DE10065595A1 - Elektrisches Steckverbindersystem sowie Stecker und Buchse für Steckverbindersystem - Google Patents
Elektrisches Steckverbindersystem sowie Stecker und Buchse für SteckverbindersystemInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Steckverbindersystem für die Nachrichtentechnik, bestehend aus einer Buchse und einem Stecker eines ersten Typs, wobei wenigstens die Buchse oder der Stecker Kontaktarme zur elektrischen Verbindung mit dem Stecker bzw. der Buchse aufweisen und die Kontaktarme zum Verbinden der Buchse oder des Steckers des ersten Typs mit einem Stecker bzw. einer Buchse eines zweiten Typs unterschiedlicher Bauart in einer ersten Position angeordnet sind. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist wenigstens einer der Kontaktarme durch Verbinden des Steckverbindersystems von der ersten Position in eine zweite Position verschwenkbar. DOLLAR A Verwendung z. B. für hohe Übertragungsfrequenzen.
Description
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Steckverbindersystem
für die Nachrichtentechnik bestehend aus einer Buchse und ei
nem Stecker eines ersten Typs, wobei wenigstens die Buchse
oder der Stecker wenigstens einen Kontaktarm zur elektrischen
Verbindung mit dem Stecker bzw. der Buchse aufweist und der
Kontaktarm zum Verbinden der Buchse oder des Steckers des
ersten Typs mit einem Stecker bzw. einer Buchse eines zweiten
Typs unterschiedlicher Bauart in einer ersten Position ange
ordnet ist. Die Erfindung betrifft auch eine Buchse und einen
Stecker für das Steckverbindersystem.
Ein bekanntes Steckverbindersystem für die Nachrichtentechnik
ist beispielsweise das RJ45-Steckverbindersystem gemäß der
Norm EN 60603-7. Bei diesem Steckverbindersystem weist eine
Buchse acht Kontaktarme auf, die in einer gemeinsamen Ebene
parallel zueinander federnd angeordnet sind. Beim Einschieben
eines Normsteckers in die Buchse greifen Kontaktabschnitte
auf den Kontaktarmen mit den Gegenkontakten des Steckers ein
und stellen eine elektrische Verbindung her. Bei einem sol
chen genormten Steckverbindersystem können bei Übertragungs
frequenzen, die höher als etwa 250 MHz sind, Probleme auftreten.
Sollen deutlich höhere Frequenzen übertragen werden,
beispielsweise 600 MHz, werden Spezialstecker benötigt. Sol
che Spezialstecker für hohe Übertragungsfrequenzen sind nicht
mit dem genormten RJ45-Steckverbindersystem kompatibel. Ei
nerseits erfordert die Umrüstung auf höhere Übertragungsfre
quenzen damit den Austausch des Steckverbindersystems, ande
rerseits ist eine vorhandene Installation für hohe Übertra
gungsfrequenzen nur mit entsprechenden Spezialsteckern und
gegebenenfalls Spezialbuchsen zu nutzen.
Mit der Erfindung soll ein Steckverbindersystem geschaffen
werden, das mit zwei Verbindern unterschiedlicher Bauart,
darunter insbesondere ein Normverbinder, kompatibel ist.
Erfindungsgemäß ist hierzu ein elektrisches Steckverbinder
system für die Nachrichtentechnik bestehend aus einer Buchse
und einem Stecker eines ersten Typs vorgesehen, wobei wenigs
tens die Buchse oder der Stecker wenigstens einen Kontaktarm
zur elektrischen Verbindung mit dem Stecker bzw. der Buchse
aufweisen und der Kontaktarm zum Verbinden der Buchse oder
des Steckers des ersten Typs mit einem Stecker bzw. einer
Buchse eines zweiten Typs unterschiedlicher Bauart in einer
ersten Position angeordnet ist, bei dem der wenigstens eine
Kontaktarm durch Verbinden des Steckverbindersystems von der
ersten Position in eine zweite Position verschwenkbar ist.
Indem wenigstens ein Kontaktarm verschwenkbar ist, kann ein
Verbinder eines ersten Typs eine andere Anordnung der Kontak
te aufweisen als ein Verbinder des zweiten Typs, der mit dem
Steckverbindersystem kompatibel ist, wenn sich der Kontaktarm
in der ersten Position befindet. Durch eine unterschiedliche
Kontaktanordnung bei den Verbindern des ersten Typs können
beispielsweise gegenüber den Verbindern des zweiten Typs
hochwertigere Steckverbindersysteme, die für höhere Übertra
gungsfrequenzen geeignet sind, realisiert werden. Trotzdem
ist das Steckverbindersystem immer noch mit dem Verbinder des
zweiten Typs, beispielsweise ein RJ45-Normverbinder, kompati
bel.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zum Ver
schwenken des wenigstens einen Kontaktarms wenigstens ein
Führungselement an dem Stecker bzw. der Buchse des ersten
Typs vorgesehen ist, an dem der wenigstens eine Kontaktarm
beim Verbinden des Steckverbindersystems angreifen kann.
Durch Vorsehen eines Führungselements, beispielsweise einer
Rampe, kann der Kontaktarm in einfacher Weise beim Verbinden
des Steckverbindersystems aus der ersten Position, beispiels
weise seiner Ruheposition, in die zweite Position verschwenkt
werden. Vorteilhafterweise ist der Kontaktarm federnd gela
gert oder ausgebildet, so dass er mittels der Führungsrampe
gegen eine Federkraft in die zweite Position verschwenkt
wird. Beim Trennen des Steckverbindersystems kehrt der Kon
taktarm dann selbsttätig in die Ruheposition zurück. Der
Verbinder des ersten Typs kann dann wieder mit einem Verbin
der des zweiten Typs gesteckt werden.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der we
nigstens eine Kontaktarm einen an der Buchse oder dem Stecker
des ersten Typs festgelegten Befestigungsabschnitt und
beabstandet hiervon ein Isolierstück aufweist, das beim Ver
binden des Steckverbindersystems an einer Führungsrampe an
greifen kann. Durch diese Maßnahmen ist auch bei einer elekt
risch leitfähigen Führungsrampe kein Kurzschluß der an den
Kontaktarm angeschlossenen Datenleitung zu befürchten. Das
Isolierstück kann darüber hinaus vorteilhafte Gleiteigen
schaften sowie eine spezielle, zu der Führungsrampe passende
Form aufweisen, so dass der Kontaktarm beim Verbinden des
Steckverbindersystems zuverlässig und präzise in die zweite
Position verschwenkt wird.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Ste
cker oder die Buchse des ersten Typs wenigstens eine elekt
risch leitfähige Trennwand aufweist, die parallel zu einer
Verbindungsrichtung des Steckverbindersystems angeordnet ist,
an ihrer Stirnseite die wenigstens eine Führungsrampe trägt
und im verbundenen Zustand des Steckverbindersystems zwischen
dem wenigstens einen, in die zweite Position verschwenkten
Kontaktarm und wenigstens einem weiteren, in der ersten Po
sition befindlichen Kontaktarm angeordnet ist. Indem die Füh
rungsrampe an der elektrisch leitfähigen Trennwand befestigt
ist und diese im verbundenen Zustand des Steckverbindersys
tems zwischen Kontaktarmen angeordnet ist, wird eine gegen
einander abgeschirmte Anordnung von Kontaktarmen erreicht.
Die elektrisch leitfähige Trennwand ist hierzu elektrisch mit
der Abschirmung bzw. Masse verbunden. Durch die geschirmte
Anordnung der Kontaktarme, insbesondere die paarweise gegen
einander abgeschirmte Anordnung, lassen sich höhere Übertra
gungsfrequenzen erreichen.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die we
nigstens eine elektrisch leitfähige Trennwand im verbundenen
Zustand des Steckverbindersystems so im Eingriff mit einem
elektrisch leitfähigen Gehäuse des Steckers und/oder der
Buchse steht, dass von der Trennwand, dem Gehäuse des Ste
ckers und/oder der Buchse wenigstens teilweise umschlossene
Kanäle gebildet sind, in denen jeweils ein paar von Kontakt
armen und mit diesen im Eingriff stehenden Gegenkontakten an
geordnet ist. Auf diese Weise kann im verbundenen Zustand des
Steckverbindersystems eine innerhalb der Gehäuse des Steckers
und der Buchse durchgehende geschirmte Anordnung der Kontakt
arme und Gegenkontakte erreicht werden. Durch Verbinden der
Trennwand und der Stecker- und Buchsengehäuse mit einem Ka
belschirm wird eine durchgehende Abschirmung zwischen einzel
nen Aderpaaren erreicht. Dadurch werden die Übertragungsei
genschaften des Steckverbindersystems verbessert. Die von der
Trennwand, dem Gehäuse des Steckers und/oder der Buchse ge
bildeten Kanäle aus elektrisch leitfähigem Material umgeben
die Kontaktarme und Gegenkontakte vorteilhafterweise voll
ständig oder unterbrechen eine geradlinige Verbindung zwi
schen benachbarten Kontaktpaaren.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kon
taktarme in der ersten Position normkonform angeordnete Kon
taktabschnitte aufweisen, wobei Kontaktabschnitte von wenigs
tens zwei, mit einem Isolierstück versehenen Kontaktarmen
durch Verbinden des Steckverbindersystems bis zu der auf ei
ner zweiten Seite der Trennwand liegenden zweiten Position
verschwenkbar sind, wobei die übrigen Kontaktarme dann auf
einer gegenüberliegenden, ersten Seite der Trennwand angeord
net sind. Eine solche Anordnung von Kontaktarmen ist in der
ersten Position mit Normverbindern, beispielsweise mit einem
RJ45-Normverbinder, kompatibel. Im verbundenen Zustand des
Steckverbindersystems ist durch die elektrisch leitfähige
Trennwand dann das verschwenkte Paar der Kontaktarme gegen
die übrigen Kontaktarme abgeschirmt. Vorteilhafterweise weist
die Trennwand auf ihrer zweiten Seite senkrecht abragende
Trennwandabschnitte auf, die im verbundenen Zustand des
Steckverbindersystems Paare der übrigen Kontaktarme, deren
Kontaktabschnitte in der gemeinsamen Ebene angeordnet sind,
gegeneinander abschirmen. Dadurch lässt sich eine für hohe
Übertragungsfrequenzen geeignete geschirmte Ausbildung des
Steckverbindersystems erreichen.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass Befesti
gungsabschnitte der Kontaktarme an einer gemeinsamen Leiter
platte befestigt sind, die allgemein senkrecht zu einer Ver
bindungsrichtung des Steckverbindersystems angeordnet ist und
an ihrer den Kontaktarmen abgewandten Rückseite mit den Be
festigungsabschnitten elektrisch verbundene Kabelanschluss
kontakte aufweist. Durch diese Maßnahmen lässt sich ein ver
gleichsweise einfacher Aufbau des Steckverbindersystems er
reichen. Indem die Leiterplatte senkrecht zu einer Verbin
dungsrichtung des Steckverbindersystems angeordnet ist, wird
eine Anordnung von elektrisch leitfähigen Trennwänden zur Ab
schirmung zwischen Kontaktpaaren sowie Paaren von Kabelan
schlusskontakten erleichtert.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Lei
terplatte Ausnehmungen für die Anordnung eines Schirmbauteils
aufweist, das parallel zu einer Verbindungsrichtung des
Steckverbindersystems und zwischen Paaren von Kabelanschluss
kontakten und zugeordneten Befestigungsabschnitten angeordne
te elektrisch leitfähige Trennwände aufweist, die sich durch
die Leiterplatte hindurch und im verbundenen Zustand des
Steckverbindersystems wenigstens bis zu der, die Führungsram
pe aufweisenden Trennwand des Steckers bzw. der Buchse des
ersten Typs erstrecken. Vorzugsweise ist das Schirmbauteil
einstückig mit dem Gehäuse des Steckers oder der Buchse aus
gebildet. Indem sich die elektrisch leitfähigen Trennwände
des Schirmbauteils bis zu der die Führungsrampe aufweisenden
Trennwand erstrecken, ist eine durchgehende Abschirmung von
Datenübertragungswegen im verbundenen Zustand des Steckverb
indersystems realisiert, wodurch hohe Übertragungsfrequenzen
realisierbar sind.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der we
nigstens eine Kontaktarm einen in der ersten Position auf ei
ner Kontaktfläche federnd aufliegenden Schenkel und der Ste
cker oder die Buchse des ersten Typs ein Führungselement auf
weist, wobei beim Einschieben des Steckers oder der Buchse
des ersten Typs das Führungselement an dem Schenkel angreifen
und diesen von der Kontaktfläche weg in die zweite Position
schwenken kann und im verbundenen Zustand des Steckverbinder
systems ein Kontakt des Steckers oder der Buchse des ersten
Typs an der Kontaktfläche angreifen kann. Auf diese Weise
kann einerseits ein Verbinder eines zweiten Typs mittels der
Kontaktarme kontaktiert werden, beispielsweise ein konventio
neller RJ45-Verbinder. Andererseits kann ein Verbinder eines
ersten Typs die Kontaktarme wenigstens abschnittsweise ver
schwenken und unmittelbar an den Kontaktflächen angreifen,
auf denen im Ruhezustand Schenkel der Kontaktarme aufliegen.
Nach Einschieben des Steckers oder der Buchse des ersten Typs
sind die Kontaktarme damit nicht mehr elektrisch mit den Da
tenleitungen verbunden und können eine Datenübertragung nicht
negativ beeinflussen. Vorteilhafterweise ist das Führungsele
ment aus elektrisch isolierendem Material, so dass die Daten
leitungen beim Einschieben des Steckers oder der Buchse des
ersten Typs nicht kurzgeschlossen werden.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass mehrere
Kontaktflächen auf einer mehrschichtigen Leiterplatte ange
ordnet sind, die zwischen zwei elektrisch isolierenden Schich
ten eine elektrisch leitfähige Schirmschicht aufweist und so
wohl auf ihrer dem Schenkel des Kontaktarms zugewandten Seite
als auch auf ihrer gegenüberliegenden Seite Leiterbahnen mit
Kontaktflächen aufweist, die im verbundenen Zustand des
Steckverbindersystems von Kontakten des Steckers oder der
Buchse des ersten Typs kontaktierbar sind. Indem die Leiter
platte auf ihrer Ober- und Unterseite mit Kontaktflächen ver
sehen ist, kann eine kompakte Anordnung realisiert werden.
Mittels der Schirmschicht sind die Kontaktflächen und die zu
gehörigen Leiterbahnen auf der Ober- bzw. der Unterseite der
Leiterplatte gegeneinander abgeschirmt. Im Falle eines mit
RJ45-Verbindern kompatiblen Steckverbindersystems liegen die
Schenkel von acht Kontaktarmen auf der Oberseite der Leiter
platte auf. Die Kontaktflächen für vier Kontaktarme sind
durch die mehrschichtige Leiterplatte hindurch mit Kontakt
flächen auf der Unterseite der Leiterplatte verbunden, so
dass der Verbinder des ersten Typs vier Kontaktflächen auf
der Oberseite und vier Kontaktflächen auf der Unterseite der
Leiterplatte kontaktiert.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Ste
cker oder die Buchse des ersten Typs ein elektrisch leitfähi
ges Gehäuse aufweist, das die Leiterplatte der Buchse bzw.
des Steckers des ersten Typs im verbundenen Zustand des
Steckverbindersystems abschnittsweise umgibt. Indem die Lei
terplatte mit den darauf angeordneten Kontaktflächen ab
schnittsweise von dem elektrisch leitfähigen Gehäuse umgeben
wird, wird eine gute elektrische Abschirmung der Kontaktflächen
und der damit verbundenen Leiterbahnen erreicht. Darüber
hinaus wird eine kompakte Anordnung erzielt.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das die
Leiterplatte im verbundenen Zustand des Steckverbindersystems
abschnittsweise umgebende Gehäuse in seinem Innenraum wenigs
tens eine in Verbindungsrichtung des Steckverbindersystems
verlaufende, elektrisch leitfähige Trennwand aufweist, die
sich im verbundenen Zustand des Steckverbindersystems in ei
nen in der Leiterplatte vorgesehenen Schlitz erstreckt, so
dass das Gehäuse und die Trennwand Kanäle bilden, in denen
jeweils ein Paar von Leiterbahnen, Kontaktflächen und diese
berührenden Kontakten angeordnet ist. Auch diese Maßnahmen
dienen zur Bereitstellung einer Abschirmung zwischen Daten
übertragungspfaden in dem elektrischen Steckverbindersystem.
Im Falle eines Steckverbindersystems, das mit RJ45-Verbindern
kompatibel ist, sind die auf der Oberseite der Leiterplatte
liegenden Datenübertragungspfade durch die Zwischenschicht
der Leiterplatte gegen die Datenübertragungspfade auf der Un
terseite der Leiterplatte abgeschirmt. Durch die sich in den
in der Leiterplatte vorgesehenen Schlitz erstreckende Trenn
wand sind die auf der Ober- bzw. Unterseite der Leiterplatte
nebeneinander liegenden Datenübertragungspfade gegeneinander
abgeschirmt.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Lei
terbahnen jeweils mit einem auf der Leiterplatte befestigten
Kabelanschlusskontakt verbunden sind und zwischen Paaren von
Kabelanschlusskontakten elektrisch leitfähige Trennwände ei
nes Schirmbauteils angeordnet sind. Durch diese Maßnahmen er
gibt sich eine kompakte Anordnung, da Kabel bis zu den An
schlusskontakten, die bereits auf der Leiterplatte montiert
sind, geführt werden können. Als Kabelanschlusskontakte sind
beispielsweise selbstschneidende Anschlusskontakte vorgese
hen. Eine Abschirmung der Datenübertragungspfade gegeneinan
der wird durch das, wie die Schirmschicht der Leiterplatte,
die elektrisch leitfähigen Trennwände und Gehäuse, mit einem
Kabelschirm und Masse verbundene Schirmbauteil erreicht.
Das der Erfindung zugrundeliegende Problem wird auch durch
eine Buchse mit den Merkmalen von Anspruch 14 bzw. 17 und ei
nen Stecker mit den Merkmalen von Anspruch 15 bzw. 16 gelöst.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung im Zusammenhang
mit den Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine auseinandergezogene Darstellung eines Steck
verbindersystems gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung, wobei einzelne Bauteile geschnitten
dargestellt sind,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Darstellung eines Ste
ckers gemäß der ersten Ausführungsform der Erfin
dung,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Buchse gemäß der
ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des
Steckverbindersystems gemäß der ersten Ausführungs
form der Erfindung im verbundenen Zustand,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der Buchse der Fig. 3
von hinten,
Fig. 6 eine auseinandergezogene Darstellung weiterer Bau
teile des Steckverbindersystems gemäß der ersten
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 7 eine auseinandergezogene Darstellung eines Steck
verbindersystems gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung, wobei einzelne Bauteile ge
schnitten dargestellt sind,
Fig. 8 eine teilweise geschnittene, perspektivische An
sicht des Steckverbindersystems gemäß der zweiten
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht einiger Bauteile des
Steckverbindersystems gemäß der zweiten Ausfüh
rungsform und
Fig. 10 eine Schnittansicht des Steckverbindersystems gemäß
der zweiten Ausführungsform.
Das in der Fig. 1 dargestellte Steckverbindersystem 10 gemäß
einer ersten Ausführungsform der Erfindung weist einen Ste
cker 12 und eine Buchse 14 auf. Der Stecker 12 hat ein Kunst
stoffgehäuse 16, in dem Kontakte 18 und 20 angeordnet sind.
Insgesamt sind acht Kontakte 18, 20 vorgesehen, wobei zwei
Kontakte 20 paarweise und oberhalb der übrigen, ebenfalls
paarweise angeordneten Kontakte 18 angeordnet sind. Die obe
ren Kontakte 20 verlaufen, ausgehend von Kontaktfahnen zum
Anschluß von elektrischen Leitungen, zunächst geradlinig und
sind dann nach unten, in Richtung auf die übrigen Kontakte 18
zu, abgebogen. Die unteren Kontakte 18 verlaufen, ausgehend
von Kontaktfahnen an einem Ende, zunächst in einer gemeinsa
men Ebene, sind dann rechtwinklig nach unten abgewinkelt und
nach einer weiteren rechtwinkligen Abbiegung verlaufen sie
wieder parallel zueinander und in einer gemeinsamen Ebene.
Die Kontakte 18 und 20 tragen an ihren der Buchse 14 abge
wandten Enden die Kontaktfahnen zum Anschluß von elektrischen
Leitungen.
Ebenfalls in dem Gehäuse 16 angeordnet ist ein Schirmbauteil
22, das aus elektrisch leitfähigem Material besteht und ein
zelne Kontaktpaare der Kontakte 18 und 20 gegeneinander ab
schirmt. Hierzu sind die Kontakte 20 oberhalb einer Trennwand
24 und die Kontakte 18 unterhalb dieser Trennwand 24 angeord
net. Die Trennwand 24 folgt dabei im wesentlichen dem Verlauf
der Kontakte 18 und weist wie diese einen Absatz 26 auf. Im
Bereich des Absatzes 26 sind zu beiden Seiten der Trennwand
24 Anschlußflächen 28 vorgesehen, mittels derer das Schirm
bauteil 22 mit Masse elektrisch verbunden werden kann. Die
Trennwand 24 verläuft bis auf den Absatz 26 dabei parallel zu
einer Verbindungsrichtung des Steckverbindersystems 10. Eben
falls parallel zu der Verbindungsrichtung des Steckverbinder
systems 10 verlaufen weitere Trennwände 30 und 32, diese sind
aber senkrecht zu der Trennwand 24 angeordnet und quer zur
Verbindungsrichtung voneinander beabstandet. Die Trennwände
30 und 32 schirmen Paare von Kontakten 18 gegeneinander ab.
Nach Montage der Kontakte 18 und 20 sowie des Schirmbauteils
22 in dem Gehäuse 16, mittels weiterer, nicht dargestellter
isolierender Bauteile, sind dadurch Paare von Kontakten 18
und 20 auch im Bereich ihrer Kontaktfahnen gegeneinander ab
geschirmt. Indem das Schirmbauteil 22 mit einem Kabelschirm
elektrisch und mechanisch verbunden wird, kann eine durchgän
gige Abschirmung zusammengehöriger Adernpaare erreicht wer
den. Die Trennwände 30 und 32 weisen in ihrem vorderen Be
reich jeweils eine Führungsrampe 34 auf, die später detail
lierter erläutert wird.
Die Buchse 14 hat ein geschnitten dargestelltes Gehäuse 36
mit einem Kunststoffeinsatz 38, der in eine vordere Öffnung
des Gehäuses 36 eingeschoben wird und eine Führung für das
Gehäuse 16 des Steckers 12 bereitstellt. Von einer Rückseite
des Gehäuses 36 her wird eine Leiterplatte 40 in das Gehäuse
36 eingeschoben. Die Leiterplatte 40 trägt an ihrer dem Ste
cker 12 zugewandten Seite Kontaktarme 42 und 44. Die Kontakt
arme 42 und 44 weisen an ihrem einen Ende Befestigungsab
schnitte auf, die in Bohrungen der Leiterplatte 40 befestigt
sind. Im Bereich ihres anderen Endes bilden die Kontaktarme
42 und 44 Kontaktabschnitte 48 aus, die in der dargestellten
ersten Position oder Ruheposition der Kontaktarme 42, 44 pa
rallel zueinander und in einer gemeinsamen Ebene angeordnet
sind. Dadurch sind die Kontaktabschnitte 48 in der ersten Po
sition normkonform angeordnet und können durch Gegenkontakte
eines nicht dargestellten, konventionellen RJ45-Steckers kon
taktiert werden. Ebenfalls möglich ist eine Kontaktierung
mittels der Kontakte 18 und 20 des Steckers 12.
An ihrem von dem Befestigungsabschnitt beabstandeten Ende
weisen die Kontaktarme 42 jeweils ein Isolierstück 46 auf.
Die Isolierstücke 46 gleiten beim Verbinden des Steckver
bindersystems 10 auf den Führungsrampen 34 der Trennwände 30
bzw. 32 und werden dadurch in der Darstellung der Fig. 1 nach
oben in ihre zweite Position ausgelenkt. Da die Kontaktarme
42 an der Leiterplatte 40 auch oberhalb der Kontaktarme 44
befestigt sind, liegen die Kontaktarme 42 im verbundenen Zu
stand des Steckverbindersystems damit in ihrem gesamten Ver
lauf oberhalb der Kontaktarme 44 und können dadurch vollstän
dig gegen die Kontaktarme 44 abgeschirmt werden.
Zur Führung der Kontaktarme 42 sind Kunststoffbauteile 50
vorgesehen, die jeweils ein Langloch aufweisen, durch das je
weils ein Kontaktarm 42 hindurchgeführt ist. Beim Verschwen
ken eines Kontaktarms 42 bewegt sich dieser innerhalb des
Langlochs in dem Kunststoffbauteil 50. In der Darstellung der
Fig. 1 ist lediglich ein Kunststoffbauteil 50 dargestellt,
das symmetrisch zu diesem angeordnete zweite Kunststoffbau
teil ist aus Gründen der Übersichtlichkeit der Darstellung
weggelassen.
Die Kontaktarme 44 sind in weiteren Kunststoffbauteilen 52
geführt, von denen ebenfalls nur zwei dargestellt sind und
weitere, symmetrisch angeordnete Kunststoffbauteile aus Grün
den der Übersichtlichkeit weggelassen sind.
Die Leiterplatte 40 weist mehrere Leiterbahnen 54 auf, die
jeweils einen Befestigungsabschnitt eines Kontaktarms 42
bzw. 44 mit einem der Kabelanschlusskontakte 56 verbinden.
Die Kabelanschlusskontakte 56 sind als Schneidkontakte ausgebildet
und von der, dem Stecker 12 abgewandten Rückseite der
Leiterplatte 40 her in Bohrungen in der Leiterplatte 40 ein
gesteckt, dort beispielsweise verlötet und dadurch elektrisch
mit den Leiterbahnen und den Kontaktarmen 42, 44 verbunden.
Darüber hinaus weist die Leiterplatte 40 zwei symmetrisch zu
einander verlaufende Ausnehmungen 58 auf, die ein Schirmele
ment 60 aufnehmen können, dessen Trennwände im montierten Zu
stand der Buchse 14 Paare von Kabelanschlusskontakten 56 und
zugeordnete Paare von Kontaktarmen 42, 44 gegeneinander ab
schirmen. Das Schirmelement 60 ist einstückig mit dem Gehäuse
36 ausgebildet.
In der Darstellung der Fig. 2 ist der Stecker 12 detaillier
ter dargestellt, wobei einzelne Bauteile geschnitten gezeigt
sind. Gut zu erkennen ist das Schirmbauteil 22, bei dem die
dem Betrachter zugewandte Anschlussfläche 28, siehe Fig. 1,
abgeschnitten ist. Die Trennwand 24 weist neben dem Absatz 26
drei parallel zueinander angeordnete Materialstreifen auf,
die zwischen sich jeweils eine Nut 62 bzw. 64 bilden. Die Nu
ten 62 und 64 verlaufen parallel zur Verbindungsrichtung des
Steckverbindersystems. Am Grund der Nuten 62 und 64 schließen
sich die Trennwände 30 bzw. 32 an. Die Führungsrampe 34 an
der Trennwand 32 führt in die Nut 64 und die Führungsrampe 66
an der Trennwand 30 führt in die Nut 62.
In der Darstellung der Fig. 2 ist gut zu erkennen, dass mit
tels der Trennwände 24, 30 und 32 des Schirmbauteils 22 Kon
taktpaare gegeneinander abgeschirmt sind. So liegen die bei
den Kontakte 20 oberhalb der Trennwand 24 und die beiden in
der Fig. 2 sichtbaren Kontakte 18 liegen unterhalb der Trenn
wand 24. Die beiden weiteren Paare von Kontakten 18 sind zwi
schen den Trennwänden 30 und 32 bzw. in der Darstellung der
Fig. 2 rechts der Trennwand 30 angeordnet, in der Darstellung
der Fig. 2 aber nicht zu erkennen.
An ihrer der Trennwand 24 abgewandten Längskante weisen die
Trennwände 30 und 32 im vorderen Bereich eine V-förmige Pro
filierung 67 auf.
Die Buchse 14 ist in der Fig. 3 perspektivisch im zusammenge
bauten Zustand dargestellt. In dieser Ansicht ist gut zu er
kennen, dass die Buchse 14 mit einem konventionellen RJ45-
Stecker kompatibel ist, da die Kontaktabschnitte 48 der Kon
taktarme 42 und 44 parallel zueinander und in einer gemeinsa
men Ebene angeordnet sind. Die Öffnung des Kunststoffeinsat
zes 38 weist darüber hinaus die für RJ45-Steckverbinder
systeme typische Formgebung auf. Der Kunststoffeinsatz 38
weist darüber hinaus zwei Ausnehmungen 68 auf, die passend
zum Querschnitt der Trennwände 30 bzw. 32 ausgebildet sind
und dementsprechend an ihrem Grund eine V-förmige Vertiefung
aufweisen. Die V-förmige Vertiefung der Ausnehmungen 68 setzt
sich in einer ebenfalls V-förmigen Nut 70 fort, die auf der
Oberseite des in der Fig. 1 dargestellten Gehäusestegs 37
ausgebildet ist. In diesen V-förmigen Nuten 70 werden die V-
förmigen Profilierungen 67 der Trennwände 30 bzw. 32 beim
Einschieben des Steckers 12 in die Buchse 14 einerseits ge
führt, andererseits wird durch die V-förmige Profilierung 67
auch trotz Spiel des Steckers 12 in der Buchse 14 eine gute
Abschirmung zwischen Kontaktpaaren erreicht, da eine geradli
nige Verbindung zwischen Kontaktpaaren auch dann, wenn die V-
förmige Profilierung 67 nicht auf dem Grund der zugeordneten
V-förmigen Nut 70 aufsitzt, durch einen Abschnitt der elekt
risch leitfähigen Trennwände 30 bzw. 32 unterbrochen ist.
In der Darstellung der Fig. 3 nur ansatzweise zu erkennen
sind die Isolierstücke 46 an den Kontaktarmen 42, die beim
Einführen des Steckers 12 in die Buchse 14 auf den Führungs
rampen 34 bzw. 66 gleiten und dadurch die Kontaktarme 42 nach
oben in die zweite Position auslenken.
Eine teilweise geschnittene Ansicht des Steckverbindersystems
10 im verbundenen Zustand ist in der Fig. 4 dargestellt. Das
Gehäuse 16 des Steckers 12 ist hier teilweise in das Gehäuse
36 der Buchse 14 eingeführt. Im dargestellten verbundenen Zu
stand des Steckverbindersystems 10 befinden sich die Kontakt
arme 42, von denen nur einer in der Darstellung der Fig. 4 zu
erkennen ist, in ihrer zweiten Position, die gegenüber der in
der Fig. 1 dargestellten ersten Position angehoben ist. Wie
ausgeführt werden die Kontaktarme 42 dadurch angehoben, dass
das Isolierstück 46 zunächst auf der Führungsrampe 34 und
dann in der Nut 64 (Fig. 2) gleitet, bis es im verbundenen
Zustand des Steckverbindersystems 10 in die in der Fig. 4
dargestellte Position gelangt.
Im dargestellten verbundenen Zustand des Steckverbindersys
tems 10 liegt ein Kontaktabschnitt des Kontaktarms 20 auf ei
nem Kontaktabschnitt des Kontaktarms 42 auf, wodurch eine e
lektrische Verbindung zwischen dem Kontaktarm 42 und dem Kon
taktarm 20 hergestellt ist. Der Kontaktabschnitt des Kontakt
arms 20 ist etwa halbkreisförmig abgebogen, so dass er beim
Einschieben des Steckers 12 in die Buchse 14 auf den Kontakt
abschnitt des Kontaktarms 42 aufgleiten kann.
Sowohl der Kontaktarm 20 als auch der Kontaktarm 42 sind o
berhalb der Trennwand 24 des Schirmbauteils 22 angeordnet. An
ihrem der Buchse 14 zugewandten Ende greift die Trennwand 24
mit dem Schirmelement 60 des Gehäuses 36 ein. Das Schirmele
ment 60 setzt sich, wie beschrieben, durch die Leiterplatte
40 fort, so dass auf der gesamten dargestellten Länge des
Steckverbindersystems 10 unterhalb des Kontaktarms 20 sowie
des Kontaktarms 42 und des zugeordneten Kabelanschlusskon
takts 56 eine elektrisch leitfähige Abschirmung angeordnet
ist. Unterhalb dieser aus dem Schirmbauteil 22 mit der Trenn
wand 24 sowie dem Gehäuse 36 mit dem Schirmelement 60 beste
henden Abschirmung sind die Kontaktarme 44 angeordnet, deren
Kontaktabschnitte mit den Kontaktarmen 18 in Eingriff stehen.
In der Darstellung der Fig. 4 sind lediglich zwei Kontaktarme
44 und ein Kontaktarm 18 zu erkennen.
Zur Abschirmung gegen parallele Paare von Kontaktarmen 44 und
18 sind die Trennwände 30 und 32 vorgesehen, wobei lediglich
die Trennwand 32 in der Fig. 6 zu erkennen ist. Die Führungs
rampe 34 der Trennwand 32 greift mit einem passend abge
schrägten Abschnitt des Schirmelements 60 des Gehäuses 36
ein, so dass auch die Trennwand 32 durch das Schirmbauteil 60
fortgesetzt wird. In gleicher Weise greift die Trennwand 30
mit dem Schirmelement 60 ein. Auf diese Weise sind zugeordne
te Paare von Kontaktarmen 20 und 42 bzw. 18 und 44 über die
gesamte dargestellte Länge des Steckverbindersystems 10 in
Kanälen aus elektrisch leitfähigem Material angeordnet und
gegeneinander abgeschirmt. Das Schirmbauteil 22 sowie das Ge
häuse 36 sind elektrisch mit Masse und einem nicht darge
stellten Kabelschirm verbunden.
In der perspektivischen Ansicht der Fig. 5 ist die Buchse 14
von ihrer Rückseite her dargestellt. Die Leiterplatte 40 ist
in dem in der Fig. 5 dargestellten Zustand in das Gehäuse 36
so eingeschoben, dass sich das symmetrisch aufgebaute Schirm
element 60 durch die Ausnehmungen 58 in der Leiterplatte 40
erstreckt. Kabelanschlusskontakte 56 sind in Bohrungen der
Leiterplatte 40 befestigt. Ebenfalls in Bohrungen der Leiter
platte 40 befestigt sind die Kontaktarme 42 und 44, wobei aus
Gründen der Übersichtlichkeit lediglich ein Befestigungsab
schnitt eines Kontaktarms 42 und lediglich zwei Befestigungs
abschnitte von Kontaktarmen 44 dargestellt sind.
In der Darstellung der Fig. 5 ist gut zu erkennen, dass durch
die einzelnen Trennwände des Schirmelements 60 Paare von Ka
belanschlusskontakten 56 gegen andere Paare von Kabelan
schlusskontakten 56 dadurch abgeschirmt sind, dass eine ge
radlinige Verbindung zwischen Kabelanschlusskontakten 56 ver
schiedener Paare durch eine Trennwand des Schirmelements 60
unterbrochen wird. Da sich die Trennwände des Schirmelements
60 durch die Leiterplatte 40 hindurch fortsetzen, sind auch
Paare von Kontaktarmen 42 bzw. 44 gegeneinander abgeschirmt,
wie zuvor erläutert wurde.
Weitere Bauteile des erfindungsgemäßen Steckverbindersystems
gemäß der ersten Ausführungsform sind in der Fig. 6 darge
stellt. Die Kabelanschlusskontakte 56 sind als Schneidkontak
te ausgebildet, so dass ein elektrisches Kabel lediglich
senkrecht zu dem Schlitz des Kabelanschlusskontakts 56 in
diesen eingeführt werden muß, damit der Kabelanschlusskontakt
56 eine Isolierung des Kabels durchtrennt und dessen elekt
risch leitfähige Seele kontaktiert. Zur Vereinfachung dieser
Kontaktierung ist ein Positionierungsbauteil 72 vorgesehen,
das in der Darstellung der Fig. 6 geschnitten dargestellt
ist. In das Positionierungsbauteil 72 werden Kabelenden ein
geführt und mittels Bohrungen in dem Positionierungsbauteil
72 so ausgerichtet, dass ein Kabelende, das einem bestimmten
Kabelanschlusskontakt 56 zugeordnet ist, senkrecht zu dessen
Schlitz gehalten wird. Wie in der Darstellung der Fig. 6 zu
erkennen ist, weist das Positionierungsbauteil 72 auch Aus
nehmungen 74 zur Aufnahme des Schirmelements 60 auf. Wird das
Positionierungsbauteil 72 mit den darin angeordneten Kabelen
den dann auf das Schirmelement 60 und die Kabelanschlusskon
takte 56 aufgeschoben, werden die in dem Positionierungsbau
teil 72 angeordneten Kabelenden automatisch mittels der Ka
belanschlusskontakte 56 kontaktiert. An seiner, der Leiter
platte 40 abgewandten Seite weist das Positionierungsbauteil
72 weitere Ausnehmungen 76 auf, die zum Einschieben eines
Schirmaufsatzes 78 vorgesehen sind. Der Schirmaufsatz 78 ist
geschnitten dargestellt und symmetrisch aufgebaut. Dadurch
sind in dem elektrisch leitfähigen Schirmaufsatz 78 vier Ka
belkanäle 80 gebildet, in denen jeweils ein Kabelpaar zu dem
Positionierungsbauteil 72 geführt wird. Auf diese Weise ist
ein Datenübertragungspfad, der durch ein Paar von Kabeln, Ka
belanschlusskontakten 56, Kontaktarmen 42 bzw. 44 und Kon
taktarmen 20 gebildet ist, über seinen gesamten Verlauf durch
das Steckverbindersystem 10 gegen andere Datenübertragungs
pfade abgeschirmt.
Eine zweite bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in
den Fig. 7 bis 10 dargestellt.
In der Fig. 7 ist ein Steckverbindersystem 100 gemäß der
zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung auseinan
dergezogen dargestellt, wobei einzelne Bauteile geschnitten
gezeigt sind. Das Steckverbindersystem 100 ist mit einem kon
ventionellen RJ45-Stecker 102 kompatibel. Hierzu weist ein
elektrisch leitfähiges Schirmgehäuse 104 sowie ein Kunst
stoffeinsatz 106 für das Schirmgehäuse 104 eine erste Öffnung
108 bzw. 110 auf, die für die Form des Steckers 102 geeignet
ist. In dem Kunststoffeinsatz 106 ist ein Kontaktträger 112
angeordnet, der ebenfalls aus Kunststoff besteht und Kontakt
arme 114 aufnimmt und diese führt. Die Kontaktarme 114 sind
für den Eingriff mit Gegenkontakten 103 des RJ45-Steckers 102
vorgesehen und normgerecht angeordnet. Die Kontaktarme 114
weisen jeweils einen Kontaktabschnitt 115 auf, der für den
Eingriff mit den Gegenkontakten 103 des RJ45-Steckers 102
vorgesehen ist, sowie einen Schenkel 113 auf, der federnd auf
einer jeweiligen Kontaktfläche 116 einer Leiterplatte 118
aufliegt. Insgesamt sind acht Kontaktarme 114 und demgemäß
acht Kontaktflächen 116 auf der sichtbaren Oberseite der Lei
terplatte 118 vorgesehen.
Die Kontaktflächen 116 sind mittels Leiterbahnen mit Kabelan
schlusskontakten 120 verbunden, die in Bohrungen der Leiter
platte 118 angeordnet sind. Die Leiterplatte 118 ist mehr
schichtig aufgebaut und Leiterbahnen verlaufen sowohl auf der
in der Fig. 7 sichtbaren Ober- als auch einer nicht sicht
baren Unterseite. Paare von Kabelanschlusskontakten 120 sind
gegeneinander durch ein Schirmkreuz 122 abgeschirmt, das mit
tels einer Schraube 124 und einer in einer Bohrung der Lei
terplatte 118 angeordneten Schraubhülse 124 auf der Leiter
platte 118 befestigt ist. Ein aus Kunststoff bestehendes
Druckstück 128 nimmt Kabeladern auf und führt diese bei der
Kontaktierung durch die als Schneidklemmkontakte ausgebilde
ten Kabelanschlusskontakte 120.
Die Leiterplatte 118 trägt zwischen zwei isolierenden Schich
ten eine elektrisch leitfähige Schirmschicht, die mittels eines
Kontaktblechs 130 mit dem Schirmgehäuse 104 elektrisch
verbunden ist. Die elektrisch leitfähige Schirmschicht ist
mit dem Schirmkreuz 122 verbunden. Das Schirmgehäuse 104 ist
wiederum elektrisch mit einem Kabelschirm und mit Masse
verbunden.
Ebenfalls elektrisch mit Masse verbunden ist ein Schirmblech
132, das in den Kontaktträger 112 eingelegt bzw. bei dessen
Herstellung umspritzt wird. Das Schirmblech 132 weist vier
parallel zu den Kontaktarmen 114 verlaufende Trennwände auf
und schirmt dadurch die auf den Kontaktflächen 116 aufliegen
den Schenkel der Kontaktarme 114 gegeneinander ab. Es ist
dennoch festzustellen, dass die Kontaktabschnitte der Kon
taktarme 114 nicht gegeneinander abgeschirmt sind, so dass
bei hohen Übertragungsfrequenzen, beispielsweise höher als
250 MHz, Störungen einer Datenübertragung über den konventio
nellen RJ45-Stecker 102 auftreten können.
Für noch höhere Übertragungsfrequenzen, beispielsweise
600 MHz, ist daher ein zweiter Stecker für das Steckverbinder
system 100 vorgesehen, der in eine zweite Öffnung 134 in dem
Schirmgehäuse 104 bzw. eine zweite Öffnung 136 in dem Kunst
stoffeinsatz 106 eingeführt werden kann. Dieser Stecker be
steht aus einem elektrisch leitfähigen Steckergehäuse 138, in
das ein isolierender Steckereinsatz 140 eingeführt wird. In
dem Steckereinsatz 140 sind wiederum Kontakte 142 paarweise
angeordnet. Im verbundenen Zustand des Steckverbindersystems
100 liegen die Kontakte 142 auf zugeordneten Kontaktflächen
auf der Ober- bzw. Unterseite der Leiterplatte 118 auf. In
diesem Fall verläuft ein Datenübertragungspfad dann von den
Kabelanschlusskontakten 120 über Leiterbahnen der Leiterplat
te 118 und zu den Kontakten 142.
Eine Darstellung des Steckverbindersystems 100 im zusammenge
bauten Zustand ist in der Fig. 8 dargestellt, wobei wiederum
einzelne Bauteile geschnitten dargestellt sind.
Gut zu erkennen ist die Anordnung der Kontaktabschnitte der
Kontaktarme 114 auf dem Kontaktträger 112, die in den Kon
taktträger 112 federnd geführt sind und nach Einschieben des
Steckers 102 von dessen Gegenkontakten 103 kontaktiert wer
den. Die Federwirkung der Kontaktarme 114 wird dadurch er
zielt, dass sich die unterhalb des Kontaktträgers 112 liegen
den Schenkel 113 der Kontaktarme 114 auf den Kontaktflächen
116 der Leiterplatte 118 abstützen.
Die paarweise angeordneten Kontakte 142 des Steckers 144 sind
in dem elektrisch isolierenden Steckereinsatz 140 eingebettet
und mittels der in der Fig. 8 horizontal verlaufenden Trenn
wände 146 sowie der vertikal verlaufenden Trennwand 148, die
Bestandteil des Steckergehäuses 138 sind, jeweils paarweise
gegeneinander abgeschirmt. Der Steckereinsatz 140 weist in
seinem vorderen Bereich, der in das Schirmgehäuse 104 einge
schoben werden kann, eine zwischen den oberen und den unteren
Kontakten 142 angeordnete Ausnehmung auf. Der Stecker 144
kann dadurch einen Abschnitt der Leiterplatte 118 in sich
aufnehmen und über die Leiterplatte 118 geschoben werden, bis
eine vordere Kante des Steckers 144 an einem Absatz 150 der
Leiterplatte 118 anschlägt. In diesem eingeschobenen Zustand
des Steckers 144 kontaktieren die Kontakte 142 dann die Kon
taktflächen 116 auf der Ober- und Unterseite der Leiterplatte
118. Gleichzeitig werden die auf den Kontaktflächen 116 der
Oberseite aufliegenden Schenkel 113 der Kontaktarme 114 nach
oben gedrückt, wie im folgenden noch erläutert wird.
Die Kontaktflächen 116 auf der Leiterplatte 118 sind als Lei
terbahnen ausgeführt, die sich bis zu den Kabelanschlusskon
takten 120 erstrecken und dort mit diesen elektrisch verbun
den sind.
In der Darstellung der Fig. 9 ist zu erkennen, dass diese
Leiterbahnen bzw. Kontaktflächen 116 auch auf der Unterseite
der Leiterplatte 118 verlaufen und jeweils paarweise zu einem
Paar von Kabelanschlusskontakten 120 führen. Die Kabelanschlusskontakte
120 sind in Bohrungen der Leiterplatte 118
mechanisch sicher befestigt. Die Kabelanschlusskontakte 120
sind innerhalb der Bohrungen dabei gegen die elektrisch leit
fähige Schirmschicht 152 der Leiterplatte 118 isoliert, die
mit Masse verbunden ist. Die Schirmschicht 152 liegt zwischen
den zwei isolierenden Schichten der Leiterplatte 118, auf de
nen jeweils Leiterbahnen bzw. Kontaktflächen 116 angeordnet
sind.
In der Darstellung der Fig. 9 gut zu erkennen, ist der in dem
der Öffnung 134 des Schirmgehäuses 104 zugewandten Bereich
angeordnete Schlitz 154 der Leiterplatte 118. In diesen .
Schlitz 154 kommt dann, wenn der Stecker 144 bis zu den Ab
sätzen 150 auf die Leiterplatte 118 aufgeschoben ist, der
vordere Bereich der vertikal angeordneten Trennwand 148 des
Steckers 144 zu liegen. Die horizontal angeordneten Trennwän
de 146 sind im Bereich der Ausnehmung des Steckereinsatzes
140 dagegen ausgespart, damit der Stecker 144 auf die Leiter
platte 118 aufgeschoben werden kann. Durch die in dem Schlitz
154 angeordnete Trennwand 148 sowie die Schirmschicht 152
sind im aufgeschobenen Zustand des Steckers 144 damit Paare
von Kontakten und mit diesem in Eingriff stehende Kontaktflä
chen 116 gegeneinander abgeschirmt.
Die Schnittansicht der Fig. 10 zeigt den Stecker 144 im teil
weise eingeschobenen Zustand. Beim Einschieben des Steckers
144 in das Schirmgehäuse 104 werden die Schenkel 113 der Kon
taktarme 114 dadurch von den Kontaktflächen 116 der Leiter
platte 118 abgehoben, dass ein Vorsprung 156 des Steckerein
satzes 140 an den Schenkeln 113 entlang gleitet und diese da
durch nach oben drückt. Der Vorsprung 156 ist an dem in Ein
schubrichtung vordersten Ende des Steckers 144 angeordnet und
besteht, wie der Steckereinsatz 140, aus isolierendem Materi
al. Dadurch tritt ein Anheben der Schenkel 113 kein Kurz
schluß der angeschlossenen Datenleitungen auf. Der Stecker
144 ist dabei verdrehgeschützt, so dass er um 180° gedreht
nicht in das Schirmgehäuse 104 eingeschoben werden kann. Der
Vorsprung 156 erstreckt sich dabei über das elektrisch leit
fähige Steckergehäuse 138 hinaus senkrecht zur Einschubrich
tung nach oben, so dass die Schenkel 113 der Kontaktarme 114
beim Einschieben des Steckers 144 das Steckergehäuse 138
nicht berühren können. Der Vorsprung 156 ist darüber hinaus
in einem Winkel zur Einschubrichtung des Steckers 144 abge
schrägt, so dass die Schenkel 113 den Vorsprung 156 beim Ein
schieben des Steckers 144 großflächig kontaktieren können und
schonend angehoben werden.
In der Darstellung der Fig. 10 ist ebenfalls zu erkennen,
dass Befestigungsabschnitte 158 der auf der Oberseite der
Leiterplatte 118 angeordneten Kabelanschlusskontakte 120 über
die Unterseite der Leiterplatte 118 hinaus vorragen. Ein Ab
stand der Leiterplatte 118 von einer unteren Platte des
Kunststoffeinsatzes ist dadurch gewährleistet, dass die Lei
terplatte durch seitliche Nuten in dem Kunststoffeinsatz ge
führt ist.
Claims (17)
1. Elektrisches Steckverbindersystem für die Nachrichten
technik bestehend aus einer Buchse und einem Stecker eines
ersten Typs, wobei wenigstens die Buchse oder der Stecker
wenigstens einen Kontaktarm zur elektrischen Verbindung mit
dem Stecker beziehungsweise der Buchse aufweist und der Kon
taktarm zum Verbinden der Buchse oder des Steckers des ers
ten Typs mit einem Stecker beziehungsweise einer Buchse ei
nes zweiten Typs unterschiedlicher Bauart in einer ersten
Position angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der
wenigstens eine Kontaktarm (42; 114) durch Verbinden des
Steckverbindersystems (10; 100) von der ersten Position in
eine zweite Position verschwenkbar ist.
2. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, dass zum Verschwenken des wenigstens
einen Kontaktarms (42; 114) wenigstens ein Führungselement
(34, 66; 156) an dem Stecker (12; 144) beziehungsweise der
Buchse des ersten Typs vorgesehen ist, an dem der wenigstens
eine Kontaktarm (42; 114) beim Verbinden des Steckverbinder
systems (10; 100) angreifen kann.
3. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 2, da
durch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Kontaktarm
(42) einen an der Buchse (14) oder dem Stecker des ersten
Typs festgelegten Befestigungsabschnitt und beabstandet
hiervon ein Isolierstück (46) aufweist, das beim Verbinden
des Steckverbindersystems (10) an einer Führungsrampe (34,
66) angreifen kann.
4. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 2 oder
3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (12) oder die
Buchse des ersten Typs wenigstens eine elektrisch leitfähige
Trennwand aufweist, die parallel zu einer Verbindungsrichtung
des Steckverbindersystems (10) angeordnet ist, an ihrer
Stirnseite die wenigstens eine Führungsrampe (34, 66) trägt
und im verbundenen Zustand des Steckverbindersystems (10)
zwischen dem wenigstens einen, in eine zweite Position ver
schwenkten Kontaktarm (42) und wenigstens einem weiteren, in
der ersten Position befindlichen Kontaktarm (44) angeordnet
ist.
5. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 4, da
durch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine elektrisch
leitfähige Trennwand (24; 30, 32) im verbundenen Zustand des
Steckverbindersystems (10) so im Eingriff mit einem elekt
risch leitfähigen Gehäuse (36) des Steckers und/oder der
Buchse (14) steht, dass von der Trennwand (24, 30, 32), dem
Gehäuse (36) des Steckers und/oder der Buchse (14) wenigstens
teilweise umschlossene Kanäle gebildet sind, in denen jeweils
ein Paar von Kontaktarmen (42, 44) und mit diesen im Ein
griff stehenden Gegenkontakten (18, 20) angeordnet ist.
6. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 4 oder
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktarme (42, 44) in
der ersten Position normkonform angeordnete Kontaktabschnit
te (48) aufweisen, wobei Kontaktabschnitte (48) von wenigs
tens zwei, mit einem Isolierstück (46) versehenen Kontaktar
men (42) durch Verbinden des Steckverbindersystems (10) bis
zu der auf einer zweiten Seite der Trennwand (24) liegenden
zweiten Position verschwenkbar sind, wobei die übrigen Kon
taktarme (44) dann auf einer gegenüberliegenden, ersten Sei
te der Trennwand (24) angeordnet sind.
7. Elektrisches Steckverbindersystem nach einem der vor
stehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Befesti
gungsabschnitte der Kontaktarme (42, 44) an einer gemeinsa
men Leiterplatte (40) befestigt sind, die allgemein senk
recht zu einer Verbindungsrichtung des Steckverbindersystems
(10) angeordnet ist und an ihrer den Kontaktarmen (42, 44)
abgewandten Rückseite mit den Befestigungsabschnitten elekt
risch verbundene Kabelanschlusskontakte (56) aufweist.
8. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 6, da
durch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (40) Ausnehmun
gen (58) für die Anordnung eines Schirmelements (60) auf
weist, das parallel zu einer Verbindungsrichtung des Steck
verbindersystems (10) und zwischen Paaren von Kabelan
schlusskontakten (56) und zugeordneten Befestigungsabschnit
ten angeordnete elektrisch leitfähige Trennwände aufweist,
die sich durch die Leiterplatte (40) hindurch und im verbun
denen Zustand des Steckverbindersystems (10) wenigstens bis
zu der, die Führungsrampe (34, 66) aufweisenden Trennwand
(24, 30, 32) des Steckers (12) beziehungsweise der Buchse
des ersten Typs erstrecken.
9. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Kontakt
arm (114) einen in der ersten Position auf einer Kontaktflä
che (116) federnd aufliegenden Schenkel (113) und der Ste
cker (144) oder die Buchse des ersten Typs ein Führungsele
ment (156) aufweist, wobei beim Einschieben des Steckers
(144) oder der Buchse des ersten Typs das Führungselement
(156) an dem Schenkel (113) angreifen und diesen von der
Kontaktfläche (116) weg in die zweite Position schwenken
kann und im verbundenen Zustand des Steckverbindersystems
(100) ein Kontakt (142) des Steckers (144) oder der Buchse
des ersten Typs an der Kontaktfläche (116) angreifen kann.
10. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 9, da
durch gekennzeichnet, dass mehrere Kontaktflächen (116) auf
einer mehrschichtigen Leiterplatte (118) angeordnet sind,
die zwischen zwei elektrisch isolierenden Schichten eine e
lektrisch leitfähige Schirmschicht (152) aufweist und sowohl
auf ihrer dem Schenkel (113) des Kontaktarms (114) zugewand
ten Seite als auch auf ihrer gegenüberliegenden Seite Lei
terbahnen mit Kontaktflächen (116) aufweist, die im verbundenen
Zustand des Steckverbindersystems (100) von Kontakten
(142) des Steckers (144) oder der Buchse des ersten Typs
kontaktierbar sind.
11. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 9 oder
10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (144) oder die
Buchse des ersten Typs ein elektrisch leitfähiges Gehäuse
(138) aufweist, das die Leiterplatte (118) der Buchse bezie
hungsweise des Steckers des ersten Typs im verbundenen Zu
stand des Steckverbindersystems (100) abschnittsweise um
gibt.
12. Elektrisches Steckverbindersystem nach Anspruch 11, da
durch gekennzeichnet, dass das die Leiterplatte (118) im
verbundenen Zustand des Steckverbindersystems (100) ab
schnittsweise umgebende Gehäuse (138) in seinem Innenraum
wenigstens eine in Verbindungsrichtung des Steckverbinder
systems (100) verlaufende, elektrisch leitfähige Trennwand
(146, 148) aufweist, die sich im verbundenen Zustand des
Steckverbindersystems (100) in einen in der Leiterplatte
(118) vorgesehenen Schlitz (154) erstreckt, so dass das Ge
häuse (138) und die Trennwand (146; 148) sowie die Schirm
schicht (152) der Leiterplatte (118) Kanäle bilden, in denen
jeweils ein Paar von Leiterbahnen, Kontaktflächen (116) und
diese berührenden Kontakten (142) angeordnet ist.
13. Elektrisches Steckverbindersystem nach einem der An
sprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiter
bahnen jeweils mit einem auf der Leiterplatte (118) befes
tigten Kabelanschlusskontakt (120) verbunden sind und zwi
schen Paaren von Kabelanschlusskontakten (120) elektrisch
leitfähige Trennwände eines Schirmbauteils (122) angeordnet
sind.
14. Buchse für Steckverbindersystem nach einem der Ansprü
che 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (14)
wenigstens einen Kontaktarm (42; 114) aufweist, der durch
Verbinden mit einem Stecker (12; 144) eines ersten Typs von
einer ersten Position in eine zweite Position verschwenkbar
ist und in der ersten Position für den Eingriff mit Kontak
ten eines Steckers (102) eines zweiten Typs unterschiedli
cher Bauart geeignet ist.
15. Stecker für Buchse nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Stecker (12; 144) ein Führungselement
(34, 66; 156) zum Verschwenken des wenigstens einen Kontakt
arms (42; 114) der Buchse (14) beim Einführen des Steckers
(12; 144) in die Buchse (14) aufweist.
16. Stecker für Steckverbindersystem nach einem der Ansprü
che 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker we
nigstens einen Kontaktarm aufweist, der durch Verbinden mit
einer Buchse eines ersten Typs von einer ersten Position in
eine zweite Position verschwenkbar ist und in der ersten Po
sition für den Eingriff mit einer Buchse eines zweiten Typs
geeignet ist.
17. Buchse für Stecker nach Anspruch 16, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Buchse ein Führungselement zum Verschwen
ken des wenigstens einen Kontaktarms des Steckers beim Ein
führen des Steckers in die Buchse aufweist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10065595A DE10065595A1 (de) | 2000-12-28 | 2000-12-28 | Elektrisches Steckverbindersystem sowie Stecker und Buchse für Steckverbindersystem |
| EP01130159A EP1220375A3 (de) | 2000-12-28 | 2001-12-19 | Elektrisches Steckverbindersystem sowie Stecker und Buchse für Steckverbindersystem |
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