DE10058808A1 - Fahrzeugrad für Nutzfahrzeuge - Google Patents
Fahrzeugrad für NutzfahrzeugeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugrad für Nutzfahrzeuge mit Steilschulterbreitfelge, insbesondere für Superbreitreifen mit Maulnennweitenbezeichnungen von > 11,75. Die Radschüssel 1 ist als Gußteil ausgeführt und weist einen Zylinderteil 3 auf, der einen Teil des Tiefbetts bildet und einen inneren Zylinderteilschenkel 3A und einen äußeren Zylinderteilschenkel 3B aufweist, an denen jeweils ein Felgenteil 11, 21 angeschweißt ist, das durch Auftrennen aus einer Breitbettfelge mit kleinerer Maulweite erhalten wurde. Das I-Profil der Radschüssel kann die Belastungskräfte aufnehmen. Die Herstellung von Fahrzeugrädern für Superbreitreifen ist mit den bestehenden Maschinenstraßen weitgehend möglich.
Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugrad für Nutzfahrzeuge mit
Steilschulterbreitfelge und einer an der Fahrzeugradnabe befe
stigbaren Radschüssel.
Derzeit werden für die Antriebsachsen von Nutzfahrzeugen Fahr
zeugräder mit Maulweitenbezeichnungen bis zu 9.00 bereitge
stellt, die zugleich als Einzelrad an einer Nutzfahrzeug-
Vorderachse verwendet werden können. Die Nutzfahrzeughersteller
wollen jedoch ihre Fahrzeuge zunehmend auf der Antriebsachse aus
Gewichts- Platz- und Kostengründen mit auf Einzelrädern mit
Steilschulterbreitfelgen montierten Breitreifen ausrüsten, wor
unter Steilschulterfelgen bzw. Breitreifen mit Maulweitenbe
zeichnungen ab 11.75 verstanden werden sollen. Die Fahrzeugher
steller und die Reifenindustrie haben auf Messen bereits Modelle
von Superbreitreifen mit Maulweitenbezeichnungen bis 17.00 vor
gestellt, die in naher Zukunft bei Nutzfahrzeugen eingesetzt
werden könnten. Aufgabe der Fahrzeugradhersteller ist es nun,
Fahrzeugräder anzubieten, die die Breitreifen, insbesondere die
Superbreitreifen tragen können. Für die Fahrzeugräder sind hier
bei höchste Anforderungen an Sicherheit und Gewichtsminimierung
zu erfüllen, so daß sich die für kleinere Maulweitenbezeichnun
gen eingeführten Fahrzeugrädergestaltungen und Fahrzeugräderher
stellverfahren nur eingeschränkt für die Fahrzeugräder mit
Breit- oder Superbreitfelgen verwenden lassen. Gleichzeitig ist
für die Fahrzeugradhersteller absehbar, daß die vom Markt benö
tigten Stückzahlen insbesondere in den Einführungsjahren der Su
perbreitreifen gering sein werden.
Die Erfindung geht im Oberbegriff von einem aus der DE 31 03 679 A1
bekannten Fahrzeugrad aus. Das gattungsgemäße Fahrzeugrad
weist eine aus dünnem Blech geformte Radschüssel mit mehreren
Abstufungen auf dem radialen Radschüsselteil auf, wobei der
Randlappen der Radschüssel zugleich einen Abschnitt des Flach
betts der Felge bildet. An dem durch einen Umbiegeschritt erhal
tenen Randlappen der Radschüssel der einen zylindrischen Teil
des Felgenbetts bildet, sind zwei Felgenteile mittels Reib- oder
Nahtschweißen angeschweißt. Nach der Entgegenhaltung sollen fer
ner die Felgenteile erst nach dem Aufbringen des Reifens mit der
Radschüssel verschweißt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Fahrzeugrad für
Nutzfahrzeuge mit Steilschulterbreitfelgen zu schaffen, das
selbst bei kleinen Stückzahlen auf bestehenden Einrichtungen
wirtschaftlich gefertigt werden kann.
Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird erfindungsgemäß bei ei
nem Fahrzeugrad, deren Radschüssel einen radialen, die Radnaben
anlagefläche umfassenden Scheibenteil und einen axialen, einen
Abschnitt der Felge bildenden Zylinderteil aufweist, an dem aus
Blech bzw. Band hergestellte Felgenteile angeschweißt sind, vor
geschlagen, daß der Zylinderteil einstückig am Scheibenteil an
geformt ist und sich ausgehend vom radialen Scheibenübergangsbe
reich zu beiden Seiten des Scheibenteils bzw. Scheibenübergangs
bereichs erstreckt und daß an jedem Zylinderteilschenkel des Zy
linderteils ein die Steilschulter umfassender Felgenteil ange
schweißt ist.
Nach der erfindungsgemäßen Lösung handelt es sich beim Zylinder
teil mithin nicht um einen umgebogenen Randteil oder Randlappen,
der sich nur zu einer Seite des Scheibenteils erstreckt, sondern
der Zylinderteil bietet zu beiden Seiten des Scheibenteils eine
ausreichend kräftige, in Abhängigkeit von den Belastungskräften
dimensionierbare Stütz- und Anschweißfläche für die Felgenteile.
Um die relativ hohen Kräfte und Momente bei den Breitreifen bzw.
Superbreitreifen abstützen zu können, kann die Radschüssel im
Querschnitt ein Doppel-T-Profil (I-Profil) bzw. die Zylinder
teilschenkel und der radiale Scheibenanschlußbereich im Querschnitt
ein T-Profil aufweisen. In besonders bevorzugter Ausfüh
rungsform werden die Felgenteile, die an den Zylinderteilschen
keln der Radschüssel angeschweißt werden, durch Auftrennen einer
vorgefertigten Steilschulterfelge, insbesondere Steilschulter
breitfelge hergestellt; eine für die Ausführung der Erfindung
besonders geeignete Steilschulterbreitfelge ist in der DE 299 18 476
offenbart. Die Ausgestaltung mit aufgetrennter Steilschul
terbreitfelge bietet vor allem wirtschaftlich den Vorteil, daß
die zur Herstellung der breiten bzw. superbreiten Fahrzeugräder
verwendeten Felgenteile aus den bestehenden Produktionsstraßen
für Steilschulterfelgen entnommen werden können. Es ist daher
für die erfindungsgemäßen Fahrzeugräder nicht erforderlich,
Rollmaschinen oder Werkzeuge für Felgen mit Maulweitenbezeich
nungen größer z. B. 11.75 anzuschaffen. Stattdessen wird aus ei
ner schmaleren Steilschulterfelge ein Fahrzeugrad mit Breitfelge
hergestellt.
In bevorzugter Ausgestaltung ist die Radschüssel asymmetrisch
zur Radnabenanlagefläche ausgebildet, wobei insbesondere die Zy
linderteilschenkel bezogen auf den radialen Scheibenübergangsbe
reich unterschiedliche Längen aufweisen können, so daß mit einer
Radschüsselform Fahrzeugräder mit unterschiedlichen Einpreßtie
fen gebildet werden können. Für die Variation der Einpreßtiefe
kann einerseits das asymmetrische Doppel-T-Profil gedreht und
andererseits die Trennung der Felge zu den beiden Felgenteilen
entsprechend gelegt werden.
Um die Radschüssel mit den gewünschten Profilen kostengünstig
und spannungsgerecht herstellen zu können, kann sie aus einem
Gußteil bestehen, so daß Scheibenteil, Scheibenanschlußbereich
und Zylinderteilschenkel in einem einzigen Urformschritt aus ei
nem einheitlichen Material gefertigt werden. In Abhängigkeit von
den aufzunehmenden Kräften kann die Radschüssel aus einem Stahl
gußteil oder einem Gußeisenteil, insbesondere aus Sphäroguß, be
stehen, während die Felgenteile vorzugsweise durch Umformen ei
nes Stahlblechs hergestellt sind. Die Vorteile von Stahl- und
Sphäroguß liegen insbesondere im hohen Dehnungsvermögen bei ver
gleichsweise geringen Materialdicken, der hohen Schwingfestigkeit
sowie der Schweißbarkeit. Alternativ könnte die Radschüssel
aus einem Aluminiumgußteil und die Felgenteile aus umgeformten
Aluminiumblechteilen bestehen. Im Hinblick auf die großen Maul
weiten könnten sich auch Materialkombinationen einer Aluminium
gußschüssel mit Stahlfelgenteilen oder einer Gußeisen- insbeson
dere Sphäroguß-Radschüssel mit Felgenteilen aus Aluminium bzw.
Aluminiumblechteilen anbieten.
Die erfindungsgemäße Radschüsselform mit dem Doppel-T-Profil
kann alternativ auch durch Stauchdrücken einer Radscheibenvor
form, insbesondere einer Stahlscheibenvorform, hergestellt sein.
Zweckmäßigerweise geht der Scheibenübergangsbereich mit einer
Materialverdickung in den Zylinderteil über, so daß dieser bela
stungskritische Bereich die statischen und dynamischen Kräfte
sicher aufnehmen kann. Aufgrund der Materialverdickung können
dann die Belüftungslöcher im Scheibenübergangsbereich derart
ausgebildet werden, daß sie an den Zylinderteil angrenzen. Diese
Maßnahme verschafft eine hohe Gestaltungsfreiheit für das Design
bzw. Styling der Fahrzeugräder, insbesondere für die Anbringung
und die Größenvariationen der Lüftungslöcher. Der Scheibenteil
der Radschüssel kann eben ausgebildet werden oder auch zum Aus
gleich der für die Zwillingsmontage ausgelegten Schraubenlängen
einen um die Bolzenlöcher herum partiell verdickten Flansch auf
weisen.
Die Schweißung zwischen den Felgenteilen und den Zylinderteil
schenkeln kann insbesondere mittels Reibschweißen, mittels
Lichtbogenschweißen oder geeigneter Strahlschweißverfahren wie
insbesondere Laser- und Elektronenstrahlschweißen erfolgen, wo
bei vorzugsweise beim Lichtbogenschweißen und Strahlschweißen
die Schweißverbindung durch einen Preßsitz der Felgenteile auf
den Zylinderteilschenkeln entlastet ist. Die Schweißnähte können
hierbei sowohl reifenseitig als auch nabenseitig angebracht wer
den.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von zwei in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Fahrzeugrads;
Fig. 2 eine Schnittansicht des Fahrzeugrades entlang
Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine Schnittansicht ähnlich zu Fig. 2 durch ein
Fahrzeugrad mit Einpreßtiefe 0 und einer Reib
schweißverbindung zwischen Radschüssel und Felgen
teilen; und
Fig. 4 den Übergangsbereich zwischen radialem Scheiben
teil und den Zylinderteilschenkeln im Detail.
Fig. 5 ein Fahrzeugrad ähnlich zu Fig. 2 im Schnitt mit
partieller Flankenverdickung der Bolzenlöcher.
Das in den Fig. 1 und 2 gezeigte Fahrzeugrad 10 ist für Super
breitreifen mit Maulweitenbezeichnungen von < 11.75, insbesondere
17.00 bestimmt und ist dreiteilig aufgebaut mit einer Radschüs
sel 1, an der ein inneres Felgenteil 11 und ein äußeres Felgen
teil 21 angeschweißt sind. Die Radschüssel 1 besteht hierbei aus
einem Gußteil aus Sphäroguß, mithin einer Gußeisenlegierung mit
Ausbildung des Graphits in kugeliger (sphärolitischer) Form, die
einen sich radial und in einer Ebene erstreckenden Scheibenteil
2 und einen sich rechtwinklig hierzu, d. h. parallel zur Radachse
A erstreckenden Zylinderteil 3 umfaßt. Der rundumlaufende Zylin
derteil 3 erstreckt sich mit einem inneren Zylinderteilschenkel
3A und einem äußeren Zylinderteilschenkel 3B beiderseits des ihn
stützenden und versteifenden Scheibenteils 2, so daß die Rad
schüssel 2 insgesamt einen Querschnitt mit Doppel-T-Profil hat.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist der äußere Zylinderteil
schenkel 3B länger als der innere Zylinderteilschenkel 3A, wobei
sich die Bezeichnungen "außen" und "innen" auf die Relativlage
zu einem nicht dargestellten Fahrzeug beziehen, an dessen Radna
be das Fahrzeugrad 10 befestigt wird. Für die Befestigung weist
die Radschüssel 1 zentrisch im Scheibenteil 2 ein Mittenloch 4
auf, um das radial verteilt zehn Bolzenlöcher 5 angeordnet sind.
Die in Fig. 2 rechte Scheibenseite 2' des Scheibenteils 2 bildet
die Radnabenanlagefläche.
Der sich geradlinig und radial erstreckende Scheibenteil 2 geht
über einen Scheibenübergangsbereich 6 in den sich quer erstrec
kenden Zylinderteil 3 über, wobei der Scheibenübergangsbereich
als sich radial nach außen und asymptotisch erweiternde Materi
alverdickung ausgeführt ist. Der Scheibenübergangsbereich 6 ist
hier von Lüftungslöchern 7 unterbrochen, die sich bis an den ra
dial inneren Umfangsrand 3' des Zylinderteils 3 heran erstrec
ken. Die Lüftungslöcher 7 sind vorzugsweise jeweils versetzt zu
den Bolzenlöchern 5 angeordnet, so daß auf einer Radiallinie
entweder ein Lüftungsloch 7 oder ein Bolzenloch 6 angeordnet
ist. Da der Scheibenübergangsbereich 6 einen größeren Material
querschnitt als der Zylinderteil 3 und der Scheibenteil 2 auf
weist, ist trotz der Lüftungslöcher 7 eine knicksichere Anbin
dung zwischen Felge und Radschüssel gewährleistet. Bei einer
Ausführung als Gußteil können die Bolzenlöcher 5, das Mittelloch
4 und die Lüftungslöcher 7 bereits beim Herstellen der Radschüs
sel 1 vorgesehen werden.
Wie aus Fig. 2 unmittelbar ersichtlich wird, bildet der Zylin
derteil 3 einen Abschnitt des Felgenbetts. Die beiden an den Zy
linderteilschenkeln 3A bzw. 3B durch Lichtbogennahtschweißen an
geschlossenen Felgenteile 11 bzw. 21 wurden durch Auftrennen ei
ner Breitbettfelge mit einer Nennmaulweitenbezeichnung von z. B.
11.75 erhalten. Die Felgenteile 11, 21 wurden vor dem Auftrennen
vollständig mit Tiefbettabschnitten 12, 22, innerer 15°-Steil
schulter 13 und innerem Felgenhorn 14 bzw. äußerer 15°-Steil
schulter 23 und äußerem Felgenhorn 24 ausgebildet. Zwischen dem
Tiefbettabschnitt 22 und der äußeren Steilschulter 23 ist zu
sätzlich ein Hump 25 als Sicherheitselement vorgesehen. Zur Her
stellung der Felgenteile 11, 21 wurde eine bestehende Ferti
gungsstraße eingesetzt. Die Lage der Trennung zwischen den Felgenteilen
11, 21 erfolgt in Abhängigkeit von einer vorgegebenen
bzw. gewünschten Einpreßtiefe ET. Im gezeigten Ausführungsbei
spiel ist der innere Tiefbettabschnitt 12, der mit Preßsitz und
Schweißung 8 am inneren, kurzen Zylinderteilschenkel 3A ange
schlossen ist, kürzer als der äußere Tiefbettabschnitt 22, so
daß das Fahrzeugrad 10 eine negative Einpreßtiefe hat. Der Ver
satz zwischen den Felgenteilen 11, 12, der sich nach der Länge
des Zylinderteils 3 richtet, bestimmt maßgeblich die Einpreßtie
fe des Fahrzeugrades 10, während die Breite des Zylinderteils 3
die Maulweite des Fahrzeugrads 10 bestimmt.
Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführungsform mit Einpreßtiefe
ET von 0. Gleiche Teile sind mit um 100 erhöhten Bezugszeichen
versehen. Wie ein Vergleich der Fig. 2 und 3 zeigt, hat die Rad
schüssel 101 im wesentlichen dieselbe Querschnittsform wie die
Radschüssel 1 aus Fig. 2. Die Radnabenanlagefläche 102' des
Scheibenteils 102, die auf der dem Fahrzeug zugewandten Seite
liegt, wird hier vom längeren inneren Zylinderteilschenkel 103A
übergriffen, während der äußere Zylinderteilschenkel 103B der
Kürzere ist. Die Einbaulage der Radschüssel 101 ist mithin um
180° gedreht zu der Einbaulage der Radschüssel 1 aus Fig. 2.
Um eine Einpreßtiefe von 0 zu erzielen, ist ferner die Trennung
zwischen den Felgenteilen 121, 111 im wesentlichen mittig des
Tiefbettes gelegt, so daß die Tiefbettabschnitte 112, 122 annä
hernd gleiche Längen aufweisen. Die unterschiedlichen Längen der
Zylinderteilschenkel 103A, 103B gleichen nur den am äußeren Fel
genteil 121 zusätzlich vorhandenen Hump 125 aus.
In weiterer Abweichung ist die Schweißverbindung als Reib
schweißverbindung 108 zwischen Zylinderteilschenkel 103B und
Tiefbettabschnitt 122 bzw. 103A und 112 ausgeführt. Es versteht
sich, daß ggf. die Vorarbeiten zur Vorbereitung der Schweißver
bindung entsprechend angepaßt durchgeführt werden.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Fahrzeu
grad 200. Die Felgenteile 11, 21 sind identisch wie beim Ausfüh
rungsbeispiel nach Fig. 2 ausgebildet und daher mit denselben
Bezugszeichen versehen. Die Radschüssel 201 unterscheidet sich
von der Radschüssel 1 aus Fig. 2 durch die partiellen Flanken-
bzw. Flanschverdickungen 209 an den Bolzenlöchern 205. Der
Flanschteil 202 ist zwar an Radnabenanlagefläche 202' eben, auf
der gegenüberliegenden Radschüsselaußenseite 201' hingegen mit
kranzförmigen Flanschverdickungen 209 versehen, so daß u. a. die
bei Zwillingsradanordnungen vorhandenen Bolzenschrauben weiter
verwendet werden können. Die Einpreßtiefe ET ändert sich durch
die Flanschverdickungen 209 nicht.
Wie weiter oben dargelegt können die Radschüsseln vorzugsweise
als Gußteile aus Sphäroguß oder Stahlguß, ggf. auch aus Aluguß
bestehen. Die T-förmige Ausgestaltung zwischen dem Zylinderteil
und dem Scheibenteil kann auch mittels Stauchdrücken einer ebe
nen Stahlschüssel erzielt werden. Für den Fachmann ist ersicht
lich, daß sich mit dem erfindungsgemäßen Aufbau von Fahrzeugrä
dern annähernd beliebige Maulweitenbezeichnungen für Räder mit
Steilschulterbreitfelge erzielen lassen, ohne daß für die Her
stellung der Felge bzw. Felgenteile neue Werkzeuge angeschafft
werden müssen, da die Maulweite des Fahrzeugrades durch die Län
ge des Zylinderteils und den Abstand der Felgenteile voneinander
bestimmt bzw. festgelegt werden kann.
Claims (13)
1. Fahrzeugrad für Nutzfahrzeuge mit Steilschulterbreitfelge
und einer an der Fahrzeugradnabe befestigbaren Radschüssel,
die einen radialen, die Radnabenanlagefläche umfassenden
Scheibenteil und einen axialen, einen Abschnitt der Felge
bildenden Zylinderteil aufweist, an dem aus Blech herge
stellte Felgenteile angeschweißt sind, dadurch gekennzeich
net, daß der Zylinderteil (3; 103) einstückig am Scheiben
teil (2; 102) angeformt ist und sich ausgehend vom radialen
Scheibenübergangsbereich (6; 106) zu beiden Seiten des
Scheibenteils (2; 102) bzw. Scheibenübergangsbereich (6;
106) erstreckt und an jedem Zylinderteilschenkel (3A, 3B;
103A, 103B) ein die Steilschulter (13, 23; 113, 123) umfas
sender Felgenteil (11, 21; 111, 121) angeschweißt ist.
2. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Radschüssel (1; 101) im Querschnitt ein I-Profil hat
und/oder die Zylinderteilschenkel (3A, 3B; 103A, 103B) und
der radiale Scheibenanschlußbereich (7; 107) im Querschnitt
ein T-Profil bilden.
3. Fahrzeugrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Felgenteile (11, 21; 111, 121) durch Auftrennen ei
ner vorgefertigten Steilschulterfelge, insbesondere Steil
schulterbreitbettfelge, hergestellt sind.
4. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Radschüssel (1; 101) asymmetrisch zur
Radnabenanlagefläche (2'; 102') ausgebildet ist und insbe
sondere die Zylinderteilschenkel (3A, 3B; 103A, 103B) bezo
gen auf den radialen Scheibenübergangsbereich (6; 106) un
terschiedliche Längen aufweisen.
5. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Radschüssel (1; 101) mit Scheibenteil
(2, 102), Scheibenübergangsbereich (6; 106) und Zylinderteilschenkeln
(3A, 3B; 103A, 103B) aus einem Gußteil be
steht.
6. Fahrzeugrad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Radschüssel aus einem Stahlgußteil oder Gußeisenteil, insbe
sondere aus Sphäroguß, besteht und vorzugsweise die Felgen
teile durch Umformen eines Stahlblechs hergestellt sind.
7. Fahrzeugrad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Radschüssel aus einem Aluminiumgußteil und die Felgenteile
aus umgeformten Aluminiumblechteilen bestehen.
8. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Zylinderteilschenkel durch Stauchdrüc
ken einer Radscheibenvorform, insbesondere einer Stahlschei
benvorform, hergestellt sind.
9. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Scheibenübergangsbereich (6; 106) mit
einer Materialverdickung in den Zylinderteil (3; 103) über
geht und vorzugsweise die Belüftungslöcher (7; 107) im
Scheibenübergangsbereich (6; 106) ausgebildet sind und an
den Zylinderteil (3) angrenzen.
10. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Scheibenteil (2; 102) eben ausgebildet
ist.
11. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Scheibenteil (202) partielle Flanken
verdickungen (209) im Bereich der Bolzenlöcher (205), vor
zugsweise an der der Nabenanlagefläche (202') gegenüberlie
genden Radschüsselaußenseite (201') aufweist.
12. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Felgenteile (111, 121) mit den Zylin
derteilschenkeln (103A, 103B) durch Reibschweißen verbunden
sind.
13. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Felgenteile (11; 21) durch Lichtbogen
schweißen oder Strahlschweißen mit den Zylinderteilschenkeln
(3A, 3B) verbunden sind und vorzugsweise die Schweißverbin
dung durch einen Preßsitz der Felgenteile (11, 21) auf den
Zylinderschenkeln (3A, 3B) entlastet ist.
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| DE (1) | DE10058808A1 (de) |
Cited By (1)
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