DE10065734A1 - Kinder-Rikscha - Google Patents
Kinder-RikschaInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Kinder-Rikscha als pedalangetriebendes Kinderfahrzeug mit mindestens drei Rädern, umfassend einen hinteren Antriebsteil mit Sattel, Getriebe, Tretkurbeln und mindestens einem Rad, einem vorderen Rikschateil mit zwei in Spurweite angeordneten Vorderrädern, einer Sitzbank, einer Trittbühne und einer vorderen Schutzplatte, wobei der hintere Antriebsteil und der vordere Rikschateil über ein Drehgelenk miteinander verbunden sind. Dabei weist die vordere Schutzplatte des Rikschateils von der Oberkantenmitte aus zur Trittbühne eine im wesentlichen nach unten abfallende, sich im wesentlichen auf die Breite der Trittbühne erweiternde Gestalt auf.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kinder-Rikscha als pedalangetrie
benes Kinderfahrzeug mit mindestens drei Rädern, umfassend
einen hinteren Antriebsteil mit Sattel, Getriebe, Tretkurbeln
und mindestens einem Rad und einen vorderen Rikschateil mit
zwei in Spurweite angeordneten Vorderrädern, einer Sitzbank,
einer Trittbühne und einer vorderen Schutzplatte, wobei der
hintere Antriebsteil und der vordere Rikschateil über ein
Drehgelenk miteinander verbunden sind.
Herkömmliche Fahrrad-Rikschas, welche vorwiegend im asiati
schen Raum zu entgeltlichem Personentransport eingesetzt wer
den, weisen meist drei oder vier Räder auf, wobei sich die
Sitzgelegenheit über der lenkbaren Vorderachse befindet. Der
Fahrer sitzt auf dem Sattel etwas höher und sieht über die
Köpfe der Fahrgäste hinweg.
Eine solche dreirädrige Fahrrad-Rikscha ist in der FR 2 655 607 A
beschrieben, weist jedoch eine sehr stark vorstehende
Fußplatte mit einer vorderen leistenartigen Schutzplatte auf.
Durch den so gebildeten Überstand kann es leicht zu Kollisio
nen und Unfällen mit Fußgängern kommen.
Bei einer von einem Lastenrad der Gustav-Werner-Stiftung aus
gehend entwickelten dreirädrigen Fahrrad-Rikscha ist der Boden
nach vorne ansteigend und von ihm ist eine etwa rechteckför
mige Schutzplatte nach oben abgebogen. Der obere Rand der
Schutzplatte dient den Fahrgästen neben der Seitenlehne als
Handgriff. Damit eignet sich diese Rikscha auch für den Trans
port älterer Fahrgäste.
Es sind auch Fahrrad-Rikschas bekannt geworden, bei denen vor
ne ein lenkbares Rad und hinten zwei Räder vorgesehen sind und
der Fahrer, welcher die Rikscha lenkt, in die hinter dem Vor
derrad angeordneten Pedale tritt. Ein Nachteil dieses Rikscha-
Bautyps ist, daß die hinten sitzenden Fahrgäste hauptsächlich
den Rücken des Fahrers zu sehen bekommen. Ein weiterer Nach
teil ist der relativ komplizierte Antriebsmechanismus, der auf
beide Hinterräder wirkt und allenfalls durch aufwendige Tech
nik einen Reversierbetrieb zuläßt und zudem einen relativ
großen Wendekreis beansprucht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fahrrad-Rikscha
zu schaffen, die für Kinder als Chauffeure und Fahrgäste, also
als pedealangetriebenes Kinderfahrzeug, geeignet ist, eine
hohe Sicherheit der Fahrgäste und umstehenden Personen gewähr
leistet und bedienungsfreundlich ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einer Kinder-Rikscha mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbil
dungen der erfindungsgemäßen Kinder-Rikscha sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Eine erfindungsgemäße Kinder-Rikscha ist somit ein mindestens
dreirädriges, pedalangetriebenes Kinderfahrzeug und umfaßt
einen hinteren Antriebsteil mit Sattel, Getriebe, Tretkurbeln
und mindestens einem Rad und einen vorderen Rikschateil mit
zwei in Spurweite angeordneten Vorderrädern, einer Sitzbank,
einer Trittbühne. Der hintere Antriebsteil und der vordere
Rikschateil sind über ein Drehgelenk miteinander verbunden.
Die vordere Schutzplatte des Rikschateils weist von der Ober
kantenmitte aus zur Trittbühne eine im wesentlichen nach unten
abfallende, sich im wesentlichen auf die Breite der Trittbühne
erweiternde Gestalt auf.
Durch das Vorsehen der speziell ausgebildeten vorderen Schutz
platte wird erreicht, daß die als Fahrgäste mitfahrenden Kin
der die Beine nicht auf deren Oberkante ablegen oder darüber
hinausstrecken. Eventuell aufgelegte Beine würden sofort an
den seitlich abfallenden Kanten der Schutzplatte abrutschen.
Es kommt so zu keiner Gefährdung der Beine im Kollisionsfall.
Weiter dient die Schutzplatte als Aufprallschutz bei Kollisio
nen und verhindert Verletzungen von am Fahrgeschehen nicht
beteiligten Personen wie Fugängern oder anderen Kindern, da
die große Fläche der Schutzplatte das Verletzungsrisiko mini
miert. Zudem läßt sich die Schutzplatte mit lustigen Motiven
bemalen oder bedrucken.
Zweckmäßig hat die vordere Schutzplatte im wesentlichen Drei
eckform und weist stark abgerundete Ecken auf. Auf diese Weise
kann die Schutzplatte einfach hergestellt werden und es ergibt
sich ein angenehmes Äußeres, wobei es zugleich zu keinen Ver
letzungen an den Ecken kommen kann. Dabei können die Kanten
auch etwas gebogen ausgeführt sein. Weiter kann auch die vor
dere Schutzplatte nach außen gewölbt ausgeführt sein, so daß
sich im Falle einer Kollision mit einer vor dem Fahrzeug be
findlichen Person die Wirkung ergibt, daß diese sozusagen au
tomatisch zur Seite gedrückt oder geschoben wird. Hierbei ist
ohnedies zu berücksichtigen, daß sich die Kinder-Rikscha mehr
oder weniger nur im Schrittempo bewegt.
Sehr vorteilhaft ist es, an der Unterkante der vorderen
Schutzplatte eine Schaumstoffpolsterung vorzusehen. Hierdurch
kommt es zu keinen Verletzungen, wenn jemand, insbesondere ein
Kind, an den Füßen angestoßen wird. Insbesondere wird auch
verhindert, daß ein Überfahren der Füße oder Beine erfolgt.
Vorzugsweise sind die Reifen als Luftgummiräder ausgeführt,
und zwar auch die gewöhnlich vorhandenen Stützräder. Durch die
größeren Verformungszonen der Luftgummiräder werden Kraftwir
kungen im Fall eines Anpralls oder Überfahrens deutlich reduziert.
Die etwas erhöht gelegten Stützräder beschreiben auf
grund der Gelenkbauweise beim Einschlagen und Wenden einen nur
geringeren Kreis, d. h. sie folgen der Spur mit nur geringer
Abweichung. Zugleich geben die Stützräder beim Aufstellen eine
Vorwarnung, daß beim Kurvenfahren Obacht gegeben werden muß.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemä
ßen Kinder-Rikscha ist die vordere Schutzplatte mittels eines
Holms gehaltert, der sich von einem Lenkerquerrohr fort nach
unten erstreckt. Hierdurch ergibt sich quasi eine Aufhängung
der vorderen Schutzplatte, so daß raumaufwendige Seitenver
strebungen, insbesondere auch im vorderen Bereich, nicht not
wendig sind. Zugleich kann dabei der Holm so ausgeführt sein,
daß er die Sitzbank in zwei Sitze oder Sitzbereiche unter
teilt. Hierdurch ergibt sich die vorteilhafte Auswirkung, daß
die Kinder geordneter ihre Sitzplätze einnehmen und auch wäh
rend der Fahrt nicht auf den Sitzen turnen. Ein ruhigeres Sit
zen der Kinder wird auch dadurch begünstigt, daß am Holm ein
Handgriff befestigt ist. Durch den Holm und Handgriff wird den
Kindern ein sicheres Fahrgefühl vermittelt. Vorteilhaft ist
der Handgriff bügelartig ausgeführt, insbesondere mit Tra
pezringform. Zur Größenbegrenzung kann die Bügelfläche durch
eine Querstrebe unterteilt sein. Auf diese Weise wird ein Ein
klemmen der Kinderhände oder Finger verhindert.
Eine besonders einfache Konstruktion ergibt sich, wenn an dem
Lenkerquerrohr auch der Lenkerbügel mit Klemmung angebracht
ist. Durch die Klemmung wird dabei erzielt, daß nach deren
Lösen der Lenkerbügel in seinem Winkel verstellt werden kann.
Das Drehgelenk kann zusätzlich zur Lenkfunktion auch mit Len
kungsdämpfung ausgestattet sein, wobei die Begrenzung entspre
chend gestaltet wird, etwa durch einen elastischen Anschlag.
Eine hohe Sicherheit des Kinderfahrzeugs ergibt sich, wenn ein
von Hand betätigbarer Bremshebel vorgesehen ist, der mittels
eines Hemmgesperres im betätigten Zustand festgestellt werden
kann. Auf diese Weise ist es möglich, das Fahrzeug auch ohne
Pedalbetätigung anzuhalten, auch von einer dritten Person, und
es ist möglich, die Kinder-Rikscha im Stand durch eine solche
Feststelleinrichtung zu sichern.
Ein besonders sicherer Sitz der als Fahrgäste mitgeführten
Kinder ergibt sich, wenn die Sitzbank nach hinten geneigt ist.
Zusätzlich zu der eine optische Schranke darstellenden vorde
ren Schutzplatte werden die Kinder so in eine sichere Sitzpo
sition geleitet.
Bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der er
findungsgemäßen Kinder-Rikscha ist bei dieser am Rahmenhaupt
holm des hinteren Antriebsteils ein Flansch mit einer Verzah
nung vorgesehen, welcher parallel zur Achse des Drehgelenks
ausgebildet ist, und am vorderen Rikschateil ist am Drehgelenk
eine Gegenverzahnung vorgesehen, wobei der hintere Antriebs
teil und der vordere Rikschateil über den Verzahnungseingriff
klemmgehaltert oder fest verschraubt sind. Auf diese Weise ist
das Kinderfahrzeug gut transport-, lager- und kombinierfähig.
Insbesondere ist es möglich, die Kinder-Rikscha zu einem Kin
derfahrrad umzubauen, indem statt des Rikschateils ein Fahr
radvorderteil mit Lenker, Lenksäule, Vorderradgabel und Vor
derrad angebaut wird. Dabei ist an diesem Fahrradvorderteil
ein Bügel vorgesehen, der eine Gegenverzahnung zur Verzahnung
des Flansches des Antriebsteils aufweist. Durch diese Umbau
möglichkeit erweitert sich der Einsatzbereich der Kinder-
Rikscha erheblich.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbei
spiels und der Zeichnung erläutert, wobei diese Darstellung
zur Veranschaulichung der Erfindung dient, diese jedoch nicht
auf die konkret beschriebenen Merkmalskombination beschränkt
werden soll. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines als Rikscha ausgeführten
Kinderfahrzeugs,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Kinderfahrzeugs von rechts,
bei der der Vorderteil teilweise im Schnitt darge
stellt ist,
Fig. 3 eine Draufsicht des Kinderfahrzeugs,
Fig. 4 eine Seitenansicht des Kinderfahrzeugs in der Aus
führung als Kinderfahrrad,
Fig. 5 eine Vorderansicht des Kinderfahrrads von Fig. 4 und
Fig. 6 eine schematische Darstellung der Anschluß-Schnitt
stelle der Antriebseinheit mit dem Rikschateil sowie
die Lenkeinschlagbegrenzung mit zugehöriger Ab
deckung.
Bei dem im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel eines
pedalangetriebenen Kinderfahrzeugs handelt es sich um eine
Kinder-Rikscha, bestehend aus einem vorderen Rikschateil und
einem hinteren Fahrradteil. Die Vorderansicht von Fig. 1 zeigt
im wesentlichen den Rikschateil, der am vorderen Ende durch
eine Schutzplatte bzw. einen Schild 1 mit Dreieckform und
stark abgerundeten Ecken abgeschlossen ist. Diese spezielle
Form wird im folgenden als dreirundig bezeichnet.
An der Unterseite ist der Schild 1 mit einer Schaumstoffpol
sterung 2 versehen und rundum mit einem Kantenschutzprofil 3
eingerahmt.
Die Schaumstoffpolsterung 2 am Schild 1 verhindert wirksam
Fersenverletzungen von Kindern, die überraschend z. B. von hin
ten angefahren werden. Außerdem wird eine Zehenquetschung ver
hindert, falls ein Kind zu nahe an dem Schild steht und die
Rikscha kippt, weil sich z. B. die als Fahrgast aufsteigenden
Kinder nicht an die Reihenfolge gehalten haben, daß zuerst der
Fahrer Platz nehmen soll, damit das Fahrzeug hinten beschwert
wird.
Der Schild 1 ist wie in Fig. 3 ersichtlich, leicht gewölbt und
trägt den vorderen Teil einer Trittbühne 4. Der hintere Teil
der Trittbühne 4 ist gekröpft ausgeführt und liegt federnd auf
einer Schaumstoffpolsterung 21 eines Sitzrahmenträgers 16 auf.
Eine schräg nach vorne und unten verlaufende Doppelstrebe 6
(siehe insbesondere Fig. 2 und 3) trägt an der Unterseite ei
nen Winkel 6a, über den sie mit dem Schild 1 und der Tritt
bühne 4 verbunden ist, und etwas weiter oberhalb eine Drei
ecksstrebe 7, die schräg nach oben gerichtet ist und mit dem
oberen Ende mit dem Schild 1 verbunden ist. Eine Gelenkstrebe
9 ist mittels eines Rastgelenks 10 jeweils an der Doppelstrebe
6 und an einer Vorderradachse 27 befestigt. Das obere Ende der
Doppelstrebe 6 ist senkrecht an ein Rohr 11 gefügt (siehe Fig.
1), das sich oberhalb einer Rückenlehne 19 befindet und mit
einem Sitzrahmenträger 16 des Rikschateils verbunden ist. Da
bei ist das Rohr 11 in zwei nach oben weisenden Strebenab
schnitten 16a zusammen mit einem einstellbaren Lenkerbügel 14
gehaltert. Zwei Schrauben 12 klemmen dabei nicht nur Konus
kupplungen 13 für den einstellbaren Lenkergriffbügel 14, son
dern weisen je einen verlängerten Zapfen auf, welcher das Rohr
11 in einer Futterbüchse zentriert und festhält.
Der Lenkergriffbügel 14 weist im Mittenbereich eine Polsterung
15 auf und kann über die gelösten Konuskupplungen 13 einge
stellt oder umgeklappt werden. Reicht dies zu Transportzwecken
nicht aus, so kann der gesamte Schild 1 samt Trittbühne 4
durch Abziehen der Gelenkstrebe 9 bei den Rastgelenken 10 und
weiter Herausdrehen nur eines Zapfens einer Schraube 12, abge
nommen werden.
Die jeweils andere Hälfte der Konuskupplungen 13 ist an das
obere Ende des Sitzrahmenträgers 16 gefügt. Der Sitzrahmenträ
ger 16 trägt etwa in mittlerer Höhe einen Sitzrahmen 17 mit
einer Sitzbank 18. Eine Rückenlehne 19 ist ebenfalls am Sitz
rahmenträger 16 befestigt und dient gleichzeitig als Abdeckung
eines Anschlages oder von Lenkungsdämpfern 57, welche einseitig
an einem von einer Lenksäule 28 getragenen Hebel 30 ange
lenkt den Lenkeinschlag sanft begrenzen. Die hinter der vor
deren Radachse angeordnete Lenksäule 28 ist in der Achse 29 um
den Winkel α nach vorne geneigt. Ihre beiden Endzapfen 28a
lagern in Laschen 28b, welche fest mit Querstreben des Sitz
rahmenträgers 16 verbunden sind.
Die Neigung der Lenksäulenachse (Achse 29) nach vorne bringt
drei positive Effekte:
- 1. Der Drehpunkt ist nach hinten verlagert und dies ergibt einen Art Gelenkfahrzeug-Effekt, d. h. bei vergleichbarem Lenkeinschlag ist der Wendekreis kleiner.
- 2. Es besteht durch günstigere Kraftwirkrichtungen geringere Verreißungsgefahr des Lenkers bei Bodenunebenheiten.
- 3. Der Antriebsteil ist in Richtung des Kurvenmittelpunktes geneigt, d. h. das Hinterrad 26 legt sich in die Kurve.
Der Raum, in welchem sich die oben beschriebene Lenkeinschlag
begrenzung befindet, ist durch eine Abdeckung 31 abgedeckt,
welche entlang der zylindrischen Lenksäule 28 einen dermaßen
geringen Spalt bildet, daß ein Hineingreifen in diese Einrich
tung nicht möglich ist. Um ein Untergreifen unter der unteren
Querstrebe des Sitzrahmenträgers 16 zu verhindern, ist eine
Leiste 20 an der Rückenlehne 19 vorgesehen.
Die Achse 27 der beiden Vorderräder 24 und 25 ist am unteren
Teil des Sitzrahmenträgers 16 befestigt. Um den gefährlichen
Zwischenraum zwischen der Achse 27 und der Schaumstoffpolste
rung 21 auszufüllen, ist ein Hintertrittschutzteil 23 (z. B.
ein gekantetes Blech) an Radkontaktschutzflügeln 22 befestigt.
Um der Doppelstrebe 6 für den Fall von Kollisionen eine höhere
Festigkeit zu geben, ist diese im oberen Bereich noch mit ei
nem Steg 8 versehen; außerdem liegt sie spaltfrei an der Sitzbankkante
an. Die beiden Kanten der Trittbühne 4 sind fußab
weisend abgeschrägt und mit einer kräftigen Elastomer- oder
Gummilasche 5 versehen.
An der Doppelstrebe 6 - die ja nicht zwangsläufig als Doppel
strebe ausgeführt sein muß, sondern auch durch ein Rohr oder
Profil ersetzt werden kann - ist weiters noch ein Haltegriff
60 vorgesehen.
Dieser Haltegriff 60 ist im veranschaulichten Ausführungsbei
spiel trapezförmig ausgeführt. Der Haltegriff 60 kann aber
auch eine beliebige andere Form haben - wichtig ist nur, daß
er bequem von beiden Sitzhälften aus zu greifen ist und daß
möglichst keine zu große Öffnung entsteht, in welche die Kin
der ihre Beine stecken könnten, was im gezeigten Ausführungs
beispiel durch Einsetzen einer Mittelstrebe 61 vermieden ist.
An der Lenksäule 28 ist ein Flansch 34 über eine parallel zur
Achse 29 verlaufende Verzahnung 58 angeschraubt (siehe Fig.
6). Am Flansch 34 ist der Antriebsteil des Fahrzeugs mit Rah
men 35, Hinterrad 26 und weiteren Teilen befestigt.
Die erfindungsgemäße Kinder-Rikscha kann mit einfachen Mitteln
auch als Kinderfahrrad verwendet werden. Hierzu wird der vor
stehend beschriebene Rikschateil durch einen Fahrradvorderteil
mit Lenker 54, Lenksäule 53, Vorderradgabel 52 und Vorderrad
56 ersetzt. Dieser Fahrradvorderteil (siehe Fig. 4) ist wie
der Rikschateil am Antriebsteil mittels eines Bügels 50 befe
stigt, der ebenfalls eine Verzahlung 58 aufweist. Zur Erhöhung
der Sicherheit kann der Antriebsteil des Fahrrads Stützräder
46 aufweisen, die später noch beschrieben werden. Wie bei
Fahrrädern üblich, ist die Lenksäule 53 nach hinten geneigt.
Das nunmehr einspurige Fahrzeug mit seinem gelenkten Einzelrad
56 mit der Vorderradgabel 52, der Lenksäule 53 mit Lenksäulen
lagerrohr 51 trägt mit seinem aus Flachovalrohr gefertigten
Lenker 54 ein weiteres Sicherheitsmerkmal. Der Lenker ist im
Winkel β nach unten gebogen und hat weiter nach innen gestellte
Lenkerrohrenden. In Kombination mit der Flachrohrkon
struktion ergibt sich ein besonders minimiertes Verletzungs
risiko. Durch die Verwendung eines Flachovalrohres für den
Lenker 54 sind nämlich gegenüber Rohren mit zylindrischem
Querschnitt die Aufprallflächen vergrößert. Eine Abbiegung des
nach unten verlaufenden Lenkerteils in einem Winkel geringer
als 90° entschärft zusätzliche diese Kante.
Um Brustkorb- oder Gesichtsverletzungen bei Unfällen zu mini
mieren, ist der Lenker 53 im Mittelteil mit einer Schaumstoff-
Polsterung 55 versehen.
Dieses als Fahrrad verwendete Fahrzeug zwingt Kinder sehr
bald, Balancekünste zu erlernen, da die höhergestellten und
damit nur im Bedarfsfall zum Einsatz gelangenden Stützräder 46
dies vom fahrenden Kind immer wieder fordern. Wird das Fahr
zeug als Rikscha verwendet, verhindern die Stützräder 46 ein
Umkippen bei leerer Sitzbank 18.
Der Antriebsteil des als Kinder-Rikscha ausgeführten Fahrzeu
ges (Fig. 1 bis 3) und des zum Kinderfahrrad umgebauten Fahr
zeuges (Fig. 4 und 5) ist völlig identisch. Er besteht im we
sentlichen aus einem Hauptholm 35 mit einem Flansch 34 am vor
deren Ende, welcher eine Verzahnung 58 aufweist. Weiters sind
an dem Hauptholm 35 das Tretnabenrohr 36 sowie die Hinterrad
gabel 37 angefügt.
Die Hinterradgabel 37 und das Tretnabenrohr 36 sind durch eine
Art Fachwerkkonstruktion mittels Rohren 38 versteift. An die
Hinterradgabel 37 sind neben einem Antriebsrad 26 und einem
Kotflügel 41 auch die zwei Stützradwinkel 45 mit den Stützrä
dern 46 und einer an den Stützradwinkeln 45 befestigten
Schaumstoffpolsterung 47 angeschraubt. Diese Schaumstoffpol
sterung verhindert zum Teil schwere Fersenverletzungen beim
Abrutschen der Füße von den Pedalen.
Weiters ist auf dem Hauptholm 35 ein Sattelrohr 39 angefügt.
Auf ihm ist der Sattel 40 einstellbar geklemmt. Auch eine
Bremse bzw. ein Bremshebel 44 ist zweckmäßigerweise auf dem
Hauptholm 35 gelagert. Der Einfachheit wegen ist der Bremshe
bel als zweiarmiger Hebel ausgeführt und wirkt direkt auf den
Reifen des Antriebsrades 26. Der Bremshebel 44 läßt sich
zweckmäßigerweise in der Bremsstellung z. B. durch ein Selbst
hemmgesperre (nicht eingezeichnet) arretieren, wodurch ein
Wegrollen auf abschüssigen Wegen vermieden werden soll.
Der Antrieb des Antriebsrades 26 erfolgt über ein Kettenge
triebe 48, welches an der Beinseite gänzlich durch den Ketten
kasten 49 abgedeckt ist. An den Tretkurbeln 42 lagern die Pe
dale 43.
Claims (13)
1. Kinder-Rikscha als pedalangetriebenes Kinderfahrzeug mit
mindestens drei Rädern, umfassend
einen hinteren Antriebsteil mit Sattel (40), Getriebe, Tretkurbeln (42) und mindestens einem Rad (26),
einem vorderen Rikschateil mit zwei in Spurweite angeord neten Vorderrädern (24), einer Sitzbank (17, 18), einer Tritt bühne (4) und einer vorderen Schutzplatte (1),
wobei der hintere Antriebsteil und der vordere Rikschateil über ein Drehgelenk (28) miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die vordere Schutzplatte (1) des Rikschateils von der Oberkantenmitte aus zur Trittbühne eine im wesentlichen nach unten abfallende, sich im wesentlichen auf die Breite der Trittbühne (4) erweiternde Gestalt aufweist.
einen hinteren Antriebsteil mit Sattel (40), Getriebe, Tretkurbeln (42) und mindestens einem Rad (26),
einem vorderen Rikschateil mit zwei in Spurweite angeord neten Vorderrädern (24), einer Sitzbank (17, 18), einer Tritt bühne (4) und einer vorderen Schutzplatte (1),
wobei der hintere Antriebsteil und der vordere Rikschateil über ein Drehgelenk (28) miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die vordere Schutzplatte (1) des Rikschateils von der Oberkantenmitte aus zur Trittbühne eine im wesentlichen nach unten abfallende, sich im wesentlichen auf die Breite der Trittbühne (4) erweiternde Gestalt aufweist.
2. Kinder-Rikscha nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die vordere Schutzplatte (1) im wesent
lichen Dreieckform mit stark abgerundeten Ecken aufweist.
3. Kinder-Rikscha nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die vordere Schutzplatte (1)
nach außen gewölbt ausgeführt ist.
4. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Unterkante der vor
deren Schutzplatte (1) eine Schaumstoffpolsterung (2) vorgese
hen ist.
5. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die vordere Schutzplatte
(1) mittels eines Holms (6) gehaltert ist, der sich von einem
Lenkerquerrohr (11) fort nach unten erstreckt und/oder der
Holm (6) die Sitzbank (17, 18) in zwei Sitze unterteilt.
6. Kinder-Rikscha nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß am Holm (6) ein Handgriff (60) befe
stigt ist.
7. Kinder-Rikscha nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Handgriff (60) bügelartig, wobei
zur Begrenzung der Bügelgröße eine deren Bügelfläche untertei
lende Querstrebe (61) vorgesehen sein kann.
8. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Lenkerquerrohr (11)
auch der Lenkerbügel (14) mit Klemmung angebracht ist.
9. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Lenkeinschlagbegren
zung am Drehgelenk (28) vorgesehen ist.
10. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß ein von Hand betä
tigbarer Bremshebel (44) vorgesehen ist, der mittels eines
Hemmgesperres im betätigten Zustand festgestellt werden kann.
11. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Sitzbank (17,
18) nach hinten geneigt ist.
12. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß am Rahmenhauptholm
(35) des hinteren Antriebsteils ein Flansch mit einer Verzah
nung (58) vorgesehen ist, welche parallel zur Achse des Dreh
gelenks (28) ausgebildet ist, und am vorderen Rikschateil am
Drehgelenk eine Gegenverzahnung vorgesehen ist, wobei der hin
tere Antriebsteil und der vordere Rikschateil über den Verzah
nungseingriff klemmgehaltert sind.
13. Fahrradvorderteil mit Lenker, Lenksäule, Vorderradgabel
und Vorderrad als Umrüstteil für eine Kinder-Rikscha nach An
spruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Bügel (50) vorgesehen ist, der eine Gegenverzahnung zur Ver
zahnung (58) des Flansches des Antriebsteils aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0221099A AT409847B (de) | 1999-12-30 | 1999-12-30 | Kinder-rikscha-fahrrad |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10065734A1 true DE10065734A1 (de) | 2001-07-12 |
Family
ID=3530065
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10065734A Withdrawn DE10065734A1 (de) | 1999-12-30 | 2000-12-29 | Kinder-Rikscha |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT409847B (de) |
| DE (1) | DE10065734A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3059633A1 (fr) * | 2016-12-01 | 2018-06-08 | Thoonsen Trading | Architecture de triporteur a deux roues/skis avant |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR941517A (fr) * | 1947-02-14 | 1949-01-13 | Perfectionnements aux appareils tricycles pour le transport de passagers | |
| FR2655607A1 (fr) * | 1989-12-13 | 1991-06-14 | Sirgent Claude | Moyen de locomotion utilitaire et de loisirs a propulsion manuelle. |
| DE4320349A1 (de) * | 1992-09-30 | 1994-06-16 | Peter Mickenbecker | Mitgelenkter Kindersitz, kombiniert mit Wetter- und Unfallschutzverkleidung |
-
1999
- 1999-12-30 AT AT0221099A patent/AT409847B/de not_active IP Right Cessation
-
2000
- 2000-12-29 DE DE10065734A patent/DE10065734A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3059633A1 (fr) * | 2016-12-01 | 2018-06-08 | Thoonsen Trading | Architecture de triporteur a deux roues/skis avant |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT409847B (de) | 2002-11-25 |
| ATA221099A (de) | 2002-04-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |