DE10058874A1 - Spule mit mäanderförmigem Leiter - Google Patents
Spule mit mäanderförmigem LeiterInfo
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Abstract
Bei einer, aus einem mäanderförmigen Leiter, gefalteten Spule besteht das Problem, daß diese für einen wirtschaftlichen und technischen Einsatz bei einem Schutzschalter nicht geeignet ist. Die Erfindung sieht zur Lösung des Problems vor, einen mäanderförmigen Leiter (2) zu verwenden. Dieser ist aus einem metallischen Band zu einer selbsttragenden Spule (1) geformt. Die Spule (1) weist zudem eine eigensteife Struktur mit einem Kernaufnahmeraum (3) auf.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spule mit einem Leiter,
welcher eine Mäanderform hat und zur Bildung der Spulenform
gefaltet ist.
Eine solche Spule mit kleinen Induktanzwerten dient z. B. zur
Messung magnetischer Spannungen und ist insbesondere für
Elektronikschaltungen vorgesehen. Eine derartige Spule ist
bereits aus dem Gebrauchsmuster 92 G 8512 DE bekannt.
Spulen dienen unter anderem als Teil eines elektromagneti
schen Elements, z. B. in einem Auslöser, in einem Relais oder
Schütz, in einem Stromstoßschalter, und/oder in einem Schutz
schalter.
Die bei einem Schutzschalter, insbesondere bei einem Lei
tungsschutzschalter, als Teil eines elektromagnetischen Aus
löseglieds zum Einsatz kommende Spule, ist bei den auf dem
Markt befindlichen Schutzschaltern im allgemeinen gewickelt.
Die aus dem oben genannten Gebrauchsmuster bekannte Spule ist
für eine Anwendung bei einem Schutzschalter nicht geeignet.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine einfach
herstellbare Spule anzugeben, die universell, jedoch insbe
sondere bei einem Schutzschalter einsetzbar sein soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Spule mit einem
Leiter, welcher eine Mäanderform hat und zur Bildung der Spu
lenform gefaltet ist, gelöst. Dabei ist der mäanderförmige
Leiter im gefalteten Zustand als eigensteifer Formkörper aus
gebildet, welcher in axialer Richtung einen Kernaufnahmeraum
aufweist. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich
aus den dem Anspruch 1 nachgeordneten Ansprüchen.
Die durch die Erfindung erzielbaren Vorteile liegen, bedingt
durch eine bevorzugt automatisierte Fertigung auf der Basis
reiner Stanz- und Faltschritte ohne Wickelabläufe, in der
wirtschaftlichen und effizienten Herstellbarkeit der Spule.
Dies kann insbesondere durch die Verwendung eines einzigen
Fertigungsmittels, durch eine Einsparung von Arbeitsschrit
ten, Einzelteilen und Baugruppen, umgesetzt werden.
Dabei kann die Spule aus einem metallischen Band, insbesonde
re durch einen stanz-/falttechnischen Fertigungsvorgang am
metallischen Band, geformt werden. Hierbei können enge Ferti
gungstoleranzen eingehalten werden. Zweckmäßigerweise ist der
Formkörper durch seine geometrische Struktur selbsttragend
und/oder eigensteif, wodurch unterschiedlichste Größen, Ein
baulagen und Einsatzzwecke der Spule ausführbar sind.
Mit Vorteil wird das eine Ende des Leiters als Klemmanschluss
für eine Klemme ausgebildet, so daß eine einfache Verbindung
zu weiteren Bauelementen oder Geräteeinheiten ausgestaltet
werden kann. Vorzugsweise kann das andere Ende des Leiters
als Festkontaktträger ausgebildet sein, wodurch sich positive
Synergien im Hinblick auf die Bauteilquantität ergeben. Damit
ist auf einfache Weise eine Kombination von Spule und Schal
ter möglich. Darüber hinaus wird die Disposition von Einzel
teilen und Baugruppen wesentlich vereinfacht.
Bevorzugt ist das andere Ende des Leiters endseitig als
Lichtbogenschiene ausgestaltet, um die Funktionalität dieses
Bauteilabschnitts zu erhöhen. Dadurch ist eine Weiterleitung
eines am Festkontakt entstehenden Lichtbogens möglich. In
einfacher Weise kann die Lichtbogenschiene mit einer Lichtbo
genlöscheinrichtung verbunden werden. Somit ist eine ab
schließende Löschung des Lichtbogens und dadurch ein zerstö
rungsfreier Betrieb gegeben.
Besonders einfach läßt sich ein Teil des einen und/oder ande
ren Endes des Leiters, der in etwa parallel zur Spulenachse
verläuft, als Jochbrücke oder Magnetjoch ausgestalten. Bevor
zugt kommt die erfindungsgemäße Spule bei einem Schutzschal
ter und/oder einem elektromagnetischen Bauelement zur Anwen
dung. Dadurch ist eine Einsparung von kostenintensiven Ein
zelteilen gegeben, die erfindungsgemäß durch ein
Stanz-Biege- oder Stanz-Faltteil ersetzt werden.
Weitere Vorteile und Details der Erfindung werden nachfolgend
beispielhaft anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Spule mit Ausformteilen in räumlicher Darstellung,
Fig. 2 eine Abwicklung der Spule mit Ausformteilen, gemäß Fig.
1, in der Draufsicht,
Fig. 3 eine Spule mit Ausformteilen, in der Vorderansicht,
Fig. 4 eine Abwicklung der Spule mit Ausformteilen, gemäß
Fig. 3, in der Draufsicht, und
Fig. 5 eine Spule mit Ausformteilen und weiteren Funktionsbau
teilen,
Fig. 6 eine Spule mit Ausformteilen in räumlicher Darstellung,
Fig. 7 eine Abwicklung der Spule mit Ausformteilen, gemäß
Fig. 6, in der Draufsicht.
Im nachfolgenden Text sind gleiche Teile der Figur mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
In Fig. 1 ist eine Spule 1 gezeigt, die aus einem durchgehen
den Leiter 2 geformt ist.
Spulen kommen unter anderem als Teil eines elektromagneti
schen Elements, z. B. in einem Auslöser, in einem Relais oder
Schütz, in einem Stromstoßschalter, und/oder in einem Schutz
schalter, zur Anwendung.
Wie in Fig. 2 zu sehen ist, dient ein metallisches Band als
Ausgangsbasis für die Ausgestaltung des Leiters. Das metalli
sche Band umfaßt mehrere konstruktive Segmente. Das eine Ende
des metallischen Bandes ist als Klemmenanschluss 4 ausgebil
det. Der Klemmanschluss 4 führt über eine Anschlussverbindung
5 auf einen mäanderförmigen Leiterbereich LB.
Dieser Leiterbereich LB weist auf beiden Längsseiten Ausspa
rungen AS auf, die in bevorzugt gleichmäßigen Abständen zu
einander ausgenommen sind. Die Aussparungen AS sind beidsei
tig U-förmig, wechselweise invers, versetzt zueinander ange
ordnet. Dadurch ergibt sich in diesem Bereich eine mäander
förmige Geometrie für den Leiter 2. Die Aussparungen AS
können z. B. spanend und/oder spanlos, insbesondere durch ein
Stanz- und/oder Laserschneidverfahren, eingebracht werden.
Zwischen den einzelnen Aussparungen AS liegen quer zur Längs
achse des Leiters 2 Knick-, Biege- oder Faltstellen FS. Diese
dienen als vordefinierte Umformachsen im Hinblick auf die
konstruktive Ausgestaltung der in Fig. 1 gezeigten Spule 1.
Im Anschluss an diesen Leiterbereich LB folgt am anderen Ende
des Leiters 2 ein weiteres Segment, welches die Basis für
weitere Ausformteile bildet. Der Leiter 2 ist an diesem Ende
zweigeteilt. Die Unterteilung ist durch eine im Leiter 2 in
nenliegende U-förmige Ausnehmung 6 gebildet. Der Bodensteg
der U-förmigen Ausnehmung 6 liegt dabei quer zur Längsachse
des Leiters 2 und somit parallel zu einer kurzen Seite des
anderen Endes. Die beiden Schenkel der U-förmigen Ausnehmung
6 verlaufen parallel zur Längsachse des Leiters 2.
Durch entsprechende Faltungen und Umformungen der individuel
len mäanderförmigen Bereiche des Leiters 2 bzw. der Segmente
im wesentlichen an den Faltstellen FS, gelangt man zur Ausge
staltung gemäß Fig. 1. Hierbei erstreckt sich der Leiter 2 von
dem einen Ende über den Klemmanschluss 4, der durch eine
rechtwinklige Abkantung in die Anschlussverbindung 5 über
geht. Darüber hinaus führt der Leiter 2 nach einer erneuten
rechtwinkligen Abkantung weiter zu den eigentlichen Windungen
der Spule 1, bishin zum anderen Ende, welches hier zweiteilig
ausgestaltet ist.
Nach einer erneuten Abkantung geht der innere Teil des zwei
teiligen Endes des Leiters 2 in einen Festkontaktträger 9
über. Die Weiterbildung des Leiters 2 über den Festkontakt
träger 9 hinaus, umfaßt eine zur Spule 1 hin diagonal geboge
ne Lichtbogenschiene 11 und ein in etwa zu einer Spulenachse
SA parallel verlaufendes Magnetjoch 14.
Der andere Teil des Leiters 2 ist in Form einer Jochbrücke 15
ausgebildet und verläuft nach einer Abkantung im ersten Ab
schnitt parallel zu den Spulenwindungen und im zweiten Ab
schnitt ebenfalls in etwa parallel zur Spulenachse SA, jedoch
auf der diametrischen Spulenseite. Die Integration der Aus
formteile Festkontaktträger 9, Lichtbogenschiene 11, Magnet
joch 14 und Jochbrücke 15 betrifft den Einsatz der Spule 1
bei einem Schutzschalter, auf den später näher eingegangen
wird.
Entlang der Spulenachse SA ist der mäanderförmige Leiter 2 an
seinen Faltstellen FS umgeformt, wodurch ein eigensteifer
Formkörper gebildet ist, der als Spule 1 dient. Die Spule 1
ist, im wesentlichen bedingt durch ihre Struktur, selbsttra
gend. Der Einsatz der Spule 1 kann als eigenständiges Bauteil
- also ohne die Ausformteile Festkontaktträger 9, Lichtbogen
schiene 11, Magnetjoch 14 und Jochbrücke 15 - wie auch in Kom
bination mit beliebigen Ausformteilen erfolgen.
Anders als bei einer konventionellen, gewickelten Spule er
gibt sich die hier dargestellte Spulengeometrie nicht durch
einen Wickelvorgang mit einem Leiter, sondern durch das Zu
sammenwirken des mäanderförmigen Leiters 2 und seiner an
schließenden Faltung an den Faltstellen FS. Wie in Fig. 1 ge
zeigt, ergibt das Mäanderprofil in gefaltetem Zustand die ge
wünschte räumliche Ausgestaltung in Form einer "soliden, qua
si eckigen" Spule 1. Eine Spulenisolierung, wie bei konven
tionellen Spulen üblich, ist nicht erforderlich, kann jedoch
optional vorgesehen werden.
Durch die räumliche Ausgestaltung des Leiters 2 zur Spule 1,
ergibt sich entlang der Spulenachse SA im Innern der Spule 1
ein Kernaufnahmeraum 3. Dieser Kernaufnahmeraum 3 ermöglicht
das Einsetzen eines Kerns, insbesondere eines beweglichen
Kerns, wie z. B. einen Anker. Der Kern kann weitere Funktion
steile umfassen, die jedoch hier nicht näher gezeigt sind.
Die Jochbrücke 15 weist in ihrem inneren Bereich zwei nach
innen gerichtete Vorsprünge VS auf. Diese dienen zum reduzie
ren des Luftspalts zwischen der Jochbrücke 15 und einem hier
nicht gezeigten Anker.
Die Spule 1 hebt sich optisch durch ihr Erscheinungsbild von
einer gewickelten Spule, bedingt durch ihr neues Herstel
lungsverfahren, ab. Dies zeigt sich insbesondere durch die
Aneinanderreihung der, an den Faltstellen FS des mäanderför
migen Leiters 2, gefalteten Leiterabschnitte. Die Windungen
der Spule 1 werden dabei durch einen wellenförmig verlaufen
den und alternierend geknickten Leiter gebildet. Der Leiter 2
kann dabei aus unterschiedlichen Leiterwerkstoffen ausgebil
det sein.
Im Gegensatz zur Wickeltechnik, lassen sich Spulen falttech
nisch vorteilhafter Weise mit unterschiedlichen Abständen der
einzelnen Spulenwindungen herstellen. Dadurch können sowohl
räumliche Einsparungen wie auch elektromagnetische Eigen
schaftsänderungen vorteilhaft genutzt werden. Die Ausführung
einer falttechnisch hergestellten, eigensteifen Spule grenzt
sich durch ihre selbsttragende Eigenschaft vorteilhafterweise
gegenüber dem Stand der Technik ab.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3, unterscheidet sich von
der Fig. 1 zum einen durch einen mittels weiterer Aussparungen
AS erweiterten mäanderförmigen Leiter 2. Zum anderen umfaßt
das andere Ende des Leiters 2 in einteiliger Ausführung le
diglich den als Ausformteil ausgebildeten Festkontaktträger 9
mit einer anderen Form.
Die Weiterbildung des Leiters 2 über den Festkontaktträger 9
hinaus, umfaßt in dieser Ausführung die nun zum Festkontakt
träger 9 hin parallel gebogene Lichtbogenschiene 11 und das
in etwa zur Spulenachse SA parallel verlaufende Magnetjoch
14. Lötzusatzstoffe, Schweißnähte, Nieten und dergleichen,
die üblicherweise als Bindemittel zwischen den einzelnen Kom
ponenten bei einer mehrteiligen Ausführung verwendet werden,
können somit entfallen.
Die Spule 1 zeichnet sich darüber hinaus durch zwei Öffnungen
im Leiter 2 in der Gestalt von Lagern LA aus. Diese sind je
weils in der ersten und letzten Windung der Spule 1 in Rich
tung der Spulenachse SA und zugleich in der Zentrumslage des
Kernaufnahmeraums 3 eingebracht. Dadurch ist eine vorteilhaf
te Lagerung eines Kerns in der Spule ermöglicht, ohne daß
weitere Lagerelemente erforderlich werden.
Die Fig. 4 zeigt eine Abwicklung der Spule 1, gemäß Fig. 3, in
der Draufsicht. Dabei ist auch zu erkennen, daß die Lichtbo
genschiene 11 verjüngt ausgeführt ist.
Fig. 5 zeigt einen Schutzschalter 18 in einer Prinzipdarstel
lung. Die Spule 1 ist dabei mit weiteren Bauteilen im Gehäuse
17 des Schutzschalters 18 angeordnet. Am Klemmanschluss 4 des
Leiters 2 ist eine Klemme 7 angeordnet, die mittels einer
Klemmschraube 8 einen anzuklemmenden Leiter mit dem Klemman
schluss 4 verbindet.
Die weiteren konstruktiven Merkmale sind einschließlich zu
den vorab aufgezeigten Lagern LA der Spule 1, gemäß Fig. 3,
ausgeprägt, wobei der Kernaufnahmeraum 3 in diesem Ausfüh
rungsbeispiel einen beweglichen Anker 16 aufweist.
Der Anker 16 ist Bestandteil einer hier nicht näher gezeigten
Kernanordnung, die zudem noch weitere Funktionsteile umfassen
kann und zur Überstromauslösung dient. Im Anschluss an das
andere Ende des Leiters 2 folgt der Festkontaktträger 9. Der
Festkontaktträger 9 weist einen auf ihm befestigten Festkon
takt 10 auf. Es schließen sich weiterhin die zum Festkontakt
träger 9 hin parallel gebogene Lichtbogenschiene 11 und das
in etwa zur Spulenachse SA parallel verlaufende Magnetjoch 14
an.
Die Fortsetzung des Magnetjochs 14 führt zum anderen Ende des
Leiters 2. Die Lichtbogenschiene 11 steht in Wirkverbindung
zu einer Lichtbogenlöscheinrichtung 12. Diese Lichtbogenlö
scheinrichtung 12 umfaßt mehrere Löschbleche 13. Die jeweils
einteiligen Löschbleche 13 sind auf einem durchgehenden Steg
der Lichtbogenlöscheinrichtung 12 in einer Reihe und zueinan
der parallel angeordnet.
Die Funktion der Spule 1 stellt sich in Verbindung mit einem
im Kernaufnahmeraum 3 eingeschobenen Anker 16, z. B. gemäß Fig.
5, am besten dar. Dabei handelt es sich um die Funktion eines
Schutzschalters. Die Spule 1 kann beispielsweise eine Kompo
nente innerhalb eines Stromkreises sein. Der Kontakt inner
halb des Stromkreises kann einerseits mittels der Klemme 7
und der Klemmschraube 8 über den Klemmanschluss 4 und ander
seits über den Festkontakt 10 erfolgen. Aufgrund eines mögli
chen Kurzschlusses treten im Stromkreis Kurzschlußströme auf.
Diese hohen Ströme bewirken in der Spule 1 einen Aufbau eines
Magnetfeldes, wodurch der Anker 16 angezogen wird. Der Anker
16 betätigt dann über einen Auslösestößel einen Auslösemecha
nismus, wodurch ein Schaltschloß entklinkt und ein dem Fest
kontakt zugeordneter Schaltkontakt geöffnet wird. Dieser
Schaltkontakt ist hier nicht näher dargestellt. Dabei ent
steht zwischen dem Festkontakt 10 und dem Schaltkontakt ein
Lichtbogen. Dieser Lichtbogen wird entlang der Lichtbogen
schiene 11 zur Lichtbogenlöscheinrichtung 12 geführt, so daß
die Löschbleche 13 durch ihren Aufbau den Lichtbogen zum Ver
löschen bringen.
In der Gesamtheit der Ausformteile inklusive Anker 16, dient
die Spule 1 als elektromagnetischer Auslöser, der insbesonde
re als Kurzschlußschutz in einem Schutzschalter zum Einsatz
kommt. Zusammen mit den weiteren Funktionsbauteilen, wie der
Klemme 7 und der zugehörigen Klemmschraube 8 sowie der Licht
bogenlöscheinrichtung 12 mit ihren Löschblechen 13, wird der
funktionelle Einsatz in einem Schutzschalter 18, gemäß Fig. 5,
beispielhaft dargestellt.
Eine weitere Variante eines Schutzschalters kann z. B. ein
Leitungsschutzschalter sein.
In Fig. 6 ist eine Spule mit Ausformteilen gezeigt, die mit
tels einer alternativen Falttechnik hergestellt ist. Gemäß
Fig. 7 ist der Leiter 2 an ähnlichen Stellen, an denen sich
die Aussparungen AS, gemäß der Fig. 2 und 4, befinden, ledig
lich mit Einschnitten ES versehen. Dem ersten und dem letzten
Einschnitt ES geht bzw. steht eine L-förmige Aussparung AS
voraus bzw. nach.
Im Gegensatz zu den Spulen, gemäß der Fig. 1, 3 und 5, ist die
in Fig. 6 gezeigte Spule durch einen Leiter 2, der quer
und/oder parallel zu seiner Längsachse gefaltet ist, ausge
staltet. Der Leiter 2 ist dabei sozusagen um den Kernaufnah
meraum 3 herumgefaltet. Die durch die Faltungen entstehende
räumliche Geometrie der Spule 1, ist quadratisch ausgeformt.
Weitere Geometrien, wie z. B. eine drei- oder fünfeckige, eine
hexa- oder eine oktagonale Ausgestaltung, sind ebenfalls mög
lich.
Wesentliche Vorteile der neuen Spule sind die zusammenhängen
de und kompakte Bauweise bei der die Montagezeit besonders
kurz ist. Gleichermaßen einfach gestaltet sich die Baugrup
penmontage und die Lagerhaltung, wobei sich die Lagerhal
tungskosten, gegenüber den Kosten bei einer dem Stand der
Technik entsprechenden Spule, reduzieren.
Claims (11)
1. Spule (1) mit einem Leiter (2), welcher eine Mäanderform
hat und zur Bildung der Spulenform gefaltet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mäanderförmige Leiter (2) im gefalteten Zustand als
eigensteifer Formkörper ausgebildet ist, welcher in axialer
Richtung einen Kernaufnahmeraum (3) aufweist.
2. Spule (1) nach Anspruch 1,
da durch gekennzeichnet,
dass der Formkörper von einem metallischen Band gebildet ist.
3. Spule (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Ende des Leiters (2) als Klemmenanschluss (4) für
eine Klemme (7) ausgebildet ist.
4. Spule (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein anderes Ende des Leiters (2) als Festkontaktträger
(9) oder Festkontakt (10) eines Schalters ausgebildet ist.
5. Spule (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das andere Ende des Leiters (2) als Lichtbogenschiene
(11) ausgebildet ist.
6. Spule (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtbogenschiene (11) mit einer Lichtbogenlöschein
richtung (12) verbunden ist.
7. Spule (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Teil des einen und/oder anderen Endes des
Leiters (2) in etwa parallel zur Spulenachse (SA) verläuft
und als Magnetjoch (14) und/oder Jochbrücke (15) dient.
8. Spule (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, zur Verwendung
bei einem Schutzschalter.
9. Spule (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, zur Verwendung
bei einem elektromagnetischen Bauelement.
10. Spule (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Formkörper in spanender und/oder spanloser Technik,
insbesondere als Stanzkörper und/oder als in Laser
schneidtechnik hergestellter Körper ausgebildet ist.
11. Spule (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Leiter (2) quer und/oder parallel zu seiner Längs
achse gefaltet ist.
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| DE (1) | DE10058874A1 (de) |
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2000
- 2000-11-27 DE DE2000158874 patent/DE10058874A1/de not_active Ceased
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