DE10061808A1 - Befestigungselement für Beton - Google Patents
Befestigungselement für BetonInfo
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Abstract
Ein Spreizanker weist ein Verankerungsteil (1) mit einem Überbrückungsbereich (8), einem Spreizbereich (5) und einem Führungsbereich (6) auf. Um eine axiale Stauchung des Überbrückungsbereichs (8) zu ermöglichen, weist dieser mehrere dreieckförmige Ausnehmungen (10) auf. Die Ausnehmungen (10) weisen teilweise komplementär zur jeweils korrespondierenden Ausnehmung (10) ausgebildete Ausstelllappen (12) auf, welche ein Verdrehen des Verankerungsteils (1) beim Setzvorgang verhindern.
Description
Die Erfindung betrifft einen Spreizanker zur Befestigung in einem Untergrund, insbesondere
Beton mit einem Verankerungsteil, das am setzrichtungsseitigen Ende einen, mit einem in
Setzrichtung offenen Längsschlitz versehenen, Spreizbereich aufweist, der von einem, einen
Spreizkonus aufweisenden, Spreizkörper radial aufweitbar ist, wobei das einteilig ausgebil
dete Verankerungsteil ein Überbrückungsteil aufweist an dessen einem Ende sich der
Spreizbereich und am gegenüberliegenden Ende sich ein Führungsteil anschliesst, wobei
das Verankerungsteil zumindest ein als Verdrehsicherung wirkender, radial abstehender,
Ausstelllappen und das Überbrückungsteil zumindest eine Ausnehmung aufweist.
Spreizanker der oben genannten Art dienen insbesondere der Befestigung eines Gegen
standes an einem Untergrund, wie beispielsweise Beton. Üblicherweise dient ein Bohrloch
zur Aufnahme des Spreizankers, insbesondere des Verankerungsteils. Durch einen Spreiz
konus wird jeweils ein Spreizbereich des Verankerungsteils im Bohrloch durch radiales Auf
weiten desselben verspreizt und legt somit den Spreizanker im Untergrund fest. Um beim
Spreizvorgang ein Drehen des Verankerungsteils im Bohrloch zu verhindern weist dasselbe
zumindest einen Ausstelllappen auf, der in Kontakt mit der Wandung der Bohrloches steht.
Da auch eine sichere Befestigung in einem mit Hohlräumen versehenen Untergrund ge
währleistet ist, weist das Verankerungsteil beispielsweise einen Überbrückungsbereich auf,
der ein axiales Verschieben des Spreizbereiches relativ zum Führungsbereich des Veranke
rungsteils zulässt. Um diese Funktion sicherzustellen, weist der Überbrückungsbereich meh
rere Ausnehmungen auf. Damit tritt eine axiale Schwächung des Verankerungsteils ein, die
eine Stauchung des Überbrückungsbereichs ab einem bestimmten axial wirkenden Druck
zulässt.
Aus der US-A-4,720,224 ist ein Spreizanker mit einem einteilig ausgebildeten Veranke
rungsteil, das einen Überbrückungsbereich aufweist, bekannt. Am setzrichtungsseitigen En
de schliesst an des Überbrückungsteil ein geschlitzter Spreizbereich und am gegenüberlie
genden Ende ein Führungsbereich an. Der Überbrückungsbereich weist mehrere Ausneh
mungen auf. Ferner weist der Spreizbereich im Bereich der Längsschlitze jeweils einen radi
al abstehenden Spreizlappen auf. Die am Verankerungsteil angeordneten Ausstelllappen
stehen im Kontakt mit der Wandung der Bohrloches auf und verhindert dadurch ein Drehen
desselben beim Setzvorgang. Da auch eine sichere Befestigung in einem mit Hohlräumen
versehenen Untergrund gewährleistet sein soll, weist das Verankerungsteil beispielsweise
einen Überbrückungsbereich auf, der ein axiales Verschieben des Spreizbereiches relativ
zum Führungsbereich des Verankerungsteils zulässt. Um diese Funktion sicherzustellen,
weist der Überbrückungsbereich mehrere Ausnehmungen auf. Damit tritt eine axiale Schwä
chung des Verankerungsteils ein, die eine Stauchung des Überbrückungsbereichs ab einem
bestimmten axial wirkenden Druck zulässt.
Vorteilhaft an der bekannten Lösung ist die einteilige Ausbildung des Verankerungsteils. Da
durch ist die Herstellung des Spreizankers wirtschaftlicher als anders ausgebildete Spreizan
ker. Insbesondere wird die Endmontage des bekannten Spreizankers dadurch vereinfacht,
da die Anzahl Teile gering ist.
Nachteilig an der bekannten Lösung ist, dass das Ausschwenken der Ausstelllappen bei der
Herstellung unwirtschaftlich ist. Ferner ist die Funktion der Verdrehsicherung nicht optimal
erfüllt, was beispielweise zu einem Mitdrehen des Verankerungsteils beim Setzvorgang führt.
Ausserdem ergeben sich bei der bekannten Lösung Probleme bei der Überkopfmontage, da
der bekannte Spreizanker entweder nur mit einem grossen Kraftaufwand setzbar ist oder
ansonsten vor dem Verspreizen des Verankerungsteils leicht aus dem Bohrloch gleitet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spreizanker mit einem Über
brückungsbereich zu schaffen, der wirtschaftlich in der Herstellung ist und handlich setzbar
ist, insbesondere bei einer Überkopfmontage.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Ausstelllappen im Bereich der
Ausnehmung angeordnet ist.
Dadurch, dass der Ausstelllappen am Überbrückungsbereich im Bereich der Ausnehmung
angeordnet ist, wird eine wirtschaftliche Herstellung des Spreizankers sichergestellt. Es ist
dadurch möglich, den Ausstelllappen mit der Ausnehmung in einem Arbeitsgang herzustel
len. Dabei müssen, falls mehrere Ausnehmungen vorhanden sind, nicht alle Ausnehmungen
einen Abstelllappen aufweisen.
Vorzugsweise ist der Ausstelllappen komplementär zur Ausnehmung ausgebildet, um den
Teil der Ausnehmung ohne weitere Bearbeitung als Ausstelllappen zu verwenden.
Der Ausstelllappen ist vorteilhafterweise gegenüber der Ausnehmung um eine Drehachse
verschwenkt, wobei die Drehachse in einer Normalebene zur Längsachse des Veranke
rungsteils liegt und das freie Ende des Ausstelllappens sich entgegen der Setzrichtung er
streckt. Damit ist ein optimales Festhaken des Ausstelllappens an der Wandung des Bohrlo
ches sichergestellt. Insbesondere die Ausrichtung des freien Endes entgegen der Setzrich
tung fördert diesen Vorteil.
Um eine optimale Ausrichtung der Ausstelllappen gegenüber der Wandung des Bohrloches
zu gewährleisten, ist der Überbrückungsbereich vorzugsweise verjüngt ausgebildet. Dadurch
ist es möglich, den Ausstellwinkel der Ausstelllappen gegenüber dem Verankerungsteil grö
sser als bei bekannten Lösungen zu gestalten. Ferner ist durch den Zwischenraum zwischen
dem verjüngt ausgebildeten Überbrückungsbereich und der Wandung des Bohrloches genü
gend Raum für eine allfällige Stauchung des Überbrückungsbereichs vorhanden.
Besonders vorteilhaft sind die Ausnehmungen, die dreieckförmig ausgebildet sind, da da
durch ein Haken der Ausstelllappen, mit dem spitz zulaufenden freien Ende, in der Wandung
des Bohrloches optimiert wird. Dies wirkt sich insbesondere bei einer Überkopfmontage des
Spreizankers positiv aus. Der Spreizankers lässt sich zwar leicht ins Bohrloch einführen,
gleitet jedoch nicht mehr aus diesem heraus.
Vorteilhafterweise ist das Verankerungsteil ein Blechstanzbiegeteil, um eine wirtschaftliche
Herstellung sicherzustellen.
Um eine wirtschaftliche Herstellung zu gewährleisten und zugleich den Führungs- und
Spreizbereich des Verankerungsteils genügend stabil auszubilden entspricht in einer beson
ders vorteilhaften Ausführungsform die Wandstärke des Spreizbereichs und des Führungs
bereichs etwa dem 2-fachen der Wandstärke des Überbrückungsbereichs. Insbesondere bei
der Verwendung eines Blechstanzbiege-Verfahrens bei der Herstellung kann vorzugsweise
das Blech im Führungs- und Spreizbereich einmal gefaltet werden, um die erwünschte
Wandstärke zu erhalten.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Seitenperspektive eines erfindungsgemässen Spreizankers;
Fig. 2 einen Längsschnitt des in Fig. 1 dargestellten Spreizankers.
In den Fig. 1 und 2 ist ein erfindungsgemässer Spreizanker mit einem Verankerungsteil 1
und einem Lastangriffsmittel 2 dargestellt.
Das hülsenförmige Verankerungsteil 1 weist am setzrichtungsseitigen Ende einen, mit einem
in Setzrichtung S offenen Längsschlitz 7 versehenen, Spreizbereich 5 auf, der von einem,
einen Spreizkonus 3 aufweisenden, Spreizkörper 4 radial aufweitbar ist. Der Spreizkörper 4
weist ausserdem einen Bolzen 13 auf, an dessen setzrichtungsseitiger Endbereich durch
eine Schraubverbindung 14 der Spreizkonus 3 angebunden ist. Am setzrichtungsseitig ab
gewandten Endbereich des Verankerungsteils 1 ist ein Führungsbereich 6 angeordnet, der
zur Führung des erfindungsgemässen Spreizankers in einer nicht dargestellten Bohrung
dient.
Das Lastangriffmittel 2 weist eine Unterlagsscheibe 15 auf, die mittels eines Mutterelements
16 in Setzrichtung S gegen die setzrichtungsseitig abgewandte Stirnfläche des Veranke
rungsteils 1 durch Verschrauben verspannbar ist.
Ein zwischen dem Spreizbereich 5 und dem Führungsbereich 6 angeordneter Übertragungs
bereich 8 weist etwa mittig, gleichmässig über den Umfang verteilt, mehre dreieckförmige
Ausnehmungen 10 auf. Zwei, sich diametral gegenüberliegende Ausnehmungen 10, weisen
dazu komplementär ausgebildete Ausstelllappen 12 auf, deren freies und spitz ausgeformtes
Ende sich entgegen der Setzrichtung S erstreckt. Der Ausstelllappen 12 ist gegenüber der
Ausnehmung 10 um eine Drehachse D verschwenkt ausgebildet, wobei die Drehachse D in
einer Normalebene zur Längsachse des Verankerungsteils 1 liegt, wie dies insbesondere
aus der Fig. 1 ersichtlich ist. Der Aussendurchmesser des Übertragungsbereichs 8 ist ge
genüber dem restlichen Verankerungsteil 1 verjüngt ausgebildet. Die Ausstelllappen 2 er
strecken sich radial zumindest bis zur Aussenkontur der Führungshülse 6.
In Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch das, mittels eines Blechstanzbiegeverfahren hergestellte,
Verankerungsteil 1 dargestellt. Der Spreizbereich 5 und der Führungsbereich 6 weisen ge
genüber dem Überbrückungsbereich 8 die doppelte Wandstärke auf.
Claims (7)
1. Spreizanker zur Befestigung in einem Untergrund, insbesondere Beton, mit einem Ver
ankerungsteil (1), das am setzrichtungsseitigen Ende einen, mit einem in Setzrichtung
(S) offenen Längsschlitz (7) versehenen, Spreizbereich (5) aufweist, der von einem, ei
nen Spreizkonus (3) aufweisenden, Spreizkörper (4) radial aufweitbar ist, wobei das ein
teilig ausgebildete Verankerungsteil (1) ein Überbrückungsteil (8) aufweist, an dessen einem Ende sich der Spreizbereich (5) und am gegenüberliegenden Ende sich ein Füh
rungsteil (6) anschliesst, wobei das Verankerungsteil (1) zumindest einen als Verdrehsi
cherung wirkenden, radial abstehenden, Ausstelllappen (12) und das Überbrückungsteil
(8) zumindest eine Ausnehmung (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der
Ausstelllappen (12) am Überbrückungsbereich (8) im Bereich der Ausnehmung (10) an
geordnet ist.
2. Spreizanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstelllappen (12)
komplementär zur Ausnehmung (10) ausgebildet ist.
3. Spreizanker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstelllappen
(12) gegenüber der Ausnehmung (10) um eine Drehachse (D) verschwenkt ist, wobei die
Drehachse (D) in einer Normalebene zur Längsachse des Verankerungsteils (1) liegt und
das freie Ende des Ausstelllappens (12) sich entgegen der Setzrichtung (S) erstreckt.
4. Spreizanker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aus
nehmungen (10) dreieckförmig ausgebildet sind.
5. Spreizanker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
Überbrückungsbereich (8) verjüngt ausgebildet ist.
6. Spreizanker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ver
ankerungsteil (1) ein Blechstanzbiegeteil ist.
7. Spreizanker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Wandstärke des Spreizbereichs (5) und des Führungsbereichs (6) etwa dem 2-fachen
der Wandstärke des Überbrückungsbereichs (8) entsprechen.
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