DE10052697A1 - Elektrischer Motorzündimpulswandler - Google Patents
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Abstract
Es werden Systeme bereitgestellt, die die Drehung eines Antriebsstrangs zu Zeiten verzögern, die einem von einem den Antriebsstrang antreibenden Motor kommenden Motorzündimpuls zugeordnet sind, um Drehmomentspitzen zu reduzieren. Bei einem System überwacht eine Steuerung die Drehung eines Antriebsstrangs, um anzuzeigen, wann ein Motorzündimpuls auftreten dürfte. Die Steuerung schließt wahlweise einen Schalter, um eine Spule so zu betätigen, daß die Spule die Drehung des Antriebsstrangs verzögert und Strom erzeugt zur Verwendung an anderer Stelle. Bei einer zweiten Ausführungsform sind am Umfang voneinander beabstandete Magnete auf einem Antriebsstrang montiert und bewegen sich an einer Spule vorbei, die sich an einer ausgewählten Stelle am Umfang befindet. Die Spule setzt der Drehung der Welle einen Widerstand entgegen und schwächt dabei Drehmomentspitzen ab. Mit diesen Ausführungsformen werden infolge von Motorzündimpulsen auftretende Ungleichgewichtszustände in der Drehung der Welle vermindert bzw. ausgeschaltet.
Description
Die Erfindung offenbart eine Einrichtung zum Verzögern von Im
pulsen im Antriebszug eines Fahrzeugs, die üblicherweise mit
der Motorzündung zusammenhängen.
Moderne Fahrzeuge werden üblicherweise durch einen Motor ange
trieben, der bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle eine Anzahl
von Zündpunkten aufweist. Bei jedem Drehzyklus der Kurbelwelle
gibt es also mehrere Punkte, an denen ein bestimmter Zylinder
"gezündet" wird. Die Kurbelwelle treibt ein Getriebe an, übli
cherweise über eine Kupplung. Die Reihe von Motorzündimpulsen
führt zu einer Anzahl von Spitzen in dem durch die Antriebs
welle übertragenen Drehmoment. Diese Spitzen sind mit uner
wünschten Schwingungen etc. verbunden.
Es wäre also wünschenswert, die Spitzen auszuschalten, die in
Verbindung mit den einzelnen Zylinderzündungen auftreten.
Bei der offenbarten Ausführungsform dieser Erfindung gehört zu
einer sich drehenden Welle eines Fahrzeugantriebszuges ein
Wellendrehretarder. Der Wellendrehretarder ist so aufgebaut,
daß er die Drehung an Positionen verzögern kann, die den Zünd
spitzen des Fahrzeugmotors zugeordnet sind, die Drehung zu an
deren Zeiten jedoch nicht verzögern kann.
Bei einer Ausführungsform sind eine Anzahl von Elementen auf
der Antriebswelle des Motors positioniert. Die Elemente sind
an Stellen positioniert, die den Zündimpulsen zuzuordnen sind.
Eine Steuerung erfaßt die Drehung dieser Elemente und kann so
mit feststellen, wann die. Zündimpulse auftreten werden. Die
Steuerung betätigt auch einen Schalter auf einem elektromagne
tischen Schaltkreis, der wahlweise der Drehung der Antriebs
welle einen magnetischen Widerstand entgegensetzen kann. Die
Welle ist vorzugsweise mit einem zu dem Elektromagenten gehö
rigen Permanentmagneten auf ihrem Außenumfang versehen.
Wenn der Motor in Betrieb ist, öffnet und schließt die Steue
rung einen Schalter, mit dem der Elektromagnet dann betätigt
wird, wenn die Zündimpulse auftreten. Der Schalter wird für
einen Zeitraum geschlossen gehalten, der dem Zeitraum ent
spricht, wo sich das Ungleichgewicht und das Drehmoment infol
ge des Motorzündimpulses auf ihrem Maximum befinden. Der
Schalter wird dann geöffnet.
Der Elektromagnet verzögert also wahlweise die Drehung der
Welle während der Zeiträume des Drehzyklus, die den durch die
Zündimpulse bedingten Spitzen zugeordnet sind. Auf diese Weise
werden Ungleichgewichtszustände während jedes Drehzyklus der
Antriebswelle vermindert bzw. ausgeschaltet. Ferner erzeugt
der durch das Schließen des Schalters hervorgerufene Wider
stand in dem Elektromagneten einen Strom, der für andere Zwec
ke verwendet werden kann, und der auch für andere Zwecke ge
speichert und später verwendet werden kann. Mit dieser Erfin
dung werden also nicht nur die Ungleichmäßigkeiten der Drehung
bei jedem Zyklus ausgeschaltet, sondern es wird dadurch auch
Strom erzeugt.
Bei einer zweiten Ausführungsform sind an Stellen auf dem Um
fang des Antriebsstrangs, die den Motorzündimpulsen zugeordnet
sind, Magnete montiert. Das heißt, Magnete sind an voneinander
umfangsmäßig beabstandeten Stellen auf dem Antriebsstrang an
einer von dem Motor beabstandeten Stelle montiert.
Die Magnete stehen mit einem elektrischen Schaltkreis und ei
ner Spule in Verbindung, die an einer Stelle auf dem Umfang
positioniert ist und der Drehung einen Widerstand entgegen
setzt, wenn die Magnete an dieser Stelle vorbeilaufen. Die Ma
gnete nähern sich der Spule bei einem Zündimpuls. Auf diese
Weise werden die Spitzen wieder vermindert bzw. ausgeschaltet.
Diese und andere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden am
besten verständlich aus der folgenden Beschreibung und den
Zeichnungen, die nachfolgend kurz beschrieben werden.
Fig. 1 ist eine schematische Ansicht einer ersten Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Er
findung.
Fig. 3 ist eine Querschnittsansicht durch die Ausführungsform
gemäß Fig. 2.
Ein schematisch dargestellter Motor 20 umfaßt eine Welle 21,
die mehrere Elemente 22 antreibt, die so positioniert sind, daß
sie von einer Steuerung 24 durch ihren Sensor 26 gelesen werden
können. Die Elemente 22 und der Sensor 26 können magnetische
oder optische Elemente sein oder auf andere Weise feststellen,
daß sich eines der Elemente 22 an dem Sensor 26 vorbeibewegt.
Die Elemente 22 stehen an solchen Punkten mit der Welle 21 in
Verbindung, daß dann, wenn sie sich an dem Sensor 26 vorbeibe
wegen, der Steuerung 24 angezeigt wird, daß ein Zündpunkt des
Motors sich nähert oder bereits da ist.
Auf einem Außenumfang eines Antriebsstrangs 30 eines Fahrzeugs
ist ein Permanentmagnet 32 positioniert. Wie gezeigt, kann der
Abschnitt des mit diesem System versehenen Antriebsstrangs des
Fahrzeugs in der schematisch dargestellten Kupplung 28 montiert
sein. Bekanntlich ist ein Getriebe üblicherweise stromabwärts
von der Kupplung 28 relativ zu dem Motor montiert, und dieses
System kann auch in das Getriebe eingebaut sein. Die im Stand
der Technik üblicherweise verwendeten Schwingungsdämpfer sind
jedoch oft in die Kupplung eingebaut, und derzeit geht man davon
aus, daß die Kupplung der am meisten bevorzugte Platz für
das System der vorliegenden Erfindung ist.
Eine elektrische Spule 34 ist neben dem Permanentmagneten 32
positioniert. Wie gezeigt, öffnet und schließt ein Schalter 36
wahlweise eine Verbindung zu der Spule 34 und wird durch eine
Steuerung 24 gesteuert.
Bei der vorliegenden Erfindung erfaßt die Steuerung 24 Sensor
anzeigen von dem Sensor 26, um festzustellen, wann ein Zündim
puls auftritt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Schalter 36 wahl
weise geschlossen, um die Spule 34 zu aktivieren. Die Spule 34
setzt also der Drehung des Permanentmagneten 32 einen Wider
stand entgegen. Nachdem festgestellt wurde, daß der Zündimpuls
abgeschwächt ist, wird der Schalter 36 geöffnet. Die Zeitdauer,
für die der Schalter 36 geschlossen ist, bewegt sich in einer
relativ kleinen Größenordnung und läßt sich für jeden Motortyp
und jedes Fahrzeug, in dem die vorliegende Erfindung eingebaut
ist, leicht ermitteln.
Wenn die Spule 34 aktiviert ist, setzt sie der Drehung des Per
manentmagneten 32 und somit auch der Drehung der Welle 30 einen
Widerstand entgegen. Damit werden also die durch die Zündimpul
se des Motors gelieferten Drehmomentspitzen abgeschwächt, und
das an dem Antriebsstrang 30 und der stromabwärtigen Komponente
wie zum Beispiel dem Getriebe vorgesehene Drehmoment wird ge
glättet. Ferner wird die Spule 34 elektrischen Strom erzeugen,
wenn ihr Schalter 36 geschlossen ist. Diese Energie kann bei
spielsweise in der Batterie 37 gespeichert werden und zum An
trieb anderer Komponenten des Systems verwendet werden.
Mit der vorliegenden Erfindung werden also nicht nur Impulse in
dem dem Antriebsstrang zugeführten Drehmoment ausgeschaltet,
sondern es wird auch Strom erzeugt.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform 40, bei der der An
triebsstrang 42 an voneinander beabstandeten Stellen auf dem
Umfang montierte Permanentmagnete 44 und 46 aufweist. Die Stellen
auf dem Umfang werden sorgfältig kontrolliert, so daß eine
Verbindung hergestellt ist mit den Zeitpunkten, an denen die
Zündimpulse des Motors auftreten. Ferner ist die Umfangser
streckung der Magneten üblicherweise auch so ausgelegt, daß ih
re Drehung an einer Spule 48 vorbei etwa genauso lange dauert
wie die Zündimpulse des Motors.
Die Spule 48 ist ständig aktiv, so daß sie beim Vorbeilaufen
der Magneten 44 und 46 der Drehung einen Widerstand entgegen
setzt bzw. diese verzögert. Damit werden die Impulse wie bei
der ersten Ausführungsform ausgeschaltet.
Es wurden bevorzugte Ausführungsformen dieser Erfindung offen
bart, doch würde ein Durchschnittsfachmann auf diesem Gebiet
erkennen, daß viele Modifikationen in den Rahmen dieser Erfin
dung fallen. Aus diesem Grund sollten die folgenden Ansprüche
studiert werden, um den wahren Umfang und Inhalt dieser Erfin
dung zu ermitteln.
Claims (9)
1. Verfahren zum Ausschalten von Impulsen auf einen Antriebs
strang eines Fahrzeugs, wobei das Verfahren die folgenden
Schritte umfaßt:
- 1. Bereitstellen eines Antriebsstrangs eines Fahrzeugs;
- 1. Verzögern der Drehung des Antriebsstrangs an ausge wählten Punkten auf dem Umfang während der Drehung des Antriebsstrangs, wobei die ausgewählten Punkte auf dem Umfang so gewählt sind, daß sie Zündimpulsen eines den Antriebsstrang antreibenden Motors zugeord net sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem zu einer Antriebswelle
für ein Fahrzeug eine Steuerung gehört, die eine von der An
triebswelle kommende Anzeige, wann es zu einem Motorzündimpuls
kommen wird, erfassen kann, wobei die Steuerung einen Schalter
schließen kann und eine Verzögerung der Drehung des Antriebs
strangs an den Motorzündimpulsen zugeordneten Punkten herbei
führen kann.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem der Schalter für eine
Zeitdauer geschlossen gehalten wird, die so gewählt ist, daß
sie einer maximalen Spitze eines Ungleichgewichts in einem in
folge eines Motorzündimpulses an den Antriebsstrang angelegten
Drehmoment entspricht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Antriebsstrang mit
mehreren zu einer elektrischen Spule gehörigen, am Umfang von
einander beabstandeten Magneten versehen ist, wobei die Magnete
auf dem Antriebsstrang an Stellen positioniert sind, die dem
Punkt in einem Drehzyklus des Antriebsstrangs entsprechen, an
dem ein Motorzündimpuls auftreten wird.
5. System zum Ausschalten von Impulsen im Antrieb eines An
triebsstrangs infolge von Motorzündimpulsen, wobei das System
folgendes umfaßt:
einen Antriebsstrang eines Fahrzeugs, der mit wenigstens einem Magneten versehen ist;
einen neben dem Magneten montierten Retarder; und
wobei der Retarder die Drehung des Antriebsstrangs an Stellen verzögern kann, die einem Zündimpuls eines mit dem Antrieb des Antriebsstrangs verbundenen Motors zugeordnet sind.
einen Antriebsstrang eines Fahrzeugs, der mit wenigstens einem Magneten versehen ist;
einen neben dem Magneten montierten Retarder; und
wobei der Retarder die Drehung des Antriebsstrangs an Stellen verzögern kann, die einem Zündimpuls eines mit dem Antrieb des Antriebsstrangs verbundenen Motors zugeordnet sind.
6. System nach Anspruch 5, bei dem der Retarder in einer
durch eine Antriebswelle eines Fahrzeugmotors angetriebenen
Kupplung montiert ist.
7. System nach Anspruch 6, bei dem die Antriebswelle mehrere
Anzeigevorrichtungen umfaßt, die einem Sensor eine Umfangs
stelle im Drehzyklus der Antriebswelle anzeigen, wobei die An
zeigevorrichtungen so positioniert sind, daß sie einer Steue
rung, die die Sensorinformationen erhält, anzeigen, daß ein
Motorzündimpuls erfolgt, und wobei die Steuerung dann wahlwei
se einen Schalter schließen kann, um für die Verzögerung zu
sorgen.
8. System nach Anspruch 7, bei dem die Steuerung den Schalter
für einen Zeitraum geschlossen hält, der einem Zeitraum eines
dem Motorzündimpuls zugeordneten Impulsungleichgewichts zuge
ordnet ist.
9. System nach Anspruch 5, bei dem der Antriebsstrang mit
mehreren am Umfang voneinander beabstandeten Magneten versehen
ist, und der Retarder eine radial außerhalb der Welle an we
nigstens einer Umfangsstelle positionierte Spule umfaßt, so
daß beim Vorbeilaufen der Magnete an dem Retarder die Drehung
des Antriebsstrangs verzögert wird.
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| WO2010091904A1 (de) * | 2009-02-10 | 2010-08-19 | Siemens Aktiengesellschaft | Dämpfungssystem und verfahren zum eliminieren der torsionsschwingungen |
Family Cites Families (5)
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|---|---|---|---|---|
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| WO2010091904A1 (de) * | 2009-02-10 | 2010-08-19 | Siemens Aktiengesellschaft | Dämpfungssystem und verfahren zum eliminieren der torsionsschwingungen |
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