DE10053765A1 - Regenschutz für Fahrradfahrer - Google Patents
Regenschutz für FahrradfahrerInfo
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Abstract
Technisches Problem DOLLAR A Fahrradfahren bei Regen mit herkömmlicher Regenschutzbekleidung wird sehr schnell unangenehm durch die (scheinbar unvermeidliche) Schwitzwasser-Atmosphäre unter dem Regenschutz und die ungünstige Aerodynamik, d. h. der erhöhte Luftwiderstand des Regenschutzes erfordert erhöhten Leistungsbedarf, was die Schwitzwasser-Atmosphäre zusätzlich verstärkt. DOLLAR A Lösung des Problems DOLLAR A Durch ein in eine Regenschutzhaut integriertes System von Stützkörpern wird im Gegensatz zur herkömmlichen Schutzhaut, die sich unter Einwirkung des Fahrtwindes auf den Körper des Fahrers auflegt, die Regenschutzhaut erfindungsgemäß in eine Form gebracht, die auch unter Einwirken des Fahrtwindes die folgenden Funktionen erfüllt: DOLLAR A 1) Vermeidung des unmittelbaren Aufliegens der Regenschutzhaut auf dem warmen Körper (Arme, Rücken) des Fahrers und damit Unterstützung der Innenbelüftung und Vermeidung von Schwitzwasserbildung. DOLLAR A 2) Ableitung des auftreffenden Regens in Bereiche, wo das abtropfende Wasser nicht wieder Körperteile des Fahrers (Beine) trifft. DOLLAR A 3) Strömungsgünstige, widerstandsarme Formgebung des Regenschutzes zur Reduzierung der aufzubringenden Fahrleistung und damit reduzierte Schweißbildung. DOLLAR A Die Ausbildung des Stützsystems aus aufblasbaren Luftkammern ermöglicht ein unproblematisches Auf- und Abrüsten des Regenschutzes und stellt keine die Fahrsicherheit beeinträchtigende Behinderung dar. DOLLAR A Anwendungsgebiet DOLLAR A Der vorgeschlagene Regenschutz ist insbesondere für den ...
Description
Es ist bekannt, dass Fahrradfahren bei Regen zu den wenigst angenehmen Betätigungen
gehört. Der Grund ist in der derzeit, verfügbaren Regenkleidung zu finden. Bei es ein
zweiteiliger Regenanzug oder ein einteiliger Regenüberhang (Ponchoform). In jedem Falle
wird die Regenkleidung über die normale Fahrerkleidung angezogen und erzeugt durch die
körperliche Betätigung in kürzester Zeit im Inneren ein unangenehmes Feuchtklima, welches
sehr bald die gesamte Wirkung des Regenschutzes infrage stellt.
Selbst auf Outdoor-Aktivitäten spezialisierte Hersteller und Händler (s. z. B. Globetrotter-
Hamburg, Katalog 2000) haben hier bisher keine brauchbare Lösung anzubieten.
Die Ursache des schnellen Erreichens der Unbehaglichkeit ist rein physikalisch bedingt
durch die geforderten leichten Stoffe für Regenschutzkleidung (geringes Gewicht/Volumen
bei Nichtgebrauch) und deren unmittelbares Aufliegen durch Wind/Fahrtwind auf der
normalen Körperkleidung. Über diese dünne Stoffschicht hinweg herrscht ein enormer
Temperaturgradient durch den warmen Körper innen und die "wassergekühlte" Seile außen
mit dem unangenehmen Effekt der Schwitzwasserbildung innen. Dieser Effekt wird noch
weiter verstärkt dadurch, dass die zusätzliche Regenschutzkleidung den Luftwiderstand des
Objektes "Fahrrad plus Fahrer in oft drastischer Weise verschlechtert. Somit muss vom
Fahrer eine erhöhte Leistung mit entsprechend zusätzlicher Wärmeentwicklung des Körpers
aufgebracht werden.
Dieses Problem wird durch die in den Patentansprüchen 1 bis 3 aufgeführten Merkmale,
nämlich ein integriertes oder integrierbares Stützsystem innerhalb der Regenschutzhaut in
hohem Maße gelöst. Man hat damit in der Hand, eine wirkungsvolle Innenbelüftung, eine
aerodynamisch günstige Formgebung und ein gutes Wasserablaufverhalten mit einer
Regenschutzhaut zu realisieren. Ein Stützsystem aus aufblasbaren Luftkammern ist
besonders vorteilhaft, da keine zusätzlichen Teile (außer der vorhandenen Luftpumpe oder
Luftkartusche) benötigt werden, das Stützsystem unter übergestreiftem Regenschutz aktiviert
werden kann und keine sicherheitsrelevanten Behinderungen durch das Stützsystem
auftreten können.
Im gesamten, dem Fahrtwind unmittelbar ausgesetzten Frontbereich des Regenschutzes
entsteht durch die konvexe Form des Regenschutzes ein großes, gut belüftetes
Luftvolumen, in welchem die arbeitende Hüft-, Bauch- und Armmuskulatur ihre Wärme
hindernissfrei abstrahlen kann.
Ebenso wird durch die Versteifung des Regenschutzes über Schultern und Rücken eine
gute Innendurchlüftung gewährleistet, die auch der arbeitenden Rückenmuskulatur eine
wirkungsvolle Wärmeabgabe ermöglicht. Da die Stützkörper die Haut des Regenschutzes in
definiertem Abstand vom Körper fernhalten, ist der Temperaturgradient und somit die
Schwitzwasserbildung an der Innenseite des Regenschutzes signifikant reduziert. Zusammen
mit der fahrtwindunterstützten Konvektion im Inneren, ermöglicht durch die Luftkanäle
zwischen Fahrerkörper und Haut des Regenschutzes, ist die Schwitzwasserbildung (bei
gleichem Gewebe wie für derzeitige Regenschutzkleidung verfügbar) praktisch nicht mehr
vorhanden. Das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit unter dem Regenschutz mit
Stützsystem wird damit deutlich gesteigert.
Durch die konvexe Formgebung im Frontbereich läuft das vorne auftreffende Regenwasser
unter dem Einfluß des Fahrtwindes schräg zur Seite und tropft dort, unterstützt durch
seitliche Partien des Stützsystems, so ab, dass nicht Beine und Oberschenkel getroffen
werden.
Ein weiterer sehr willkommener Effekt ist die gegenüber dem klassischen Regenschutz
deutlich bessere Aerodynamik. Der Fahrerkörper ist bis über die Lenkstange in einer
strömungsgünstigen "Regen-Karosserie" verborgen, deren Widerstandsbeiwert besser sein
kann als der des Fahrers in Normalkleidung.
Einen den Stand der Technik representierenden Regenschutz in Form eines
Regenumhanges zeigt Fig. 1. Er zeichnet sich durch folgende unbefriedigende Eigenschaften
aus:
- 1. Der Regenschutz liegt auf Armen und Rücken dicht am Körper auf, so dass diese Partien auch bei bester Wasserundurchlässigkeit des Materials durch Schwitzwasser im Innenbereich feucht werden.
- 2. Zwischen den beiden Armen und der Lenkstange bildet sich unter Einfluss des Fahrtwindes eine große konkave Fläche, in der sich sowohl das ablaufende Regenwasser fängt, bis es vorne überläuft und die Beine nässt, als auch der Fahrtwind maximale Angriffskraft findet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, basierend auf einem Regenumhang nach Fig. 1,
jedoch modifiziert durch ein zusätzlich integriertes Stützsystem aus aufblasbaren
Luftkammern zeigt Fig. 2 (Seitenansicht) und Fig. 3 (Draufsicht). Im Falle des
Nichtgebrauches des Regenschutzes sind die Luftkammern entleert und der Umhang kann
wie ein handelsüblicher Umhang klein zusammengelegt werden. Im Regenfall wird der
Regenschutz wie bisher angelegt und im Schutze dieses Überhanges werden die
Stützkörper mit der Luftpumpe gefüllt, d. h. die Luftkammern sind sinnvollerweise so
miteinander verbunden, dass nur ein einziges Füllventil notwendig ist. Nun nimmt der
Regenschutz durch die Stützkörper seine endgültige Form an. Wesentliche Bestandteile des
Stützsystems sind:
- - konvexe Aussteifung des Frontbereiches von den Schultern bis über die Lenkstange (Fig. 2),
- - horizontale konvexe Aussteifung der Front- und Seitenbereiche (Fig. 3)
- - Aussteifung und Luftführung von den Schultern ausgehend im Rückenbereich (Fig. 1 und Fig. 3).
- - ein einziges Füllventil
- - ein oder mehrere Entlüftungsöffnungen
Das Ablaufverhalten des auftreffenden Regenwassers zeigt Fig. 4 schematisch.
Durch das aufblasbare Stützsystem nimmt der Regenschutz seine äußerlich günstige
aerodynamische Form an. Das einzige Füllventil ist an ergonomisch günstiger Stelle, z. B.
innen rechts vorne zwischen Lenkstange und rechter Armbeuge angeordnet. Zur
schnelleren Entleerung des Stützsystems nach Gebrauch sind im Bereich der Enden der
Stützkörper einfache mit nichtverlierbaren Stopfen ausgerüstete Öffnungen vorzusehen.
Der Vorteil einer Aussteifung durch ein aufblasbares gegenüber einem starren Stützsystem
(z. B. aus Stäben) liegt darin, dass Auf- und Abrüsten des Regenschutzes nur unwesentlich
mehr Aufwand erfordert als bisher auch, die erforderliche Luftpumpe als Standard-Zubehör
des Alltags- und Tourenfahrrades als vorhanden vorausgesetzt werden kann und alle auf
dem Fahrrad üblichen bzw. notwendigen Manöver ohne Behinderung des Manövers und
ohne Beschädigung des Regenschutzes durchgeführt werden können.
Es zeigen die folgenden Figuren:
Fig. 1 Regenschutz nach Stand der Technik
Fig. 2 Regenschutz gemäß Patentanspruch 1 und 2 in Seitenansicht
Fig. 3 Regenschutz gemäß Patentanspruch 1 und 2 in Draufsicht
Fig. 4 Ablaufverhalten (schematisch) des Regenwassers gemäß Patentanspruch 1
- 1. Aufliegen der Regenschutzhaut auf den Armen
- 2. Konkave Einwölbung der Schutzhaut zwischen den Armen
- 3. Aufliegen der Schutzhaut auf dem Rücken
- 4. Flatternde Seitenteile des Schutzes streifen und nässen die Beine
- 1. Fahrer mit Regenschutz
- 2. frontseitiger Teil des Stützsystems
- 3. horizontaler Teil des Stützsystems
- 4. rückseitiger Teil des Stützsystems
- 5. wirksame Innenbelüftung im Frontbereich infolge (2)
- 6. widerstandsarme Außenkontur durch konvexe Form infolge (2) und (3)
- 7. Abtropfen außerhalb des Beinbereiches infolge (3)
- 8. widerstandsarme Außenkontur durch flatterfreie, konisch zulaufende Form
- 9. wirksame Innenbelüftung im Rückenbereich infolge (4)
- 1. Bahnlinien der einfallenden Regentropfen
- 2. Bahnlinien des am Regenschutz ablaufenden Wassers
- 3. Bahnlinien des abtropfenden Wassers
Claims (3)
1. Regenschutz für Fahrradfahrer
dadurch gekennzeichnet,
dass in die Regenschutzhaut ein Stützsystem integriert ist, auf welchem die Regenschutzhaut aus Material nach Stand der Technik aufliegt. Der Fahrerkörper und Teile des Fahrrades können in das Stützsystem einbezogen werden. Das Stützsystem ist so ausgebildet,
dass ein unmittelbares Aufliegen der Regenschutzhaut auf dem Fahrerkörper verhindert wird. Damit wird der Temperaturgradient senkrecht zur Regenschutzhaut reduziert und die Schwitzwasserbildung im Inneren der Regenschutzhaut vermieden.
dass eine wirkungsvolle Innenbelüftung zwischen Regenschutzhaut und Fahrerkörper durch den Fahrtwind unterstützt wird. Dadurch wird die transpirierte Körperfeuchtigkeit kontinuierlich abtransportiert,
dass das auf den Regenschutz auftreffende Regenwasser so abgeführt wird, dass das abtropfende Wasser nicht auf die Beine des Fahrers trifft,
dass eine strömungsgünstige, d. h. widerstandsarme Form des Regenschutzes gebildet wird, die den Leistungsaufwand bei Regenfahrt eher reduziert. Dadurch wird eine erhöhte Transpiration (Schweißproduktion) vermieden.
dass in die Regenschutzhaut ein Stützsystem integriert ist, auf welchem die Regenschutzhaut aus Material nach Stand der Technik aufliegt. Der Fahrerkörper und Teile des Fahrrades können in das Stützsystem einbezogen werden. Das Stützsystem ist so ausgebildet,
dass ein unmittelbares Aufliegen der Regenschutzhaut auf dem Fahrerkörper verhindert wird. Damit wird der Temperaturgradient senkrecht zur Regenschutzhaut reduziert und die Schwitzwasserbildung im Inneren der Regenschutzhaut vermieden.
dass eine wirkungsvolle Innenbelüftung zwischen Regenschutzhaut und Fahrerkörper durch den Fahrtwind unterstützt wird. Dadurch wird die transpirierte Körperfeuchtigkeit kontinuierlich abtransportiert,
dass das auf den Regenschutz auftreffende Regenwasser so abgeführt wird, dass das abtropfende Wasser nicht auf die Beine des Fahrers trifft,
dass eine strömungsgünstige, d. h. widerstandsarme Form des Regenschutzes gebildet wird, die den Leistungsaufwand bei Regenfahrt eher reduziert. Dadurch wird eine erhöhte Transpiration (Schweißproduktion) vermieden.
2. Regenschutz mit integriertem Stützsystem nach Patentanspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stützsystem aus aufblasbaren Luftkammern gebildet wird, welches in die
Regenschutzhaut entweder fest integriert (z. B. an-/eingeschweißt) oder integrierbar
ist (z. B. Aufnahmetaschen, Klettband-Befestigung). Der Fahrerkörper stellt die
Hauptstütze dar. Das System der aufblasbaren Luftkammern stützt sich seinerseits
teilweise an den Schultern des Fahrers und teilweise an der Lenkpartie des
Fahrrades ab.
3. Stützsystem aus aufblasbaren Luftkammern nach Patentanspruch 2
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftkammern so miteinander verbunden sind, dass über ein einziges, an
ergonomisch günstiger Stelle plaziertes Füllventil das System mit der Luftpumpe
aufgeblasen wird (z. B. innen rechts vorne, so dass das Aufpumpen bei angelegtem
Regenschutz erfolgen kann), während zum schnellen Entlüften nach Gebrauch
mehrere unabhängige Entlüftungsöffnungen mit unverlierbaren Verschluss-Stopfen
vorgesehen sind.
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