[go: up one dir, main page]

DE10082744B4 - Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper - Google Patents

Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper Download PDF

Info

Publication number
DE10082744B4
DE10082744B4 DE10082744A DE10082744A DE10082744B4 DE 10082744 B4 DE10082744 B4 DE 10082744B4 DE 10082744 A DE10082744 A DE 10082744A DE 10082744 A DE10082744 A DE 10082744A DE 10082744 B4 DE10082744 B4 DE 10082744B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tool body
drive device
groove
drive rod
drive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE10082744A
Other languages
English (en)
Other versions
DE10082744D2 (de
Inventor
Stefan Jutz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MODTO CORP LEWES
Modto Corp
Original Assignee
MODTO CORP LEWES
Modto Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MODTO CORP LEWES, Modto Corp filed Critical MODTO CORP LEWES
Application granted granted Critical
Publication of DE10082744B4 publication Critical patent/DE10082744B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B37/00Lapping machines or devices; Accessories
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D15/00Hand tools or other devices for non-rotary grinding, polishing, or stropping

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Abstract

Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper (1, 2), mit einer Antriebsstange (3) für den Werkzeugkörper (1, 2), dadurch gekennzeichnet, dass für eine im Wesentlichen formschlüssige, gelenkige Verbindung zwischen dem Werkzeugkörper (1, 2) und der Antriebsstange (3) eine Nut mit in Längsrichtung im Wesentlichen kreisbogenförmigem Grund (6, 10) im Werkzeugkörper (1, 2) vorgesehen ist, in die die Antriebsstange (3) mit einem abgerundeten, abgeflachten Ende (4) eingreift.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper, mit einer Antriebsstange für den Werkzeugkörper.
  • Schleif-Werkzeugkörper oder kurz Schleifkörper sind üblicherweise keramisch gebundene, kunstharzgebundene, gummigebundene oder gesinterte Abrasivstoffe, wie Aluminiumoxyd, Siliciumcarbid, Bornitrid, Diamant oder ähnliche Läppkörper, dienen als Läppmittelträger und werden vorzugsweise aus Metallen, wie Eisen, Gusseisen, Messing, Kupfer, Zinn, Blei und ähnliches, bzw. auch aus Gemischen von Metallpulvern der vorgenannten Metalle und Kunstharz hergestellt. Läppmittel sind in der Regel Diamant, Bornitrid, Siliciumkarbid, Aluminiumoxyd und ähnliche in wässriger oder öliger Lösung. Polierkörper bestehen in der Regel aus weichen Materialien, wie Kunststoffen, Holz verschiedener Härten, Filzen oder Tüchern, welche das Poliermittel (Diamant, Bornitrid, SiC, Aluminiumoxyd und ähnliches) aufnehmen.
  • Es ist bekannt, beim Schleifen, Läppen oder Polieren von Werkstücken mit gekrümmten oder genuteten Oberflächen einen entsprechenden Werkzeugkörper über die Werkstück-Oberfläche dadurch zu bewegen, dass er gelenkig mit einer Antriebsstange gekuppelt wird, die ihrerseits von einem Antriebssystem mit Motor angetrieben wird. In Verwendung sind dabei derzeit allgemein vor allem Kugelschubstangensysteme, vgl. DE 35 18 631 A1 oder DE 44 11 743 A1 bei denen der Werkzeugkörper mit einer sphärischen Bohrung versehen ist, in die die Antriebs- oder Schubstange mit einem kugelförmigen Ende eingreift. Mit einer derartigen Antriebseinrichtung kann das Werkzeug in der Ebene der Antriebsstange der Werkstückoberfläche folgen und auf dieser immer flach aufliegen, jedoch ist es nicht möglich, das Werkzeug kreisend zu steuern. Bekannt ist es auch, die Antriebsstange über ein Scharniergelenk mit einem Werkzeugträger gelenkig zu verbinden, wobei das jeweilige Läpp-, Polier- oder Schleifwerkzeug an der Unterseite des Werkzeugträgers angeklebt wird. Dabei ergibt es sich, dass das Werkzeug insgesamt eine bestimmte Mindestgröße nicht unterschreiten kann, so dass auch bei den zu bearbeitenden Werkstücken eine Beschränkung in der Profilierung der Werkstückoberfläche, die noch bearbeitet werden kann, gegeben ist.
  • Es ist daher Ziel der Erfindung, eine Antriebseinrichtung der eingangs angeführten Art vorzusehen, mit der allseitige Führungsbewegungen mit Hilfe der Antriebsstange auf den Werkzeugkörper übertragen werden können, so dass beliebige Bearbeitungen des jeweiligen Werkstückes möglich sind, und mit der überdies – im Hinblick auf entsprechend profilierte Werkstückoberflächen – auch minimale Werkzeugkörper eingesetzt werden können.
  • Die erfindungsgemäße Antriebseinrichtung der eingangs erwähnten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass für eine im Wesentlichen formschlüssige, gelenkige Verbindung zwischen dem Werkzeugkörper und der Antriebsstange eine Nut mit in Längsrichtung im Wesentlichen kreisbogenförmigem Grund im Werkzeugkörper vorgesehen ist, in die die Antriebsstange mit einem abgerundeten, abgeflachten Ende eingreift.
  • Mit einer derartigen Ausbildung wird der vorstehenden Zielsetzung in vorteilhafter Weise entsprochen. Die Antriebsstange hat ein abgeflachtes, abgerundetes Ende, so dass ein flaches, scheibenförmiges Kupplungsstück entsteht. Der Werkzeugkörper selbst und/oder ein an seiner Oberseite angebrachter Führungsansatz, wie nachstehend noch näher ausgeführt werden wird, weist mit der erfindungsgemäß gestalteten Nut mit in Längsrichtung kreisbogenförmigem Grund (nachfolgend kurz als im Wesentlichen zylindrische Nut bezeichnet) eine im Wesentlichen zylindrische, scheibenförmige Vertiefung auf, in die das scheibenförmige Ende der Antriebsstange formschlüssig passt. Dadurch können mit Hilfe der Antriebsstange nicht nur in der Ebene der Antriebsstange verlaufende Vor- und Zurückbewegungen des Werkzeuges ausgeführt werden, sondern auch Bewegungen quer hiezu, sowie selbstverständ lich auch kombinierte Bewegungen, insbesondere kreisende Bewegungen. Das Werkzeug selbst kann um die Zylinderachse des scheibenförmigen Endes der Antriebsstange bzw. seiner zylinderförmigen Nut vor- und zurückverschwenkt werden und sich so bei seinen Bewegungen an die Oberfläche des Werkstückes anpassen.
  • Insgesamt können somit beim Schleifen, Läppen oder Polieren Werkzeuge mit rechteckigem Querschnitt verwendet werden, deren Längsachse in der Arbeitsrichtung liegt und kontrollierbar ist. Die Werkzeuge können dabei außerordentlich klein sein, was insbesondere bei stark gewölbten Werkstückoberflächen von großer Bedeutung ist. Die Verwendung kleiner Werkzeugkörper mit rechteckigem Querschnitt ist auch deshalb vorteilhaft, weil derartige Werkzeugkörper relativ einfach und preiswert – insbesondere als Keramikkörper oder Sinterkörper – hergestellt werden können. Anstatt der früheren starren Gelenksysteme wird auch eine zumindest teilweise Beweglichkeit quer zur Arbeitsrichtung ermöglicht, mit einer Steuerbarkeit der Rotation des Werkzeuges um eine senkrecht zur Werkstück-Oberfläche verlaufende Achse.
  • Für die Steuerung des Werkzeuges beim Bearbeiten eines Werkstückes ist es vorteilhaft, wenn die Achsen der im Wesentlichen zylindrischen Nut und des abgerundeten, abgeflachten Endes der Antriebsstange im Wesentlichen rechtwinkelig zur Arbeitsrichtung liegen. Auch ist es für die exakte Führung und Bewegung quer zur Arbeitsrichtung von Vorteil, wenn die Achse des abgerundeten, abgeflachten Endes der Antriebsstange parallel zur Arbeitsfläche des Werkzeugkörpers liegt.
  • Damit sich der Werkzeugkörper in einer Richtung quer zur Haupt-Arbeitsrichtung relativ zur Antriebsstange leicht verschwenken kann, um einem entsprechenden Werkstückoberflächenprofil folgen zu können, ist es weiter günstig, wenn die zylindrische Nut einen trapezförmigen Querschnitt aufweist, wobei sich die kürzere der zueinander parallelen Trapezseiten am Grund der Nut befindet. Für die Lagerung des Endes der Antriebsstange in der Nut des Werkzeugkörpers ist es auch von Vorteil, wenn in der im Wesentlichen zylindrischen Nut des Werkzeugkörpers eine Auskleidung vorgesehen ist, die vorzugsweise aus Metall oder Kunst stoff, wie z.B. aus Messing, Aluminium, oder aus einem Thermoplast oder Gießharz, besteht. Dadurch kann eine Schonung des Materials der Antriebsstange sowie eine lange Standzeit im Bereich der gelenkigen "Steck"verbindung: Antriebsstange-Werkzeugkörper erzielt werden, indem einfach eine entsprechende Werkstoffpaarung für die Auskleidung und die Antriebsstange bzw. deren Eingriffs-Ende gewählt wird. Für Querverschwenkungen des Werkzeugkörpers relativ zur Antriebsstange ist es wiederum zweckmäßig, wenn der Querschnitt der Auskleidung im Wesentlichen trapezförmig ist.
  • Im Fall von besonders klein dimensionierten Werkzeugkörpern, bei besonders stark profilierten Werkstoffoberflächen, kann es günstig sein, die für den Eingriff der Antriebsstange vorgesehene im Wesentlichen zylindrische Nut zumindest teilweise in einen eigenen Führungs- oder Lageraufsatz des Werkzeugkörpers zu verschieben, so dass im eigentlichen Werkzeugkörper nur eine kleine Vertiefung, wenn überhaupt, vorzusehen ist. Demgemäss ist eine vorteilhafte Ausführungsform bei der erfindungsgemäßen Antriebseinrichtung dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugkörper einen an ihm befestigten Aufsatz beispielsweise aus Metall oder Kunststoff, wie aus Messing, Aluminium oder aber einem Thermoplast oder Gießharz, aufweist, der mit einer im Wesentlichen zylindrischen Nut oder mit einer im Wesentlichen zylindrischen Durchgangsnut versehen ist. Der Aufsatz kann dabei mit dem Werkzeugkörper einfach verklebt, verschweißt oder verlötet sein.
  • Um eine Abnützung durch einen direkten Kontakt zwischen Werkzeugkörper und Antriebsstange im Falle eines Führungsaufsatzes hintanzuhalten, ist es weiter auch vorteilhaft, wenn der Durchmesser der im Wesentlichen zylindrischen Durchgangsnut des Aufsatzes kleiner ist als der Durchmesser der im Wesentlichen zylindrischen Nut im Werkzeugkörper.
  • Um einen glatten Übergang zwischen dem Aufsatz und dem Werkzeugkörper zu schaffen, ist es auch von Vorteil, wenn die im Wesentlichen zylindrische Durchgangsnut im Aufsatz im Wesentlichen die gleiche Breite aufweist wie die im Wesentlichen zylindrische Nut im Werkzeugkörper.
  • Für die Erzielung der gewünschten Beweglichkeit auch in Querrichtung, um ein Verschwenken des Werkzeugkörpers relativ zur Antriebsstange sicherzustellen, ist es im Fall der Anbringung eines Aufsatzes auch günstig, wenn die im Wesentlichen zylindrische Durchgangsnut des Aufsatzes einen trapezförmigen Querschnitt aufweist, wobei die kürzere der parallelen Trapezseiten auf der dem Werkzeugkörper zugewandten Seite vorgesehen ist. Hierbei ist es für einen glatten Übergang zur Nut im Werkzeugkörper weiter vorteilhaft, wenn die längere der parallelen Trapezseiten der im Wesentlichen zylindrischen Nut im Werkzeugkörper und die kürzere der parallelen Trapezseiten der im Wesentlichen zylindrischen Durchgangsnut im Aufsatz im Wesentlichen gleich lang sind.
  • Im Hinblick auf einen einfachen Einbau sowie auch auf eine einfache Herstellung ist es weiter von Vorteil, wenn die Auskleidung mit dem Aufsatz verbunden ist.
  • Wie bereits erwähnt, ist der Werkzeugkörper bevorzugt in an sich bekannter Weise ein Keramikkörper oder Sintermaterialkörper. Die Antriebsstange kann für lange Betriebsdauern aus Metall bestehen, sie kann jedoch, um eine möglichst leichtgewichtige Ausführung zu erhalten, bei der auch eine einfache Herstellung sichergestellt ist, aus Kunststoff bestehen, insbesondere aus einem faserverstärkten Kunststoffmaterial.
  • Das abgerundete, abgeflachte Ende der Antriebsstange ist bevorzugt einteilig mit der übrigen Antriebsstange, es kann jedoch auch im Hinblick auf eine gesonderte Herstellung nachfolgend stirnseitig am Antriebsstangenkörper angeklebt, angegossen oder angeschweißt sein.
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand von in der Zeichnung veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schaubildliche Ansicht eines Werkzeugkörpers mit einem Ende einer abgebrochen dargestellten Antriebsstange;
  • 2 schaubildlich einen Aufsatz für einen solchen Werkzeugkörper, wie er in 1 dargestellt ist;
  • 3 schaubildlich den eigentlichen Werkzeugkörper;
  • 4 schematisch eine Ansicht einer winkelförmigen Antriebsstange, jedoch ohne Darstellung des mit einem Antriebssystem mit Motor zu kuppelnden Teiles, der als solcher an sich herkömmlich und hier nicht weiter zu erläutern ist;
  • 5 einen Längsschnitt durch einen Werkzeugkörper in der Ausführungsform gemäß 1, wobei die Lagerung des scheibenförmigen Endes der Antriebsstange ersichtlich ist;
  • 6 einen Querschnitt durch einen Werkzeugkörper, unter Veranschaulichung des damit gekuppelten Endes einer Antriebsstange;
  • 7 einen Querschnitt durch einen gegenüber 6 modifizierten Werkzeugkörper, mit eingesetzter Antriebsstange; und
  • 8 in einer schaubildlichen, auseinandergezogenen Darstellung einen einfachen Werkzeugkörper und einen zugehörigen Antriebsstangen-Endteil.
  • In 1 ist schaubildlich ein Werkzeugkörper 1 mit einem Aufsatz 2 gezeigt, wobei dem Werkzeugkörper 1 zum Antrieb eine nur mit einem Endteil veranschaulichte Antriebsstange 3 zugeordnet ist. Die Antriebsstange 3 hat dabei wie ersichtlich ein abgeflachtes, stirnseitig kreisbogenförmig abgerundetes Ende 4, vgl. außer 1 auch 4, und mit dieser Antriebs- oder Schubstange 3 werden von einem nicht näher veranschaulichten, herkömmlichen Antriebssystem Antriebsbewegungen vor allem in der Ebene der Antriebsstange 3, s. den Doppelpfeil 5 in 4, auf den Werkzeugkörper 1 übertragen, s. auch die Pfeile 5A und 5B in 1.
  • Die Antriebsstange 3 ragt mit ihrem abgerundeten flachen, scheibenförmigen Ende 4 in eine zumindest im Wesentlichen zylindrische, scheibenförmige Vertiefung oder Nut 6 im Werkzeugkörper 1 bzw. dessen Aufsatz 2, wobei sie einfach in diese Nut 6 mit dem Ende 4 eingesteckt ist und dort formschlüssig gehalten ist. Dabei ist eine Schwenkbewegung zwischen Werkzeugkörper 1 und Antriebsstange 3 bzw. deren Ende 4 um die Zylinderachse 7 der zylindrischen Vertiefung 6, quer zur allgemeinen Arbeitsbewegung 5A, 5B, möglich, s. auch 5 und den darin eingezeichneten Doppelpfeil 8 um die Achse 9 des kreisscheibenförmigen Endes 4 der Antriebsstange 3, wobei im gezeigten Ausführungsbeispiel diese Achse 9 mit der Nut-Achse 7 zusammenfällt.
  • Die Vertiefung 6 ist im Ausführungsbeispiel gemäß den 1 bis 3 sowie 5 bis 7 jeweils dadurch gebildet, dass einerseits im eigentlichen Werkstoffkörper 1 eine im Wesentlichen zylindrische Nut 10 vorgesehen ist, und dass weiter im Aufsatz 2 eine im Wesentlichen zylindrische, hindurchgehende Nut, nachstehend kurz Durchgangsnut 11 genannt, vorhanden ist, vgl. insbesondere 2, 3 und 5. Die Durchgangsnut 11 im Aufsatz 2 kann dabei, wie aus 5 ersichtlich ist, einen kleineren Durchmesser haben als die Nut 10 im Werkzeugkörper 1 selbst, so dass die bei der Durchführung von Werkstückbearbeitungen auftretenden Lagerkräfte im Bereich des Aufsatzes 2 aufgenommen werden. Dies ist dann der Fall, wenn die Bearbeitung in der Hauptarbeitsrichtung 5 unter Vor- und Zurückschieben des Werkzeugkörpers 1 entsprechend den Pfeilen 5A, 5B erfolgt.
  • Überdies ist aufgrund der gezeigten Kupplung zwischen Antriebsstangenende 4 und Werkzeugkörper 1 auch eine seitliche Führung des Werkzeugkörpers 1 sichergestellt, so dass seitliche sowie kreisende Arbeitsbewegungen möglich sind, vgl. den gekrümmten Doppelpfeil 5C in 1 und auch den entsprechenden Querschnitt gemäß 6, wo sich ergibt, dass Querbewegungen des Werkzeugkörpers 1, gemäß Doppelpfeil 5D, von der Antriebsstange 3 auf den Werkzeugkörper 1 übertragen werden können. Dies ist zufolge des Formschlusses des scheibenförmigen Endes 4 in der Nutvertiefung 6 möglich.
  • Wenn eine Schwenkbeweglichkeit – im Hinblick auf die Bearbeitung von stark profilierten Werkstückoberflächen – für den Werkzeugkörper 1 zusätzlich erreicht werden soll, kann wie in 7 gezeigt der Querschnitt der Nuten 10, 11 trapezförmig sein, wobei die kürzere der zueinander parallelen Trapezseiten an der jeweiligen Unterseite bzw. am Nut-Grund gelegen ist, wogegen die längere Trapezseite oben liegt, so dass sich die Nuten 10, 11 nach oben hin erweitern und so Platz für die Schwenkbewegung des scheibenförmigen Endes 4 relativ zum Werkzeugkörper 1 bzw. dessen Aufsatz 2 schaffen. Die Schwenkbewegung des Werkzeugkörpers 1 relativ zum Ende 4 der Antriebsstange 3 ist in 7 mit den Pfeilen 5E, 5F angedeutet.
  • In 8 ist in einer auseinandergezogenen Darstellung ein Teil einer Antriebsstange 3 mit ihrem scheibenförmigen, kreisbogenförmig abgerundeten Ende 4 oberhalb eines bloßen Werkzeugkörpers 1 gezeigt, der hoch genug ist, so dass ein Aufsatz, wie der Aufsatz 2 gemäß 1 bis 7, als gesonderter Führungs- und Lagerteil nicht vorgesehen wird. Die im Wesentlichen zylindrische Nut 10 im Werkzeugkörper 1 ist dann selbstverständlich im Vergleich zur Nut 10 gemäß 1, 3 oder 5 tiefer, sie sollte jedoch (ähnlich wie die Durchgangsnut 11 im Aufsatz 2) maximal einem Kreisbogen von 180° – vorzugsweise etwas kleiner – entsprechen. Der Kreisbogen des gerundeten Endes 4 hat vorzugsweise einen etwas kleineren Durchmesser als die Nut 10.
  • Der Werkzeugkörper 1 besteht in an sich herkömmlicher Weise aus Keramikmaterial, Sintermaterial oder einem vergleichbaren, für Polieren, Läppen oder Schleifen geeigneten Material, wobei von Vorteil ist, dass er im Hinblick auf die hier gegebenen Steuermöglichkeiten einfach rechteckig in seiner Konfiguration sein kann. Es ist weiter möglich, den Werkzeugkörper 1 mit außerordentlich kleinen Abmessungen, im Millimeterbereich, vorzusehen, um auch stark profilierte Werkstückoberflächen bearbeiten zu können. Die Antriebsstange 3 besteht vorzugsweise aus Metall, insbesondere Stahl, sie kann jedoch auch aus Kunststoff, gegebenenfalls aus faserverstärktem Kunststoffmaterial bestehen.
  • In der Ausführungsform gemäß 7 ist der Aufsatz 2 gesondert von einer die Nut 10 im eigentlichen Werkzeugkörper 1 definierenden Auskleidung 12 gebildet, wobei sowohl der Aufsatz 2 als auch die Auskleidung 12 aus einem für Lagerzwecke geeigneten Metall oder Kunststoff bestehen können. Es ist aber auch möglich, den Aufsatz 2 und die Auskleidung 12 einstückig herzustellen, wie dies in 7 zusätzlich durch die gleichgerichtete Schraffur angedeutet ist. Dadurch wird die Herstellung ebenso wie die Montage vereinfacht. Der Aufsatz 2 kann dann mit der mit ihm einteiligen Auskleidung 12 im Presssitz in der Nut des Werkzeugkörpers 1 sitzen. Demgegenüber wird der Aufsatz 2 in der Ausführungsform gemäß 1 bis 3, 5 und 6 zweckmäßig auf den eigentlichen Werkzeugkörper 1 aufgeklebt, aufgelötet oder aufgeschweißt, wie in 5 ganz schematisch bei 13 veranschaulicht ist. In 5, 6 und 7 ist schließlich noch mit 1A die Arbeitsfläche des Werkzeugkörpers 1 bezeichnet. Weiter ist in 6 mit strichlierten Linien bei 10' angedeutet, dass auch ohne Auskleidung 12 eine im Querschnitt trapezförmige Nut im Werkzeugkörper 1 vorliegen kann.
  • Der Aufsatz 2 bzw. die Auskleidung 12 kann Aluminium oder ähnliches, oder in Form eines mittels Ultraschall formgebend aufgeschweißten Thermoplastes, oder in Form eines formgebend aufgegossenen Kunstharzes, oder in Form eines aufgeklebten Kunststoffspritzgussteiles vorliegen.

Claims (19)

  1. Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper (1, 2), mit einer Antriebsstange (3) für den Werkzeugkörper (1, 2), dadurch gekennzeichnet, dass für eine im Wesentlichen formschlüssige, gelenkige Verbindung zwischen dem Werkzeugkörper (1, 2) und der Antriebsstange (3) eine Nut mit in Längsrichtung im Wesentlichen kreisbogenförmigem Grund (6, 10) im Werkzeugkörper (1, 2) vorgesehen ist, in die die Antriebsstange (3) mit einem abgerundeten, abgeflachten Ende (4) eingreift.
  2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (9) der Nut (6, 10) und des abgerundeten, abgeflachten Endes (4) der Antriebsstange (3) im Wesentlichen rechtwinkelig zur Arbeitsrichtung (5) liegen.
  3. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (9) des abgerundeten, abgeflachten Endes (4) der Antriebsstange (3) parallel zur Arbeitsfläche (1A) des Werkzeugkörpers (1) liegt.
  4. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (10) einen trapezförmigen Querschnitt aufweist, wobei sich die kürzere der zueinander parallelen Trapezseiten am Grund der Nut (10) befindet.
  5. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nut (10) des Werkzeugkörpers (1) eine Auskleidung (12) vorgesehen ist, die vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff, wie z.B. aus Messing, Aluminium oder einem Thermoplast oder Gießharz, besteht.
  6. Antriebseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Auskleidung (12) im Wesentlichen trapezförmig ist.
  7. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugkörper (1) einen an ihm befestigten Aufsatz (2) beispielsweise aus Metall oder Kunststoff, wie aus Messing, Aluminium oder aber einem Thermoplast oder Gießharz, aufweist, in dem die Nut angeordnet ist, die auch als Durchgangsnut (11) ausgebildet sein kann.
  8. Antriebseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) am Werkzeugkörper (1) aufgegossen oder ver- klebt ist.
  9. Antriebseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) mit dem Werkzeugkörper (1) verschweißt oder verlötet ist.
  10. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Durchgangsnut (11) des Aufsatzes (2) kleiner ist als der Durchmesser der Nut (10) im Werkzeugkörper (1).
  11. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsnut (11) im Aufsatz (2) im Wesentlichen die gleiche Breite aufweist wie die Nut (10) im Werkzeugkörper (1).
  12. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsnut des Aufsatzes einen trapezförmigen Querschnitt aufweist, wobei die kürzere der parallelen Trapezseiten auf der dem Werkzeugkörper zugewandten Seite vorgesehen ist.
  13. Antriebseinrichtung nach Anspruch 4 und Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die längere der parallelen Trapezseiten der Nut im Werkzeugkörper und die kürzere der parallelen Trapezseiten der Durchgangsnut im Aufsatz im Wesentlichen gleich lang sind.
  14. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13 mit Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung (12) mit dem Aufsatz (2) verbunden ist.
  15. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugkörper (1) in an sich bekannter Weise ein Keramik- oder Sintermaterialkörper ist.
  16. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsstange (3) aus Metall besteht.
  17. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsstange (3) aus Kunststoff besteht.
  18. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das abgerundete, abgeflachte Ende (4) der Antriebsstange (3) einteilig mit der Antriebsstange (3) ist.
  19. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das abgerundete, abgeflachte Ende (4) der Antriebsstange (3) an einem Antriebsstangen-Körper stirnseitig angeklebt, angegossen oder angeschweißt ist.
DE10082744A 1999-09-15 2000-09-07 Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper Expired - Fee Related DE10082744B4 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA1583/99 1999-09-15
AT0158399A AT407968B (de) 1999-09-15 1999-09-15 Antriebseinrichtung für einen schleif-, läpp- oder polier-werkzeugkörper
PCT/AT2000/000242 WO2001019568A1 (de) 1999-09-15 2000-09-07 Antriebseinrichtung für einen schleif-, läpp- oder polier-werkzeugkörper

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10082744B4 true DE10082744B4 (de) 2005-09-08

Family

ID=3516562

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10082744D Expired - Lifetime DE10082744D2 (de) 1999-09-15 2000-09-07 Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper
DE10082744A Expired - Fee Related DE10082744B4 (de) 1999-09-15 2000-09-07 Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10082744D Expired - Lifetime DE10082744D2 (de) 1999-09-15 2000-09-07 Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper

Country Status (6)

Country Link
US (1) US6554690B1 (de)
JP (1) JP2003509226A (de)
AT (1) AT407968B (de)
AU (1) AU6973200A (de)
DE (2) DE10082744D2 (de)
WO (1) WO2001019568A1 (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3518631A1 (de) * 1984-05-22 1986-02-27 Johann Filisur Steiner Laepp- oder polierwerkzeug
DE4411743A1 (de) * 1993-04-28 1994-11-03 Eoc Normalien Gmbh & Co Kg Polierkörper
DE19723987A1 (de) * 1997-06-06 1998-12-10 Engelbert Gmeilbauer Schleifwerkzeug, insbesondere für Hand-Oszillationsgeräte

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS60141463A (ja) * 1983-12-29 1985-07-26 Hikari Energ Oyo Kenkyusho:Kk 研磨用部品
US4825597A (en) * 1988-05-13 1989-05-02 William Matechuk Corner hand sander
RU2084715C1 (ru) * 1993-08-12 1997-07-20 Леонид Иванович Кравченко Устройство шарнирное самоустанавливающееся

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3518631A1 (de) * 1984-05-22 1986-02-27 Johann Filisur Steiner Laepp- oder polierwerkzeug
DE4411743A1 (de) * 1993-04-28 1994-11-03 Eoc Normalien Gmbh & Co Kg Polierkörper
DE19723987A1 (de) * 1997-06-06 1998-12-10 Engelbert Gmeilbauer Schleifwerkzeug, insbesondere für Hand-Oszillationsgeräte

Also Published As

Publication number Publication date
DE10082744D2 (de) 2003-05-22
US6554690B1 (en) 2003-04-29
ATA158399A (de) 2000-12-15
AT407968B (de) 2001-07-25
AU6973200A (en) 2001-04-17
JP2003509226A (ja) 2003-03-11
WO2001019568A1 (de) 2001-03-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2218546B1 (de) Werkzeug zum Schleifen oder Polieren für einen Oszillationsantrieb
EP0655299B1 (de) Einrichtung an Handwerkzeugmaschinen zur Drehmitnahme von Werkzeugen
EP0868256B1 (de) Elektrohandwerkzeugmaschine
DE68910739T2 (de) Bohrer.
DE4214266C2 (de)
DE102006035182A1 (de) Werkzeugsystem
DE102007043837A1 (de) Rohlinganordnung
DE19547331A1 (de) Elektrohandwerkzeugmaschine
DD287435A5 (de) Bohrvorrichtung zur herstellung von bohrloechern mit hinterschneidung
DE102015220319A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur finishenden Bearbeitung einer Innenfläche eines Werkstücks
DE10082744B4 (de) Antriebseinrichtung für einen Schleif-, Läpp- oder Polier-Werkzeugkörper
DE1807558A1 (de) Umkehrbarer Schneideinsatz
DE1814847A1 (de) Abstreifvorrichtung
DE2638243C2 (de) Honelement für ein Honwerkzeug
DE2220062B2 (de) Schleifstift
AT509502B1 (de) Vorrichtung zur bearbeitung eines werkstücks
DE2015143C (de) Vorrichtung zum Formen von Schließ köpfen an Nieten
DE1557330C3 (de) Nagelfeil- oder -schleifgerät
DE10054122B4 (de) Schleifwerkzeug
DE102018206135B4 (de) Honwerkzeug mit auswechselbaren Schneidmitteln
EP0344451A2 (de) Vorrichtung zur lösbaren Verbindung eines Werkstückträgers mit einem Betätigungsglied
DE1557330B2 (de) Nagelfeil- oder -schleifgeraet
DE102008027159A1 (de) Mehrteiliges Bohrwerkzeug
DE2239328A1 (de) Honwerkzeug.
DE1847400U (de) Klemmvorrichtung.

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee