[go: up one dir, main page]

DE10052873A1 - Verfahren zur Herstellung von Polycarbonat und Produkten daraus - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polycarbonat und Produkten daraus

Info

Publication number
DE10052873A1
DE10052873A1 DE10052873A DE10052873A DE10052873A1 DE 10052873 A1 DE10052873 A1 DE 10052873A1 DE 10052873 A DE10052873 A DE 10052873A DE 10052873 A DE10052873 A DE 10052873A DE 10052873 A1 DE10052873 A1 DE 10052873A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polycarbonate
production
products
melt
phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10052873A
Other languages
English (en)
Inventor
Christoph Schwemler
Thomas Elsner
Juergen Heuser
Christian Kords
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE10052873A priority Critical patent/DE10052873A1/de
Priority to AU2001287671A priority patent/AU2001287671A1/en
Priority to EP01967254A priority patent/EP1313791A1/de
Priority to BR0113405-1A priority patent/BR0113405A/pt
Priority to JP2002521563A priority patent/JP2004512390A/ja
Priority to PCT/EP2001/009245 priority patent/WO2002016470A1/de
Priority to CNB018144497A priority patent/CN100338114C/zh
Priority to TW090120328A priority patent/TW591052B/zh
Priority to US09/933,360 priority patent/US20020074683A1/en
Publication of DE10052873A1 publication Critical patent/DE10052873A1/de
Priority to KR1020037002623A priority patent/KR100725203B1/ko
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B13/00Conditioning or physical treatment of the material to be shaped
    • B29B13/06Conditioning or physical treatment of the material to be shaped by drying
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G64/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbonic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G64/40Post-polymerisation treatment
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B15/00Pretreatment of the material to be shaped, not covered by groups B29B7/00 - B29B13/00
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G64/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbonic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G64/40Post-polymerisation treatment
    • C08G64/406Purifying; Drying
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
    • B29K2069/00Use of PC, i.e. polycarbonates or derivatives thereof, as moulding material

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Abstract

Die Anmeldung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Polycarbonat sowie die Produkte selbst.

Description

Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Polycarbonat und die damit erzeugten Produkte selbst.
Zur Herstellung von Polycarbonaten nach dem sogenannten Phasengrenzflächen­ verfahren werden Dihydroxydiarylalkane in Form ihrer Alkalisalze mit Phosgen in heterogener Phase in Gegenwart von anorganischen Basen wie Natronlauge und einem organischen Lösungsmittel, in dem das Produkt Polycarbonat gut löslich ist, umgesetzt. Während der Reaktion ist die wässrige Phase in der organischen Phase verteilt und nach der Reaktion wird die organische, Polycarbonat enthaltende Phase mit einer wässrigen Flüssigkeit gewaschen, wobei unter anderem Elektrolyte entfernt werden sollen, und die Waschflüssigkeit anschließend abgetrennt.
Bei der weiteren Verarbeitung wird das Lösemittel entfernt und schließlich das Poly­ carbonat in Granulatform für die spätere Weiterverarbeitung auf Produkte wie z. B. magnetooptische Gegenstände, insbesondere laserlesbare Datenspeicher, Streu­ scheiben für die Automobilindustrie, optische Linsen, Polycarbonat-Platten, Folien etc. bereitgestellt. Zur Herstellung dieser Produkte muß das Granulat dann erneut aufgeschmolzen und die Schmelze je nach gewünschtem Produkt, z. B. in der Spritz­ guß- oder Extrusionstechnik weiterverarbeitet werden.
Ebenso wird Polycarbonat welches nach dem Schmelzumesterungsverfahren, bei dem Bisphenole mit Diarylcarbonaten in der Schmelze unter Freisetzung von Hy­ droxyarylen umgesetzt wird, hergestellt wurde zunächst zu Granulat verarbeitet, welches anschließend zur weiteren Verarbeitung, z. B. nach dem Spritzguß- oder Extrusionsverfahren wieder aufgeschmolzen werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mittels eines verbesserten Herstellungs­ verfahrens Qualitätsverbesserungen bei Polycarbonat-Produkten zu erreichen. Diese Aufgabe wird überraschenderweise dadurch gelöst, dass die Polycarbonat-Schmelze direkt, ohne vorherige Granulierung, in die Produktion eingesetzt wird, wobei vor der Verarbeitung selbstverständlich noch übliche Reinigungsschritte, wie z. B. Filtra­ tionen zwischengeschaltet sein können. Die verringerte thermische Belastung des Materials führt zu einer verbesserten Qualität der Produkte. Die Einsparung eines zu­ sätzlichen Verarbeitungsschritt löst zudem auch die Aufgabe ein einfacheres und dementsprechend effizienteres Verfahren zur Herstellung von Polycarbonat-Produk­ ten verfügbar zu machen.
Gegenstand der Erfindung ist zunächst ein Verfahren zur Herstellung von Poly­ carbonat-Produkten, in dem eine nach dem Phasengrenzflächenverfahren erhaltene Polycarbonat-Lösung mit einer wässrigen Waschflüssigkeit gewaschen, die Wasch­ flüssigkeit abgetrennt und das Lösungsmittel abgedampft wird und bei dem das nach dem Abtrennen der Waschflüssigkeit erhaltene Gemisch aus organischer Poly­ carbonat-Lösung und restlicher Waschflüssigkeit bis zum Erreichen einer klaren Lösung durch indirekten Wärmeaustausch erwärmt und zum Abtrennen von Fest­ stoffen filtriert wird, und anschließend
  • A) in einer ersten Stufe, in einem oder mehreren einzelnen Schritten die Lösung mit einem Polymeranteil von 5 bis 20 Gew.-% in einer Kombination aus einem Rohrbündelwärmetauscher und einem Dünnschichtverdampfer oder einem Schlangenrohrverdampfer oder in einem Rohrbündelwärmetauscher je­ weils mit nachgeschaltetem Abscheider bei einer Temperatur von 150 bis 250°C auf 60 bis 75 Gew.-% aufkonzentriert wird, wobei der Druck im Ab­ scheider etwa 0,1 bis 0,4 MPa beträgt, bevorzugt Umgebungsdruck (d. h. etwa 0,1 MPa),
  • B) in einer weiteren Stufe die Lösung in einem Rohrbündelwärmetauscher mit nachgeschaltetem Abscheider bei einer Temperatur von 250 bis 350°C von 60 bis 75 Gew.-% auf mindestens 95 Gew.-%, insbesondere auf 98 bis 99,9 Gew.-% aufkonzentriert wird, wobei der Rohrbündelwärmetauscher vertikale, beheizte gerade Rohre mit oder ohne eingebaute statische Mischer mit einem inneren Durchmesser von 5 bis 30 mm, vorzugsweise von 5 bis 15 mm, einer Länge von 0,5 bis 4 m, bevorzugt von 1 bis 2 m aufweist und der Durchsatz je Wärmetauscherrohr durch die Rohre 0,5 bis 10 kg/h, bevorzugt 3 bis 7 kg/h beträgt, bezogen auf das Polymer und wobei der Druck im Abscheider 0,5 kPa bis 0,1 MPa, insbesondere 3 kPa bis 0,1 kPa, bevorzugt 3 kPa bis 10 kPa beträgt,
  • C) in einer dritten Stufe die Reste von Lösungsmittel und/oder anderen flüchtigen Komponenten enthaltende Lösung in einem weiteren Rohrbündel­ wärmetauscher oder einem Strangverdampfer bei einer Temperatur von 250 bis 350°C, insbesondere bei 260-320°C, ganz besonders bevorzugt bei 270-310°C und idealerweise bei 280-290°C, bis auf einen Gehalt an Lösungsmittel und/oder anderen flüchtigen Komponenten von 5 bis 500 ent­ fernt werden, wobei der Rohrbündelwärmetauscher vertikale, beheizte gerade Rohre mit einem inneren Durchmesser von 5 bis 30 mm, vorzugsweise von 10 bis 20 mm, einer Länge von 0,2 bis 2 m, bevorzugt von 0,5 bis 1 m auf­ weist und der Durchsatz je Wärmetauscherrohr durch die Rohre 0,5 bis 10 kg/h, bevorzugt 3 bis 7 kg/h beträgt, bezogen auf das Polymer und wobei der Druck im Abscheider 0,05 kPa bis 0,1 MPa, bevorzugt 0,1 kPa bis 2 kPa beträgt,
und die Schmelze direkt zur Herstellung von Polycarbonat-Produkten eingesetzt wird.
Bei der direkten Verwendung der Schmelze sind die unter C angegebenen Temperaturen vorteilhaft, da diese deutlich niedriger sind als die bei der üblicher­ weise in diesem Schritt angewandten Endverdampfung mittels Extruder auftretenden Temperaturen, dadurch kommt es zu einer geringeren thermischen Belastung des Produktes und damit auch zu einer höheren Produktqualität. Die Einsparung des sonst üblichen Wiederaufschmelzen des Granulates führt neben der Vereinfachung ebenfalls zu einer geringeren thermischen Belastung des Produktes und damit zu einer Verbesserung der Produktqualität.
Alternativ können auch die aus den üblichen Eindampfverfahren, z. B. unter Einsatz eines Extruderverdampfers, erhaltenen Polycarbonatschmelzen, gegebenenfalls auf eine geeignete Temperatur gekühlt, direkt weiterverarbeitet werden. In gleicher Weise können aus dem Schmelzumesterungsverfahren erhaltene Polycarbonat­ schmelzen, gegebenenfalls auf eine geeignete Temperatur gekühlt, direkt weiterver­ arbeitet werden.
Während die unter A und B verwendeten Verdampfersysteme handelsüblichen Vor­ richtungen entsprechen, müssen im Schritt C die dort eingehaltenen Temperaturen durch den Einsatz von speziellen Verdampfervorrichtungen ermöglicht werden. Je nachdem auf welches Produkt die Schmelzen weiterverarbeitet werden sollen genügt auch der Einsatz eines Verdampfers, z. B. zur Herstellung von Polcarbonatplatten. Beispielhaft, aber nicht einschränkend, werden zu diesem Zweck geeignete Rohr- und Strangverdampfer in der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung No. 199 57 458.8 beschrieben:
Erfindungsgemäß sollen unter den Begriff Polycarbonat sowohl Homopolycarbonate als auch Copolycarbonate und deren Gemische fallen. Die erfindungsgemäßen Poly­ carbonate können aromatische Polyestercarbonate sein oder Polycarbonate, die im Gemisch mit aromatischen Polyestercarbonaten vorliegen. Der Begriff Polycarbonat wird anschließend stellvertretend für die zuvor genannten Polymere verwendet. Das erfindungsgemäße Polycarbonat wird nach dem sogenannten Phasengrenz­ flächenverfahren erhalten (H. Schnell "Chemistry and Physics of Polycarbonates", Polymerreview, Vol. IXS. 22ff, Interscience Publishers, New York 1964), in dem die Polycarbonat enthaltende Lösung anschließend mit einer Waschflüssigkeit ge­ waschen, die Waschflüssigkeit abgetrennt und das Lösungsmittel abgedampft wird.
Alternativ kann das Polycarbonat auch nach dem sogenannten Schmelzumesterungs­ verfahren (D.G. LeGrand et al., "Handbook of Polycarbonate Science and Technology", Marcel Dekker Verlag New York, Basel, 2000, S. 12ff.) erhalten sein.
Die am Ende des jeweiligen Herstellungsprozesses erhaltenen Schmelzen werden an­ schließend nicht granuliert, sondern direkt auf die Endprodukte weiterverarbeitet.
Erfindungsgemäß als Ausgangsverbindungen bevorzugt einzusetzende Verbindungen sind Bisphenole der allgemeinen Formel HO-Z-OH, worin Z ein divalenter orga­ nischer Rest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen ist, der eine oder mehrere aromatische Gruppen enthält. Beispiele solcher Verbindungen sind Bisphenole, die zu der Gruppe der Dihydroxydiphenyle, Bis(hydroxyphenyl)alkane, Inganbisphenole, Bis(hydroxy­ phenyl)ether, Bis(hydroxyphenyl)sulfone, Bis(hydroxyphenyl)ketone und α,α'- Bis(hydroxyphenyl)diisopropylbenzole gehören.
Besonders bevorzugte Bisphenole, die zu den vorgenannten Verbindungsgruppen ge­ hören, sind 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan(Bisphenol-A), Tetraalkylbisphenol-A, 4,4-(meta-Phenylendiisopropyl)diphenol(Bisphenol M), 1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)- 3,3,5-trimethylcyclohexanon sowie ggf. deren Gemische. Besonders bevorzugte Co­ polycarbonate sind solche auf der Basis der Monomere Bisphenol-A und 1,1-Bis-(4- hydroxyphenyl)-3,3,5-trimethylcyclohexan. Die erfindungsgemäß einzusetzenden Bisphenolverbindungen werden mit Kohlensäureverbindungen, insbesondere Phosgen und Diphenylcarbonat, umgesetzt.
Die erfindungsgemäßen Polyestercarbonate werden durch Umsetzung der bereits ge­ nannten Bisphenole, mindestens einer aromatischen Dicarbonsäure und gegebenen­ falls Kohlensäure erhalten. Geeignete aromatische Dicarbonsäure sind beispielsweise Orthophtalsäure, Terephthalsäure, Isophthalsäure, 3,3'- oder 4,4'-Diphenyldicarbon­ säure und Benzophenondicarbonsäuren.
In dem Verfahren verwendete inerte organische Lösungsmittel sind bevorzugt Di­ chlormethan oder Gemische aus Dichlormethan und Chlorbenzol.
Die Reaktion kann durch Katalysatoren, wie tertiäre Amine, N-Alkylpiperidine oder Oniumsalze beschleunigt werden. Bevorzugt werden Tributylamin, Triethylamin und N-Ethylpiperidin verwendet. Als Kettenabbruchmittel und Molmassenregler können ein monofunktionelles Phenol, wie Phenol, Cumylphenol, p.-tert.-Butylphenol oder 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol verwendet werden. Als Verzweiger kann bei­ spielsweise Isatinbiscresol eingesetzt werden.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen hochreinen Polycarbonate nach dem Phasen­ grenzflächenverfahren werden die Bisphenole in wässriger alkalischer Phase, vor­ zugsweise Natronlauge, gelöst. Die gegebenenfalls zur Herstellung von Copoly­ carbonaten erforderlichen Kettenabbrecher werden in Mengen von 1,0 bis 20,0 Mol-% je Mol Bisphenol, in der wässrigen alkalischen Phase gelöst oder zu dieser in einer inerten organischen Phase in Substanz zugegeben. Anschließend wird Phosgen in den die übrigen Reaktionsbestandteile enthaltenden Mischer eingeleitet und die Polymerisation durchgeführt.
Ein Teil, bis zu 80 Mol-%, vorzugsweise von 20 bis 50 Mol-% der Carbonat-Gruppen in den Polycarbonaten können durch aromatische Dicarbonsäureester-Gruppen er­ setzt sein.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung haben die thermoplastischen Polycarbonate mittlere Molekulargewichte MW und einen Fremdteilchenindex von weniger als 2,5.104 µm2/g. Bevorzugt ist der Natriumgehalt kleiner als 30 ppb, gemessen durch Atomsorptionspektroskopie.
Während der Reaktion wird die wässrige Phase in der organischen Phase emulgiert. Dabei entstehen Tröpfchen unterschiedlicher Größe. Nach der Reaktion wird die organische, das Polycarbonat enthaltende Phase, üblicherweise mehrmals mit einer wässrigen Flüssigkeit gewaschen und nach jedem Waschvorgang von der wässrigen Phase soweit wie möglich getrennt. Als Waschflüssigkeit zur Abtrennung des Katalysators werden verdünnte Mineralsäuren wie HCl oder H3PO4 und zur weiteren Reinigung vollentsalztes Wasser eingesetzt. Die Konzentration von HCl oder H3PO4 in der Waschflüssigkeit kann beispielsweise 0,5 bis 1,0 Gew.-% betragen.
Als Phasentrennvorrichtungen zur Abtrennung der Waschflüssigkeit von der organischen Phase können grundsätzlich bekannte Trenngefäße, Phasenseparatoren, Zentrifugen oder Coalescer oder auch Kombinationen dieser Einrichtungen ver­ wendet werden.
Zum Erhalt des hochreinen Polycarbonats wird das Lösungsmittel in den be­ schriebenen Stufen A bis C abgedampft.
Zur Herstellung der Polycarbonatschmelze kann neben dem beschriebenen LPC- Verfahren (Lösungs-PC) auch das SPC-Verfahren (Schmelzeumesterungsverfahren- PC) dienen.
Im SPC-Verfahren wird z. B. in einem 2-stufigen Prozess, ausgehend von aroma­ tischen Diphenolen, Kohlensäurediarylestern und Katalysatoren bei Temperaturen zwischen 80°C und 320°C und Drücken von 1000 mbar bis 0,01 mbar, Polycarbonat derart hergestellt, dass man in der ersten Stufe der Oligocarbonatsynthese quartäre Ammonium-, Phosphoniumverbindungen in Mengen von 10-4 bis 10-8 Mol, bezogen auf 1 Mol Bisphenol einsetzt, wobei in der ersten Stufe das Aufschmelzen der Reak­ tanden bei Temperaturen von 80°C bis 180°C, vorzugsweise bei 100°C bis 150°C unter Atmosphärendruck in der Zeit von bis zu 5 Stunden, vorzugsweise von 0,25 bis 3 Stunden erfolgt und nach Zugabe des Katalysators und Anlegen von Vakuum (1 bar bis zu 0,5 mbar) und Erhöhung der Temperatur (bis 290°C) durch Ab­ destillieren von Monophenolen ein Oligocarbonat hergestellt wird, und dieses in der zweiten Stufe unter Zugabe von Alkali- und Erdalkalimetallsalzen in Mengen zwischen 10-4 bis 10-8 Mol, bezogen auf 1 Mol Diphenol, bei Temperaturen zwischen 240°C bis 320°C, bevorzugt von 260°C bis 300°C und Drücken <500 mbar bis 0,01 mbar in kurzen Zeiten (< 3 Stunden) zum Polycarbonat polykondensiert wird.
Im SPC-Verfahren wird, wie aus der vorangehenden Beschreibung zu entnehmen ist, ohne Lösungsmittel gearbeitet. Daher wird hier im Gegensatz zum LPC-Verfahren kein Rohr-/Strangverdampfer oder Extruder benötigt.
Die so aus den verschiedenen Verfahren erhaltenen Polycarbonatschmelzen werden dann direkt ohne zwischengeschalteten Schritt, wie z. B. Granulierung und Wieder­ aufschmelzung, auf die gewünschten Produkte weiterverarbeitet, wobei vor der Ver­ arbeitung selbstverständlich noch übliche Reinigungsschritte, wie z. B. Filtrationen zwischengeschaltet sein können.
Diese Produkte können z. B. nach dem Spritzguß-, Extrusions- oder Gießverfahren (Folie) hergestellt werden. Unter diesen Produkten seien beispielhaft, aber nicht be­ schränkend, Polycarbonat-Platten wie zur Verscheibung von Gewächshäusern mit Stegdoppelplatten oder Hohlkammerplatten, Massivplatten, magnetooptische Daten­ speicher/Mini Disk, Compact Disk, DVD, optische Linsen und Prismen, Lichtleiter, Verscheibungen für Kraftfahrzeuge, Scheinwerfer, Folien, medizinische Geräte, Ver­ packungen (z. B. für Lebensmittel u. Medizinprodukte usw.), Gehäuse für elektrische und elektronische Artikel (z. B. Computergehäuse, Mobiltelefonteile usw.), Brillen­ gläser und -Fassungen, Haushaltsgegenstände (wie Elektroartikel, z. B. Bügeleisen usw.), Spielzeug etc. zu verstehen.
Besonders geeignet ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Pro­ dukten, die hohen Ansprüchen an die optische Qualität, d. h. Transparenz und Farb­ losigkeit, gerecht werden müssen, z. B. Verscheibungen von Gewächshäusern und Kraftfahrzeugen, Scheinwerfer, magnetooptische Datenspeicher/Mini Disk, Compact Disk, DVD, optische Linsen und Prismen, Lichtleiter, Brillengläser etc..
Ganz besonders geeignet ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Verscheibungen von Gewächshäusern und Kraftfahrzeugen und Scheinwerfern.
Eine weitere ganz besonders geeignete Anwendung ist die Herstellung von magnetooptischen Datenspeichern/Mini Disks, Compact Disks und DVDs.
Eine weitere ganz besonders geeignete Anwendung ist die Herstellung von optischen Linsen und Prismen, Lichtleitern und Brillengläsern.
Der bevorzugte Molekulargewichtsbereich für die Datenträger beträgt 12 000 bis 22 000, für Linsen und Verscheibungen 22 000 bis 32 000 und derjenige von Massiv­ platten und Hohlkammerplatten 28 000 bis 40 000. Alle Molekulargewichtsangaben beziehen sich auf das Gewichtsmittel der Molmasse.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Polycarbonat, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die bei der Herstellung des Polycarbonats auftretende Poly­ carbonatschmelze direkt, ohne weiteren Zwischenschritt, zu den Produkten verarbeitet wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der letzte Schritt bei der Polycarbonatherstellung eine Entgasung mittels einem oder mehrer Rohr- oder Strangverdampfer darstellt.
3. Produkt aus Polycarbonat, dadurch gekennzeichnet, dass es nach dem Ver­ fahren gemäß Anspruch 1 erhältlich ist.
4. Produkt aus Polycarbonat, dadurch gekennzeichnet, das es nach dem Ver­ fahren gemäß Anspruch 1 hergestellt ist.
DE10052873A 2000-08-23 2000-08-23 Verfahren zur Herstellung von Polycarbonat und Produkten daraus Withdrawn DE10052873A1 (de)

Priority Applications (10)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10052873A DE10052873A1 (de) 2000-08-23 2000-08-23 Verfahren zur Herstellung von Polycarbonat und Produkten daraus
PCT/EP2001/009245 WO2002016470A1 (de) 2000-08-23 2001-08-10 Verfahren zur herstellung von polycarbonat und produkten daraus
EP01967254A EP1313791A1 (de) 2000-08-23 2001-08-10 Verfahren zur herstellung von polycarbonat und produkten daraus
BR0113405-1A BR0113405A (pt) 2000-08-23 2001-08-10 Processo para a preparação de policarbonato e produtos dos mesmos
JP2002521563A JP2004512390A (ja) 2000-08-23 2001-08-10 ポリカーボネートからの製品の製造方法およびそれから得られる製品
AU2001287671A AU2001287671A1 (en) 2000-08-23 2001-08-10 Method for producing polycarbonate and products thereof
CNB018144497A CN100338114C (zh) 2000-08-23 2001-08-10 制造聚碳酸酯的方法以及其制品
TW090120328A TW591052B (en) 2000-08-23 2001-08-20 Process for making products from polycarbonate
US09/933,360 US20020074683A1 (en) 2000-08-23 2001-08-20 Process for producing polycarbonate and products therefrom
KR1020037002623A KR100725203B1 (ko) 2000-08-23 2003-02-22 폴리카르보네이트의 제조 방법 및 그의 제품

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10052873A DE10052873A1 (de) 2000-08-23 2000-08-23 Verfahren zur Herstellung von Polycarbonat und Produkten daraus

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10052873A1 true DE10052873A1 (de) 2002-03-07

Family

ID=7661010

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10052873A Withdrawn DE10052873A1 (de) 2000-08-23 2000-08-23 Verfahren zur Herstellung von Polycarbonat und Produkten daraus

Country Status (10)

Country Link
US (1) US20020074683A1 (de)
EP (1) EP1313791A1 (de)
JP (1) JP2004512390A (de)
KR (1) KR100725203B1 (de)
CN (1) CN100338114C (de)
AU (1) AU2001287671A1 (de)
BR (1) BR0113405A (de)
DE (1) DE10052873A1 (de)
TW (1) TW591052B (de)
WO (1) WO2002016470A1 (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2090605B1 (de) 2008-02-13 2011-07-13 Bayer MaterialScience AG Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten
EP3502160A1 (de) * 2017-12-20 2019-06-26 Covestro Deutschland AG Verfahren zur herstellung von polycarbonat

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS59166506A (ja) * 1983-03-14 1984-09-19 Mitsui Toatsu Chem Inc 重合液組成物の連続的脱揮発方法
DE3930673A1 (de) * 1989-09-14 1991-03-28 Bayer Ag Stabilisierte polycarbonate
DE4100201A1 (de) * 1991-01-05 1992-07-09 Bayer Ag Verfahren zum verschaeumen von thermoplastischen polycarbonaten
DE4446266C1 (de) * 1994-12-23 1996-08-14 Krupp Vdm Gmbh Nickellegierung
US5777064A (en) * 1995-03-22 1998-07-07 Mitsubishi Gas Chemical Company, Inc. Production method of polycarbonate
US5762851A (en) * 1996-01-16 1998-06-09 Asahi Kasei Kogyo Kabushiki Kaisha Method of producing polycarbonate pellets
MY119540A (en) * 1998-04-24 2005-06-30 Ciba Spacialty Chemicals Holding Inc Increasing the molecular weight of polyesters
DE19835744A1 (de) * 1998-08-07 2000-02-17 Bayer Ag Verfahren zum Eindampfen von Polymerlösungen thermoplastischer Polymere
US6420512B1 (en) * 2001-07-24 2002-07-16 General Electric Company Extrusion method for making polycarbonate

Also Published As

Publication number Publication date
BR0113405A (pt) 2003-07-08
TW591052B (en) 2004-06-11
KR20030029841A (ko) 2003-04-16
AU2001287671A1 (en) 2002-03-04
EP1313791A1 (de) 2003-05-28
CN100338114C (zh) 2007-09-19
CN1447829A (zh) 2003-10-08
US20020074683A1 (en) 2002-06-20
WO2002016470A1 (de) 2002-02-28
JP2004512390A (ja) 2004-04-22
KR100725203B1 (ko) 2007-06-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1265944B1 (de) Verfahren zur herstellung von hochreinem polycarbonat
EP1237692B1 (de) Verfahren zur herstellung hochreiner polymergranulate
EP0768155B1 (de) Verfahren zur Herstellung von thermoplastischem Polymergranulat aus Polymerlösungen
EP1129123B1 (de) Reinigung von polycarbonat enthaltenden lösungen
DE102008008841A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten
EP2090605B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten
DE102008008842A1 (de) Alkylphenol zur Einstellung des Molekulargewichtes und Polycarbonatzusammensetzungen mit verbesserten Eigenschaften
DE10052873A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polycarbonat und Produkten daraus
EP1250375B1 (de) Polycarbonat-substrate
EP1105432A1 (de) Hochreine polycarbonate und verfahren zu deren herstellung
DE19952848A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten
EP1240249B1 (de) Polycarbonat-substrate
DE102004053047A1 (de) Verzweigte Polycarbonate
DE4039023A1 (de) 2-stufen-verfahren zur herstellung von halogenfreien aromatischen polycarbonaten
WO2004035654A1 (de) Verfahren zur abtrennung von restmonomeren und oligomeren aus polycarbonat
DE19836664A1 (de) Hochreine Polycarbonate und Verfahren zu deren Herstellung
HK1059627A (en) Method for producing polycarbonate and products thereof
DE19847051A1 (de) Hochreine Polycarbonate und Verfahren zu deren Herstellung
DE10135314A1 (de) Aufarbeitung von Polymersyntheselösungen
HK1053480A (en) Method for the production of highly pure polycarbonate and ultrapure polycarbonate

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee