abhängt. ·
Aufbau und Wirkungsweise der Anordnung nach der Erfindung werden nachstehend an Hand zweier
zeichnerischer Darstellungen, die ein Ausführungsbeispiel betreffen, näher erläutert:
Die Abb. 1 ist eine schematische Darstellung der Anordnung nach der Erfindung. In der Ader 7? liegt
hinter dem [/-Kontakt 1 U der Stromwandler 1 mit seiner Stromwicklung lstr, während sich der Stromwandler
2 mit seiner Stromwicklung 2str in der Ader O befindet. Die Spannungswicklungen 1 sp und
Isp der beiden Stromwandler sind je über einen Einweggleichrichter
GLl bzw. G12 auf je eine Wicklung des gepolten Relais ReI geschaltet. Dieses ist einseitig
eingestellt, so daß sich ein Anzug-Abfall-Verhältnis {Am.j Abf.) ergibt, welches nach Abb. 2 im Raum
der positiven Halbwellen der Ströme liegt.
Es sind in Abb. 1 zur Erklärung der Wirkungsweise nur die nötigsten Schaltelemente dargestellt.
Der Antrieb befindet sich in angenommener Weise in der »Minus-Stellung« (Abb. 1) und soll nach »Plus«
umgestellt werden. Zunächst werden alle Wreichenschalterkoutakte
la bis 4n umgeschaltet, dabei
fällt das Überwacherrelais f ^ ab (für die Erklärung des Prinzips jedoch ohne Bedeutung). Dann schalten
709 509/16
alle Kontakte des ^/-Relais um. Es fließt der Kraft-.
strom wie folgt:
1. von Phase R nach O:
AnschlußpunktR - KontaktIU- Stromwicklung
1 str - Weichenschalterkontakt 1 □ - Motorwicklung
UX, - Antriebskontakt 2 m - Kontakt 6U-Stromwicklung 2 str - O.
2. von Phase J? nach Phase T:
Anschlußpunkt 5 - Kontakt 2U- Weichenschalterkontakt 3d - Motorwicklung VY - Antriebskontakt 3ra - Motorwicklung ZW - Kontakt 3U-Anschlußpunkt T.
Anschlußpunkt 5 - Kontakt 2U- Weichenschalterkontakt 3d - Motorwicklung VY - Antriebskontakt 3ra - Motorwicklung ZW - Kontakt 3U-Anschlußpunkt T.
In den ersten Stromkreis R-O sind beide Stromwicklungen lstr und 2 str einbegriffen, die beiden
verbleibenden Halbwellen sind gleich groß, ihre Addition ergibt 0. Das Relais ReI zieht nicht an.
Da die Spannung zwischen R und O gegenüber derjenigen
zwischen S und T um 90° verschoben ist, läuft der Motor mit einer zweiphasigen T-Schaltung
an.
Kurz nach Beginn des Anlaufes öffnet der Kontakt 2m. Beide Stromwandler sind stromlos. Das
Relais zieht nicht an. Etwa nach einer halben Umdrehung des Motorläufers schließt der Kontakt Iw.
Jetzt läuft der Motor in ordentlicher Sternschaltung weiter. Die Stromwicklung 2str ist noch stromlos.
Die Stromwicklung X str wird wieder vom Strom durchflossen; da aber GIl die positive Halbwelle
unterdrückt, zieht das Relais ReI nicht an.
Am Ende der Umstellung öffnet der Antriebskontakt 3 m, und unmittelbar danach schließt 4 m. Die
Phase 6" ist über die Motorwicklung VY und über die
Stromwicklung 2 str mit O zusammengeschaltet. Durch die Stromwicklung lstr fließt der durch die
Zusammenschaltung der Phasen R und T zustande kommende Strom. Da 5"-O wieder gegenüber R-T
um 90° verschoben ist, ist auch der Strom in der Stromwicklung 2str gegenüber dem Strom in lstr
um 90° verschoben.
Nachdem vom Gleichrichter GIl aus dem Stromwandler
1 die positive Halbwelle RTp und vom Gleichrichter
Gl2 aus dem Stromwandler 2 die negative Halbwelle O$n unterdrückt werden, werden beide
restlichen Halbwellen OSp und RTn zur in Abb. 2
schraffiert dargestellten positiven Spannungsspitze pSp addiert. Diese positive Spannungsspitze bringt
das Relais ReI zum Umschlagen, und ein Selbstschlußkontakt sorgt dafür, daß sein Anker in umgeschlagener
Stellung verbleibt. Das Relais selbst leitet den Abschaltvorgang ein (nicht dargestellt) und
wird dabei selbst wieder in seine Ruhelage zurückgebracht. Die sich bei der Addition außer der positiven
Spannungsspitze ergebende negative Spannungsspitze ist für den Ankerumschlag vernachlässigbar,
weil sie nur dem Zweck dient, die Ruhelage des Relaisankers zu sichern. Es ist lediglich erforderlich,
daß das Relais schnell schaltet, also bevor nach der positiven die negative Spitze wiederkommt.
Bei entgegengesetztem Lauf des Motors verläuft der Vorgang entsprechend spiegelbildlich.
Claims (1)
- Patentanspruch :Anordnung zur Abschaltung des Motorstellstromes nach beendetem Stellvorgang in einer \äeradrigen Drehstromweichenschaltung, dadurch gekennzeichnet, daß der bei dem Stellvorgang zuletzt schaltende Antriebskontakt (4 m) eine veränderte Phasenlage der Ströme bewirkt, die in zwei Stromwandlern (1, 2) zwei um 90° gegeneinander verschobene Spannungen (O $ un(A Rt) induziert, deren negative bzw. positive Halbwellen (O5n bzw. RTp) von Gleichrichtern (G/2 bzw. GIl) unterdrückt werden, und daß die bei Addition der verbleibenden Halbwellen (OSp und RTn) erstehende Spannungsspitze (pSp) den Anker eines polarisierten und einseitig eingestellten Relais (ReI) zum Umschlag bringt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 505/16 5.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV10193A DE1008345B (de) | 1956-02-18 | 1956-02-18 | Anordnung zur Abschaltung des Motorstellstromes nach beendetem Stellvorgang in einervieradrigen Drehstromweichenschaltung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV10193A DE1008345B (de) | 1956-02-18 | 1956-02-18 | Anordnung zur Abschaltung des Motorstellstromes nach beendetem Stellvorgang in einervieradrigen Drehstromweichenschaltung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1008345B true DE1008345B (de) | 1957-05-16 |
Family
ID=7572994
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV10193A Pending DE1008345B (de) | 1956-02-18 | 1956-02-18 | Anordnung zur Abschaltung des Motorstellstromes nach beendetem Stellvorgang in einervieradrigen Drehstromweichenschaltung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1008345B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175265B (de) | 1959-12-14 | 1964-08-06 | Tech Pour L Ind Nouvelle S A I | Vieradrige Steuerschaltung fuer einen reversierbaren elektromotorischen Antrieb, vorzugsweise fuer Weichen u. dgl. in Eisenbahnstellwerken |
-
1956
- 1956-02-18 DE DEV10193A patent/DE1008345B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175265B (de) | 1959-12-14 | 1964-08-06 | Tech Pour L Ind Nouvelle S A I | Vieradrige Steuerschaltung fuer einen reversierbaren elektromotorischen Antrieb, vorzugsweise fuer Weichen u. dgl. in Eisenbahnstellwerken |
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