DE10065490A1 - Ventiltrieb für Hochgeschwindigkeits-Direkteinspritz-Dieselmotor - Google Patents
Ventiltrieb für Hochgeschwindigkeits-Direkteinspritz-DieselmotorInfo
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Abstract
Ein Ventilzug für einen kleinen Dieselmotor beinhaltet ein Paar von Nockenwellen, die drehbar an einem Zylinderkopf angebracht sind und sich über ein Oberteil davon hinübererstrecken, ein Paar von Einlass- und Auslassöffnungen auf jeder Nockenwelle für jeden Zylinder, zwei Einlassöffnungen und zwei Auslassöffnungen, die an dem Zylinderkopf oberhalb eines Bohrungsmittelpunkts jedes Zylinders und darum herum angeordnet sind, um mit der Zylinderbohrung zu kommunizieren, zwei Einlassventile und zwei Auslassventile, die in den entsprechenden Öffnungen angeordnet sind, um die Öffnungen selektiv zu öffnen und zu schließen, Unterbrecherhebel, von denen ein Ende mit oberen Enden der entsprechenden Ventile verbunden ist, und Peitscheneinsteller, die mit anderen Enden der entsprechenden Unterbrecherhebel verbunden sind, um eine Peitsche zwischen den Unterbrecherhebel und den Nocken einzustellen, wobei die Einlass- und die Auslassöffnungen abwechselnd zickzackartig angeordnet sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ventiltrieb für
einen Dieselmotor und insbesondere einen Ventiltrieb, der
zusammen mit einem Zylinderkopfaufbau vom dualen
obengesteuerten Nockenwellentyp (DOHC) angeordnet ist,
welcher für einen Motor mit kleinen Zylinderbohrungen
geeignet ist.
Um die Energieeffizienz zu verbessern und um Abgase zu
vermindern, werden neuerdings Hochleistungs-Dieselmotoren vom
Direkteinspritzertyp in Fahrzeuge eingebaut. Außerdem wird
überall auf der Welt Forschung und Entwicklung von kleinen
Personenkraftfahrzeugen durchgeführt, die mit
Direkteinspritzmotoren mit einer geringen
Maschinenverdrängung, unter 1000 cc, ausgestattet sind, um
Emissionsbeschränkungen und Vorgaben zum Energiesparen zu
erfüllen. Um diese Ziele zu erreichen, sind verschiedene
Technologien, wie Kraftstoffverteilung aus gemeinsamer
Druckleitung, Turbolader und Zwischenkühlersysteme, bei
kleinen Passagier-Kraftfahrzeugen realisiert worden. Fig. 6
zeigt einen Teil eines Zylinderkopfes 112 eines Motors mit
einzelner obengesteuerter Nockenwelle (SOHC) mit kleinen
Zylinderbohrungen, welcher mit einem Einlass- und einem
Auslassventil 114 bzw. 116, einem schräg eingebauten
Kraftstoffeinspritzer 118 und einer Zündkerze 120
ausgestattet ist.
Wie oben beschrieben, weist der SOHC-Motor eines Ventiltriebs
mit zwei Ventilen pro Zylinder relativ zu dem DOHC-Motor
eines Ventiltriebs mit vier Ventilen pro Zylinder Nachteile
hinsichtlich Lufteinlass, symmetrischer Verwirbelung, hoher
Verbrennungsrate usw. auf.
Obwohl der Zylinderkopf vom DOHC-Typ eine Lösung für diese
Probleme sein kann, ist es schwierig, den Ventiltrieb vom
DOHC-Typ an einem Motor mit kleinen Zylinderbohrungen
anzubringen.
Die vorliegende Erfindung ist erfolgt, um die oben
beschriebenen Probleme des Standes der Technik zu lösen.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Ventiltrieb
mit vier Ventilen pro Zylinder zu schaffen, der mit dem
Zylinderkopf vom DOHC-Typ zusammen angeordnet ist, welcher
geeignet ist, an einem DI-Dieselmotor mit kleinen
Zylinderbohrungen angebracht zu werden, um den spezifischen
Kraftstoffverbrauch, die Motorleistung und die
Emissionsreduzierung zu verbessern.
Um dieses Ziel zu erreichen, weist ein Ventiltrieb für einen
kleinen Dieselmotor gemäß der Erfindung ein Paar von
Nockenwellen auf, die drehbar an einem Zylinderkopf gelagert
sind und sich über dessen Oberseite hinüber erstrecken, ein
Paar von Einlass- und Auslassnocken an jeder Nockenwelle für
jeden Zylinder, zwei Einlassöffnungen und zwei
Auslassöffnungen, die an dem Zylinderkopf oberhalb eines
Bohrungsmittelpunkts von jedem Zylinder und darum herum
ausgeformt sind, um mit der Zylinderbohrung in Kontakt zu
stehen, zwei Einlassventile und zwei Auslassventile, die in
den entsprechenden Öffnungen eingebaut sind, um die Öffnungen
selektiv zu öffnen und zu schließen, Unterbrecherhebel, deren
eines Ende mit den oberen Enden der entsprechenden Ventile
verbunden ist, und Spieleinsteller, die an den anderen Enden
der entsprechenden Unterbrecherhebel angebracht sind, um ein
Spiel zwischen den Unterbrecherhebeln und den Nocken
einzustellen, wobei die Einlass- und Auslassöffnungen
abwechselnd zickzackartig angeordnet sind.
Die begleitenden Zeichnungen, die in die Beschreibung
aufgenommen sind und einen Teil davon bilden, verdeutlichen
eine Ausführungsform der Erfindung und dienen zusammen mit
der Beschreibung dazu, die Prinzipien der Erfindung zu
verdeutlichen:
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Ventiltriebs
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ist eine Draufsicht des Ventiltriebs nach Fig. 1;
Fig. 3 ist eine parallele Schnittansicht eines
Zylinderkopfes gemäß der bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 ist eine seitliche Schnittansicht, welche einen
Einlassteil des Zylinderkopfes mit dem Ventiltrieb
gemäß der bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 5 ist eine seitliche Schnittansicht, die einen
Auslassteil des Zylinderkopfes mit dem Ventiltrieb
gemäß der bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung zeigt; und
Fig. 6 ist eine parallele Schnittansicht eines
herkömmlichen Zylinderkopfes.
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
wird nun mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen
beschrieben.
Mit Bezug auf Fig. 1 weist der Ventiltrieb ein Paar von
Einlassventilen 14 und 16 und ein Paar von Auslassventilen 18
und 20 auf, die an einem Zylinderkopf (nicht dargestellt)
gelagert sind, ein Paar von Nockenwellen 22 und 24 mit Nocken
38, 40, 42 und 44 zum selektiven Betätigen der Ventile 14,
16, 18 und 20, Unterbrecherhebel 26, 28, 30 und 32, die
entsprechend zwischen den Nocken 28, 40, 42 und 44 und einem
Ende der Ventile 14, 16, 18 und 20 angeordnet sind, und
Spieleinsteller 34a, 34b, 34c und 34d zum Einstellen eines
Spielbetrags zwischen den Unterbrecherhebeln 26, 28, 30 und
32 und den entsprechenden Nocken 38, 40, 42 und 44.
Wie in Fig. 2 gezeigt, sind Ventilöffnungen zum Aufnehmen der
Ventile in verdrehter Ausführung ausgeformt, so dass sie
abwechselnd in Längsrichtung der Nockenwellen 22 und 24
angeordnet sind.
Der Ventiltrieb ist auch oberhalb einer Verbrennungskammer 36
angeordnet, so dass die erste Nockenwelle 22 und die zweite
Nockenwelle 24 sich parallel über den Zylinderkopf hinüber
erstrecken. Die erste Nockenwelle 22 ist mit der ersten
Einlassnocke 38 und der ersten Auslassnocke 42 ausgestattet,
und die zweite Nockenwelle 24 ist mit der zweiten
Einlassnocke 40 und der zweiten Auslassnocke 44 ausgestattet,
so dass die Nocken 38, 40, 42 und 44 abwechselnd angeordnet
sind, um entsprechende Ventile zu betätigen. Das heißt, die
erste Einlassnocke 38 und die zweite Auslassnocke 42 der
ersten Nockenwelle 22 sind entsprechend angeordnet, um das
erste Einlassventil 14 und das erste Auslassventil 18 zu
betätigen, und die zweite Einlassnocke 40 und die zweite
Auslassnocke 44 der zweiten Nockenwelle 24 sind entsprechend
angeordnet, um das zweite Einlassventil 16 und das zweite
Auslassventil 20 zu betätigen.
Das erste Einlassventil 14 und das zweite Auslassventil 20
sind nahe einer Mittellinie C.L. angeordnet, die parallel zu
den Nockenwellen 22 und 24 liegt, und das zweite
Einlassventil 16 und das erste Auslassventil 18 sind relativ
weit von der Mittellinie C.L. angeordnet, so dass das erste
Einlassventil 14 und das zweite Auslassventil 20 in einem
Winkel θ1 von der Mittellinie C.L. auf der Achse eines
Bohrungsmittelpunkts C des Zylinders liegen, und das zweite
Einlassventil 18 und das erste Auslassventil 16 sind in einem
Winkel θ2 von der Mittellinie C.L. auf der Achse eines
Bohrungsmittelpunkt C angeordnet. Vorzugsweise liegen die
Winkel θ1 und θ2 bei 16° und 74°.
Fig. 3 ist eine Schnittansicht des Zylinderkopfes, in den der
Ventiltrieb eingebaut ist. Der Zylinderkopf ist mit einer
ersten Einlassöffnung 46 und einer ersten Auslassöffnung 50
unterhalb der ersten Nockenwelle 22 und einer zweiten
Einlassöffnung 48 und einer zweiten Auslassöffnung 52
unterhalb der zweiten Nockenwelle 24 versehen, so dass das
erste Einlass- und Auslassventil 14 und 18 entsprechend in
der ersten Einlassöffnung 46 und der ersten Auslassöffnung 50
angeordnet sind, und so dass die zweiten Einlass- und
Auslassventile 16 und 20 entsprechend in der zweiten
Einlassöffnung 48 und der zweiten Auslassöffnung 52
angeordnet sind. In der Mitte des Zylinderkopfes ist ein
Brennstoffeinspritzer 54 angeordnet.
Die Arbeitsweise des mit dem wie oben beschrieben aufgebauten
Ventiltrieb versehenen Motors wird nun mit Bezug auf Fig.
4 und 5 beschrieben.
Fig. 4 zeigt den Einlassteil des Zylinderkopfes mit dem
Ventiltrieb. Obere Enden des ersten und zweiten
Einlassventils 14 und 16 sind entsprechend mit einem Ende des
ersten bzw. zweiten Einlass-Unterbrecherhebels 26 und 28
verbunden, und obere Enden des ersten und zweiten
Auslassventils sind entsprechend mit einem Ende des ersten
und zweiten Auslassunterbrecherhebels 30 und 32 verbunden.
Die Unterbrecherhebel 26, 28, 30 und 32 sind entsprechend mit
den Spieleinstellern 34a, 34b, 34c und 34d an ihren anderen
Enden verbunden. Die Einlass-Unterbrecherhebel 26 und 28
kontaktieren auch die Einlassnocken 38 bzw. 40, und die
Auslassunterbrecherhebel 42 und 44 kontaktieren die
Auslassnocken 30 bzw. 32, so dass die Einlass- und
Auslassventile 14, 16, 18 und 20 seitlich durch die Nocken
38, 40, 42 und 44 gemäß Drehungen der ersten und zweiten
Nockenwelle 22 und 24 betätigt werden. Jedes Ventil wird
durch die elastische Kraft einer Rückholfeder in seinen
Ausgangszustand zurückversetzt, welche zwischen einem
Federsitz, der an einem oberen Endabschnitt des Ventils
ausgeformt ist, und dem Zylinderkopf angeordnet ist.
Während der Motor läuft, drehen sich die Nockenwellen 22 und
24 mit der Kurbelwelle (nicht dargestellt), so dass die
Einlass- und Auslassnocken an den Nockenwellen die
entsprechenden Unterbrecherhebel drücken, welche die
entsprechenden Ventile in einer vorbestimmten zeitlichen
Abfolge betätigen. Als Ergebnis werden die Ventile selektiv
geöffnet und geschlossen, um Luft zuzuführen und Abgas
abzulassen.
Wie oben beschrieben, sind in dem erfindungsgemäßen, im
Zylinderkopf angeordneten Ventiltrieb die Ventilöffnungen in
verdrehter Anordnung um die Zylinderbohrung herum angeordnet,
was den Einbauraum des Ventiltriebs vermindert, so dass es
möglich ist, einen Ventiltriebaufbau vom DOHC-Typ mit vier
Ventilen pro Zylinder für einen Motor mit kleiner
Zylinderbohrung zu verwenden. Als Ergebnis der Verwendung
eines DOHC-Systems in einem Motor mit kleiner Zylinderbohrung
werden viele Vorteile hinsichtlich des spezifischen
Kraftstoffverbrauchs, der Motorleistung und der
Emissionsreduzierung in kleinen Passagierfahrzeugen erhalten.
Während die Erfindung in Verbindung damit beschrieben worden
ist, was gegenwärtig als praktikabelste und bevorzugte
Ausführungsform angesehen wird, ist es selbstverständlich,
dass die Erfindung nicht auf die offenbarten
Ausführungsformen begrenzt ist, sondern dass es im Gegenteil
beabsichtigt ist, verschiedene Modifikationen und äquivalente
Anordnungen abzudecken, die innerhalb des Bereichs der
anliegenden Ansprüche liegen.
Claims (5)
1. Ventiltrieb für einen kleinen Dieselmotor mit:
einem Paar von Nockenwellen, die drehbar an einem Zylinderkopf angebracht sind und sich über dessen Oberseite hinüber erstrecken;
einem Paar von Einlass- und Auslassnocken an jeder Nockenwelle für jeden Zylinder;
zwei Einlassöffnungen und zwei Auslassöffnungen, die an dem Zylinderkopf oberhalb eines Bohrungsmittelpunkts jedes Zylinders und darum herum ausgeformt sind, um mit der Zylinderbohrung zu kommunizieren;
zwei Einlassventilen und zwei Auslassventilen, die in den entsprechenden Öffnungen angeordnet sind, um die Öffnungen selektiv zu öffnen und zu schließen;
Unterbrecherhebeln, von denen ein Ende mit oberen Enden der entsprechenden Ventile verbunden ist; und
Spieleinstellern, die mit anderen Enden der entsprechenden Unterbrecherhebel verbunden sind, um das Spiel zwischen den Unterbrecherhebeln und den Nocken einzustellen;
wobei die Einlass- und Auslassöffnungen abwechselnd zickzackartig angeordnet sind.
einem Paar von Nockenwellen, die drehbar an einem Zylinderkopf angebracht sind und sich über dessen Oberseite hinüber erstrecken;
einem Paar von Einlass- und Auslassnocken an jeder Nockenwelle für jeden Zylinder;
zwei Einlassöffnungen und zwei Auslassöffnungen, die an dem Zylinderkopf oberhalb eines Bohrungsmittelpunkts jedes Zylinders und darum herum ausgeformt sind, um mit der Zylinderbohrung zu kommunizieren;
zwei Einlassventilen und zwei Auslassventilen, die in den entsprechenden Öffnungen angeordnet sind, um die Öffnungen selektiv zu öffnen und zu schließen;
Unterbrecherhebeln, von denen ein Ende mit oberen Enden der entsprechenden Ventile verbunden ist; und
Spieleinstellern, die mit anderen Enden der entsprechenden Unterbrecherhebel verbunden sind, um das Spiel zwischen den Unterbrecherhebeln und den Nocken einzustellen;
wobei die Einlass- und Auslassöffnungen abwechselnd zickzackartig angeordnet sind.
2. Ventiltrieb nach Anspruch 1, wobei jedes Paar von
Auslass- und Auslassöffnungen an entsprechenden
Nockenwellen in der abwechselnden Zickzack-Anordnung der
Öffnungsanordnung angebracht sind.
3. Ventilzug nach Anspruch 1, wobei eines der
Einlassventile und das diagonal mit dem Einlassventil
angeordnete Auslassventil nahe einer Mittellinie
angeordnet sind, die einen Bohrungsmittelpunkt des
Zylinder parallel zu den beiden Nockenwellen durchläuft,
und wobei die anderen Einlass- und Auslassventile nahe
der Nockenwellen angeordnet sind.
4. Ventilzug nach Anspruch 3, wobei die Mittelpunkte der
Einlass- und Auslassventile, die nahe der Mittellinie
liegen, in einem Winkel von 16° bezüglich der
Mittellinie parallel zu den Nockenwellen angeordnet
sind.
5. Ventilzug nach Anspruch 3, wobei Mittelpunkte der
Einlass- und Auslassventile, die nahe der Nockenwellen
liegen, sich in einem Winkel von 74° bezüglich der
Mittellinie befinden.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| R002 | Refusal decision in examination/registration proceedings | ||
| R003 | Refusal decision now final | ||
| R003 | Refusal decision now final |
Effective date: 20150219 |