DE10056567A1 - Verfahren zur Herstellung eines Haftverschlußteils - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines HaftverschlußteilsInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Haftverschlußteils mit einem band- oder folienartigen Trägerteil (20), das auf mindestens einer seiner beiden Seiten mit einer Vielzahl von Verhakungsteilen versehen wird, die jeweils ein Kopfteil (32) aufweisen, das mit dem Trägerteil (20) über ein Stengelteil (30) verbunden ist. Dadurch, daß für den Erhalt unterschiedlicher Kopfgeometrien und/oder unterschiedlicher Kopfformen die Enden der Stengelteile (30) und/oder die bereits vorgeformten Kopfteile (32) einem Formgebungsverfahren mittels Ultraschall unterzogen werden, ist es in materialschonender Weise möglich, unter Vermeidung der sonst üblichen Kalanderwalzverfahren Verhakungsteile herzustellen mit veränderbaren Kopfformen oder Kopfgeometrien.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Haftverschlußteils
mit einem band- oder folienartigen Trägerteil, das auf mindestens einer sei
ner beiden Seiten mit einer Vielzahl von Verhakungsteilen versehen wird,
die jeweils ein Kopfteil aufweisen, das mit dem Trägerteil über ein Stengel
teil verbunden ist.
Durch die DE 198 28 856 C1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Ha
kenverschlußteils bekannt mit einer Vielzahl von einstückig mit einem Trä
gerteil ausgebildeten Verhakungsteilen, bei dem ein thermoplastischer
Kunststoff dem Spalt zwischen einem Druckwerkzeug und einem Form
werkzeug zugeführt wird, bei dem als Vorformelement am Formwerkzeug
ein durchgehende Hohlräume aufweisendes Sieb verwendet wird und bei
dem die Verhakungsteile dadurch gebildet werden, daß der thermoplasti
sche Kunststoff in den Hohlräumen des Siebes zumindest teilweise erhärtet.
Das Formwerkzeug ist dabei derart modifiziert, daß an der vom Druck
werkzeug abgekehrten Seite des Siebes ein mit dessen Hohlräumen zu
sammenwirkendes zweites Vorformelement vorhanden ist, durch das das
Kunststoffmaterial im Bereich der äußeren Enden der Stengelteile geformt
wird.
Die dahingehenden äußeren Enden der Stengelteile bilden dann bereits
eine Art Kopfteil aus, wobei die Ränder oder der umlaufende Rand der je
weiligen Kopfteile hochgestellt sein können, was sich insbesondere beim
Entformungsvorgang ergibt, bei dem das Trägerteil mit den vorgeformten
Stengelteilen aus den Formhohlräumen des Formwerkzeuges herausgezo
gen wird. Kommt es zu derart hochgestellten Rändern am Ende der Stengel
teile, kann sich ein sog. Kalandervorgang anschließen, bei dem eine Kalan
derwalze auf die hochgestellten Enden der Stengelteile einwirkt, diese her
unterdrückt und dabei flache Verhakungsköpfe bildet, deren Ränder nach
unten hin vorstehen. Die derart hergestellten Verhakungsteile sind dann im
eingriffsfähigen Zustand und können mit dem Haken- oder Schlaufenmate
rial eines anderen korrespondierenden Verschlußteils unter Bildung eines
Haftverschlusses lösbar miteinander in Eingriff gebracht werden. Die derart
über das Kalanderverfahren hergestellten Verhakungskopfteile können in
einer Vielzahl von geometrischen Abmessungen und mit verschiedensten
Außenkonturen hergestellt werden, wie rund, oval, vieleckig, hakenartig
und/oder unter Bildung einer Vielzahl von Verhakungselementen außenum
fangsseitig mit Einschnitten entlang ihres Randes versehen sein.
Durch die PCT/WO 00/41479 ist des weiteren bekannt, die angesprochene
Kalanderwalze auf ihrer Oberseite mit einer Art Sandpapierstruktur zu ver
sehen, um derart eine Aufrauhung des Kopfteilmaterials an seinem freien
Ende zu erreichen. Hierdurch soll eine erhöhte Schälfestigkeit für den be
kannten Verschluß erreicht werden, wobei vor dem eigentlichen Kalander
vorgang die freien Enden der Stengelteile bis zu ihrer Erweichungstempera
tur erhitzt werden, wohingegen das sonstige Verschlußmaterial einschließ
lich dem Trägerteil durch eine Kühleinrichtung eine Temperatur erhält, die
deutlich unter dieser Erweichungstemperatur liegt. Insbesondere bei sog.
Mikro-Haftverschlüssen, also bei Haftverschlüssen, bei denen die Stengel-
und Kopfteile geometrisch ausgesprochen klein dimensioniert sind, ist die
ses bekannte Verfahren zum Erhöhen der Schälfestigkeit wenig geeignet, da
die Kalanderwalze mit ihrer aufgerauhten Oberfläche die Mikropilze als
Verhakungsteile schädigt und teilweise unbrauchbar werden läßt. Dies wird
noch weiter dadurch begünstigt, daß durch das Beibehalten der Erwei
chungstemperatur beim Kunststoffmaterial an den freien Enden der jeweili
gen Stengelteile es zu schwer beherrschbaren Plastifizierungsvorgängen
kommt, mit der Folge, daß sich nicht die gewünschten Kopfformen errei
chen lassen, sondern diese unbestimmte Konturenverläufe, insbesondere
entlang ihrer Ränder, einnehmen.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, die bekannten Verfahren dahingehend weiter zu verbessern, daß
es in materialschonender Weise möglich ist, unter Vermeidung der sonst
üblichen Kalanderwalzverfahren Verhakungsteile herzustellen mit verän
derbaren Kopfformen oder Kopfgeometrien. Eine dahingehende Aufgabe
löst ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Dadurch, daß gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1
für den Erhalt unterschiedlicher Kopfgeometrien und/oder unterschiedlicher
Kopfformen die Stengelenden und/oder die bereits vorgeformten Kopfteile
einem Formgebungsverfahren mittels Ultraschall unterzogen werden, läßt
sich auf besonders materialschonende Art und Weise für das Kunststoffma
terial ein Formgebungsvorgang erreichen. Das Behandeln des Verschlußma
terials mittels Ultraschallwellen erlaubt darüber hinaus einen genau defi
nierten Energieeintrag in das Verschlußmaterial, wobei schädliche Wärme
spitzen vermieden sind. Des weiteren erlaubt das Formgebungsverfahren
mittels Ultraschall eine Formgebung für die Kopfteile in einem sehr weit
gezogenen Gestaltungsbereich und es ist überraschend, welche Vielzahl
von verschiedensten Kopfformen sich realisieren lassen, was mit den übli
chen Kalanderverfahren bisher nicht möglich war. Ferner lassen sich die
Kopfformen von ihren Geometrien her genau vorgeben, da sich das Form
gebungswerkzeug, mit dem die Ultraschallwellen in das zu formende Ver
schlußmaterial eingebracht werden, hochgenau fertigen läßt im Gegensatz
zu den im Durchmesser sehr groß dimensionierten Kalanderwalzen, die
insbesondere, wenn sie beheizt sind, variierende Durchmesserbereiche
aufweisen und ein unterschiedliches Gleichlaufverhalten an den Tag legen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird das Formgebungsverfahren mittels Ultraschall vergleichbar einem Ul
traschall-Schweißverfahren durchgeführt, wobei die Sonotrode und/oder
das Gegenhalteteil zur Sonotrode mit einzelnen Formgebungselementen
versehen werden, mit denen die vorgebbaren Kopfformen erzeugt werden.
Die dahingehenden Formwerkzeuge in Form der Sonotrode und in Form
des Gegenhalteteils (Amboß), lassen sich kostengünstig herstellen und be
treiben im Gegensatz zu der technisch aufwendigen Kalanderformgebungs
lösung.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen.
Verfahrens werden die Formgebungselemente in vorgebbaren Reihen zu
einander angeordnet, wobei die Stengelteile in Reihen vergleichbarer An
ordnung in stirnseitige Anlage oder in kopfseitigen Eingriff mit diesen Form
gebungselementen gebracht werden. Vorzugsweise bewegen sich dabei die
Sonotrode und/oder das Gegenhalteteil für den jeweiligen Formgebungs
vorgang auf und ab, wobei in einer Querrichtung hierzu das Trägerteil zwi
schen einer aus Sonotrode und Gegenhalteteil gebildeten Formgebungszo
ne hindurchbewegt wird, sobald die Formgebungselemente außer Eingriff
mit den zu formenden Kopfteilen gebracht werden. Mithin läßt sich in Reihen
und damit kontinuierlich der Formgebungsvorgang vornehmen und ein
ungewollter Schlupf zwischen Trägerteil und Formgebungswerkzeug ist
vermieden.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden die Formgebungselemente mit Einschnitten und/oder
Profilausnehmungen und/oder Ausprägungen versehen. Damit ist es mög
lich, die Kopfoberseite mit einer Strukturierung zu versehen, beispielsweise
mit einer sandpapierartigen Aufrauhung vergleichbar den Struktur-
Kalanderwalzen nach der PCT/WO 00/41479. Sofern die Profilausnehmun
gen im Formgebungswerkzeug sehr feinstrukturiert werden, läßt sich auf der
Oberseite des derart behandelten Kopfteils eine Mikro-Struktur mit Feinster
hebungen ausbilden mit der Folge, daß derart eine selbstabreinigende
Oberfläche gebildet wird, an der Verschmutzungen nicht anhaften können.
Ist das jeweilige Formgebungselement mit einer Ausprägung, beispielsweise
in der Art von Schneidmessern, ausgebildet, wird die Kopfoberfläche parti
ell eingeschnitten und die jeweiligen Ränder der Kopfteile reichen dann in
Richtung des Stengelfußes tiefer hinab als bei den bekannten Lösungen.
Letzteres, also das Tieferlegen des Randes, wirkt sich dann aber wiederum
besonders vorteilhaft auf eine Erhöhung der Schälfestigkeitswerte für den
gesamten Haftverschluß aus.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der sonstigen Un
teransprüche.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand der Zeichnung
näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine stark schematisch vereinfacht und teils geschnitten ge
zeichnete Seitenansicht einer Vorrichtung zur Durchführung
eines Vorformgebungsverfahrens;
Fig. 2 eine ebenso stark schematisch vereinfacht und teils geschnit
ten gezeichnete Seitenansicht eines dem Verfahren nach der
Fig. 1 nachgeschalteten Formgebungsverfahrens mittels Ultra
schall.
Die Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung Teile einer Vorrichtung zum
Durchführen einer Vorformstufe für das spätere eigentliche erfindungsge
mäße Formgebungsverfahren. Die Vorrichtung nach der Fig. 1 weist einen
Extruderkopf 10 als Zuführeinrichtung für in breiigem, plastischem, pastö
sem oder flüssigem Zustand befindliches thermoplastisches Kunststoffmate
rial auf, das als ein Band oder Folie, dessen Breite derjenigen des herzustel
lenden Haftverschlußteils entspricht, dem Spalt zwischen einem Druck
werkzeug und einem Formwerkzeug zugeführt wird. Als Druckwerkzeug ist
eine Druckwalze 12 vorgesehen. Bei dem Formwerkzeug handelt es sich
um eine als Ganzes mit 14 bezeichnete Formgebungswalze. Beide Walzen
sind in den in Fig. 1 mit Bogenpfeilen 16, 18 angegebenen Drehrichtungen
angetrieben, so daß zwischen ihnen ein Förderspalt gebildet wird, durch
den das Kunststoffband in Transportrichtung gefördert wird, während
gleichzeitig im Spalt das Kunststoffband zum Trägerteil 20 des Haftver
schlußteils geformt wird und der Träger 20 an der an der Formgebungswal
ze 14 anliegenden Seite durch die Vorformelemente der Formgebungswalze
20 die zur Bildung von Verhakungsteilen erforderliche Formgebung er
hält.
Zu diesem Zweck weist die Formgebungswalze 14 am Umfang zwei Vor
formelemente auf, nämlich in Form eines äußeren Siebes 22 und in Form
einer am äußeren Sieb 22 an dessen Innenseite anliegende Folie 24 mit äu
ßeren Erhebungen in Form von Vorsprüngen 26. Diese Vorsprünge 26
fluchten mit den Hohlräumen 28 des äußeren Siebes 22. Das äußere Sieb
22 besteht vorzugsweise aus einem dickeren Material, beispielsweise von
einer Stärke von mehreren Zehntel Millimetern, wohingegen die innere
Folie 24 wesentlich dünner, beispielsweise 0,1 mm, stark sein kann. Ferner
können die Vorsprünge 26 kegel-, pyramiden- oder sternförmig ausgebildet
sein und lassen sich vorzugsweise durch Ätzen oder Galvanisieren erzeu
gen, wie dies auch bei Schneidfolien für Rotations-Stanzvorrichtungen er
folgt. Dabei bilden sich Figuren mit Flankenwinkeln von ca. 60°. Auch Sta
chelwalzen mit einem gewebeverstärkten 3 bis 8 mm starken Gummigrund
sind einsetzbar. Vorzugsweise ist die innere Folie 24 flexibel ausgebildet,
um sich von innen her in die Formgebungswalze 14 integrieren zu lassen.
Dabei kann sich die Folie 24 auch unter Eigenspannung an die Formge
bungswalze 14 anlegen und ein Verkleben od. dgl. ist nicht zwingend not
wendig.
Aufgrund der angesprochenen Konfiguration wird der im Spalt zwischen
Druckwalze 12 und Formgebungswalze 14 in die über die Vorsprünge 26
verschlossenen Hohlräume 28 eingedrückte Kunststoff derart geformt, daß
am Trägerteil 20 vorspringende Stengelteile 30 entstehen, an deren freiem
Ende ein Kopfteil 32 angeordnet ist, das jeweils eine kleine Vertiefung 34
aufweist in der Art eines Trichters. Die dahingehende Vertiefung 34 ergibt
sich aus der eingeschlossenen Luft zwischen dem zu formenden Kunststoffmaterial
und den Formgebungswänden der Formgebungswalze 14.
Nach teilweisem oder vollständigem Erhärten des Kunststoffmaterials erfolgt
das Ausziehen der Stengelteile 30 über eine Ausziehwalze 36 von der
Formgebungswalze 14.
Das derart erhaltene Bandmaterial wird dann einem weiteren Formge
bungsverfahren nach der Erfindung unterzogen. Die Fig. 1 gibt dabei nur
beispielhaft ein Formgebungsverfahren für die Stengel- und Kopfteile wie
der. Es kann aber dem Grunde nach jedes Haftverschlußmaterial dem wei
teren Ultraschall-Formgebungsverfahren gemäß der Darstellung nach der
Fig. 2 unterzogen werden. Das nach der Fig. 1 erhaltene Ausgangsmaterial
für ein Haftverschlußteil wird nunmehr dem weiteren Formgebungsverfah
ren nach der Fig. 2 unterzogen. Das dahingehende erfindungsgemäße Form
gebungsverfahren arbeitet mit Ultraschall bzw. mit Ultraschallwellen für
den Erhalt unterschiedlicher Kopfgeometrien und/oder unterschiedlicher
Kopfformen. Das Formgebungsverfahren mittels Ultraschall wird dabei ver
gleichbar einem Ultraschall-Schweißverfahren durchgeführt und als eigent
liches Formgebungswerkzeug kommt eine Sonotrode 38 zum Einsatz, die
mit einem Gegenhalteteil 40 (Amboß) zusammenwirkt. Vorzugsweise
nimmt dabei das Gegenhalteteil 40 eine stationäre Lage ein, über das das
bandartige Trägerteil 20 in Blickrichtung auf die Fig. 2 gesehen von rechts
nach links kontinuierlich hinwegbewegt wird, wohingegen mit einem ent
sprechenden Takt die Sonotrode 38 in Doppelpfeilrichtung 42 auf und ab
bewegt wird. Des weiteren weist die Sonotrode 38 in Blickrichtung auf die
Fig. 2 gesehen auf ihrer Unterseite einzelne Formgebungselemente 44 auf,
mit denen die vorgebbaren Kopfformen erzeugt werden können.
Die Sonotrode 38 ist als Formgebungsleiste (nicht dargestellt) ausgebildet
und in einer Ebene senkrecht zu der Blattebene nach der Fig. 2 sind in einer
Reihe hintereinander deckungsgleich mehrere Formgebungselemente 44
entlang der Sonotrode 38 angeordnet. Ebenso werden die Stengelteile 30 in
mindestens einer Reihe vergleichbarer Anordnung in stirnseitige Anlage
oder in kopfseitigen Eingriff mit diesen Formgebungselementen 44 ge
bracht, sobald sie unterhalb derselben auf dem Gegenhalteteil 40 zu liegen
kommen.
Entgegen der Anordnung nach der Fig. 2 kann bei einer nicht näher darge
stellten Ausführungsform das Gegenhalteteil an die Stelle der Sonotrode 38
treten und mit entsprechenden beheizbaren Formgebungselementen 44
versehen sein, wohingegen die Sonotrode 38 in Blickrichtung auf die Fig. 2
gesehen unterhalb des Trägerteils 20 an diesem in einer Auf- und Abwärts
bewegung für einen Formgebungsvorgang angreift. Das Bandmaterial hält
dabei seine Ausrichtung nach der Fig. 2 bei. Dabei kann das Gegenhalteteil
40 für beide Ausführungsformen beheizt werden. Auf diese Art und Weise
ist es möglich, an zwei gegenüberliegenden Stellen einen Energieeintrag in
das Haftverschlußmaterial mit dem Trägerteil 20 vorzunehmen. Aufgrund
des gleichmäßigen Energie- und Wärmeeintrages ist dabei ein besonders
schonendes Formgebungsverfahren erreicht und es kommt zu einem homo
gen aufgebauten Haftverschlußmaterial. Anstelle von einzelnen Formge
bungselementen 44 können diese auch in Linie unter Weglassen der Zwi
schenwände eine geradlinig verlaufende Formgebungsleiste bilden. In ei
nem dahingehenden Fall kann das Abstandsmaß zwischen den Stengeltei
len 30 einer Reihe variieren, ohne daß dies einen schädlichen Einfluß auf
die Fertigungsgenauigkeit hätte. Bei der Ausführungsform nach der Fig. 2 ist
das jeweilige Formgebungselement 44 im wesentlichen als ebene Vertie
fung innerhalb der Sonotrode 38 liegend ausgebildet. Das jeweilige Form
gebungselement 44 könnte aber auch in Form einer konkaven Ausnehmung
(nicht dargestellt) am unteren freien Ende der Sonotrode 38 vorgesehen
sein. In einem dahingehenden Fall würden sich dann konvex geformte
Kopfteile (nicht dargestellt) ergeben. Letztere Ausgestaltung hätte den Vor
teil, daß ein aufgesetztes Flauschen- oder Schlaufenmaterial eines korre
spondierenden, nicht näher dargestellten Haftverschlußteils von der Ober
seite des Kopfes abgleiten und sich zwangsweise am Kopfrand verhaken
würde, so daß vermehrt Schlaufen in Eingriff mit dem Verhakungsmittel
kämen und nicht oben auf den freien Kopfenden liegenbleiben würden. Mit
der dahingehenden Maßnahme ließen sich insbesondere die Schälfestig
keitswerte für dahingehende Verschlüsse deutlich erhöhen.
Wird die Sonotrode 38 in Blickrichtung auf die Fig. 2 gesehen nach unten in
ihre Arbeitsposition bewegt, übergreift das Formgebungselement 44 den
oberen Bereich des Kopfteils 32, wobei bei derart abgesenkter Sonotrode
38 zwischen dieser und dem Gegenhalteteil 40 eine Formgebungszone 46
gebildet ist. Schwingt die Sonotrode 38 mit 20 kHz und einem Amplitu
denwert von vorzugsweise 30 µm, läßt sich das Trägerteil 20 längs des Pfei
les 48 fortlaufend um jeweils eine Reihe an Verhakungsmitteln weiter nach
rechts bewegen und in Blickrichtung auf die Fig. 2 gesehen ist ganz rechts
der dann jeweils fertig hergestellte Kopfteil 32 zu sehen. Dieser kennzeich
net sich dadurch aus, daß die zunächst steil nach oben ragenden Kopfteil
lippen 50 einen verbreiterten flachen Rand ausbilden, wobei der nach un
ten gezogene Rand in Richtung des Stengelfußes die Verhakungsmöglich
keit mit einem Schlaufenmaterial od. dgl. deutlich verbessert. In der Mitte
des Kopfteils 32 verbleibt eine konkave Ausnehmung 52, die beispielsweise
mit einem Farbstoff, einem Klebstoff, einem Antihaftmittel od. dgl. (nicht
dargestellt) befüllt werden kann.
Besonders vorteilhaft ist es, im Grund des jeweiligen Formgebungselemen
tes 44 diese mit einer Ausprägung, beispielsweise in Form von sich kreuzenden
Einzelschneiden (nicht dargestellt) zu versehen, die im später her
gestellten Kopfteil 32 ein Kreuzrändelmuster od. dgl. erzeugen. Durch die
dahingehenden Einschnitte am freien Ende des Kopfteils 32 wird das Kopf
teilmaterial geschwächt und der Formgebungsrand klappt entlang der jewei
ligen Schnittlinie noch weiter nach unten, so daß der Verhakungsrand des
jeweiligen Kopfteils 32 auch ein scharf gezacktes Verhakungsmuster auf
weisen kann, was eine verbesserte Verhaftung mit dem bereits angespro
chenen Schlaufen- oder Schlingenmaterial ergibt. Mithin lassen sich derge
stalt die Schälfestigkeitswerte für bekannte Haftverschlußteile deutlich er
höhen. Die Unterseite der Sonotrode 38 und mithin auch die Formge
bungselemente 44 selbst lassen sich hochgenau fertigen, so daß die Ferti
gungstoleranzen für die Kopfteile 32 gering bemessen sind gegenüber den
bisher üblichen Kalanderwalzen mit ihren Gleichlaufproblemen und mit
ihrem Materialverzug, insbesondere für den Fall, daß die Kalanderwalze
entsprechend beheizt wird. Es hat sich als besonders günstig erwiesen, die
Sonotrode 38 in einem Frequenzbereich von 17 bis 20 kHz zu betreiben
bei einem Amplitudenbereich vorzugsweise zwischen 1 µm und 100 µm.
Vorzugsweise ist dabei des weiteren vorgesehen, daß das eingesetzte
Kunststoffmaterial aus einem biologisch abbaubaren Thermoplast gebildet
wird oder aus einem sonstigen Kunststoffmaterial, das sich gut verarbeiten
und gut recyceln läßt. Des weiteren ist es vorteilhaft, die bei dem Ultra
schall-Formgebungsverfahren eingeleitete Erwärmung des Kunststoffmateri
als in den Bereich der zuordenbaren Vicatzahl dieses Kunststoffmaterials zu
legen, so daß auch unter Wärmeeinfluß die Wärmebeständigkeit gesichert
ist.
Bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform kann das bandartige
Trägerteil 20 auch in einer Kreisführung über die Oberseite des Gegenhalte
teils 40 (Amboß) geführt werden. Vorzugsweise ist dabei die obere Führungsfläche
des Gegenhalteteils 40 nicht als ebene Platte ausgebildet, son
dern vielmehr konvex verlaufend. In entsprechender Zuordnung ist dann
das jeweilige Formgebungselement 44 auch in Form einer leistenförmigen
Formgebungszone gleichförmig konkav ausgebildet. Des weiteren kann
auch vorgesehen sein, daß mehrere Sonotroden 38 alternierend das Haft
verschlußmaterial bearbeiten oder daß mehrere Formgebungsreihen und
Formgebungselemente 44 nebeneinander liegend die gleichzeitige Bearbei
tung von mehreren Reihen nebeneinanderliegender Stengelteile 30 ermög
lichen. Ferner kann nur ein Teil der Formgebungselemente 44 Profilelemen
te, wie Schneidmesser od. dgl., aufweisen.
Mit dem erfindungsgemäßen Ultraschall-Formgebungsverfahren ist es dar
über hinaus möglich, sog. back-to-back-Haftverschlußteile zu schaffen, also
solche, die sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite Verschluß-,
insbesondere Verhakungselemente tragen. In einem dahingehenden Fall
weist nicht nur die Sonotrode 38 ein entsprechendes Formgebungsteil auf,
sondern auch das gegenüberliegend angeordnete Gegenhalteteil 40. Ferner
ist der Energieeintrag mit der Sonotrode derart zu wählen, daß auf beiden
Seiten des Trägerteils 20 die Formgebung erfolgen kann.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung eines Haftverschlußteils mit einem band-
oder folienartigen Trägerteil (20), das auf mindestens einer seiner bei
den Seiten mit einer Vielzahl von Verhakungsteilen versehen wird, die
jeweils ein Kopfteil (32) aufweisen, das mit dem Trägerteil (20) über
ein Stengelteil (30) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß für
den Erhalt unterschiedlicher Kopfgeometrien und/oder unterschiedli
cher Kopfformen die Enden der Stengelteile (30) und/oder die bereits
vorgeformten Kopfteile (32) einem Formgebungsverfahren mittels Ul
traschall unterzogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Form
gebungsverfahren mittels Ultraschall vergleichbar einem Ultraschall
schweißverfahren durchgeführt wird und daß eine Sonotrode (38)
und/oder ein Gegenhalteteil (40) zur Sonotrode (38) mit einzelnen
Formgebungselementen (44) versehen werden, mit denen die vorgeb
baren Kopfformen erzeugt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Form
gebungselemente (44) in mindestens einer vorgebbaren Reihe zuein
ander längs der Sonotrode (38) angeordnet werden und daß die Sten
gelteile (30) in mindestens einer Reihe vergleichbarer Anordnung in
stirnseitige Anlage oder in kopfseitigen Eingriff mit diesen Formge
bungselementen (44) gebracht werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sonotrode (38) und/oder das Gegenhalteteil (40) sich für den jeweiligen
Formgebungsvorgang auf- und abbewegen und daß in einer
Querrichtung hierzu das Trägerteil (20) zwischen einer aus Sonotrode
(38) und Gegenhalteteil (40) gebildeten Formgebungszone hindurch
bewegt wird, sobald die Formgebungselemente (44) außer Eingriff mit
den zu formenden Kopfteilen (32) gebracht werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Formgebungselemente (44) mit Einschnitten und/oder
Profilausnehmungen und/oder Ausprägungen versehen werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Sonotrode (38) in einem Frequenzbereich von 1 kHz bis
1 MHz, vorzugsweise im Frequenzbereich von 17 bis 20 kHz, betrie
ben wird und daß der Amplitudenbereich vorzugsweise zwischen 1 µm
und 100 µm ausgewählt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeich
net, daß das Gegenhalteteil (40) mittels einer Heizeinrichtung beheizt
wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich
net, daß in einem dem Ulraschall-Formgebungsverfahren vorgeschal
teten Verfahrensabschnitt ein thermoplastisches Kunststoffmaterial in
breiigem, plastischem, pastösem oder flüssigem Zustand einem Spalt
zwischen einem Druckwerkzeug (12) und einem Formwerkzeug (14)
zugeführt wird und diese so angetrieben werden, daß das Trägerteil
(20) im Spalt gebildet und in einer Transportrichtung geführt wird, bei
dem als Vorformelement am Formwerkzeug (14) ein durchgehende
Hohlräume (28) aufweisendes Sieb (22) verwendet wird und bei dem
die Verhakungsteile zumindest teilweise dadurch gebildet werden,
daß das Kunststoffmaterial in den Hohlräumen (28) des Siebes (22)
zumindest teilweise erhärtet und daß ein solches Formwerkzeug (14)
verwendet wird, das an der vom Druckwerkzeug (12) abgekehrten
Seite des Siebes (22) ein mit dessen Hohlräumen (28) zusammenwir
kendes zweites Vorformelement (24, 26) aufweist, durch das das
Kunststoffmaterial im Bereich der äußeren Enden der Stengelteile (30)
geformt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die bei
dem Ultraschall-Formgebungsverfahren eingeleitete Erwärmung des
Kunststoffmaterials im Bereich der zuordenbaren Vicatzahl dieses
Kunststoffmaterials liegt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
eingesetzte Kunststoffmaterial aus einem biologisch abbaubaren
Thermoplast gebildet wird.
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