DE10056987C1 - Gaskochgerät - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gaskochgerät mit einer Glas-/Glaskeramikplatte als Kochfläche, die mindestens eine Kochstelle mit einem Gasbrenner mit offener Flamme aufweist, dessen Primärluft im Raum unterhalb der Glas-/Glaskeramikplatte bereitgestellt wird. DOLLAR A Die Kochstellen sind durch jeweils einen Dom (2) der Glas-/Glaskeramikplatte (1) gebildet, wobei der Gasbrenner (3) unter dem Dom (2) angeordnet ist. Dessen offene Flammen treten aus in einer Ebene im Dom (2) seitlich angeordneten Flammenaustrittsschlitzen (4) nach außen. Unterhalb der Ebene der Flammenaustrittsschlitze (4) befinden sich weitere Öffnungen (5) zum Ansaugen der Verbrennungsluft. Dabei wird der größere Teil der durch die Öffnungen (5) angesaugten Verbrennungsluft dem Gasbrenner (3) im Bereich der Gasdüse (6) als Primärluft zugeleitet und der andere Teil steht den Flammen im Raum zwischen Austritt aus dem Gasbrenner (3) und Eingang in die Flammenaustrittsschlitze (4) als Sekundärluft zur Verfügung.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gaskochgerät mit einer Glas-/Glaskeramikplatte als Koch
fläche, die mindestens eine Kochstelle mit einem Gasbrenner mit offener Flamme aufweist,
dessen Brennerkranz ein Gemisch aus Gas und Primärluft zuführbar ist.
Nachdem Kochgeräte mit einer Glaskeramikplatte als Kochfläche und Kochzonen, die elek
trisch beheizt werden, wegen der ansprechenden Optik, der ebenen Fläche und der leichten
Reinigung, die die Glaskeramik als Kochflächenmaterial mit sich bringt, geschätzt sind, wird
nun seit einigen Jahren auch versucht, dieses Material bei Gaskochgeräten einzusetzen.
Aus der WO 97/47927 A1 ist eine Gaskochmulde bekannt, die eine Stützeinrichtung für Gar
behältnisse und Flammenöffnungen aufweist. Die Stützeinrichtung enthält Öffnungen für
Gasflammen, die nach innen zum Zentrum des Garbehältnisses zeigen.
In der DE 198 44 551 A1 wird dabei auf zwei Varianten verwiesen, die zur Anwendung
kommen. Das ist einmal der Gas-Strahlungsbrenner, der unterhalb der zugeordneten Koch
zone der geschlossenen Glaskeramikplatte angeordnet ist, wobei die Wärmestrahlung der
wesentliche Bestandteil der Beheizung der Kochzone ist. Hier stellt sich neben der Zufuhr
der Verbrennungsluft noch das Problem der Abführung der Brennerabgase. In der DE 80 06 999 U1
wird zur Lösung des Problems vorgeschlagen, anstelle von Gebläsen außerhalb der
Kochfeldzonen Öffnungen in die Glas-Kochplatte als Auslass für die Brennerabgase anzu
ordnen, wobei die Luftzufuhr über Öffnungen am Außenrand der Glas-Kochplatte erfolgt.
Derartige Lösungen bergen in sich die Gefahr der Verschmutzung des Raumes zwischen der
Herdmulde und der Glas-Kochplatte.
Bei der anderen Variante werden übliche Gasbrenner mit offener Flamme in Bohrungen in
der Glaskeramikplatte eingesetzt. Das jeweilige Kochgeschirr wird dabei verbrennungstech
nisch bedingt auf sogenannte Topfträger gestellt, die ihrerseits auf der Glaskeramikplatte
aufstehen. Ein Teil der bei diesen Gasbrennern mit offener Flamme benötigten Verbren
nungsluft wird als Primärluft von den Seiten der Glaskeramikplatte über Lüftungsschlitze in
den Raum unterhalb der Glaskeramikplatte geleitet (DE 195 05 469 C1) oder die Zufuhr er
folgt über Lüftungsschlitze in einem Überwurfring, der einerseits im Bohrloch der Glaskera
mikplatte befestigt ist und andererseits als Widerlager für den Gasbrenner dient (DE 44 42 572 C1).
Der Überwurfring hat dabei die Aufgabe, einen abdichtenden und/oder auch wär
medämmenden Schutz zwischen dem Gasbrenner und der Glaskeramik
herzustellen, der leicht zu reinigen ist und einen Bruch durch Verspannung ausschlie
ßen soll.
Mit der zitierten DE 198 44 551 A1 erfolgt eine diesbezügliche Weiterentwicklung durch die
Zufuhr im wesentlichen aller zur Verbrennung notwendigen Primär- und Sekundärluft von
dem Raum unterhalb der Glaskeramikplatte an den Flammenbereich. Dabei wirkt unter
stützend ein Gebläse. Dadurch war es möglich, die Topfträgerhöhe deutlich zu verringern.
Die Nachteile dieser Lösungen bestehen vor allem in der Notwendigkeit des Einsatzes
zusätzlicher Topfträger, des aufwendigen Einpassens der Gasbrenner in die Glaskera
mikplatte sowohl unter dem Gesichtspunkt des Verhinderns von Spannungen als auch
des Schutzes des Raumes unterhalb der Glaskeramikplatte vor Verschmutzungen, sowie
in der technisch aufwendigen Beherrschung der Bereitstellung der Primärluftzufuhr für die
Verbrennung.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei Gaskochgeräten mit Gasbrennern diese Nachteile in
einer technisch einfachen Weise zu beseitigen. Gelöst wird diese Aufgabe mit den
Merkmalen des Anspruchs 1, vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Das erfindungsgemäße Gaskochgerät mit einer Glas-/Glaskeramikplatte als Kochfläche
und mindestens einer Kochstelle mit einem Gasbrenner mit offener Flamme, dessen Pri
märluft im Raum unterhalb der Glas-/Glaskeramikplatte bereitgestellt ist, sieht vor, dass
die Kochstellen durch jeweils einen Dom der Glas-/Glas-keramikplatte gebildet sind, unter
dem Dom der Gasbrenner angeordnet ist, dessen offene Flammen aus in einer Ebene
im Dom seitlich angeordneten Flammenaustrittsschlitzen nach außen treten und unterhalb
der Ebene der Flammenaustrittsschlitze sich weitere Öffnungen im Dom zum Ansaugen
der Verbrennungsluft befinden. Dabei wird der größere Teil der durch die Öffnungen an
gesaugten Verbrennungsluft dem Gasbrenner im Bereich der Gasdüse als Primärluft zu
geleitet und der andere Teil steht den Flammen im Raum zwischen Austritt aus dem Gas
brenner und Eingang in die Flammenaustrittsschlitze als Sekundärluft zur Verfügung.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung liegen auf der Hand. Durch die Anordnung
des Domes wird der Raumbedarf geschaffen, um zwischen Flammen und Topf einen aus
reichenden Abstand für eine optimale Verbrennung des Gases zu gewährleisten.
Der Austritt der Flammen löst von ganz allein das Problem der Abgasentsorgung.
Die Verbrennungsluft wird den Brennern direkt und ohne zusätzliche Hilfsmittel wie Ge
bläse zur Verfügung gestellt. Eine Steuerung der Verbrennungsluftzufuhr ist durch die
Größe und Anordnung der Öffnungen gegeben. Dabei sieht die Erfindung in der Ausge
staltung vor, dass die Öffnungen im Dom zum Ansaugen der Verbrennungsluft in einer
Ebene angeordnet sind und/oder im Umfang des Domes als waagerecht angeordnete
Schlitze, als Bohrungen mit einer kreis- oder elliptischen Form oder als Kombinationen
aus Schlitzen und Bohrungen ausgebildet sind. Der Austritt durch die Glaskeramik kann in
Ausgestaltung der Erfindung auch unter einem Winkel erfolgen, wobei sich nach außen
fallend als besonders vorteilhaft herausgestellt hat.
Durch die Anordnung der Öffnungen für die Verbrennungsluft ebenfalls in den Seitenwän
den des Domes verbleibt zur ebenen Glas-/Glaskeramikplatte ein ausreichender Abstand,
um zu verhindern, das übergekochte Lebensmittel über die Öffnungen in den Raum zwi
schen Glas-/Glaskeramikplatte und Mulde gelangen können.
Und nicht zuletzt besteht durch die Anordnung des Gasbrenners unterhalb des Domes
der Glas-/Glaskeramikplatte zwischen diesen keine abzudichtende oder eine Spannung
erzeugende Verbindung mehr.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 die Anordnung des Gasbrenners unterhalb der Glas-/Glaskeramik
platte,
Fig. 2 eine Schlitzanordnung zum Ansaugen der Verbrennungsluft und für
den Flammenaustritt,
Fig. 3 eine andere Schlitzanordnung zum Ansaugen der Verbrennungsluft,
Fig. 4 eine Bohrungsanordnung zum Ansaugen der Verbrennungsluft.
Fig. 5 eine Austrittsanordnung unter einem Winkel und
Fig. 6 eine Ausführung mit erhöhtem Dom.
Fig. 1 zeigt das Gaskochgerät mit einer Glas-/Glaskeramikplatte 1 als Kochfläche und
einer als Dom 2 der Glas-/Glaskeramikplatte 1 ausgebildeten Kochstelle. Unter dem Dom
2 ist der Gasbrenner 3 angeordnet, dessen offenen Flammen aus in einer Ebene im Dom
2 seitlich angeordneten Flammenaustrittsschlitzen 4 nach außen treten. Unterhalb der
Ebene der Flammenaustrittsschlitze 4 befinden sich weitere Öffnungen 5 im Dom 2 zum
Ansaugen der Verbrennungsluft. Dabei wird, wie die Pfeile andeuten, der größere Teil der
durch die Öffnungen 5 angesaugten Verbrennungsluft dem Gasbrenner 3 im Bereich der
Gasdüse 6 als Primärluft zugeleitet und der andere Teil steht den Flammen im Raum zwi
schen Austritt aus dem Gasbrenner 3 und Eingang in die Flammenaustrittsschlitze 4 als
Sekundärluft zur Verfügung.
Durch die Anordnung des Domes 2 mit den seitlichen Flammenaustrittsschlitzen 4 wird
der Raumbedarf geschaffen, um zwischen Flammen und Topf 7 einen ausreichenden
Abstand für eine optimale Verbrennung des Gases zu gewährleisten. Ist der Dom 2, wie in
Fig. 6 gezeigt, ausreichend hoch ausgeführt, reicht der Abstand L zwischen den seitlichen
Flammenaustrittsschlitzen 4 und dem Boden des Topfes 7 für die Verbrennung aus, so
dass der Topf 7 direkt auf den Dom 2 gestellt werden kann.
In der Fig. 2-5 sind spezielle Anordnungen und Ausbildungen der Öffnungen 5 zum An
saugen der Verbrennungsluft dargestellt. Ihnen ist gemeinsam, dass sie unterhalb der
Flammenaustrittsschlitze 4 im Dom 2 angeordnet sind. In den Darstellungen sind die Öff
nungen 5, ob als Schlitz oder als Bohrung ausgeführt, in einer Ebene angeordnet. Das
kann bei einer geringen Höhe des Domes 2 zweckmäßig sein. Möglich sind aber auch
davon abweichende Anordnungen.
Ebenso kann bei einer Schlitzanordnung diese synchron (Fig. 2) zu den Flammenaus
trittsschlitzen 4 oder versetzt (Fig. 3) zu diesen erfolgen. Fig. 5 zeigt eine Ausführung, bei
der die Öffnungen 5 zum Ansaugen der Verbrennungsluft unter einem Winkel angeordnet
sind, wobei sich nach außen fallend als besonders vorteilhaft herausgestellt hat.
Auf diese Weise ist eine Optimierung des Ansaugens der Verbrennungsluft möglich.
Claims (7)
1. Gaskochgerät mit einer Glas-/Glaskeramikplatte als Kochfläche und mindestens
einer Kochstelle mit einem Gasbrenner mit offener Flamme, dessen Primärluft im
Raum unterhalb der Glas-/Glaskeramikplatte bereitgestellt ist, dadurch gekenn
zeichnet, dass
die Kochstellen durch jeweils einen Dom (2) der Glas-/Glaskeramikplatte (1) ge
bildet sind, unter dem Dom (2) der Gasbrenner (3) angeordnet ist, dessen offe
ne Flammen aus in einer Ebene im Dom (2) seitlich angeordneten Flammen
austrittsschlitzen (4) nach außen treten und unterhalb der Ebene der Flammen
austrittsschlitze (4) sich weitere Öffnungen (5) im Dom (2) zum Ansaugen der
Verbrennungsluft befinden.
2. Gaskochgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Teil der durch die Öffnungen (5) angesaugten Verbrennungsluft dem Gas
brenner (3) im Bereich der Gasdüse (6) als Primärluft zugeleitet ist.
3. Gaskochgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Teil der durch die Öffnungen (5) angesaugten Verbrennungsluft als Sekun
därluft den Flammen im Raum zwischen Austritt aus dem Gasbrenner (3) und
Eingang in die Flammenaustrittsschlitze (4) zur Verfügung steht.
4. Gaskochgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnungen (5) im Dom (2) zum Ansaugen der Verbrennungsluft in einer Ebe
ne angeordnet sind.
5. Gaskochgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnungen (5) im Dom (2) zum Ansaugen der Verbrennungsluft als waage
recht angeordnete Schlitze, als Bohrungen mit einer kreis- oder elliptischen Form
oder als Kombinationen aus Schlitzen und Bohrungen ausgebildet sind.
6. Gaskochgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnungen (5) im Dom (2) zum Ansaugen der Verbrennungsluft unter einem
Winkel angeordnet sind, vorzugsweise nach außen fallend.
7. Gaskochgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Höhe des Domes (2) so bemessen ist, dass der Abstand L zwischen den
seitlichen Flammenaustrittsschlitzen (4) und dem Boden des Topfes (7), der di
rekt auf den Dom (2) steht, für die Verbrennung ausreicht.
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