DE10057609A1 - Ausrückersystem für eine Kupplungsanordnung - Google Patents
Ausrückersystem für eine KupplungsanordnungInfo
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Abstract
Ein Ausrückersystem für eine Kupplunganordnung umfasst einen mit einem Kraftspeicher (14) der Kupplungsanordnung zur Durchführung einer Ausrückbewegung gekoppelten oder koppelbaren Ausrückschieber (16), wenigstens ein mit dem Ausrückschieber (16) bei Durchführung einer Ausrückbewegung bewegbaren Bremselement (44), welches in Bremswechselwirkung mit einem mit einer Kupplungausgangswelle (38) im Wesentlichen drehfest verbundenen oder verbindbaren Gegen-Bremselement (78) bringbar ist, wobei wenigstens zur Kompensation von im Bereich der Kupplungsanordnung aufgetretenem Verschleiß das wenigstens eine Bremselement (44) bezüglich des Ausrückschiebers (16) verlagerbar ist. Es ist eine Rastanordnung (50, 62) vorgesehen, mit einer Rastverzahnung (50) an einer Komponente oder Baugruppe von Ausrückschieber (16) und Bremselement (44) und einem Rastelement (62) an der anderen Komponente oder Baugruppe von Ausrückschieber (16) und Bremselement (44), wobei bei Auftreten von Verschleiß die Rastanordnung (50, 62) eine Relativbewegung von Ausrückschieber (16) und Bremselement (62) zulässt und bei Bewegung des Ausrückschiebers in Ausrückrichtung und entstehender Bremswechselwirkung zwischen dem wenigstens einen Bremselement (44) und dem Gegen-Bremselement (78) die Rastanordnung (50, 62) eine Relativbewegung von Ausrückschieber (16) und Bremselement (44) im Wesentlichen nicht zulässt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ausrückersystem für eine Kupplungs
anordnung, umfassend einen mit einem Kraftspeicher der Kupplungsanord
nung zur Durchführung einer Ausrückbewegung gekoppelten oder koppel
baren Ausrückschieber, wenigstens ein mit dem Ausrückschieber bei
Durchführung einer Ausrückbewegung bewegbares Bremselement, welches
in Bremswechselwirkung mit einem mit einer Kupplungsausgangswelle im
Wesentlichen drehfest verbundenen oder verbindbaren Gegen-Bremselement
bringbar ist, wobei wenigstens zur Kompensation von im Bereich der
Kupplungsanordnung aufgetretenem Verschleiß das wenigstens eine
Bremselement bezüglich des Ausrückschiebers verlagerbar ist.
Aus der US 4,099,604 ist ein Ausrückersystem bekannt, bei welchem mit
einem zur Durchführung von Ausrückbewegungen in Richtung einer
Kupplungsdrehachse verschiebbaren Ausrückschieber ein Bremselement
verschiebbar gekoppelt ist. Bei Durchführung einer Ausrückbewegung wird
dann, wenn die Kupplung vollständig ausgerückt ist und der Ausrück
schieber durch entsprechende Betätigung noch weiter bewegt wird, dieses
Bremselement gegen ein mit einer. Kupplungsausgangswelle drehfest
gekoppeltes Gegen-Bremselement gepresst, um somit eine Bremskraft auf
die Kupplungsausgangswelle und somit Getriebeeingangswelle auszuüben.
Dies ist insbesondere beim Einsatz derartiger Systeme in Verbindung mit
nicht synchronisierten Getrieben vorteilhaft. Um bei einer derartigen
Anordnung dafür zu sorgen, dass auch bei Auftreten von Verschleiß der
Reibbeläge der Kupplungsanordnung eine gleichbleibende Betätigungs
charakteristik bzw. Wirkcharakteristik des Ausrückersystems und auch des
dabei vorgesehenen Bremssystems für die Kupplungsausgangswelle
bereitgestellt ist, ist ein Verschleißkompensationsmechanismus vorgesehen,
durch welchen letztendlich bei Auftreten von Verschleiß eine Relativver
schiebebewegung zwischen dem Ausrückschieber und der Anpressplatte
jedoch unter Beibehaltung der Einbaulage des Kraftspeichers erhalten wird.
Auf diese Art und Weise wird dafür gesorgt, dass der Ausrückschieber mit
dem daran vorgesehenen Bremselement unabhängig vom Verschleiß in einer
näherungsweise gleichen Einbaulage bleibt und somit auch bei Durch
führung von Ausrückvorgängen die Wirkcharakteristik der Bremsanordnung
für die Kupplungsausgangswelle gleich bleibt.
Aus der US 3,912,058 ist ein Ausrückersystem für eine Kupplungsanord
nung bekannt, bei welchem mit einem zur Durchführung von Ausrückbe
wegungen durch Einleiten von Druckfluid verschiebbaren Ausrückschieber
ebenfalls ein Bremselement zumindest dann zur Erzeugung einer Bremskraft
verschoben wird, wenn ein Ausrückhub über ein bestimmtes Ausmaß
hinaus stattgefunden hat. Um auch hier der Tatsache Rechnung zu tragen,
dass mit auftretendem Verschleiß die Einbaulage des Kraftspeichers und
somit auch die Grundlage des Ausrückschiebers sich ändern kann, bilden
das Bremselement bzw. ein Abschnitt desselben und der Ausrückschieber
eine Kolben/Zylinder-Anordnung mit einer Zylinderkammer, in welche in dem
Verschleiß und somit der Axialverschiebung des Ausrückschiebers
entsprechendem Ausmaß Fluid eingeleitet wird. Die somit verschleißbedingt
auftretende Relativverlagerung zwischen Ausrückschieber und dem mit
diesem zum Bilden der Kolben/Zylinder-Anordnung zusammenwirkenden
Abschnitt des Bremselementes wird letztendlich durch Vergrößerung des
Volumens der Fluidkammer und Auffüllen dieser Fluidkammer mit Fluid
kompensiert. Trotz der also verschleißbedingt auftretenden Verlagerung des
Ausrückschiebers wird der mit diesem zum Bilden der Kolben/Zylinder-
Anordnung zusammenwirkende Abschnitt des Bremselementes in einer
gleichbleibenden axialen Einbaulage gehalten, so dass beim nachfolgenden
Durchführen von Ausrückvorgängen zumindest im Bereich des eine
Bremskraft für die Kupplungsausgangswelle bzw. Getriebeeingangswelle
bereitstellenden Systems eine gleichbleibende Wirkcharakteristik erzeugt
werden kann.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Ausrückersystem für eine
Kupplungsanordnung bereitzustellen, welches bei einfachem Aufbau sowohl
im Bereich einer Kupplungsanordnung als auch im Bereich des Aus
rückersystems selbst eine gleichbleibende Bremscharakteristik bereitstellt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Ausrückersystem für
eine Kupplungsanordnung, umfassend einen mit einem Kraftspeicher der
Kupplungsanordnung zur Durchführung einer Ausrückbewegung gekoppel
ten oder koppelbaren Ausrückschieber, wenigstens ein mit dem Ausrück
schieber bei Durchführung einer Ausrückbewegung bewegbares Brems
element, welches in Bremswechselwirkung mit einem mit einer Kupplungs
ausgangswelle im Wesentlichen drehfest verbundenen oder verbindbaren
Gegen-Bremselement bringbar ist, wobei wenigstens zur Kompensation von
im Bereich der Kupplungsanordnung aufgetretenem Verschleiß das
wenigstens eine Bremselement bezüglich des Ausrückschiebers verlagerbar
ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Ausrückersystem ist eine Rastanordnung
vorgesehen mit einer Rastverzahnung an einer Komponente oder Baugruppe
von Ausrückschieber und Bremselement und einem Rastelement an der
anderen Komponente oder Baugruppe von Ausrückschieber und Brems
element, wobei bei Auftreten von Verschleiß die Rastanordnung eine
Relativbewegung von Ausrückschieber und Bremselement zulässt und bei
Bewegung des Ausrückschiebers in Ausrückrichtung und entstehender
Bremswechselwirkung zwischen dem wenigstens einen Bremselement und
dem Gegen-Bremselement die Rastanordnung eine Relativbewegung von
Ausrückschieber und Bremselement im Wesentlichen nicht zulässt.
Durch die vorliegende Erfindung ist ein einfacher mechanischer Aufbau
bereitgestellt, bei welchem letztendlich die im Bereich der Kupplungsanord
nung auftretenden Verschiebungen - ob verschleißbedingt oder bautoleranz
bedingt - in einfacher Art und Weise im Bereich des Ausrückersystems bzw.
des Systemteils desselben, in welchem die Bremskraft erzeugt wird,
kompensiert werden kann. Es ist nicht das Bereitstellen irgendwelcher
Fluidanordnungen erforderlich, wodurch die erfindungsgemäße Anordnung
insbesondere auch im Bereich von Kupplungssystemen Anwendung finden
kann, in welchen keine Druckfluidbetätigung, sondern beispielsweise eine
über Bowdenzug u. dgl. übertragene mechanische Betätigung vorgesehen
ist.
Um in einfacher Art und Weise das Zusammenfügen des erfindungsgemäßen
Ausrückersystems insbesondere auch bei Durchführung von Wartungs
arbeiten eines dieses enthaltenen Fahrzeugs zu ermöglichen, wird vor
geschlagen, dass das Rastelement einen an der einen Komponente oder
Baugruppe in Ausrückrichtung im Wesentlichen nicht bewegbar gehaltenen
Rastring umfasst, welcher durch Verformung, vorzugsweise durch
Aufspreizen, außer Rasteingriff mit der Rastverzahnung bringbar ist.
Ein mechanisch besonders einfacher, gleichwohl jedoch stabil wirkender
Aufbau kann dadurch erlangt werden, dass die Rastverzahnung an einem
Außenumfangsbereich des wenigstens einen Bremselements vorgesehen ist
und dass das Rastelement mit einem Rasteingriffsbereich über eine
Innenumfangsfläche des Ausrückschiebers zum Rasteingriff mit der
Rastverzahnung hervorsteht.
Weiter kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Rasterring in einer
Innenumfangsnut des Ausrückschiebers aufgenommen ist.
Um die selbsttätige Nachstellung im Bereich des Bremsabschnitts des
erfindungsgemäßen Ausrückersystems erhalten zu können, kann eine
Bewegungsbegrenzungsanordnung vorgesehen sein, durch welche eine
Bewegung des wenigstens einen Bremselementes in Richtung von dem
Gegen-Bremselement weg begrenzt ist.
Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Bewegungsbe
grenzungsanordnung ein an einer feststehenden Baugruppe, vorzugsweise
Getriebegehäuse, angebrachtes oder anbringbares Halteelement umfasst,
welches mit wenigstens einem Halteabschnitt an dem wenigstens einen
Bremselement zur Bewegungsbegrenzung angreift.
Um dafür zu sorgen, dass im Drehbetrieb eine geeignete Bremskraft für die
Getriebeeingangswelle bereitgestellt werden kann, ist bei der erfindungs
gemäßen Anordnung vorzugsweise eine Drehfixierung vorgesehen, durch
welche das wenigstens eine Bremselement gegen Drehbewegung gesichert
ist.
Dabei kann ein einfacher und eine relativ geringe Anzahl an Bauteilen
erfordernder Aufbau beispielsweise dadurch erhalten werden, dass die
Drehfixierung wenigstens einen Fixierstift umfasst, welcher an dem
wenigstens einen Bremselement vorgesehen ist und in eine Fixieraus
nehmung in dem Halteelement in der Ausrückrichtung verlagerbar eingreift.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen anhand bevorzugter Ausgestaltungsformen detailliert
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Längsschnittansicht eines erfindungsgemäßen Aus
rückersystems;
Fig. 2 das im Kreis II in Fig. 1 gekennzeichnete Detail vergrößert.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Ausrückersystem für eine Kupplungs
anordnung allgemein mit 10 bezeichnet. Dieses Ausrückersystem 10 wird,
wie grundsätzlich bekannt, bei Kraftfahrzeugreibungskupplungen eingesetzt,
um durch Angreifen am radial inneren Bereich 12 eines in Fig. 1 erkenn
baren Kraftspeichers 14 die Kupplungsanordnung zwischen einer einge
rückten und einer ausgerückten Stellung zu verstellen. Insbesondere ist in
der Darstellung der Einsatz in Verbindung mit einer Kupplung des gezogenen
Typs dargestellt, bei welcher durch ziehendes Angreifen, d. h. Bewegen des
radial inneren Bereichs 12 des Kraftspeichers 14 in Richtung auf das
Getriebe zu, die Kupplung in den ausgerückten Zustand gebracht wird.
Das Ausrückersystem 10 umfasst einen allgemein mit 16 bezeichneten
Ausrückschieber. An einem Flanschbereich 18 eines Ausrückerringes 20
kann beispielsweise eine Ausrückergabel o. dgl. angreifen, um den
gesamten Ausrückschieber 16 zur Durchführung von Ausrückvorgängen in
der Darstellung der Fig. 1 nach rechts zu bewegen. Mit dem Ausrückerring
20 ist ein äußerer erster Lagerring 22 eines Ausrücklagers 24 gekoppelt. Ein
innerer zweiter Lagerring 26 des Ausrücklagers 24, welcher über eine
Mehrzahl von Wälzkörpern, beispielsweise Kugeln 28, mit dem ersten
Lagerring 22 drehbar gekoppelt ist, greift über einen Mitnahmering 30 am
radial inneren Bereich 12 des Kraftspeichers 14 an. Hier kann beispielsweise
ein Sicherungsring 32 vorgesehen sein, über welchen der Mitnahmering 30
mit dem zweiten Lagerring 26 zur gemeinsamen Bewegung in Ausrück
richtung gekoppelt ist. Der zweite Lagerring 26 kann über eine Lagerungs
hülse 34 und beispielsweise ein Gleitlagerelement 36 auf der Kupplungsaus
gangswelle bzw. Getriebeeingangswelle 38 gelagert sein, um somit
letztendlich die Lagerung für das gesamte Ausrückersystem 16 zu bilden.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass der erste Lagerring 22 beispielweise
über eine Fixierhülse 40 mit dem Ausrückerring 20 fest verbunden sein
kann, welche an diesem durch Rastwirkung festgelegt ist.
Das erfindungsgemäße Ausrückersystem 16 weist ferner einen Brems
bereich 42 auf, welcher, wie im Folgenden noch beschrieben, bei Durch
führung von Ausrückvorgängen eine die Getriebeeingangswelle 38
abbremsende Bremskraft erzeugt. Dieser Bremsbereich 42 umfasst ein
beispielsweise ebenfalls hülsenartig ausgebildetes Bremselement 44 mit
einem im Wesentlichen zylindrischen Abschnitt 46 und einem damit
vorzugsweise integral ausgebildeten Bremsringabschnitt 48. An dem
Außenumfangsbereich des Hülsenabschnitts 46 ist eine in Fig. 2 vergrößert
dargestellte Rastverzahnung 50 vorgesehen. Die Rastverzahnung 50 ist
derart ausgebildet, dass beispielsweise in Umfangsrichtung um eine
Drehachse A der Getriebeeingangswelle 38 umlaufenden ringartigen
Rastzähne 52 an ihrer vom Kraftspeicher 14 abgewandten Seite mit einer
Schräg- oder Rampenfläche 54 ausgebildet sind, während sie an der dem
Kraftspeicher 14 zugewandten Fläche mit einer sich im Wesentlichen radial
erstreckenden Arretierfläche 56 ausgebildet sind.
An dem Ausrückerring 20, d. h. dem Ausrückschieber 16, ist im Bereich
einer Innenumfangsfläche 58 desselben eine nach radial innen offene
Umfangsnut 60 vorgesehen. In diese Umfangsnut 60 greift ein ringartig
ausgebildetes Rastelement 62 bereichsweise ein. Mit einem Rasteingriffs
bereich 64 steht das ringartige Rastelement 62 über die Innenumfangsfläche
58 des Ausrückerrings 20 zum Rasteingriff mit der Rastverzahnung 50
hervor. In diesem Rasteingriffsbereich weist das ringartige Rastelement 62
ebenfalls an der dem Kraftspeicher 14 zugewandten Seite eine Schrägfläche
66 auf, und weist an der vom Kraftspeicher 14 abgewandten Seite eine sich
im Wesentlichen radial erstreckende Gegen-Arretierfläche 68 auf. Man
erkennt in Fig. 2, dass bei vorhandenem Rasteingriff das ringartige
Rastelement 62 mit seiner Schrägfläche 66 an einer Schrägfläche 54 eines
Rastzahnes 52 anliegt, während die Gegen-Arretierfläche 68 an einer
Arretierfläche 56 eines unmittelbar benachbarten Rastzahnes 52 anliegt. Es
ist somit eine im Wesentlichen axial feste Verbindung zwischen dem
Bremselement 44 und dem Ausrückerring 20 bereitgestellt. Insbesondere ist
durch elastische Ausgestaltung des Rastelements 62 und Einbauen
desselben derart, dass es nach radial innen gegen den zylindrischen
Abschnitt 46 des Bremselements 44 vorgespannt ist, für einen sicheren
Zusammenhalt gesorgt.
Man erkennt in Fig. 1, dass in einem Umfangsbereich des Ausrückerringes
20 eine radial durchgehende Ausnehmung 70 vorgesehen ist, über welche
nach radial außen gebogene Endabschnitte 72 des Rastelements 62 zum
Zugriff vermittels eines Werkzeugs zugänglich sind. Durch ein derartiges
Werkzeug kann das ringartige Rastelement 62 aufgespreizt werden und
somit mit seinem Rasteingriffsbereich 64 außer Eingriff mit der Rastver
zahnung 50 gebracht werden. Dies ist insbesondere bei Durchführung von
Wartungsvorgängen oder beim Ausbau bzw. Einbau des Ausrückersystems
vorteilhaft.
In Fig. 1 erkennt man weiter, dass mit der Getriebeeingangswelle 38 über
entsprechende Verzahnungsanordnungen 74, 76 eine Bremsscheibe 78 zur
gemeinsamen Drehung gekoppelt ist. Diese Bremsscheibe 78 liegt zwischen
dem Bremselement 44 bzw. dem Bremsringabschnitt 48 desselben und
einem axial vorstehenden Abschnitt 80 eines Getriebedeckels 82 o.dgl.
Ferner ist an dem Getriebedeckel 82 durch eine Mehrzahl von schematisch
angedeuteten Befestigungsschrauben 84, welche beispielsweise auch den
Getriebedeckel am verbleibenden Teil eines Getriebegehäuses festlegen
können, eine Haltehülse 86 festgelegt. Diese weist einen flanschartigen
Abschnitt 88 auf, welchen die Befestigungsschrauben 84 zum Festlegen der
Haltehülse 86 durchsetzen können. Hier kann eine bajonettartige Zu
sammenwirkung der Befestigungsschrauben 84 mit entsprechenden
Öffnungen 90 in der Haltehülse bereitgestellt werden, so dass durch leichtes
Lockern der Befestigungsschrauben 84 und Drehen der Haltehülse 86 diese
Haltehülse 86 vom Getriebedeckel 82 entfernt bzw. in umgekehrter
Richtung angesetzt werden kann. Auf diese Art und Weise kann ein
einfacher Zugriff auf die Bremsscheibe 78 erhalten werden, ohne das
gesamte Ausrückersystem 16 demontieren zu müssen. Insbesondere wenn
die Bremsscheibe 78 zweiteilig ausgebildet ist und durch Auseinander
nehmen bzw. Zusammenfügen von der Getriebeeingangswelle 38 gelöst
bzw. mit dieser gekoppelt werden kann, kann auf diese Art und Weise ein
leichtes Ersetzen der Bremsscheibe 78 vorgenommen werden.
Die Haltehülse 86 ist beispielsweise als Blech-Formteil ausgebildet und weist
einen entweder ringartig um die Drehachse A umlaufenden oder mit
mehreren Armen ausgebildeten Halteabschnitt 92 auf. Dieser hintergreift mit
hakenartigen Endabschnitten das Bremselement 44 an seiner von dem
Getriebe abgewandten Seite. Es ist auf diese Art und Weise dafür gesorgt,
dass das Bremselement 44 über die in Fig. 1 erkennbare Stellung hinaus
sich nicht weiter von der Bremsscheibe 78 wegbewegen kann. Des
Weiteren ist in mehreren Umfangsbereichen in der Haltehülse 86 jeweils
eine nach radial innen offene und sich axial erstreckende Ausnehmung 94
vorgesehen, in welche jeweils ein am Außenumfangsbereich des Brems
elements 44 vorgesehener Drehsicherungsstift 96 eingreift. Auf diese Art
und Weise ist weiter dafür gesorgt, dass das Bremselement 44 gegen
Drehung festgelegt ist und somit bei reibendem Angreifen an der Brems
scheibe 78 sich nicht gemeinsam mit dieser drehen kann.
Im Folgenden wird die Funktion des erfindungsgemäßen Ausrückersystems
beschrieben.
Bei Durchführung von Ausrückvorgängen wird durch das bereits be
schriebene Angreifen am Ausrückerring 20 der gesamte Ausrückschieber 16
in der Darstellung der Fig. 1 axial nach rechts verschoben. Nachdem durch
entsprechend weite Verlagerung des Ausrückschiebers die Kupplung in ihren
vollständig ausgerückten Zustand gebracht worden ist und der Aus
rückschieber 16 noch weiterbewegt worden ist, kommt das Bremselement
44 mit seinem Bremsringabschnitt 48 in Reibanlage an der Bremsscheibe 78
und presst diese weiter an den Abschnitt 80 des Getriebedeckels 82. Es
wird also in diesem Zustand, in welchem die Kupplung bereits vollständig
ausgerückt ist, eine Bremskraft auf die Getriebeeingangswelle 38 ausgeübt,
was insbesondere bei Durchführung von Abwärtsschaltvorgängen bei nicht
synchronisierten Getrieben vorteilhaft ist. Beim nachfolgenden Einrückvor
gang wird zunächst die Bremswechselwirkung im Bremsbereich 42
aufgehoben und dann die Reibwechselwirkung im Bereich der Kupplung
wieder hergestellt.
Tritt im Bereich der Reibungskupplung ein Verschleiß auf, bedeutet dies,
dass der Kraftspeicher 14 mit seinem radial inneren Bereich 12 sich näher
an das Antriebsaggregat heran, also in der Fig. 1 weiter nach links bewegen
wird. Dabei nimmt der Kraftspeicher 14 den gesamten Ausrückschieber 16,
d. h. das Ausrücklager 24 und den Ausrückerring 20, mit. Ist der Verschleiß
so groß, dass bei dieser Bewegung das Bremselement 44 durch entspre
chende Wechselwirkung mit der Haltehülse 86 nicht weiter vom Getriebe
wegbewegt werden kann, so überfährt das Rastelement 62 mit seiner
Schrägfläche 66 eine Schrägfläche 54 des momentan wirksamen Rastzah
nes 52 und rastet in die nächste Verzahnungslücke ein. Auf diese Art und
Weise wird dafür gesorgt, dass trotz auftretendem Verschleiß der Bremsbe
reich 42 immer im gleichen Funktionszustand bleibt, d. h. letztendlich wird
die verschleißinduzierte Änderung der Einbaulage des Kraftspeichers 14 und
die dabei hervorgerufene Verlagerung des Ausrückschiebers 16 durch die
Rastwechselwirkung zwischen dem Bremselement 44 und dem Ausrück
schieber 16 kompensiert. Unabhängig vom aufgetretenen Verschleiß wird
daher immer bei Durchführung eines Ausrückvorgangs im Bereich des
Bremsbereichs 42 eine näherungsweise gleichbleibende Bremscharakteristik
erhalten. Das heißt, der Hub, welcher über den zum Erreichen der voll
ständig ausgerückten Stellung erforderlichen Ausrückerhub hinaus nötig ist,
um die Bremswirkung zu erzielen, bleibt unabhängig vom Verschleißzustand
der Reibungskupplung näherungsweise konstant.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht also bei sehr einfachem Aufbau des
Ausrückersystems eine Kompensation des im Betrieb aufgetretenen
Verschleißes hinsichtlich der im Bereich der Getriebeeingangswelle zu
erzeugenden Bremskraft, so dass unabhängig vorn Verschleißzustand der
Kupplung bei Durchführung von Ausrückvorgängen eine gleichbleibende
Bremscharakteristik erhalten werden kann.
Claims (8)
1. Ausrückersystem für eine Kupplungsanordnung, umfassend:
einen mit einem Kraftspeicher (14) der Kupplungsanordnung zur Durchführung einer Ausrückbewegung gekoppelten oder koppelbaren Ausrückschieber (16),
wenigstens ein mit dem Ausrückschieber (16) bei Durch führung einer Ausrückbewegung bewegbares Bremselement (44), welches in Bremswechselwirkung mit einem mit einer Kupplungsausgangswelle (38) im Wesentlichen drehfest verbundenen oder verbindbare Gegen-Bremselement (78) bringbar ist, wobei wenigstens zur Kompensation von im Bereich der Kupplungsanordnung aufgetretenem Verschleiß das wenigstens eine Bremselement (44) bezüglich des Aus rückschiebers (16) verlagerbar ist,
gekennzeichnet durch eine Rastanordnung (50, 62) mit einer Rastverzahnung (50) an einer Komponente oder Baugruppe von Ausrückschieber (16) und Bremselement (44) und einem Rastelement (62) an der anderen Komponente oder Baugruppe von Ausrück schieber (16) und Bremselement (44), wobei bei Auftreten von Verschleiß die Rastanordnung (50, 62) eine Relativbewegung von Ausrückschieber (16) und Bremselement (62) zulässt und bei Bewegung des Ausrückschiebers in Ausrückrichtung und ent stehender Bremswechselwirkung zwischen dem wenigstens einen Bremselement (44) und dem Gegen-Bremselement (78) die Rast anordnung (50, 62) eine Relativbewegung von Ausrückschieber (16) und Bremselement (44) im Wesentlichen nicht zulässt.
einen mit einem Kraftspeicher (14) der Kupplungsanordnung zur Durchführung einer Ausrückbewegung gekoppelten oder koppelbaren Ausrückschieber (16),
wenigstens ein mit dem Ausrückschieber (16) bei Durch führung einer Ausrückbewegung bewegbares Bremselement (44), welches in Bremswechselwirkung mit einem mit einer Kupplungsausgangswelle (38) im Wesentlichen drehfest verbundenen oder verbindbare Gegen-Bremselement (78) bringbar ist, wobei wenigstens zur Kompensation von im Bereich der Kupplungsanordnung aufgetretenem Verschleiß das wenigstens eine Bremselement (44) bezüglich des Aus rückschiebers (16) verlagerbar ist,
gekennzeichnet durch eine Rastanordnung (50, 62) mit einer Rastverzahnung (50) an einer Komponente oder Baugruppe von Ausrückschieber (16) und Bremselement (44) und einem Rastelement (62) an der anderen Komponente oder Baugruppe von Ausrück schieber (16) und Bremselement (44), wobei bei Auftreten von Verschleiß die Rastanordnung (50, 62) eine Relativbewegung von Ausrückschieber (16) und Bremselement (62) zulässt und bei Bewegung des Ausrückschiebers in Ausrückrichtung und ent stehender Bremswechselwirkung zwischen dem wenigstens einen Bremselement (44) und dem Gegen-Bremselement (78) die Rast anordnung (50, 62) eine Relativbewegung von Ausrückschieber (16) und Bremselement (44) im Wesentlichen nicht zulässt.
2. Ausrückersystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (62) einen an der
einen Komponente oder Baugruppe in Ausrückrichtung im Wesent
lichen nicht bewegbar gehaltenen Rastring (62) umfasst, welcher
durch Verformung, vorzugsweise durch Aufspreizen, außer Rastein
griff mit der Rastverzahnung (50) bringbar ist.
3. Ausrückersystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rastverzahnung (50) an einem
Außenumfangsbereich des wenigstens einen Bremselements (44)
vorgesehen ist und dass das Rastelement (44) mit einem Rastein
griffsbereich (64) über eine Innenumfangsfläche (58) des Ausrück
schiebers (16) zum Rasteingriff mit der Rastverzahnung (50)
hervorsteht.
4. Ausrückersystem nach Anspruch 2 und Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rastring (62) in einer Innen
umfangsnut (60) des Ausrückschiebers (16) aufgenommen ist.
5. Ausrückersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch eine Bewegungsbegrenzungsanordnung (86),
durch welche eine Bewegung des wenigstens einen Bremselementes
(44) in Richtung von dem Gegen-Bremselement (78) weg begrenzt
ist.
6. Ausrückersystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsbegrenzungsanordnung
(86) ein an einer feststehenden Baugruppe, vorzugsweise Getriebege
häuse (82), angebrachtes oder anbringbares Halteelement (86)
umfasst, welches mit wenigstens einem Halteabschnitt (92) an dem
wenigstens einen Bremselement (44) zur Bewegungsbegrenzung
angreift.
7. Ausrückersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch eine Drehfixierung (94, 96), durch welche das
wenigstens eine Bremselement (44) gegen Drehbewegung gesichert
ist.
8. Ausrückersystem nach Anspruch 6 und Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfixierung (94, 96) wenigstens
einen Fixierstift (96) umfasst, welcher an dem wenigstens einen
Bremselement (44) vorgesehen ist und in eine Fixierausnehmung (94)
in dem Halteelement (86) in der Ausrückrichtung verlagerbar
eingreift.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10057609A DE10057609A1 (de) | 2000-11-21 | 2000-11-21 | Ausrückersystem für eine Kupplungsanordnung |
| US09/977,656 US6588558B2 (en) | 2000-11-21 | 2001-10-15 | Release system for a clutch assembly |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10057609A DE10057609A1 (de) | 2000-11-21 | 2000-11-21 | Ausrückersystem für eine Kupplungsanordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10057609A1 true DE10057609A1 (de) | 2002-05-23 |
Family
ID=7664023
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10057609A Withdrawn DE10057609A1 (de) | 2000-11-21 | 2000-11-21 | Ausrückersystem für eine Kupplungsanordnung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US6588558B2 (de) |
| DE (1) | DE10057609A1 (de) |
Cited By (2)
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