DE10053212A1 - Tragbare Funkeinrichtung - Google Patents
Tragbare FunkeinrichtungInfo
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Abstract
Es wird eine am Arm tragbare Funkeinrichtung (20) offenbart. An zwei gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses (21) ist jeweils eine Aufnahme (23a, 23b) für einen Metallstift (24a, 24b) angeordnet. Eine Antenne (22) ragt nahe der Oberseite (26a) seitlich aus dem Gehäuse (21) heraus und ist oberhalb eines der beiden Metallstifte (23a) angeordnet. Um eine Verstimmung der Antenne (22) aufgrund der relativen Nähe des Metallstiftes (23a) zu reduzieren, ist mindestens die zur Antenne (22) benachbarte Aufnahme (23a) zu der Ebene der Unterseite (26b) des Gehäuses (21) zur Vergrößerung des Abstandes (D) zwischen der Antenne (22) und dem darunter angeordneten Metallstift (23a) nach unten versetzt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine am Arm tragbare Funk
einrichtung in einer flachen Bauform nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Tragbare Funkeinrichtungen, insbesondere solche, die am Arm
zu tragen sind, sind bekannt. Derartige Funkeinrichtungen
können beispielsweise Armbanduhren sein, die ein Zeitsignal
über Funksignale von einer zentralen Antenne erhalten. Diese
Funkuhren empfangen lediglich Funksignale. Andere Funkein
richtungen, beispielsweise Mobiltelefone, senden und empfan
gen Funksignale.
Mobiltelefone haben in den letzten Jahren eine immer bedeu
tendere Rolle übernommen. So sind sie aus dem modernen Ge
schäftsleben nicht mehr wegzudenken, und inzwischen sind sie
auch in der privaten Verwendung weit verbreitet.
Da die Miniaturisierung von elektronischen Bauteilen und Kom
ponenten stetig voranschreitet, werden die daraus hergestell
ten Vorrichtungen in ihren Dimensionen und Abmessungen immer
kleiner; insbesondere Mobiltelefone wurden in letzter Zeit
immer kompakter. Die Größe von einigen Mobiltelefonen ist be
reits derart reduziert, daß diese bequem am Arm bzw. Handge
lenk wie eine Armbanduhr getragen werden können.
Bei beiden vorstehend benannten Anwendungen besitzen die
Funkeinrichtungen mitunter ein spezielles Armband, in das
elektronische Komponenten integriert sind. Das Armband ist
jedoch ein Verschleißteil. Aufgrund der integrierten Funktio
nalität durch die elektronischen Komponenten ist ein Aus
tausch oder ein Ersetzen relativ kostenintensiv. Ein weiterer
Nachteil ist, daß der Benutzer an das entsprechende Armband
für die Funkeinrichtung gebunden ist und damit auf das von
dem Hersteller der Funkeinrichtung und des Armbandes vorgege
bene Design festgelegt ist.
Es sind weiterhin Funkeinrichtungen bekannt, die diesen Nach
teil vermindern, indem bei ihnen alle zum Betrieb nötigen
Komponenten im Gehäuse untergebracht sind. Dieses Gehäuse ist
mit derartigen Aufnahmen versehen, daß handelsübliche Uhren
armbänder zum Festschnallen verwendet werden können. Diese
sind relativ preiswert, und der Kunde hat die freie Auswahl
im Design.
Bei handelsüblichen Uhrenarmbändern besteht die Aufhängung
üblicherweise aus zwei Metallstiften, die an gegenüberliegen
den Seiten in kleinen Löchern im Gehäuse verankert werden und
an denen daher das Armband befestigt ist. Bei bekannten der
artigen Funkeinrichtungen ragt die Antenne oberhalb eines der
beiden Metallstifte mit geringem Abstand zu diesem aus dem
Gehäuse heraus. Dies ist von großem Nachteil, denn durch die
relative Nähe des Metallstiftes zu der Antenne wird diese
verstimmt. Es verschiebt sich der Resonanzbereich und das
Richtdiagramm.
Es sind auch Funkeinrichtungen bekannt, bei denen die Antenne
seitlich an einer der Seiten, an denen kein Armband befestigt
ist, angeordnet sind. Dadurch wird zwar eine Beeinträchtigung
der Antennenleistung durch einen Metallstift der Armbandbe
festigung verhindert, aber das sich in der Nähe befindliche
biologische Gewebe des Trägers der Funkeinrichtung wird auf
grund der elektromagnetischen Strahlen stärker belastet als
bei der Anordnung der Antenne oberhalb eines Armbandes.
Der Erfindung liegt folglich die Aufgabe zugrunde, eine am
Arm tragbare Funkeinrichtung bereitzustellen, an dem handels
übliche Armbänder befestigt werden können und bei dem eine
Verstimmung der Antenne aufgrund eines Metallstiftes der Be
festigung reduziert ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Funkeinrichtung nach Patentan
spruch 1 gelöst.
Ein wesentlicher Punkt der Erfindung liegt darin, daß auf
grund der Versetzung der zur Antenne benachbarten Aufnahme
nach unten der Abstand zwischen der Antenne und dem in der
Aufnahme angeordneten Metallstift vergrößert wird. Durch den
vergrößerten Abstand wird die Beeinträchtigung der Antenne
durch den Metallstift vermindert und daher die Verstimmung
reduziert. Weiterhin wird aufgrund der erfindungsgemäßen An
ordnung der Aufnahme des Metallstiftes und der Antenne der
Abstand der Antenne zum biologischen Gewebe des Trägers bzw.
Anwenders der Funkeinrichtung vergrößert. Daher wird auch die
Belastung des Gewebes mit elektromagnetischen Strahlen redu
ziert.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
beide Aufnahmen für die Metallstifte bezüglich der Ebene der
Unterseite des Gehäuses nach unten versetzt.
Vorzugsweise wird die Aufnahme des Metallstiftes um mindes
tens 2 mm nach unten versetzt. Antennentechnisch noch günsti
ger ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Auf
nahme des Metallstiftes um mindestens 4 mm nach unten ver
setzt ist, um dadurch die Verstimmung der Antenne weitgehend
zu reduzieren.
Bevorzugt wird eine Ausführungsform der Erfindung, bei der
die von der Unterseite des Gehäuses und den Aufnahmen defi
nierte Fläche in einer Ebene gewölbt ist. Dadurch erhöht sich
der Tragekomfort der Funkeinrichtung, da der Unterarm, an dem
die Funkeinrichtung getragen wird, ebenfalls eine gewölbte
Oberfläche aufweist und somit die Funkeinrichtung besser auf
dem Unterarm aufliegt.
Alternativ hierzu kann die von der Unterseite des Gehäuses
und den Aufnahmen definierte Fläche mindestens eine Innenkan
te aufweisen, an der der äußere Bereich mit der Aufnahme auf
der Ebene der Unterseite des Gehäuses nach unten abgewinkelt
ist. Diese Ausführungsform ist zur Erhöhung des Tragekomforts
bevorzugt gepolstert.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform dieser Erfin
dung ist mindestens die Unterseite des Gehäuses aus einem
Funksignal abschirmenden Material gebildet. Diese Ausfüh
rungsform zeichnet sich dadurch aus, daß aufgrund der Ab
schirmung eine Belastung des naheliegenden Gewebes durch
elektromagnetische Strahlen weitgehend reduziert wird.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen. Nachfolgend wird die Erfindung anhand von
Ausführungsbeispielen beschrieben, die anhand der beigefügten
Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine skizzierte Seitenansicht eines am Arm tragbaren
Mobiltelefons ("WatchPhone") nach dem Stand der Technik,
Fig. 2 eine skizzierte Seitenansicht eines Mobiltelefons ge
mäß einer ersten Ausführungsform dieser Erfindung,
Fig. 3 eine skizzierte Seitenansicht eines Mobiltelefons ge
mäß einer zweiten Ausführungsform dieser Erfindung,
Fig. 4 eine skizzierte Seitenansicht eines Mobiltelefons ge
mäß einer zweiten Ausführungsform mit einem alternativen Arm
band,
Fig. 5 eine skizzierte Seitenansicht eines Mobiltelefons ge
mäß einer dritten Ausführungsform dieser Erfindung und
Fig. 6 eine skizzierte Seitenansicht eines Mobiltelefons ge
mäß einer vierten Ausführungsform dieser Erfindung.
In Fig. 1 ist ein am Arm tragbares Mobiltelefon 10 ("Watch-
Phone") nach dem Stand der Technik in einer Seitenansicht
skizziert dargestellt. Das Mobiltelefon 10 weist ein Gehäuse
11 und ein Armband 15 auf. In dem Gehäuse 11 befinden sich an
zwei gegenüberliegenden Seiten Aufnahmen 13a und 13b für Me
tallstifte 14a und 14b. Das Armband 15 weist an den Enden
Schlaufen auf, durch die die Metallstifte 14a und 14b hin
durchragen. Das Gehäuse 11 weist eine Oberseite 16a und eine
Unterseite 16b auf. An einer Seite des Gehäuses 11 ragt nahe
der Oberseite 16a seitlich eine Antenne 12 zum Senden und
Empfangen von Funksignalen derart heraus, daß die Antenne 12
oberhalb der Aufnahme 13a und des Metallstiftes 14a angeord
net ist. Die Funksignale werden in der Figur durch gezackte
Pfeile angedeutet. Die Antenne 12 weist zu dem Metallstift
14a einen Abstand d auf.
In Fig. 2 ist ein Mobiltelefon gemäß einer ersten Ausfüh
rungsform dieser Erfindung skizziert und in Seitenansicht
dargestellt. Das Mobiltelefon 20 weist ein Gehäuse 21 und ein
herkömmliches Armband 25 auf.
Das Armband 25 ist vergleichbar zum Stand der Technik mit in
den Aufnahmen 23a und 23b gehalterten Metallstiften 24a und
24b befestigt. Das Gehäuse 21 ist derart gestaltet, daß die
beiden an gegenüberliegenden Seiten angeordneten Aufnahmen
23a und 23b bezüglich der Ebene der Unterseite 26b des Gehäu
ses 21 nach unten versetzt sind. Eine Antenne 22 ragt seit
lich aus dem Gehäuse 21 hervor. Die Antenne 22 befindet sich
zum Metallstift 24a in der nach unten versetzten Aufnahme 23a
im Abstand D. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform
ist die von der Unterseite 26b des Gehäuses 21 und den Auf
nahmen 23a und 23b definierte Fläche 27 in einer Ebene ge
wölbt.
In Fig. 3 ist eine skizzierte Seitenansicht eines Mobiltele
fones 30 gemäß einer zweiten Ausführungsform dieser Erfindung
dargestellt. Im Unterschied zum Mobiltelefon 20 aus Fig. 2
weist das Mobiltelefon 30 ein Gehäuse 31 auf, das derart ge
formt ist, daß die von der Unterseite 36b des Gehäuses 31 und
den Aufnahmen 33a und 33b definierte Fläche 37 zwei Innenkan
ten 38a und 38b aufweist, an denen der jeweils äußere Bereich
36c aus der Ebene der Unterseite 36b des Gehäuses 31 nach un
ten abgewinkelt ist.
In Fig. 4 ist ebenfalls das Mobiltelefon 30 aus Fig. 3 skiz
ziert und in Seitenansicht dargestellt. Im Unterschied zu
Fig. 3 ist hier an dem Mobiltelefon 30 ein alternatives Arm
band 45 befestigt. Das Armband 45 weist keine Schlaufen auf,
die die Metallstifte 34a und 34b umschließen. Vielmehr wird
das Armband 45 an dem Metallstift 34a vorbei und unterhalb
der Fläche 37 zum Metallstift 34b und an diesem wiederum vor
bei geführt. Das Armband 45 ist vorzugsweise ein flexibles
Textilband, das sich der Kontur des Unterarmes anpaßt.
In Fig. 5 ist ein Mobiltelefon 50 gemäß einer dritten Ausfüh
rungsform dieser Erfindung skizziert dargestellt. Das Mobil
telefon 50 weist ein Gehäuse 51 und ein Armband 55 ähnlich
dem Gehäuse 31 und dem Armband 35 aus Fig. 3 auf. Im Unter
schied zur Ausführungsform aus Fig. 3 weist das Mobiltelefon
50 unterhalb der Fläche 57 ein Polster 59 aus einem elasti
schen Material auf. Das Polster paßt sich der Kontur des Un
terarmes des Trägers an und erhöht dadurch den Tragekomfort.
In Fig. 6 ist eine vierte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung dargestellt. Fig. 6 zeigt ein Mobiltelefon 60 mit
einem Gehäuse 61, an dem in bekannter Weise mittels Metall
stiften 64a und 64b, die in Aufnahmen 63a und 63b gehalten
werden, ein Armband 65 befestigt ist.
In dieser Ausführungsform ist nur die einer Antenne 62 be
nachbarte Aufnahme 63a bezüglich der Unterseite 66b des Ge
häuses 61 nach unten versetzt. Somit befindet sich die Anten
ne 62 zur nach unten versetzten Aufnahme 63a im Abstand D.
Zur Erhöhung des Tragekomforts ist unterhalb der Flächen 66c
und 66b ein Polster 69 angeordnet.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß alle oben be
schriebenen Teile für sich alleine gesehen und in jeder Kom
bination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten
Details, als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abände
rungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.
Claims (7)
1. Am Arm tragbare Funkeinrichtung (20), insbesondere Mobil
telefon, mit einem Gehäuse (21) in einer im wesentlichen fla
chen Bauform, die eine Oberseite (26a) und eine Unterseite
(26b) aufweist, wobei an zwei gegenüberliegenden Seiten des
Gehäuses (21) jeweils eine Aufnahme (23a, 23b) für einen Me
tallstift (24a, 24b) angeordnet ist und eine Antenne (22) zum
Senden und/oder Empfangen von Funksignalen im wesentlichen
nahe der Oberseite (26a) seitlich aus dem Gehäuse herausragt
und oberhalb einer der beiden Aufnahmen (23a) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens die zur Antenne (22) benachbarte Aufnahme bezüg
lich der Ebene der Unterseite (26b) des Gehäuses (21) zur
Vergrößerung eines Abstandes (D) zwischen der Antenne (22)
und dem in der Aufnahme (23a) angeordneten Metallstift (24a)
nach unten versetzt ist.
2. Funkeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
beide Aufnahmen (23a, 23b) bezüglich der Ebene der Unterseite
(26b) des Gehäuses (21) nach unten versetzt sind.
3. Funkeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens die zur Antenne (22) benachbarte Aufnahme (23a)
bezüglich der Ebene der Unterseite (26b) des Gehäuses (21) um
mindestens 2 mm nach unten versetzt ist.
4. Funkeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens die zur Antenne (22) benachbarte Aufnahme (23a)
bezüglich der Ebene der Unterseite (26b) des Gehäuses (21) um
mindestens 4 mm nach unten versetzt ist.
5. Funkeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die von der Unterseite (26b) des Gehäuses (21) und den Auf
nahmen (23a, 23b) definierte Fläche (27) in einer Ebene ge
wölbt ist.
6. Funkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die von der Unterseite (36b) des Gehäuses (31) und den Auf
nahmen (33a, 33b) definierte Fläche (37) zwei Innenkanten
(38a, 38b) aufweist, an denen der jeweils äußere Bereich mit
der Aufnahme (33a, 33b) auf der Ebene der Unterseite (36b)
des Gehäuses (31) nach unten abgewinkelt ist.
7. Funkeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens die Unterseite (26b) des Gehäuses (21) aus einem
Funksignal abschirmenden Material gebildet ist.
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