DE10059037A1 - Stufenlos Justierbare Gemäldeverpackung - Google Patents
Stufenlos Justierbare GemäldeverpackungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen im Innenraum justierbaren Verpackungsbehälter für hochwertige Produkte, insbesondere Gemälde. Zur Anpassung an die Packgutabmessungen dienen im Innenraum eines Behälters installierte, sich gegenseitig durchdringende Schiebewände (-gitter), die einen in der Länge und Breite variablen Schacht aufspannen. Die Wände werden an den Kanten durch form- oder kraftschlüssige Funktionselemente mit der Außenwandung verbunden und auf diese Weise fixiert. Für die formschlüssige Arretierung schlägt die Erfindung das Einsetzen von Formstücken in fluchtende Nutenpaare vor, welche beim Verschieben der Innenwände zwischen deren Führungskanten und der Verpackungsaußenwand entstehen. Die Höhe des benötigten Schachtes wird durch Winkel eingestellt, deren einer Schenkel so an den Schiebewänden befestigt wird, daß der andere Schenkel zu den Schiebewänden senkrecht steht und innerhalb des Schachtes als Auflager für den Rand eines entsprechenden großen Packobjektes dienen kann.
Description
Die Erfindung betrifft eine Verpackung für Gemälde und andere hochwertige
Objekte.
Diese werden üblicherweise in eigens für das betreffende Packgut angefertigte
Klimaboxen verpackt. Die individuelle Fertigung, der damit
zusammenhängende, hohe Aufwand in der Vorlaufphase einer
Transportdurchführung, hoher Administrationsaufwand für die Verwaltung der
von den betreffenden Speditionen vermieteten und eingelagerten
Verpackungen, die hohe Kapitalbindung in weltweiten Museumskellern etc.
gestalten diese Art der Verpackung jedoch sehr aufwendig und belasten
Kunstspeditionen und Aussteller (Museen) stark.
Aus diesem Grund wird heute versucht, mit im Innenraum an die
Gemäldeabmessungen anpassbaren Verpackungen zu arbeiten, die pro
Transportaufgabe und nicht wie früher pro Einzelgemälde eingesetzt werden
können. Aufgrund der technischen Grenzen dieser Systeme ist dies heute aber
nur für Gemälde mit einem im unteren bzw. im Mittelfeld angesiedelten
Versicherungswert möglich. Hochwertige Gemälde erhalten nach wie vor eine
individuelle, optimierte Klimaverpackung.
Mit einem variablen Verpackungssystem höchster Qualität sind hier vor dem
Hintergrund des zunehmenden Kunsttourismus enorme Einsparpotentiale
freizusetzen.
In den heute eingesetzten Behältern werden Spanngurtvorrichtungen zur
Fixierung der Gemälde oder metallene Schienensysteme zur Positionierung von
Arretierbacken eingesetzt.
Die Schienen dienen dazu, die Arretierbacken inklusive der integrierten
Polsterelemente möglichst genau an die Außenabmessung (Länge und Breite)
des Gemäldes anzupassen. Zur Anpassung der Rahmendicke (Höhe) sind die
Polsterelemente selbst verstellbar. Dies wird durch die Einbettung der
Polstermaterialien in eine entsprechende Mechanik dargestellt.
Die Materialwahl hat ihre Ursache in den Festigkeits- und
Genauigkeitsanforderungen für Arretiersysteme: Schadensversicherer und
Kunstrestauratoren fordern sowohl eine stufenlose Anpassung als auch eine
feste (nach Möglichkeit formschlüssige) Sicherung der Fixierpunkte. Diese
Kombination ist technisch jedoch nicht ohne weiters realisierbar, da man für
einen Formschluss Raster vorsehen müsste, die nicht beliebig klein
auszuführen sind. Man wählt deswegen Längsführungen aus Metall. Hier ist es
möglich mit Hilfe der aufzubringenden Presskräfte relativ feste Kraftschlüsse an
jeder beliebigen Position zu erzielen. Diese Kräfte könnten eine Schiene aus
Hartholz deformieren und dauerhaft beschädigen.
Die heutige Technik ist mit entscheidenden Nachteilen verbunden, welche die
Akzeptanz für variable Verpackungssysteme schwächen oder den Einsatz für
den Transport wirklich hochwertiger Gemälde verbieten:
Sowohl der Schienenwerkstoff Aluminium als auch die anderen zur Verbindung eingesetzten Metallteile zeichnen sich durch eine relativ hohe Wärmeleitfähigkeit aus. Da die Gerüstteile durch Schrauben in der Innenwandung befestigt werden, besteht die Gefahr, daß durch diese versteckten, nur wenige Millimeter unter der Aussenhaut liegenden "Wärmebrücken", ein Wärmeaustausch stattfinden kann. Das ist selbst bei geringer Änderung der Innentemperatur des Behälters kritisch, da an den ableitenden Metallteilen die Feuchte der Luft kondensiert, mit der möglichen Folge der Bildung eines Tropfens, der das Bild zerstören könnte. Die Möglichkeit der Bildung eines einzelnen Tropfens ist aber u. U. für die Verwendung bei bestimmten Transportaufgaben ein K.O.-Kriterium.
Sowohl der Schienenwerkstoff Aluminium als auch die anderen zur Verbindung eingesetzten Metallteile zeichnen sich durch eine relativ hohe Wärmeleitfähigkeit aus. Da die Gerüstteile durch Schrauben in der Innenwandung befestigt werden, besteht die Gefahr, daß durch diese versteckten, nur wenige Millimeter unter der Aussenhaut liegenden "Wärmebrücken", ein Wärmeaustausch stattfinden kann. Das ist selbst bei geringer Änderung der Innentemperatur des Behälters kritisch, da an den ableitenden Metallteilen die Feuchte der Luft kondensiert, mit der möglichen Folge der Bildung eines Tropfens, der das Bild zerstören könnte. Die Möglichkeit der Bildung eines einzelnen Tropfens ist aber u. U. für die Verwendung bei bestimmten Transportaufgaben ein K.O.-Kriterium.
Innenarretierungen aus Metall "bauen" zudem relativ groß. Dadurch wird eine
relativ große Luftmenge im Innenraum erzwungen. Eine große Luftmenge geht
aber einher mit hoher absoluter Feuchte, weswegen diese Technik strittig ist
(Hohe absolute Feuchte = viele mögliche Tropfen).
Nachteiligerweise erhöht sich das Handhabungsgewicht der Verpackung bei
der Verwendung von Metallgestellen im Innenraum. Da die
Klimaschutzwandung bereits relativ schwer ist, wird die
Handhabungseigenschaft des Behälters eingeschränkt. Erfahrungsgemäß wird
ein solcher Behälter deutlich öfter aufgenommen und abgesetzt, und mitunter
sogar auf ungeeigneten Rollhilfen gerollt. Dadurch ergibt sich die Gefahr des
Anstoßens an ein Hindernis bei relativ hoher Geschwindigkeit, eine
unerwünschte Schwingunsanregung auf unebenen Museumsböden und
ebenfalls daraus resultierende Vertikalstöße.
Die Erfahrung zeigt außerdem, daß die Schienensysteme in den heutigen
Baugrößen von Gemäldeverpackungen Eigenfrequenzen aufweisen können,
die im Bereich der Anregung durch Transportschwingungen liegen. Die
resultierenden Eigenschwingungen der Mechanik führen aber schnell zum
Totalschaden des Gemäldes.
Von besonders großem Nachteil ist deswegen die Tatsache, daß die
Metallprofile entweder an besonders vielen Stellen befestigt oder besonders
stark ausgeführt sein müssen, wenn man Resonanzschwingungen des Gestells
beim Transport mit Sicherheit vermeiden will. Durch eine
Mehrfachverschraubung entstünden viele potentielle Wärmebrücken.
Es ist deswegen weiterhin nachteilig, daß die Entkopplung der heute
üblicherweise eingesetzten Innenraummechanik den Einsatz von
Dämpfungselementen erfordert. Der Platzbedarf der Dämpfer erzeugt in der
Einbauumgebung ein zusätzliches Innenvolumen, welches durch Luft ausgefüllt
wird. Bei Verwendung von mechanischen Dämpfern muss also einmal mehr ein
technischer Kompromiss in der Verpackungsgestaltung eingegangen werden.
Andere Nachteile bestehen bei der eingangs erwähnten Spanngurttechnik zur
Fixierung von Bildern in einem Verpackungsinnenraum. Hier werden Gurtpaare
benutzt, um das Bild einzufassen. Diese Technik ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Bilder durch einen Kraftschluß fixiert werden, wobei die Kraftleitung
über den Bildrahmen erfolgt; das Bild also einer permanenten Druckspannung
ausgesetzt ist. Die aktive Einleitung einer Kraft ist jedoch bei hochwertigen
Packgütern nicht tolerabel, insbesondere nicht in der Größenordnung wie sie
zum Erzeugen eines Kraftschlusses zwischen Trägergurt und Packgut benötigt
wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Gemäldeverpackung ohne
oben genannte Nachteile bereitzustellen.
Die Aufgabe wird durch in Ebenen aufgebaute, sich kammartig durchdringende
Innenraumwandungen gelöst, die jeweils parallel zur Aussenwandung
verschiebbar sind und einen in der Länge und Breite variablen Innenschacht
aufspannen. Die Arretierung der Schiebewände erfolgt form- oder
kraftschlüssig an der Aussenwandung bzw. einem in die Aussenverpackung
eingesetzten Rahmen.
Durch einen lösbaren Formschluß der Schiebewände bzw. der Schiebegitter mit
der Außenwand erfolgt eine Feinarretierung bis zu einem gewissen Teiler eines
auf der Innenseite der Aussenwandung aufgebrachten Rasters.
Die grundlegende Idee besteht darin, das Prinzip des von Meßschiebern
bekannten Schiebemaßstabs (Nonius) sowie daraus abgeleiteter Verfahren auf
die Arretierung zu übertragen.
Das resultierende Rastermaß ist so fein, daß aus einem Untermaß des
Innenraums resultierende Druckkräfte auf das Packgut für die Praxis
unbedeutend sind. Ein Untermaß kann dann auftreten, wenn es aufgrund eines
Spiels zwischen Packgut und Verpackungsschacht notwendig wird, ein Maß
einzustellen, welches unter der Packgutabmessung liegt.
Die Nonius-Skala eines Meßschiebers zeigt mit einer Genauigkeit von z. B. 1/10
(1/20, 1/30) mm die Abmessung eines Objekts an, ohne die Millimeterskala in
10tel mm unterteilen zu müssen. Stattdessen wird der mm-Skala der festen
Seite eine 9/10tel Skala der beweglichen Seite gegenüber gestellt (Nonius). Bei
genauer Übereinstimmung der Null-Lagen beider Skalen ist ein vermessenes
Bauteil ganze mm groß. Stimmt der erste Teilstrich der mm-Skala mit dem
ersten Teilstrich der 9/10-tel Skala überein, hat das Bauteil ein Übermaß von
genau 1/10 mm. Stimmen die zweiten Teilstriche überein, hat das Bauteil ein
Übermaß von 2/10-tel usw. Erst nach Überschreiten der Übereinstimmung der
9ten Teilstriche stimmen die Null-Lagen wieder überein. Auf diese Weise ist die
Vermessung von Bauteilen mit mechanischen Hilfsmitteln in einer Genauigkeit
möglich, die fertigungstechnisch auf dem Meßinstrument direkt nicht abzubilden
ist (Unterbringung von 10 Teilstrichen auf einem Millimeter).
Es ist mit einfacher Fertigungstechnik möglich, Skalen in Form von
Rillenprofilen oder Bohrungen in geeignetes Material, z. B. geschichtetes
Hartholz einzubringen. Hierbei ergibt sich ein fertigungstechnisch und aus
Gründen der Materialfestigkeit erforderlicher Mindestabstand der Nuten.
Unabhängig von dem Mindestabstand ist es aber heute mit Hilfe
computergesteuerter Fräsen möglich, die Abstände der Nuten mit hoher
Genauigkeit (<1/10 mm) einzustellen.
Um das Prinzip der Nonius-Skalierung für die Feinarretierung nutzen zu
können, bringt man in die Innenseite der seitlichen Außenwandung eines
Verpackungsbehälters oder einen in eine Klimabox einsetzbaren Rahmen nun
ein bestimmtes Raster in Form von Nuten oder Bohrungen ein.
Entlang der genuteten Innenseiten lassen sich die als "Führungsschuh"
(verbreitert) ausgeführten Seitenkanten von verschiebbaren Innenwänden
führen, welche ebenfalls mehrfach genutet sind, jedoch in einem anderen
Maßstab. Die Nuten dieser "Führungsschuhe" verlaufen dann parallel zu denen
der Aussenwände bzw. des Rahmens; genauer gesagt: liegen diesen Nuten
oder Bohrungen benachbart gegenüber.
Je nach Position der verschiebbaren Innenwand gibt es an dem durch die
Nuten der Führunsschuhe gebildeten Schiebemaßstab jeweils eine Nut bzw.
Bohrung, die mit einer Nut/Bohrung des festen Maßstabes auf der Innenseite
der Aussenwand mehr oder weniger fluchtet. Die aus der Flucht resultierende
"Doppelnut" wird dazu genutzt, ein Formstück einzusetzen, welches zwischen
der Aussen- und Innenwand eine formschlüssige Verbindung erzeugt.
Auf diese Weise kann bei höchster Stellgenauigkeit ein Formschluss realisiert
werden ohne das effektive Rastermaß fertigungstechnisch abbilden zu müssen.
Um mit Hilfe dieses Prinzips einen sowohl längen- als auch breitenvariablen
Schacht aufspannen zu können, ist es vorteilhaft die Innenwände als
Leistenstapel oder sich kammartig durchdringende Gitterwände aufzubauen.
Vorteilhafterweise sind die Maßstäbe an der dem Verpacker zugewandten
Oberseite außerdem mit leicht ablesbaren Kennzeichen versehen, die es
ermöglichen, eine bestimmte Abmessung ohne Vorhandensein des zu
verpackenden Realobjektes, im Voraus einzustellen. Das ist bei Objekten mit
extrem empfindlichen Rahmen notwendig. Hier kann der Rahmen nicht als
"Anschlag" zur Einstellung der Abmessung benutzt werden, da ein Ausrutscher
beim Verstellen der Arretierung einen Millionenschaden anrichten könnte.
Stattdessen wird das Gemälde in der Regel nachträglich, zusammen mit
abstützenden Polsterelementen, in den vorher angepassten
Verpackungsschacht eingesetzt.
In diesem Zusammenhang erweist sich eine durch Rollen, Kugeln, Räder oder
geeignete Möbelbeschläge unterstütze Längsführung der verschiebbaren
Innenwände als Handhabungsvorteil. Die Abstützung der "Führungsschuhe" an
Aussenwand und/oder Boden mit Hilfe von Rollen ermöglicht eine nahezu
kraftfreie Verstellung der Schachtabmessungen. Ein besonderer Vorteil ist in
diesem Zusammenhang die Tatsache, daß die Führungsschuhe ausserhalb des
durch die Innenwände aufgespannten Schachtes liegen. In diesem Fall ist die
Verwendung hochwertiger, metallener Beschläge als Führungshilfe durchaus
denkbar. Im Gegensatz zu Kraftschluss-Fixierungen kann man bei der
Erfindung zusätzlich ein leichtgängiges Spiel für die Längsführung vorsehen,
denn durch den nachträglich eingesetzten Formschluss wird das Spiel wieder
auf null gesetzt.
Es läßt sich mit einfachen Mitteln eine absolut stufenlose Arretierung erzielen,
indem man die Führungsschuhe der Schiebewände mit Reibkeilen gegen die
(beschichteten) Aussenwandungen abstützt.
Hierzu sieht man zwischen den Führungsschuhen einer Innenwand und den
benachbarten Aussenwänden jeweils mindestens einen keilförmigen Spalt vor.
Bei dieser Variante der Erfindung ist es besonders vorteilhaft, wenn die
Führungsschuhe der Innenwände relativ breit sind. Auf diese Weise stehen
zwischen dem Schuh, der als Gegenlager fungierenden Außenwand sowie dem
dazwischen liegenden Reibkeil große Reibflächen zur Verfügung, die für eine
sichere Arretierung sorgen. Den Öffnungswinkel des Spalts bzw. des Keils
wählt man günstigerweise im Grenzbereich der Selbsthemmung, damit die
Demontage bzw. das Lösen aus dem Kraftschluß nicht unnötig behindert wird.
Um ein Lösen des Reibschlusses beim Transport, z. B. aufgrund auftretender
Vibrationen, auszuschliessen, setzt man den eingesetzten Reibkeil dauerhaft
unter Druck. Der Druck, der eine Bewegung des Keils aus dem Reibschluss
heraus verhindern soll, kann beispielsweise durch eine Feder, eine Schraube
oder andere Vorrichtungen aufgebracht werden.
Der Reibschluß kann in einen Formschluß verwandelt werden, wenn man die
Keilflächen mit einem flexiblen Material beschichtet, welches sich unter dem
aufgebrachten Druck einem Rillenprofil auf den Paarungsseiten anschmiegt.
Um Bilderrahmen mit unterschiedlichen Rahmendicken in der gleichen
Verpackung fixieren zu können, ist es notwendig, neben der Längen- und
Breitenverstellung des Schachtes die Höhe des Innenraums an das Bild
anzupassen.
Der Aufbau der Wände aus beabstandeten Leisten bzw. als Gitter besitzt in
diesem Zusammenhang den weiteren Vorteil, daß hieran Polsterelemente und
weitere "Anschläge" problemlos befestigt werden können.
In der Erfindung sind hierfür Winkel vorgesehen, die mit einem Schenkel an den
Innenwänden fixiert werden, wobei der andere Schenkel auf dem Rahmen des
in den Schacht eingesetzten Bildes aufliegt. Der an der Innenwand anliegende
Schenkel des Befestigungswinkels wird dabei mit Hilfe mehrerer Klemmhebel
mit einer auf der anderen Seite der Innenwand liegenden Platte verspannt.
Um hier ebenfalls formschlüssig sichern zu können wählt man für die Paarung
Klemmbacke/Schenkel ebenfalls eine flexible Werkstoffkombination oben
angesprochener Art. In diesem Fall versieht man z. B. die Innenseite des
Schenkels mit einer permanenten Rillung; die Klemmbacke auf der
Paarungsseite hingegen mit einer flexiblen Beschichtung, so daß sich der
Klemmbackenwerkstoff unter der Klemmspannung an das Rillenprofil des
Schenkels anpasst. Diese Verbindung ist dann ein Formschluss mit der Folge,
das selbst eine minimale Verstellung des Winkels im festgeklemmten Zustand
nur durch eine Zerstörung der Beschichtung, also höchster Krafteinwirkung,
möglich wäre.
Es ist vorteilhaft mit Hilfe der Winkel bereits vor dem Einsetzen des Gemäldes
in den Verpackungsschacht die Höhe des für das betreffende Kunstwerk
benötigten Verpackungsinnenraums zu justieren; also die Schenkel als
Auflagepunkte für ein nachträglich einzusetzendes Gemälde auszurichten und
festzusetzen. Das hat den Vorteil, nach dem Einsetzen des Gemäldes in den
Schacht nicht mehr über oder nahe diesem mit losen Einzelteilen arbeiten zu
müssen. Das mit dem möglichen Herabfallen der Teile zusammenhängende
Gefahrenpotential wird dadurch ausgeschlossen.
Stattdessen erfolgt nach dem Einsetzen des Gemäldes nur noch das Aufsetzen
des Deckels der Aussenverpackung (Klimaverpackung).
Um im Innenraum Standardpolster und Standardwinkel einsetzen zu können,
erweist es sich als günstig, eine Stoß- und Schwingungsdämpfung einzusetzen,
die unabhängig von der Verpackung eingestellt und von aussen an die
verschlossene Box montiert wird bzw. in die die geschlossene
Gemäldeverpackung eingesetzt wird. Insbesondere wird durch die Aufnahme
von Schwingungen und Stößen über aussen angebrachte Dämpfungssysteme
vermieden, daß bei Stößen im Inneren der Verpackung packgutschädigende
Relativbewegungen zwischen Bildrahmen und Fixierelement (Polster)
resultieren.
Es zeigen:
Fig. 1 eine 3-D-Prinzipskizze einer Ausführungsvariante 1, die in eine
herkömmliche Klimabox eingesetzt werden kann.
Fig. 2 ein Ausführungsdetail der formschlüssigen Verbindung
Innenwand 1 Aussenwand.
Fig. 3 ein Ausführungsdetail der reibschlüssigen Verbindung
Innenwand/Aussenwand.
Fig. 4 eine Aufsicht des Rahmens mit in den Innenschacht
eingesetztem Packgut.
Fig. 5 ein Ausführungsdetail zur Umsetzung des
Schiebemaßstabsprinzips.
Fig. 6 eine Prinzipskizze zur Befestigung von Auflagebacken
(Winkeln) in beliebiger Höhe im Innenraum des Verpackungsschachtes.
Fig. 7 den befestigten Ausführungsvarianten der Winkel in Vorder-
und Seitenansicht.
Das Beispiel besteht aus einem vollwandigen Rahmen 1 mit Boden, der in Fig.
1 dargestellt ist. In diesem Rahmen befinden sich vier Schiebewände 2. Die
Schiebewände bestehen aus einzelnen Leisten 14 (Fig. 2), welche mit
Abstand zueinander durch nachfolgend als "Führungsschuhe" bezeichnete
Funktionselemente 3 miteinander verbunden sind. In der Fig. 1 dienen Nuten
4 in Breite der Leisten 14 an den Führungsschuhen 3 dazu, die Leisten
fluchtend auszurichten. Durch diesen Aufbau ergeben sich "geschützte"
Innenwände oder "Gitter", wobei die kammartig ineinander greifenden Wände
im Mittelraum des Rahmens 1 einen variablen quaderförmigen Schacht 32
aufspannen.
Zwischen den Leisten von jeweils zwei sich rechtwinklig durchdringenden
Wänden ist ein feines Spiel vorgesehen, welches das Verschieben der
einzelnen Wände nahezu kräftefrei ermöglicht. Um die Leichtigkeit der
Verstellung noch zu verbessern, können an den Führungsschuhen 3 Rollen 8
vorgesehen werden, die entlang einer Schiene 9 oder den Wandungen geführt
werden.
Der durch die verschiebbaren Innenwände 2 aufgespannte Schacht 32 dient zur
Aufnahme eines Packgutes 22 (Fig. 4), welches sich über Polster- oder
Fixierelemente 10 an den Ecken gegen den Innenraum abstützt. Diese Polster
und Fixierelemente werden in dem Ausführungsbeispiel durch Winkel 10
(Fig. 1) dargestellt, welche die Höhe des Verpackungsschachtes haben, und
auf der dem Packgut zugewandten Seite eine geeignete Beschichtung
aufweisen (nicht dargestellt). Diese Winkel 10 werden in den Ecken des durch
die Gitterwände aufgespannten Schachtes 32 befestigt. Die Befestigung wird
durch einen beliebigen Formschluss mit den Gitterwänden realisiert, so daß das
Verschieben der Wände möglich ist, ohne die Ecke herausnehmen zu müssen.
Geeignet sind beispielsweise Ösen, die um einzelne Leisten 14 benachbarter
Schiebewände 2 greifen; Haken, die hinter die Leisten 14 greifen oder Federn,
die den Winkel 10 mit Funktionselementen hinter den Leisten verbinden.
Die Winkel 10 können langschenkelig ausgeführt werden, so daß sich eine
Überlappung der Schenkel benachbarter Winkel ergibt. Dazu müssen die
Schenkel besonders dünn, aber relativ steif ausgeführt werden, wenn man ein
Flattern der Winkel verhindern will. Auf diese Weise wäre es möglich, die im
Schacht eingeschlossene Luft von der zwischen Schacht und Rahmen
eingeschlossenen Luftmenge zu trennen.
Zur Einstellung des Verpackungsschachtes 32 auf eine bestimmte
Packgutabmessung werden die Schiebewände verschoben und an den
passenden Stellen fixiert. Um das Einstellen von der Verwendung loser
Maßstäbe unabhängig zu gestalten sind bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 1
Kennzeichen 6 und 7 vorgesehen, die dem Verpacker die effektiven
Abmessungen des Verpackungsschachtes anzeigen.
Die Fixierung der Schiebewände erfolgt mit Hilfe der Führungsschuhe 3, welche
form- oder kraftschlüssig mit den Wandungen 5 des Rahmens 1 verbunden
werden.
Eine einfache und relativ feine Rasterung erreicht man in dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 dadurch, daß man in die Innenseite des
Rahmens und die Außenseite des Führungsschuhs 3 Nuten 11 bzw. 12
einbringt, welche Maßstabsinkremente verschieden skalierter Maßstäbe
darstellen. Die Einstellung einer Abmessung kann dann mit Hilfe des von
Meßschiebern bekannten Prinzips des Schiebemaßstabs (Nonius) erfolgen. Je
nach Position der Schiebewand gibt es eine Nut des festen Maßstabs der Wand
5, welche mit einer Nut des Schiebemaßstabs mehr oder weniger genau
fluchtet. In das fluchtende Nutenpaar wird ein Formstück 13 eingesetzt, welches
diese Position fixiert.
Die Fig. 5 stellt dieses Vorgehen noch einmal detailliert vor. Hier wurde die
Einstellung einer Abmessung von genau 16,65 Inkrementen dargestellt. Die
hierzu erforderliche Teilung des Hauptmaßstabes 6 in 20tel wurde durch zwei
zusätzliche Schibemaßstäbe 3a und 3b realisiert.
Die Nutenabstände des Schiebemaßstabs 3a des unteren Führungsschuhs
entsprechen dem 1,25-fachen der Teilung des Hauptmaßstabes. Folglich
lassen sich mit Hilfe dieses Führungsschuhs Maßabweichungen von ganzen
Vierteln der Inkremente des Hauptmaßstabes einstellen ohne den
Hauptmaßstab derart fein gestalten zu müssen. In der Fig. 5 wird der untere
Schiebemaßstab benutzt um durch Einsetzen eines Formstückes in die zweite
Position (-1/4) ein Untermaß von genau einem Viertel der Teilung einzustellen.
Mit Hilfe des oberen Schiebemaßstabs wird die Abmessung durch Benutzen
der dritten Position (-2/20) um nochmals zwei Zwanzigstel reduziert. Diese Art
der Justierung erlaubt bei höchster Stellgenauigkeit eine einfache Fertigung, da
lediglich ein Hauptmaßstab und zwei Schiebemaßstäbe gefertigt werden
müssen.
Die Fig. 3 zeigt eine Arretierung, die eine stufenlose Einstellung der
Schachtabmessungen ermöglicht.
Hierzu werden die angeschrägten Außenwände des Rahmens 15 bzw. des
Führungsschuhs 17 beabstandet, so daß sich dazwischen ein aus zwei
gegenüberliegenden Klemmkeilen 19 und 20 aufgebautes Funktionselement
einsetzen läßt. Durch das Verspannen der Klemmkeile 19 und 20 mit Hilfe einer
Gewindemechanik 18 ergibt sich ein Kraftschluß zwischen Außenwandung und
Schiebewand. Die Position ist dabei frei wählbar. Der Haltbarkeit eines derart
aufgebrachten Kraftschlusses kann durch Variation der Klemmflächen (Breite
der Führungsschuhe bzw. Klemmkeile) sowie deren Beschichtung beeinflußt
werden.
Die maximale Festigkeit der Arretierung bei kleiner Baugröße wird erzielt, wenn
man als "Reibpaarung" ein steifes Relief 16 und einen elastischen Werkstoff 21
- im Beispiel auf die Oberflächen der Klemmkeile geklebt - einsetzt. Unter dem
Druck der Klemmkräfte paßt sich der flexible Werkstoff dem Relief 16 mehr
oder weniger stark an, wodurch in der Folge ein Formschluß mit höchster
Festigkeit entsteht. Dieser ist nur unter Zerstörung des Bauteils, d. h. mit hohem
Energieeinsatz zu lösen. Diese Art der Arretierung wird den Erfordernissen der
Stellgenauigkeit und der Arretierfestigkeit/-sicherheit in höchstem Maße
gerecht.
Da der Verpackungsschacht 32 in der Fig. 1 zur Aufnahme verschieden hoher
Packobjekte dienen soll, jedoch über eine fixe Höhe verfügt, dienen zur
Anpassung der Verpackung die in den Fig. 6 und 7 dargestellten "Auflager"
in Form von Winkeln 23, die an den Gitterwänden befestigt werden. Deren
Auflageflächen 24 können durch eine Stellmöglichkeit in einem frei wählbaren
Abstand von der Oberkante des Verpackungsschachtes (Deckel) fixiert werden.
Hierzu werden die der Schiebewand zugewandten Schenkel mit Hilfe von
Niederhaltern 29 gegen ein Bauteil 26 auf der anderen Wandseite verspannt.
Auch hier soll die oben beschriebene Paarung eines elastischen 30 und eines
profilierten Werkstoffes 25 einen Formschluß höchster Festigkeit gewährleisten.
Das Bauteil 26 ist formschlüssig zwischen die Leisten 14 der Schiebewände
eingebettet, so daß sich hier keine Bewegungsmöglichkeit in vertikaler Richtung
ergibt.
Die Verstellung der Winkel erfolgt durch relatives Bewegen der Schenkel
gegenüber dem Teil 26 solange die Niederhalter 29 nicht verspannt sind. Hierzu
sind in den Schenkeln der Winkel Langlöcher 31 vorgesehen. Mit dem
Verspannen der Niederhalter 29 mit Hilfe von Spannhebeln 28 erfolgt die
Arretierung.
Die zwischen den Leisten 14 der Schiebewände liegenden Formteile 33 sind
etwas kürzer gehalten als die Leisten 14 breit sind. Dadurch ergibt sich
zusätzlich ein Kraftschluss zwischen Winkel und Schiebewand, der ein
Verrutschen der Winkel in horizontaler Richtung verhindert.
Claims (6)
1. Transportbehälter zur Verpackung von Gemälden und anderen hochwertigen
Packgütern, mit an die Außenabmessung des Packguts anpassbaren
Fixiereinrichtungen
dadurch gekennzeichnet, daß
im Innenraum der Verpackung 1 bzw. einem in einen größeren Behälter
einsetzbaren Rahmen 1 frei oder entlang einer Führung 9 verschiebbare
Wände 2 oder Gitter mit mindestens einer Wand 5 des Rahmens/der
Verpackung 1 lösbar verbunden werden.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung über einen lösbaren Formschluss derart erfolgt, daß die an den
Führungsschuhen 3 der Schiebewände angebrachten Maßstabs-Inkremente
12, welche mit denen 11 fluchten, die auf der festen Wand 5 angebracht sind,
durch jeweils ein überbrückendes Bauteil 13 zwangsweise (formschlüssig)
fluchtend gehalten werden.
3. Transportbehälter nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung über einen lösbaren Kraftschluss derart erfolgt, daß zwischen
der inneren Schiebewand 2 oder den zugeordneten Führungsschuhen 3 und
einer Rahmenwandung 5 ein Keil oder ein anderer Haftvermittler eingesetzt
oder ein an der Wand 5 oder dem Führungsschuh 3 befestigtes
Funktionselement 19 [20] verspannt wird.
4. Transportbehälter nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß
die Höhe des nutzbaren Verpackungsschachtes 32 durch in der Höhe stufenlos
verschieb- und arretierbare Winkel 23 eingestellt wird, deren einer Schenkel an
den Schiebewänden 2 so befestigt wird, daß die senkrecht zu den
Schiebewänden stehenden Schenkel Auflager für ein in den Schacht
einzusetzendes Packobjekt 22 bilden.
5. Stellmechanismus, insbesondere zur stufenlosen Fixierung variabler
Behälterteile gemäß der Ansprüche 2, 3 und 4
dadurch gekennzeichent, daß
ein Teil 19/20 [29] einer Bauteilpaarung mindestens eine flexible Beschichtung
21 [30] an der Paarungsseite aufweist, die sich dem steifen Profil 16 [25] des
anderen Partners 15 [23] unter Bildung eines mehr oder weniger ausgeprägten
Formschlusses anpaßt.
6. Stellmechanismus, insbesondere zur Fixierung der Innenwände gemäß
Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Nuten oder Bohrungen der Paarungsteile Maßstabsinkremente verschieden
skalierter Maßstäbe 6/7 sind, wodurch sich eine in der Genauigkeit über dem
Fertigungsraster liegende Feinjustierung nach dem Prinzip des
Schiebemaßstabs (Nonius) eines Meßschiebers ergibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000159037 DE10059037A1 (de) | 2000-11-28 | 2000-11-28 | Stufenlos Justierbare Gemäldeverpackung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000159037 DE10059037A1 (de) | 2000-11-28 | 2000-11-28 | Stufenlos Justierbare Gemäldeverpackung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10059037A1 true DE10059037A1 (de) | 2002-05-29 |
Family
ID=7664963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000159037 Withdrawn DE10059037A1 (de) | 2000-11-28 | 2000-11-28 | Stufenlos Justierbare Gemäldeverpackung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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