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Kurzzeitmesser mit veränderlicher Ubersetzung zwischen Antrieb und
Anzeige Die Erfindung bezieht sich auf einen Kurzzeitmesser mit veränderlicher Übersetzung
zwischen Antrieb und Anzeige und entsprechend unterschiedlich geteilterAnzeigeskala.
Derartige Vorrichtungen finden meist für Haushaltszwecke Verwendung. Gerade hier
benötigt man Zeitmeßeinrichtungen, die einerseits für einen kurzen Zeitabschnitt,
z. B. beim Eierkochen, eingerichtet sind und eine verhältnismäßig genaue Anzeige
ermöglichen. Andererseits ist für Speisen mit längerer Kochzeit ein Gerät mit verhältnismäßig
langer Zeitablaufdauer notwendig. Um eine genaue Ablesung selbst kleinster Zeiteinheiten
bei verhältnismäßig langer Ablaufdauer zu ermöglichen, hat man bereits Geräte verwendet,
bei denen ein ungleich geteiltes Zifferblatt verwendet wird. Die entsprechende Anzeige
wird hierbei durch zwei exzentrisch ineinandergreifende Zahnräder erreicht. Eine
derartige Zeitanzeige hat jedoch den Nachteil, daß jeder Bereich vom anderen unterschiedlich
ist, wodurch vor allem eine Ablesung von Zwischenwerten erheblich erschwert wird.
Außerdem kommt hinzu, daß die Herstellung von exzentrischen Zahnrädern verhältnismäßig
schwierig ist und auch erhebliche Kosten verursacht, da keine sonst üblichen, genormten
Teile Verwendung finden können. Es ist zwar bekannt, den letztgenannten Nachteil
zu vermeiden, indem man an Stelle von exzentrisch geformten Zahnrädern exzentrische
Stifte verwendet, die in geschlitzte Scheiben eingreifen. Jedoch sind derartige
Kurzzeitmesser vor allem beim Antrieb von Normaluhrwerken nicht geeignet, da erhebliche
Reibungskräfte auftreten, die je nach der Lage der einzelnen Teile zueinander sehr
unterschiedlich sind und somit den gleichmäßigen Gang des Uhrwerkes beeinträchtigen.
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Um die Nachteile der bekannten Ausführungsformen zu vermeiden, werden
erfindungsgemäß Kupplungsräder von unterschiedlichem Durchmesser und nacheinander
mit diesen in Eingriff kommende Kreissegmente verwendet, wodurch sprunghaft sich
ändernde Anzeigebereiche erhalten werden. Dabei ergibt sich der Vorteil, daß die
einzelnen Bereiche völlig gleichmäßig geteilt sind, so daß eine Ablesung vor allem
durch ungeübte Personen bedeutend erleichtert wird. Hinzu kommt, daß Zahnräder üblicher
Ausführungsformen verwendet werden können, wodurch eine Verbilligung des Gesamtgerätes
erzielt wird.
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Die Kupplungsräder sind zweckmäßig auf der Antriebsachse und die Kreissegmente
auf der Zeigerachse angeordnet. Dadurch wird erreicht, daß der Kurzzeitmesser für
beliebige Zeiteinheiten eingestellt werden kann. Vorzugsweise sind die Segmente
federnd nachgiebig miteinander verbunden, so daß sich bei dem Übergang vom Eingriff
des einen Segments zu dem des anderen keine Verklemmungen od. dgl. ergeben. Die
Segmente sind in bezug aufeinander einstellbar, um die Zeitdauer beim Übergang von
einem Segment zum anderen beliebig wählen zu können. Damit jedoch trotzdem jeweils
ein einwandfreier Übergang erfolgt, stehen die Segmente vorzugsweise unter Federspannung.
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Die Zeichnung zeigt in teilweise schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Es stellen dar Fig. 1 eine Ansicht der Kupplungsräder zwischen Stundentrieb-
und Einstellzeigerwelle des Uhrwerkes mit Kurzzeitmesser, von der Schnittlinie I-1
der Fig. 2 aus gesehen, Fig. 2 eine Ansicht senkrecht zu der nach Fig. 1, Fig. 3
eine Darstellung entsprechend Fig. 1, jedoch mit anderer Lage der Segmente, Fig.4
eine vergrößerte Darstellung der Anzeigeskala.
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Auf der Welle 1 eines nicht dargestellten Uhrwerkes sind zwei Zahnräder
2, 3 von verschiedenem Durchmesser angeordnet. Die Welle 1 ist mit der Stundenwelle
des Uhrwerkes durch eine ebenfalls nicht gezeigte Rutschkupplung verbunden. Zum
Eingriff in die Zahnräder 2 und 3 sind die entsprechend ausgebildeten Zahnsegmente
4 und 5 bestimmt. Diese werden von einer gemeinsamen Welle 6 aufgenommen, die den
Einstellzeiger 7 trägt. Dieser Zeiger bewegt sich über die Skala 8, welche in Fig.
4 vergrößert dargestellt ist. Die Befestigung der Segmente 4 und 5 auf der Welle
6 erfolgt mittels einer Buchse 9, welche aus elastischem Material besteht, so daß
die Segmente federnd nachgiebig miteinander verbunden sind. Um die einwandfreie
Fortschaltung der Segmente 4 und 5 zu gewährleisten, ist noch eine Feder 10 vorgesehen,
welche die Segmente in Pfeilrichtung 1i zu bewegen versucht.
Der
Arbeitsgang läuft folgendermaßen ab: Mittels des Zeigers 7 oder eines nicht dargestellten
sonstigen Organs werden die Segmente 4 und 5 entgegen der Pfeilrichtung 11 geschwenkt
und auf die gewünschte Ablaufzeit eingestellt. Die entgegen der Drehrichtung 12
des Uhrwerkes erfolgende Bewegung der Zahnräder 2 und 3 wird durch die nicht dargestellte
Rutschkupplung ermöglicht. Wenn der volle Zeitablauf eingestellt ist, befindet sich
das Segment 4 außer Eingriff mit dem Zahnrad 2, während das Segment 5 mit seinem
vorderen Ende 13 am Zahnrad 3 anliegt.
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Bei der nun vom Uhrwerk aus erfolgenden Bewegung der Zahnräder 2 und
3 entsprechend der Pfeilrichtung 12 wird -das Segment 5 in Pfeilrichtung 11 bewegt.
Durch die elastische Verbindung zwischen den Segmenten 4 und 5 bewegt sich das Segment
4 in gleicher Richtung wie das Segment 5. In der in Fig. 3 gezeigten Stellung erfolgt
der Übergang des Antriebes vom Segment 5 auf das Segment 4. Sobald das Segment 5
außer- Eingriff mit dem Zahnrad 3 kommt, werden beide Segmente durch die Kraft der
Feder 10 weiter in Pfeilrichtung 11 bewegt, bis das Segment 4 am Zahnrad 2 anliegt
und die gleiche Bewegung, nur mit entsprechend größerer Geschwindigkeit, erfolgt.
In Fig. 1 ist der Eingriff des Segments 4 in das Zahnrad 2 mit ausgezogenem Strich
dargestellt, während die gestrichelte Abbildung den Endzustand zeigt. Sobald nämlich
das Segment 4 vom Zahnrad 2 frei wird, bewegt die Feder 10 beide Segmente weiter
nach unten, so daß das Segment 5 am Hebel 14 anschlägt. Der Hebel 14 wird durch
die Feder 15 in seiner ausgezogen gezeichneten Normalstellung gehalten. In der gestrichelt
dargestellten Lage bewirkt er entweder einen Kontakt zur Auslösung eines Weckerwerkes
oder schlägt direkt an eine Glockenschale an. Aus der in Fig. 4 dargestellten Skala
8 ist deutlich zu erkennen, daß die einzelnen Bereiche unter sich gleichmäßig aufgeteilt
sind und eine besonders gute Ablesung der Werte der ersten Zeiteinstellung möglich
ist. An Stelle von Zahnradgetrieben können auch Reibradkonstruktionen benutzt werden.