DE1006932B - Nockenschalter mit Reibungsbewegung der Kontakte - Google Patents
Nockenschalter mit Reibungsbewegung der KontakteInfo
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- H01H1/24—Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by abutting with resilient mounting
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Description
Schwachstromschalter müssen absolut betriebsverläßlich sein, da diese nicht nur verschiedene Stromkreise
und Antriebe zusammenschalten, sondern auch die Wirkung verschiedener Geräte signalisieren und
blockieren müssen. Beschädigte Kontakte eines Blockier- und Steuerschalters könnten die Ursache
einer ausgedehnten Störung, eine nicht einwandfrei arbeitende Signalisierung Lebensgefährdung der Werktätigen
bedeuten. Aus diesen Gründen muß den Schwachstromschaltern gebührende Aufmerksamkeit
geschenkt und darauf geachtet werden, daß diese verläßlich ein- und ausschalten, selbst wenn sie lange
Zeit ohne Instandhaltung bleiben.
Die bisher verwendeten Schwachstromdaumen besitzen den Nachteil, daß ihre Kontakte geschmiert
werden müssen. In staubigen Anlagen verschmutzt das Schmiermittel und bildet oft zwischen Kontakt
und Daumen eine elektrisch schlechtleitende Schicht. Infolgedessen arbeitet dann der Daumen nicht in verläßlicher
Weise. Wird anderseits der Kontakt und Daumen nicht geschmiert, tritt rascher Verschleiß ein.
Aus diesem Grunde werden mitunter die Schwachstromdaumen durch Nockenschalter ersetzt, deren
Kontakte nicht geschmiert werden müssen. Doch sind selbst diese Nockenschalter nicht hinreichend verläßlich,
denn auf der Berührungsfläche der Kontakte, die durch Abbrand rauh wurde, kann sich bei länger
dauernder Öffnung Staub ansetzen und die verläßliche Schließung des Schalters bedrohen.
Diese Unverläßlichkeit der Nockenschalter wird durch Reibungsbewegung der Kontakte beseitigt. Diese
Reibungsbewegung hat den Vorteil, daß die durch den Abbrand entstandenen Körnchen abgerieben werden.
Desgleichen wird der abgesetzte Staub weggerieben oder zumindest seine Schicht in hinreichendem Maße
zerstört. Auch werden bei Verwendung von Kupferkontakten die während des Brennens des elektrischen
Bogens entstandenen nichtleitenden Kupferoxyde zerstört. Die Reibungsbewegung der Kontakte gewährleistet
somit eine verläßliche Kontaktgabe.
Die Verwendung von Nockenschaltern mitReibungsbewegung der Kontakte in Schwachstromanlagen ist
bisher nicht gebräuchlich, da viele Bauarten eine große Anzahl von Bestandteilen aufweisen, ferner gute
Wartung erfordern und kostspielig sind.
Bei dem Nockenschalter gemäß der Erfindung ist der Schalthebel mit zwei Schneiden versehen, von
denen die eine in der Pfanne des Halters sitzt, während auf der anderen der Träger des beweglichen
Kontaktes gelagert ist, wobei beide Schneiden gegeneinander derart versetzt sind, daß der Abstand des
Kontaktes von der Schneide des Trägers kleiner ist als sein Abstand von der Schneide des Schalthebels.
Der erfindungsgemäße Nockenschalter zeichnet sich
Nockenschalter mit Reibungsbewegung
der Kontakte
der Kontakte
Anmelder:
Bohumil Novotny,
Pilsen (Tschechoslowakei)
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Spreer, Patentanwalt,
Göttingen, Gronerstr. 35
Göttingen, Gronerstr. 35
Beanspruchte Priorität:
Tschechoslowakei vom 20. Dezember 1954
Tschechoslowakei vom 20. Dezember 1954
Bohumil Novotny, Pilsen (Tschechoslowakei),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
somit durch einfache Konstruktion aus und erfordert
a5 keine Wartung. Die Mehrzahl seiner Bestandteile sind
Preßstücke, so daß sich dadurch die Fertigungskosten niedrig halten. Ein weiterer Vorteil beruht im leichten
Einbau in das Gerät, wie aus Abb. 1 im Querschnitt und Abb. 2 in Vorderansicht ersichtlich ist.
Der Halter 1, die Beilage 18, der Schalthebel 29 und die Schale 9 für die Feder 8 sind aus Kunststoff
gepreßt, so daß Buntmetall eingespart wird und Bearbeitung entfällt. Die Aufhängung 10 für die Feder 8
wird entweder aus Blech oder Kunststoff gestanzt.
Der feste Kontakt 33 ist an die Schraube 15 angelötet, der bewegliche Kontakt 32 sitzt am Träger 31,
auf dem das biegsame leitende Verbindungsstück 2 angenietet und dessen anderes Ende in die Schraube 3
eingelötet ist. Zu den Schrauben 3,15 gehören die
Unterlagscheiben 5 mit Muttern 4, mit denen die Schrauben 3,15 die Schalterklemmen ausbilden.
Den Hauptbestandteil des Schalters bildet der Halter 1,. der den ganzen Nockenschalter trägt und
mittels der Beilagscheibe 18 und Schraube 17 mit Unterlagscheibe 16 zwischen die Tragscheiben 23, 34
des Gerätes eingekeilt ist. Der Halter 1 ist mit einer Pfanne 6, Öffnung 26 für die Einhängung 10 der
Feder 8, Anschlag 30, Führung 22 des Schalthebels 29 und Sattel 11 der Feder 8 versehen.
Der Schalthebel 29 trägt den Zapfen 21 und die Rolle 20, die bei ausgeschaltetem Schalter auf dem
Nocken 19 aufsitzt. Der Schalthebel hat einen Steg 24 mit zwei Schneiden 7, 25, zwei Anschläge 30,13 und
eine Durchgangsöffnung 26 für die Einhängung 10 der
709 506/321
Feder8. Die Schneiden 7,25 sind gegeneinander derart
versetzt, daß der Abstand des Kontaktes 32 von der Schneide 25 des Steges 24 kleiner ist als sein Abstand
von der Hebelschneide 7. Der Träger 31 des Kontaktes 32 ist zwischen den Seitenwänden 35, 36 des Schalthebeis
29 geführt.
Mit der Hebelschneide 7 sitzt der Schalthebel 29 in der Pfanne 6 und hat die Möglichkeit, in derselben
auszuschwingen. Sein Ausweichen aus der Achse des Halters 1 wird durch die Führungen 14., 22 verhindert.
Auf die Schneide 25 des Steges 24 sitzt der Träger 31 des Kontaktes 32 auf, der an der Stelle der Schneide
25 des Trägers so ausgebildet ist, um eine Pfanne aufzuweisen und auf der Schneide 25 schwenkbar zu
sein. Der Träger 31 des Kontaktes 32 wird durch die Seitenteile des Schalthebels 29 so geführt, daß er
nicht aus der Hebelachse abweichen kann. In seiner Nut 27 ist das Gehänge 10 der Feder 8 eingehängt,
das nach dem Durchstecken durch die Öffnung 28 um 90° verdreht wird. Gegen die Vorsprünge des anderen
Endes des Gehänges 10 stützt sich die Schale 9, auf die die Feder 8 drückt, die im Sattel 11 sitzt und so
den Halter des Kontaktes 31 nicht nur an die Schneide des Trägers 25, sondern auch an den Trägeranschlag
30 auf dem Schalthebel 29 andrückt, sobald der Schalter durch den Nocken 19 ausgeschaltet wird. Bei
eingeschaltetem Schalter drückt die Feder 8 den Kontakt 32 auf den Kontakt 33.
Damit die Verbindungslinie beider Schneiden 7, 25 zur Kraft der Feder 8 nicht parallel ist, wird die
Lage beider Schneiden 7,25 so gewählt, daß ihre Verbindungslinie mit der Kraftrichtung der Feder 8
einen passenden Winkel einschließt, der kleiner ist als 90°. Dadurch wird eine Kraftkomponente geschaffen,
die zur Erzielung der Reibungsbewegung des Kontaktes 32 und zur Neigung des Schalthebels
zwecks Aufsitzen des Anschlages 13 auf dem Anschlag 12 des Halters 1 erforderlich ist.
Die Reibungsbewegung des beweglichen Kontaktes wird einerseits durch die gegenseitige Lage der
Schneiden 7,25 und andererseits durch das Spiel
zwischen dem Anschlag 13 des Schalthebels 29 und dem Anschlag 12 des Halters 1 im Augenblick des
Aufsitzens des beweglichen Kontaktes 32 auf dem festen Kontakt 33 bestimmt, wenn der Träger 31 des
beweglichen Kontaktes 32 auf dem Anschlag 30 aufsitzt.
Claims (2)
1. Nockenschalter mit Reibungsbewegung der Kontakte, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalthebel
(29) mit zwei Schneiden (7, 25) versehen ist, von denen die eine (7) in der Pfanne (6) des
Halters (1) sitzt, während auf der anderen der Träger (31) des beweglichen Kontaktes (32) gelagert
ist, wobei beide Schneiden gegeneinander derart versetzt sind, daß der Abstand des Kontaktes
(32) von der Schneide des Trägers (25) kleiner ist als sein Abstand von der Schneide (7)
des Schalthebels (29).
2. Nockenschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie beider
Schneiden (7, 25) mit der Kraft der Feder (8) einen Winkel einschließt, der kleiner ist als 90°,
und der Schalthebel (29) mit zwei derart gewählten Anschlägen versehen ist, daß im Augenblick
des Aufsitzens des beweglichen Kontaktes (32) auf dem festen Kontakt (33) ein Spiel
zwischen dem Anschlag (13) des Schalthebels (29) und dem Anschlag (12) des Halters (1) besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| DE (1) | DE1006932B (de) |
| FR (1) | FR1138133A (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1094851B (de) * | 1956-06-12 | 1960-12-15 | Telemecanique Electrique | Kontakteinrichtung mit auswechselbarer Kontakteinheit |
Families Citing this family (1)
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| FR1138133A (fr) | 1957-06-11 |
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