DE10054235A1 - Wischvorrichtung - Google Patents
WischvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung geht aus von einer Wischvorrichtung, insbesondere zum Wischen von Fahrzeugscheiben, mit einem antreibbaren Wischarm, mit einem an dem Wischarm angeordneten Wischblatt, mit einem Wischgummi, wobei das Wischgummi eine Wischlippe und zwei einander gegenüberliegende Längsnuten umfasst, mit zwei in den Längsnuten liegenden, bandartig langgestreckten Federschienen, und mit einem Verbindungselement zur Verbindung der Federschienen und des Wischgummis mit dem Wischarm, wobei das Verbindungselement zwei einander zugewandte, von der Verbindungsunterseite zugängliche Aufnahmenuten zur Aufnahme der einander abgewandten Längsseiten der Federschienen aufweist. DOLLAR A Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass das Verbindungselement einstückig ausgebildet ist und dass der Abstand des Nutgrundes der einen Aufnahmenut zu dem der Scheibe zugewandten Nutschenkel der anderen Aufnahmenut gleich groß oder geringfügig größer ist als die Summe der Breiten s der beiden Federschienen und des Abstandes d' der beiden in einander zugewandter Richtung zusammengedrückten Federschienen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Wischvorrichtung, insbesondere
zum Wischen von Fahrzeugscheiben, mit einem antreibbaren
Wischarm, mit einem an dem Wischarm angeordneten Wischblatt,
mit einem Wischgummi, wobei das Wischgummi eine Wischlippe
und zwei einander gegenüberliegende Längsnuten umfasst, mit
zwei in den Längsnuten liegenden, bandartig lang gestreckten
Federschienen und mit einem Verbindungselement zur
Verbindung der Federschienen und des Wischgummis mit dem
Wischarm, wobei das Verbindungselement zwei einander
zugewandte, von der Verbindungselementunterseite zugängliche
Aufnahmenuten zur Aufnahme der einander abgewandten
Längsseiten der Federschienen aufweist. Die Erfindung
betrifft außerdem ein Wischblatt als auch ein
Verbindungselement für eine derartige Vorrichtung sowie zwei
Verfahren zur Montage derartiger Wischvorrichtungen.
Bei derartigen Wischvorrichtungen gewährleisten die beiden
Federschienen eine optimale Verteilung der vom Wischarm
ausgehenden Wischblatt-Anpresskraft an der zu wischenden
Scheibe. Dazu sind die beiden Federschienen in unbelastetem
Zustand, wenn also das Wischblatt nicht an der Scheibe
anliegt, entsprechend vorgebogen und weisen eine definierte
Krümmung auf. Die Federschienen ersetzen somit eine
aufwendige Trag- und Krallenbügelkonstruktion, wie sie
beispielsweise aus der DE 15 05 357 A1 bekannt geworden ist.
Aus der DE 197 29 864 A1 ist eine eingangs genannte
Wischvorrichtung bekannt geworden, die ein
Verbindungselement aufweist, welches zweiteilig ist. Die
beiden Teile werden zur Verbindungselementmontage seitlich
auf die freien Kanten der Federschienen aufgeschoben und
mittels einer Verbindungsschraube miteinander verschraubt.
Ein derartiges Verbindungselement ist relativ aufwendig in
der Herstellung als auch in der Montage. Insbesondere das
seitliche Zuführender beiden Verbindungselementhälften
sowie das Verschrauben ist mit hohem Aufwand verbunden.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den
geschilderten Nachteilen des Standes der Technik abzuhelfen.
Diese Aufgabe wird bei einer Wischvorrichtung der eingangs
beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das
Verbindungselement einstückig ausgebildet ist und dass der
Abstand des Nutgrundes der einen Aufnahmenut zu dem der
Scheibe zugewandten Nutschenkel der anderen Aufnahmenut
gleich groß oder geringfügig größer ist als die Summe der
Breiten der beiden Federschienen und des Abstandes der
beiden in einander zugewandter Richtung zusammengedrückten
Federschienen.
Die genannte Aufgabe wird außerdem erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass das Verbindungselement einstückig ausgebildet
ist und dass der Abstand der der Scheibe zugewandten
Nutschenkel der beiden Aufnahmenuten gleich groß oder
geringfügig größer ist als die Summe der Breiten der beiden
Federschienen und des Abstandes der beiden in einander
zugewandter Richtung zusammengedrückten Federschienen.
Durch die beiden genannten Lösungen der Aufgabe wird
vorteilhafterweise erreicht, dass das Verbindungselement vor
der Montage oder auch während der Montage mit den beiden
Federschienen und dem Wischgummi aufgrund der einstückigen
Ausbildung nicht vormontiert werden muss. Damit wird
insbesondere in der Großserienfertigung eine enorme
Kosteneinsparung erreicht.
Ein weiterer, ganz wesentlicher Vorteil der Erfindung ist,
dass die Montage des Verbindungselements mit den beiden
Federschienen und dem Wischgummi auf sehr einfache Art und
Weise ermöglicht wird. Nach Montage der Federschienen in den
Längsnuten des Wischgummis werden diese in einander
zugewandter Richtung gegen den dazwischen befindlichen
Gummisteg zusammengedrückt. Aufgrund der beschriebenen
geometrischen Verhältnisse lassen sich dann die freien
Längsseiten der beiden Federschienen in die von der
Verbindungselementunterseite zugänglichen Aufnahmenuten
einsetzen. Dabei ist keine plastische oder elastische
Verformung des Verbindungselements nötig. Weiterhin sind
keine mechanischen Bearbeitungen der Federschienen
erforderlich. Vielmehr wird zum Montieren die Elastizität
des Wischgummis genutzt.
Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung zeichnet sich
dadurch aus, dass der Abstand der Nutengründe der beiden
Aufnahmenuten gleich groß oder kleiner ist als die Summe der
Breiten der beiden Federschienen und der Breite des zwischen
den beiden Längsnuten verlaufenden, nicht zusammengedrückten
Gummisteges. Hierdurch wird nach Beendigung der Montage ein
funktionssicheres Verbleiben der freien Längsseiten der
Federschienen in den Aufnahmenuten gewährleistet.
Insbesondere, wenn der Abstand der Nutengründe geringfügig
kleiner als die Summe der Federschienenbreiten und der
Breite des nicht zusammengedrückten Gummisteges ist, erfolgt
eine Montage der Federschienen mit dem Wischgummi an dem
Verbindungselement unter Vorspannung. Eine derartige
Vorspannung sichert die Verbindung zwischen dem
Verbindungselement und den Federschienen mit dem Wischgummi
zusätzlich.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist das Öffnungsmaß der Aufnahmenuten gleich oder
geringfügig größer als die Federschienendicke. Hierdurch
wird ein günstiges Einsetzen der freien Längsseiten der
Federschienen in die Aufnahmenuten gewährleistet. Wenn das
Öffnungsmaß geringfügig größer als die Federschienendicke
ist, wird insbesondere ein Verklemmen oder Verkanten der
Federschienen in den Aufnahmenuten ausgeschlossen.
Je nach Ausführungsform der Erfindung kann es vorteilhaft
sein, wenn sich die Aufnahmenuten über die gesamte Länge des
Verbindungselements erstrecken. Alternativ dazu ist denkbar,
dass die Aufnahmenuten sich lediglich über Abschnitte des
Verbindungselements erstrecken.
Um auch bei starken Anströmgeschwindigkeiten des
Wischblatts, insbesondere bei höheren
Fahrzeuggeschwindigkeiten, ein gutes Wischergebnis zu
erzielen, kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das
Wischgummi auf seiner der Scheibe abgewandten Seite einen
spoilerartigen Ansatz aufweist.
Vorteilhafterweise kann erfindungsgemäß weiterhin vorgesehen
sein, dass der den Federschienen und dem Wischgummi
zugewandte Bereich des Verbindungselements der Kontur der
Federschienen und des Wischgummis entspricht. Hierdurch wird
insbesondere bei Vorhandensein eines spoilerartigen Ansatzes
ein Ausschneiden des Wischgummis zum Anbringen an dem
Verbindungselement nicht erforderlich. Außerdem kann durch
den entsprechend angepassten Bereich des Verbindungselements
ein zusätzlicher Formschluss zwischen dem Wischgummi mit den
beiden Federschienen und dem Verbindungselement erreicht
werden, der zu einer sicheren Halterung und Anbringung des
Verbindungselements an den Federschienen mit dem Wischgummi
beiträgt.
Das Verbindungselement kann vorteilhafterweise ein Gussteil
aus einem metallischen oder nichtmetallischen Werkstoff
sein. Als metallischer Werkstoff kommt hierbei
beispielsweise eine Zink- oder Aluminium-Legierung in Frage.
Als nicht-metallischer Werkstoff bietet sich Kunststoff an.
Das Verbindungselement kann auch aus einem entsprechenden
Strangpressprofil oder aus Blech hergestellt sein.
Die eingangs genannte Aufgabe wird außerdem durch ein
Wischblatt als auch durch ein Verbindungselement für eine
Wischvorrichtung bzw. für ein Wischblatt nach wenigstens
einem der vorhergehenden Ansprüche gelöst.
Die eingangs genannte Aufgabe wird weiterhin durch ein
Verfahren zur Montage zweier Federschienen, eines
Wischgummis und eines Verbindungselements einer
Wischvorrichtung oder eines Wischblatts gelöst, das sich
durch folgende. Verfahrensschritte kennzeichnet:
- a) Einführen der Federschienen in die Längsnuten des Wischgummis,
- b) Einsetzen, einer freien Längsseite einer Federschiene in eine Aufnahmenut des Verbindungselements,
- c) Zusammendrücken der Federschienen in einander zugewandter Richtung, wodurch der zwischen den beiden Federschienen vorhandene Gummisteg elastisch verformt wird,
- d) Schwenken der beiden Federschienen mit dem Wischgummi um die Stelle, an der die freie Längsseite der einen Federschiene in der einen Aufnahmenut eingesetzt ist in Richtung der zweiten Aufnahmenut, bis die freie Längsseite der anderen Federschiene in den Bereich der zweiten Aufnahmenut gelangt,
- e) Lösen des Zusammendrückens, wobei aufgrund der elastischen Rückverformung des Gummisteges die freie Längsseite der zweiten Federschiene vollständig in die zweite Aufnahmenut gelangt.
Ein derartiges Verfahren hat den Vorteil, dass eine relativ
schnelle und unaufwendige Montage der Federschienen mit dem
Wischgummi und dem Verbindungselement gewährleistet wird.
Vorteilhafterweise kann dabei vorgesehen sein, dass der
Verfahrensschritt (c) vor dem Verfahrensschritt (b) oder
dass der Verfahrensschritt (c) und (d) zeitgleich
durchgeführt wird.
Die eingangs genannte Aufgabe wird weiterhin durch ein
Verfahren zur Montage zweier Federschienen, eines
Wischgummis und eines Verbindungselements einer
Wischvorrichtung der eingangs beschriebenen Art gelöst, das
sich durch die folgenden Verfahrensschritte auszeichnet:
- - Einführen der Federschienen in die Längsnuten des Wischgummis,
- - Zusammendrücken der Federschienen in einander zugewandter Richtung, wodurch der zwischen den beiden Federschienen vorhandene Gummisteg elastisch verformt wird,
- - Einsetzen des Wischgummis mit den Federschienen zwischen die beiden einander zugewandten Aufnahmenuten des Verbindungselements,
- - Lösen des Zusammendrückens, wobei aufgrund der elastischen Rückverformung des Stegs die freien, einander abgewandten Längsseiten der beiden Federschienen vollständig in die beiden Aufnahmenuten des Verbindungselements gelangen.
Auch dieses Verfahren lässt sich auf sehr schnelle und
einfache Art und Weise durchführen. Insbesondere in der
Großserienfertigung können hierdurch enorme Kostenvorteile
erreicht werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Einzelheiten sind
der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in der die
Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert ist.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Wischvorrichtung in
perspektivischer Ansicht,
Fig. 2 einen Querschnitt durch das in Fig. 1 gezeigte
Verbindungselement,
Fig. 3 einen Querschnitt durch das in Fig. 1 gezeigte
Wischgummi mit den beiden Federschienen,
Fig. 4
und 5 einen Querschnitt durch die in Fig. 1 gezeigte
Vorrichtung während der Montage und
Fig. 6 einen Querschnitt durch die in Fig. 1 gezeigte
Wischvorrichtung nach der Montage.
In Fig. 1 ist ein Wischblatt 1 einer erfindungsgemäßen
Wischvorrichtung zum Wischen von Fahrzeugscheiben
dargestellt. Das dargestellte Wischblatt 1 weist einen
Wischgummi 3 mit einer Wischlippe 5 und einem an der der
Wischlippe 5 abgewandten Seite angeordneten spoilerartigen
Ansatz 7 auf. Der Wischgummi 3 sieht weiterhin zwei einander
gegenüberliegende Längsnuten 9 vor, in denen jeweils eine
bandartige, lang gestreckte Federschiene 11 liegt.
An dem Wischblatt 1 ist außerdem mittig ein
Verbindungselement 13 zur Verbindung der Federschienen 11
und des Wischgummis 3 mit einem nicht dargestellten,
antreibbaren Wischarm angeordnet. Zur Anordnung an den
Wischarm weist das Verbindungselement 13 auf seiner der
Wischlippe 5 abgewandten Seite mittig eine Nut 15 sowie
rechts und links an den Außenseiten zwei Einbuchtungen 17
auf. An den freien Enden des Wischgummis 3 sowie den
Federschienen 11 ist jeweils eine Abdeckkappe 18 vorhanden.
Wie dabei aus Fig. 1 sowie den Fig. 2-6 deutlich
hervorgeht, ist das Verbindungselement 13 einstückig
ausgebildet.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Verbindungselement 13 ist
deutlich zu erkennen, dass das Verbindungselement 13 an
seiner Verbindungselementunterseite zugängliche
Aufnahmenuten 19 und 21 aufweist, die zur Aufnahme der
einander abgewandten Längsseiten 23 und 25 der beiden
Federschienen 11 vorgesehen sind. Die beiden Aufnahmenuten
19 und 21 weisen hierbei jeweils einen Nutengrund 27 auf,
wobei der Abstand der beiden Nutengründe 27 in Fig. 2 mit
dem mit a gekennzeichneten Bemaßungspfeil wiedergegeben ist.
Fig. 3, die das Wischgummi 3 sowie die beiden Federschienen
11 im Querschnitt zeigt, sind verschiedene Bemaßungspfeile
zu entnehmen. Die Breiten der beiden Federschienen 11 sind
hierbei mit s gekennzeichnet. Die Breite des zwischen den
beiden Federschienen 11 verlaufenden Gummisteges 30 des
Wischgummis 3 ist in Fig. 3 mit d gekennzeichnet. In Fig.
3 ist das Wischgummi 3 sowie die beiden Federschienen 11 in
nicht zusammengedrücktem Zustand dargestellt; der Abstand d
entspricht dem Abstand, der sich ergibt, wenn die beiden
Federschienen 11 in die dafür vorgesehenen Längsnuten 9
eingelegt sind.
Erfindungsgemäß ist der Abstand a der beiden Nutengründe 27
der beiden Aufnahmenuten 19 und 21 gleich groß oder kleiner
als die Summe der Breiten s der beiden Federschienen 11
sowie der Breite d des zwischen den beiden Längsnuten 9
verlaufenden, nicht zusammengedrückten Gummisteges 30.
Folglich ist: a ≦ 2s + d.
Hierdurch wird erreicht, dass die beiden Federschienen 11
mit dem Wischgummi 3 in montiertem Zustand funktionssicher
mit dem Verbindungselement 13 verbunden sind.
Bei den Darstellungen gemäß Fig. 4 und 5 sind die
Federschienen 11 in die Längsnuten 9 des Wischgummis 3
eingeführt. Weiterhin sind die Federschienen 11 in einander
zugewandter Richtung zusammengedrückt, wodurch der zwischen
den beiden Federschienen 11 vorhandene Gummisteg 30
elastisch verformt Wird. Der Abstand zwischen den beiden
Federschienen ist in den Fig. 4 und 5 mit dem Buchstaben
d' gekennzeichnet, wobei d' kleiner als d ist. In diesem
zusammengedrückten Zustand wird das Wischgummi 3 mit den
Federschienen 11 in das Verbindungselement 13 eingesetzt.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 ist der Abstand b des
Nutengrundes 27 der Aufnahmenut 21 zu dem der Scheibe
zugewandten Nutschenkel 29 der Aufnahmenut 19 gleich groß
oder geringfügig, größer als die Summe der Breiten s der
beiden Federschienen 11 und des Abstandes der beiden in
einander zugewandter Richtung zusammengedrückten
Federschienen. Gemäß Fig. 4 ist also:
b ≧ 2s + d.
Hierdurch wird es möglich, dass zur Montage die freie
Längsseite 25 der Federschiene 11 in die Aufnahmenut 21
eingesetzt wird. Weiterhin werden die beiden Federschienen
11 mit dem Wischgummi 3 um die Stelle, an der die Längsseite
25 der Federschiene 11 in der Aufnahmenut 21 eingesetzt ist,
in Richtung der zweiten Aufnahmenut 19 entlang des Pfeiles
31 geschwenkt. Sobald die Längsseite 23 der anderen
Federschiene 11 in den Bereich der Aufnahmenut 19 gelangt,
kann das Zusammendrücken der beiden Federschienen 11 gelöst
werden, wobei aufgrund der elastischen Rückvorformung des
Gummisteges 30 die Längsseite 23 der Federschiene 11
vollständig in die Aufnahmenut 19 gedrückt wird. Dadurch,
dass der Abstand a kleiner oder vorteilhafterweise etwas
geringer ist als die Summe der beiden Breiten s der beiden
Federschienen und dem Abstand d, ist ein sicheres Haltern
des Verbindungselements 13 an den beiden Federschienen 11
mit dem Wischblatt 3 gewährleistet.
Wie in Fig. 5 dargestellt, kann der Montagevorgang auch
etwas modifiziert werden. Hierbei ist der Abstand der beiden
Nutenschenkel 29 der beiden Aufnahmenuten 19 und 21
zueinander mit c bezeichnet. Der Abstand c des
Verbindungselements 13 gemäß Fig. 5 ist gleich oder
vorteilhafterweise geringfügig größer als die beiden Breiten
s der beiden Federschienen 11 und dem Abstand d' der
zusammengedrückten Federschienen 11. Damit ist: c < 2s + d.
Zur Montage können die beiden in die Längsnuten 9 gedrückten
Federschienen 11 mit dem Wischgummi 3 senkrecht von der
Verbindungselementunterseite her zwischen die beiden
Aufnahmenuten 19 und 21 eingesetzt werden. Wird der das
Zusammendrücken der Federschienen 11 bewirkende Druck
gelöst, gelangen die einander abgewandten Kanten 23 und 25
der beiden Federschienen 11 aufgrund der elastischen
Rückverformung des Gummisteges 30 vollständig in die beiden
Aufnahmenuten 19 und 21. Auch bei einer derartigen Montage
ist ein sicheres Anbinden des Verbindungselements 13 an die
beiden Federschienen 11 mit dem Wischgummi 3 gewährleistet.
Fig. 6 zeigt den montierten Zustand des Wischblatts 1.
Hierbei werden die einander abgewandten Seiten 23 und 25 der
beiden Federschienen von den Aufnahmenuten 19 und 21
vollständig aufgenommen bzw. um- und hintergriffen. Bei
einer Ausführungsform, bei der der Abstand a geringfügig
kleiner als die beiden Breiten s und der Abstand d ist,
werden die Federschienen 11 mit dem Wischgummi 3 unter
Vorspannung an dem Verbindungselement 13 besonders
funktionssicher gehaltert. Der Abstand der beiden
Federschienen in Fig. 6 ist mit d" gekennzeichnet. Hierbei
ist, wie bereits erläutert, d" vorteilhafterweise größer
als d' und kleiner als d, d. h.:
d ≧ d" < d'.
Bei den in den Figuren dargestellten Verbindungselementen 13
ist das Öffnungsmaß h, das in Fig. 2 entsprechend
eingetragen ist, geringfügig größer als die
Federschienendicke. Dadurch wird ein Verklemmen der
Federschienen 11 in die Aufnahmenuten 19 und 21 vermieden.
Bei dem Verbindungselement 13 können sich die Aufnahmenuten
19 und 21 über die gesamte Länge oder auch lediglich über
Abschnitte des Verbindungselements 13 erstrecken.
Wie aus den Fig. 2-6 weiterhin deutlich hervorgeht,
entspricht der den Federschienen 11 und dem Wischgummi 3
zugewandte Bereich des Verbindungselements der Kontur der
Federschienen 11 und des Wischgummis 3 bzw. des
spoilerartigen Ansatzes 7. Hierdurch wird ein genaues
Einsetzen des spoilerartigen Ansatzes 7 sowie des
Wischgummis 3 mit den Federschienen 11 in das
Verbindungselement ermöglicht. Vorteilhafterweise muss zur
Anbindung des Verbindungselements 13 an das Wischgummi 3 und
die Federschienen 11 ein Ausschneiden des Wischgummis 3
nicht durchgeführt werden.
Das Verbindungselement 13 ist vorteilhafterweise ein
Gussteil aus einem metallischen oder auch aus einem nicht-
metallischen Werkstoff. Es kann auch aus einem
entsprechenden Strangpressprofil gefertigt sein.
Besonderer Vorteil der Erfindung ist, dass eine plastische
oder elastische Verformung des Verbindungselements 13 zur
Anbindung an den Wischgummi 3 und die Federschienen 11 nicht
erforderlich ist. Erfindungsgemäß ist auch kein großer
Überstand der Federschienen 11 aus den Längsnuten 9 des
Wischgummis 3 erforderlich, weshalb auch relativ schmale
Federschienen 11 Verwendung finden können. Schmale
Federschienen 11, die in Wischblattquerrichtung nur
geringfügig aus dem Wischgummi 3 bzw. dessen Längsnuten 9
herausragen, haben den Vorteil, dass sie auch bei hohen
Anströmgeschwindigkeiten der Wischvorrichtungen,
insbesondere bei höheren Fahrzeuggeschwindigkeiten, keine
negativen Auswirkungen auf das Wischverhalten haben.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und
der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
Claims (13)
1. Wischvorrichtung, insbesondere zum Wischen von
Fahrzeugscheiben, mit einem antreibbaren Wischarm, mit einem
an dem Wischarm angeordneten Wischblatt (1), mit einem
Wischgummi (3), wobei das Wischgummi (3) eine Wischlippe (5)
und zwei einander gegenüberliegende Längsnuten (9) umfasst,
mit zwei in den Längsnuten (9) liegenden, bandartig
langgestreckten Federschienen (11), und mit einem
Verbindungselement (13) zur Verbindung der Federschienen
(11) und des Wischgummis (3) mit dem Wischarm, wobei das
Verbindungselement (13) zwei einander zugewandte, von der
Verbindungselementunterseite zugängliche Aufnahmenuten (19,
21) zur Aufnahme der einander abgewandten Längsseiten der
Federschienen (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (13) einstückig ausgebildet ist und
dass der Abstand (b) des Nutgrundes (27) der einen
Aufnahmenut (21) zu dem der Scheibe zugewandten Nutschenkel
(29) der anderen Aufnahmenut (19) gleich groß oder
geringfügig größer ist als die Summe der Breiten (s) der
beiden Federschienen (11) und des Abstandes (d') der beiden
in einander zugewandter Richtung zusammengedrückten
Federschienen (11).
2. Wischvorrichtung, insbesondere zum Wischen von
Fahrzeugscheiben, mit einem antreibbaren Wischarm, mit einem
an dem Wischarm angeordneten Wischblatt (1), mit einem
Wischgummi (3), wobei das Wischgummi (3) eine Wischlippe (5)
und zwei einander gegenüberliegende Längsnuten (9) umfasst,
mit zwei in den Längsnuten (9) liegenden, bandartig
langgestreckten Federschienen (11), und mit einem
Verbindungselement (13) zur Verbindung der Federschienen
(11) und des Wischgummis (3) mit dem Wischarm, wobei das
Verbindungselement (13) zwei einander zugewandte, von der
Verbindungselementunterseite zugängliche Aufnahmenuten (19,
21) zur Aufnahme der einander abgewandten Längsseiten der
Federschienen (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (13) einstückig ausgebildet ist und
dass der Abstand (c) der der Scheibe zugewandten
Nutschenkeln (29) der beiden Aufnahmenuten (19, 21) gleich
groß oder geringfügig größer ist als die Summe der Breiten
(s) der beiden Federschienen (11) und des Abstandes (d') der
beiden in einander zugewandter Richtung zusammengedrückten
Federschienen (11).
3. Wischvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Abstand (a) der Nutengründe (27)
der beiden Aufnahmenuten gleich groß oder kleiner ist als
die Summe der Breiten (s) der beiden Federschienen (11) und
der Breite (d) des zwischen den beiden Längsnuten (9)
verlaufenden, nicht zusammengedrückten Gummisteges (30).
4. Wischvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungsmaß (h)
der Aufnahmenuten (19, 21) gleich oder geringfügig größer
ist als die Federschienendicke.
5. Wischvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die
Aufnahmenuten (19, 21) über die gesamte Länge oder lediglich
über Abschnitte des Verbindungselements (13) erstrecken.
6. Wischvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wischgummi (3)
auf seiner der Scheibe abgewandten Seite einen
spoilerartigen Ansatz (7) aufweist.
7. Wischvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der den
Federschienen (11) und dem Wischgummi (3) zugewandte Bereich
des Verbindungselements (13) der Kontur der Federschienen
(11) und des Wischgummis (3) entspricht.
8. Wischvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das
Verbindungselement (13) ein Gussteil aus einem metallischen
oder nichtmetallischen Werkstoff ist oder aus einem
entsprechenden Strangpressprofil oder aus Blech gefertigt
ist.
9. Wischblatt (1) für eine Wischvorrichtung nach
wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche.
10. Verbindungselement (13) für eine Wischvorrichtung oder
für ein Wischblatt (1) nach wenigstens einem der
vorhergehenden Ansprüche.
11. Verfahren zur Montage zweier Federschienen (11), eines
Wischgummis (3) und eines Verbindungselements (13) einer
Wischvorrichtung oder eines Wischblatts (1) nach wenigstens
einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
folgende Verfahrensschritte:
- a) Einführen der Federschienen (11) in die Längsnuten (9) des Wischgummis (3)1
- b) Einsetzen einer freien Längsseite (25) einer Federschiene (11) in eine Aufnahmenut (21) des Verbindungselements (13),
- c) Zusammendrücken der Federschienen (11) in einander zugewandter Richtung, wodurch der zwischen den beiden Federschienen (11) vorhandene Gummisteg (30) elastisch verformt wird, und
- d) Schwenken der beiden Federschienen (11) mit dem Wischgummi (3) um die Stelle, an der die freie Längsseite (25) der einen Federschiene (11) in der einen Aufnahmenut (21) eingesetzt ist, in Richtung der zweiten Aufnahmenut (19), bis die freie Längsseite (23) der anderen Federschiene (11) in den Bereich der zweiten Aufnahmenut (19) gelangt,
- e) Lösen des Zusammendrückens, wobei aufgrund der elastischen Rückverformung des Gummisteges (30) die freie Längsseite (23) der zweiten Federschiene (11) vollständig in die zweite Aufnahmenut (19) gelangt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verfahrensschritt (c) vor dem Verfahrensschritt (b)
oder dass Verfahrensschritt (c) und (d) zeitgleich
durchgeführt werden.
13. Verfahren zur Montage zweier Federschienen (11), eines
Wischgummis (3) und eines Verbindungselements (13) einer
Wischvorrichtung oder eines Wischblatts (1) nach wenigstens
einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
folgende Verfahrensschritte:
- - Einführen der Federschienen (11) in die Längsnuten (9) des Wischgummis,
- - Zusammendrücken der Federschienen (11) in einander zugewandter Richtung, wodurch der zwischen den beiden Federschienen (11) vorhandene Gummisteg (30) elastisch verformt wird,
- - Einsetzen des Wischgummis mit den Federschienen (11) zwischen die beiden einander zugewandten Aufnahmenuten (19, 21) des Verbindungselements (13), und
- - Lösen des Zusammendrückens, wobei aufgrund der elastischen Rückverformung des Gummisteges (30) die freien, einander abgewandten Längsseiten der beiden Federschienen (11) vollständig in die beiden Aufnahmenuten (19, 21) des Verbindungselements (13) gelangen.
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