DE10062106A1 - Offenend-Spinnvorrichtung mit einem aerostatischen Axiallager - Google Patents
Offenend-Spinnvorrichtung mit einem aerostatischen AxiallagerInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Offenend-Spinnvorrichtung mit einem Spinnrotor, wobei das dem Rotortopf des Spinnrotors gegenüberliegende Ende des Schafts durch ein aerostatisches Axiallager mit einem Luftspalt abgestützt ist, bei dem die in den Luftspalt eingeführte Luft eine vorgeschaltete Drosselvorrichtung (2) passiert. Erfindungsgemäß weist die Drosselvorrichtung (2) eine Vielzahl von Mikrolöchern (4) zum Einstellen der dem Luftspalt zugeführten Luftmenge auf. Dadurch können selbst kleinste Luftmengen reproduzierbar in den Luftspalt des Axiallagers zugeführt werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Offenend-Spinnvorrichtung mit einem aerostati
schen Axiallager für den Schaft eines Spinnrotors, bei dem durch eine vor
geschaltete Drosselvorrichtung Luft in einen Luftspalt eingeleitet wird, sowie
eine solche Lagervorrichtung eines aerostatischen Axiallagers und Verfahren
zur Herstellung einer Drosseleinrichtung.
Bei einer bekannten Offenend-Spinnvorrichtung (EP 0 435 016 B1) wird der
Schaft eines Spinnrotors an einem aerostatischen Axiallager, das als Ge
genlager für den Schaft wirkt, abgestützt. Dabei wirkt eine auf einer Lager
platte ausgebildete Lagerfläche mit dem Ende des Schaftes zusammen.
Zwischen Lagerfläche und Schaftende wird ein Luftspalt aufrechterhalten,
indem durch Bohrungen in der Lagerplatte Luft in den Lagerspalt eingeleitet
wird. Der Lagerplatte ist eine Drosselvorrichtung vorgeschaltet oder in die
Lagerplatte integriert, mit der der Luftstrom in den Lagerspalt gedrosselt und
somit eingestellt wird. Dieses Luftlager hat sich bei den bisherigen Betriebs
bedingungen, mit denen der Spinnrotor betrieben wird, bewährt. Es besteht
jedoch ein Bedarf für noch höhere Drehzahlen des Spinnrotors, die eine
noch stärkere Belastung des Axiallagers verursachen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Offenend-Spinnvorrichtung mit ei
nem aerostatischen Axiallager für den Schaft eines Spinnrotors, eine Lager
vorrichtung hierfür und Verfahren zur Herstellung einer Drosselvorrichtung
für das Axiallager vorzusehen, so daß die Belastbarkeit des aerostatischen
Axiallagers unter Dauerbetrieb noch weiter erhöht werden kann.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. 35 gelöst. Ein
Verfahren zur Herstellung einer Drosseleinrichtung ist im Anspruch 38, 44
bzw. 48 angegeben.
Bei einer Offenend-Spinnvorrichtung mit den Merkmalen gemäß dem Ober
begriff des Anspruchs 1 wird die in den Luftspalt des aerostatischen Axialla
gers eingeleitete Luftmenge, d. h. der Luftdurchsatz, mittels einer Vielzahl
von Mikrolöchern in der Drosselvorrichtung eingestellt. Die Lagervorrichtung
des aerostatischen Axiallagers ist dabei regelmäßig das Gegenlager für die
Stirnseite des Rotorschaftes, in dem die Lagerfläche ausgebildet ist, die mit
der Stirnseite des Rotorschaftes zusammenwirkt. Die Lagervorrichtung kann
dabei beispielsweise als austauschbare Lagerplatte oder als Lagerblock
ausgebildet sein, die in ein Lagergehäuse eingebaut werden, welches wie
derum mit einem Druckluftanschluß versehen ist.
Gegenüber einem herkömmlich gebohrten Loch ist die durch ein Mikroloch
strömende Luftmenge erheblich reduziert. Eine Bohrdurchmesserabwei
chung in einem einzigen, herkömmlichen Bohrloch wirkt sich unmittelbar ent
sprechend auf die Durchflußmenge aus, während sich die Bohrabweichun
gen bei einer Vielzahl von Löchern gegenseitig herausmitteln, so daß sich
die durch die Mehrzahl der Mikrolöcher strömende Durchflußmenge addiert
und der Vorgabewert der Luftströmung genauer eingehalten wird. Ohne
Wechsel des Bohrwerkzeugs kann durch Erhöhen oder Verringern der An
zahl der Mikrolöcher in der Drosselvorrichtung die für jede Drosselvorrich
tung vorgesehene Durchströmungsmenge eingestellt werden. Auch aus der
EP 0 435 016 B1 ist das Vorsehen einer Vielzahl von herkömmlichen Lö
chern bekannt, wobei sich jedoch die gesamte in den Luftspalt eintretende
Luftmenge erhöht und die Spaltbreite durch die erhöhte Luftströmung zu
nimmt, was eine Verringerung der Lagersteifigkeit zur Folge hat. Dagegen
kann trotz der Vielzahl von Mikrolöchern die Gesamtströmungsmenge in
dem Luftspalt gering gehalten werden, wodurch auch der Lagerspalt minimal
gehalten werden kann. Aufgrund des minimalen Luftspalts erhöht sich die
Steifigkeit des Axiallagers, da sich die komprimierbare Luftmenge verringert.
Dadurch können Eigenschwingungen des Rotors in axialer Richtung unter
drückt werden.
Weiterhin führt die Minimierung des Luftdurchsatzes durch die Drosselvor
richtung dazu, daß an der Spinnvorrichtung der Druckluftverbrauch erheblich
reduziert werden kann, was die Energiekosten und somit die Produktionsko
sten verringert.
Durch die flächige Verteilung der Mikrolöcher über die Lagerfläche des
Axiallagers wird verhindert, daß bei nicht paralleler Ausrichtung der Lagerflä
che zur Stirnfläche des Rotorschaftes die durch die Drosselvorrichtung ein
geleitete Luft in Richtung des breiter werdenden Spaltes entweicht, ohne
daß im Bereich der Engstelle des Luftspalts Luft zugeführt wird. Ein unter
schiedlich breiter Luftspalt kann z. B. dann entstehen, wenn der Spinnrotor
ausgetauscht wird oder die Lagervorrichtung des Axiallagers ausgetauscht
oder neu installiert wurde. Durch die flächige Verteilung der Mikrolöcher wird
auch in Bereiche, in denen die Spaltbreite verringert ist, die zur Ausbildung
des Luftspalts notwendige Luftmenge eingeleitet und so die gewünschte
Luftlagerung gewährleistet. Ebenso wird durch die flächige Verteilung der
Mikrolöcher nach einer kurzzeitigen, starken Axialbelastung des Spinnrotors,
bei der die Luft aus dem Luftspalt weitgehend verdrängt wurde, der Luftspalt
durch das verteilte Einströmen der Luftmenge gleichmäßig wieder herge
stellt. Gleichzeitig erfolgt durch die gleichmäßige Verteilung die Einstellung
der stationären Luftspaltbreite schneller und ohne Spaltbreitenschwankun
gen durch Einpendeln des Luftdrucks.
Bei Stillstand des Spinnrotors breitet sich die durch jedes Mikroloch einströ
mende Druckluft rotationssymmetrisch um das Loch aus. Bei Drehung des
Spinnrotors erfolgt zusätzlich eine Verteilung der Luft in Drehrichtung, wobei
diese Verteilung von der Umfangsgeschwindigkeit, das heißt von der Drehzahl
des Spinnrotors und von der Entfernung des Mikrolochs zur Drehachse,
abhängt. Weiterhin bewirkt die Fliehkraft eine radiale Komponente der Luft
strömung und die außen eingeleitete Druckluft wird durch die innen einge
leitete verdrängt. Diese Luftausbreitungsströmungen bewirken einen unge
fähr spiralbahnförmigen Verlauf der Luftverteilung außerhalb der Rotations
mitte mit zunehmendem Querschnitt, so daß die flächige Verteilung der
Druckluft sowohl durch ein radiales Versetzen der Mikrolöcher als auch
durch einen Versatz in Kreisumfangsrichtung optimiert wird. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Verteilung der Mikrolöcher sind ein spiralbahnförmiges
Anordnen der Mikrolöcher, wobei die Spiralbahn entgegen der Drehrichtung
orientiert ist, oder eine strahlenförmige Ausrichtung der Mikrolöcher von der
Drehachse ausgehend.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Querschnitt des
Mikrolochs im Bereich der Austrittsseite vergrößert, so daß kleine Partikel,
die bei Betrieb des Lagers oder während der Herstellung der Drosselvor
richtung in ein Mikroloch eindringen, durch die durchströmende Luft leichter
wieder aus dem Mikroloch entfernt werden können. Somit gelangen die Ver
unreinigungspartikel nach dem Eindringen in das Mikroloch nicht bis zu dem
für die Drosselung notwendigen kleinsten Querschnitt und können sich dort
nicht festsetzen. Die Querschnittszunahme zur Austrittsseite hin kann dabei
stufig oder kontinuierlich erfolgen.
Durch Erweiterung des Querschnitts des Mikrolochs im Eintrittsbereich kön
nen Verunreinigungen der Drosselvorrichtung nach der Ausbildung der Lö
cher und gegebenenfalls der Oberflächenbearbeitung der Eintrittsseite
leichter entfernt werden.
Herstellungstechnisch ist es vorteilhaft den kleinsten Querschnitt des Mikro
lochs nur auf einen kleinen Tiefenbereich des Mikrolochs insgesamt zu be
schränken, da dann nur über diesen kleinen Tiefenbereich das Mikroloch
präzise und mit definiertem Querschnitt ausgebildet werden muß. Insbesondere
beim Laserbohren der Mikrolöcher ist dieses aufgrund des (Gausschen-)
Fokussierungsfeldes vorteilhaft. Dabei verjüngt sich zunächst der Bohr
querschnitt von der Eintrittsseite des Laserstrahls her, im Fokus in einer be
stimmten Bohrtiefe wird der vorgegebenen Mindestquerschnitt erreicht und
zur Austrittsseite des Bohrlochs weitet sich der Bohrquerschnitt wieder auf.
Bei einer weiteren Ausgestaltung ist die Eintrittsseite des Mikrolochs mit ei
nem Luftreservoir verbunden, aus dem die Luft für den Luftspalt entnommen
wird. Das Luftreservoir selbst ist nicht unmittelbar mit einer Druckluftleitung
verbunden. Bei einer porösen Struktur eines porösen Materials stellt z. B. ein
Porenhohlraum ein solches Reservoir dar, das über in der porösen Struktur
verteilte Luftkanäle die Luft aus der Druckluftleitung zuführt. Die Mikrolöcher
können dabei in eine verdichtete Oberflächenschicht des porösen Materials
oder in eine versiegelnde Beschichtung, wie z. B. eine Metall-, Keramik- oder
Halbleiterbeschichtung, gebohrt werden. Ebenso können die Mikrolöcher in
einer dünnen Folie vorgesehen werden, die auf dem porösen Material als
Stützmaterial aufgebracht wird.
Bei einer weiteren Ausgestaltung wird ein Block oder eine Platte oder der
gleichen als Stützstruktur verwendet, bei denen Löcher oder Ausnehmungen
mit größerem Querschnitt vorgesehen sind, die die Stärke der Stützstruktur
bis auf einen kleinen Tiefenbereich einseitig oder zweiseitig erweitern, wobei
nur in einem kleinen Tiefenbereich die Mikrolöcher zur Ausbildung des Luft
durchgangs ausgebildet werden. Gemäß einer Ausgestaltung dient ein mit
größeren Löchern oder Ausnehmungen versehener Block oder eine Platte
als Stützstruktur zum Aufnehmen einer Folie mit Mikrolöchern, die dann als
Drosselvorrichtung wirkt.
Ist bei dem Lagerpaar aus Lagerfläche in der Lagervorrichtung und der
Stirnseite des Rotorschaftes auf einer Lagerseite eine Mulde ausgebildet, die
rotationssymmetrisch zur Drehachse ist, so wird der Spinnrotor durch die
dauernd anliegende Axialkraft in Richtung Lagervorrichtung axial zentriert.
Damit wird die Laufruhe des Spinnrotors weiter verbessert.
Wie in der EP 0 435 016 B1 beschrieben, bilden bei einer vorteilhaften Aus
gestaltung die Lagerplatte mit der darin ausgebildeten Lagerfläche und die
Stirnseite des Schaftes eine reibungsarme Werkstoffpaarung. Dabei wirkt die
Werkstoffpaarung bei einer extremen axialen Belastung des Spinnrotors,
während der die Luft aus dem Luftspalt verdrängt wird, als ein komplementä
res Lagerpaar, das bei direkter Berührung eine geringe Reibung aufweist
und eine Beschädigung vermeidet, die zur Einstellung des Spinnbetriebes
zwingen würde.
Weiterhin kann bei der reibungsarmen Werkstoffpaarung als ein Material des
Werkstoffpaares ein hochwarmfester Kunststoff verwendet werden, wie z. B.
Polyimid oder Kevlar. Bei diesem hochtemperaturbeständigen Kunststoff
wird bei der Berührung des Schaftes eine elastische Dämpfung bewirkt und
andererseits widersteht der hochtemperaturfeste Kunststoff den hohen
Temperaturen, die durch die Luftreibung im Luftspalt erzeugt wird.
Zur Reibungsverringerung wird einem oder beiden Materialien des Werk
stoffpaares, vorzugsweise dem hochwarmfesten Kunststoff ein Zusatz bei
gemischt werden, der beispielsweise in Matrixform in dem Material des
Werkstoffpaares gebunden ist, so daß die Reibung nach oder bei einer Be
rührung noch weiter reduziert wird. Reibungsreduzierende Beimischungen
sind z. B. Graphit, Teflon oder Molybdänsulfid.
In der Lagervorrichtung des aerostatischen Axiallagers der Offenend-
Spinnvorrichtung, wie sie oben beschrieben wurde, ist es besonders vorteil
haft, die Lagervorrichtung und die Drosselvorrichtung einteilig auszubilden.
Dieses einteilig ausgebildete Element kann dabei z. B. ein Lagerblock oder
eine Lagerplatte oder dergleichen sein. Hierbei münden die Austrittsseiten
der Mikrolöcher unmittelbar in die Lagerfläche des Axiallagers, so daß ein
minimales Luftvolumen zwischen dem Luftspalt und dem begrenzenden
Querschnitt des Mikrolochs zur Verfügung steht. Bei einer axialen Belastung
des Spinnrotors kann damit die Luft aus dem Luftspalt nicht oder nur ge
ringfügig in die Mikrolöcher zurückweichen und wird überwiegend im
Luftspalt gehalten, so daß die Steifigkeit des Axiallagers maximiert wird.
Wenn bei der Werkstoffpaarung des Axiallagers ein Materialverschleiß auf
Seiten der Lagervorrichtung auftritt, ist es besonders vorteilhaft, wenn der
luftbegrenzende Querschritt des Mikrolochs in einer Tiefe der Lagervorrich
tung ausgebildet ist, die unterhalb der Verschleißtiefe von der Lagerfläche
her gesehen liegt. Dabei ist der Lochquerschnitt von der Luftaustrittsseite her
größer als der luftdurchsatzbeschränkende und -einstellende Querschnitt
des Mikrolochs, so daß die Luftströmung bei verschleißbedingtem Kürzer-
werden des Lochs wegen des nahezu gleichbleibenden Strömungswider
standes unverändert bleibt.
Bei einer weiteren Ausgestaltung ist die Drosselvorrichtung als Einsatz in die
Lagervorrichtung eingesetzt, wobei vorteilhafterweise eine Seitenfläche der
Drosselvorrichtung als Gegenlagerfläche für das Axiallager ausgebildet ist.
Durch die Ausbildung als Einsatz können die Mikrolöcher in der Drosselvor
richtung leichter hergestellt werden, da die Ausdehnung der Drosselvorrich
tung in die Tiefe, z. B. bei Verwendung einer Platte oder Folie klein gehalten
werden kann, was das Bohren der Mikrolöcher begünstigt.
Gemäß einem Verfahren zur Herstellung der Mikrolöcher in der Drosselvor
richtung wird ein Laserstrahl eingesetzt. Zur Verringerung der thermischen
Belastung des Bohrens wird ein gepulster Laserstrahl verwendet, der beim
Materialabtrag ein Plasma erzeugt, das das Material auch aus der Tiefe des
Bohrlochs abtransportiert. Weiterhin wird kurzwelliges Laserlicht verwendet,
das die Abbildungsgenauigkeit, d. h. den minimal möglichen Bohrlochquer
schnitt, und die Präzision des Bohrlochs begünstigt. Weiterhin ist dabei die
Plasmaausbildung zum Materialabtrag gegenüber der thermischen Belastung
des zu bohrenden Materials erhöht. Wird während des Bohrens der
Abstand zwischen Laserstrahloptik und zu bohrendem Drosselmaterial kon
stant gehalten, so wird das fokussierte oder parallelisierte Strahlprofil in
Längsrichtung beim Lochbohren im Material abgebildet, wobei der Eintritts-
und/oder Austrittsbereich des Mikrolochs gegenüber dem kleinsten Quer
schnitt aufgeweitet ist. Dies bietet die oben beschriebenen Vorteile.
Wird die Drosselvorrichtung als Einsatz der Lagervorrichtung vorgeschaltet,
so kann während des Bohrvorgangs der Abstand zwischen Laserstrahloptik
und zu bohrenden Material verkürzt werden, so daß der Bohrquerschnitt
konstant gehalten wird. Dabei wird die Genauigkeit des einzustellenden
Luftmengendurchsatzes verbessert.
Gemäß einem weiteren Herstellungsverfahren für Mikrolöcher können diese
auch nach dem photolithographischen Ausbilden einer Maske in das Material
der Drosselvorrichtung geätzt werden. Vorzugsweise werden hier dünne Fo
lien oder Dünnschichten verwendet, so daß die Tiefe des auszubildenden
Lochs beschränkt ist. Das Verhältnis zwischen Tiefe und Durchmesser des
geätzten Lochs kann verbessert werden, wenn beim anisotropen Ätzen eines
kristallinen Materials oder eines strukturmäßig orientierten Materials, z. B.
einem beschichteten Kunststoffmaterial, die Ätzselektivität in die Tiefe we
sentlich höher ist, als in die Breite. Ein Unterätzen der Ätzmaske ist hier von
Vorteil, um den verbreiteten Austritts- oder Eintrittsquerschnitt vorzusehen.
Gegenüber dem konventionellen Bohren ist bei den beschriebenen Bohr
verfahren kein Wechsel des Bohrwerkzeugs erforderlich, da kein Verschleiß
während des Bohrens stattfindet. Damit werden die Bohrspezifikationen re
produzierbar eingehalten und die tatsächlich erzielte Strömungsmenge muß
nicht nachgeprüft werden.
Anhand von Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung er
läutert.
Es zeigen:
Fig. 1A Einen Lagerblock eines aerostatischen Axiallagers mit einem
einsetzbaren Drosseleinsatz;
Fig. 1B eine Rückansicht des Drosseleinsatzes von Fig. 1A;
Fig. 1C eine perspektivische Ansicht des Drosseleinsatzes von Fig. 1A;
Fig. 2 einen Lagerblock in schematischer Querschnittsansicht mit inte
grierter Luftdrossel;
Fig. 3 eine schematische Querschnittsansicht, die den Querschnitt ei
nes Mikrolochs darstellt;
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform eines Querschnitts eines Mikro
lochs;
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform des Querschnitts eines Mikro
lochs;
Fig. 6 ein in einer Folie ausgebildetes Mikroloch, das auf einer Träger
struktur aufgebracht ist;
Fig. 7 die Lagerfläche eines Axiallagers in Draufsicht und
Fig. 8 die Lagerfläche eines Axiallagers in Draufsicht mit einer weiteren
Flächenverteilung der Mikrolöcher.
Die in den Figuren dargestellten Größenverhältnisse und Querschnittsver
hältnisse der Tiefen und Durchmesser der Mikrolöcher sind nur schematisch
wiedergegeben, und dienen beispielhaft dem besseren Verständnis der Er
findung.
Fig. 1A zeigt eine Querschnittsansicht eines Lagerblocks eines aerostati
schen Axiallagers für eine Offenend-Spinnvorrichtung. Das aerostatische
Axiallager ist in einer Rotorbaugruppe eingesetzt, wie sie in der Fig. 1 der
EP 0 435 016 B1 dargestellt ist. Der Rotorschaft des Rotors ist dabei auf
Stützscheiben gelagert und wird durch einen Tangentialriemen angetrieben.
Während der Rotation des Rotors üben die Stützscheiben eine axiale Kraft
in Richtung des dem Rotortopf gegenüberliegenden Endes des Schaftes
aus, wobei diese axiale Kraft durch das Axiallager abgestützt wird.
In den Lagerblock 1 wird ein Drosseleinsatz 2 eingesetzt und dort wiederlös
bar befestigt, z. B. durch eine Preßverbindung, oder mittels Klebeverbindung
oder ebenfalls mittels Preßverbindung dauerhaft gehalten. Der Lagerblock 1
hat an seinem Außenumfang einen umlaufenden Vorsprung 3, mit dem der
Lagerblock 1 mittels einer Überwurfmutter an einer Lagerblockhalterung der
Spinnstelle der Offenend-Spinnvorrichtung befestigt wird. Die nicht darge
stellte Lagerblockhalterung ist mit einer Druckluftversorgung verbunden, so
daß der Drosseleinsatz 2 rückseitig mit Druckluft beaufschlagt wird. Im Dros
seleinsatz 2 sind Mikrolöcher 4 ausgebildet, durch die die Druckluft von der
Rückseite zur Vorderseite austreten kann. Aufgrund des geringen Quer
schnitts der Mikrolöcher 4 sind diese nur als Strich dargestellt.
An der Stirnseite des Drosseleinsatzes 2 ist ein nasenartiger Absatz 5 aus
gebildet, der nach dem Einsetzen des Drosseleinsatzes 2 in den Lagerblock
1 vor dem Drosseleinsatz einen Spalt freiläßt, in dem sich die aus den Mi
krolöchern 4 austretende Druckluft zwischen dem Drosseleinsatz 2 und dem
Lagerblock 1 verteilen kann.
In der Stirnseite des Lagerblocks 1 sind Durchgänge 6 ausgebildet, die z. B.
mittels herkömmlicher Bohrtechnik durch die Stirnseite durchgebohrt sein
können. Die Vorderseite des Lagerblocks 1 bildet zumindest teilweise eine
Lagerfläche 7 des Axiallagers und wirkt so als Gegenlager für die Stirnseite
des Spinnrotors. Weiterhin ist an der Stirnfläche des Lagerblocks 1 ein
Sackloch 8 als Vertiefung ausgebildet, anhand dessen der Verschleiß der
Lagerfläche 7 kontrolliert werden kann. Wurde durch Verschleiß die Lager
fläche 7 soweit abgetragen, daß bei einer visuellen Kontrolle durch das Be
dienungspersonal das Sackloch 8 nicht mehr zu erkennen ist, so hat die La
gerabnutzung einen Zustand erreicht, bei dem der Lagerblock 1 ausge
tauscht werden muß.
Fig. 1B zeigt die Rückseitenansicht des Drosseleinsatzes 2, aus der die
kreislinienförmige Anordnung der Mikrolöcher 4 um die Rotationsachse des
Spinnrotors ersichtlich ist. Die Linie A-A zeigt die Schnittebene der Quer
schnittsdarstellung des Drosseleinsatzes 2 von Fig. 1A. Weiterhin zeigt
Fig. 1C eine perspektivische Ansicht des Drosseleinsatzes 2 von schräg vor
ne.
Fig. 2 zeigt eine schematische Querschnittsansicht eines zweiten Ausfüh
rungsbeispiels eines Lagerblocks 1a. In diesem Fall ist die Drossel für die
Einstellung des Luftdurchsatzes in den Lagerblock 1a integriert. Die Mikrolö
cher 4 erstrecken sich von der Lagerfläche 7 bis in eine Tiefe des Lager
blocks 1a, die unterhalb der Verschleißtiefe des Lagerblocks 1a liegt. Der
über die Verschleißtiefe der Stirnseite hinausgehende Teil der Materialstärke
der Stirnseite ist mittels Sacklöcher 9 aufgebohrt. Aufgrund der Sacklöcher 9
müssen die Mikrolöcher 4 nicht vollständig durch die Materialstärke der
Stirnseite des Lagerblocks 1a durchgebohrt werden.
Fig. 3 zeigt eine schematische Querschnittsansicht eines Ausführungsbei
spiels eines Mikrolochs 4a in der Stirnseite eines Lagerblocks. Der Quer
schnittsdurchmesser des Mikrolochs ist an der Lufteintrittsseite kleiner als an
der Luftaustrittsseite, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel ein Sackloch
mit größerem Querschnitt von der Lagerfläche 7 her den kleineren Quer
schnitt des Mikrolochs fortsetzt. Die Luftströmungsrichtung ist durch einen
Pfeil dargestellt. Der erweiterte Querschnitt des Mikrolochs 4a zieht sich bis
in eine Tiefe, die über der Verschleißtiefe liegt. Dringt in das Mikroloch 4a
von der Austrittsseite her ein Verschleißpartikel oder ein sonstiger Verunrei
nigungspartikel ein, so kann dieser aufgrund des größeren Querschnitts
einfacher durch die Druckluft wieder ausgeblasen werden. Damit wird ein
lagerflächenseitiges Verstopfen des Mikrolochs 4a vermieden. Die Luftströ
mungsmenge in den Luftspalt wird durch den kleinsten Querschnittsdurch
messer bestimmt, der selbst bei Verschleiß der Lagerfläche 7 und deren Ab
nutzung unverändert bleibt, so daß über die gesamte Lebensdauer des La
gerblocks eine konstante Luftströmung aufrecht erhalten wird.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für die Ausgestaltung eines
Mikrolochs 4b, bei der das Mikroloch 4b zur Luftaustrittsseite hin trichterför
mig erweitert ist und dabei ebenfalls ein Entfernen der Verunreinigungsparti
kel im Mikroloch 4b ermöglicht.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiels eines Mikrolochs 4c, dessen
Querschnitt im mittleren Bereich getapert, d. h. verjüngt, ist. Auch hier kön
nen Verunreinigungspartikel von der Lagerflächenseite her leichter entfernt
werden und zusätzlich werden Verunreinigungspartikel, die während der
Herstellung eingangsseitig in das Mikroloch 4c eindringen, bei einem Reini
gungsschritt leichter entfernt. Darüber hinaus entspricht diese Querschnitts
form in Längsrichtung des Lochs ungefähr dem Fokussierungsverlauf eines
Laserstrahls in Längsrichtung, so daß während der Herstellung des Mikro
lochs mittels Laserbohren der Fokus nicht mit zunehmender Bohrtiefe nach
geführt werden muß, was die Herstellung der Mikrolöcher vereinfacht.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Ausbildung von Mikrolöchern
4d. Bei diesem Beispiel sind die Mikrolöcher 4d in einer Folie 10 ausgebildet,
die dann auf eine Trägerstruktur 11 aufgebracht wird. Entsprechend der La
ge der Mikrolöcher 4d sind in der Trägerplatte 11 Ausnehmungen 12 ausge
bildet, die die durch die Mikrolöcher 4d strömende Luft zum Lagerspalt wei
terführen. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel des Mikrolochs 4d wird die
Luftzufuhrmenge durch den Querschnitt des Mikrolochs in der Folie be
stimmt, während aus der Ausnehmung 12 Verunreinigungen leichter entfernt
werden können. Bei Betrieb des Axiallagers wird die Lagerfläche 7 der Trä
gerplatte 11 abgetragen, während die Tiefe des Mikrolochs in der Folie un
verändert bleibt. Zur mechanischen Stabilisierung kann zusätzlich auf der
Rückseite der Folie 10 eine Stützplatte 13 (gestrichelt dargestellt) aufge
bracht werden, in die entsprechend der Lage der Mikrolöcher 4d Bohrungen
14 vorgesehen sind. Die Folie 10 und die Trägerplatte 11 bzw. die Folie 10,
die Trägerplatte 11 und die Stützplatte 13 werden in Sandwich-Bauweise
aufeinandergelegt und z. B. mittels Klebung miteinander verbunden.
Die Folie 10 und die Trägerplatte 11 bzw. die Folie 10, die Trägerplatte 11
und die Stützplatte 13 sind als runde Einsatzplatte 15 ausgebildet, die in ei
nen Lagerblock 1 mit entsprechend rund ausgebildeter Aufnahme eingesetzt
wird (nicht dargestellt).
Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt aus einer Lagerfläche 7 mit den Austrittsöff
nungen der Mikrolöcher 4, 4a, 4b, 4c oder 4d. Die Mikrolöcher sind in Form
einer Matrix über die Lagerfläche 7 verteilt, so daß der Luftaustritt gleichmä
ßig über die Fläche verteilt erfolgt.
Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform der Verteilung der Mikrolöcher
über die Lagerfläche 7, wobei die Mikrolöcher entlang der punktiert darge
stellten Spiralbahnen 16 ausgerichtet sind. Die Drehrichtung der Spiralbahn
ist in der dargestellten Draufsicht im Uhrzeigersinn und verläuft damit gegen
sinnig zur Drehrichtung des Spinnrotors, dessen Drehrichtung in Zeichen
richtung entgegen dem Uhrzeigersinn verläuft. Dadurch wird eine gleichmä
ßige Verteilung der Druckluft über die Lagerfläche erreicht, und die Luftzufuhrmenge
kann noch weiter verringert werden, selbst wenn der Rotorschaft
nach der Erstinstallation zur jungfräulichen Lagerfläche 7 verkantet ausge
richtet ist.
Die Querschnittsdurchmesser der Mikrolöcher liegen typischerweise im Be
reich von 600 bis 5 Mikrometer. Vorzugsweise von 400 bis 20 Mikrometer.
Der kleinste Durchmesser jedes Mikrolochs, der für den Luftdurchsatz be
stimmend ist, liegt beispielsweise im Bereich von 150 bis 10 Mikrometer,
während der erweitere Querschnitts zur Lagerfläche 7 hin, aus dem Verun
reinigungspartikel leicht entfernt werden können, im Bereich von 400 bis 200
Mikrometer liegt. Die nutzbare Materialtiefe, die während des Betriebs als
Verschleiß abgetragen wird, liegt typischerweise im Bereich von ca. 0,3 bis 4 mm.
Bei einer dünnen Ausbildung der Drosselplatte bzw. bei der Verwen
dung einer Folie oder dünnen Platte zur Ausbildung der Mikrolöcher wird ei
ne Materialstärke im Bereich von 1 mm bis 100 Mikrometer verwendet.
Claims (49)
1. Offenend-Spinnvorrichtung mit einem Spinnrotor, dessen Schaft durch
ein aerostatisches Axiallager mit einem Luftspalt zwischen Lagervor
richtung (1, 1a) und Schaft abgestützt ist, wobei die in den Luftspalt
eingeführte Luft eine vorgeschaltete Drosselvorrichtung (2, 1a) passiert,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselvorrichtung (2, 1a) eine Viel
zahl von Mikrolöchern (4, 4a, 4b, 4c, 4d) zum Einstellen der dem
Luftspalt zugeführten Luftmenge aufweist.
2. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mikrolöcher (4, 4a, 4b, 4c, 4d) in der Drosselvorrichtung (2, 1a)
flächig verteilt angeordnet sind.
3. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mikrolöcher (4, 4a, 4b, 4c, 4d) matrixförmig angeordnet sind.
4. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mikrolöcher (4, 4a, 4b, 4c, 4d) spiralbahnförmig, ungefähr spi
ralbahnförmig oder strahlenförmig auseinanderlaufend angeordnet
sind.
5. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehrichtung der Spiralbahn oder der Spiralbahnen (16) ge
gensinnig zur Drehrichtung des Schafts ausgerichtet ist.
6. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mikrolöcher (4, 4a, 4b, 4c, 4d) entlang einer oder mehrerer
konzentrisch verlaufender Kreislinien angeordnet sind.
7. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Mikrolochs (4a,
4b, 4c) zumindest im Bereich der Austrittsseite zur Austrittsseite hin zu
nimmt.
8. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mikroloch (4b, 4c) im Bereich der Austrittsseite konisch ausge
bildet ist.
9. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Mikrolochs (4c)
zumindest im Bereich der Eintrittsseite zur Eintrittsseite hin zunimmt.
10. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mikroloch (4c) im Bereich der Eintrittsseite konisch ausgebildet
ist.
11. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsseite des Mikrolochs mit
einem Luftreservoir verbunden ist.
12. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß das Luftreservoir die poröse Struktur eines porösen Materials
ist.
13. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrolöcher mittels Laserbohren
ausgebildet sind.
14. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mikrolöcher mittels Elektronenstrahl- oder Io
nenstrahlbohren ausgebildet sind.
15. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mikrolöcher mittels Ätzen ausgebildet sind.
16. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß die Mikrolöcher mittels anisotropem Ätzen in einem kristallinen
Material ausgebildet sind.
17. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrolöcher (4d) in einer dünnen
Folie (10) oder Scheibe ausgebildet sind.
18. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Eingangsseite und/oder der
Ausgangsseite der Drosselvorrichtung (2, 1a) Vertiefungen (14) ausge
bildet sind, deren Querschnitt größer als der Querschnitt der Mikrolö
cher (4d) ist und mit denen die Ein- und/oder Austrittsseite der Mikrolö
cher verbunden ist.
19. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich
net, daß mehrere Mikrolöcher (4d) mit einer Vertiefung (14) verbunden
sind.
20. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Mikrolöcher an
der Austrittsseite aufgeweitet (4a, 4b, 4c) ist.
21. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeich
net, daß die Austrittsseite der Mikrolöcher (4a) mit einem größeren
Bohrdurchmesser aufgebohrt ist.
22. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselvorrichtung (2, 1a) aus
dem gleichen Werkstoff besteht wie die Lagervorrichtung (1, 1a).
23. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeich
net, daß die Lagervorrichtung (1, 1a) und das Ende des Schaftes eine
reibungsarme Werkstoffpaarung ergeben.
24. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß in der Lagervorrichtung ein Vertie
fung (8) zur Kontrolle des Verschleißes ausgebildet ist.
25. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeich
net, daß die Vertiefung (8) ein Sackloch ist.
26. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25, da
durch gekennzeichnet, daß bei der Werkstoffpaarung aus der Lagerflä
che (7) der Lagervorrichtung (1, 1a) und dem Ende des Schaftes das
erste Material ein hochwarmfester Kunststoff, vorzugsweise Polyimid
oder Kevlar, ist.
27. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis 25, da
durch gekennzeichnet, daß bei der Werkstoffpaarung das erste Materi
al Graphit oder Kohlenstoff ist.
28. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25, da
durch gekennzeichnet, daß bei der Werkstoffpaarung das erste Materi
al Aluminium oder Bronze ist.
29. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 28, da
durch gekennzeichnet, daß bei der Werkstoffpaarung das zweite Mate
rial ein Hartwerkstoff oder Hartstoff-beschichtet ist.
30. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeich
net, daß der Hartstoff oder die Hartstoffbeschichtung eine Keramik ist,
vorzugsweise Siliziumcarbid oder Bornitrid.
31. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 30, da
durch gekennzeichnet, daß das erste und/oder zweite Material einen
reibungsverringernden Zusatz aufweist.
32. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die sich parallel gegenüberstehen
den Lagerflächen (7) der Lagervorrichtung (1, 1a) und des Schaftes
muldenförmig, vorzugsweise konisch oder domförmig, ausgebildet sind.
33. Offenend-Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselvorrichtung ein Partikel
filter vorgeschaltet ist.
34. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeich
net, daß der Partikelfilter ein poröses Material ist, das vorzugsweise
einteilig mit der Drosselvorrichtung ausgebildet ist.
35. Lagervorrichtung in einem aerostatischen Axiallager einer Offenend-
Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lagervorrichtung (1a) und die Drosselvorrich
tung (1a) einteilig ausgebildet sind.
36. Lagervorrichtung in einem aerostatischen Axiallager einer Offenend-
Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drosselvorrichtung (2, 15) ein der Lagerfläche (7)
vorgeschalteter Einsatz ist.
37. Lagervorrichtung in einem aerostatischen Axiallager einer Offenend-
Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drosselvorrichtung (15) als Einsatz in die Lagervor
richtung eingesetzt ist und auf der Drosselvorrichtung zumindest ein
Teil der Lagerfläche (7) ausgebildet ist.
38. Verfahren zur Herstellung einer Drosseleinrichtung mit Mikrolöchern,
die einem aerostatischen Axiallager einer Offenend-Spinnvorrichtung
vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrolöcher mittels
Laserstrahlbohren ausgebildet werden.
39. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß die Mi
krolöcher mit einem gepulsten Laserstrahl gebohrt werden.
40. Verfahren nach Anspruch 38 oder 39, dadurch gekennzeichnet, daß die
Laserstrahlwellenlänge kurzwellig ist, vorzugsweise unter 300 nm.
41. Verfahren nach Anspruch 38, 39 oder 40, dadurch gekennzeichnet,
daß während des Bohrvorgangs der Abstand zwischen der Laser
strahloptik und der Drosselvorrichtung verkürzt wird.
42. Verfahren nach Anspruch 38, 39 oder 40, dadurch gekennzeichnet,
daß während des Bohrvorgangs der Abstand zwischen der Laser
strahloptik und der Drosselvorrichtung konstant gehalten wird.
43. Verfahren nach einem der Ansprüche 38 bis 42, dadurch gekennzeich
net, daß ein einzelner Laserstrahl mittels einer Abbildungsoptik in meh
rere Teilstrahlen aufgeteilt wird und mittels der Teilstrahlen voneinander
beabstandete Mikrolöcher gleichzeitig gebohrt werden.
44. Verfahren zur Herstellung einer Drosseleinrichtung mit Mikrolöchern,
die einem aerostatischen Axiallager einer Offenend-Spinnvorrichtung
vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrolöcher mittels
Maskentechnik und Ätzen ausgebildet werden.
45. Verfahren nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß die Maske
mittels Photolithographie hergestellt wird.
46. Verfahren nach Anspruch 44 oder 45, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ätzen naßchemisch oder trocken, insbesondere mittels Plasmaät
zen, erfolgt.
47. Verfahren nach Anspruch 44, 45 oder 46, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mikrolöcher in einem kristallinen Material ausgebildet werden
und das Ätzen anisotrop erfolgt.
48. Verfahren zur Herstellung einer Drosseleinrichtung mit Mikrolöchern,
die einem aerostatischen Axiallager einer Offenend-Spinnvorrichtung
vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrolöcher mittels
Ionenstrahl- oder Elektronenstrahlbohren ausgebildet werden.
49. Verfahren nach einem der Ansprüche 38 bis 48, dadurch gekennzeich
net, daß die Mikrolöcher in einer auf der Drosselvorrichtung aufge
brachten Schicht oder in einer Folie oder Platte ausgebildet werden,
wobei die Folie oder Platte vor oder nach dem Ausbilden der Mikrolö
cher auf die Drosselvorrichtung aufgebracht wird.
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