DE10057497A1 - Verfahren zur Signalisierung der zeitlichen Positionierung ein oder mehrerer Broadcastkanäle in einem UMTS-Funkkommunikationssystem nach dem 1.28 Mcps-TDD-Mode sowie zugehöriges UMTS-Funkkommunikationssystem - Google Patents
Verfahren zur Signalisierung der zeitlichen Positionierung ein oder mehrerer Broadcastkanäle in einem UMTS-Funkkommunikationssystem nach dem 1.28 Mcps-TDD-Mode sowie zugehöriges UMTS-FunkkommunikationssystemInfo
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Abstract
Zur Signalisierung der zeitlichen Positionierung ein oder mehrerer Broadcastkanäle (BCH1) innerhalb einer Vielzahl von zeitlich aufeinanderfolgenden Frames (FRi, FRi+1) der Zeitschlitzstruktur einer Luftschnittübertragungsstelle (FU) zwischen mindestens einer Basisstation (BS1) und mindestens einem Teilnehmergerät (UE1) eines UMTS-Funkkommunikationssystems im 1.28 Mcps-TDD-Mode werden Downlink-Synchronisationsbursts (BU2) in mindestens vier aufeinanderfolgenden Subframes (SFi, SFi+1, SFi+2, SFi+3) der Zeitschlitzstruktur QPSK moduliert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Signalisierung der
zeitlichen Positionierung ein oder mehrerer Broadcastkanäle
innerhalb einer Vielzahl von zeitlich aufeinanderfolgenden
Frames der Zeitschlitzstruktur einer Luftschnittübertragungs
stelle zwischen mindestens einer Basisstation und mindestens
einem Teilnehmergerät eines UMTS-Funkkommunikationssystems im
1.28 Mcps-TDD-Mode.
Bei einem zellular aufgebauten Funkkommunikationssystem wie
zum Beispiel nach dem GSM (= Global System for Mobile Commu
nications) oder UMTS-Standard (= Universal Mobile Telecommu
nications System) wird dem jeweiligen Teilnehmergerät in sei
ner momentanen Aufenthalts-Funkzelle mittels der dort zustän
digen Basisstation über mindestens einen sogenannten
Broadcast-Channel, d. h. Broadcastkanal, deren Luftschnitt
stelle systemrelevante Informationen übermittelt. Solche sy
stemrelevanten Informationen können beispielsweise Informa
tionen zur Leistungsregelung des jeweiligen Teilnehmergeräts,
insbesondere Mobilfunkgeräts oder über verfügbare CDMA-Codes
(= Code Division Multiple Access) in der momentanen Aufent
halts-Funkzelle dieses Teilnehmergeräts sein. Generell dient
also ein solcher Broadcast-Channel zum Übermitteln von soge
nannten zellspezifischen Informationen von einer Basisstation
zu allen sich dort in deren Funkzelle aufhaltenden Teilneh
mergeräten, insbesondere Mobilfunkgeräten. Der jeweilige
Broadcast-Channel ist dabei als sogenannter Common-Channel
ausgebildet, der von allen Mobilfunkgeräten, die sich in der
jeweiligen Funkzelle befinden, ständig oder in bestimmten
Zeitabständen abgehört wird. Insbesondere dient der
Broadcast-Channel zum Übermitteln von sogenannten zellspezifischen
Informationen wie zum Beispiel Cell-Id's, usw. Um für
eine einwandfreie Funkverbindung zwischen der jeweiligen Ba
sisstation und dem jeweiligen Teilnehmergerät in dessen mo
mentaner Aufenthalts-Funkzelle zu sorgen, hören deshalb alle
Teilnehmergeräte in dieser Funkzelle diesen mindestens einen
Broadcast-Channel zumindest von Zeit zu Zeit ab.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Weg aufzu
zeigen, wie im 1.28 Mcps-TDD-Mode von UMTS Broadcast-Chan
nel-Informationen vom jeweiligen Teilnehmergerät in dessen
momentaner Aufenthaltsfunkzelle in einfacher und zuverlässi
ger Weise empfangen werden kann. Diese Aufgabe wird bei einem
Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass
Downlink-Synchronisationsbursts in mindestens vier aufeinan
derfolgenden Subframes der Zeitschlitzstruktur QPSK (Quater
nary Phase Shift Keying) moduliert werden, und dass durch
diese QPSK-Modulation die zeitliche Positionszuordnung für
ein oder mehrere zeitlich nachfolgende Broadcastkanäle zu den
zeitlich aufeinanderfolgenden Frames und/oder Subframes der
Zeitschlitzstruktur vorgenommen wird.
Dadurch, dass dem jeweiligen Teilnehmergerät durch die QPSK-
Modulation (Quaternary Phase Shift Keying) von Downlink-Syn
chronisationbursts in mindestens vier aufeinanderfolgenden
Subframes jetzt die zeitliche Positionierung ein oder mehre
rer nachfolgender Broadcast-Channel mitgeteilt wird, ist es
für alle Teilnehmergeräte in der jeweiligen Funkzelle ermög
licht, die Informationen über diesen Broadcast-Channel in
einfacher und zuverlässiger Weise abzuhören.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein UMTS-
Funkkommunikationssystem im 1.28 Mcps-TDD-Mode, das zur Si
gnalisierung der zeitlichen Positionierung ein oder mehrerer
Broadcastkanäle innerhalb einer Vielzahl von zeitlich aufein
anderfolgenden Frames der Zeitschlitzstruktur einer Luft
schnittübertragungsstelle zwischen mindestens einer Basisstation)
und mindestens einem Teilnehmergerät nach dem erfin
dungsgemäßen Verfahren ausgebildet ist.
Sonstige Weiterbildungen der Erfindungen sind in den Unteran
sprüchen wiedergegeben.
Die Erfindungen und ihre Weiterbildungen werden nachfolgend
anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung die
Struktur eines sogenannten Multifra
mes bei der Signalübertragung auf der
Luftschnittstelle zwischen einer Ba
sisstation und einem Teilnehmergerät
eines Funkkommunikationssystems im
1.28 Mcps TDD-Mode von UMTS zur
Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
Fig. 2 in schematischer Darstellung die
zeitliche Struktur eines normalen
Bursts während eines Zeitschlitzes
der Zeitschlitzstruktur nach Fig. 1,
Fig. 3 in schematischer Darstellung die
zeitliche Struktur des Downlink -
Synchronisationsbursts auf dem soge
nannten Downlink Pilot Time Slot der
Zeitschlitzstruktur nach Fig. 1,
Fig. 4 in schematischer Darstellung die
zeitliche Struktur des sogenannten
Uplink-Synchronisationsbursts auf
dem Uplink Pilot Time Slot der Zeit
schlitzstruktur nach Fig. 1,
Fig. 5 in schematischer Darstellung eine Ba
sisbanddarstellung der verschiedenen
Phasen sowie der zugeordneten komple
xen Zeiger zusammengefaßt für eine
QPSK- und π/4-QPSK-Modulation,
Fig. 6 in schematischer Darstellung Phasen
sequenzen für vier aufeinanderfolgen
de Downlink-Synchronisationsbursts
zu deren π/4-QPSK-Codierung, um dem
jeweiligen Teilnehmergerät diejenigen
Zeitschlitze der Zeitrahmenstruktur
nach Fig. 1 signalisieren zu können,
die für die Übertragung von Teilen
des Broadcast-Channels abgestellt
sind, und
Fig. 7 mit 10 verschiedene Varianten der QPSK-
Modulation von je vier aufeinander
folgenden Downlink-Synchronisati
onsbursts zur Durchführung des erfin
dungsgemäßen Verfahrens.
Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den
Fig. 1 mit 10 jeweils mit denselben Bezugszeichen verse
hen.
Fig. 1 zeigt in schematischer sowie vereinfachter Darstel
lung die Zeitrahmenstruktur bei der Funkübertragung über eine
Luftschnittstelle FU zwischen einer Basisstation BS1 und ei
nem Teilnehmergerät UE1 in deren Funkzelle für ein zellular
aufgebautes Funkkommunikationssystem MCS. Dabei repräsentiert
das Teilnehmergerät UE1 eine Vielzahl von Teilnehmergeräten,
die sich gleichzeitig in derselben Funkzelle der Basisstation
BS1 aufhalten. Diese sind hier im Ausführungsbeispiel der
Übersichtlichkeit halber weggelassen worden. Das Funkkommunikationssystem
MCS weist aufgrund seiner zellularen Aufteilung
neben der Basisstation BS1 eine Vielzahl weiterer Basissta
tionen auf, mit deren Funkzellen ein vorgegebenes Versor
gungsgebiet weitgehend vollständig abdeckbar ist. Diese wei
teren Basisstationen sind hier im Ausführungsbeispiel der
Übersichtlichkeit halber ebenfalls weggelassen worden.
Die jeweilige Basisstation jeder Funkzelle ist vorzugsweise
durch mindestens einen Funksender und mindestens einen Funk
empfänger gebildet. Sie weist vorzugsweise mindestens eine
Sendeantenne und/oder Empfangsantenne auf. Zusätzlich oder
unabhängig zu ihrer Funktion, eine Funkverbindung zu Teilneh
mergeräten des Funkkommunikationssystems MCS bereitzustellen,
kann die jeweilige Basisstation jeweils für die Daten-/Nach
richtenübermittlung zu einem etwaig vorhandenen Festnetz sor
gen.
Als Teilnehmergeräte sind vorzugsweise Mobilfunktelefone,
insbesondere sogenannte Handys bzw. Zellulartelefone vorgese
hen. Daneben können als Teilnehmergeräte auch sonstige Nach
richten- und/oder Datenübertragungsgeräte wie zum Beispiel
Internet-Endgeräte, Computer, Fernsehgeräte, Notebooks, Fax
geräte, usw. mit zugeordneter Funkeinheit zum Kommunikations
verkehr "on air", das heißt über mindestens eine Luftschnitt
stelle vorgesehen sein und Komponenten des Funkkommunikati
onsnetzes bilden. Die Teilnehmergeräte können dabei sowohl
stationär, dass heißt ortsfest im Funknetz angeordnet sein,
als auch sich mobil bzw. portabel an wechselnden Orten auf
halten.
Im zellularen Funkkommunikationssystem MCS werden Funksignale
wie z. B. Nachrichten und/oder Datensignale über die minde
stens eine vordefinierte Luftschnittstelle FU zwischen minde
stens einem Teilnehmergerät wie zum Beispiel UE1, insbesonde
re Mobilfunkgerät und mindestens einer Basisstation wie zum
Beispiel BS1 vorzugsweise nach einem Zeitmultiplex-
Vielfachzugriffs-Übertragungsverfahren übertragen. Dies wird
in der Fig. 1 dadurch veranschaulicht, daß dort zwischen der
Basisstation BS1 und dem Teilnehmergerät UE1 zusätzlich die
Zeitrahmenstruktur, d. h. die zeitliche Aufteilung in eine
Vielzahl von aufeinanderfolgenden Zeitschlitzen, einer Si
gnalübertragung über die Luftschnittstelle FU eingezeichnet
ist. Das Funkkommunikationssystem MCS ist vorzugsweise nach
dem UMTS-Standard (= Universal Mobile Telecommunications Sy
stem) ausgebildet. Bei einem solchen Funkkommunikationssystem
nach dem UMTS-Standard werden Funksignale für mindestens eine
Luftschnittstelle zwischen dem jeweiligen Teilnehmergerät,
insbesondere Mobilfunkgerät und mindestens einer Basisstation
in mindestens einer Funkzelle des Kommunikationssystems ins
besondere nach einem kombinierten TDMA/CDMA-Vielfachzugriffs-
Übertragungsverfahren (TDMA = Time Division Multiple Access;
CDMA = Code Division Multiple Access) übertragen. Dabei wird
bei der Funkübertragung über die Luftschnittstelle zwischen
dem jeweiligen Teilnehmergerät und der jeweilig zugeordneten
Basisstation (und umgekehrt) eine zeitliche Aufteilung der
Funksignale in eine Vielzahl von aufeinanderfolgenden Zeit
schlitzen vorgebbarer Zeitdauer sowie vorgebbarer Rahmen
struktur vorgenommen. Mehrere Teilnehmer, die zeitgleich in
derselben Funkzelle mit der dortigen Basisstation in Kommuni
kation treten, werden in Kombination zur Zeitmultiplexauftei
lung zweckmäßigerweise durch orthogonale Codes, insbesondere
nach dem CDMA-Prinzip (Code Division Multiple Access), von
einander hinsichtlich ihrer Nachrichten-/Datenverbindungen
separiert. Insbesondere wird das Funkkommunikationssystem im
sogenannten TDD-Mode (TDD = Time Division Duplex) betrieben.
Im TDD-Mode wird eine getrennte Signalübertragung in Up- und
Downlink Richtung (Uplink = Signalübertragung vom jeweiligen
Mobilfunkgerät zur zugeordneten Basisstation; Downlink = Si
gnalübertragung von der jeweilig zugeordneten Basisstation
zum Mobilfunkgerät) durch eine entsprechende separate Zuwei
sung von Zeitschlitzen mittels eines Zeitmultiplex-Verfahrens
erreicht. Dabei wird nur eine einzige Trägerfrequenz zur Si
gnalübertragung in Uplink und Downlink-Richtung zwischen dem
jeweiligen Teilnehmergerät und der jeweilig zugeordneten Ba
sisstation verwendet.
Für die Weiterentwicklung des UMTS-Standards ist insbesondere
die Variante 1.28 Mcps (= Mega Chips) im TDD-Mode neben dem
bereits spezifizierten 3.84 Mcps TDD-Mode und dem FDD-Mode
zukünftig von Interesse. Der 1.28 Mcps TDD-Mode von UMTS be
trifft im wesentlichen das chinesische Mobilfunksystem TD-
SCDMA (Time Division Synchronous CDMA), das ebenso wie der
3.84 Mcps TDD-Mode die Techniken TDMA und CDMA kombiniert. Im
1.28 Mcps TDD erfolgt die Datenübertragung von Up- und Down
link auf einer einzigen Frequenz per Zeitmultiplex (Uplink:
Übertragung der Daten von der Mobilstation (Handy oder Ähnli
chem) zur Basisstation (= NodeB); Downlink: Übertragung der
Daten von der Basisstation zur Mobilstation). Die Trennung
der Kanäle erfolgt vorzugsweise über orthogonale Codes.
Die Hauptunterschiede von 1.28 Mcps TDD zu 3.84 Mcps TDD von
UMTS sind die um ein Drittel geringere Chipfrequenz und ein
veränderter Rahmenaufbau. In 1.28 Mcps TDD sind jeweils zehn
Zeitschlitze (= time slots) zu einem Sub-Rahmen (= Subframe)
und zwei Sub-Rahmen jeweils zu einem Rahmen (= Frame) zusam
mengefasst. Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung die
zugehörige entsprechende Zeitrahmenstruktur. Dort sind je
weils 24 TDMA-Rahmen wie zum Beispiel FRi, FRi + 1, . . .FRi + 23 zu
einem sogenannten Kontroll-Multiframe wie zum Beispiel MF1
zusammengefasst. Je ein TDMA-Zeitrahmen teilt sich in zwei
sogenannte Sub-Zeitrahmen (Subframes) auf. So untergliedert
sich beispielsweise der TDMA-Zeitrahmen (Frame) FRi in die
beiden Subframes SFi, SFi + 1. Zum nachfolgenden Zeitrahmen
(Frame) FRi + 1 sind die beiden Subframes SFi + 2, SFi + 3 zusam
mengefasst. Jeder Subframe wie zum Beispiel SFi setzt sich
aus einer Vielzahl von aufeinanderfolgenden Zeitschlitzen
(time slots) wie zum Beispiel TS0, DwPTS, GP, UpPTS, TS1 mit
TS6 zusammen. Mindestens einer der Zeitschlitze des jeweili
gen Subframes ist dabei für den sogenannten Downlink Pilot
Channel zur Übertragung mindestens eines Downlink-Synchronisationsbursts
bzw. -signals allokiert. Im 1.28 Mcps TDD-Mode
vom UMTS ist der time slot DwPTS für den Downlink Pilot Chan
nel DwPCH1 abgestellt. In entsprechender Weise ist für die
Uplinkrichtung der Zeitschlitz UpPTS für mindestens einen
Uplink Pilot Channel zur Übertragung eines Uplink-Synchroni
sationsbursts vorreserviert. Zwischen dem Downlink Pilot Time
Slot DwPTS und dem Uplink Pilot Time Slot UpPTS ist ein Zeit
schlitz GP als sogenannte Guard Period, dass heißt als Tot
zeit vorgesehen, während der keine Übertragung in Up- und
Downlinkrichtung erfolgt, um eine gegenseitige Störung der
beiden Übertragungskanäle für den Uplink- und Downlink- Syn
chronisationsburst jeweils im selben Subframe zu vermeiden.
Mindestens einer der restlichen Zeitschlitze TS0, TS1 mit TS6
innerhalb des jeweiligen Subframes wird für den sogenannten
Broadcastkanal (= Broadcast-Channel) abgestellt, auf dem funk
spezifische Informationen an alle in der jeweiligen Funkzelle
sich aufhaltenden Mobilstationen von der diese bedienenden
Basisstation gesendet werden. Bei der Zeitrahmenstruktur von
Fig. 1 wird beispielsweise der erste Zeitschlitz TS0 jedes
Subframes wie z. B. SFi für den Broadcast-Channel BCH1 reser
viert.
Vorzugsweise weist jeder Frame eine zeitliche Länge, das
heißt Zeitdauer FP von etwa 10 msec auf; ein Subframe ist so
mit insbesondere etwa 5 msec lang.
Zusammenfassend betrachtet werden also innerhalb der Zeit
schlitze (time slots) jedes Subframes wie zum Beispiel SFi
etwaig zu übertragenden Daten in einer fest vorgegebenen
Struktur, den sogenannten Bursts, übertragen. Es gibt dabei
insbesondere drei Typen von Zeitschlitzen mit entsprechenden
Bursts:
Der sogenannte "normal burst" wird in den Zeitschlitzen TS0 mit TS6 jedes Subframes wie zum Beispiel SFi verwendet. In der Fig. 2 ist schematisch der zeitliche Aufbau bzw. die zeitliche Struktur, d. h. die zeitliche Unterteilung eines Zeitschlitzes wie zum Beispiel TS1 für einen solchen normal burst wie zum Beispiel BU1 dargestellt. Der normal burst BU1 weist vier Zeitabschnitte bzw. Zeitsektionen DA1, MA, DA2, GP1 auf, die für die Übertragung von verschiedenen Gruppen von Funksignaltypen reserviert sind. Der erste Zeitabschnitt DA1 ist für die Übertragung von Nutzdaten bzw. Nutznachrich ten sogenannten Data Symbols allokiert, das heißt vorbelegt. Danach werden im zweiten, nachfolgenden Zeitabschnitt bzw. - block MA sogenannte Midambels übertragen. Dies sind Signale für die Kanalschätzung des jeweiligen Teilnehmergeräts und/oder der jeweiligen Basisstation. Aufgrund dieser Kanal schätzparameter wird in vorteilhafter Weise eine Kanalentzer rung im jeweiligen Teilnehmergerät, insbesondere in der je weiligen Mobilstation, und/oder der jeweiligen Basisstation durchgeführt. Nach diesem Zeitblock MA folgt wiederum ein Zeitabschnitt DA2 für eine weitere Übertragung von Nutzdaten bzw. Nutzsignalen. Dadurch, das die Midambels für die Kanal schätzung zwischen den beiden Blöcken DA1, DA2 mit den Nutz daten bzw. Nutzsignalen übertragen werden, wird weitgehend sichergestellt, das der jeweilige Funkkanal optimal im Zeit mittel entzerrt werden kann. Während des vierten, letzten Zeitabschnitts GP1 des Bursts BU1 wird schließlich keine Si gnalübertragung vorgenommen, dass heißt, diese sogenannte Guard Period ist unbelegt, um eine Sicherheitslücke bzw. Tot zeit zwischen den einzelnen, zeitlich nacheinander übertrage nen time slots Ts0, DwPTS1, DP, UPTS1, Ts1 mit TS6 bereitzu stellen. Dadurch werden insbesondere störende Signalüberlage rungen bzw. Interferenzen von Signalen aufeinanderfolgender Slots, die etwaig durch Signallaufzeitunterschiede wie zum Beispiel bei Mehrwegeausbreitung auftreten könnten, weitge hend vermieden. Auf diese Weise ist eine einwandfreie Si gnalübertragung über die Luftschnittstelle FU weitgehend si chergestellt.
Der sogenannte "normal burst" wird in den Zeitschlitzen TS0 mit TS6 jedes Subframes wie zum Beispiel SFi verwendet. In der Fig. 2 ist schematisch der zeitliche Aufbau bzw. die zeitliche Struktur, d. h. die zeitliche Unterteilung eines Zeitschlitzes wie zum Beispiel TS1 für einen solchen normal burst wie zum Beispiel BU1 dargestellt. Der normal burst BU1 weist vier Zeitabschnitte bzw. Zeitsektionen DA1, MA, DA2, GP1 auf, die für die Übertragung von verschiedenen Gruppen von Funksignaltypen reserviert sind. Der erste Zeitabschnitt DA1 ist für die Übertragung von Nutzdaten bzw. Nutznachrich ten sogenannten Data Symbols allokiert, das heißt vorbelegt. Danach werden im zweiten, nachfolgenden Zeitabschnitt bzw. - block MA sogenannte Midambels übertragen. Dies sind Signale für die Kanalschätzung des jeweiligen Teilnehmergeräts und/oder der jeweiligen Basisstation. Aufgrund dieser Kanal schätzparameter wird in vorteilhafter Weise eine Kanalentzer rung im jeweiligen Teilnehmergerät, insbesondere in der je weiligen Mobilstation, und/oder der jeweiligen Basisstation durchgeführt. Nach diesem Zeitblock MA folgt wiederum ein Zeitabschnitt DA2 für eine weitere Übertragung von Nutzdaten bzw. Nutzsignalen. Dadurch, das die Midambels für die Kanal schätzung zwischen den beiden Blöcken DA1, DA2 mit den Nutz daten bzw. Nutzsignalen übertragen werden, wird weitgehend sichergestellt, das der jeweilige Funkkanal optimal im Zeit mittel entzerrt werden kann. Während des vierten, letzten Zeitabschnitts GP1 des Bursts BU1 wird schließlich keine Si gnalübertragung vorgenommen, dass heißt, diese sogenannte Guard Period ist unbelegt, um eine Sicherheitslücke bzw. Tot zeit zwischen den einzelnen, zeitlich nacheinander übertrage nen time slots Ts0, DwPTS1, DP, UPTS1, Ts1 mit TS6 bereitzu stellen. Dadurch werden insbesondere störende Signalüberlage rungen bzw. Interferenzen von Signalen aufeinanderfolgender Slots, die etwaig durch Signallaufzeitunterschiede wie zum Beispiel bei Mehrwegeausbreitung auftreten könnten, weitge hend vermieden. Auf diese Weise ist eine einwandfreie Si gnalübertragung über die Luftschnittstelle FU weitgehend si chergestellt.
Insgesamt betrachtet kann also während des jeweiligen Zeit
schlitzes die Funkübertragung eines sogenannten normal bursts
(Datenbüschels), der eine zeitliche Sektionierung in symbols
(Chips) für die erste Gruppe von Nutzdaten, den Midambels,
der zweiten Gruppe von Nutzdaten, sowie der Guard Period ent
hält, erfolgen. Im 1.28 Mcps TDD-Mode vom UMTS weist der nor
mal burst BU1 eine Gesamtlänge von 864 Chips auf, was einer
Gesamtzeitdauer von 675 µsec bei einer Chipdauer von Tc =
781.25 nsec entspricht. Jeder Datenblock DA1 bzw. DA2 des
Bursts BU1 besteht vorzugsweise aus 352 Chips. Die Midambel
sektion MA hat eine Länge von 144 Chips; die Guard Period GP1
ist 16 Chips lang. Mit der in 1.28 Mcps TDD definierten
Chipfrequenz (entspricht einer Chipdauer von Tc = 781.25
nsec) hat der normale Burst BU1 eine Länge von 675 µsec. In
den normalen Zeitschlitzen TS0 mit TS6 lassen sich bis zu 16
Bursts zeitgleich unterbringen, die sich durch ihre
Spreizcodes unterscheiden. Entsprechend dem Spreizfaktor kann
pro Burst eine unterschiedliche Anzahl von Daten übertragen
werden.
Fig. 3 zeigt schematisch die zeitliche Unterteilung bzw.
Struktur eines Downlink-Synchronisationsbursts BU2, der wäh
rend des Downlink Pilot Time Slots DwPTS des jeweiligen Sub
frames wie zum Beispiel SFi gesendet wird. Er weist während
eines ersten Zeitabschnitts eine Guard Period, das heißt Tot
zeit GP2 auf. Dieser folgt als zweiter Sektionsabschnitt ein
sogenannter Synchronisationsblock SYNC1 nach. Im 1.28 Mcps
TDD-Mode von UMTS wird die Guard Period GP2 des Downlink-
Synchronisationsbursts BU2 etwa gleich 32 Chips lang gewählt.
Für den Synchronisationsblock SYNC1 wird vorzugsweise eine
Länge von 64 Chips gewählt. Auf diese Weise weist der Down
link-Synchronisationsburst im 1.28 Mcps TDD-Mode eine Ge
samtlänge von 96 Chips auf, was einer Zeitdauer von 96 Tc =
75 µsec entspricht, wobei Tc die Chipdauer Tc = 781.25 nsec
angibt. Der jeweilige Downlink-Synchronisationsburst wird
dabei jeweils stets im selben vorreservierten Downlink Pilot
Time Slot wie z B. DwPCH1 übertragen, dass heißt es besteht
eine vorausgewählte feste Zuordnung zu den time slots jedes
Subframes.
In entsprechender Weise wird der sogenannte Uplink-Synchro
nisationsburst nur in einem fest zugeordneten Uplink Pilot
Time Slot wie zum Beispiel UpPTS übertragen. Dieser Uplink-
Synchronisationsburst ist bezüglich seiner zeitlichen Struk
tur schematisch in Fig. 4 gezeichnet. Er weist als erste
Zeitsektion einen Synchronisationsblock SYNC2 auf, dem eine
Guard Period GP3 nachfolgt, dass heißt sein zeitlicher Aufbau
ist umgekehrt zur Abfolge der Zeitsektionen des Downlink-
Synchronisationsbursts von Fig. 3. Im 1.28 Mcps TDD-Mode von
UMTS wird der Synchronisationsblock SYNC2 des Uplink-Syn
chronisationsbursts vorzugsweise etwa gleich 128 Chips, die
zeitliche Länge der Guard Period insbesondere etwa gleich 32
Chips gewählt. Damit weist der Uplink-Synchronisationsburst
vorzugsweise eine zeitliche Gesamtlänge von 160 Tc = 125 µsec
auf.
Zwischen dem Uplink- und Downlink-Synchronisationsbursts ist
in der zeitlichen Abfolge von Zeitschlitzen des jeweiligen
Subframes entsprechend Fig. 1 ein Zeitschlitz GP als zusätz
liche Guard Period, dass heißt Totzeit, vorgesehen, um eine
gegenseitige Störung zu vermeiden. Die Länge dieser zusätzli
chen Guard Period GP ist im 1.28 Mcps-Mode von UMTS vorzugs
weise etwa gleich 96 Chips gewählt.
Für den derzeitigen 1.28 Mcps TDD-Mode sind zwei digitale Mo
dulationsverfahren definiert: QPSK (Quaternary Phase Shift
Keying) und π/4-QSPK. Mit Modulation ist hierbei die Verände
rung des hochfrequenten Trägersignals in Abhängigkeit der zu
übertragenden Daten gemeint. Für die Übertragung der Daten in
Datenblöcken des normalen Bursts wird QPSK verwendet. Hierzu
werden jeweils zwei Datenbits zu einem Datensymbol zusammen
gefasst. Diese modulieren dann das Trägersignal zum Beispiel
mit der Phase 0°, 90°, 180° oder 270°. Für die Übertragung
der Daten im Synchronisationsblock des Downlink-Synchronisa
tionsbursts wird hingegen π/4-QPSK verwendet. π/4-QPSK ist
eine um 45° verschobene Version von QPSK, so dass in diesem
Fall die Phase des Trägersignals zum Beispiel mit 45°, 135°,
225° oder 315° moduliert wird. Diesen verschiedenen Phasen PH
im Basisband lassen sich in mathematisch vorteilhafter Weise
entsprechend Fig. 5 komplexe Zeiger KZ mit Realteil und/oder
Imaginärteil zuordnen. Im Einzelnen ist z. B. der Phase 0° der
komplexe Zeiger KZ = 1, der Phase PH = 45° der komplexe Zei
ger KZ = 1 + j, usw. zugewiesen.
Der Downlink Pilot Time Slot wie z. B. DwPTS des jeweiligen
Subframes wie z. B. SFi ist jeweils für die Übertragung des
Downlink Pilot Channels wie z. B. DwPCH1 abgestellt. Auf die
sem Downlink-Synchronisationskanal wird der mit π/4-QPSK mo
dulierte Downlink-Synchronisationscode CDL,sync übertragen. Im
1.28 Mcps TDD-System sind vorzugsweise insgesamt 32 verschie
dene Downlink-Synchronisationscodes definiert, mit der die
einzelnen Funkzellen des Funkkommunikationssystems unter
schieden werden können. Die jeweilige Basisstation sendet in
ihrer Funkzelle auf dem Downlink Pilot Channel wie zum Bei
spiel DwPCH1 ihren Synchronisationscode. Dadurch ist es einer
Mobilstation in der Funkzelle dieser Basisstation ermöglicht,
sich bezüglich des zeitlichen Taktes dieser Basisstation zu
synchronisieren, dass heißt sich an die von der Basisstation
vorgegebene Zeitrahmenabfolge und Zeitschlitzstruktur der
Luftschnittübertragungsstelle anzupassen. Desweiteren wird
mit der π/4-QPSK Modulation des jeweiligen Synchronisati
onscodes dem jeweiligen Teilnehmergerät in der Funkzelle der
jeweiligen Basisstation die zeitliche Position des Broadcast-
Channels wie zum Beispiel BCH1 innerhalb der Zeitrahmenstruk
tur, insbesondere innerhalb des jeweiligen Kontroll-
Multiframes wie zum Beispiel MF1 signalisiert.
Multiframes sind organisatorische Strukturen von Zeitrahmen,
mit denen festgelegt wird, in welchen Zeitabständen, in wel
chen Frames und/oder wie häufig die physikalischen Kanäle ge
sendet werden. Beispielsweise ist im 1.28 Mcps TDD-Mode für
den Primary Common Control Physical Channel P-CCPCH ein soge
nannter Control-Multiframe mit 24 TDMA-Rahmen definiert, das
heißt in jeweils 24 aufeinanderfolgenden TDMA-Rahmen wird ei
ne bestimmte Anzahl von P-CCPCH (Primary Common Control Phy
sical Channel) mit jeweils einer vorgebbaren Interleaving-
Periode, hier von etwa 20 msec in Downlink-Richtung gesendet.
Diese Interleaving-Periode von 20 msec entspricht hierbei im
1.28 Mcps TDD-Mode vorzugsweise der Zeitdauer von 2 Frames
bzw. 4 Subframes. Die Interleaving-Periode gibt also die
zeitliche Spreizung der auf dem P-CCPCH übertragenen Daten
an. Der Grund für diese zeitliche Spreizung liegt insbesonde
re darin, dass die Kapazität eines einzelnen Burt's nicht
ausreicht, alle Broadcast-Information innerhalb eines einzi
gen Subframes zu übermitteln.
Dem Primary Common Control Physical Channel P-CCPCH auf phy
sikalischer Ebene ist dabei der Broadcast-Channel BCH auf
Transportebene zugeordnet.
Da über den Broadcast-Channel systemrelevante Informationen
der jeweiligen Funkzelle, wie zum Beispiel Informationen zur
Leistungsregelung oder über verfügbare CDMA-Codes, von der
jeweiligen Basisstation zu den Mobilstationen in dieser Funk
zelle übertragen werden, ist es wünschenswert, dass alle in
einer Funkzelle befindlichen Teilnehmergeräte, insbesondere
Mobilstationen, diesen Broadcast-Kanal weitgehend einwandfrei
empfangen können. Deshalb sendet die für die jeweilige Funk
zelle zuständige Basisstation diesen Broadcast-Channel zweck
mäßigerweise von Zeit zu Zeut, vorzugsweise in periodischen
Abständen in Form der Kontroll-Multiframes. Zum Empfang die
ser Broadcast-Informationen hören dabei alle Teilnehmergeräte
in dieser Funkzelle diesen Broadcast-Channel von Zeit zu
Zeit, insbesondere periodisch ab. Um die Broadcast-
Informationen, die die jeweilige Basisstation in ihre Funk
zelle sendet, einwandfrei vom jeweilig dort anwesenden Teil
nehmergerät detektieren zu können, ist es vorteilhaft, an das
jeweilige Teilnehmergerät Informationen darüber zu liefern,
wann, wo und wie oft die Broadcast-Kanäle innerhalb eines
Kontroll-Multiframes von der zuständigen Basisstation gesendet
werden. Wegen der Interleaving-Periode, dass heißt der
zeitlichen Spreizung des dem jeweiligen Broadcast-Channel zu
geordneten physikalischen Primary Common Control Physical
Channels P-CCPCH (- hier von etwa 20 msec -) ist es zweckmä
ßig, Downlink-Synchronisationsbursts in mindestens 4 aufein
anderfolgenden Subframes wie zum Beispiel SFi, SFi + 1, SFi + 2,
SFi + 3 (vergleiche Fig. 1) QPSK zu modulieren und dadurch
diesen 4 Subframes eine spezifische Phasensequenz zur Codie
rung der zeitlichen Position des Broadcast-Channels im Mul
tiframe zuzuweisen. Das jeweilige Teilnehmergerät kann dann
durch QPSK-Demodulation der Downlink-Synchronisationsbursts,
die während des Downlink Pilot Time Slots DwPTS in mindestens
vier aufeinanderfolgender Subframes beim Teilnehmergerät ein
treffen, eine zeitliche Positionszuordnung für ein oder meh
rere zeitlich nachfolgende Broadcast-Channels zu den zeitlich
aufeinanderfolgenden Frames und/oder Subframes der Zeit
schlitzstruktur vornehmen. Wegen der Interleaving-Periode des
Broadcast-Channel's bzw. des korrespondierenden Primary-Com
mon Control Physical Channel's ist es für das jeweilige Teil
nehmergerät zur zeitlichen Positionsbestimmung, das heißt
zeitrichtigen Abhörens der Broadcast-Channels Informationen
innerhalb der Multiframe-Zeitrahmenstruktur zweckmäßig, eine
Sequenz von mindestens 4 Phasen auszuwerten, was durch Demo
dulation von Downlink-Synchronisationsbursts von mindestens 4
aufeinanderfolgenden Downlink Pilot Channels erreicht werden
kann. Denn die Zeitdauer eines Subframes beträgt ein Viertel
der Interleaving-Periode von 20 msec.
Fig. 6 zeigt in schematischer Darstellung Phasensequenzen
für 4 aufeinanderfolgende Downlink-Synchronisationsbursts.
Die jeweilige Phasensequenz von 4 Einzelphasenwerten ist je
weils mit PS bezeichnet. Der jeweiligen Phasensequenz sind
jeweils in eindeutiger Weise System Frame Nummern auf Grund
der mathematischen Beziehung (SFN/2) mod 8 zugeordnet. Jede
der 8 verschiedenen Phasensequenzen korrespondiert somit in
eindeutiger Weise mit einer System Frame Nummern SFN. Für die
Tabelle nach Fig. 6 ist beispielsweise der Start einer Interleaving-Periode
jeweils mit einer Phase von 45° angezeigt.
Die Nummerierung der Frames innerhalb des Multiframes läuft
von 0 bis 23. Die aktuelle Position im Multiframe wird mit
dem Zähler ZSFN (System Frame Number Counter) angezeigt. Bei
spielsweise wird mit der Phasensequenz 45°, 225°, 225°, 225°
signalisiert, dass der Broadcast-Channel in den Frames 0, 1,
16 und 17 gesendet wird. In diesen Fällen ist (SFN/2) mod 8 =
0. Entsprechend wird mit der Phasensequenz 45°, 225°, 225°,
315° signalisiert, dass der Broadcast-Channel in den Frames
14 und 15 gesendet wird. In diesen Fällen ist (SFN/2) mod 8 =
7. Falls das Teilnehmergerät keine der in der Tabelle von
Fig. 6 definierten Phasensequenzen detektieren kann, so wie
derholt es zweckmäßigerweise den Vorgang zur Positionsbestim
mung zum nächstmöglichen Zeitpunkt, das heißt bei Detektion
des nächsten Downlink-Synchronisationsbursts. Denn dadurch
wird gleichzeitig auch die Zeitschlitzstruktur nach Fig. 1
beim jeweiligen Teilnehmergerät festgelegt.
Die Tabelle nach Fig. 6 entspricht den Verhältnissen bei ei
ner π/4-QPSK Modulation der Downlink Synchronisationsbursts.
Durch die Subtraktion von 45° bei den angegebenen Phasense
quenzen erhält man die Verhältnisse für die QPSK-Modulation
der Downlink-Synchronisationsbursts.
Zusammenfassend betrachtet wird also beim erfindungsgemäßen
Verfahren die zeitliche Positionierung ein oder mehrerer
Broadcast-Channels innerhalb einer Vielzahl von zeitlich auf
einanderfolgenden Frames der Zeitschlitzstruktur einer Luft
schnittübertragungsstelle dadurch dem jeweiligen Teilnehmer
gerät signalisiert, dass Downlink-Synchronisationsbursts in
mindestens 4 aufeinanderfolgenden Subframes der Zeitschlitz
struktur QPSK moduliert werden. Durch diese QPSK-Modulation
kann dann die zeitliche Positionszuordnung für einen oder
mehrere zeitlich nachfolgende Broadcast-Channels zu den zeit
lich aufeinanderfolgenden Frames und/oder Subframes der Zeit
schlitzstruktur vorgenommen werden. Dadurch, dass lediglich
eine einzige gemeinsame Modulationsart sowohl für die Daten
in den normalen Bursts als auch in den Downlink-Synchronisa
tionsbursts verwendet wird, reduziert sich der Implementie
rungsaufwand für die Demodulation im Empfänger eines Teilneh
mergeräts gegenüber der bisherigen Implementierungsweise mit
zwei verschiedenen Modulationsarten (QPSK und π/4-QPSK). Da
durch wird sowohl die Signalverarbeitung als auch die Hard
ware vereinfacht. Zwei verschiedene Modulationsverfahren für
die Daten der normalen Bursts sowie für die Downlink-Syn
chronisationsbursts würden insbesondere bei der Downlink
übertragung zu einem zu großen Aufwand führen, da im Downlink
die Ressourcen knapper als im Uplink sind. Denn das jeweilige
Teilnehmergerät lädt in der Regel einen größeren Datenstrom
von der Basisstation herunter, als es in Uplink-Richtung zur
Basisstation schickt. Durch das erfindungsgemäße Verfahren
wird somit eine unnötige Komplexität vermieden. Gleichzeitig
wird eine Harmonisierung mit den beiden anderen UMTS-Modes
herbeigeführt, die ebenfalls nur QPSK verwenden.
Die Fig. 7 mit 10 veranschaulichen anhand von vier Tabel
len vier Varianten zur QPSK-Modulation von Downlink-Synchro
nisationsbursts. In der linken Spalte jeder Tabelle ist je
weils durch die mathematische Formel (SFN/2) mod 8 in eindeu
tiger Weise eine Sequenz von Frame-Nummern codiert. Diesen
Framecodenummern 0 bis 7 sind dabei entsprechend der Tabelle
nach Fig. 6 in eindeutiger Weise Sequenzen von System Frame
Nummern SFN zugeordnet. Diese Frame-Nummern-Sequenzen geben
jeweils diejenigen Frames an, über die die jeweilige
Broadcast-Information zeitlich verteilt gesendet wird. Die
sen Codenummern 0 mit 7 ist jeweils in komplexer Schreibweise
eine Phasensequenz von vier Phasen zugeordnet, mit denen je
weils die Downlink-Synchronisationsbursts von 4 aufeinander
folgenden Subframes SFi, SFi + 1, SFi + 2, SFi + 3 QPSK-moduliert
werden. Die Phasensequenzen entsprechend der Tabelle von
Fig. 7 sind dabei gegenüber den Phasensequenzen nach Fig. 6
um -45° versetzt gewählt. Die Phasensequenzen entsprechend
der Tabelle von Fig. 8 sind um +45° gegenüber den Phasense
quenzen der Tabelle von Fig. 6 versetzt. Die Phasensequenzen
entsprechend den Tabellen nach den Fig. 9 und 10 sind ge
genüber den Phasensequenzen der Tabelle von Fig. 6 schließ
lich um +135° sowie -135° verdreht.
Die Tabelle nach Fig. 7 zeigt die QPSK-Modulation der Down
link-Synchronisationsbursts von vier aufeinanderfolgenden
Downlink Pilot Channels zur Signalisierung der Positionen der
Broadcast-Channels im 24-er Kontroll-Multiframe. Die QPSK-
Modulation ist dargestellt durch die Multiplikation der Down
link - Synchronisationsbursts mit den entsprechenden komple
xen Zeigern nach der Tabelle von Fig. 6 abzüglich der Phase
von 45°. Der Start der Interleaving-Periode wird jeweils
durch die Phase 0° bzw. den Faktor 1 angezeigt. Beispielswei
se wird mit der Phasensequenz 0°, 180°, 180°, 180° (ent
spricht der Folge CDL,sync, -CDL,sync, CDL,sync, -CDL,sync signali
siert, dass der Broadcast-Channel in den Frames 0, 1, 16 und
17 gesendet wird. CDL,sync steht dabei stellvertretend für den
jeweiligen Downlink-Synchronisationsburst, der einen spezi
fischen Synchronisationscode repräsentiert.
Die Tabelle entsprechend der Fig. 8 zeigt die QPSK-
Modulation der Downlink-Synchronisationsbursts von vier auf
einanderfolgenden Downlink Pilot Channels. Dabei wird der
Start der Interleaving-Periode jeweils durch die Phase 90°
bzw. mit dem Faktor +j angezeigt. Beispielsweise wird mit der
Phasensequenz 90°, 270°, 270°, 270° (entspricht der Folge
+j CDL,Sync, -j CDL,sync, -j CDL,sync, -j CDL,Sync) signalisiert, dass der
Broadcast-Channel in den Frames 0, 1, 16 und 17 gesendet
wird.
Die Tabelle nach Fig. 9 zeigt die QPSK-Modulation der Down
link-Synchronisationsbursts von vier aufeinanderfolgenden
Downlink Pilot Channels entsprechend einer dritten Variante.
Dabei wird der Start der Interleaving-Periode jeweils durch
die Phase 180° bzw. mit dem Faktor -1 angezeigt. Beispiels
weise wird mit der Phasensequenz 180°, 0°, 0°/0° (entspricht
der Folge -CDL,sync, CDL,sync, CDL,sync, CDL,sync) signalisiert, dass
der Broadcast-Channel in den Frames 0, 1, 16 und 17 gesendet
wird.
Entsprechend der vierten Variante nach der Tabelle von Fig.
10 wird der Start der Interleaving-Periode jeweils durch die
Phase 270° bzw. mit dem Faktor -j angezeigt. Beispielsweise
wird mit der Phasensequenz 270°, 90°, 90°, 90° (entspricht
der Folge -j CDL,sync, +j CDL,sync, +j CDL,sync, +j CDL,sync) signali
siert, dass der Broadcast-Channel in den Frames 0, 1, 16 und
17 gesendet wird.
Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel nach der ersten Varian
te kann insbesondere folgendermaßen durchgeführt werden:
Ausgehend von der Rahmenstruktur nach Fig. 1 wird der Broadcast-Channel P-CCPCH im Zeitschlitz TS0 und der Down link-Synchronisationskanal DwPCH1 im DwPTS gesendet. Deswei teren ist in der Funkzelle ein 24-er Control Multiframe defi niert, der die Broadcast-Kanäle jeweils in den Frames 0, 1, 16 und 17 in Downlinkrichtung sendet. Demnach wird die Basis station in den jeweiligen Frames die Downlink-Synchronisati onsbursts bzw. Synchronisationscodes CDL,sync mit den Faktoren +1, -1, -1 und -1 modulieren, welche auf den DwPCH übertragen werden, um die Position der Broadcast-Kanäle im Multiframe dem jeweiligen Teilnehmergerät, insbesondere der jeweiligen Mobilstation anzuzeigen. Der Start der Interleaving-Periode wird durch die Phase 0° bzw. den Faktor 1 gekennzeichnet. Al le Teilnehmergeräte der Funkzelle hören nun den Downlink- Synchronisationskanal ab. Falls die Teilnehmergeräte die Pha sensequenz 0°, 180°, 180°, 180° (entspricht der Folge CDL,sync, -CDL,sync, CDL,sync, -CDL,sync) detektieren können, so wis sen sie, in welchen Frames/Zeitschlitzen die Broadcast-Kanäle innerhalb des Kontroll-Multiframes gesendet werden, und kön nen zukünftig an diesen Positionen gezielt, insbesondere pe riodisch, die Broadcast-Channels abhören.
Ausgehend von der Rahmenstruktur nach Fig. 1 wird der Broadcast-Channel P-CCPCH im Zeitschlitz TS0 und der Down link-Synchronisationskanal DwPCH1 im DwPTS gesendet. Deswei teren ist in der Funkzelle ein 24-er Control Multiframe defi niert, der die Broadcast-Kanäle jeweils in den Frames 0, 1, 16 und 17 in Downlinkrichtung sendet. Demnach wird die Basis station in den jeweiligen Frames die Downlink-Synchronisati onsbursts bzw. Synchronisationscodes CDL,sync mit den Faktoren +1, -1, -1 und -1 modulieren, welche auf den DwPCH übertragen werden, um die Position der Broadcast-Kanäle im Multiframe dem jeweiligen Teilnehmergerät, insbesondere der jeweiligen Mobilstation anzuzeigen. Der Start der Interleaving-Periode wird durch die Phase 0° bzw. den Faktor 1 gekennzeichnet. Al le Teilnehmergeräte der Funkzelle hören nun den Downlink- Synchronisationskanal ab. Falls die Teilnehmergeräte die Pha sensequenz 0°, 180°, 180°, 180° (entspricht der Folge CDL,sync, -CDL,sync, CDL,sync, -CDL,sync) detektieren können, so wis sen sie, in welchen Frames/Zeitschlitzen die Broadcast-Kanäle innerhalb des Kontroll-Multiframes gesendet werden, und kön nen zukünftig an diesen Positionen gezielt, insbesondere pe riodisch, die Broadcast-Channels abhören.
Analog zum diesem Ausführungsbeispiel kann auch bei den übri
gen, vorstehenden Varianten 2 mit 4 vorgegangen werden.
Claims (10)
1. Verfahren zur Signalisierung der zeitlichen Positionierung
ein oder mehrerer Broadcastkanäle (BCH1) innerhalb einer
Vielzahl von zeitlich aufeinanderfolgenden Frames (FRi,
FRi + 1) der Zeitschlitzstruktur einer Luftschnittübertragungs
stelle (FU) zwischen mindestens einer Basisstation (BS1) und
mindestens einem Teilnehmergerät (UE1) eines UMTS-
Funkkommunikationssystems im 1.28 Mcps-TDD-Mode,
dadurch gekennzeichnet,
dass Downlink-Synchronisationsbursts (BU2) in mindestens vier aufeinanderfolgenden Subframes (SFi, SFi + 1, SFi + 2, SFi + 3) der Zeitschlitzstruktur QPSK (quaternary phase shift keying) mo duliert werden,
und dass durch diese QPSK-Modulation die zeitliche Positions zuordnung für ein oder mehrere zeitlich nachfolgende Broadcastkanäle zu den zeitlich aufeinanderfolgenden Frames und/oder Subframes der Zeitschlitzstruktur vorgenommen wird.
dass Downlink-Synchronisationsbursts (BU2) in mindestens vier aufeinanderfolgenden Subframes (SFi, SFi + 1, SFi + 2, SFi + 3) der Zeitschlitzstruktur QPSK (quaternary phase shift keying) mo duliert werden,
und dass durch diese QPSK-Modulation die zeitliche Positions zuordnung für ein oder mehrere zeitlich nachfolgende Broadcastkanäle zu den zeitlich aufeinanderfolgenden Frames und/oder Subframes der Zeitschlitzstruktur vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Teilnehmergerät ein Mobilfunkgerät (UE1), insbeson
dere Mobiltelefon, verwendet wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass den Downlink-Synchronisationsbursts (BU2) in der Abfolge
von mindestens vier Subframes durch die QPSK-Modulation eine
spezifische Phasenfrequenz zugeordnet wird, durch die die
Nummern (SFN) derjenigen Frames und/oder Subframes mitgeteilt
wird, in der Teile des jeweiligen Broadcastkanals (BCH1) be
reitgestellt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
das für die Nachrichtensignale und/oder Datensignale, die
über die Luftschnittübertragungsstelle (FU) von der jeweiligen
Basisstation (BS1) zum jeweiligen Teilnehmergerät (UE1)
in deren Funkzelle gesendet werden, ebenfalls die QPSK-
Modulation zur Codierung verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils 24 Frames der Zeitschlitzstruktur zu einem Kon
troll-Multiframe (MF1) zusammengefasst werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils ein Broadcastkanal (BCH1) auf mindestens vier
Subframes (SFi, SFi + 1, SFi + 2, SFi + 3) verteilt zeitlich ge
spreizt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Broadcast-Kanal (BCH1) auf dem physikali
schen Übertragungskanal P-CCPCH (Primary Common Control Phy
sical Channel) übertragen wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Downlink-Synchronisationsburst (BU2) auf
dem physikalischen Übertragungskanal DwPCH (Downlink Pilot
Channel) übertragen wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Startzeitpunkt der Interleaving-Periode des jeweili
gen Broadcastkanals (BCH1) in derselben Funkzelle jeweils
durch dieselbe, vordefinierte Phase des empfangenen Downlink
-Synchronisationsbursts (BU2) angezeigt wird.
10. UMTS-Funkkommunikationssystem im 1.28 Mcps-TDD-Mode, das
zur Signalisierung der zeitlichen Positionierung ein oder
mehrerer Broadcastkanäle (BCH1) innerhalb einer Vielzahl von
zeitlich aufeinanderfolgenden Frames (FRi, FRi + 1) der Zeit
schlitzstruktur einer Luftschnittübertragungsstelle (FU) zwi
schen mindestens einer Basisstation (BS1) und mindestens ei
nem Teilnehmergerät (UE1) nach einem der vorhergehenden An
sprüche ausgebildet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000157497 DE10057497A1 (de) | 2000-11-20 | 2000-11-20 | Verfahren zur Signalisierung der zeitlichen Positionierung ein oder mehrerer Broadcastkanäle in einem UMTS-Funkkommunikationssystem nach dem 1.28 Mcps-TDD-Mode sowie zugehöriges UMTS-Funkkommunikationssystem |
| PCT/DE2001/004255 WO2002041529A1 (de) | 2000-11-20 | 2001-11-13 | Verfahren zur signalisierung der zeitlichen positionierung ein oder mehrerer broadcastkanäle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000157497 DE10057497A1 (de) | 2000-11-20 | 2000-11-20 | Verfahren zur Signalisierung der zeitlichen Positionierung ein oder mehrerer Broadcastkanäle in einem UMTS-Funkkommunikationssystem nach dem 1.28 Mcps-TDD-Mode sowie zugehöriges UMTS-Funkkommunikationssystem |
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| DE10057497A1 true DE10057497A1 (de) | 2002-05-29 |
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ID=7663955
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000157497 Withdrawn DE10057497A1 (de) | 2000-11-20 | 2000-11-20 | Verfahren zur Signalisierung der zeitlichen Positionierung ein oder mehrerer Broadcastkanäle in einem UMTS-Funkkommunikationssystem nach dem 1.28 Mcps-TDD-Mode sowie zugehöriges UMTS-Funkkommunikationssystem |
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