DE10050852A1 - Kühlwasserausgleichsbehälter - Google Patents
KühlwasserausgleichsbehälterInfo
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Abstract
Der Kühlwasserausgleichsbehälter hat eine kreisrunde Umfangswand, und einen Einlaufstutzen, der etwa tangential in den Kühlwasserausgleichsbehälter einmündet. Im unteren Bereich ist eine Platte mit einer flachen Kegelform angeordnet, die über einen Umfangsbereich einen Spalt zwischen sich und der Behälterwand freiläßt. Von der Platte führt mittig ein Entgasungsstutzen nach oben. In diesem Kühlwasserausgleichsbehälter wird die Kühlflüssigkeit hochgradig entgast.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kühlwasserausgleichsbehälter mit
einem in dessen oberen Bereich einmündenden Einlaufstutzen,
durch den die Kühlflüssigkeit in den Kühlwasserausgleichsbehäl
ter eintritt, und einem am Boden angeordneten Absaugstutzen,
durch den die Kühlflüssigkeit mittels einer Pumpe aus dem Kühl
wasserausgleichsbehälter wieder abgesaugt wird.
Derartige Kühlwasserausgleichsbehälter sind im Kühlwasserkreis
lauf von Kraftfahrzeugen angeordnet und haben ein Puffervolumen
aus Luft, das Volumenänderung der Kühlflüssigkeit z. B. infolge
der Temperturänderungen, unterschiedlicher Schlauchdehnungen
etc. ausgleicht.
Außerdem sollen im Kühlwasserausgleichsbehälter Luftansammlungen
in der Kühlflüssigkeit in Form größerer oder kleinerer Gasblasen
abgeschieden werden, durch die anderenfalls der Wirkungsgrad des
Kühlsystems erheblich verschlechtert würde.
Bei den bisher anzutreffenden Kühlwasserausgleichsbehältern ist
der Einlaufstutzen senkrecht zur Behälterwand befestigt, wobei
die mit großer Geschwindigkeit eintretende Kühlflüssigkeit fron
tal auf die Flüssigkeitsoberfläche innerhalb des Behälters auf
trifft. Dadurch kommt es zu erheblicher Ausbildung von Schaum,
der teilweise von der Wasserpumpe angesaugt wird. Dies ist auch
dann der Fall, wenn der eintretende Kühlflüssigkeitsstrahl auf
eine Prallwand gelenkt wird, wie dies bei herkömmlichen Kühl
wasserausgleichsbehältern häufig der Fall ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Kühlwasserausgleichsbehälter anzugeben, in dem die Kühlflüssig
keit wirksamer entgast wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Pa
tentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung sieht vor, daß der Kühlwasserausgleichsbehälter
eine kreisrunde Umfangswand hat und daß der Einlaufstutzen etwa
tangential in den Kühlwasserausgleichsbehälter einmündet. Bei
dieser Ausgestaltung wird die Kühlflüssigkeit entlang der Innen
wand des Kühlwasserausgleichsbehälters geführt, wobei sie nach
einer oder mehreren Umdrehungen auf die Flüssigkeitsoberfläche
in dem Kühlwasserausgleichsbehälter auftrifft und in die dort
angesammelte Flüssigkeit eintritt. Durch das Fließen entlang der
Innenwand des Behälters ist die Gasblasen- bzw. Schaumbildung
erheblich reduziert.
Aus Festigkeitsgründen ist dabei bevorzugt, daß der Kühlwasser
ausgleichsbehälter im wesentlichen eine Kugelform hat. Dabei
liegt aber auch beispielsweise eine kreiszylindrische Ausgestal
tung im Rahmen der Erfindung.
Weiter wird vorgeschlagen, daß der Einlaufstutzen im spitzen
Winkel zur Horizontalen nach unten geneigt ist und daß im Be
reich der Einmündung des Einlaufstutzens eine Führungswand
angeordnet ist, die den Strom der aus der Einmündung des Ein
laufstutzens austretenden Kühlflüssigkeit an die Innenwand des
Kühlwasserausgleichsbehälters lenkt. Durch geeignete Ausbildung
der Führungswand kann erreicht werden, daß die gesamte einge
führte Kühlflüssigkeit entlang der Innenwand strömt.
Die Entstehung von Gasblasen läßt sich weiter dadurch reduzie
ren, daß nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung der End
abschnitt des Einlaufstutzens einen stetig sich vergrößernden
Querschnitt erhält, wodurch die Austrittsgeschwindigkeit der
Kühlflüssigkeit verringert wird. Dies fördert die Entgasung der
Flüssigkeit während des Fließens entlang der Umfangswand und
verhindert eine Blasenbildung beim Auftreffen auf die Oberfläche
der angesammelten Flüssigkeit in dem Behälter.
Nach einem weiteren wesentlichen Vorschlag ist vorgesehen, daß
sich im unteren Bereich des Kühlwasserausgleichsbehälters eine
Platte nahezu über dessen gesamten Innenraum erstreckt. Diese
Platte ist etwa auf 1/4 Höhe des Behälters angeordnet und dient
dem Zweck, zu verhindern, daß Gasblasen in den Bereich des Ab
saugstutzens am Baden des Behälters gelangen.
In näherer Ausgestaltung dieses wichtigen Merkmals ist vorge
sehen, daß zwischen der Platte und der Innenwand des Kühlwasse
rausgleichsbehälters über einen Umfangsbereich ein Spalt ver
bleibt, der entweder eine im wesentlichen konstante Breite von
beispielsweise ca. 5 mm hat oder dessen Breite bevorzugt in
Drehrichtung der Flüssigkeit ansteigt.
Dieser Spalt erstreckt sich zweckmäßigerweise etwa über die
Hälfte des Umfangs, wobei die Platte in dem übrigen Bereich
bevorzugt an der Innenwand des Kühlwasserausgleichsbehälters
angeschweißt ist.
Weiter wird mit besonderem Vorteil vorgeschlagen, daß die Platte
eine flache Kegelform hat mit einem Neigungswinkel von bei
spielsweise 10 bis 20°, und daß im Zentrum ein vertikal nach oben
ragender Entgasungsstutzen angebracht ist, durch den Gas, das
unter die Platte geraten ist, nach oben in den Luftbereich des
Kühlwasserausgleichsbehälters austritt. Damit werden alle Blasen
nach oben transportiert, so daß die abgesaugte Kühlflüssigkeit
praktisch gasfrei ist.
Die Form und Größe des Kühlwasserausgleichsbehälters hängt unter
anderem von den jeweiligen räumlichen Verhältnissen im Motorraum
eines Kraftfahrzeugs ab. Neben den aus einer Kammer bestehenden
Kühlwasserausgleichsbehältern gibt auch Mehrkammersysteme, bei
denen der Innenraum des Kühlwasserausgleichsbehälters durch
Innenwände in mehrere Kammern unterteilt ist, die über Durchlaß
öffnungen miteinander in Verbindung stehen. Die Kühlflüssigkeit
tritt dabei in eine erste Kammer ein und gelangt durch weitere
Kammern in die Austrittskammer, aus der sie abgesaugt wird.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung bildet der oben
beschriebene Kühlwasserausgleichsbehälter eine Kammer eines
Mehrkammersystems, und zwar die Kammar, in die die Kühlflüssig
keit durch einen Einlaufstutzen eingeführt wird. Die erfindungs
gemäß vorgesehene kreisrunde Umfangswand begrenzt somit die
Einlaufkammer eines z. B. kubischen Kühlwasserausgleichsbehäl
ters, der mehrere weitere Kammern enthält, die durch Innenwände
voneinander getrennt und über Durchlässe miteinander verbunden
sind. Die Kühlflüssigkeit tritt dabei aus einer im unteren Be
reich der Einlaßkammer - bevorzugt unterhalb einer Gasauffang
platte - ausgebildeten Durchlaßöffnung nacheinander in die näch
sten Kammern ein, die der Kühlflüssigkeit Zeit zu einer restli
chen Entgasung geben, bevor die Kühlflüssigkeit aus der letzten
Kammer abgesaugt wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfol
genden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen des Kühlwas
serausgleichsbehälters sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen
auf rein schematische Weise:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen kugelförmigen
Kühlwasserausgleichsbehälter, teilweise in Ansicht
dargestellt;
Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch einen Mehrkammer-
Kühlwasserausgleichsbehälter mit einer zylindrischen
Einlaufkammer und
Fig. 3 einen Vertikalschnitt entlang der Linie A-A in
Fig. 2, teilweise in Ansicht dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen kugelförmigen Kühlwasserausgleichsbehälter 1,
der aus zwei Halbschalen 2, 3 zusammengesetzt ist. Ein Einlauf
stutzen 4, durch den die Kühlflüssigkeit in den Kühlwasseraus
gleichsbehälter 1 eintritt, mündet tangential in den Kühlwasser
ausgleichsbehälter 1 ein, wobei der Einlaufstutzen 4 leicht nach
unten geneigt ist, wie Fig. 1 zeigt.
In dem Kühlwasserausgleichsbehälter 1 ist in dessen unterem
Bereich eine Platte 5 angeordnet, die eine flache Kegelform hat,
die zur Mittelachse 6 hin leicht ansteigt. Konzentrisch zur
Mittellängsachse 6 ist an der Platte 5 ein Entgasungsstutzen 7
angesetzt, der sich bis in den oberen Luftbereich im Innenraum
des Kühlwasserausgleichsbehälters 1 erstreckt.
Die Platte 5 ist über einen Umfangsbereich, der von den jeweili
gen Gegebenheiten abhängt, an der Wand der unteren Halbschale 3
angesetzt, beispielsweise angeschweißt, während in dem übrigen
Umfangsbereich ein Spalt 8 zwischen der Behälterwand und dem
Rand der Platte 5 verbleibt.
Der Kühlwasserausgleichsbehälter 1 hat am Boden einen Absaug
stutzen 9, durch den die Kühlflüssigkeit den Behälter 1 verläßt.
Der obere Bereich des Kühlwasserausgleichsbehälters ist durch
einen Deckel 10 verschlossen, dessen Einzelheiten im Zusammen
hang mit der vorliegenden Erfindung nicht von Interesse sind.
Das in den Kühlwasserausgleichsbehälter mit etwa 1,0 bis 1,4 bar
in einer Menge von etwa bis zu 5 l/min eintretende Kühlmedium
strömt entlang der Behälterinnenwand nach unten und kann dabei
mehrere Umdrehungen zurücklegen, bis es die Flüssigkeitsober
fläche in dem Kühlwasserausgleichsbehälter erreicht. Dabei wird
die gashaltige Flüssigkeit hochgradig entgast.
Wenn die durch den Spalt 8 unter die Platte 5 gelangte Kühl
flüssigkeit noch Gas mit sich führt, steigt dieses zur Mitte der
Platte hin hoch und wird durch den Entgasungsstutzen 7 nach oben
in den Luftbereich des Kühlwasserausgleichsbehälters 1 abge
führt. Die durch den Stutzen 9 abgesaugte Flüssigkeit ist prak
tisch gasfrei.
Fig. 2 zeigt - ebenfalls rein schematisch - einen aus fünf Kammern
bestehenden Mehrkammer-Kühlwasserausgleichsbehälter 16. Die
Einlaufkammer 17, die Fig. 3 im Vertikalschnitt zeigt, hat eine
Zylinderform. Die Kühlflüssigkeit gelangt durch den Einlauf
stutzen 4 wiederum in tangentialer Richtung ins Innere der
Kammer 17 und strömt - wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 -
entlang der kreisförmigen Kammerwand nach unten, um durch den
Schlitz 8 zwischen der Platte 5 und der Wand der Kammer 17 hindurchzutreten.
Eventuell mitgeführtes Gas wird hier wiederum
durch den Entgasungsstutzen 7 in den oberen Luftbereich abge
führt.
Die damit hochgradig entgaste Kühlflüssigkeit gelangt durch eine
im Bodenbereich in der Wand der Kammer 17 ausgebildete Öffnung
18 in die anschließende Kammer 19 und nachfolgend durch weitere
Auslaßöffnungen in die Kammern 20, 21 und 22, aus der die Kühl
flüssigkeit durch einen Auslaßstutzen 23 abgesaugt wird.
Claims (10)
1. Kühlwasserausgleichsbehälter mit einem in dessen oberen
Bereich einmündenden Einlaufstutzen, durch den die Kühlflüssig
keit in den Kühlwasserausgleichsbehälter eintritt, und einer am
Boden angeordneten Auslaßöffnung, durch die die Kühlflüssigkeit
den Behälter verläßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kühlwasserausgleichsbehälter (1) eine kreisrunde Um
fangswand hat, und daß der Einlaufstutzen (4) etwa tangential in
den Kühlwasserausgleichsbehälter (1) einmündet.
2. Kühlwasserausgleichsbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß er eine Kugelform hat.
3. Kühlwasserausgleichsbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß er eine Zylinderform hat.
4. Kühlwasserausgleichsbehälter nach einem der Ansprüche
1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaufstutzen (4) nach unten
geneigt ist.
5. Kühlwasserausgleichsbehälter nach einem der Ansprüche
1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Einmündung des Ein
laufstutzens (4) ein Abweiser angeordnet ist, der die Kühlflüs
sigkeit an die Innenwand des Kühlwasserausgleichsbehälters (1)
lenkt.
6. Kühlwasserausgleichsbehälter nach einem der Ansprüche
1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt des Einlaufstutzens
einen vergrößerten Querschnitt hat.
7. Kühlwasserausgleichsbehälter nach einem der Ansprüche
1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß sich im unteren Bereich des Kühlwas
serausgleichsbehälters (1) eine Platte (5) nahezu über dessen
gesamten Querschnitt erstreckt.
8. Kühlwasserausgleichsbehälter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Platte (5) und der
Innenwand des Kühlwasserausgleichsbehälters (1) über einen
Umfangsbereich ein Spalt (8) verbleibt.
9. Kühlwasserausgleichsbehälter nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (5) eine flache Kegelform
hat mit einem mittigen, vertikal nach oben ragenden Entgasungs
stutzen (7).
10. Kühlwasserausgleichsbehälter nach einem der Ansprüche
1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlwasserausgleichsbehälter
eine Kammer (17) eines Mehrkammer-Kühlwasserausgleichsbehälters
(16) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000150852 DE10050852A1 (de) | 2000-10-13 | 2000-10-13 | Kühlwasserausgleichsbehälter |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2000150852 DE10050852A1 (de) | 2000-10-13 | 2000-10-13 | Kühlwasserausgleichsbehälter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| Country | Link |
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|---|---|---|---|
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