DE10059325A1 - Verfahren zum Waschen von Wäsche in gewerblichen Wäschereien mit reduziertem Frischwasserverbrauch - Google Patents
Verfahren zum Waschen von Wäsche in gewerblichen Wäschereien mit reduziertem FrischwasserverbrauchInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zum Waschen von Wäsche, insbesondere von Hygienewäsche und/oder Berufskleidung, beansprucht, bei dem die Wäsche in einer herkömmlichen Waschmaschine für gewerbliche Wäschereien mit einer Produktkombination aus folgenden Komponenten gewaschen wird: (i) einer Reinigungskomponente, (ii) einer Alkalikomponente sowie einer (iii) Bleich- und Desinfektionskomponente, enthaltend anorganische und/oder organische Persauerstoffverbindungen und anschließend unter Verwendung von Frischwasser gespült wird, dadurch gekennzeichnet, daß Persauerstoffverbindungen mit einem Gehalt von 1 Gew.-% oder weniger an freiem Wasserstoffperoxid eingesetzt werden und das Gewichtsverhältnis des gesamten Frischwassers zu Trockenwäsche im Bereich von FW : TW = 1 bis 1 : 5 liegt und mindestens 80% des eingesetzten Frischwassers in die Vorwaschzone und/oder Klarwaschzone geleitet wird.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Waschen von Wäsche, insbesondere von Hygienewäsche
und/oder Berufskleidung gemäss dem Oberbegriff des
Hauptanspruches. Dabei wird die Wäsche in
Waschmaschinen, wie sie in gewerblichen Wäschereien
üblich sind, mit einer Produktkombination gewaschen,
die eine (i) Reinigungskomponente, eine (ii)
Alkalikomponente und eine (iii) Bleich- und
Desinfektionskomponente enthält.
In der gewerblichen Wäscherei wird überwiegend
Hygienewäsche aus Krankenhäusern, aus Alten- und
Pflegeheimen und dem Hotelbereich sowie
Berufsbekleidung aus dem Krankenhaus und der
lebensmittelverarbeitenden Industrie gewaschen, wobei
besondere Anforderungen an dem hygienischen Zustand
dieser Textilien nach dem Waschen gestellt werden.
Üblicherweise wird die zu behandelnde Hygienewäsche
und/oder Berufskleidung in professionellen
Wäschereien unter Verwendung einer alkalischen
Reinigungskomponente entweder (a) thermisch
desinfiziert (85°C, 15 min oder 90°C, 10 min), wobei
in der Praxis dem Verfahren Wasserstoffperoxid als
Bleichmittel zugesetzt wird, oder (b) chemothermisch
desinfiziert (70°C, 10 min oder 60°C, 15 min) unter
Verwendung von sogenannter Gleichgewichts-
Peressigsäure (G-PES).
Marktübliche Gleichgewichts-Peressigsäure (G-PES),
die in der Wäscherei Verwendung findet, enthält
Peressigsäure (PES) im Bereich 3-15 Gew.-% als
wirksamen desinfizierenden Bestandteil sowie 15-28 Gew.-%
Wasserstoffperoxid (H2O2) als bleichenden
Bestandteil neben Essigsäure, Wasser und
gegebenenfalls Stabilisatoren wie beispielsweise
Hydroxyethandiphosphonsäure.
Die Anwendungsmengen an Gleichgewichts-Peressigsäure
(G-PES) zur chemothermischen Wäschediesinfektion nach
den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für
Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) richten sich nach
der Anwendungsmenge und dem Aktivgehalt an
Peressigsäure, der Desinfektionstemperatur sowie der
Einwirkungsdauer. Beispielsweise ist bei einer
Temperatur von 70°C und einer Einwirkungszeit von 10 min.
die Produktkombination 4 g/l phosphatfreies
Alleinwaschmittel ohne Bleiche (Tena PF) und 1 g/l
G-PES mit 9,5 Gew.-% PES und 19 Gew.-% H2O2
(Wasserstoffperoxid) (Penta-Aktiv) erfolgreich zur
chemothermischen Wäschedesinfektion durch zwei
externe unabhängige Gutachter geprüft und in der
DGHM-Liste als wirksam aufgeführt (mhp-Verlag GmbH:
Wiesbaden, 2000). Dies entspricht unter den
aufgeführten Bedingungen und bei einem
Flottenverhältnis von 1 : 4 einer Dosierung von 4 g
G-PES/kg Trockenwäsche (TW). Hierbei ist die
Trockenwäsche (TW) definiert als die nach Trocknung
erhaltene Wäsche mit einem Restfeuchte-Gehalt von
maximal 5%. Diese Definition wird auch in der
folgenden Beschreibung verwendet.
Weitere Beispiele zur Wäschedesinfektion sind in
dieser Liste der nach den Richtlinien für die Prüfung
chemischer Desinfektionsmittel geprüften und von der
DGHM als wirksam befundenen Desinfektionsverfahren
aufgeführt.
Gemäß dem Stand der Technik wird in sogenannten
Continue-Anlagen (kontinuierlichen Durchlaufanlagen)
das gesamte Frischwasser von mindestens ca. 7-8 l/kg
Trockenwäsche (TW) in die letzte Spülzone geleitet,
wovon im allgemeinen etwa die Hälfte dieser Menge
nach dem Spülprozeß ungenutzt in die Kanalisation
geleitet werden. Die für den Vorwaschbereich
benötigten Wassermengen von ca. 5 l/kg TW werden dem
sogenannten Pressenwassertank entnommen und durch
einen weiteren Wasserzulauf aus dem Spülbereich
ergänzt (siehe Beispiel 1).
Diese Vorgehensweise ist erforderlich, weil im
Vorwaschbereich eine Temperatur von maximal 40°C
und/oder ein Gehalt von freiem Wasserstoffperoxid von
max. 20 ppm nicht überschritten werden darf, um eine
Eiweißfixierung zu vermeiden.
Hygienewäsche aus den Bereichen Krankenhaus, Alten-
und Pflegeheim und dem Hotelbereich sowie
Berufsbekleidung aus dem Krankenhaus und der
lebensmittelverarbeitenden Industrie ist häufig durch
eiweißhaltige Stoffe verschmutzt, die sich im
allgemeinen nur schwer aus dem Gewebe entfernen
lassen. Insbesondere kommt es beim frühzeitigen
Einsatz von Bleich- und Desinfektionskomponenten, die
freien Wasserstoffperoxid enthalten und/oder bei
Vorwaschtemperaturen von mehr als 40°C, zu einer
Eiweißfixierung auf dem Gewebe, die das Auswaschen
dieser Stoffe weiter erschwert. Der Wascherfolg ist
daher auch beim Einsatz gewerblicher
Reinigungsmittel-Komponenten durch erst im
Waschprozeß gebildete Flecken häufig unzureichend, so
daß im Unterschied zur Reinigungskomponente und/oder
Alkalikomponente das Bleich- und Desinfektionsmittel
ausschließlich in die Klarwaschzone dosiert werden
muß. (Fig. 1).
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Wasch
verfahren zur Verfügung zu stellen, das diese Nach
teile nicht aufweist, bei dem eine Eiweißfixierung
vermieden wird, so daß auch Eiweißverfleckungen
problemlos aus dem Gewebe entfernt werden können und
zusätzlich zu einer erheblichen Einsparung der
benötigten Frischwassermengen führt.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem
gattungsgemäßen Verfahren mit den Merkmalen des
kennzeichnenden Teils des Hauptanspruchs. Die Unter
ansprüche geben bevorzugte Ausgestaltungen der Erfin
dung wieder.
Im erfindungsgemäßen Verfahren können alle üblichen
Reinigungskomponenten bzw. Alkalikomponenten einge
setzt werden. Die Reinigungskomponenten (i) können
die folgenden Bestandteile enthalten:
Nichtionische Tenside
Anionische Tenside
Kationische Tenside
Polycarboxylate
Polyaspartate
Komplexbildner
optische Aufheller
Organische Lösungsmittel
Nichtionische Tenside
Anionische Tenside
Kationische Tenside
Polycarboxylate
Polyaspartate
Komplexbildner
optische Aufheller
Organische Lösungsmittel
Die Alkalikomponenten (ii) können die folgenden
Bestandteile enthalten:
Alkalihydroxid
Alkalicarbonat
Alkalihydrogencarbonat
Alkaliphosphat
Alkaliborat
Alkalisilikat
Polycarboxylat
Polyaspartat
Komplexbildner
Alkalihydroxid
Alkalicarbonat
Alkalihydrogencarbonat
Alkaliphosphat
Alkaliborat
Alkalisilikat
Polycarboxylat
Polyaspartat
Komplexbildner
Als Bleich- und Desinfektionskomponente werden
anorganische und/oder organische
Persauerstoffverbindungen eingesetzt, die einen
Gehalt von 1 Gew.-% oder weniger an freiem
Wasserstoffperoxid aufweisen. Die Bleich- und
Desinfektionskomponenten (iii) können die folgenden
Bestandteile enthalten:
Imidoperoxycarbonsäuren, wie Phthalimido- peroxyhexansäure
6-(Nonylamino-)-6-oxo-peroxyhexansäure Dodekandiperoxysäure
Monoperoxyphthalsäure, auch als Mg-Salz Monoperoxymaleinsäure
Caro'sche Säure, auch als Kaliumperoxo- monosulfat-Tripelsalzes
Imidoperoxycarbonsäuren, wie Phthalimido- peroxyhexansäure
6-(Nonylamino-)-6-oxo-peroxyhexansäure Dodekandiperoxysäure
Monoperoxyphthalsäure, auch als Mg-Salz Monoperoxymaleinsäure
Caro'sche Säure, auch als Kaliumperoxo- monosulfat-Tripelsalzes
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß solche
Persauerstoffverbindungen keine Eiweißfixierung auf
dem Gewebe verursachen, so daß Verunreinigungen von
Eiweiß während des Waschvorganges aus dem Gewebe
entfernt werden.
Im erfindungsgemäßen Waschverfahren können die
Komponenten (i) und/oder (ii) und/oder (iii) sowohl
einzeln als auch in Gemischen eindosiert werden,
wobei sich beispielsweise ein Gemisch aus
Reinigungskomponente und Alkalisierungskomponente,
wie es in den marktüblichen Alleinwaschmitteln
gewerblicher Waschmittel Verwendung findet, eignet.
Als weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist zu werten, daß insbesondere auf
Feuchtraumwischbezüge (Möpse) anhaftende
Verschmutzungen problemlos entfernt werden.
Es ist zweckmäßig, die Persauerstoffverbindung gleich
zu Beginn des Waschgangs einzusetzen, wobei die
ersten S min. des Waschvorgans in Frage kommen, weil
dadurch deren Einwirkungszeit erhöht wird.
Es ist weiterhin von Vorteil, die Komponente (iii)
ganz oder teilweise in die Spülzone einzudosieren,
wodurch eine Entkeimung des häufig durch verkeimte
Ionenaustauscher behandelten Frischwassers möglich
ist. Auf weitere Zusätze von Desinfektionsmittel kann
dadurch häufig verzichtet werden.
Es hat sich als zweckmässig erwiesen, den Waschvor
gang bei Temperaturen unterhalb von 50°C durchzu
führen, bevorzugt bei Temperaturen von ca. 40°C. Bei
höheren Temperaturen wird eine Denaturierung von
Eiweiss beobachtet, die zu einer Eiweissfixierung
führen kann.
Der Waschvorgang kann in allen herkömmlichen
kontinuierlichen Waschmaschinen durchgeführt werden,
wie sie in der gewerblichen Wäscherei üblich sind und
umfasst die dort allgemein üblichen Schritte. Dabei
können die einzelnen Waschzonen, die Vorwaschzone,
die Klarwaschzone und die Spülzone räumlich und
zeitlich getrennt ablaufen. In dem Fall werden die
einzelnen Komponenten vorzugsweise getrennt
eindosiert.
Durch den Einsatz von Persauerstoffverbindungen, die
weniger als 1 Gew.-% an freiem Wasserstoffperoxid
enthalten, ist es möglich, mindestens 80%, bevorzugt
90% oder mehr, des gesamten Spülwassers in den
Waschprozess zurückzuführen, ohne dass es zu einer
Eiweissfixierung kommt. Das Spülwasser kann sowohl in
den Vorwaschgang als auch in den Klarwaschgang
zurückgeführt werden.
Unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann der Wasserverbrauch des gesamten Waschvorgangs
gegenüber dem Stand der Technik erheblich verringert
werden, wobei im allgemeinen das Gewichtsverhältnis
des gesamten Frischwassers zu Trockenwäsche (FW : TW)
nicht mehr als 6 : 1 beträgt und insbesondere das
Verfahren mit einem Gewichtsverhältnis von FW : TW mit
5 : 1 oder 4 : 1 angewendet wird. Unter besonderen
Bedingungen kann sogar mit einem Gewichtsverhältnis
von FW : TW unter 3 : 1 gearbeitet werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Beispiele
näher erläutert.
In Fig. 1 bedeuten: FW = Frischwasser; VWW =
Vorwaschwasser; KWW = Klarwaschwasser; RF =
Restfeuchte des Textils; Y = Kanalisation; A-Säure =
Ameisensäure. Die Angaben in L bedeuten L bezogen auf
1 kg Trockenwäsche.
Das gesamte Frischwasser von mindestens ca. 8 l/kg
Trockenwäsche (TW) wird in die Spülzone geleitet,
wovon ca. 3 l zur Wiederverwendung in die
Klarwaschzone geführt werden, 0,5 l für die
Vorwaschzone genutzt werden und 3,5 l ungenutzt in
die Kanalisation geleitet werden. Die für den
Vorwaschbereich benötigten Wassermengen von ca.
5 l/kg TW werden von der Entwässerungspresse (Presse)
kommend im sogenannten Pressenwassertank aufgefangen
(ca. 4,5 l/kg TW) und unter Ergänzung der
erforderlichen Restmenge von 0,5 l aus dem
Spülbereich in den Vorwaschbereich in die Kammer 1
eingeleitet.
Die als Desinfektionskomponente eingesetzte
Gleichgewichts-Peressigsäure wird hierbei
ausschließlich in die Klarwaschzone (Kammer 6)
dosiert.
Demgegenüber ist das erfindgungsgemäße Waschverfahren
in der verwendeten gewerblichen Waschstraße
schematisch in Fig. 2 dargestellt und erlaubt eine
Wiederverwendung des Spülwassers in der Vorwaschzone
als auch in die Klarwaschzone.
Durchgeführt wurde ein Waschversuch in einer
kontinuierlichen Waschstraße vom Typ Senking P18 mit
14 Waschstufen und einer Taktzeit von 125 s (+10 s
Umladezeit) unter Verwendung eines Desinfektions- und
bleichmittels enthaltend Phthalimidoperoxyhexansäure
(Eureco (R)-W; Hersteller: Ausimont S. p. A./I-20121
Milano) mit weniger als 1 Gew.-% freiem
Wasserstoffperoxid gemäß Beispiel sowie einer
handelsüblichen Gleichgewichts-Peressigsäure als
Vergleichsbeispiel.
Durch sogenannte Differenztitration kann der
Persäuregehalt quantitativ ermittelt werden. Hierbei
wird zunächst der H2O2-Gehalt cerimetrisch und
anschließend der Persäuregehalt jodometrisch
ermittelt. Für die verwendete wässrige Suspension von
Phthalimidoperoxyhexansäure (PAP) resultiert ein
Aktivgehalt von < 0,1 Gew.-% Wasserstoffperoxid und
20,2 Gew.-% Phthalimidoperoxyhexansäure. Für die
verwendete Gleichgewichts-Peressigsäure resultiert
ein Aktivgehalt von 9,5 Gew.-% PES und 19 Gew.-%
H2O2.
Das Waschverfahren der verwendeten gewerblichen
Waschstraße ist schematisch in Fig. 2 dargestellt.
In der Fig. 2 bedeuten: FW = Frischwasser; PrW =
Pressenwasser; VWW = Vorwaschwasser; KWW =
KLarwaschwasser; RF = Restfeuchte des Textils; Y =
Kanalisation; A-Säure = Ameisensäure. Die Angaben in
L bedeuten L bezogen auf 1 kg Trockenwäsche.
Das Desinfektions- und Bleichmittel wurde im Beispiel
2 sowie im Vergleichsbeispiel zu gleichen Anteilen
bei einer Waschtemperatur von ca. 40°C in die
Vorwaschzone (Kammer 1) und Klarwaschzone (Kammer 6)
dosiert. Die Anwendungsmengen des verwendeten
Desinfektionsmittels wurden so gewählt, daß nach der
modifizierten Prüfmethodik der DGHM (Hygiene und
Medizin, 1998, 23: 127-129) und nach Abschluß des
Waschdesinfektionsvorgangs die Wäsche desinfiziert
ist.
In die Vorwaschzone wurde eine Reinigungskomponente (6 g/kg
Trockenwäsche) gemäß DE-196 38 413 enthaltend
nichtionische Tenside, kationische Tenside,
Kokosfettsäure, Polycarboxylat, Nitrilotriacetat,
Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure,
Stilbenaufheller und Wasser sowie Alkalikomponente
(1,2 g/kg Trockenwäsche) enthaltend 40 Gew.-%
Natronlauge und
Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure dosiert.
Das Flottenverhältnis in der Vorwaschzone 1 : 4,5 und
in der Klarwaschzone 1 : 4. Der pH-Wert in der
Vorwaschzone lag im Bereich 9-10 in der Klarwaschzone
im Bereich 8-9. Die Wäsche war leicht/normal
verschmutzte OP-Wäsche, Krankenhaus- und
Alten-/Pflegeheimwäsche, Hotelwäsche,
Berufskleidungskittel-weiss sowie
Feuchtraumwischbezüge (Möpse). Die Gesamtwaschzeit
betrug 31,5 min.
Die Reflexionsmessungen wurden unter Verwendung des
Meßgerätes Elrepho (Fa. Datacolor) an ausgewählten
Testgeweben (EMPA-Testmaterialien), die auf ein
Frottierhandtuch aufgenäht wurden (a) vor dem
Waschverfahren und (b) nach dem Waschverfahren
durchgeführt, wobei der zahlenmäßige Unterschied als
Δ Ry (DeltaRy) aufgezeichnet wurde. Hier entsprechen
aufsteigende Werte der positiven Meßergebnisse einer
größeren Bleichwirkung.
Die Zusammensetzung der Desinfektions- und
Bleichmittel, die Anwendungsmengen sowie die
Prüfungsergebnisse der Reflexionsmessungen der
Eiweißmonitore und die mikrobiologischen
Prüfergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann der Wasserverbrauch des gesamten Wasservorgangs
gegenüber dem Stand der Technik erheblich verringert
werden. So ist es beispielsweise möglich, bei
Verwendung von ca. 4 l Frischwasser (FW) pro kg
Trockenwäsche ca. 7 l Wasser in die beiden
Waschstufen zurückzuführen, wodurch der
Wasserverbrauch nahezu halbiert wird (Fig. 2), weil
die anfallende Spülwassermenge von ca. 7,5 l im
Überlauftank sowohl im Klarwaschbereich als auch im
Vorwaschbereich wieder verwendet werden kann.
Es zeigte sich, daß das erfindungsgemäße
Waschverfahren unter Verwendung eines Bleich- und
Desinfektionsmittels aus Beispiel 2 gegenüber einer
Gleichgewichtsperessigsäure (G-PES) als
Vergleichsbeispiel zur verbesserten Entfernung
eiweißhaltiger Verschmutzungen führt und es möglich
ist, das gesamte Spülwasser in den Klarwaschgang und
insbesondere in den Vorwaschgang zurückzuführen. So
wird unter Verwendung der erfindungsgemäß verwendeten
Persauerstoffverbindung die erhältliche Steigerung
der Remissionsdifferenz Ry des Blutmonitors (EMPA
103) sowie des Monitors Blut/Eiweiß/Tusche (EMPA 103)
als bedeutsam gewertet.
Darüber hinaus wurden an Feuchtraumwischbezügen
(Möpse) anhaftende Verschmutzungen durch das
angewendete Waschverfahren problemlos entfernt und
führen zu einer deutlichen Aufhellung des Gewebes.
Claims (10)
1. Verfahren zum Waschen von Wäsche,
insbesondere von Hygienewäsche und/oder
Berufsbekleidung, bei dem die Wäsche in herkömmlichen
kontinuierlich arbeitenden Waschmaschinen für
gewerbliche Wäschereien in einer Vorwasch- und einer
nachgeschalteten Klarwaschzone mit
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Reduzierung des Frischwasserverbrauchs als Bleich- und Desinfektionskomponente Persauerstoffverbindungen mit einem Gehalt von 1 Gew.-% oder weniger an freiem Wasserstoffperoxid eingesetzt werden und das Gewichtsverhältnis des gesamten Frischwassers zu Trockenwäsche (FW : TW) nicht mehr als 6 : 1 beträgt und mindestens 80% des in der ersten Spülzone anfallenden rückgewonnenen Spülwassers in die Vorwaschzone und/oder Klarwaschzone geleitet werden, wobei die Bleich- und Desinfektionskomponente (iii) nach Bedarf in die Vorwasch-, und/oder Klarwasch- und/oder Spülzone eindosiert wird.
- a) einer Reinigungskomponente,
- b) einer Alkalikomponente, und
- c) einer Bleich- und Desinfektions komponente, enthaltend anorganische und/oder organische Persauerstoff verbindungen;
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Reduzierung des Frischwasserverbrauchs als Bleich- und Desinfektionskomponente Persauerstoffverbindungen mit einem Gehalt von 1 Gew.-% oder weniger an freiem Wasserstoffperoxid eingesetzt werden und das Gewichtsverhältnis des gesamten Frischwassers zu Trockenwäsche (FW : TW) nicht mehr als 6 : 1 beträgt und mindestens 80% des in der ersten Spülzone anfallenden rückgewonnenen Spülwassers in die Vorwaschzone und/oder Klarwaschzone geleitet werden, wobei die Bleich- und Desinfektionskomponente (iii) nach Bedarf in die Vorwasch-, und/oder Klarwasch- und/oder Spülzone eindosiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis des
gesamten Frischwassers zu Trockenwäsche (FW : TW) nicht
mehr als 5 : 1 beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Spülwasser zum Teil in die
Klarwaschzone und zum Teil in die Vorwaschzone des
Waschvorgangs zurückgeführt wird.
4. Waschverfahren nach einem oder mehreren der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verfahrensdauer des gesamten Waschvorgangs etwa
10 bis 50 min. beträgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Persauerstoffverbindungen die folgenden eingesetzt
werden:
Imidoperoxycarbonsäuren, wie Phthalimido- peroxyhexansäure
6-(Nonylamino)-6-oxo-peroxyhexansäure Dodekandiperoxosäure,
Monoperoxyphthalsäure, auch als Mg-Salz Monoperoxymaleinsäure,
Caro'sche Säure, auch als Kaliumperoxo monosulfat-Tripelsalz.
Imidoperoxycarbonsäuren, wie Phthalimido- peroxyhexansäure
6-(Nonylamino)-6-oxo-peroxyhexansäure Dodekandiperoxosäure,
Monoperoxyphthalsäure, auch als Mg-Salz Monoperoxymaleinsäure,
Caro'sche Säure, auch als Kaliumperoxo monosulfat-Tripelsalz.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Alkalisierungskomponente in die
Reinigungskomponente integriert ist.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens 90% des anfallenden rückgewonnenen
Spülwassers in die Vorwaschzone und/oder
Klarwaschzone zurückgeführt werden.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Wassertemperatur 50°C nicht übersteigt.
9. Verfahren nach Anspruch. 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Waschtemperatur 45°C nicht
übersteigt.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
Hygienewäsche aus Krankenhäusern und/oder aus Alten-
und Pflegeheimen und/oder dem Hotelbereich und/oder
Feuchtraumwischbezüge und/oder Berufskleidung aus dem
Krankenhaus und/oder Berufsbekleidung der
lebensmittelverarbeitenden Industrie gewaschen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000159325 DE10059325B4 (de) | 2000-11-29 | 2000-11-29 | Verfahren zum Waschen von Wäsche in gewerblichen Wäschereien mit reduziertem Frischwasserverbrauch |
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10059325B4 DE10059325B4 (de) | 2005-07-14 |
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ID=7665150
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| DE2000159325 Expired - Fee Related DE10059325B4 (de) | 2000-11-29 | 2000-11-29 | Verfahren zum Waschen von Wäsche in gewerblichen Wäschereien mit reduziertem Frischwasserverbrauch |
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Legal Events
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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Owner name: HYCHEM GMBH, 36396 STEINAU, DE |
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