DE10061919C1 - Filterpresse zur Filtration von Suspensionen - Google Patents
Filterpresse zur Filtration von SuspensionenInfo
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Abstract
Eine Filterpresse (1) zur Filtration von Suspensionen weist mindestens ein in einem Pressengestell (2) gelagertes Paket (A, B, C, D) von horizontal ausgerichteten Filterelementen (6) auf, wobei zwischen benachbarten Filterelementen (6) jeweils eine Filterkammer angeordnet ist, die zumindest einseitig von einem bandförmigen Filtermedium (7) begrenzt ist und wobei das Paket (A, B, C, D) von Filterelementen (6), ausgehend von einer Filtrationsstellung, in der die Filterelemente (6) dichtend gegeneinander gepreßt sind, in eine Öffnungsstellung überführbar ist, in der benachbarte Filterelemente (6) in vertikale Richtung einen Entleerungsabsstand (8) zueinander aufweisen. DOLLAR A Um eine Filterpresse (1) mit möglichst hoher Filtrationsleistung zu erzielen, ohne daß die Gefahr einer Durchbiegung der Filterelemente (6) besteht oder die Bauhöhe unzulässig große Werte annimmt, wird vorgeschlagen, daß mindestens zwei Pakete (A, B, C, D) von Filterelementen (6) in dem gemeinsamen Pressengestell (2) in horizontale Richtung nebeneinander und/oder hintereinander angeordnet sind.
Description
Derartige Filterpressen sind auch in der Bauform sogenannter "Pressfilterautomaten"
allgemein bekannt und erlauben einen vollautomatischen Betrieb einer Filterpresse, da der
Filterkuchen in der Öffnungsstellung des Pakets von Filterelementen durch eine
Vorschubbewegung des zickzackförmig das Paket durchlaufenden Filterbandes ausgetragen
werden kann und seitlich neben der Filterpresse in besondere Sammelvorrichtungen fällt. Die
bekannten Filterpressen existieren sowohl in Ausführungen, bei denen eine Filterkammer
lediglich einseitig von dem Filtermedium begrenzt wird, als auch in Ausführungen, bei denen
jede Filterkammer sowohl nach oben als auch nach unten von dem Filtermedium begrenzt
wird. Bei letzterer Ausführungsform ist die wirksame Filterfläche verdoppelt, weshalb die
Filtrationsleistung in ungefähr gleichem Maße erhöht ist.
Die Filtrationsleistung derartiger Filterpressen hängt in erster Linie von der vorhandenen Fil
terfläche ab, d. h. von dem Produkt aus der Anzahl der Filterelemente und der Filterfläche pro
Filterelement. Eine Steigerung der Filtrationsleistung ist nur innerhalb bestimmter Grenzen
möglich, da zum einen die Anzahl der übereinander angeordneten Filterelemente durch die
Raumhöhe am Aufbauort begrenzt wird. Zum anderen läßt sich die Filterfläche, das heißt, die
Größe der einzelnen Filterelemente lediglich bis zu bestimmten Maßen erhöhen. So lassen
sich insbesondere aus Kunststoff bestehende plattenförmige Filterelemente nicht in beliebig
großen Abmessungen herstellen. Die stirnseitige Verbindung einzelner Kunststoff-Filterplatten miteinan
der im Wege eines Verschweißens zur Vergrößerung der Filterfläche hat sich im Dauerbetrieb als nachteilig erwiesen, da die
Schweißnaht eine potentielle Bruchstelle bildet und derartige Filterplatten nur an den Kopf
enden und seitlich aufgehängt werden können.
Die maximale Größe der Filterelemente wird auch durch den Umstand begrenzt, daß während
des Filterbetriebs in benachbarten Filterkammern fast unvermeidlich geringfügige Unter
schiede in den Kammerdrücken bestehen. Diese Druckdifferenzen führen bei den nicht unbe
trächtlichen Filterflächen zu erheblichen Kräften, die im Fall größerer Druckunterschiede zu
einer plastischen Verformung der Filterplatte bzw. sogar zu einem Filterplattenbruch führen
könnten.
Aus der DE 42 07 564 A1 ist eine Vorrichtung zum Filtern von Flüssigkeiten, insbesondere
von Walzöl, bekannt, bei der in horizontale Richtung nebeneinander zwei Plattenpakete glei
cher Größe angeordnet sind. Die beiden Pakete sind in separaten, gleichfalls nebeneinander
angeordneten Pressengestellen gelagert, weshalb der Aufwand und die daraus resultierenden
Kosten entsprechend hoch sind.
Mit denselben Nachteilen ist der in der DE 33 06 206 A1 beschriebene Horizontalplattenfilter
behaftet. Auch hier besteht das Filterteil aus mehreren Plattenbaugruppen mit jeweils überein
ander angeordneten, trennbaren Filterplatten, die jeweils in getrennten selbständigen
Pressengestellen gelagert sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filterpresse so weiterzuentwickeln, daß die
Filtrationsleistung deutlich gesteigert werden kann, ohne daß die Gefahr einer Deformation
oder Beschädigung der Filterelemente besteht.
Ausgehend von einer Filterpresse der eingangs beschriebenen Art wird diese Aufgabe erfin
dungsgemäß gelöst durch eine Filterpresse zur Filtration von Suspensionen mit mindestens
zwei Paketen von horizontal ausgerichteten Filterelementen, wobei zwischen benachbarten
Filterelementen jeweils eine Filterkammer angeordnet ist, die zumindest einseitig von einem
bandförmigen Filtermedium begrenzt ist und wobei das Paket von Filterelementen ausgehend
von einer Filtrationsstellung, in der die Filterelemente dichtend gegeneinander gepreßt sind, in
eine Öffnungsstellung überführbar ist, in der benachbarte Filterelemente in vertikale Richtung
einen Entleerungsabstand zueinander aufweisen, wobei die mindestens zwei Pakete von Fil
terelementen in einem gemeinsamen Pressengestell in horizontaler Richtung nebeneinander
und/oder hintereinander angeordnet sind.
Bei der erfindungsgemäßen Filterpresse wird somit zur Steigerung der Filtrationsleistung we
der die Bauhöhe, d. h. die Anzahl der übereinander angeordneten Filterelemente, noch die
Größe der einzelnen Filterelemente an sich erhöht. Vielmehr erfolgt die Erhöhung der wirk
samen Filterfläche durch eine Nebeneinander- bzw. Hintereinanderanordnung von Paketen
von Filterelementen, wobei sämtliche Pakete in einem einzigen Pressengestell angeordnet
sind.
Die Kosten für die Filterpresse gemäß der Erfindung sind daher vergleichsweise niedrig, da
zum einen auf die vorhandenen Filterelemente zurückgegriffen werden kann und zum anderen
lediglich ein einziges Pressengestell erforderlich ist.
Zum Zwecke einer weiteren Vereinfachung der erfindungsgemäßen Konstruktion wird vorge
schlagen, daß mindestens zwei in horizontale Richtung nebeneinander und/oder hintereinan
der angeordnete Pakete ein gemeinsames Filtermedium besitzen. Hierdurch läßt sich ein ge
meinsamer Antrieb des Filtermediums sowie eine gemeinsame Wascheinrichtung sowie ge
meinsame Auffangeinrichtungen für den abgeworfenen Filterkuchen verwenden.
Um für die Filterelemente Kunststoffmaterial verwenden zu können und gleichzeitig eine sta
bile Aufnahme für die Umlenkeinrichtungen für das Filtermedium zur Verfügung zu haben
sowie auch im Falle von Temperaturdehnungen - wie sie bei einer Heißfiltration auftreten -
Verspannungen und Verschiebungen der Umlenkeinrichtungen zu verhindern, ist vorgesehen,
daß die in einer Ebene angeordneten Filterelemente von mindestens zwei benachbarten Pake
ten einen gemeinsamen Rahmen aufweisen, in dem eine der Zahl der Filterelemente entsprechende
Zahl von Filterplatten jeweils mit randseitigem Spiel so gelagert ist, daß unterschied
liche Wärmedehnungen von Filterplatte und Rahmen kompensierbar sind und wobei Um
lenkwalzen für das Filtermedium an dem Rahmen befestigt sind.
Um eine möglichst umlaufende Abstützung der Filterplatte innerhalb des Rahmens zu ermög
lichen, kann jede Filterplatte an allen Stirnseiten von einem Rahmenschenkel umgeben sein.
Die Erfindung weiter ausgestaltend ist vorgesehen, daß in horizontale Richtung benachbarte
Filterelemente einander überlappen. Hierdurch kann ein Eindringen von Filterkuchen in
Spaltbereiche zwischen benachbarten Paketen vermieden bzw. wesentlich verringert werden.
Eine besonders vorteilhafte und konstruktiv leicht auszuführende Ausführungsform besteht
darin, daß an einander zugewandten Stirnseiten der Filterelemente L-förmige Profile befestigt
sind, deren horizontal verlaufende Schenkel sich überlappen.
Um die Breite des bandförmigen Filtermediums gering zu halten und dadurch Verwerfungen
vermeiden zu können, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Filterelemente rechteckförmig
sind und mehrere Filterelemente mit ihren Schmalseiten aufeinander zu gerichtet hintereinan
der angeordnet sind und ein gemeinsames, in Längsrichtung der Filterelemente bewegbares,
Filtermedium besitzen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels einer Filterpresse, die in
der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Filterpresse;
Fig. 2 einen Schnitt durch die Filterpresse gemäß Fig. 1 mit Suspensionsrohren und
Filtratablaufrohren;
Fig. 3 wie Fig. 2, jedoch ohne Darstellung des Filtertuchs und der Suspensions- und
Filtratablaufrohre und
Fig. 4 einem Längsschnitt entlang der Linie IV durch zwei hintereinander angeordne
te Filterelemente.
Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Filterpresse 1 dient zur Filtration von Suspensionen
und weist ein Pressengestell 2 auf, das ein Oberjoch 3, ein Unterjoch 4, Füße 5 sowie einen
Führungsrahmen 5' umfaßt.
Die Filterpresse 1 besitzt vier Pakete A, B, C, D von Filterelementen 6, die horizontal ausge
richtet sind und innerhalb jedes Paketes A, B, C, D vertikal übereinander gestapelt sind.
Jeweils zwischen zwei in vertikale Richtung benachbarten Filterelementen 6 ist im geschlos
senen Zustand eine Filterkammer angeordnet, die jeweils zu dem unteren Filterelement 6 hin
von einem bandförmigen Filtermedium 7 begrenzt wird.
In Fig. 1 ist die Filterpresse 1 in einer Öffnungsstellung der Pakete A, B, C, D von Filterplat
ten dargestellt, in der zwischen benachbarten Filterelementen 6 in vertikale Richtung ein Ent
leerungsabstand 8 besteht. Das bandförmige Filtermedium 7 verläuft zickzackförmig in den
Zwischenräumen zwischen benachbarten Filterelementen 6 und wird mit Hilfe von Umlenk
walzen 9, deren Lagerarme aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind, umge
lenkt. Des weiteren ist in Fig. 1 noch schematisch eine Filterbandwaschanlage 10 sowie ein
Filterbandantrieb 11 dargestellt.
In einer in den Figuren nicht dargestellten Filtrationsstellung der Pakete A, B, C, D sind die
Filterelemente 6 und das dazwischen verlaufende Filtermedium 7 mit Hilfe von vier Hydrau
likzylindern 12 dichtend gegeneinander gepreßt. In der Schließstellung wird den Filterkam
mern über Suspensionsrohre 13 und davon ausgehende flexible Suspensionsschläuche 14 die
zu filtrierende Suspension zugeführt. Das Filtrat gelangt über Filtratablaufschläuche 15 in
Filtratablaufrohre 16.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, besitzt das bandförmige Filtermedium 7 eine solche Breite 17,
daß von dem Filtermedium 7 die senkrecht zu dessen Bewegungsrichtung nebeneinander lie
genden Pakete A und C sowie B und D überdeckt werden. Jedes Filterelement 6 in den vier
Paketen A, B, C, D weist eine rechteckförmige Filterplatte 18 mit einem horizontal schraffiert
dargestellten Filterspiegel 18' auf. Vier innerhalb von einer Ebene angeordnete Filterplatten
18 sind von einem gemeinsamen rechteckförmigen Rahmen 19 umgeben, der zwei rechtwink
lig aufeinander stehende Mittelstreben 20 und 21 besitzt. Jede der Filterplatten 18 ist an ihren
gegenüberliegenden Längsseiten 22 mit zwei und an den gegenüberliegenden Stirnseiten 23
jeweils mit einem stiftförmigen Verbindungselement 24 mit dem Rahmen 19 bzw. den Mittelstreben
20 bzw. 21 verbunden. Aufgrund eines allseitig die Filterplatten 18 umgebenden
Spiels 5 können unterschiedliche Ausdehnungen - bedingt durch eine Temperaturerhöhung
während der Filtration - zwischen den aus Kunststoff, insbesondere aus Polypropylen, beste
henden Filterplatten 18 und dem aus Stahl bestehenden Rahmen 19 kompensiert werden.
Wie sich aus Fig. 4 in Verbindung mit Fig. 3 ergibt, ist an einander zugewandten Stirnsei
ten 23 der Filterplatten 18 jeweils ein L-förmiges Profil 25 und 26 angeordnet, deren obere
horizontal verlaufende Schenkel 27 und 28 einander überlappen. Hierdurch wird verhindert,
daß Filterkuchen oder sonstige Ablagerungen in den Zwischenraum zwischen den Paketen C
und D (bzw. A und B) gelangen können.
Claims (7)
1. Filterpresse (1) zur Filtration von Suspensionen mit mindestens zwei Paketen (A, B, C,
D) von horizontal ausgerichteten Filterelementen (6), wobei zwischen benachbarten
Filterelementen (6) jeweils eine Filterkammer angeordnet ist, die zumindest einseitig von
einem bandförmigen Filtermedium (7) begrenzt ist und wobei jedes Paket (A, B, C, D) von
Filterelementen (6) ausgehend von einer Filtrationsstellung, in der die Filterelemente (6)
dichtend gegeneinander gepreßt sind, in eine Öffnungsstellung überführbar ist, in der
benachbarte Filterelemente (6) in vertikale Richtung einen Entleerungsabstand (8)
zueinander aufweisen, wobei die mindestens zwei Pakete (A, B, C, D) von
Filterelementen (6) in einem gemeinsamen Pressengestell (2) in horizontaler Richtung
nebeneinander und/oder hintereinander angeordnet sind.
2. Filterpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei in horizon
tale Richtung nebeneinander und/ oder hintereinander angeordnete Pakete (A, B, C, D)
ein gemeinsames Filtermedium (7) besitzen.
3. Filterpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Ebene
angeordneten Filterelemente (6) von mindestens zwei benachbarten Paketen (A, B, C, D)
einen gemeinsamen Rahmen (19) aufweisen, in dem eine der Zahl der Filterelemente (6)
entsprechende Zahl von Filterplatten (18) jeweils mit randseitigem Spiel (S) so gelagert
ist, daß unterschiedliche Wärmedehnungen von Filterplatte (18) und Rahmen (19)
kompensierbar sind und wobei Umlenkwalzen (9) für das Filtermedium (7) an dem
Rahmen (19) befestigt sind.
4. Filterpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Filterplatte (18) an allen
Stirnseiten (23) und allen Längsseiten (22) von einem Rahmenschenkel umgeben ist.
5. Filterpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in horizon
tale Richtung benachbarte Filterelemente (6) einander überlappen.
6. Filterpresse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an einander zugewandten
Stirnseiten (23) der Filterelemente (6) L-förmige Profile (25, 26) befestigt sind, deren ho
rizontal verlaufende Schenkel (27, 28) sich überlappen.
7. Filterpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Filter
elemente (6) rechteckförmig sind und mehrere Filterelemente (6) mit ihren Schmalseiten
aufeinander zu gerichtet hintereinander angeordnet sind und ein gemeinsames in Längs
richtung der Filterelemente (6) bewegbares Filtermedium (7) besitzen.
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