DE10059797A1 - Anordnung aus mehreren, in einem Netzwerk arbeitenden Schmierstoffgebern - Google Patents
Anordnung aus mehreren, in einem Netzwerk arbeitenden SchmierstoffgebernInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung aus mehreren, in einem Netzwerk arbeitenden Schmierstoffgebern (1), die jeweils einen Schmierstoffbehälter mit Schmierstoffvorrat, eine elektromechanische Austragseinrichtung zur Abgabe kleiner Schmierstoffmengen und eine elektronische Steuerung für die Austragseinrichtung aufweisen. Die Austragseinrichtungen der Schmierstoffgeber (1) weisen jeweils einen Antriebsmotor auf, der von der elektronischen Steuerung Start- und Stromimpulse erhält. Die elektronischen Steuerungen der Schmierstoffgeber (1) sind mit einem Mikrocontroller ausgerüstet und an ein Bussystem angeschlossen. Das die Steuerungen der Schmierstoffgeber (1) untereinander verbindende Bussystem ist erfindungsgemäß als Feldbus (2) mit dezentraler Buszuteilung oder zufälligem Buszugriff der Teilnehmer ausgebildet. Das Netzwerk (3) ist dabei von einem Rechner (4) konfiguriert, der nach erfolgter Netzwerkkonfiguration von dem Feldbus trennbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung aus mehreren, in
einem Netzwerk arbeitenden Schmierstoffgebern, die jeweils
einen Schmierstoffbehälter mit Schmierstoffvorrat, eine
elektromechanische Austragseinrichtung zur Abgabe kleiner
Schmierstoffmengen und eine elektronische Steuerung für die
Austragseinrichtung aufweisen, wobei die Austragsein
richtung einen Antriebsmotor umfasst, der von der elek
tronischen Steuerung Start- und Stoppimpulse erhält, und
wobei die elektronischen Steuerungen der Schmierstoffgeber
jeweils einen Microcontroller aufweisen und an ein Bus
system angeschlossen sind.
Bei der aus EP-A 0 926 426 bekannten Anordnung, von der die
Erfindung ausgeht, ist ein Zentralrechner vorgesehen, der
über ein Bussystem mit den Steuereinrichtungen mehrerer
Schmierstoffgeber verbunden ist. Betriebszustandsdaten der
Schmierstoffgeber werden dem Rechner zugeführt. Es erfolgt
ein Signalaustausch zwischen Rechner und den elektronischen
Steuerungen der Schmierstoffgeber in beiden Richtungen. Die
Anordnung ist, da sie das Vorhandensein eines Rechners
erfordert, aufwendig und aus Kostengründen nur für große
Netzwerke geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung
aus mehreren, in einem Netzwerk arbeitenden Schmierstoff
gebern anzugeben, die ohne Zentralrechner funktionsfähig
ist, flexibel konfiguriert werden kann und Erweiterungen
durch den Anschluss von Sensoren oder Zusatzeinrichtungen
zulässt.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, dass das die
Steuerungen der Schmierstoffgeber untereinander verbindende
Bussystem als Feldbus mit dezentraler Buszuteilung oder
zufälligem Buszugriff der Teilnehmer ausgebildet ist und
dass das Netzwerk von einem Rechner konfiguriert ist, der
nach erfolgter Netzwerkkonfiguration von dem Feldbus
trennbar ist. Der Rechner wird lediglich zur Konfiguration
des Netzwerkes gebraucht und ist über einen Stecker an den
Feldbus anschließbar. Nach der Konfiguration des Netzwerkes
kann der Rechner anderweitig eingesetzt werden. Erfindungs
gemäß wird ausgenutzt, dass die im Netzwerk betriebenen
Schmierstoffgeber jeweils eine intelligente elektronische
Steuerung mit Microcontroller aufweisen. Innerhalb des
Netzwerkes sind die Schmierstoffgeber gleichberechtigte
Teilnehmer, wobei die. Dauer der Schmierimpulse, die
Schmierintervalle, etwaige maschinenabhängige Steuerungen
der Schmierstoffgeber und dergleichen durch die Konfi
guration festgelegt wird. Für die Konfiguration wird ein
Rechner mit einem Standardbetriebssystem sowie einem
Steuerungsprogramm, das auf die Anwendung eines Schmier
gebernetzwerkes zugeschnitten ist, verwendet.
Die Schmierstoffgeber werden in vorgegebenen oder
maschinenabhängig gesteuerten Intervallen kurzzeitig in
Betrieb gesetzt, wobei jeweils nur eine kleine Schmier
stoffmenge abgegeben wird. Beim Inbetriebsetzen der
Schmierstoffgeber treten hohe elektrische Anlaufströme auf.
Wenn die Schmierstoffgeber an ein gemeinsames Stromnetz
angeschlossen sind ist es daher zweckmäßig, das Netzwerk so
zu konfigurieren, dass stets nur die Austragseinrichtung
eines Schmierstoffgebers oder allenfalls einer festgelegten
Anzahl von Schmierstoffgebern, die kleiner ist als die
Gesamtzahl der das Netzwerk bildenden Schmierstoffgeber,
gleichzeitig in Betrieb ist.
Die erfindungsgemäße Anordnung ist durch Zusatzeinrich
tungen erweiterbar. Gemäß einer bevorzugten Ausführung der
Erfindung ist an den Feldbus ein Modul für eine Signal
übertragung zwischen dem Feldbus und einer speicher
programmierbaren Steuerung angeschlossen. Über den Modul
erfolgt ein Datenaustausch, durch den das Netzwerk in
Abhängigkeit der Betriebsdaten einer zu schmierenden
Maschine steuerbar ist.
An den Feldbus sind ferner Sensoren für eine Zustandser
fassung von bewegten Maschinenteilen, denen ein Schmier
stoffgeber des Netzwerkes zugeordnet ist, anschließbar.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind an
den Feldbus Messeinrichtungen zur Erfassung des Lagerzu
standes von Wälzlagern, die durch zugeordnete und dem
Netzwerk angehörende Schmierstoffgeber mit Schmierstoffen
versorgt werden, angeschlossen. Als Messeinrichtungen
kommen beispielsweise Temperatursensoren, Einrichtungen zur
Messung der Laufruhe des Wälzlagers sowie Messeinrich
tungen, die einen Stoßimpulsaufnehmer und einen Sensor zur
Messung der Wellendrehzahlen aufweisen, in Betracht. Das
Netzwerk kann erfindungsgemäß so konfiguriert werden, dass
die Spendezeitpunkte und/oder die Dauer der Spende
intervalle automatisch verändert werden, wenn die Mess
einrichtung einen beginnenden Lagerdefekt oder einen
Mangelschmierungszustand anzeigt. Durch die damit einsetzende
Zusatzschmierung kann der Mangelschmierungszustand
beseitigt oder ein einsetzender Schadensverlauf verzögert
werden, so dass ein. Lagerwechsel im Rahmen langfristig
geplanter Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden kann.
Im Rahmen der. Erfindung liegt es auch, dass an den Feldbus
eine Ein/Ausgabeeinheit mit einer Prozessperipherieschnitt
stelle für den Anschluss einer zusätzlichen Zentralschmier
anlage angeschlossen ist. Insofern umfasst das erfindungs
gemäße Netzwerk nicht für dezentral angeordnete Schmier
stoffgeber, die einen Schmierstoffbehälter mit Schmier
stoffvorrat sowie eine elektromechanische Austragsein
richtung zur Abgabe kleinerer Schmierstoffmengen aufweisen,
sondern auch Kombinationen einer solchen Anordnung mit
einer Zentralschmieranlage, die eine Förderpumpe aufweist
und z. B. Schmieröle über Leitungen verschiedenen Schmier
stellen zuführt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist an den
Feldbus ferner eine Ein/Ausgabeeinheit mit Schnittstellen
zur Kommunikation mit Netzwerken, z. B. LANs, WANs,
Intranet, Ethernet, Internet und dergleichen angeschlossen.
Es kann ferner eine Ein/Ausgabeeinheit mit einer
GSM-Schnittstelle vorgesehen sein. Schließlich liegt es im
Rahmen der Erfindung, an den Feldbus einen Rechner zur
Netzwerkkontrolle anzuschließen, der Schnittstellen zur
Kommunikation mit externen Netzwerken aufweist.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Die
einzige Figur zeigt schematisch eine Anordnung aus
mehreren, in einem Netzwerk arbeitenden Schmierstoff
gebern 1, die jeweils einen Schmierstoffbehälter mit
Schmierstoffvorrat, eine elektromechanische Austragsein
richtung zur Abgabe kleiner Schmierstoffmengen und eine
elektronische Steuerung für die Austragseinrichtung auf
weisen. Die Austragseinrichtung umfasst einen Antriebs
motor, der von der elektronischen Steuerung Start- und
Stoppimpulse erhält. Die elektronischen Steuerungen der
Schmierstoffgeber weisen jeweils einen Microcontroller auf
und sind untereinander durch ein Bussystem verbunden, das
als Feldbus 2 mit dezentraler Buszuteilung oder zufälligem
Buszugriff der Teilnehmer ausgebildet ist. Das Netzwerk 3
ist von einem Rechner 4 konfiguriert, der nach erfolgter
Netzwerkkonfiguration von dem Feldbus 2 trennbar ist.
Der Feldbus ist ein serielles Datenübertragungssystem, das
im Zeitmultiplexverfahren arbeitet. Mit der dezentralen
Buszuteilung sind alle Teilnehmer gleichberechtigt. Die
dezentrale kontrollierte Buszuteilung ist beispielsweise
nach dem Prinzip des Token-Bus-Protokolls realisierbar.
Dabei wird von allen Teilnehmern zunächst eine Nachricht,
der "Token" weitergegeben. Diese beinhaltet das Recht auf
Buszugriff. Nur wer im Besitz des "Token" ist, darf auf den
Bus zugreifen. Jeder Teilnehmer gibt den Token an einen
genau festgelegten Nachfolger weiter, wodurch ein logischer
Ring entsteht, in dem das Senderecht zirkuliert. Bei einem
zufälligen Buszugriff, was im Rahmen der erfindungsgemäßen
Lehre ebenfalls möglich ist, ist vor Beginn einer
Übertragung der Teilnehmer, der als nächster den Bus
belegen will, nicht bekannt. Der Buszugriff kann nach dem
CSMA (Carrier Sends Multiple Access)-verfahren oder dem
CSMA/CD (Carrier Sends Multiple Access/Collision
Detection)-Verfahren erfolgen. Beim CSMA-Verfahren hört der
sendewillige Teilnehmer den Bus ab, ob bereits eine
Übertragung durchgeführt wird. Findet er den Bus ohne
Übertragung vor, beginnt er den Bus zu belegen. Stellt er
fest, dass bereits eine Datenübertragung stattfindet, so
stellt er seinen Sendewunsch zurück. Das CSMA/CD-Verfahren
ist mit einer frühzeitigen Kollisionserkennung erweitert.
Zur Konfiguration des Netzwerkes wird der Rechner 4, z. B.
ein Laptop, über Stecker an den Feldbus 2 angeschlossen.
Nach erfolgter Konfiguration kann der Rechner 4 wieder
entfernt und anderweitig genutzt werden.
Die elektromechanischen Austragseinrichtungen der Schmier
stoffgeber 1 werden in vorgegebenen oder maschinenabhängig
gesteuerten Intervallen kurzzeitig in Betrieb gesetzt und
geben dabei kleine Schmierstoffmengen ab. Das Inbetrieb
setzen der Austragseinrichtungen ist mit einem hohen
Anlaufstrom des Antriebsmotors verbunden. Als Antriebs
motoren sind vorzugsweise Gleichstrommotoren eingesetzt,
deren Drehzahl spannungsabhängig ist. Um hohe Anlaufströme
und einen damit verbundenen, störenden Spannungsabfall zu
vermeiden, wenn die Schmierstoffgeber 1 an ein gemeinsames
Stromnetz angeschlossen sind, ist das Netzwerk 3 zweckmäßig
so konfiguriert, dass stets nur die Austragseinrichtung
eines Schmierstoffgebers in Betrieb ist und ein
gleichzeitiger Betrieb mehrerer Schmierstoffgeber in
wechselnder Anzahl ausgeschlossen ist.
An den Feldbus sind Zusatzeinrichtungen anschließbar. Gemäß
einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist an den
Feldbus ein Modul 5 für eine Signalübertragung zwischen dem
Feldbus 2 und einer speicherprogrammierbaren Steuerung
(SPS) angeschlossen. Ferner sind an den Feldbus 2 Sensoren
6 für die Erfassung des Lagerzustandes geschmierter
Wälzlager angeschlossen. Im Ausführungsbeispiel ist an den
Feldbus 2 ferner ein Rechner 7 zur Netzwerkkontrolle
angeschlossen, der Schnittstellen zur Kommunikation mit
externen Netzwerken, z. B. LANs, WANs, Intranet, Ethernet,
Internet aufweist. Im Ausführungsbeispiel ist eine
Verbindung zu einem externen Firmennetz 8 angedeutet.
Claims (8)
1. Anordnung aus mehreren, in einem Netzwerk arbeitenden
Schmierstoffgebern (1), die jeweils einen Schmierstoffbe
hälter mit Schmierstoffvorrat, eine elektromechanische
Austragseinrichtung zur Abgabe kleiner Schmierstoffmengen
und eine elektronische Steuerung für die Austragsein
richtung aufweisen, wobei die Austragseinrichtung einen
Antriebsmotor umfasst, der von der elektronischen Steuerung
Start- und Stoppimpulse erhält, und wobei die elektro
nischen Steuerungen der Schmierstoffgeber (1) jeweils einen
Microcontroller aufweisen und an ein Bussystem
angeschlossen sind, dadurch gekennzeich
net, dass das die Steuerungen der Schmierstoffgeber
untereinander verbindende Bussystem als Feldbus (2) mit
dezentraler Buszuteilung oder zufälligem Buszugriff der
Teilnehmer ausgebildet ist und dass das Netzwerk (3) von
einem Rechner (4) konfiguriert ist, der nach erfolgter
Netzwerkkonfiguration von dem Feldbus (2) trennbar ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schmierstoffgeber (1) an ein gemeinsames Stromnetz
angeschlossen sind und dass das Netzwerk (3) so
konfiguriert ist, dass stets nur die Austragseinrichtung
eines Schmierstoffgebers (1) oder einer festgelegten Anzahl
von Schmierstoffgebern, die kleiner ist als die Gesamtzahl
der das Netzwerk (3) bildenden Schmierstoffgeber, gleich
zeitig in Betrieb ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass an den Feldbus (2) ein Modul (5) für eine
Signalübertragung zwischen dem Feldbus (2) und einer
speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) angeschlossen ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass an den Feldbus (2) Sensoren (6) für
eine Zustandserfassung von bewegten Maschinenteilen, denen
ein Schmierstoffgeber (1) des Netzwerkes (3) zugeordnet
ist, angeschlossen sind.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass an den Feldbus (2) eine Ein/Ausgabe
einheit mit einer Prozessperipherieschnittstelle für den
Anschluss einer zusätzlichen Zentralschmieranlage ange
schlossen ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass an den Feldbus (2) eine Ein/Ausgabe
einheit mit Schnittstellen zur Kommunikation mit Netz
werken (8), z. B. LANs, WANs, Intranet, Ethernet, Internet,
angeschlossen ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass an den Feldbus (2) eine Ein/Ausgabe
einheit mit einer GSM-Schnittstelle angeschlossen ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass an den Feldbus (2) ein Rechner (7) zur
Netzwerkkontrolle angeschlossen ist, der Schnittstellen zur
Kommunikation mit externen Netzwerken (8) aufweist.
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