DE10056144A1 - Gasreibungspumpe - Google Patents
GasreibungspumpeInfo
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- F04D—NON-POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
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- F04D19/02—Multi-stage pumps
- F04D19/04—Multi-stage pumps specially adapted to the production of a high vacuum, e.g. molecular pumps
- F04D19/046—Combinations of two or more different types of pumps
-
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- F04D17/00—Radial-flow pumps, e.g. centrifugal pumps; Helico-centrifugal pumps
- F04D17/08—Centrifugal pumps
- F04D17/16—Centrifugal pumps for displacing without appreciable compression
- F04D17/168—Pumps specially adapted to produce a vacuum
-
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Gasreibungspumpe, welche auf der Seite der Ansaugöffnung (2) mit einer zusätzlichen Pumpeinheit (20) ausgerüstet ist. Diese Pumpeinheit befindet sich innerhalb des Gehäuses (1) und ist konkav ausgebildet. Sie ist derart gestaltet, dass eine Gasförderung auch in radialer Richtung stattfindet. Ein großer Teil der reflektierten Moleküle wird wieder eingefangen und somit dem Fördermechanismus wieder unterworfen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Gasreibungspumpe nach dem Oberbegriff des ersten Pa
tentanspruches.
Zur Förderung von Gasen sind Gasreibungspumpen der verschiedensten Bauart be
kannt. Ihre Arbeitsweise beruht auf der Übertragung von Impulsen von bewegten
Wänden auf die Gasteilchen. Auf diese Weise wird eine Gasströmung in die ge
wünschte Richtung erzeugt. Gasreibungspumpen, welche in einem Druckbereich
arbeiten, in dem die mittlere freie Weglänge der Gasmoleküle groß ist gegenüber den
geometrischen Abmessungen der Pumpe, also im molekularen Strömungsgebiet,
werden Molekularpumpen genannt.
Die erste Gasreibungspumpe dieser Art wurde von Gaede [1] vorgestellt, weitere
technische Abwandlungen unter Beibehaltung des Grundprinzips sind Konstruktio
nen von Siegbahn [2], Holweck [3] und Becker [4]. Letztere ist als Turbomolekular
pumpe bekannt und hat sich in weiten Bereichen der Technik und Wissenschaft mit
großem Erfolg bewährt. Sie wird daher für die Beschreibung der vorliegenden Erfin
dung als Beispiel herangezogen.
Die im Folgenden beschriebenen Nachteile der bisher bekannten Pumpen und die
Beseitigung der Nachteile im Rahmen der Erfindung treffen genau so gut für andere
Gasreibungspumpen zu.
Das Saugvermögen einer Turbomolekularpumpe ist im wesentlichen abhängig vom
Eingangsquerschnitt des Ansaugflansches, von der mittleren Umfangsgeschwindig
keit des dem auszupumpenden Raum zugewandten Rotorschaufelkranzes und des
sen geometrischer Struktur, darüber hinaus von der inneren Struktur der Pumpe,
durch die die Abstufung von Druckverhältnis und Saugvermögen zwischen den einzelnen
Stufen bestimmt wird, und nicht zuletzt auch von demjenigen Teil der Pumpe
oder der Pumpenkombination, welcher gegen Atmosphärendruck ausstößt.
Diese Verhältnisse können so optimal gestaltet werden und die Drehzahl kann im
Rahmen der technischen Möglichkeiten so weit erhöht werden, dass der größte Teil
der Moleküle, welche auf den o. g. Rotorschaufelkranz treffen, abgepumpt werden
können. Hierbei werden nicht alle Moleküle erfasst, welche auf den Eingangsquer
schnitt des Ansaugflansches treffen. Ein großer Bereich dieser Fläche wird durch die
Rotorstirnfläche, welche keine gasfördernde Struktur aufweist, gebildet. Selbst wenn
der Rotorschaufelkranz auf Kosten der Rotorstirnfläche weiter vergrößert wird, bleibt
das Saugvermögen durch den Querschnitt des Ansaugflansches begrenzt. Es kön
nen nicht mehr Moleküle abgepumpt werden als auf die gasfördernde Struktur der
Eingangsstufe treffen. Aber auch von diesen prallt ein großer Teil an der Oberfläche
ab und wird somit von dem Fördermechanismus nicht erfasst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gasreibungspumpe vorzustellen,
welche gegenüber den herkömmlichen Konstruktionen bei gleichbleibendem Quer
schnitt des Ansaugflansches ein deutlich höheres Saugvermögen aufweist.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten Patentanspru
ches gelöst. Die Ansprüche 2-5 stellen weitere Ausgestaltungsformen der Erfin
dung dar.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung ist eine zusätzliche Pumpeinheit, die aus
einer oder mehreren Stufen bestehen kann, so gestaltet, dass der größte Teil der
Moleküle, welche an der gasfördernden Struktur abprallen, auf einen anderen Be
reich dieser Struktur reflektiert wird und so dem Fördermechanismus wieder unter
worfen ist. Dieser Effekt wird durch die im wesentlichen konkave Bauweise der gas
fördernden Struktur bewirkt. Eine solche Bauweise ermöglicht eine Förderung in ra
dialer Richtung. Dadurch können reflektierte Moleküle wieder eingefangen und weiter
gefördert werden. Dies bedeutet eine beträchtliche Erhöhung des Saugvermögens
bei gleichem Ansaugquerschnitt.
Die erfindungsgemäße Bauweise bringt einen weiteren großen Vorteil mit sich. Der
konkav ausgebildete Ansaugraum bietet Platz für Bauteile, welche aus dem Rezi
pienten dort hinein ragen können und somit einem äußerst effektiven Pumpeffekt
unterworfen sind.
Anhand der Fig. 1-3 soll die Erfindung am Beispiel einer Turbomolekularpumpe
näher erläutert werden. Sie zeigen die erfindungsgemäße Anordnung jeweils in
topfförmiger, kegelförmiger und kalottenförmiger Gestalt.
Die Fig. 1 zeigt eine Gasreibungspumpe mit Gehäuse 1, welches mit einer Ansaug
öffnung 2 und einer Gasaustrittsöffnung 3 versehen ist. Die Rotorwelle 4 ist in Lage
rungen 5 und 6 fixiert und wird durch den Motor 7 angetrieben. Auf der Rotorwelle 4
sind die Rotorscheiben 12 einer Turbomolekularpumpe befestigt. Diese sind mit einer
gasfördernden Struktur versehen und bewirken mit den Statorscheiben 14, die
ebenfalls mit einer solchen Struktur versehen sind, den Pumpeffekt.
Auf der Seite der Ansaugöffnung 2 ist erfindungsgemäß eine zusätzliche Pumpein
heit 20 angebracht. Diese ist im vorliegenden Beispiel einstufig ausgeführt und weist
eine topfförmige Gestalt auf. Die Rotorbauteile 21 und die Statorbauteile 22 bestehen
jeweils aus einem zylindrischen Teil 25, 26 und aus einem scheibenförmigen Bo
denteil 23, 24 und sind mit gasfördernden Strukturen versehen.
Entsprechend sind in Fig. 2 eine kegelförmige Bauart der zusätzlichen Pumpeinheit
30 mit Rotorteil 31 und Statorteil 32 und in Fig. 3 eine kalottenförmige Bauart der zu
sätzlichen Pumpeinheit 40 mit Rotorteil 41 und Statorteil 42 dargestellt.
Moleküle, z. B. von A kommend, werden zum Teil von der gasfördernden Struktur der
Rotorbauteile erfasst und weiter gefördert und zum Teil bei B reflektiert. Ein großer
Teil der reflektierten Moleküle trifft wiederum bei C auf eine gasfördernde Struktur
und kann somit weiter gepumpt oder auch wieder reflektiert werden. Als Resultat wird
ein wesentlicher Anteil der Moleküle, welche von der Oberfläche reflektiert werden,
dem Fördermechanismus wieder zugeführt.
In den durch die konkave Bauweise entstehenden Ansaugraum 16 können zum Eva
kuieren und/oder Entgasen Bauteile aus dem Rezipienten getaucht werden. Sie sind
hier weitgehend von pumpaktiven Strukturen umgeben und unterliegen somit einem
äußerst effektiven Pumpprozess.
[1] W. Gaede, Ann. Phys. 41 (
1913
) 337 ff.
[2] M. Siegbahn, Arch. Math. Astr. Fys. 30 B (
[2] M. Siegbahn, Arch. Math. Astr. Fys. 30 B (
1943
)
[3] F. Holweck, Comptes redus Acad. Science 177 (
[3] F. Holweck, Comptes redus Acad. Science 177 (
1923
) 43 ff.
[4] W. Becker, Vakuum Technik 9/10 (
[4] W. Becker, Vakuum Technik 9/10 (
1966
)
Claims (5)
1. Gasreibungspumpe, bestehend aus einem Gehäuse (1) mit Ansaugöffnung (2)
und Gasaustrittsöffnung (3), wobei sich in dem Gehäuse Rotor- (12) und Stator
bauteile (14) zur Förderung von Gasen und zur Erzeugung eines Druckverhältnis
ses befinden, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Seite der Ansaugöffnung (2)
innerhalb des Gehäuses (1) eine ein- oder mehrstufige, konkav ausgebildete
Pumpeinheit (20, 30, 40) angebracht ist, welche eine gasfördernde Struktur auf
weist, die derart gestaltet ist, dass eine Gasförderung in radialer Richtung stattfin
det und dass die Rotorbauteile (21, 31, 41) dieser Pumpeinheit und die Rotor
bauteile (12) der übrigen Gasreibungspumpe sich auf derselben Rotorwelle (4)
befinden.
2. Gasreibungspumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die
Pumpeinheit (20, 30, 40) eine Gasförderung in axialer und in radialer Richtung
stattfindet.
3. Gasreibungspumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rotorbauteile (21) und die Statorbauteile (22) der Pumpeinheit (20) jeweils eine
topfförmige Gestalt aufweisen.
4. Gasreibungspumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rotorbauteile (31) und die Statorbauteile (32) der Pumpeinheit (30) jeweils eine
kegelförmige Gestalt aufweisen.
5. Gasreibungspumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rotorbauteile (41) und die Statorbauteile (42) der Pumpeinheit (40) eine kalot
tenförmige Gestalt aufweisen.
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