DE10056132A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Naben homokinetischer Gelenke - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Naben homokinetischer GelenkeInfo
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Abstract
Ein Spanndorn (1) zur Aufnahme von Naben (11) homogenetischer Gelenke für die Bearbeitung der Außenkontur und der Kugellaufbahnen (11a) weist einen kegelförmigen Grundkörper (4) auf, der mit mehreren Ausnehmungen (13) versehen ist, in die eine Schleifscheibe (12) während der Bearbeitung berührungsfrei eintauchen kann. Die Anzahl und die Winkelverteilung der Ausnehmungen (13) entspricht der Anzahl der Winkelverteilung der zu bearbeitenden Kugellaufbahnen (11a).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bearbeitung
von Naben homokinetischer Gelenke, bei dem sowohl die als
Käfigbahn dienende Außenkontur als auch die Kugellaufbah
nen spanabhebend bearbeitet werden. Die Erfindung bezieht
sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfah
rens.
Bisher mussten Naben für homokinetische Gelenke zur Bear
beitung sowohl der als Käfigbahn dienenden Außenkontur als
auch der Kugellaufbahnen in zwei Aufspannungen bearbeitet
werden, da die Nabe für das Bearbeiten der Nuten der Kugel
laufbahnen mit in etwa kugelförmigen Schleif- oder Frässtiften
mit in einer Ebene zur Kugellaufbahn liegender Rotationsachse
außen aufgenommen und für das Drehen der Außenkontur in
nen aufgenommen wurde. Da diese beiden bearbeiteten Flä
chen zueinander in einem ganz bestimmten Verhältnis stehen
müssen, ergibt sich aus dieser Art der Bearbeitung nicht nur
ein erhöhter Zeitaufwand für das Umspannen, sondern diese
Umspannung beinhaltet die Gefahr von Bearbeitungstoleran
zen im Verhältnis der beiden zueinander stehenden bearbeite
ten Flächen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Fertigungstoleranzen zu ver
mindern, die Bearbeitungszeit zu verkürzen und den Einsatz
von Werkzeugen mit höherer Standzeit und damit die
Verbesserung des Bearbeitungsvorganges zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs erläu
terten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Bearbei
tung der Außenkontur und die Bearbeitung der Kugellaufbah
nen bei einer gleichbleibenden Aufspannung des Werkstückes
erfolgen und dass die Bearbeitung der Kugellaufbahnen durch
ein scheibenförmiges Werkzeug mit senkrecht zur Kugellauf
bahn stehenden Rotationsachse erfolgt, dessen Durchmesser
ein Mehrfaches der Kugellaufbahnbreite beträgt.
Dieser erfindungsgemäße Bearbeitungsvorgang ist in erster Li
nie geprägt durch eine Aufspannungsart des Werkstückes,
welche sowohl die Bearbeitung der Außenkontur, als auch die
Bearbeitung der Kugelbahnen mittels eines großen schei
benförmigen Werkzeuges ermöglicht. Hierdurch wird nicht nur
die Bearbeitungszeit durch den Wegfall des Umspannens ver
kürzt, sondern es werden auch die Fertigungstoleranzen im
Hinblick auf die Zuordnung der beiden zu bearbeitenden Flä
chen wesentlich verbessert, da durch das Umspannen stets die
Gefahr von zusätzlichen Toleranzen besteht. Die Verwendung
eines Werkzeuges mit großem Durchmesser für die Bearbei
tung der Kugellaufbahnen hat den Vorteil, dass die Standzeit
eines solchen Werkzeuges wesentlich höher ist und dass hier
durch der durch Werkzeugverschleiß bedingte Aufwand an
Korrekturen am Werkzeug und der Steuerung der Zustellbewe
gung verringert wird.
Die Bearbeitung der Außenkontur kann nach jedem bekannten
Verfahren erfolgen, vorzugsweise durch Drehen oder Schleifen.
Die Bearbeitung der Kugellaufbahnen am bereits gehärteten
Werkstück erfolgt vorzugsweise durch Schleifen. Dieser Bear
beitungsvorgang kann aber auch durch Fräsen erfolgen.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens umfasst
eine Arbeitsspindel und einen daran gehaltenen Spanndorn zur
Aufnahme des zu bearbeitenden Werkstückes und ist erfin
dungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass der Spanndorn in
Richtung auf sein freies Ende verjüngt ausgebildet ist, dass
der Spanndorn Ausnehmungen für die berührungsfreie zeit
weise Aufnahme eines scheibenförmigen Werkstückes während
der Bearbeitung aufweist und dass die Anzahl der Ausneh
mungen und ihre Winkelverteilungen über den Umfang des
Spanndorns der Anzahl und Winkelverteilung der zu bearbei
tenden Kugellaufbahnen entspricht. Diese Ausgestaltung des
Spanndorns, welcher zur Führung der Spannhülse dient und
gegebenenfalls auch die Antriebsvorrichtung für den Spann
bolzen aufweist, ermöglicht den Einsatz eines im Durchmesser
großen Bearbeitungswerkzeuges, da das Werkzeug bei der
Bearbeitung der Kugellaufbahnen ohne Beschädigung des
Spanndorns in die vorgesehenen Ausnehmungen verfahrbar
ist, wodurch trotz des großen Durchmessers des scheibenför
migen Werkzeuges eine vollständige Bearbeitung der Kugel
laufbahnen möglich ist. Außerdem kann hierdurch der Spann
dorn sehr stabil und damit steif ausgeführt werden, so dass
eine exakte Bearbeitung möglich ist. Ein schlanker Spanndorn,
welcher den Einsatz eines großen, scheibenförmigen Werkzeu
ges aufgrund seiner Schlankheit ermöglichen könnte, wäre
nicht steif genug, um das Werkstück während der Bearbeitung
exakt und schwingungsfrei halten zu können.
Der Spanndorn kann kegelig oder in Stufen verjüngt ausgebil
det sein.
Vorzugsweise ist das scheibenförmige Werkzeug als Schleif
scheibe ausgebildet. Eine Ausbildung als Fräswerkzeug ist
ebenfalls möglich.
Um die bei der Bearbeitung auftretenden Kräfte quer zur
Längsachse des Spanndornes auch dann aufnehmen zu kön
nen, wenn diese verhältnismäßig groß sind, ist in Weiterbil
dung der Erfindung vorgesehen, dass der Spanndorn eine
Stützfläche aufweist, an der er durch eine zusätzliche Abstütz
vorrichtung abstützbar ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausfüh
rungsbeispieles näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Spanndorn;
Fig. 2 eine Vorderansicht des Spanndorns nach Fig.
1; und
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1.
Ein Spanndorn 1 weist einen Flanschkörper 2 und einen
Flansch 2a zur Befestigung an einer nicht dargestellten Ar
beitsspindel mittels Schrauben 3 und 3a und einen stufenför
migen oder kegelförmigen Abschnitt 4 auf, in dessen Innerem
sich eine Bohrung 5 zur Führung eines Spannbolzens 6 befin
det. Eine weitere Bohrung 7 ist für ein Verlängerungsstück 8
für den Spannbolzen 6 vorgesehen, wobei an diesem Verlänge
rungsstück ein Flansch 8a angeformt ist, der einen Stift 8b
aufnimmt, der das Verlängerungsstück 8 gegen eine Drehung
sichert. Der Spannbolzen 6 ist an seinem vorderen, kegelför
migen Teil 4a herausragenden Abschnitt ebenfalls mit einem
kegelförmigen Spreizkörper 9 ausgerüstet, mit dem ein zu be
arbeitendes Werkstück 11 über eine Spannhülse 10 in üblicher
Weise gespannt wird. In der Nähe des vorderen Bereiches ist
eine Stützfläche 4b zur Abstützung durch eine nicht darge
stellte Stützvorrichtung vorgesehen, falls Querkräfte bei der
Bearbeitung zu groß werden, die zu einer Auslenkung des
Spanndornes führen könnten. Zum Schleifen von Kugellauf
bahnen 11a im Werkstück, das eine Nabe für ein homokineti
sches Gelenk darstellt, ist eine Schleifscheibe 12 mit sehr gro
ßem Durchmesser vorgesehen, dessen Rotationsachse senk
recht zur Längserstreckung der Kugellaufbahnen verläuft.
Diese Schleifscheibe benötigt in Richtung auf den Spanndorn
einen Freiraum, wenn die Kugellaufbahnen 11a in ihrer ge
samten Länge geschliffen werden sollen. Zu diesem Zweck sind
die Abschnitte 4 und 4b des Spanndornes 1 mit Ausnehmun
gen 13 versehen, deren Anzahl und winkelmäßige Verteilung
über den Umfang der Anzahl und der winkelmäßigen Vertei
lung der Kugellaufbahnen über den Umfang der Nabe 11 ent
spricht. Die Ausnehmungen 13 sind in ihrer lichten Weite so
gestaltet, dass die Schleifscheibe berührungsfrei während des
Bearbeitungsvorganges zeitweise in diese Ausnehmungen ein
tauchen kann.
Claims (11)
1. Verfahren zur Bearbeitung von Naben homokineti
scher Gelenke, bei dem sowohl die als Käfigbahn dienende
Außenkontur als auch die Kugellaufbahnen spanabhebend be
arbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbei
tung der Außenkontur und die Bearbeitung der Kugellaufbah
nen bei einer gleichbleibenden Aufspannung des Werkstückes
erfolgen und dass die Bearbeitung der Kugellaufbahnen durch
ein scheibenförmiges Werkzeug mit senkrecht zur Kugellauf
bahn stehender Rotationsachse erfolgt, dessen Durchmesser
ein Mehrfaches der Kugellaufbahnbreite beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die Bearbeitung der Außenkontur durch Drehen
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die Bearbeitung der Außenkontur durch Schleifen
erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung der Kugellauf
bahnen durch Schleifen erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung der Kugellauf
bahnen durch Fräsen erfolgt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einer Arbeitsspindel und
einem daran gehaltenen Spanndorn zur Aufnahme des zu be
arbeitenden Werkstückes, dadurch gekennzeichnet, dass das
Spanndorn (6) in Richtung auf sein freies Ende verjüngt aus
gebildet ist, dass der Spanndorn (1) Ausnehmungen (13) für
die berührungsfreie, zeitweise Aufnahme eines scheibenförmi
gen Werkzeuges (12) während der Bearbeitung aufweist und
dass die Anzahl der Ausnehmungen (13) und ihre Winkelver
teilung über den Umfang des Spanndorns der Anzahl und Win
kelverteilung der zu bearbeitenden Kugellaufbahnen (11a) ent
spricht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Spanndorn (1) kegelig ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Spanndorn (1) in Stufen verjüngt
ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, da
durch gekennzeichnet, dass das scheibenförmige Werkzeug
als Schleifscheibe (12) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, da
durch gekennzeichnet, dass das scheibenförmige Werkzeug
als Fräswerkzeug ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, da
durch gekennzeichnet, dass der Spanndorn (1) eine
Stützfläche (4b) aufweist, an der er durch eine zusätzliche
Abstützvorrichtung abstützbar ist.
Priority Applications (1)
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