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DE10065734A1 - Kinder-Rikscha - Google Patents

Kinder-Rikscha

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Publication number
DE10065734A1
DE10065734A1 DE10065734A DE10065734A DE10065734A1 DE 10065734 A1 DE10065734 A1 DE 10065734A1 DE 10065734 A DE10065734 A DE 10065734A DE 10065734 A DE10065734 A DE 10065734A DE 10065734 A1 DE10065734 A1 DE 10065734A1
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DE
Germany
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rickshaw
children
protective plate
bicycle
rickshaw according
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Withdrawn
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DE10065734A
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English (en)
Inventor
Anton Cerny
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Individual
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Publication date
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Publication of DE10065734A1 publication Critical patent/DE10065734A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62KCYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
    • B62K7/00Freight- or passenger-carrying cycles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62KCYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
    • B62K5/00Cycles with handlebars, equipped with three or more main road wheels
    • B62K5/02Tricycles
    • B62K5/05Tricycles characterised by a single rear wheel
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62KCYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
    • B62K9/00Children's cycles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)
  • Automatic Cycles, And Cycles In General (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Kinder-Rikscha als pedalangetriebendes Kinderfahrzeug mit mindestens drei Rädern, umfassend einen hinteren Antriebsteil mit Sattel, Getriebe, Tretkurbeln und mindestens einem Rad, einem vorderen Rikschateil mit zwei in Spurweite angeordneten Vorderrädern, einer Sitzbank, einer Trittbühne und einer vorderen Schutzplatte, wobei der hintere Antriebsteil und der vordere Rikschateil über ein Drehgelenk miteinander verbunden sind. Dabei weist die vordere Schutzplatte des Rikschateils von der Oberkantenmitte aus zur Trittbühne eine im wesentlichen nach unten abfallende, sich im wesentlichen auf die Breite der Trittbühne erweiternde Gestalt auf.

Description

Die Erfindung betrifft eine Kinder-Rikscha als pedalangetrie­ benes Kinderfahrzeug mit mindestens drei Rädern, umfassend einen hinteren Antriebsteil mit Sattel, Getriebe, Tretkurbeln und mindestens einem Rad und einen vorderen Rikschateil mit zwei in Spurweite angeordneten Vorderrädern, einer Sitzbank, einer Trittbühne und einer vorderen Schutzplatte, wobei der hintere Antriebsteil und der vordere Rikschateil über ein Drehgelenk miteinander verbunden sind.
Herkömmliche Fahrrad-Rikschas, welche vorwiegend im asiati­ schen Raum zu entgeltlichem Personentransport eingesetzt wer­ den, weisen meist drei oder vier Räder auf, wobei sich die Sitzgelegenheit über der lenkbaren Vorderachse befindet. Der Fahrer sitzt auf dem Sattel etwas höher und sieht über die Köpfe der Fahrgäste hinweg.
Eine solche dreirädrige Fahrrad-Rikscha ist in der FR 2 655 607 A beschrieben, weist jedoch eine sehr stark vorstehende Fußplatte mit einer vorderen leistenartigen Schutzplatte auf. Durch den so gebildeten Überstand kann es leicht zu Kollisio­ nen und Unfällen mit Fußgängern kommen.
Bei einer von einem Lastenrad der Gustav-Werner-Stiftung aus­ gehend entwickelten dreirädrigen Fahrrad-Rikscha ist der Boden nach vorne ansteigend und von ihm ist eine etwa rechteckför­ mige Schutzplatte nach oben abgebogen. Der obere Rand der Schutzplatte dient den Fahrgästen neben der Seitenlehne als Handgriff. Damit eignet sich diese Rikscha auch für den Trans­ port älterer Fahrgäste.
Es sind auch Fahrrad-Rikschas bekannt geworden, bei denen vor­ ne ein lenkbares Rad und hinten zwei Räder vorgesehen sind und der Fahrer, welcher die Rikscha lenkt, in die hinter dem Vor­ derrad angeordneten Pedale tritt. Ein Nachteil dieses Rikscha- Bautyps ist, daß die hinten sitzenden Fahrgäste hauptsächlich den Rücken des Fahrers zu sehen bekommen. Ein weiterer Nach­ teil ist der relativ komplizierte Antriebsmechanismus, der auf beide Hinterräder wirkt und allenfalls durch aufwendige Tech­ nik einen Reversierbetrieb zuläßt und zudem einen relativ großen Wendekreis beansprucht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fahrrad-Rikscha zu schaffen, die für Kinder als Chauffeure und Fahrgäste, also als pedealangetriebenes Kinderfahrzeug, geeignet ist, eine hohe Sicherheit der Fahrgäste und umstehenden Personen gewähr­ leistet und bedienungsfreundlich ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einer Kinder-Rikscha mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbil­ dungen der erfindungsgemäßen Kinder-Rikscha sind Gegenstand der Unteransprüche.
Eine erfindungsgemäße Kinder-Rikscha ist somit ein mindestens dreirädriges, pedalangetriebenes Kinderfahrzeug und umfaßt einen hinteren Antriebsteil mit Sattel, Getriebe, Tretkurbeln und mindestens einem Rad und einen vorderen Rikschateil mit zwei in Spurweite angeordneten Vorderrädern, einer Sitzbank, einer Trittbühne. Der hintere Antriebsteil und der vordere Rikschateil sind über ein Drehgelenk miteinander verbunden. Die vordere Schutzplatte des Rikschateils weist von der Ober­ kantenmitte aus zur Trittbühne eine im wesentlichen nach unten abfallende, sich im wesentlichen auf die Breite der Trittbühne erweiternde Gestalt auf.
Durch das Vorsehen der speziell ausgebildeten vorderen Schutz­ platte wird erreicht, daß die als Fahrgäste mitfahrenden Kin­ der die Beine nicht auf deren Oberkante ablegen oder darüber hinausstrecken. Eventuell aufgelegte Beine würden sofort an den seitlich abfallenden Kanten der Schutzplatte abrutschen.
Es kommt so zu keiner Gefährdung der Beine im Kollisionsfall. Weiter dient die Schutzplatte als Aufprallschutz bei Kollisio­ nen und verhindert Verletzungen von am Fahrgeschehen nicht beteiligten Personen wie Fugängern oder anderen Kindern, da die große Fläche der Schutzplatte das Verletzungsrisiko mini­ miert. Zudem läßt sich die Schutzplatte mit lustigen Motiven bemalen oder bedrucken.
Zweckmäßig hat die vordere Schutzplatte im wesentlichen Drei­ eckform und weist stark abgerundete Ecken auf. Auf diese Weise kann die Schutzplatte einfach hergestellt werden und es ergibt sich ein angenehmes Äußeres, wobei es zugleich zu keinen Ver­ letzungen an den Ecken kommen kann. Dabei können die Kanten auch etwas gebogen ausgeführt sein. Weiter kann auch die vor­ dere Schutzplatte nach außen gewölbt ausgeführt sein, so daß sich im Falle einer Kollision mit einer vor dem Fahrzeug be­ findlichen Person die Wirkung ergibt, daß diese sozusagen au­ tomatisch zur Seite gedrückt oder geschoben wird. Hierbei ist ohnedies zu berücksichtigen, daß sich die Kinder-Rikscha mehr oder weniger nur im Schrittempo bewegt.
Sehr vorteilhaft ist es, an der Unterkante der vorderen Schutzplatte eine Schaumstoffpolsterung vorzusehen. Hierdurch kommt es zu keinen Verletzungen, wenn jemand, insbesondere ein Kind, an den Füßen angestoßen wird. Insbesondere wird auch verhindert, daß ein Überfahren der Füße oder Beine erfolgt.
Vorzugsweise sind die Reifen als Luftgummiräder ausgeführt, und zwar auch die gewöhnlich vorhandenen Stützräder. Durch die größeren Verformungszonen der Luftgummiräder werden Kraftwir­ kungen im Fall eines Anpralls oder Überfahrens deutlich reduziert. Die etwas erhöht gelegten Stützräder beschreiben auf­ grund der Gelenkbauweise beim Einschlagen und Wenden einen nur geringeren Kreis, d. h. sie folgen der Spur mit nur geringer Abweichung. Zugleich geben die Stützräder beim Aufstellen eine Vorwarnung, daß beim Kurvenfahren Obacht gegeben werden muß.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemä­ ßen Kinder-Rikscha ist die vordere Schutzplatte mittels eines Holms gehaltert, der sich von einem Lenkerquerrohr fort nach unten erstreckt. Hierdurch ergibt sich quasi eine Aufhängung der vorderen Schutzplatte, so daß raumaufwendige Seitenver­ strebungen, insbesondere auch im vorderen Bereich, nicht not­ wendig sind. Zugleich kann dabei der Holm so ausgeführt sein, daß er die Sitzbank in zwei Sitze oder Sitzbereiche unter­ teilt. Hierdurch ergibt sich die vorteilhafte Auswirkung, daß die Kinder geordneter ihre Sitzplätze einnehmen und auch wäh­ rend der Fahrt nicht auf den Sitzen turnen. Ein ruhigeres Sit­ zen der Kinder wird auch dadurch begünstigt, daß am Holm ein Handgriff befestigt ist. Durch den Holm und Handgriff wird den Kindern ein sicheres Fahrgefühl vermittelt. Vorteilhaft ist der Handgriff bügelartig ausgeführt, insbesondere mit Tra­ pezringform. Zur Größenbegrenzung kann die Bügelfläche durch eine Querstrebe unterteilt sein. Auf diese Weise wird ein Ein­ klemmen der Kinderhände oder Finger verhindert.
Eine besonders einfache Konstruktion ergibt sich, wenn an dem Lenkerquerrohr auch der Lenkerbügel mit Klemmung angebracht ist. Durch die Klemmung wird dabei erzielt, daß nach deren Lösen der Lenkerbügel in seinem Winkel verstellt werden kann.
Das Drehgelenk kann zusätzlich zur Lenkfunktion auch mit Len­ kungsdämpfung ausgestattet sein, wobei die Begrenzung entspre­ chend gestaltet wird, etwa durch einen elastischen Anschlag.
Eine hohe Sicherheit des Kinderfahrzeugs ergibt sich, wenn ein von Hand betätigbarer Bremshebel vorgesehen ist, der mittels eines Hemmgesperres im betätigten Zustand festgestellt werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, das Fahrzeug auch ohne Pedalbetätigung anzuhalten, auch von einer dritten Person, und es ist möglich, die Kinder-Rikscha im Stand durch eine solche Feststelleinrichtung zu sichern.
Ein besonders sicherer Sitz der als Fahrgäste mitgeführten Kinder ergibt sich, wenn die Sitzbank nach hinten geneigt ist. Zusätzlich zu der eine optische Schranke darstellenden vorde­ ren Schutzplatte werden die Kinder so in eine sichere Sitzpo­ sition geleitet.
Bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der er­ findungsgemäßen Kinder-Rikscha ist bei dieser am Rahmenhaupt­ holm des hinteren Antriebsteils ein Flansch mit einer Verzah­ nung vorgesehen, welcher parallel zur Achse des Drehgelenks ausgebildet ist, und am vorderen Rikschateil ist am Drehgelenk eine Gegenverzahnung vorgesehen, wobei der hintere Antriebs­ teil und der vordere Rikschateil über den Verzahnungseingriff klemmgehaltert oder fest verschraubt sind. Auf diese Weise ist das Kinderfahrzeug gut transport-, lager- und kombinierfähig. Insbesondere ist es möglich, die Kinder-Rikscha zu einem Kin­ derfahrrad umzubauen, indem statt des Rikschateils ein Fahr­ radvorderteil mit Lenker, Lenksäule, Vorderradgabel und Vor­ derrad angebaut wird. Dabei ist an diesem Fahrradvorderteil ein Bügel vorgesehen, der eine Gegenverzahnung zur Verzahnung des Flansches des Antriebsteils aufweist. Durch diese Umbau­ möglichkeit erweitert sich der Einsatzbereich der Kinder- Rikscha erheblich.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbei­ spiels und der Zeichnung erläutert, wobei diese Darstellung zur Veranschaulichung der Erfindung dient, diese jedoch nicht auf die konkret beschriebenen Merkmalskombination beschränkt werden soll. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines als Rikscha ausgeführten Kinderfahrzeugs,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Kinderfahrzeugs von rechts, bei der der Vorderteil teilweise im Schnitt darge­ stellt ist,
Fig. 3 eine Draufsicht des Kinderfahrzeugs,
Fig. 4 eine Seitenansicht des Kinderfahrzeugs in der Aus­ führung als Kinderfahrrad,
Fig. 5 eine Vorderansicht des Kinderfahrrads von Fig. 4 und
Fig. 6 eine schematische Darstellung der Anschluß-Schnitt­ stelle der Antriebseinheit mit dem Rikschateil sowie die Lenkeinschlagbegrenzung mit zugehöriger Ab­ deckung.
Bei dem im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel eines pedalangetriebenen Kinderfahrzeugs handelt es sich um eine Kinder-Rikscha, bestehend aus einem vorderen Rikschateil und einem hinteren Fahrradteil. Die Vorderansicht von Fig. 1 zeigt im wesentlichen den Rikschateil, der am vorderen Ende durch eine Schutzplatte bzw. einen Schild 1 mit Dreieckform und stark abgerundeten Ecken abgeschlossen ist. Diese spezielle Form wird im folgenden als dreirundig bezeichnet.
An der Unterseite ist der Schild 1 mit einer Schaumstoffpol­ sterung 2 versehen und rundum mit einem Kantenschutzprofil 3 eingerahmt.
Die Schaumstoffpolsterung 2 am Schild 1 verhindert wirksam Fersenverletzungen von Kindern, die überraschend z. B. von hin­ ten angefahren werden. Außerdem wird eine Zehenquetschung ver­ hindert, falls ein Kind zu nahe an dem Schild steht und die Rikscha kippt, weil sich z. B. die als Fahrgast aufsteigenden Kinder nicht an die Reihenfolge gehalten haben, daß zuerst der Fahrer Platz nehmen soll, damit das Fahrzeug hinten beschwert wird.
Der Schild 1 ist wie in Fig. 3 ersichtlich, leicht gewölbt und trägt den vorderen Teil einer Trittbühne 4. Der hintere Teil der Trittbühne 4 ist gekröpft ausgeführt und liegt federnd auf einer Schaumstoffpolsterung 21 eines Sitzrahmenträgers 16 auf.
Eine schräg nach vorne und unten verlaufende Doppelstrebe 6 (siehe insbesondere Fig. 2 und 3) trägt an der Unterseite ei­ nen Winkel 6a, über den sie mit dem Schild 1 und der Tritt­ bühne 4 verbunden ist, und etwas weiter oberhalb eine Drei­ ecksstrebe 7, die schräg nach oben gerichtet ist und mit dem oberen Ende mit dem Schild 1 verbunden ist. Eine Gelenkstrebe 9 ist mittels eines Rastgelenks 10 jeweils an der Doppelstrebe 6 und an einer Vorderradachse 27 befestigt. Das obere Ende der Doppelstrebe 6 ist senkrecht an ein Rohr 11 gefügt (siehe Fig. 1), das sich oberhalb einer Rückenlehne 19 befindet und mit einem Sitzrahmenträger 16 des Rikschateils verbunden ist. Da­ bei ist das Rohr 11 in zwei nach oben weisenden Strebenab­ schnitten 16a zusammen mit einem einstellbaren Lenkerbügel 14 gehaltert. Zwei Schrauben 12 klemmen dabei nicht nur Konus­ kupplungen 13 für den einstellbaren Lenkergriffbügel 14, son­ dern weisen je einen verlängerten Zapfen auf, welcher das Rohr 11 in einer Futterbüchse zentriert und festhält.
Der Lenkergriffbügel 14 weist im Mittenbereich eine Polsterung 15 auf und kann über die gelösten Konuskupplungen 13 einge­ stellt oder umgeklappt werden. Reicht dies zu Transportzwecken nicht aus, so kann der gesamte Schild 1 samt Trittbühne 4 durch Abziehen der Gelenkstrebe 9 bei den Rastgelenken 10 und weiter Herausdrehen nur eines Zapfens einer Schraube 12, abge­ nommen werden.
Die jeweils andere Hälfte der Konuskupplungen 13 ist an das obere Ende des Sitzrahmenträgers 16 gefügt. Der Sitzrahmenträ­ ger 16 trägt etwa in mittlerer Höhe einen Sitzrahmen 17 mit einer Sitzbank 18. Eine Rückenlehne 19 ist ebenfalls am Sitz­ rahmenträger 16 befestigt und dient gleichzeitig als Abdeckung eines Anschlages oder von Lenkungsdämpfern 57, welche einseitig an einem von einer Lenksäule 28 getragenen Hebel 30 ange­ lenkt den Lenkeinschlag sanft begrenzen. Die hinter der vor­ deren Radachse angeordnete Lenksäule 28 ist in der Achse 29 um den Winkel α nach vorne geneigt. Ihre beiden Endzapfen 28a lagern in Laschen 28b, welche fest mit Querstreben des Sitz­ rahmenträgers 16 verbunden sind.
Die Neigung der Lenksäulenachse (Achse 29) nach vorne bringt drei positive Effekte:
  • 1. Der Drehpunkt ist nach hinten verlagert und dies ergibt einen Art Gelenkfahrzeug-Effekt, d. h. bei vergleichbarem Lenkeinschlag ist der Wendekreis kleiner.
  • 2. Es besteht durch günstigere Kraftwirkrichtungen geringere Verreißungsgefahr des Lenkers bei Bodenunebenheiten.
  • 3. Der Antriebsteil ist in Richtung des Kurvenmittelpunktes geneigt, d. h. das Hinterrad 26 legt sich in die Kurve.
Der Raum, in welchem sich die oben beschriebene Lenkeinschlag­ begrenzung befindet, ist durch eine Abdeckung 31 abgedeckt, welche entlang der zylindrischen Lenksäule 28 einen dermaßen geringen Spalt bildet, daß ein Hineingreifen in diese Einrich­ tung nicht möglich ist. Um ein Untergreifen unter der unteren Querstrebe des Sitzrahmenträgers 16 zu verhindern, ist eine Leiste 20 an der Rückenlehne 19 vorgesehen.
Die Achse 27 der beiden Vorderräder 24 und 25 ist am unteren Teil des Sitzrahmenträgers 16 befestigt. Um den gefährlichen Zwischenraum zwischen der Achse 27 und der Schaumstoffpolste­ rung 21 auszufüllen, ist ein Hintertrittschutzteil 23 (z. B. ein gekantetes Blech) an Radkontaktschutzflügeln 22 befestigt.
Um der Doppelstrebe 6 für den Fall von Kollisionen eine höhere Festigkeit zu geben, ist diese im oberen Bereich noch mit ei­ nem Steg 8 versehen; außerdem liegt sie spaltfrei an der Sitzbankkante an. Die beiden Kanten der Trittbühne 4 sind fußab­ weisend abgeschrägt und mit einer kräftigen Elastomer- oder Gummilasche 5 versehen.
An der Doppelstrebe 6 - die ja nicht zwangsläufig als Doppel­ strebe ausgeführt sein muß, sondern auch durch ein Rohr oder Profil ersetzt werden kann - ist weiters noch ein Haltegriff 60 vorgesehen.
Dieser Haltegriff 60 ist im veranschaulichten Ausführungsbei­ spiel trapezförmig ausgeführt. Der Haltegriff 60 kann aber auch eine beliebige andere Form haben - wichtig ist nur, daß er bequem von beiden Sitzhälften aus zu greifen ist und daß möglichst keine zu große Öffnung entsteht, in welche die Kin­ der ihre Beine stecken könnten, was im gezeigten Ausführungs­ beispiel durch Einsetzen einer Mittelstrebe 61 vermieden ist.
An der Lenksäule 28 ist ein Flansch 34 über eine parallel zur Achse 29 verlaufende Verzahnung 58 angeschraubt (siehe Fig. 6). Am Flansch 34 ist der Antriebsteil des Fahrzeugs mit Rah­ men 35, Hinterrad 26 und weiteren Teilen befestigt.
Die erfindungsgemäße Kinder-Rikscha kann mit einfachen Mitteln auch als Kinderfahrrad verwendet werden. Hierzu wird der vor­ stehend beschriebene Rikschateil durch einen Fahrradvorderteil mit Lenker 54, Lenksäule 53, Vorderradgabel 52 und Vorderrad 56 ersetzt. Dieser Fahrradvorderteil (siehe Fig. 4) ist wie der Rikschateil am Antriebsteil mittels eines Bügels 50 befe­ stigt, der ebenfalls eine Verzahlung 58 aufweist. Zur Erhöhung der Sicherheit kann der Antriebsteil des Fahrrads Stützräder 46 aufweisen, die später noch beschrieben werden. Wie bei Fahrrädern üblich, ist die Lenksäule 53 nach hinten geneigt. Das nunmehr einspurige Fahrzeug mit seinem gelenkten Einzelrad 56 mit der Vorderradgabel 52, der Lenksäule 53 mit Lenksäulen­ lagerrohr 51 trägt mit seinem aus Flachovalrohr gefertigten Lenker 54 ein weiteres Sicherheitsmerkmal. Der Lenker ist im Winkel β nach unten gebogen und hat weiter nach innen gestellte Lenkerrohrenden. In Kombination mit der Flachrohrkon­ struktion ergibt sich ein besonders minimiertes Verletzungs­ risiko. Durch die Verwendung eines Flachovalrohres für den Lenker 54 sind nämlich gegenüber Rohren mit zylindrischem Querschnitt die Aufprallflächen vergrößert. Eine Abbiegung des nach unten verlaufenden Lenkerteils in einem Winkel geringer als 90° entschärft zusätzliche diese Kante.
Um Brustkorb- oder Gesichtsverletzungen bei Unfällen zu mini­ mieren, ist der Lenker 53 im Mittelteil mit einer Schaumstoff- Polsterung 55 versehen.
Dieses als Fahrrad verwendete Fahrzeug zwingt Kinder sehr bald, Balancekünste zu erlernen, da die höhergestellten und damit nur im Bedarfsfall zum Einsatz gelangenden Stützräder 46 dies vom fahrenden Kind immer wieder fordern. Wird das Fahr­ zeug als Rikscha verwendet, verhindern die Stützräder 46 ein Umkippen bei leerer Sitzbank 18.
Der Antriebsteil des als Kinder-Rikscha ausgeführten Fahrzeu­ ges (Fig. 1 bis 3) und des zum Kinderfahrrad umgebauten Fahr­ zeuges (Fig. 4 und 5) ist völlig identisch. Er besteht im we­ sentlichen aus einem Hauptholm 35 mit einem Flansch 34 am vor­ deren Ende, welcher eine Verzahnung 58 aufweist. Weiters sind an dem Hauptholm 35 das Tretnabenrohr 36 sowie die Hinterrad­ gabel 37 angefügt.
Die Hinterradgabel 37 und das Tretnabenrohr 36 sind durch eine Art Fachwerkkonstruktion mittels Rohren 38 versteift. An die Hinterradgabel 37 sind neben einem Antriebsrad 26 und einem Kotflügel 41 auch die zwei Stützradwinkel 45 mit den Stützrä­ dern 46 und einer an den Stützradwinkeln 45 befestigten Schaumstoffpolsterung 47 angeschraubt. Diese Schaumstoffpol­ sterung verhindert zum Teil schwere Fersenverletzungen beim Abrutschen der Füße von den Pedalen.
Weiters ist auf dem Hauptholm 35 ein Sattelrohr 39 angefügt. Auf ihm ist der Sattel 40 einstellbar geklemmt. Auch eine Bremse bzw. ein Bremshebel 44 ist zweckmäßigerweise auf dem Hauptholm 35 gelagert. Der Einfachheit wegen ist der Bremshe­ bel als zweiarmiger Hebel ausgeführt und wirkt direkt auf den Reifen des Antriebsrades 26. Der Bremshebel 44 läßt sich zweckmäßigerweise in der Bremsstellung z. B. durch ein Selbst­ hemmgesperre (nicht eingezeichnet) arretieren, wodurch ein Wegrollen auf abschüssigen Wegen vermieden werden soll.
Der Antrieb des Antriebsrades 26 erfolgt über ein Kettenge­ triebe 48, welches an der Beinseite gänzlich durch den Ketten­ kasten 49 abgedeckt ist. An den Tretkurbeln 42 lagern die Pe­ dale 43.

Claims (13)

1. Kinder-Rikscha als pedalangetriebenes Kinderfahrzeug mit mindestens drei Rädern, umfassend
einen hinteren Antriebsteil mit Sattel (40), Getriebe, Tretkurbeln (42) und mindestens einem Rad (26),
einem vorderen Rikschateil mit zwei in Spurweite angeord­ neten Vorderrädern (24), einer Sitzbank (17, 18), einer Tritt­ bühne (4) und einer vorderen Schutzplatte (1),
wobei der hintere Antriebsteil und der vordere Rikschateil über ein Drehgelenk (28) miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die vordere Schutzplatte (1) des Rikschateils von der Oberkantenmitte aus zur Trittbühne eine im wesentlichen nach unten abfallende, sich im wesentlichen auf die Breite der Trittbühne (4) erweiternde Gestalt aufweist.
2. Kinder-Rikscha nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die vordere Schutzplatte (1) im wesent­ lichen Dreieckform mit stark abgerundeten Ecken aufweist.
3. Kinder-Rikscha nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die vordere Schutzplatte (1) nach außen gewölbt ausgeführt ist.
4. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterkante der vor­ deren Schutzplatte (1) eine Schaumstoffpolsterung (2) vorgese­ hen ist.
5. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Schutzplatte (1) mittels eines Holms (6) gehaltert ist, der sich von einem Lenkerquerrohr (11) fort nach unten erstreckt und/oder der Holm (6) die Sitzbank (17, 18) in zwei Sitze unterteilt.
6. Kinder-Rikscha nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Holm (6) ein Handgriff (60) befe­ stigt ist.
7. Kinder-Rikscha nach Anspruch 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Handgriff (60) bügelartig, wobei zur Begrenzung der Bügelgröße eine deren Bügelfläche untertei­ lende Querstrebe (61) vorgesehen sein kann.
8. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Lenkerquerrohr (11) auch der Lenkerbügel (14) mit Klemmung angebracht ist.
9. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lenkeinschlagbegren­ zung am Drehgelenk (28) vorgesehen ist.
10. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da­ durch gekennzeichnet, daß ein von Hand betä­ tigbarer Bremshebel (44) vorgesehen ist, der mittels eines Hemmgesperres im betätigten Zustand festgestellt werden kann.
11. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da­ durch gekennzeichnet, daß die Sitzbank (17, 18) nach hinten geneigt ist.
12. Kinder-Rikscha nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da­ durch gekennzeichnet, daß am Rahmenhauptholm (35) des hinteren Antriebsteils ein Flansch mit einer Verzah­ nung (58) vorgesehen ist, welche parallel zur Achse des Dreh­ gelenks (28) ausgebildet ist, und am vorderen Rikschateil am Drehgelenk eine Gegenverzahnung vorgesehen ist, wobei der hin­ tere Antriebsteil und der vordere Rikschateil über den Verzah­ nungseingriff klemmgehaltert sind.
13. Fahrradvorderteil mit Lenker, Lenksäule, Vorderradgabel und Vorderrad als Umrüstteil für eine Kinder-Rikscha nach An­ spruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bügel (50) vorgesehen ist, der eine Gegenverzahnung zur Ver­ zahnung (58) des Flansches des Antriebsteils aufweist.
DE10065734A 1999-12-30 2000-12-29 Kinder-Rikscha Withdrawn DE10065734A1 (de)

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