DE10061946A1 - Gassackmodul mit Gasführungseinrichtung - Google Patents
Gassackmodul mit GasführungseinrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Gassackmodul für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, mit einem aufblasbaren Gassack (12), einer Druckgasquelle (14) und einer im Inneren des Gassacks (12) angeordneten Gewebelage (30) zur Führung eines beim Aufblasen des Gassacks (12) aus der Druckgasquelle (14) austretenden Druckgasstroms. Im Inneren des Gassacks (12) ist eine Leitungsplatte (18) als zusätzliche Gasführung vorgesehen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Gassackmodul für ein Fahrzeuginsassen-
Rückhaltesystem, mit einem aufblasbaren Gassack, einer Druckgasquelle
und einer im Inneren des Gassacks angeordneten Gewebelage zur Führung
eines beim Aufblasen des Gassacks aus der Druckgasquelle austretenden
Druckgasstroms.
Beim Einsatz von Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystemen, insbesondere
bei Fahrer- und Beifahrergassäcken, tritt häufig das Problem auf, daß
während des Aufblasens die Geschwindigkeit des Gassackes in Richtung
des Fahrzeuginsassen so groß ist, daß dieser durch das Zusammentreffen
mit dem Gassack verletzt wird. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn
sich der Fahrzeuginsasse in einer sogenannten out-of-position-Stellung
befindet, z. B. wenn er nach vorne oder zur Seite gebeugt ist.
Es ist bekannt, Mittel einzusetzen, die das zum Aufblasen des
Gassacks verwendete Druckgas, das normalerweise in Richtung des
Fahrzeuginsassen aus einer Druckgasquelle ausströmt, so umzulenken,
daß das in den Gassack strömende Druckgas hauptsächlich in einer Ebene
senkrecht zur Austrittsrichtung des Gassacks aus einem diesen im
gefalteten Zustand aufnehmenden Gehäuse strömt. Durch diese Maßnahme
breitet sich der Gassack zunächst in seitlicher Richtung aus, und die
Komponente der Geschwindigkeit in Vorwärtsrichtung wird reduziert. Es
ist wichtig, daß der Gasstrom aus der Druckgasquelle nicht behindert
wird, da die Zeitspanne, innerhalb derer der Gassack aufgeblasen sein
muß, sehr kurz ist und unbedingt eingehalten werden muß.
Zur Umlenkung des Druckgasstroms werden beispielsweise Gewebe
lagen eingesetzt, die oberhalb der Einströmöffnung des Gassackes,
durch die das Druckgas in den Gassack strömt, an der Gassackwand
befestigt sind und die Öffnungen aufweisen, durch die das Gas in den
eigentlichen Gassack strömt. Nachteilig bei dieser Anordnung ist es,
daß eine Gewebelage beim Auftreffen eines unter hohem Druck stehenden
Druckgasstroms verformt wird, so daß die Gasführung durch die Gewebe
lage veschlechtert wird. Außerdem muß ein gewisser Abstand der Gewebe
lage zur Druckgasquelle gehalten werden, falls ein pyrotechnischer
Gasgenerator eingesetzt wird, da ansonsten die Gewebelage durch die
heißen Gase beschädigt werden kann.
Es ist auch bekannt, das Druckgas direkt nach dem Austritt aus
der Druckgasquelle durch sogenannte Diffusoren umzulenken. Hierzu
werden die Gasauslaßöffnungen der Druckgasquelle so gestaltet, daß der
Gasstrom diese in einer bestimmten Vorzugsrichtung verläßt. Es ist
auch bekannt, die Druckgasquelle mit einer Abdeckung mit entsprechend
geformten Gasauslaßöffnungen zu versehen. Da die Druckgasquellen im
Vergleich zum Gassack nur eine geringe Breite aufweisen, läßt sich auf
diesem Weg nur eine kurze Führung des Gasstromes realisieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Gasführung in einem Gassack in
einer Ebene senkrecht zur Austrittsrichtung des Gassacks aus einem
Gehäuse, bzw. in einer Ebene parallel zur Einströmöffnung, zu
verbessern und die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Gassackes in
Richtung des Insassen zu verringern. Dies wird dadurch erreicht, daß
eine Leitungsplatte als zusätzliche Gasführung im Inneren des Gassacks
vorgesehen ist. Im Gassack befinden sich demnach zwei Gasführungen,
zum einen die Gewebelage und zum anderen die Leitungsplatte. Durch das
Zusammenwirken der beiden Gasführungen läßt sich der Druckgasstrom in
die gewünschte Richtung lenken. Der unter hohem Druck stehende heiße
Gasstrom wird von der Leitungsplatte abgelenkt, ohne dabei die
Leitungsplatte zu verformen und ohne daß die Leitungsplatte durch das
heiße Gas beschädigt würde. Die Gewebelage führt den Gasstrom
anschließend über einen weiten Bereich, da die Gewebelage, die
flexibel ist und mit dem Gassack zusammen gefaltet werden kann, sich
über eine weitaus größere Ausdehnung erstrecken kann als die
Leitungsplatte.
Eine besonders gute Wirkung wird erzielt, wenn die Leitungsplatte
direkt über der Einströmöffnung des Gassackes angeordnet ist. So wird
das Druckgas ohne unnötige Umwege in die gewünschte Strömungsrichtung
geführt. Außerdem ist dies eine sehr platzsparende Anordnung für die
Leitungsplatte.
Vorteilhafterweise ist die Leitungsplatte einstückig mit einer
Gassackhalterung ausgebildet, beispielsweise als im Inneren des
Gassacks angeordneter Befestigungsrahmen. In diesem Fall dient die
Leitungsplatte gleichzeitig zur Befestigung des Gassackes am
Gasgenerator bzw. einem anderen Teil des Moduls.
Bevorzugt weist die Leitungsplatte seitlich Öffnungen für den
Durchtritt von Druckgas auf. Durch die seitliche Anordnung der Öffnun
gen wird die Strömungsrichtung für das Gas vorgegeben. Der
Umlenkwinkel kann dabei relativ groß gewählt werden, z. B. im Bereich
von 90°.
Zur Verbesserung der Gasführung kann die Leitungsplatte mit
Führungsflächen versehen sein, die das aus der Druckgasquelle aus
strömende Druckgas in die gewünschte Richtung lenken. Diese Führungs
flächen, die sich über die gesamte Breite der Leitungsplatte
erstrecken können, führen den Gasstrom nach dem Austritt aus den
Öffnungen in der gewünschten Richtung und verringern das Aufweiten des
Gasstroms. Durch eine Veränderung der Winkel der Führungsflächen läßt
sich die Leitungsplatte leicht an verschiedene Einsatzzwecke, z. B. in
unterschiedlichen Fahrzeugtypen, anpassen.
Vorteilhafterweise sind die Öffnungen und die Führungsflächen an
zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Leitungsplatte ausgebil
det.
Die gewünschte Strömungsrichtung wird durch die Ausrichtung der
Leitungsplatte vorgegeben, wobei unter der bevorzugten Strömungs
richtung in diesem Zusammenhang sowohl die Ausströmrichtung aus den
Öffnungen auf der einen Seite der Leitungsplatte sowie die dazu
entgegengesetzte Richtung, nämlich die Ausströmrichtung aus den
anderen Öffnungen der Leitungsplatte zu verstehen ist. Die Strömungs
richtung liegt vorzugsweise in einer Ebene senkrecht zu der Austritts
richtung des Gassackes aus einem Gehäuse bzw. in einer Ebene parallel
zur Einströmöffnung des Gassackes.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die
Gewebelage über der Leitungsplatte angeordnet. Auf diese Weise trifft
das heiße, unter hohem Druck stehende Druckgas zunächst die vorzugs
weise aus Metall gefertigte Leitungsplatte, die den Gasstrom ohne
großen Abbau von kinetischer Energie durch seitlich gelegene Ausström
öffnungen sowie daran anschließende Führungsflächen in die gewünschte
Richtung lenkt. Nachdem das Gas die Führungsflächen verlassen hat,
weitet sich der Gasstrom auf, wobei die Strömungsrichtungen des Gases
von der Vorzugsrichtung mehr und mehr abweichen. Die in einem
geeigneten Abstand zur Leitungsplatte angebrachte Gewebelage, die sich
parallel zur Leitungsplatte erstreckt, lenkt nun diesen aufgeweiteten
Gasstrom, dessen kinetische Energie und Temperatur bereits deutlich
geringer sind als zum Zeitpunkt des Austrittes aus der Druckgasquelle,
in der gewünschten Richtung weiter und führt ihn dabei über eine weit
größere Erstreckung als die der Leiterplatte in seitlicher Richtung.
An den Enden der Gewebelage wird diese vom Gasstrom umströmt, und das
Gas entweicht in den Gassack, der sich infolge der Führung des
Druckgases vermehrt in seitlicher Richtung und weniger stark in
Richtung des Fahrzeuginsassen ausdehnt.
Die Gasführung durch die Gewebelage ist dann besonders effektiv,
wenn die Gewebelage an den zur Strömungsrichtung parallel liegenden
Gassackwänden befestigt ist. Auf diese Weise kann sichergestellt
werden, daß der Strömungsquerschnitt für das Druckgas groß genug ist,
daß der Druckgasfluß nicht behindert wird.
Insbesondere für Beifahrergassäcke ist es von Vorteil, wenn die
Gewebelage assymetrisch in bezug auf die Leitungsplatte angeordnet
ist. Da Beifahrergassäcke oft eine asymmetrische Form aufweisen, z. B.
nach oben in Richtung des Daches oder der Windschutzscheibe eine
kleinere Ausdehnung als nach unten in Richtung der Beine des
Fahrzeuginsassen aufweisen, bietet es sich an, die Gewebelage zur
Gasführung der Form des Gassackes anzupassen.
In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
weist der Gassack ein teilweise zur Leitungsplatte paralleles
Mantelteil auf, wobei die Gewebelage am Mantelteil befestigt ist, um
eine gezielte Steuerung des Gasflusses zu ermöglichen. Die Befestigung
erfolgt vorzugsweise über bogenförmige Nähte.
Damit das Druckgas von dem unter der Gewebelage liegenden Volumen
in das Innere des eigentlichen Gassacks gelangen kann, sind Öffnungen
vorgesehen, die vorzugsweise durch nicht am Gassack befestigte
Abschnitte der Gewebelage gebildet sind. Insbesondere in Verbindung
mit einer asymmetrisch angeordneten Gewebelage ist es vorteilhaft,
wenn diese Öffnungen, die eine Strömungsverbindung von dem unter der
Gewebelage angeordneten Volumen zum Gassackinneren bilden, unter
schiedlich groß sind.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nach
folgenden Beschreibung einer Ausführungsform sowie den beigefügten
Zeichnungen hervor. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Gassackmodul im Querschnitt;
Fig. 2 eine Leitungsplatte, wie sie im erfindungsgemäßen Gas
sackmodul eingesetzt wird, in einer perspektivischen Ansicht;
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt eines erfindungs
gemäßen Gassackmoduls;
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Leitungsplatte und die
Gewebelage eines erfindungsgemäßen Gassackmoduls;
Fig. 5 ein erfindungsgemäßes Gassackmodul mit einem auf
geblasenen Gassack in einer perspektivischen Ansicht;
Fig. 6 eine Lösung zur Befestigung einer erfindungsgemäßen
Gewebelage; und
Fig. 7 eine weitere Lösung zur Befestigung einer erfindungs
gemäßen Gewebelage.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Gassackmoduls 10. Das Gassackmodul 10 besteht aus einem Gassack 12,
der vorzugsweise aus aus einem Mantelteil 17 und zwei Seitenwänden 34
gebildet ist, einer Druckgasquelle 14, bevorzugt einem pyrotechnischen
Gasgenerator, insbesondere einem Rohrgasgenerator, und einer
Gasgeneratoraufnahme 16, in der die Druckgasquelle 14 befestigt ist.
Im Gassack 10 ist eine Leitungsplatte 18 angeordnet. Diese
Leitungsplatte 18 ist näher in Fig. 2 gezeigt. Im nicht aufgeblasenen
Zustand kann der Gassack 12 gefaltet auf der Leitungsplatte 18
angeordnet sein. Das Gassackmodul 10 ist beispielsweise hinter einer
Abdeckung 19 im Armaturenbrett eines Fahrzeuges untergebracht.
Der Gassack 10 ist mit Befestigungen 20, z. B. Schrauben, an den
Außenrändern der Leitungsplatte 18 befestigt, die so gleichzeitig als
Gassackhalterung bzw. Befestigungsrahmen zur Befestigung des Gassacks
12 an der Gasgeneratoraufnahme 16 und/oder einem fahrzeugfesten
Bauteil dient. Die Leitungsplatte 18 ersetzt somit eine herkömmliche,
in den Gassack eingelegte Gassackhalterung. Das Bauteil kann auch als
Gehäuse für den Gassack 12 ausgebildet sein.
Die Leitungsplatte 18 ist direkt über der Einströmöffnung 22 des
Gassackes 12 und dem Gasgenerator 14 angeordnet.
Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform der
Leitungsplatte 18. Die Leitungsplatte 18 besteht bevorzugt aus einem
leicht gebogenen, annähernd rechteckigen Blech. Die langen Seiten des
Blechs sind entgegen der Krümmungsrichtung umgebogen, um erste
Führungsflächen 24 zu bilden. Außerdem weist die Leitungsplatte 18
zwei weitere Führungsflächen 26 auf, die z. B. durch Ausstanzen und
Aufbiegen der entsprechenden Teile der Leitungsplatte 18 hergestellt
werden können. Auf diese Weise entstehen zwei schlitzförmige Öffnungen
28, die sich nahezu über die gesamte Länge der Leitungsplatte 18
erstrecken. Auch andere Formen, Materialien und Herstellungsverfahren
für die Leitungsplatte sind natürlich denkbar.
In einem Abstand oberhalb der Leitungsplatte 18 ist eine Gewebe
lage 30 angeordnet, die in den Fig. 3 und 4 gezeigt ist. Die
Gewebelage 30 erstreckt sich in einer zur Einströmöffnung 22
parallelen Ebene und weist in allen Richtungen eine größere Ausdehnung
als die Leitungsplatte 18 auf. An den zu den Schmalseiten 32 der
Leitungsplatte 18 parallelen Wänden 34 des Gassackes 12 ist die
Gewebelage 30 durch geeignete Mittel, z. B. Nähte, befestigt. Die
Gewebelage 30 ist so angeordnet, daß an ihren zu den Öffnungen 28 der
Leitungsplatte 18 parallelen Seiten Öffnungen 36 zum restlichen
Gassackvolumen gebildet sind. Allgemein ist die Gewebelage 30 so
angeordnet, daß ihre am Gassack 12 befestigten Seiten parallel und die
offenen Seiten senkrecht zum Gasstrom liegen. Die von den offenen
Seiten gebildeten Öffnungen 36 können unterschiedlich groß sein.
Fig. 5 zeigt die räumliche Anordnung einer Leitungsplatte 18
sowie einer Gewebelage 30 in einem Gassack 12 gemäß der Erfindung, bei
aufgeblasenem Gassack 12.
Die Funktion der erfindungsgemäßen Gasführungen 24, 26, 30 ist
folgende. Wird die Fahrzeuginsassen-Rückhalteeinrichtung bei einem
Unfall auf bekanntem Wege ausgelöst, strömt Druckgas aus dem Gas
generator 14, um den Gassack 12 aufzublasen. Das Druckgas trifft
zunächst auf die Unterseite der Leitungsplatte 18 und strömt daran
entlang zu den Öffnungen 28. Aufgrund der seitlichen Anordnung der
Öffnungen 28 der Leitungsplatte 18 tritt das Druckgas bereits mit
einer bestimmten Vorzugsrichtung in das Volumen 38 unter der Gewebe
lage 30 ein. Der Druckgasstrom ist in den Figuren durch Pfeile gekenn
zeichnet. Die Führungsflächen 24, 26 führen das Druckgas weiter in
dieser Vorzugsrichtung. Das gesamte Druckgas zum Aufblasen des Gassackes
12 tritt unter dieser in etwa senkrecht zur Austrittsrichtung
des Gassackes 12 aus einem Gehäuse liegenden Vorzugsrichtung in das
unter der Gewebelage 30 liegende Volumen ein.
Nach dem Verlassen der Führungsflächen 24, 26 weitet sich der
Gasstrom auf. Die in einem geeigneten Abstand zur Leitungsplatte 18
angebrachte Gewebelage 30 lenkt nun diesen aufgeweiteten Gasstrom,
dessen kinetische Energie und Temperatur bereits deutlich geringer
sind als zum Zeitpunkt des Austrittes aus der Druckgasquelle, in der
gewünschten Richtung weiter und führt ihn dabei über eine weit größere
Erstreckung als die der Leiterplatte 18 in seitlicher Richtung. An den
von nicht befestigten Enden der Gewebelage 30 wird diese vom Gasstrom
umströmt, und das Gas entweicht durch die so gebildeten Öffnungen 36
in den Gassack 12, der sich infolge der Führung des Druckgases
vermehrt in seitlicher Richtung und weniger stark in Richtung des
Fahrzeuginsassen ausdehnt. Auf diese Weise vereint die Erfindung die
Vorteile eines Diffusors mit denen einer Gewebelage zur Führung des
Druckgases.
Der Abstand zwischen der Gewebelage 30 und der Leitungsplatte 18
ist so gewählt, daß der Druckgasstrom in die gewünschte Richtung
geführt wird, ohne daß der Fluß des Gases behindert wird.
Je nach Form und Einsatzzweck des Gassackes 12 kann die Gewebe
lage 30 unterschiedlich gestaltet sein. Im Fall eines in Fig. 5 dar
gestellten Beifahrergassackes weist die Gewebelage 30 z. B. eine
asymmetrische Anordnung bezüglich der Leitungsplatte 18 auf. Da die
Anordnung der Einströmöffnung 22 des Gassackes 12 unter anderem von
der Fahrzeuggeometrie abhängt und dadurch nicht frei gewählt werden
kann, ist es nicht immer möglich, diese Einströmöffnung 22 symmetrisch
im Gassack 12 zu plazieren. Dieser Nachteil kann durch die Anordnung
der Gewebelage 30 ausgeglichen werden, so daß das Befüllen des Gas
sackes 12 optimiert wird.
In einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, die sich nurdurch
die Anordnung der Gewebelage im Gassack von der ersten Ausführungsform
unterscheidet, ist die Gewebelage 30 am Mantelteil 17 beispielsweise
durch eine Naht 40 befestigt (siehe Fig. 6, 7). In den Fig. 6 und
7 sind Möglichkeiten zur Befestigung der Gewebelage 30 gezeigt. In
Fig. 6 ist die Gewebelage 30 über zwei bogenförmige Nähte 40 am
Mantelteil 17 des Gassacks 12 befestigt, wobei zwei gleich große
Öffnungen 36 zum Gassackinneren entstehen.
In Fig. 7 sind die Nähte 40 so geführt, daß eine der Öffnungen
36' größer ist als die andere Öffnung 36. Auf diese Weise läßt sich
das Aufblasverhalten eines asymmetrisch geschnittenen Gassacks ver
bessern.
Die Erfindung ist keinesfalls auf den Einsatz in Beifahrergas
säcken beschränkt, auch andere Fahrzeuginsassen-Rückhaltesysteme mit
aufblasbaren Gassäcken lassen sich damit ausrüsten.
Claims (11)
1. Gassackmodul für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, mit
einem aufblasbaren Gassack (12), einer Druckgasquelle (14) und einer
im Inneren des Gassacks (12) angeordneten Gewebelage (30) zur Führung
eines beim Aufblasen des Gassacks (12) aus der Druckgasquelle (14)
austretenden Druckgasstroms, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren
des Gassacks (12) eine Leitungsplatte (18) als zusätzliche Gasführung
vorgesehen ist.
2. Gassackmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leitungsplatte (18) direkt über einer Einströmöffnung (22) des Gas
sacks (12) für Druckgas angeordnet ist.
3. Gassackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leitungsplatte (18) einstückig mit einer Gas
sackhalterung ausgebildet ist.
4. Gassackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leitungsplatte (18) seitlich Öffnungen (28)
für den Durchtritt von Druckgas aufweist.
5. Gassackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leitungsplatte (18) mit Führungsflächen (24,
26) zur Führung von aus der Druckgasquelle (14) ausströmendem Druckgas
versehen ist.
6. Gassackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewebelage (30) über der Leitungsplatte (18)
angeordnet ist.
7. Gassackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leitungsplatte (18) und die Gewebelage (30) in
Strömungsrichtung nacheinander angeordnet sind.
8. Gassackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewebelage (30) asymmetrisch in Bezug auf die
Leitungsplatte (18) angeordnet ist.
9. Gassackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewebelage (30) mit wenigstens einer Seite an
einer Gasssackwand (34) befestigt ist und daß die befestigte Seite
parallel zur Strömungsrichtung liegt.
10. Gassackmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gassack (12) ein teilweise zur Leitungsplatte
(18) paralleles Mantelteil (17) aufweist und daß die Gewebelage (30)
am Mantelteil (17) befestigt ist.
11. Gassackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Öffnungen (36, 36') vorgesehen
sind, die eine Strömungsverbindung von einem unter der Gewebelage (30)
angeordneten Volumen zum Gassackinneren bilden und daß diese Öffnungen
(36, 36') verschieden groß sind.
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