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DE10065825A1 - Hochdruckreinigungssystem, Reinigungsverfahren und Düseneinheit hierfür - Google Patents

Hochdruckreinigungssystem, Reinigungsverfahren und Düseneinheit hierfür

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DE10065825A1
DE10065825A1 DE10065825A DE10065825A DE10065825A1 DE 10065825 A1 DE10065825 A1 DE 10065825A1 DE 10065825 A DE10065825 A DE 10065825A DE 10065825 A DE10065825 A DE 10065825A DE 10065825 A1 DE10065825 A1 DE 10065825A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Hochdruckreinigungssystem (10) mit einer Hochdruckeinheit (12) zur Erzeugung einer unter Druck stehenden Reinigungsflüssigkeit und mit einer Düseneinheit (22). Es wird vorgeschlagen, daß das Hochdruckreinigungssystem (10) einen Kompressor (18) zur Erzeugung eines unter Druck stehenden Gases aufweist, und daß die Düseneinheit (22) derart ausgebildet ist, daß daraus die unter Druck stehende Reinigungsflüssigkeit und das unter Druck stehende Gas gemeinsam austreten können (Fig. 1).

Description

Die Erfindung betrifft ein Hochdruckreinigungssystem mit einer Hochdruckeinheit zur Erzeugung einer unter Druck stehenden Rei­ nigungsflüssigkeit und mit einer Düseneinheit. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Hochdruckreinigung, bei dem eine Hochdruckeinheit eine unter Druck stehende Reinigungsflüs­ sigkeit erzeugt. Außerdem betrifft die Erfindung eine Düsenein­ heit für ein derartiges Hochdruckreinigungssystem.
Hochdruckreiniger mit einer Hochdruckeinheit und einer Düsen­ einheit, wie sie z. B. aus der DE 198 55 772 A1 bekannt sind, werden zum Reinigen von verschmutzten Apparaten, Behältern und sonstigen Gegenständen, aber auch von Innenräumen von Gebäuden, Schiffen oder großen Öltanks eingesetzt. Aus der Düseneinheit tritt mit hohem Druck ein Wasserstrahl aus, der mit Reinigungs­ chemikalien versetzt sein kann.
Die bekannten Hochdruckreiniger weisen typischerweise einen Wasserbehälter auf, der über einen Schlauch mit einem Wasseran­ schluß verbunden wird. Der Wasserbehälter ist mit dem Nieder­ druckanschluß einer Hochdruckpumpe verbunden, die mittels eines Elektro- oder Benzinmotors angetrieben wird. Über den Nieder­ druckanschluß können außerdem Reinigungschemikalien oder Kon­ servierungsmittel dem Wasser zugemischt werden. Druckseitig ist der Hochdruckpumpe eine Heizschlange nachgeschaltet, die elek­ trisch oder mit einem Brennstoff beheizt wird. Über eine Düsen­ einheit tritt die aus dem Wasser und gegebenenfalls zugemisch­ ten weiteren Bestandteilen bestehende Reinigungsflüssigkeit un­ ter hohem Druck und bei hoher Temperatur aus dem Hochdruckrei­ niger aus. Die Wassertemperatur kann dabei Werte von bis zu 150 °C annehmen, während die erreichten Betriebsdrücke meist im Be­ reich zwischen 100 bar und 150 bar liegen.
Die Reinigungswirkung beruht darauf, daß die Reinigungsflüssig­ keit mit hohem Druck und dementsprechend hoher Geschwindigkeit aus der Düseneinheit austritt. Dadurch entsteht ein harter Strahl aus kleinen Flüssigkeitströpfchen, der bei seinem Auf­ treffen auf Verkrustungen, Ölfilmen oder ähnlichen Verschmut­ zungen diese mechanisch lockert und wegspült. Durch Zusatz von Reinigungschemikalien lassen sich insbesondere ölige oder fett­ haltige Verschmutzungen leichter entfernen. Auch die zusätzli­ che Erwärmung der Reinigungsflüssigkeit verbessert in vielen Fällen die Reinigungswirkung; es sind jedoch auch Hochdruckreiniger erhältlich, die keine Heizschlange o. ä. aufweisen und de­ ren Reinigungswirkung somit im wesentlichen auf den harten Rei­ nigungsstrahl zurückgeht.
In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, daß bei bestimmten Anwendungen, zum Beispiel beim Reinigen von großen Lagertanks für Schwer- oder Heizöl oder von Sockeln von Werkzeugmaschinen, die Reinigungswirkung auch bei der Verwendung sehr leistungs­ starker Hochdruckreiniger nicht immer zufriedenstellend ist. Dies führt dazu, daß der Reinigungsstrahl über relativ lange Zeiträume hinweg auf die zu lösenden Verschmutzungen zu richten ist, um zu eine Reinigung zu erzielen. Daher ist die Reinigung in solchen Fällen sehr zeitaufwendig und erfordert außerdem den Einsatz größerer Mengen Reinigungsflüssigkeit, die anschließend mit den darin enthaltenen Verschmutzungen wieder abgesaugt oder in sonstiger Weise entfernt werden muß.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Hochdruckreiniger so­ wie ein Verfahren zur Hochdruckreinigung der eingangs genannten Art derart zu verbessern, daß auch hartnäckige Verschmutzungen rasch und gründlich beseitigt werden können.
Bei einem Hochdruckreinigungssystem der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Hochdruckreinigungs­ system einen Kompressor zur Erzeugung eines unter Druck stehen­ den Gases aufweist, und daß die Düseneinheit derart ausgebildet ist, daß daraus die unter Druck stehende Reinigungsflüssigkeit und das unter Druck stehende Gas gemeinsam austreten können.
Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Kompressor ein unter Druck stehendes Gas erzeugt, das gemeinsam mit der unter Druck stehenden Reini­ gungsflüssigkeit über eine Düseneinheit austritt.
Eine hierfür geeignete Düseneinheit zeichnet sich dadurch aus, daß daraus die unter Druck stehende Reinigungsflüssigkeit und das unter Druck stehende Gas gemeinsam austreten können.
Der Erfinder hat nämlich erkannt, daß sich die Reinigungswir­ kung an sich bekannter handelsüblicher Hochdruckreiniger bei gleichem Verbrauch an Reinigungsflüssigkeit erheblich steigern läßt, wenn aus der Düseneinheit zusätzlich zur Reinigungsflüs­ sigkeit ein unter hohem Druck stehendes Gas, bei dem es sich in der Regel um Luft handeln wird, austritt. Offenbar beruht die gesteigerte Reinigungswirkung darauf, daß die Reinigungsflüs­ sigkeit von dem mit sehr hoher Geschwindigkeit austretendem Gas mitgerissen und dabei beschleunigt wird. Die Flüssigkeitströpf­ chen erhalten dadurch zusätzliche kinetische Energie, mit der sie beim Aufprall auf Schmutzpartikel diese lösen und wegspülen können. Aufgrund der erheblich gesteigerten Reinigungswirkung kann eine Reinigung in deutlich kürzerer Zeit durchgeführt wer­ den. Entsprechend gering ist dadurch aber auch der Verbrauch an Reinigungsflüssigkeit, was wiederum zu Zeit- und Kosteneinspa­ rungen bei der Beseitigung der versprühten Reinigungsflüssig­ keit führt.
Wenn man von der eigens hierfür vorzusehenden Düseneinheit ab­ sieht, die den gleichzeitigen Austritt von Reinigungsflüssig­ keit und Gas ermöglicht, kann das erfindungsgemäße Reinigungs­ system durchweg aus handelsüblichen Komponenten modular aufge­ baut werden. Dies führt nicht nur zu Preisvorteilen, sondern erhöht auch die Vielseitigkeit des Systems, da selbstverständlich die einzelnen Komponenten - insbesondere die Hochdruckein­ heit und der Kompressor - bei Bedarf auch in herkömmlicher Wei­ se für andere Zwecke eingesetzt werden können.
Bei der Reinigungsflüssigkeit kann es sich wie bislang üblich um Wasser handeln, dem zusätzliche Reinigungschemikalien oder Konservierungsmittel zugesetzt sein können. Als Gas kommt ins­ besondere Luft in Betracht, wobei zum Lösen von sehr hartnäcki­ gen Verschmutzungen auch chemisch aggressive Gase oder Beimi­ schungen derartiger Gase zu Luft in Frage kommen.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Verhältnis der aus der Düseneinheit pro Zeiteinheit austreten­ den Mengen an Reinigungsflüssigkeit und an Gas einstellbar.
Auf diese Weise läßt sich das Hochdruckreinigungssystem durch Einstellen dieses Verhältnisses an die Art der zu entfernenden Verschmutzungen anpassen. So wird bei Reinigungsarbeiten, bei denen besonders wenig Reinigungsflüssigkeit verwendet werden soll, ein hoher Gasstrom der austretenden Reinigungsflüssigkeit zugemischt werden. Bei weniger hartnäckigen Verschmutzungen, die jedoch mit viel Flüssigkeit weggespült werden sollen, kann die Menge des zugemischten Gases verringert werden.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind Mittel zur Erzeugung eines pulsierenden Gasstroms vorgese­ hen.
Auf diese Weise lassen sich besonders hohe Spitzenwerte der kinetischen Energie erzielen, die bei extrem hartnäckigen Ver­ schmutzungen zweckmäßig sein können. Die Mittel können entweder in dem Kompressor selbst oder aber in der Düseneinheit, z. B. in Form eines Oszillationsventils, vorgesehen sein.
Eine Verbesserung der Reinigungswirkung tritt bei der Erfindung bereits dann auf, wenn die Düseneinheit die Reinigungsflüssig­ keit und das unter Druck stehende Gas gemeinsam in der gleichen Richtung austreten läßt. Es genügt dabei grundsätzlich, wenn außerhalb der Düseneinheit eine Durchmischung der Reinigungs­ flüssigkeit mit dem Gas stattfindet, die Voraussetzung für eine Übertragung kinetischer Energie von dem Gas auf die Reinigungs­ flüssigkeit ist.
Besonders bevorzugt ist es jedoch, wenn die Düseneinheit derart ausgebildet ist, daß innerhalb der Düseneinheit eine Durch­ mischung der Reinigungsflüssigkeit mit dem Gas stattfindet.
Es hat sich gezeigt, daß eine Durchmischung der Reinigungsflüs­ sigkeit mit dem Gas, die bereits innerhalb der Düseneinheit stattfindet, zu einem homogeneren Reinigungsstrahl führt, als wenn die Durchmischung außerhalb der Düseneinheit erfolgt.
Eine Weiterbildung dieser Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, daß die Düseneinheit eine Hülse aufweist, in die das Gas einleitbar ist, und daß in der Hülse wenigstens eine Zuführung angeordnet ist, die eine Austrittsöffnung für die Reinigungs­ flüssigkeit aufweist, die in der Hülse beabstandet zu dem stromabwärtigen Ende der Hülse angeordnet ist.
Durch die -in die Hülse hineinragende Zuführung wird auf kon­ struktiv besonders einfache Weise erreicht, daß eine Durch­ mischung von Reinigungsflüssigkeit mit dem Gas bereits in der Düseneinheit stattfindet. Der Raum zwischen der Austrittsöffnung für die Reinigungsflüssigkeit und dem stromabwärtigen Ende der Hülse bildet dabei eine Art Mischkammer, in der das Gas mit der Reinigungsflüssigkeit verwirbelt.
In einer Weiterbildung dieser Ausgestaltung ist die Austritts­ öffnung der wenigstens einen Zuführung unter einem Winkel zu einer Längsachse der Hülse angeordnet ist.
Vor allem dann, wenn mehrere Zuführungen in dieser Weise inner­ halb der Hülse angeordnet sind, läßt sich damit eine hohe Durchmischung der Reinigungsflüssigkeit mit dem Gasstrom erzie­ len. Die Reinigungsflüssigkeit tritt dann nämlich unter einem Winkel zu dem Gasstrom aus, wodurch es zu starken Verwirbelun­ gen kommt.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Düseneinheit Mittel auf zur Erzeugung einer Mantel­ strömung aus dem Gas, die einen aus der Düseneinheit ausstre­ tenden Strahl aus der Reinigungsflüssigkeit und dem Gas im we­ sentlichen umgibt.
Die Mantelströmung, die den aus der Düseneinheit austretenden Reinigungsstrahl umgibt, legt sich dann wie eine beinahe undurchdringliche Wand um die fein verteilten Tröpfchen der Reinigungsflüssigkeit herum. Das ansonsten beobachtete seitli­ che Davondriften dieser Tröpfchen wird somit weitgehend unter­ bunden. Beim Auftreffen auf die zu reinigende Fläche bildet die Mantelströmung eine Art "Glocke", die reflektierte Spritzer eingrenzt.
Eine bevorzugte Weiterbildung dieser Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, daß die Mittel als eine zweite Hülse ausgebildet sind, die konzentrisch um die eine Hülse herum angeord­ net ist, und daß stromabwärts ein ringförmiger Spalt zwischen der einen Hülse und der zweiten Hülse eine Austrittsöffnung für die Mantelströmung bildet.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Düseneinheit Ablenkmittel zur Ablenkung eines austre­ tenden Gas- und Flüssigkeitsstromes auf.
Durch diese Maßnahme läßt sich eine Bündelung oder auch eine Aufweitung des austretenden Reinigungsstrahles erzielen. Die Ablenkmittel können beispielsweise so innerhalb einer Hülse an­ geordnet sein, daß der austretende Reinigungsstrahl eine tan­ gentiale Geschwindigkeitskomponente erhält, die zu Aufweitung des Strahles außerhalb der Düseneinheit führt. Die Mittel kön­ nen aber auch als Verjüngung der Düseneinheit in Richtung der Mündung ausgebildet sein, wodurch sich die Austrittsgeschwin­ digkeit des Reinigungsstrahles zusätzlich erhöht.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach­ stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Hochdruckreinigungssystems;
Fig. 2 eine schematische vergrößerte Darstellung einer Düsen­ einheit des in Fig. 1 gezeigten Hochdruckreinigungssy­ stem;
Fig. 3 einen axialen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Düsen­ einheit in vereinfachter Darstellung;
Fig. 4 einen axialen Schnitt durch ein anderes Ausführungsbei­ spiel einer erfindungsgemäßen Düseneinheit in verein­ fachter Darstellung;
Fig. 5 einen axialen Schnitt durch ein weiteres Ausführungsbei­ spiel einer erfindungsgemäßen Düseneinheit in verein­ fachter Darstellung.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Hochdruckreinigungssystem schematisch dargestellt und insgesamt mit 10 bezeichnet. Das Hochdruckreinigungssystem 10 weist eine Hochdruckeinheit 12 auf, bei der es sich um einen handelsüblichen Hochdruckreiniger handelt, dessen Düseneinheit entfernt ist. Die Hochdruckeinheit 12 erzeugt eine unter Druck stehende Reinigungsflüssigkeit, die aus Wasser sowie zugemischten Reinigungschemikalien und Konser­ vierungsmitteln besteht. Die Hochdruckeinheit 12 weist außerdem eine Heizeinrichtung auf, mit der die unter Druck gesetzte Rei­ nigungsflüssigkeit erwärmt werden kann. Eine solche Heizein­ richtung ist nicht erforderlich, verbessert jedoch in vielen Fällen die Reinigungswirkung.
Die Hochdruckeinheit 12 ist über einen Wasserschlauch 14 an ei­ nen Wasseranschluß 16 angeschlossen, so daß ein in der Hoch­ druckeinheit 12 vorhandener Wasserbehälter nicht von einer Bedienperson nachgefüllt zu werden braucht. Die Hochdruckeinheit 12 wird mit Benzin betrieben, so daß sie von einer externen Stromversorgung unabhängig ist.
Das Hochdruckreinigungssystem 10 weist außerdem einen Kompres­ sor 18 auf, mit dem ein unter Druck stehendes Gas erzeugbar ist und der ebenfalls handelsüblicher Bauart sein kann. Vorzugswei­ se handelt es sich bei dem unter Druck stehendem Gas um Druck­ luft, die über Ansaugschlitze 20 aus der Umgebung angesaugt und im Kompressor 18 verdichtet wird. Der Kompressor 18 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel derart ausgelegt, daß sich damit ein Luftstrom von bis zu 7 Kubikmetern pro Minute bei 7 bar Austrittsdruck erzeugen läßt.
Schließlich weist das Hochdruckreinigungssystem 10 eine Düsen­ einheit 22 auf, die über einen Reinigungsmittelschlauch 24 und einen Druckluftschlauch 26 mit der Hochdruckeinheit 12 bzw. dem Kompressor 18 verbunden ist. Die unter Druck stehende und er­ hitzte Reinigungsflüssigkeit sowie die Druckluft treten gemein­ sam aus der Düseneinheit aus und bilden dabei einen harten Rei­ nigungsstrahl 28, mit dem sich von Gegenständen 30 oder Innen­ wänden von Gebäuden oder Behältern hartnäckige Verschmutzungen lösen lassen.
Fig. 2 zeigt die Düseneinheit 22 aus Fig. 1 in einer vergrößer­ ten Darstellung. Die Düseneinheit 22 weist eine Steuerung 32 sowie der Steuerung 32 zugeordnete Betätigungselemente 34 auf. Über die Betätigungselemente 34 kann der Reinigungsstrahl 28 ein- und ausgeschaltet werden. Ferner läßt sich darüber ein vorgegebenes Verhältnis der aus der Düseneinheit pro Zeitein­ heit austretenden Mengen an Reinigungsflüssigkeit und an Druckluft einstellen. Alternativ oder auch zusätzlich hierzu können über die Betätigungselemente 34 außerdem die Drücke eingestellt werden, mit denen die Reinigungsflüssigkeit und die Druckluft aus der Düseneinheit 22 austreten. Durch diese Einstellmöglich­ keiten kann die Ausbildung des Reinigungsstrahls 28 verändert werden. Die Steuerung 32 wirkt dabei auf ein Ventil 36 für die Reinigungsflüssigkeit und ein Druckluftventil 38, die gemeinsam die Austrittsmengen der Reinigungsflüssigkeit und der Druckluft festlegen. Bei dem Druckluftventil 38 kann es sich um ein Os­ zillationsventil handeln, durch das ein pulsierender Druckluft­ strom erzeugbar ist.
In Fig. 3 ist eine besonders einfache Ausführung einer für das Hochdruckreinigungssystem geeigneten Düseneinheit in einem axialen Schnitt gezeigt und insgesamt mit 50 bezeichnet. Die Düseneinheit 50 besteht im wesentlichen aus einer Hülse 52, die am mündungsseitigen Ende einen Abschnitt 54 aufweist, über dem sich der Durchmesser der Hülse 52 verjüngt. Auf das gegenüber­ liegende Ende der Hülse 52 ist der Druckluftschlauch 26 aufge­ schoben, so daß die vom Kompressor 18 unter Druck erzeugte Druckluft durch die Hülse 52 hindurch bis zu einer Mündung 56 der Hülse 52 gelangen und dort austreten kann.
Durch eine Bohrung 58 in der Hülse 52 ist eine zweifach abge­ winkelte Zuführung 60 eingeführt, deren in die Hülse 52 ragen­ des Ende 62 in einer Manschette 64 gehalten ist, die sich ih­ rerseits über Streben 66, 68 in der Hülse 52 abstützt. Bei der Zuführung 60 handelt es sich um ein gebogenes Metallrohr, wel­ ches im Bereich der Bohrung 58 mit der Hülse 52 hartverlötet ist. Am Ende 62 der Zuführung 60 befindet sich eine Austritts­ öffnung 70 für Reinigungsflüssigkeit, die in die Zuführung 60 über den auf das gegenüberliegende Ende der Zuführung 60 aufge­ schobenen Reinigungsmittelschlauch 24 eingeleitet wird.
Die aus dem Druckluftschlauch 26 austretende Druckluft strömt zunächst laminar in die Hülse 52 ein, wie dies durch die Pfeile 72 angedeutet ist. Hinter den als Strömungshindernis wirkenden Streben 66 und 68, der Manschette 64 und der davon gehaltenen Zuführung 60 kommt es zu Verwirbelungen der Druckluft, was durch die Pfeile 74 angedeutet ist. In diese Verwirbelungszone 76 wird bei Betätigung der Düseneinheit 22 über die Austritts­ öffnung 70 die Reinigungsflüssigkeit eingebracht, die dabei zu feinen Tröpfchen zerstäubt wird und sich mit der Druckluft ver­ mischt. Die Verwirbelungszone 76 zwischen der Austrittsöffnung 70 und der Mündung 56 bildet somit eine Art eine Mischkammer, in der die Druckluft einen Teil der kinetischen Energie auf die Reinigungsflüssigkeit überträgt. Die Manschette 64 und die Streben 66, 68 sind nicht unbedingt erforderlich.
In Fig. 4 ist eine andere Variante für eine für das Hochdruck­ reinigungssystem 10 geeignete Düseneinheit in einem axialen Schnitt vereinfacht dargestellt und insgesamt mit 100 bezeich­ net. Die Düseneinheit 100, die ähnlich wie die in Fig. 3 ge­ zeigte Düseneinheit 50 aufgebaut ist, weist eine Hülse 102 auf, an deren einer Mündung 104 gegenüberliegenden Ende der Druck­ luftschlauch 26 aufgeschoben ist. Anders als die in Fig. 3 ge­ zeigte Düseneinheit 50 weist die Düseneinheit 100 jedoch nicht eine, sondern zwei (oder eine oder mehr als zwei) Zuführungen 106 und 108 auf, die durch an der Hülse 102 angebrachte Bohrun­ gen 110 bzw. 112 in die Hülse 102 hineinragen. Auf die außen liegenden Enden der Zuführungen 106 und 108 sind zwei Reinigungsmittelschläuche 114 bzw. 116 aufgeschoben, die durch Ver­ zweigung aus dem Reinigungsmittelschlauch 24 hervorgehen.
Die in der Hülse 102 liegenden Austrittsöffnungen 118 und 120 der Zuführungen 106 bzw. 108 sind nicht parallel zu einer mit 122 bezeichneten Längsachse der Hülse 102, sondern in einem Winkel dazu angeordnet. Die Winkel sind dabei derart gewählt, daß aus den Austrittsöffnungen 118 und 120 austretende Reini­ gungsflüssigkeit eine tangentiale Geschwindigkeitskomponente aufweist. Dies führt dazu, daß sich in einer Mischkammer 123 zwischen den Austrittsöffnungen 118 und 120 einerseits und der Mündung 104 andererseits besonders starke Verwirbelungen aus­ bilden, wie dies durch die Pfeile 124 angedeutet ist. Dies führt zu einer besonders homogenen Durchmischung der Reini­ gungsflüssigkeit und mit der Druckluft, so daß die aus der Rei­ nigungsflüssigkeit entstandenen Tröpfchen alle eine ähnlich ho­ he Geschwindigkeit aufweisen.
In Fig. 5 ist eine weitere für das Hochdruckreinigungssystem 10 geeignete Düseneinheit in einem axialen Schnitt gezeigt und mit 150 bezeichnet. Die Düseneinheit 150 ist im wesentlichen wie die Düseneinheit 50 aufgebaut, weswegen gleiche Teile mit glei­ chen Bezugsziffern bezeichnet sind. Zusätzlich zu einer inneren Hülse 152 weist die Düseneinheit 150 jedoch eine konzentrisch um die innere Hülse 152 herum angeordnete äußere Hülse 154 auf. Der Druckluftschlauch 26 ist über die äußere Hülse 154 aufge­ schoben, so daß beim Betrieb der Düseneinheit 150 ein Teil der über den Druckluftschlauch 26 herangeführten Druckluft abge­ zweigt und über einen zwischen der inneren Hülse 152 und der äußeren Hülse 154 verbleibenden Zwischenraum 156 bis zu einer Austrittsöffnung 158 geführt wird. Die Austrittsöffnung 158 wird von einem ringförmigen Spalt am stromabwärtigen Ende der Düseneinheit 150 gebildet.
Der über die Austrittsöffnung 158 austretende Druckluftstrom bildet eine laminare Mantelströmung, die sich von außen um den Reinigungsstrahl 28 herum legt und in Fig. 5 durch die Pfeile 160 angedeutet ist. Diese Mantelströmung wirkt einer Aufweitung des Reinigungstrahls 28 entgegen, so daß eine noch konzentrier­ tere Reinigungswirkung erzielt wird.
Es versteht sich, daß die in den Fig. 3, 4 und 5 gezeigten Düseneinheiten zum Zwecke der Veranschaulichung vereinfacht darstellt sind. Zwar sind diese Düseneinheiten an sich funkti­ onsfähig, doch werden im allgemeinen z. B. der Luft- und Reini­ gungsmittelschlauch 26 bzw. 28 nicht unmittelbar an den Hülsen, sondern an nicht dargestellte Ventilen angeschlossen sein, wie dies im Zusammenhang mit Fig. 2 erläutert wurde. Ferner ist dann die Hülse in ein ebenfalls in Fig. 2 dargestelltes zusätz­ liches Gehäuse aufzunehmen, das auch eine evtl. vorgesehene Steuerung und dieser zugeordnete Betätigungselemente aufnimmt.

Claims (11)

1. Hochdruckreinigungssystem mit einer Hochdruckeinheit (12) zur Erzeugung einer unter Druck stehenden Reinigungsflüs­ sigkeit und mit einer Düseneinheit (22; 50; 100; 150), da­ durch gekennzeichnet, daß das Hochdruckreinigungssystem (10) einen Kompressor (18) zur Erzeugung eines unter Druck stehenden Gases aufweist, und daß die Düseneinheit (22; 50; 100; 150) derart ausgebildet ist, daß daraus die unter Druck stehende Reinigungsflüssigkeit und das unter Druck stehende Gas gemeinsam austreten können.
2. Hochdruckreinigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Verhältnis der aus der Düseneinheit (22; 50; 100; 150) pro Zeiteinheit austretenden Mengen an Reini­ gungsflüssigkeit und an Gas einstellbar ist.
3. Hochdruckreinigungssystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch Mittel (38) zur Erzeugung eines pulsierenden Gasstroms.
4. Hochdruckreinigungssystem nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Düseneinheit (22; 50; 100; 150) derart ausgebildet ist, daß innerhalb der Dü­ seneinheit (22; 50; 100; 150) eine Durchmischung der Reini­ gungsflüssigkeit mit dem Gas stattfindet.
5. Hochdruckreinigungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Düseneinheit (50; 100; I50) eine Hülse (52; 102; 152) aufweist, in die das Gas einleitbar ist, und daß in der Hülse (50; 100; 150) wenigstens eine Zuführung (60; 106, 108) angeordnet ist, die eine Austrittsöffnung (70; 118, 120) für die Reinigungsflüssigkeit aufweist, die in der Hülse (52; 102; 152) beabstandet zu dem stromabwär­ tigen Ende der Hülse (50; 100; 150) angeordnet ist.
6. Hochdruckreinigungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Austrittsöffnung (118, 120) der wenig­ stens einen Zuführung (106, 108) unter einem Winkel zu ei­ ner Längsachse (122) der Hülse (102) angeordnet ist.
7. Hochdruckreinigungssystem nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Düseneinheit (150) Mittel aufweist zur Erzeugung einer Mantelströmung (160) aus dem Gas, die einen aus der Düseneinheit (150) austre­ tenden Strahl (28) aus der Reinigungsflüssigkeit und dem Gas im wesentlichen umgibt.
8. Hochdruckreinigungssystem nach einem der Ansprüche 5 oder 6 und nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel als eine zweite Hülse (154) ausgebildet sind, die konzen­ trisch um die eine Hülse (152) herum angeordnet ist, und daß stromabwärts ein ringförmiger Spalt zwischen der einen Hülse (152) und der zweiten Hülse (154) eine Austrittsöff­ nung (160) für die Mantelströmung bildet.
9. Hochdruckreinigungssystem nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Düseneinheit (50) Ablenkmittel (54) zur Ablenkung eines austretenden Gas- und Flüssigkeitsstromes aufweist.
10. Verfahren zur Hochdruckreinigung, bei dem eine Hochdruck­ einheit (12) eine unter Druck stehende Reinigungsflüssig­ keit erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kompressor (18) ein unter Druck stehendes Gas erzeugt, das gemeinsam mit der unter Druck stehenden Reinigungsflüssigkeit über eine Düseneinheit (22; 50; 100; 150) austritt.
11. Düseneinheit für ein Hochdruckreinigungssystem (10), das eine Hochdruckeinheit (12) zur Erzeugung einer unter Druck stehenden Reinigungsflüssigkeit und einen Kompressor (18) zur Erzeugung eines unter Druck stehenden Gases aufweist, wobei die Düseneinheit (22; 50; 100; 150) derart ausgebil­ det ist, daß daraus die unter Druck stehende Reinigungs­ flüssigkeit und das unter Druck stehende Gas gemeinsam aus­ treten können.
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