DE10063293A1 - Verfahren und Vorrichtung zur mehrkanaligen Inspektion von Oberflächen im Durchlauf - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur mehrkanaligen Inspektion von Oberflächen im DurchlaufInfo
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Abstract
Beschrieben wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zur mehrkanaligen Inspektion von Oberflächen im Durchlauf, bei dem nur eine farbtüchtige Kamera (Zeilenkamera oder Matrixkamera) verwendet wird, aber mindestens zwei Lichtquellen. Die Lichtquellen werden synchron zum Aufnahmetakt der Kamera abwechselnd geschaltet, wodurch simultan mindestens zwei Bilder aufgenommen werden, die paßgenau aufeinander bezogen sind. Je nach Ausgestaltung der Lichtquellen können die Bilder unterschiedliche Arten von Information über die Oberfläche enthalten; insbesondere Farbinformation bei Beleuchtung der Oberfläche mit weißem homogenen Licht, Information über den Höhenverlauf der Oberfläche bei Beleuchtung mit strukturiertem Licht (Lichtschnittverfahren) oder Information über die Transparenz der Oberfläche bei Beleuchtung im Durchlicht.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
und auf eine Vorrichtung zur automatischen Inspektion sich
bewegender Oberflächen; insbesondere auf ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur Erfassung mehrkanaliger Information
von Oberflächen mit Hilfe von nur einer Kamera, die Bilder
mit einer von der Vorschubgeschwindigkeit der inspizierten
Oberfläche gesteuerten Bildfrequenz erzeugt, und zumindest
zwei Strahlungsquellen, die die Oberfläche abwechselnd be
leuchten.
Die automatische Inspektion von Oberflächen ist im allge
meinen eine "multisensorielle Aufgabe". Unter einer "multi
sensoriellen" Anordnung versteht man zunächst eine Einrich
tung, an der Sensoren unterschiedlicher Qualität beteiligt
sind, z. B. bei der Fliesenprüfung eine Klanganalyse und ei
ne Bildanalyse. Multisensoriell sind aber auch Meßanordnun
gen mit mehreren Kameras, z. B. einer Kamera für Hellfeldbe
leuchtung und einer zweiten für Dunkelfeldbeleuchtung.
Bei der automatischen Inspektion von Oberflächen möchte man
z. B. Information über Farbe, Glanz und dreidimensionale Ei
genschaften (Erhöhungen oder Vertiefungen) der Oberfläche
ermitteln. Das ist mit einer einzigen Lichtquelle und einer
einzelnen Kamera nicht möglich. Auch der Mensch muß bei
sorgfältiger Inspektion einer Oberfläche aus verschiedenen
Richtungen auf den Prüfling schauen, um alle Arten von
Fehlstellen erkennen zu können. Dazu bewegt man normaler
weise den Prüfling während der Betrachtung.
Mit technischen Mitteln löst man bei anspruchsvollen Prüf
aufgaben (wie der Inspektion von Stahlband oder Fliesen)
dieses Problem meist so, daß man mehrere (mindestens zwei)
Prüfstationen einrichtet, z. B. eine erste mit Dunkelfeldbe
leuchtung für die Beurteilung der Farbe des Prüflings und
eine zweite zur Beurteilung des Glanzes oder des Höhenpro
fils. Eine solche Prüfung ist z. B. in der EP 0 898 163 A
beschrieben. Bei diesem Verfahren ist es nachteilig, daß
die Bilder aus den verschieden Prüfstationen nicht exakt
zueinander passen - sie werden mit verschiedenen Kameras an
unterschiedlichen Stellen aufgenommen. Eine direkte Zuord
nung der Information aus den verschiedenen Bildern im klei
nen (auf Bildpunktebene) ist damit nicht möglich. Das wäre
aber z. B. zur Klassifikation von kleinen Fehlstellen sehr
vorteilhaft.
Systeme zur automatischen Inspektion von Oberflächen sind
bekannt und werden in industriellen Anwendungen verwendet,
wie z. B. bei der Inspektion von Stahl- und Holzoberflächen
oder von Fliesen. Solche Produkte werden typischerweise bei
hohen Geschwindigkeiten in einem kontinuierlichen Prozeß
hergestellt und müssen im Durchlauf geprüft werden. Die zu
untersuchenden Eigenschaften der Oberfläche beziehen sich
normalerweise auf Farbe, Textur, Glanz und die dreidimen
sionalen Abmessungen. In der Vergangenheit wurde die Mes
sung der Farbe und die Erfassung der dreidimensionalen In
formation mittels getrennter Meßgeräte an unterschiedlichen
Orten durchgeführt. Aufgrund dieser Vorgehensweise ist die
genaue Zuordnung z. B. von Farbinformation und dreidimensio
naler Information schwierig. Die genaue Zuordnung ist aber
zur verbesserten Analyse der untersuchten Produkte vorteil
haft und wünschenswert.
Im Stand der Technik werden zur Inspektion bewegter Ober
flächen bevorzugt Zeilenkameras verwendet. Im Vergleich zu
Matrixkameras bieten Zeilenkameras folgende Vorteile:
- - einfache Einrichtungen für eine homogene Ausleuchtung der Meßlinie,
- - unproblematische Bewältigung veränderlicher Vorschub geschwindigkeiten, und
- - flexible Anpassung der Bildformate an die Geometrie des Prüflings (Stückgut oder Bahnenware).
Die derzeit bekannten farbtüchtigen Zeilenkameras haben ty
pischerweise eine Länge von ca. 2000 Bildpunkten bei Zei
lenraten von bis zu 10.000 Zeilen pro Sekunde. Mit solchen
Kameras lassen sich nach dem Stand der Technik Farbbilder
hoher Qualität von bewegten Oberflächen gewinnen. Ebenso
Stand der Technik ist die Erfassung des Höhenprofils von
Oberflächen mit strukturiertem Licht. Information über Far
be und Höhenprofil jedoch so zu gewinnen, daß diese paßge
nau übereinstimmen, ist nicht üblich. Insbesondere nicht
für die Inspektion von Oberflächen im Durchlauf.
In der WO 99/58930 A wird ein Gerät beschrieben, welches
auf Triangulation mit strukturiertem Licht basiert und auch
Farbinformationen über das Objekts bereitstellt. Das Objekt
wird aus derselben Richtung abwechselnd sowohl mit struktu
riertem Licht als auch mit homogenem weißen Licht beleuch
tet. Um eine dreidimensionale Messung durchzuführen, werden
bis zu vier Bilder mit einer Matrix-Kamera aufgenommen. Das
Verfahren ist insbesondere zur Vermessung von dreidimensionalen
Objekten gedacht, wie z. B. von Menschen oder Tieren.
Für die automatische Inspektion von (im wesentlichen ebe
nen) Oberflächen im Durchlauf ist es wenig geeignet.
M. Gökstorp und K. Gunnarsson beschreiben in ihrem Artikel
"CMOS Sensors: Smart Sensors yield fast and robust machine
vision" in Laser Focus World, USA PennWell Publishing 36:
101-103, Nr. 2, Februar 2000 eine Anwendung einer 512 × 512
Pixel CMOS Matrixkamera, bei der Farb- und Höheninformatio
nen gleichzeitig aufgenommen werden. Der Sensor enthält
Verarbeitungsschaltungen, mit denen sich Reihen des Sensors
getrennt adressieren und verarbeiten lassen. Bestimmte Zei
len des Matrixsensors dienen der Erfassung von Farbinforma
tion vom Prüfling. Weitere Zeilen des Matrixsensors werden
zum Erfassen eines Laserprofils verwendet, welches zur Hö
henmessung herangezogen wird. Die Farb- und Höhenmessungen
werden von unterschiedlichen Orten des Objekts erhalten.
Eine unmittelbare Passung der beiden Arten von Information
ist nicht gegeben.
DE 196 04 076 A1 beschreibt die Gewinnung von Information
über die Farbe einer Oberfläche (Holz), das Höhenprofil und
die Dichte des Materials (über den Tracheideneffekt). Hier
bei wird die Oberfläche durch einen Laserscanner mit tele
zentrischem Strahlengang beleuchtet. Durch Kombination von
Lasern verschiedener Wellenlänge kann man einen mehrfarbi
gen (z. B. auch weißen) Lichtpunkt erzeugen. Durch Beobach
tung der beleuchteten Oberflächenelemente über den Strah
lengang der Beleuchtung (mit mehreren Fotosensoren) gewinnt
man ein Farbbild der Oberfläche. Durch Beobachtung der be
leuchteten Oberflächenelemente über einen zweiten Strahlen
gang, der gegenüber dem ersten Strahlengang geneigt ist,
gewinnt man simultan die Information über das Höhenprofil
der Oberfläche (Triangulationsverfahren).
Nachteilig ist hierbei, daß der Meßaufbau eine Reihe von
optischen und mechanischen Sonderkomponenten enthält (Poly
gonspiegel, Parabolspiegel, Verlaufsfilter, . . .). Dement
sprechend läßt sich die Meßapparatur schlecht auf verschie
dene Anwendungen anpassen (z. B. auf unterschiedliche In
spektionsbreite oder unterschiedliche Winkelverhältnisse
für die Triangulation). Außerdem läßt sich die Meßapparatur
kaum um weiter "Informationskanäle" erweitern, insbesondere
nicht um einen Durchlichtkanal.
Ausgehend von dem oben beschriebenen Stand der Technik
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
verbessertes Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung zur
automatischen multisensoriellen Inspektion von Oberflächen
zu schaffen, wobei die aus den verschiedenen Sensorkanälen
gewonnene Information (z. B. über Farbe und Höhenprofil der
Oberfläche) paßgenau aufeinander bezogen ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1,
durch eine Vorrichtung nach Anspruch 12, und durch ein Ver
fahren nach Anspruch 24 gelöst.
Die vorliegenden Erfindung schafft ein Verfahren zur auto
matischen Inspektion sich bewegender Oberflächen (118) un
ter Verwendung einer Bilderfassungseinrichtung (106), die
Bilder mit einer durch den Vorschub des Prüflings bestimm
ten oder einer gegebenen Bilderzeugungsfrequenz erzeugt,
und zumindest zwei Strahlungsquellen (102, 104), wobei das
Verfahren folgende Schritte aufweist:
- - Bestrahlen der Oberfläche (118) mit einer Strahlung von einer ersten Strahlungsquelle (102), die bezüglich der Oberfläche (118) in einer ersten geometrischen Ausrich tung angeordnet ist, wobei die Strahlung eine erste Charakteristik aufweist;
- - Erfassen eines ersten Bildes von der Oberfläche (118);
- - Bestrahlen der Oberfläche (118) mit einer Strahlung von einer zweiten Strahlungsquelle (104), die bezüglich der Oberfläche (118) in einer zweiten geometrischen Aus richtung angeordnet ist, wobei die Strahlung eine zwei te Charakteristik aufweist;
- - Erfassen eines zweiten Bildes von der Oberfläche (118); und
- - Bestimmen von Eigenschaften der Oberfläche (118) basie rend auf Informationen aus dem ersten Bild und aus dem zweiten Bild;
- - wobei die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104) derart angesteuert werden, daß dieselben mit der Bilderzeugungsfrequenz der Bilderfas sungseinrichtung (106) synchronisiert sind, so daß die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strahlungs quelle (104) abwechselnd die Oberfläche (118) bestrah len.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zur au
tomatischen Untersuchung sich bewegender Oberflächen, mit:
- - einer ersten Strahlungsquelle (102), die Strahlung mit einer ersten Charakteristik auf die Oberfläche (118) strahlt und die in einer ersten geometrischen Anordnung bezüglich der Oberfläche (118) angeordnet ist;
- - einer zweiten Strahlungsquelle (104), die eine Strah lung mit einer zweiten Charakteristik auf die Oberflä che (118) strahlt und die in einer zweiten geometri schen Ausrichtung bezüglich der Oberfläche angeordnet ist;
- - einer Bilderfassungseinrichtung (106), die Bilder der Oberfläche (118) mit einer gegebenen Bilderfassungsfre quenz erzeugt;
- - einer Steuerungseinheit (108), die wirksam mit der er sten Strahlungsquelle (102), der zweiten Strahlungs quelle (104) und der Bilderfassungseinrichtung (106) verbunden ist, und die die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104) mit der Bilder zeugungsfrequenz der Bilderzeugungseinrichtung (106) derart synchronisiert, daß die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104) die Ober fläche (118) abwechselnd bestrahlen, um abwechselnd ein Bild der Oberfläche (118) basierend auf der Bestrahlung durch die erste Strahlungsquelle (102) und ein Bild der Oberfläche (118) basierend auf der Bestrahlung durch die zweite Bestrahlungsquelle (104) zu erzeugen; und
- - einer Auswertungseinrichtung, die basierend auf Infor mationen der abwechselnd erzeugten Oberflächeneigen schaften der Oberfläche (118) bestimmt.
Die vorliegende Erfindung schafft ferner ein Verfahren zur
multisensoriellen Inspektion sich bewegender Oberflächen
mit einer mehrkanaligen Sensoreinrichtung, die Bilder von
der Oberfläche erzeugt, wobei jedes der erzeugten Bilder
Informationen über die Oberfläche in zumindest einem Kanal
der mehrkanaligen Sensoreinrichtung bereitstellt, wobei die
mehrkanalige Sensoreinrichtung zumindest zwei Bilder bei
unterschiedlichen Bestrahlungsbedingungen erzeugt, wobei
die mehrkanalige Sensoreinrichtung die Bilder synchron mit
einem Bilderzeugungstakt abwechselnd erzeugt.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist die mehrkanalige Sensor
einrichtung eine einzelne farbtüchtigen Kamera ist, und die
Oberfläche wird durch mindestens zwei Beleuchtungseinrich
tungen zur Erzeugung mehrkanaliger Bilder von der Oberflä
che beleuchtet, wobei die Lichtquellen im Zeitmultiplex be
trieben und synchron mit dem Aufnahmetakt der Kamera ab
wechselnd geschaltet werden, wobei die Lichtquellen zusätz
lich durch ihre Farbe (R, G, B) unterschieden werden können
und die Zahl der unterscheidbaren Sensorkanäle damit dem
Produkt aus der Zahl der Zeitschlitze und der Zahl der
Farbauszüge besteht, wobei jedem Sensorkanal eine Kombina
tion aus der Kamera und einer Lichtquelle entspricht und
wobei durch Ausgestaltung und geometrische Anordnung der
Lichtquellen in den verschiedenen Sensorkanälen Information
unterschiedlicher Art über die Oberfläche erfaßt werden
kann, wobei die Information aus den verschiedenen Sensorka
nälen paßgenau aufeinander bezogen ist.
Ziel der vorliegenden Anmeldung ist die Gewinnung multisen
sorieller Information von Oberflächen (insbesondere Farbe
und Höhenprofil) derart, daß auch im kleinen (auf Bild
punktebene) eine exakte Zuordnung der Detailinformation
(insbesondere von Höhenmessungen und Farbbild) möglich ist.
Die Meßapparatur soll einfach zu realisieren sein und damit
gegenüber dem Stand der Technik (Anordnungen mit mehreren
Kameras) nicht nur technische, sondern auch wirtschaftliche
Vorteile bieten.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß vorzugsweise
nur eine einzige (farbtüchtige) Kamera verwendet wird, aber
mehrere Beleuchtungseinrichtungen. Mit jeder Kombination
Kamera/Beleuchtung wird ein anderer Sensor (Sensorkanal)
realisiert, z. B. ein erster Sensor für die Aufnahme eines
Farbbildes mit weißer diffuser Beleuchtung und ein zweiter
Sensor für die Gewinnung von Höheninformation mit Hilfe von
strukturiertem Licht. Die Beleuchtungseinrichtungen werden
synchron zur Bildaufnahmefrequenz der Zeilenkamera (z. B. 10 kHz)
abwechselnd geschaltet. Man betreibt die "Sensoren"
also im Zeitmultiplex.
Die verwendete farbtüchtige Zeilenkamera ist bei genauerem
Hinsehen ein dreikanaliger Sensor. Sie liefert simultan
drei getrennte Bilder, den Rotauszug, den Grünauszug und
den Blauauszug des Farbbildes. Die im Zeitmultiplex betrie
bene Farbkamera mit mehreren Beleuchtungseinrichtungen kann
man deshalb auch als sechskanaligen Bildsensor verstehen -
per Zeitmultiplex wird die Kamera doppelt genutzt (zwei
Zeitschlitze), wobei in jedem Zeitschlitz drei Kanäle (R,
G, B) zur Verfügung stehen. Erweiterbar ist das natürlich
auch auf mehr als zwei Zeitschlitze.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegen
den Erfindung ist der bildgebende Sensor eine Zeilenkamera
oder eine Matrixkamera, und die erste Strahlungsquelle ist
eine Lichtquelle, welche homogenes weißes Licht erzeugt.
Die zweite Strahlungsquelle ist eine Lichtquelle, welche
strukturiertes einfarbiges Licht erzeugt, z. B. der Farbe
rot.
Bei diesem Ausführungsbeispiel werden durch die Kamera im
Zeitmultiplex simultan zwei Bilder erzeugt: ein erstes Bild
aufgrund der Beleuchtung mit homogenem weißen Licht, das
die Information über die Farbe der Oberfläche enthält und
ein zweites Bild aufgrund der Beleuchtung mit strukturier
tem (roten) Licht, das die Höheninformation enthält. Die
beiden Lichtquellen werden synchron mit der Zeilenfrequenz
der Kamera abwechselnd geblitzt. Damit sind die beiden Bil
der in Zeilenrichtung paßgenau aufeinander bezogen, in Vor
schubrichtung aber um einen Zeilenabstand gegeneinander
versetzt. Dieser Versatz in Vorschubrichtung stört im all
gemeinen nicht. Für den Fall, daß eine nochmals verbesserte
Paßgenauigkeit in Vorschubrichtung erwünscht ist, läßt sie
sich durch Interpolation zwischen den Zeilen eines der bei
den Bilder erreichen. Damit erhält man durch das erfin
dungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung
zwei paßgenau aufeinander bezogene Bilder von der Oberflä
che, in denen exakt zugeordnete Information über Farbe und
Höhe der Oberflächenelemente enthalten ist. Als Gewinn ge
genüber dem Stand der Technik wird dadurch eine zuverlässi
gere Analyse der Oberflächeneigenschaften möglich.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegen
den Erfindung besteht der erfindungsgemäße Ansatz darin,
eine einzelne Zeilenkamera und zumindest zwei gepulste
Lichtquellen zu verwenden, um mehrere Informationskanäle
aufzunehmen, wie z. B. Farb- und Höheninformationen. Die
Lichtquellen werden synchron mit der Zeilenfrequenz der
Zeilenkamera gepulst.
Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß
diese es ermöglicht, unterschiedliche Informationsmodalitä
ten bezüglich der zu untersuchenden Oberfläche mit nur ei
ner einzelnen Kamera zu erhalten. Ein weiterer Vorteil be
steht darin, daß diese Informationen, die durch unter
schiedliche Beleuchtungskanäle erhalten wurden, paßgenau
aufeinander bezogen sind, Wiederum ein weiterer Vorteil be
steht darin, daß die erfindungsgemäße Lösung für die In
spektion von Oberflächen im Durchlauf geeignet ist. Ein
weiterer Vorteil besteht darin, daß nur Standardkomponenten
(wie Kameras und LED-Lampen) und keine beweglichen Teile
für die Implementierung des Verfahrens erforderlich sind.
Im Falle der vorliegenden Anmeldung sei unter "Sensor"
nicht der bildgebende Sensor im engeren Sinne (die Kamera)
allein, sondern die Kombination Kamera/Beleuchtung verstan
den. Bei Bildern von einer Farbkamera spricht man i. a. von
"dreikanaligen" Bildern (R, G, B), allgemein von mehrkana
ligen Bildern. Ein bekanntes Beispiel sind die multispek
tralen Bilder von Satelliten.
Bevorzugte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind
in den Unteransprüchen definiert.
Nachfolgend werden anhand der beiliegenden Zeichnungen be
vorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1A eine Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 1B eine schematische Darstellung zur Erläuterung des
erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 eine Darstellung des Bildzeileninhalts einer
Zeilenkamera,
Fig. 3 eine schematische Darstellung des Bildzeilenin
halts einer Zeilenkamera beim Ausführungsbeispiel
aus Fig. 1,
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsge
mäßen Vorrichtung,
Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsge
mäßen Vorrichtung, und
Fig. 6 ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsge
mäßen Vorrichtung.
In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung dargestellt, welches in seiner Ge
samtheit mit dem Bezugszeichen 100 versehen ist.
Die Vorrichtung 100 umfaßt eine erste Lichtquelle 102, eine
zweite Lichtquelle 104 sowie eine Farbzeilenkamera 106.
Ferner ist eine Verarbeitungseinheit 108 vorgesehen, die
einen Prozessor 110, eine Steuerungseinheit 112 sowie eine
Rahmenausleseeinheit 114 umfaßt.
Die erste Lichtquelle 102 beleuchtet eine Untersuchungsli
nie 116 einer Oberfläche 118, die sich in Richtung des
Pfeils 120 bewegt. Ein Weggeber 122 ist vorgesehen, um ein
Positionssignal entsprechend der Position der sich bewegenden
Oberfläche auszugeben. Wie schematisch bei 124 gezeigt,
ist die Oberfläche 118 dreidimensional gekrümmt.
Die erste Lichtquelle 102 und die zweite Lichtquelle 104
sind über eine Steuerungsleitung 126 mit der Steuerungsein
heit 112 der Verarbeitungseinheit 108 verbunden. Die Steue
rungseinheit 112 erfaßt ferner das Ausgangssignal des Weg
gebers 122, mit dem diese über eine Leitung 128 verbunden
ist. Ferner ist die Steuerungseinheit 112 mit der Rahmen
ausleseeinrichtung 114 verbunden, die ihrerseits über die
mit R, G und B bezeichneten Verbindungsleitungen mit der
Kamera 106 verbunden ist. Die Rahmenausleseeinheit 114
liest, unter der Steuerung des Prozessors 110 die drei Rah
men aus, die für jeden Bilderzeugungstakt durch die Kamera
für das rote, grüne und blaue Videosignal erzeugt werden.
Wie durch die von der Kamera 106 ausgehenden, gestrichelten
Linien dargestellt ist, erzeugt diese ein Bild der Untersu
chungslinie 116 von der inspizierten Oberfläche 118.
Die erste Lichtquelle 102 ist derart angeordnet, daß diese
im wesentlichen diffuses Licht auf die Untersuchungslinie
116 abstrahlt. Die zweite Lichtquelle 104 strahlt gerichte
tes, strukturiertes Licht unter einem Winkel bezüglich der
Oberfläche auf die Untersuchungslinie 116 ab. Der Lichtfä
cher der Lichtquelle 104 und der Aufnahmefächer der Zeilen
kamera 106 liegen in derselben Ebene.
Fig. 1A stellt eine allgemeine Übersicht über die erfin
dungsgemäße Vorrichtung dar. Die wichtigsten Komponenten
sind bei diesem Ausführungsbeispiel die farbtüchtige Zei
lenkamera 106 mit den drei Farbkanälen R, G, B; zwei oder
mehr Lichtquellen 102, 104, die in gepulster Art betrieben
werden, um unterschiedliche Modalitäten der untersuchten
Oberfläche oder des untersuchten Objekts zu messen, und die
Steuerungseinheit 112, die die zeilenweise Bildaufnahme mit
der gepulsten Ansteuerung der Lichtquellen 102 und 104 syn
chronisiert.
Die Zeilenkamera 106 ist derart angeordnet, daß diese die
Untersuchungslinie 116 "sieht", welche sich senkrecht zur
Richtung 120 der Bewegung des Objekts erstreckt. Aufgrund
der Ansteuerung 112 wird die Untersuchungslinie 116 wech
selweise durch zwei oder mehrere Lichtquellen in einem Zy
klus von zwei oder mehr Zeitschlitzen beleuchtet.
Der Zyklus der Zeitschlitze und die damit verbundene Tak
tung der Beleuchtung wird, ebenso wie die Auslesung der Ka
mera 106, durch die Steuerungseinheit 112 gesteuert, entwe
der gemäß der Bewegungsinformation vom Weggeber 122, oder
gemäß einer konstanten Rate. Die Rahmenausleseeinrichtung
114, die mit der Steuerungseinheit und mit der Kamera syn
chronisiert ist, überträgt die Daten des erfaßten Zeilen
bildes an den Prozessor 110.
Die Zahl der Zeitschlitze ist nicht auf zwei begrenzt, son
dern richtet sich nach der Zahl der für die jeweilige Meß
aufgabe notwendigen Sensorkanäle. Ein Bild kann bis zu drei
Farbkanäle umfassen, so daß ein Satz von bis zu drei farb
kodierten Beleuchtungssystemen verwendet werden kann, um
innerhalb eines Zeitschlitzes unterschiedliche Modalitäten
der Oberfläche zu erfassen. Mit einem Farbbild (Farbauszüge
R, G, B) ist dabei ein Zeitschlitz voll belegt.
Ein entscheidendes Merkmal der vorliegenden Erfindung be
steht darin, daß die Information aus den unterschiedlichen
Sensorkanälen paßgenau aufeinander bezogen ist. Anhand der
Fig. 1B wird diese Eigenschaft für zwei Beleuchtungssätze
kurz erläutert. In Fig. 1B sind in der linken Hälfte bei
spielhaft zwei Bilder 200 und 202 dargestellt, welche durch
die Kamera 106 in Fig. 1A in einem ersten Zeitschlitz bzw.
in einem zweiten Zeitschlitz aufgenommen wurden. Nachdem
bei dem gezeigten Beispiel nur zwei Beleuchtungssätze vor
handen waren, umfaßt der Zyklus bei diesem Beispiel ledig
lich zwei Bilder. Beispielhaft ist in Fig. 1B in jedem der
Bilder ein schwarzer Fleck auf der Oberfläche gezeigt (Be
zugszeichen 204). Derselbe Fleck ist auch im zweiten Bild
202 vorhanden, jedoch ist dieser gegenüber dem ersten Bild
- aufgrund der Weiterbewegung der Oberfläche - leicht ver
setzt, so daß er mit dem Bezugszeichen 204' versehen ist.
Dieser Versatz zwischen den beiden Bildern ist in der rech
ten Seite der Figur iß bei dem Bezugszeichen 206 darge
stellt. Er entspricht einem Zeilenabstand. Bei typischen
Anwendungsdaten mit einer Zeilenfrequenz von 10 kHz und ei
ner Transportgeschwindigkeit des Prüflings von 3 m/s beträgt
der Versatz also 0.3 mm. Falls die Aufgabe es erfordert,
läßt sich der Versatz zwischen den beiden Bildern noch aus
gleichen, indem man in einem der beiden Bilder zwischen den
Zeilen interpoliert.
Für das erste Bild 200 werden erste Informationen bezüglich
des Fehlers 204 aufgrund der gewählten Aufnahmemodalität
erhalten. Aufgrund der zweiten Aufnahmemodalität werden
weitere Informationen bezüglich des Fehlers 204' im zweiten
Bild 202 erhalten. Wegen der exakten Passung beider Bilder
kann man die beiden Informationsquellen nutzen, um sich
wechselseitig zu ergänzen. Dieser neuartige, durch die vor
liegende Erfindung gelehrte Ansatz ermöglicht die verbes
serte Analyse der Oberflächeneigenschaften.
Als Beispiel dafür sei ein Fall betrachtet, bei dem die zu
untersuchende Oberfläche eine unerwünschte Erhöhung auf
weist. Diese Erhöhung erscheint im ersten Bild 200 als
Fleck, was jedoch noch keine sichere Entscheidung darüber
zuläßt, was für eine Art von Störung auf der Oberfläche
vorliegt. Es kann sich hierbei aufgrund der Aussage bezüg
lich des Bildes 200 um eine Verschmutzung, einen Einschluß
von Fremdpartikeln oder ähnliches handeln. Erst die Infor
mation des zweiten Bildes 202, beispielsweise zur Gewinnung
von höhenrelevanten Informationen, ergibt aufgrund der ge
nauen Passung der beiden Bilder, daß der im ersten Bild er
kannte Fehler eine unerwünschte Überhöhung in der Oberflä
che darstellt. Somit ermöglicht die vorliegende Erfindung
gesicherte Aussagen über bestimmte Fehler zuverlässig zu
treffen.
In Fig. 2 ist ein Beispiel des Inhalts der Bildzeilen einer
Zeilenkamera dargestellt, die mit zwei Zeitschlitzen be
trieben wird. Von links nach rechts in Fig. 2 sind die Pi
xelspalten aufgeführt und von oben nach unten sind die Zei
len aufgeführt, wie dies durch die Begriffe "Pixelspalten"
und "Zeilenindex" verdeutlicht ist. Bei diesem Beispiel
enthält jeder Zeitschlitz alle Informationen, die aus der
Kamera in Fig. 1A ausgelesen werden können: jeder Zeit
schlitz enthält Information aus dem roten, grünen und blau
en Kanal.
Wie aus der obigen Erläuterung der vorliegenden Erfindung
deutlich wird, liegen die Informationen der unterschiedli
chen Meßmodalitäten in den Zeitschlitzen sowohl im Zeitmul
tiplex als auch farbkodiert über die Farbkanäle der Kamera
vor.
Nachfolgend wird anhand der Fig. 1 und der Fig. 3 ein Aus
führungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zur Höhen- und
Farbmessung näher erläutert. Der Meßaufbau aus Fig. 1 kann
verwendet werden, um Höhen- und Farbmessungen unter Verwen
dung von zwei Zeitschlitzen durchzuführen. Während des er
sten Zeitschlitzes wird mittels der zweiten Lichtquelle
104, welche z. B. ein Projektor für strukturiertes Licht
auf der Grundlage eines roten Diodenlasers ist, die Ober
fläche 118 mit einem Linienmuster unter einem Winkel be
strahlt. Die Kamera 106 erfaßt im roten Kanal eine Bildzei
le, die Information über das Linienmuster enthält. Bei die
sem Beispiel bleiben der grüne und blaue Farbkanal unbe
nutzt. Während eines zweiten Zeitschlitzes wird mittels der
ersten Lichtquelle 102, welche bei diesem Ausführungsbei
spiel eine homogene weiße Lichtquelle ist, die Oberfläche
118 mit diffusem Licht beleuchtet, um ein Farbbild auf dem
roten Kanal, dem grünen Kanal und dem blauen Kanal zu er
halten. In Fig. 3 ist die Kamerazeilenreihenfolge, die sich
aus dieser Anordnung ergibt, dargestellt. Ähnlich wie in
Fig. 2 sind dort von links nach rechts die Pixelspalten und
von oben nach unten die Zeilen des Bildes gezeigt. Wie zu
erkennen ist, enthält der Zeitschlitz 1 lediglich Informa
tionen, die auf dem roten Kanal basieren, und der Zeit
schlitz 2 enthält die RGB-Farbinformation.
Die homogene Beleuchtung besteht aus einer oder mehreren
Lichtquellen, die mit der Zeilenfrequenz der Zeilenkamera
gepulst werden können. Die Eigenschaften der Beleuchtungs
einrichtung, wie Farbe und Geometrie, hängen von der Anwen
dung ab. Bei Anwendungen, welche eine Farbanalyse verwen
den, wird typischerweise eine Beleuchtung mit weißem Licht
bevorzugt. Der Projektor für strukturiertes Licht (Lichtquelle
104) ist in der Ebene angeordnet, die durch die op
tische Achse der Kamera 106 und durch die Untersuchungsli
nie 116 aufgespannt ist. Die Entfernung und der Beleuch
tungswinkel des Projektors wird gemäß der erwünschten Auf
lösung und dem erwünschten Bereich der Höhenmessung sowie
gemäß dem Öffnungswinkel und der Größe der Elemente des
projizierten Musters eingestellt.
Ein Laserdiodenmodul mit einer Projektionsoptik wird als
Projektor für strukturiertes Licht bevorzugt. Als Projekti
onsoptik wird eine Beugungsoptik für mehrere Zeilen bevor
zugt, welche eine Anzahl von parallelen kurzen Linien pro
jiziert. Die kurzen projizierten Linien und die Untersu
chungslinie der Kamera stehen senkrecht zueinander und
schneiden einander. Die Kamera "sieht" die Schnittpunkte
als Intensitätsspitzen. Die Positionen der Intensitätsspit
zen enthalten die Höheninformationen (Lichtschnittverfah
ren). Die Abhängigkeit der Höheninformation von der Positi
on der Spitzen wird durch eine Kalibrierung auf ein Objekt
bestimmt, welches eine bekannte dreidimensionale Form auf
weist, z. B. eine geneigte flache Platte.
Ein bekanntes Problem bei der Verwendung des Lichtschnitt
verfahrens mit Hilfe von strukturiertem Licht ist das Kor
respondenzproblem, welches ein Problem der Identifizierung
der einzelnen Elemente des projizierten strukturierten Mu
sters ist. Eine gut eingeführte Lösung, um dieses Problem
zu lösen, besteht darin, einen begrenzten Meßbereich zu ha
ben, so daß jedes Element der strukturierten Beleuchtung
innerhalb eines definierten Rahmens gefunden werden kann,
der für jedes Element definiert ist. In der Praxis wird ein
Bereich, der durch einen minimalen und einen maximalen Ko
ordinatenwert definiert ist, für jedes Element bestimmt.
Der Koordinatenbereich sollte nicht mit einem benachbarten
Bereich überlappen, um Zweideutigkeiten zu vermeiden.
Obwohl damit der Bereich der Höhenmessung beschränkt ist,
kann dieser Bereich leicht verschoben werden, z. B. basie
rend auf einer groben Höhenabschätzung, die aufgrund von
Vorwissen über die Form der zu untersuchenden Oberfläche
erhalten wird, oder aufgrund einer anderen strukturierten
Lichtquelle, welche einen größeren Meßbereich bereitstellt,
jedoch mit niedrigerer Höhenauflösung. Diese Ansätze sind
aufgrund des erfindungsgemäßen Einsatzes, der die Zeitmul
tiplex- und die Farbkodierungseigenschaften verwendet,
leicht zu implementieren.
Nachdem die vorliegende Erfindung exakt registrierte Farb-
und Höheninformation bereitstellt, kann die Farbinformation
verwendet werden, um die Position des untersuchten Objektes
in der Bildzeile zu bestimmen. Auf der Grundlage von Vor
wissen über den Höhenverlauf des Objektes läßt sich diese
Information zur Abschätzung der Höhe des Objektes nutzen.
Dieser Ansatz schafft eine hohe Meßgenauigkeit über einen
breiten Meßbereich.
Eine Erweiterung des Meßbereichs kann auch mit zwei im
Zeitmultiplex betriebenen oder farbkodierten Beleuchtungen
für strukturiertes Licht implementiert werden. Eine solche
Anordnung ist in Fig. 4 gezeigt, welche die erfindungsgemä
ße Vorrichtung gemäß diesem weiteren Ausführungsbeispiel
darstellt. Ähnliche Elemente, die bereits anhand von Fig. 1
beschrieben wurden, weisen dieselben Bezugszeichen auf. Ge
genüber dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 1A umfaßt das in
Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel eine weitere, drit
te Lichtquelle 130, die unter einem weiteren Winkel die Untersuchungslinie
116 bestrahlt. Der dritte Winkel unter
scheidet sich von dem Winkel, unter dem die Lichtquelle 104
abstrahlt. Der erste Projektor 104 schafft eine Höhenmes
sung mit einem großen Meßbereich, jedoch einer groben Auf
lösung. Der zweite Projektor 130 schafft eine verbesserte
Auflösung, jedoch einen geringeren Meßbereich. Die Höhen-
Informationen der ersten Messung können verwendet werden,
um den Meßbereich der zweiten Messung zu verschieben.
Die örtliche Dichte der Elemente des strukturierten Lichtes
beschränkt den Bereich der Höhenmessung. Wenn eine höhere
Dichte erwünscht ist, verringert sich der Meßbereich. Eine
Lösung, um die Dichte zu erhöhen und gleichzeitig den Meß
bereich beizubehalten, ist eine Anordnung mit zwei im Zeit
multiplex betriebenen oder farbcodierten Quellen für struk
turiertes Licht an fast dem gleichen Ort, so daß die beiden
projizierten Muster ineinander verschachtelt sind. Fig. 5
zeigt eine solche Anordnung, bei der, ähnlich wie in Fig.
4, bereits anhand der Fig. 1A beschriebene Elemente die
gleichen Bezugszeichen aufweisen. In Fig. 5 ist zusätzlich
zu der ersten Lichtquelle 104 aus Fig. 1 eine dritte Licht
quelle 104' vorgesehen, wobei das Muster von der Lichtquel
le 104 und das Muster von der Lichtquelle 104' auf der Meß
linie 116 um eine halbe Periode der projizierten Struktur
gegeneinander versetzt sind. Damit verdoppelt man die Zahl
der Strukturelemente auf der Meßlinie und erhöht so die
örtliche Auflösung der Meßwerte für die Höhenmessung.
Ein weiteres Problem beim Lichtschnittverfahren mit struk
turiertem Licht ist der Schattenwurf. Wenn die Neigung der
beobachteten Oberfläche nahe dem Winkel der verwendeten
strukturierten Beleuchtung ist oder diesen überschreitet,
erhält man nur noch spärliche Meßpunkte auf der geneigten
Fläche oder es kommt sogar zur Schattenbildung, wodurch Hö
henmeßwerte völlig fehlen. Ein symmetrischer Aufbau von
zwei im Zeitmultiplex betriebenen oder farbkodierten Pro
jektoren für strukturiertes Licht kann verwendet werden, um
dieses Schattenwurfproblem zu vermeiden. Fig. 6 zeigt eine
solche Anordnung, in der wiederum Elemente, die bereits an
hand der Fig. 1 beschrieben wurden, die gleichen Bezugszei
chen aufweisen. Zusätzlich zu der zweiten Lichtquelle 104
ist eine weitere Lichtquelle 132 vorgesehen, die die Unter
suchungslinie 116 beleuchtet. Die Lichtquellen 104 und 132
sind symmetrisch bezüglich der optischen Achse der Kamera
106 angeordnet.
Abhängig von der Geometrie, der Kameraauflösung und der
Breite der projizierten Linien des strukturierten Lichtes
können die Spitzen, die von einem projizierten Musterele
ment beobachtet werden, eine Breite von mehreren Pixeln in
dem Kamerasensor haben. Spitzen, die von einer homogen dif
fusen Oberfläche reflektiert werden, haben die Form einer
Gauß-Verteilung. Die Position der Spitzen kann unter Ver
wendung dieser Annahme mit einer Sub-Pixel-Genauigkeit ab
geschätzt werden, wodurch die Genauigkeit der Höhenmessung
verbessert wird. Wenn die Oberfläche keine homogene Reflek
tivität an dem Ort der Schnittstelle hat, ist die Gauß-Form
gestört und die Abschätzung der Position auf Grundlage der
Gauß-Form ist nicht genau.
Nachdem die Farb- und Höheninformationen paßgenau zugeord
net sind, können die Farbinformationen, die z. B. von vor
hergehenden oder folgenden Farbbildzeilen erhalten wurden,
im Prinzip zur Korrektur dieser Abschätzung verwendet wer
den. Da aber die Beleuchtungswinkel der homogenen Licht
quelle und der strukturierten Lichtquelle unterschiedlich
sind, kann infolge von schwankenden Glanzeigenschaften der
Oberfläche eine unterschiedliche Rückstreuung des Lichts
von diesen Quellen erfolgen, und eine Korrektur der Spit
zenform erscheint unzuverlässig. Daher besteht die bevor
zugte Ausführung zur Verbesserung der Zuverlässigkeit der
Höhenmessung darin, die Farbinformation zu verwenden, um
solche Höhenmessungen als unzuverlässig zu kennzeichnen,
die an einem Ort mit einem hohen Gradienten an Reflektivi
tät durchgeführt wurden.
In den oben beschriebenen, bevorzugten Ausführungsbeispie
len der vorliegenden Erfindung, wurde als Bilderfassungs
einrichtung eine Zeilenkamera verwendet, die Bildzeilen
synchron mit dem vom Weggeber erfaßten Vorschub der Ober
fläche oder mit einer gegebenen Zeilenfrequenz erzeugt. Die
Synchronisation der gepulsten ersten und zweiten Strah
lungsquellen ist derart, daß diese mit der Zeilenfrequenz
der Zeilenkamera synchron sind, so daß die Strahlungsquel
len abwechselnd gepulst werden.
Anstelle der beschriebenen Ausführungsbeispiele, die eine
Zeilenkamera verwenden, kann die Bilderfassungseinrichtung
durch eine Matrixkamera realisiert sein, die Bilder syn
chron mit dem vom Weggeber erfaßten Vorschub der Oberfläche
oder mit einer gegebenen Frequenz erzeugt. Auch hier ist
die erste Strahlungsquelle und die zweite Strahlungsquelle
mit dem Bildwechsel der Matrixkamera synchronisiert, um ei
ne abwechselnde gepulste Ansteuerung dieser Quellen zu er
möglichen.
Die obigen Ausführungsbeispiele wurden alle anhand von
Lichtquellen als Strahlungsquellen beschrieben, welche
sichtbares Licht als Strahlung erzeugen. Neben dem sichtbaren
Licht sind auch andere Strahlungstypen zur Untersuchung
von Oberflächen und deren Charakteristika einsetzbar, so
daß abhängig von den zu untersuchenden Oberflächen und der
anzuwendenden Aufnahmemodalität, z. B. Durchlicht, auch an
dere Strahlungen als sichtbares Licht zum Einsatz kommen
können, z. B. Infrarot-Strahlung.
Ferner wurden die obigen Ausführungsbeispiele anhand einer
Konfiguration beschrieben, bei der im ersten Zeitschlitz
alle drei Kanäle der Zeilenkamera verwendet werden, und im
zweiten Zeitschlitz nur ein Kanal, im Regelfall der Rot-
Kanal. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf eine
solche Anwendung beschränkt. Bei Nutzung von zwei Zeit
schlitzen und einer farbtüchtigen Kamera mit den 3 Kanälen
R, G und B stehen insgesamt sechs "Sensorkanäle" zur Verfü
gung, die man je nach Anwendung unterschiedlich belegen
kann. Denkbar wäre also eine Anordnung mit sechs getrennten
Beleuchtungseinrichtungen (zwei roten, zwei grünen und zwei
blauen), wobei durch Anordnung und Art der jeweiligen Be
leuchtung unterschiedliche Information von der Oberfläche
erfaßt wird. In den obigen Ausführungsbeispielen wurden
drei Kanäle (eine rote, eine grüne und eine blaue Licht
quelle) zu einer weißen Lichtquelle zusammengefaßt, um die
Farbe der Oberfläche zu ermitteln. Von diesen drei Kanälen
wird ein Zeitschlitz voll belegt. Im zweiten Zeitschlitz
wird Höheninformation erfaßt. Weitere bevorzugte Möglich
keiten zur Nutzung der verfügbaren Sensorkanäle sind Meßan
ordnungen mit einem oder mehreren Kanälen für Durchlicht,
einem oder mehreren Kanälen für eine seitliche Beleuchtung
der zu prüfenden Objekte und/oder einem Kanal für die Nut
zung des "Tracheideneffektes".
Ein Durchlichtkanal entsteht durch Anordnung einer Licht
quelle, die aus Sicht der Kamera unter dem Prüfling liegt.
Im Durchlicht lassen sich Löcher und klaffende Risse der
Oberfläche sicher erkennen. Bei der Prüfung von ganz oder
teilweise transparenten Materialien wie Glas oder Folien
liefert der Durchlichtkanal z. B. Information über Ein
schlüsse oder Schwankungen in der Dicke des Prüflings.
Eine seitliche Beleuchtung strahlt die Oberfläche mehr oder
weniger flach von der Seite an. Unter seitlicher Beleuch
tung lassen sich z. B. bei der Inspektion von Fliesen Kan
tenfehler erkennen oder bei der Prüfung von Holz rinden
freie Waldkanten.
Der Tracheideneffekt tritt bei faserigen Stoffen auf und
ist durch das durch die Fasern kriechende Licht gekenn
zeichnet. Er wird insbesondere bei der Inspektion von Holz
oberflächen genutzt. Man beleuchtet dazu die Oberfläche mit
einer möglichst scharf begrenzten Linie (Laserlinie) quer
zur Transportrichtung der Oberfläche und beobachtet dabei
mit der Zeilenkamera nicht die beleuchtete Linie selbst,
sondern eine parallel dazu liegende Linie in geringem Ab
stand. Dann sieht man bei dichten (z. B. metallischen) Mate
rialien nichts. Bei faserigen Stoffen sieht man aber das
durch die Fasern kriechende Licht. Das ist relativ viel
Licht bei langfaserigem weichem Holz (Nadelholz) und wenig
bei hartem Holz, insbesondere auch bei Ästen in Nadelholz.
Man kann aufgrund dieses Effektes in Nadelholz auch Äste
erkennen, die sich farblich nicht von der Umgebung abheben.
Bei den genannten Ausführungsbeispielen werden, allgemein
gesprochen, sechs Informationskanäle während der zwei Zeit
schlitze bereitgestellt, die abhängig von der durchzufüh
renden Untersuchung individuell belegt sind. Durch Erweiterung
auf mehr als zwei Zeitschlitze läßt sich die Zahl der
Sensorkanäle weiter erhöhen.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Vorrichtung finden neben anderen Anwendungen auch Verwen
dung bei der Holzprüfung, wobei hier alle sechs Informati
onskanäle der Meßeinrichtung ausgenutzt werden. Im ersten
Zeitschlitz wird auf die oben beschriebene Art mittels ei
ner homogenen weißen Lichtquelle ein Farbbild der Oberflä
che erzeugt. Im zweiten Zeitschlitz werden gleichzeitig
drei Lichtquellen, eine rote, eine grüne und eine blaue ge
pulst. Die rote Lichtquelle dient zur Erfassung von Höhen
information und entspricht der in Fig. 1A dargestellten
Lichtquelle 104. Die zweite, grüne Lichtquelle beleuchtet
die Rückseite des Holzes und stellt im Grünkanal der Zei
lenkamera im zweiten Zeitschlitz Durchlichtinformation zur
Erkennung von Löchern und klaffenden Rissen bereit. Der
blaue Kanal liefert über die Nutzung des Tracheideneffekts
Information über die Dichte des Materials.
Diese Beschreibung ist ein Beispiel. In einer anderen Vari
ante kann man z. B. den Durchlichtkanal durch seitliche Be
leuchtungen ersetzen. Insbesondere lassen sich die Zuord
nung der Farben zu den Kanälen natürlich variieren.
Durch die oben beschriebene individuelle Belegung der sechs
Bildkanäle ergeben sich also Freiheiten, die man je nach
Anwendung verschieden nutzen kann. Im folgenden sind drei
Beispiele für diese Nutzung dargestellt:
- - erster Zeitschlitz: dreikanaliges Farbbild (R, G, B). Beleuchtung: weißes Licht (von Leuchtdioden, die sich mit 10 kHz schalten lassen).
- - zweiter Zeitschlitz: Strukturiertes Licht für Höhenmes sung. Beleuchtung: Laserdiode mit Strichgitter. Die Be leuchtung ist einfarbig, z. B. rot. Das Bild belegt also nur einen Kanal im zweiten Zeitschlitz
- - Erster Zeitschlitz: dreikanaliges Farbbild (R, G, B). Beleuchtung: weißes Licht (damit ist der erste Zeit schlitz voll belegt.
- - Zweiter Zeitschlitz:
- - Rotkanal (Farbkanal 1): Strukturiertes Licht für Hö henmessung (z. B. rote Laserdiode mit Strichgitter)
- - Farbkanal 2: Durchlichtbeleuchtung (zur Darstellung von Rissen und Löchern im Holz; Beleuchtung realisiert z. B. mit grünen Leuchtdioden).
- - Farbkanal 3: Tracheideneffekt. Beleuchtung realisiert z. B. mit blauem Laser und Linienoptik.
- - Erster Zeitschlitz: dreikanaliges Farbbild (R, G, B). Beleuchtung: weißes Licht (Auflicht)
- - Zweiter Zeitschlitz: Durchlicht (Farbe oder einfarbig).
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemä
ßen Vorrichtung zur mehrkanaligen Inspektion von Oberflä
chen im Durchlauf wird nur eine farbtüchtige Kamera (Zei
lenkamera oder Matrixkamera) verwendet, aber mindestens
zwei Lichtquellen. Die Lichtquellen werden synchron zum
Aufnahmetakt der Kamera abwechselnd geschaltet, wodurch simultan
mindestens zwei Bilder aufgenommen werden, die paß
genau aufeinander bezogen sind. Je nach Ausgestaltung der
Lichtquellen können die Bilder unterschiedliche Arten von
Information über die Oberfläche enthalten; insbesondere
Farbinformation bei Beleuchtung der Oberfläche mit weißem
homogenen Licht, Information über den Höhenverlauf der
Oberfläche bei Beleuchtung mit strukturiertem Licht (Licht
schnittverfahren) oder Information über die Transparenz der
Oberfläche bei Beleuchtung im Durchlicht.
Claims (25)
1. Verfahren zur automatischen Inspektion sich bewegender
Oberflächen (118) unter Verwendung einer Bilderfas
sungseinrichtung (106), die Bilder mit einer durch den
Vorschub des Prüflings bestimmten oder einer gegebenen
Bilderzeugungsfrequenz erzeugt, und zumindest zwei
Strahlungsquellen (102, 104), wobei das Verfahren fol
gende Schritte aufweist:
Bestrahlen der Oberfläche (118) mit einer Strahlung von einer ersten Strahlungsquelle (102), die bezüglich der Oberfläche (118) in einer ersten geometrischen Ausrichtung angeordnet ist, wobei die Strahlung eine erste Charakteristik aufweist;
Erfassen eines ersten Bildes von der Oberfläche (118);
Bestrahlen der Oberfläche (118) mit einer Strahlung von einer zweiten Strahlungsquelle (104), die bezüg lich der Oberfläche (118) in einer zweiten geometri schen Ausrichtung angeordnet ist, wobei die Strahlung eine zweite Charakteristik aufweist;
Erfassen eines zweiten Bildes von der Oberfläche (118); und
Bestimmen von Eigenschaften der Oberfläche (118) ba sierend auf Informationen aus dem ersten Bild und aus dem zweiten Bild;
wobei die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104) derart angesteuert werden, daß dieselben mit der Bilderzeugungsfrequenz der Bilder fassungseinrichtung (106) synchronisiert sind, so daß die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strah lungsquelle (104) abwechselnd die Oberfläche (118) be strahlen.
Bestrahlen der Oberfläche (118) mit einer Strahlung von einer ersten Strahlungsquelle (102), die bezüglich der Oberfläche (118) in einer ersten geometrischen Ausrichtung angeordnet ist, wobei die Strahlung eine erste Charakteristik aufweist;
Erfassen eines ersten Bildes von der Oberfläche (118);
Bestrahlen der Oberfläche (118) mit einer Strahlung von einer zweiten Strahlungsquelle (104), die bezüg lich der Oberfläche (118) in einer zweiten geometri schen Ausrichtung angeordnet ist, wobei die Strahlung eine zweite Charakteristik aufweist;
Erfassen eines zweiten Bildes von der Oberfläche (118); und
Bestimmen von Eigenschaften der Oberfläche (118) ba sierend auf Informationen aus dem ersten Bild und aus dem zweiten Bild;
wobei die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104) derart angesteuert werden, daß dieselben mit der Bilderzeugungsfrequenz der Bilder fassungseinrichtung (106) synchronisiert sind, so daß die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strah lungsquelle (104) abwechselnd die Oberfläche (118) be strahlen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Bilderfassungs
einrichtung (106) eine Zeilenkamera ist, die Bildzei
len mit einer durch den Vorschub des Prüflings be
stimmten oder mit einer gegebenen Zeilenfrequenz er
zeugt, wobei die erste Strahlungsquelle (102) und die
zweite Strahlungsquelle (104) synchron mit der Zeilen
frequenz der Zeilenkamera abwechselnd gepulst werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Bilderfassungs
einrichtung (106) eine Matrixkamera ist, die Bilder
mit einer durch den Vorschub des Prüflings bestimmten
oder mit einer gegebenen Frequenz erzeugt, wobei die
erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strah
lungsquelle (104) synchron zum Bildwechsel der Matrix
kamera abwechselnd gepulst werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem
die Bilderfassungseinrichtung (106) im wesentlichen
senkrecht beabstandet von der Oberfläche (118) ange
ordnet ist und Bilder von einer Untersuchungslinie
(116) auf der Oberfläche (118) erzeugt, wobei eine
Strahlung von der ersten Strahlungsquelle (102) im we
sentlichen senkrecht auf die Untersuchungslinie (116)
auf der Oberfläche (118) auftrifft, wobei eine Strah
lung von der zweiten Strahlungsquelle (104) unter ei
nem Winkel auf die Untersuchungslinie (116) auf der
Oberfläche (118) auftrifft oder die Rückseite der
Oberfläche (118) in einem Bereich bestrahlt, der der
Untersuchungslinie (116) gegenüberliegt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, mit folgendem Schritt:
Bestrahlen der Oberfläche (118) mit einer Strahlung einer dritten Strahlungsquelle (104'; 130; 132), die bezüglich der Oberfläche (118) in einer dritten geome trischen Ausrichtung angeordnet ist, wobei die zweite Strahlungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle (104'; 130; 132) gleichzeitig angesteuert werden, um die Oberfläche gleichzeitig zu beleuchten,
wobei eine Strahlung von der dritten Strahlungsquelle (130; 132) auf die Untersuchungslinie (116) auf der Oberfläche (118) unter einem Winkel auftritt, der nicht gleich dem Winkel ist, unter dem eine Strahlung von einer zweiten Strahlungsquelle (104) auf der Un tersuchungslinie (116) auftrifft, oder wobei eine Strahlung von der dritten Strahlungsquelle (104') auf die Untersuchungslinie auf der Oberfläche unter einem Winkel auftrifft, der im wesentlichen gleich dem Win kel ist, unter dem eine Strahlung von der zweiten Strahlungsquelle (104) auf der Untersuchungslinie (116) auftrifft, wobei die zweite Strahlungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle (104') zumin dest teilweise unterschiedliche Abschnitte der Unter suchungslinie (116) bestrahlen.
Bestrahlen der Oberfläche (118) mit einer Strahlung einer dritten Strahlungsquelle (104'; 130; 132), die bezüglich der Oberfläche (118) in einer dritten geome trischen Ausrichtung angeordnet ist, wobei die zweite Strahlungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle (104'; 130; 132) gleichzeitig angesteuert werden, um die Oberfläche gleichzeitig zu beleuchten,
wobei eine Strahlung von der dritten Strahlungsquelle (130; 132) auf die Untersuchungslinie (116) auf der Oberfläche (118) unter einem Winkel auftritt, der nicht gleich dem Winkel ist, unter dem eine Strahlung von einer zweiten Strahlungsquelle (104) auf der Un tersuchungslinie (116) auftrifft, oder wobei eine Strahlung von der dritten Strahlungsquelle (104') auf die Untersuchungslinie auf der Oberfläche unter einem Winkel auftrifft, der im wesentlichen gleich dem Win kel ist, unter dem eine Strahlung von der zweiten Strahlungsquelle (104) auf der Untersuchungslinie (116) auftrifft, wobei die zweite Strahlungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle (104') zumin dest teilweise unterschiedliche Abschnitte der Unter suchungslinie (116) bestrahlen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die zweite Strah
lungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle
(104') eine Strahlung mit gleicher Charakteristik er
zeugen.
7. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die zweite Strah
lungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle eine
Strahlung mit unterschiedlicher Charakteristik erzeu
gen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem
die erste Strahlungsquelle (102) eine Lichtquelle ist,
die homogenes weißes Licht erzeugt, und bei dem die
zweite Strahlungsquelle (104) eine Lichtquelle ist,
die strukturiertes Licht erzeugt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die dritte Strah
lungsquelle eine Lichtquelle ist, die strukturiertes
Licht erzeugt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem das erste
Bild Informationen über den Farbverlauf der Oberfläche
(118) enthält, und bei dem das zweite Bild Informatio
nen über den Höhenverlauf enthält.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 10, bei dem
die Oberfläche eine Holzoberfläche ist, wobei drei
Bilder erzeugt werden, wobei das erste Bild von der
Oberfläche ein dreikanaliges Farbbild (R, G, B) ist
und die erste Strahlungsquelle weißes Licht liefert,
wobei das zweite Bild ein einkanaliges Bild ist und
die zweite Strahlungsquelle strukturiertes Licht mit
einer ersten Farbe für eine Höhenmessung liefert, wo
bei das dritte Bild ein weiteres einkanaliges Bild ist
und die dritte Strahlungsquelle mit einer zweiten Far
be eine linienhafte Beleuchtung der Oberfläche zur Er
fassung des Tracheideneffektes liefert.
12. Vorrichtung zur automatischen Untersuchung sich bewe
gender Oberflächen, mit:
einer ersten Strahlungsquelle (102), die Strahlung mit einer ersten Charakteristik auf die Oberfläche (118) strahlt und die in einer ersten geometrischen Anord nung bezüglich der Oberfläche (118) angeordnet ist;
einer zweiten Strahlungsquelle (104), die eine Strah lung mit einer zweiten Charakteristik auf die Oberflä che (118) strahlt und die in einer zweiten geometri schen Ausrichtung bezüglich der Oberfläche angeordnet ist;
einer Bilderfassungseinrichtung (106), die Bilder der Oberfläche (118) mit einer gegebenen Bilderfassungs frequenz erzeugt;
einer Steuerungseinheit (108), die wirksam mit der er sten Strahlungsquelle (102), der zweiten Strahlungs quelle (104) und der Bilderfassungseinrichtung (106) verbunden ist, und die die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104) mit der Bilderzeugungsfrequenz der Bilderzeugungseinrichtung (106) derart synchronisiert, daß die erste Strahlungs quelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104) die Oberfläche (118) abwechselnd bestrahlen, um abwech selnd ein Bild der Oberfläche (118) basierend auf der Bestrahlung durch die erste Strahlungsquelle (102) und ein Bild der Oberfläche (118) basierend auf der Be strahlung durch die zweite Bestrahlungsquelle (104) zu erzeugen; und
einer Auswertungseinrichtung, die basierend auf Infor mationen der abwechselnd erzeugten Bilder Eigenschaf ten der Oberfläche (118) bestimmt.
einer ersten Strahlungsquelle (102), die Strahlung mit einer ersten Charakteristik auf die Oberfläche (118) strahlt und die in einer ersten geometrischen Anord nung bezüglich der Oberfläche (118) angeordnet ist;
einer zweiten Strahlungsquelle (104), die eine Strah lung mit einer zweiten Charakteristik auf die Oberflä che (118) strahlt und die in einer zweiten geometri schen Ausrichtung bezüglich der Oberfläche angeordnet ist;
einer Bilderfassungseinrichtung (106), die Bilder der Oberfläche (118) mit einer gegebenen Bilderfassungs frequenz erzeugt;
einer Steuerungseinheit (108), die wirksam mit der er sten Strahlungsquelle (102), der zweiten Strahlungs quelle (104) und der Bilderfassungseinrichtung (106) verbunden ist, und die die erste Strahlungsquelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104) mit der Bilderzeugungsfrequenz der Bilderzeugungseinrichtung (106) derart synchronisiert, daß die erste Strahlungs quelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104) die Oberfläche (118) abwechselnd bestrahlen, um abwech selnd ein Bild der Oberfläche (118) basierend auf der Bestrahlung durch die erste Strahlungsquelle (102) und ein Bild der Oberfläche (118) basierend auf der Be strahlung durch die zweite Bestrahlungsquelle (104) zu erzeugen; und
einer Auswertungseinrichtung, die basierend auf Infor mationen der abwechselnd erzeugten Bilder Eigenschaf ten der Oberfläche (118) bestimmt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Bilderfas
sungseinrichtung (106) eine Zeilenkamera ist, die
Bildzeilen mit einer durch den Vorschub des Prüflings
bestimmten oder gegebenen Zeilenfrequenz erzeugt, wo
bei die Steuerungseinheit (108) die erste Strahlungs
quelle (102) und die zweite Strahlungsquelle (104)
synchron mit der Zeilenfrequenz der Zeilenkamera ab
wechselnd pulst.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Bilderfas
sungseinrichtung (106) eine Matrixkamera ist, die Bil
der mit einer durch den Vorschub des Prüflings be
stimmten oder gegebenen Frequenz erzeugt, wobei die
Steuerungseinheit (108) die erste Strahlungsquelle
(102) und die zweite Strahlungsquelle (104) synchron
zum Bildwechsel der Matrixkamera abwechselnd pulst.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, bei
der die Bilderfassungseinrichtung (106) im wesentli
chen senkrecht beabstandet von der Oberfläche (118)
angeordnet ist und Bilder von einer Untersuchungslinie
(116) auf der Oberfläche (118) erzeugt,
wobei die erste Strahlungsquelle (102) eine Strahlung
im wesentlichen senkrecht auf die Untersuchungslinie
(116) auf der Oberfläche (118) richtet, wobei die
zweite Strahlungsquelle (104) Strahlung unter einem
Winkel auf die Untersuchungslinie (116) auf der Oberfläche
(118) richtet oder auf einen Bereich der Rück
seite der Oberfläche richtet, der der Untersuchungsli
nie (116) gegenüberliegt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, mit folgendem Merkmal:
einer dritten Strahlungsquelle (104'; 130; 132), die Strahlung auf die Oberfläche (118) strahlt und die in einer dritten symmetrischen Ausrichtung bezüglich der Oberfläche (118) angeordnet ist;
wobei die Steuerungseinheit (108) die zweite Strah lungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle (104', 130, 132) gleichzeitig ansteuert, um die Ober fläche (118) gleichzeitig zu bestrahlen,
wobei die dritte Strahlungsquelle (130, 132) eine Strahlung auf die Untersuchungslinie (116) der Ober fläche (118) unter einem Winkel strahlt, der nicht gleich dem Winkel ist, unter dem die zweite Strah lungsquelle (104) eine Strahlung auf die Untersu chungslinie (118) richtet, oder wobei die dritte Strahlungsquelle (104') eine Strahlung auf die Unter suchungslinie (116) der Oberfläche (118) unter einem Winkel richtet, der im wesentlichen gleich dem Winkel ist, unter dem die zweite Strahlungsquelle (104) Strahlung auf die Untersuchungslinie (116) richtet, wobei die zweite Strahlungsquelle und die dritte Strahlungsquelle zumindest teilweise unterschiedliche Abschnitte der Untersuchungslinie (116) bestrahlen.
einer dritten Strahlungsquelle (104'; 130; 132), die Strahlung auf die Oberfläche (118) strahlt und die in einer dritten symmetrischen Ausrichtung bezüglich der Oberfläche (118) angeordnet ist;
wobei die Steuerungseinheit (108) die zweite Strah lungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle (104', 130, 132) gleichzeitig ansteuert, um die Ober fläche (118) gleichzeitig zu bestrahlen,
wobei die dritte Strahlungsquelle (130, 132) eine Strahlung auf die Untersuchungslinie (116) der Ober fläche (118) unter einem Winkel strahlt, der nicht gleich dem Winkel ist, unter dem die zweite Strah lungsquelle (104) eine Strahlung auf die Untersu chungslinie (118) richtet, oder wobei die dritte Strahlungsquelle (104') eine Strahlung auf die Unter suchungslinie (116) der Oberfläche (118) unter einem Winkel richtet, der im wesentlichen gleich dem Winkel ist, unter dem die zweite Strahlungsquelle (104) Strahlung auf die Untersuchungslinie (116) richtet, wobei die zweite Strahlungsquelle und die dritte Strahlungsquelle zumindest teilweise unterschiedliche Abschnitte der Untersuchungslinie (116) bestrahlen.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, bei der die zweite
Strahlungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle
(130, 132) Strahlung mit gleicher Charakteristik er
zeugen.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16, bei der die zweite
Strahlungsquelle (104) und die dritte Strahlungsquelle
Strahlung unterschiedlicher Charakteristik erzeugen.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, bei
der die erste Strahlungsquelle (102) eine Lichtquelle
ist, die homogenes weißes Licht erzeugt, und bei der
die zweite Strahlungsquelle (104) eine Lichtquelle
ist, die strukturiertes Licht erzeugt.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, bei der die dritte
Strahlungsquelle eine Lichtquelle ist, die struktu
riertes Licht erzeugt.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, bei der das er
ste Bild Informationen über den Farbverlauf der Ober
fläche (118) enthält, und bei der das zweite Bild In
formationen über den Höhenverlauf enthält.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 21, bei
der die Strahlungsquellen durch LED-Bauelemente oder
Laserdioden-Bauelemente gebildet sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 22, bei
der die Oberfläche eine Holzoberfläche ist, wobei drei
Bilder erzeugt werden, wobei das erste Bild von der
Oberfläche ein dreikanaliges Farbbild (R, G, B) ist
und die erste Strahlungsquelle weißes Licht liefert,
wobei das zweite Bild ein einkanaliges Bild ist und
die zweite Strahlungsquelle strukturiertes Licht mit
einer ersten Farbe für eine Höhenmessung liefert, wo
bei das dritte Bild ein weiteres einkanaliges Bild ist
und die dritte Strahlungsquelle mit einer zweiten Far
be eine linienhafte Beleuchtung der Oberfläche zur Er
fassung des Tracheideneffektes liefert.
24. Verfahren zur multisensoriellen Inspektion sich bewe
gender Oberflächen mit einer mehrkanaligen Sensorein
richtung, die Bilder von der Oberfläche erzeugt, wobei
jedes der erzeugten Bilder Informationen über die
Oberfläche in zumindest einem Kanal der mehrkanaligen
Sensoreinrichtung bereitstellt, wobei die mehrkanalige
Sensoreinrichtung zumindest zwei Bilder bei unter
schiedlichen Bestrahlungsbedingungen erzeugt, wobei
die mehrkanalige Sensoreinrichtung die Bilder synchron
mit einem Bilderzeugungstakt abwechselnd erzeugt.
25. Verfahren nach Anspruch 24, bei der die mehrkanalige
Sensoreinrichtung eine einzelne farbtüchtigen Kamera
ist, und wobei die Oberfläche durch mindestens zwei
Beleuchtungseinrichtungen zur Erzeugung mehrkanaliger
Bilder von der Oberfläche beleuchtet wird, wobei die
Lichtquellen im Zeitmultiplex betrieben und synchron
mit dem Aufnahmetakt der Kamera abwechselnd geschaltet
werden, wobei die Lichtquellen zusätzlich durch ihre
Farbe (R, G, B) unterschieden werden können und die
Zahl der unterscheidbaren Sensorkanäle damit dem Pro
dukt aus der Zahl der Zeitschlitze und der Zahl der
Farbauszüge besteht, wobei jedem Sensorkanal eine Kom
bination aus der Kamera und einer Lichtquelle ent
spricht und wobei durch Ausgestaltung und geometrische
Anordnung der Lichtquellen in den verschiedenen Sen
sorkanälen Information unterschiedlicher Art über die
Oberfläche erfaßt werden kann, wobei die Information
aus den verschiedenen Sensorkanälen paßgenau aufeinan
der bezogen ist.
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