DE10049130A1 - Decke für einen hochreinen Raum - Google Patents
Decke für einen hochreinen RaumInfo
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- E04B9/02—Ceilings; Construction of ceilings, e.g. false ceilings; Ceiling construction with regard to insulation having means for ventilation or vapour discharge
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- A62C3/02—Fire prevention, containment or extinguishing specially adapted for particular objects or places for area conflagrations, e.g. forest fires, subterranean fires
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Decke für einen hochreinen Raum, in welchem insbesondere Computerchips und vergleichbare Bauelemente gefertigt werden, wobei die Decke aus Einzelelementen zusammengesetzt ist und Lüftungselemente aufweist, über die ein Luftstrom kontinuierlich aus dem oder in den Raum strömt. DOLLAR A Die Erfindung schafft mit einfachen Mitteln eine Decke der voranstehend erläuterten Art, an der trotz ihrer beschränkten Tragfähigkeit Rohre eines Feuerlöschsystems montierbar sind. Dies wird dadurch erreicht, daß an der Decke Rohrleitungen eines Feuerlöschsystems befestigt sind, die mit unter einem hohen Druck stehendem Löschfluid beaufschlagbar sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Decke für einen hochreinen
Raum, in welchem insbesondere Computerchips und
vergleichbare Bauelemente gefertigt werden, wobei die
Decke aus Einzelelementen zusammengesetzt ist und
Lüftungselemente aufweist, über die ein Luftstrom
kontinuierlich aus dem oder in den Raum strömt. In
solchen hochreinen Räumen, auch "Clean rooms" genannt,
wird kontinuierlich ein Luftstrom zwischen Boden und
Decke aufrechterhalten, um zu verhindern, daß frei im
Raum schwebende Partikel sich auf den produzierten
Gegenständen oder den für die Produktion eingesetzten
Maschinen niederschlagen.
Die einwandfreie Funktion der Lüftungselemente setzt eine
regelmäßige Wartung voraus. Darüber hinaus müssen auch
die Versorgungsleitungen des Lüftungssystems und sonstige
oberhalb der Decke angeordnete Leitungen, wie Kabel, für
die Versorgung des Raums mit elektrischer Energie,
regelmäßig kontrolliert und gewartet werden. Um diese
Wartungsarbeiten leicht durchführen zu können, werden
Decken der in Rede stehenden Art üblicherweise aus
plattenförmigen Einzelelementen zusammengesetzt und von
der eigentlich tragenden Betondecke des Gebäudes, in
welchem sich der Raum befindet, abgehängt. Die einzelnen
Decken- und Lüftungselemente der Decke sind dabei in der
Regel rasterförmig angeordnet und liegen mit mindestens
zwei gegenüberliegend angeordneten Seiten auf an der
tragenden Betondecke des Gebäudes hängenden Tragprofilen
auf.
Die Tragprofile und ihre Befestigungselemente sind
üblicherweise so schmal und leicht ausgelegt, daß eine
möglichst große Fläche für die von ihnen gehaltenen
Decken- und Lüftungselemente zur Verfügung steht und die
Profile möglichst wenig sichtbar sind. Daher weisen die
Tragprofile in der Regel nur eine begrenzte Tragfähigkeit
auf. Diese begrenzte Tragfähigkeit bringt dann Probleme
mit sich, wenn an der Decke die Rohrleitungen und
Sprinklerköpfe eines Feuerlöschsystems montiert werden
sollen. Um im Fall eines Brandes kurzfristig den
erforderlichen Volumenstrom an Löschfluid ausbringen zu
können, müssen derartige Rohrleitungen und Sprinkler eine
ausreichende Größe besitzen. Dies führt zu einem
beträchtlichen Gewicht der für das Feuerlöschsystem
benötigten, von der Deck zu tragenden Bauelemente. Dieses
Gewicht kann insbesondere bei großen "Clean rooms" die
Tragfähigkeit der Decke übersteigen. Nachteilig erweist
sich zudem, daß die Zugänglichkeit der Einzelelemente der
Decke durch die großvolumigen Rohre behindert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen
Mitteln eine Decke der voranstehend erläuterten Art zu
schaffen, an der trotz ihrer beschränkten Tragfähigkeit
Rohre eines Feuerlöschsystems montierbar sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß an der Decke
Rohrleitungen eines Feuerlöschsystems befestigt sind, die
mit unter einem hohen Druck stehenden Löschfluid
beaufschlagbar sind. Die Anordnung von einem hohen Druck
standhaltenden Rohrleitungen an der Decke ermöglicht es,
die Größe des Querschnitts der Rohre gegenüber in
herkömmlichen Niederdruck-Sprinklersystemen eingesetzten
Rohren erheblich zu vermindern. Durch den verkleinerten
Querschnitt der Rohrleitungen und das geringere sich
jeweils in den Rohrleitungen befindende Volumen an
Löschfluid ist auch das von der Decke zu tragende Gewicht
der Rohrleitungen und ihres Inhalts deutlich verkleinert.
Indem das Löschfluid unter einem beispielsweise
mindestens das Doppelte des Drucks eines Niederdruck-
Löschsystems betragenden hohen Druck und damit
einhergehend mit hoher Geschwindigkeit durch die an der
Decke befestigten Hochdruck-Rohrleitungen strömt, ist
zudem sichergestellt, daß im Fall eines Brandes auch bei
kleinen Rohrquerschnitten eine ausreichende Versorgung
des hochreinen Raumes mit Löschfluid erfolgt. Dabei
gewährleistet der hohe Druck, mit dem das Löschfluid
beaufschlagt ist, daß der mit dem Anstieg der
Strömungsgeschwindigkeit einhergehende Anstieg der
Strömungsverluste sicher kompensiert wird. Auf diese
Weise stellt die Erfindung eine Decke für "Clean rooms"
zur Verfügung, an der ohne zusätzlichen Aufwand für eine
zusätzliche Abstützung oder Verstärkung der Decke die
Leitungen eines Feuerlöschsystems befestigt sind.
Eine besonders vorteilhafte Variante der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, daß an die Rohrleitungen
ebenfalls an der Decke befestigte Löschdüsen
angeschlossen sind, die bei Beaufschlagung mit dem
Löschfluid einen fein verteilten Löschnebel abgeben. Ein
Feuerlöschsystem, welches einen Brand mit einem
Hochdruck-Nebel bekämpft, zeichnet sich durch einen
besonders hohen Wirkungsgrad aus. Anders als bei
herkömmlichen Niederdruck-Systemen ermöglicht das Löschen
mit Hochdruck-Nebel bei einer auf ein Minimum reduzierten
Menge an Löschfluid die wirkungsvolle Brandbekämpfung.
Die Gefahr der Verursachung von Schäden durch das
Löschfluid selbst ist so auf ein Minimum reduziert. Dies
erweist sich insbesondere beim Löschen in "Clean rooms"
als besonderer Vorteil, weil die beim Löschen mit
herkömmlichen Sprinklersystemen ausgebrachten, großen
Wassermengen zu Schäden an den in der Regel hochwertigen
Produktionsmaschinen führen, welche die durch den Brand
selbst verursachten Schaden häufig um ein Vielfaches
übersteigen.
Besonders fein verteilter Löschnebel läßt sich erzeugen,
wenn der Druck, unter dem das Löschfluid steht,
mindestens 20 bar beträgt. Je höher der Druck, unter dem
das Fluid durch die Rohrleitungen strömt, desto feiner
läßt sich bei geeigneter Gestaltung der Sprinklerdüsen
das Löschfluid zu einem Löschnebel zersteuben. Indern das
Löschfluid Drücken von mindestens 20 bar ausgesetzt wird,
gelangt der Löschnebel zudem mit einer hohen kinetischen
Energie in den Raum. Die Bewegungsenergie des Nebels
reicht auf diese Weise sicher aus, trotz der in dem
hochreinen Raum bestehenden kontinuierlichen Luftströmung
den Brandherd zu erreichen und auch seitlich des
jeweiligen Sprinklers ein großes Raumvolumen zu füllen,
so daß das den Brandherd umgebende Luft- und
Verbrennungsgasvolumen abgekühlt und die Ausbreitung des
Brandes sicher verhindert wird.
Als Löschfluid eignet sich insbesondere Wasser. Aus
Wasser läßt sich ein besonders wirkungsvoller, die Umwelt
wenig belastender Löschnebel erzeugen.
Die Rohrleitungen sind bei einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Decke vorzugsweise jeweils in zwischen den
Lüftungselementen vorhandenen Abständen montiert. Auf
diese Weise ist die Zugänglichkeit der Lüftungselemente
sicher gewährleistet. Günstig ist es dabei, wenn die
Rohrleitungen an den Tragprofilen befestigt sind, welche
die Lüftungselemente seitlich abstützen. Auf diese Weise
können alle Deckenelemente ohne Behinderung durch die
Rohrleitungen ausgetauscht oder geöffnet werden.
Claims (6)
1. Decke für einen hochreinen Raum, in welchem
insbesondere Computerchips und vergleichbare
Bauelemente gefertigt werden, wobei die Decke aus
Einzelelementen zusammengesetzt ist und
Lüftungselemente aufweist, über die ein Luftstrom
kontinuierlich aus dem oder in den Raum strömt,
dadurch gekennzeichnet, daß
an der Decke Rohrleitungen eines Feuerlöschsystems
befestigt sind, die mit unter einem hohen Druck
stehendem Löschfluid beaufschlagbar sind.
2. Decke nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an die
Rohrleitungen ebenfalls an der Decke befestigte
Löschdüsen angeschlossen sind, die bei Beaufschlagung
mit dem Löschfluid einen fein verteilten Löschnebel
abgeben.
3. Decke nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Druck, unter dem das Löschfluid steht, mindestens
20 bar beträgt.
4. Decke nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Löschfluid Wasser ist.
5. Decke nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rohrleitungen jeweils in zwischen den
Lüftungselementen vorhandenen Abständen montiert
sind.
6. Decke nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Rohrleitungen an Tragprofilen befestigt sind, welche
die Lüftungselemente seitlich abstützen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000149130 DE10049130A1 (de) | 2000-10-02 | 2000-10-02 | Decke für einen hochreinen Raum |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000149130 DE10049130A1 (de) | 2000-10-02 | 2000-10-02 | Decke für einen hochreinen Raum |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10049130A1 true DE10049130A1 (de) | 2002-04-11 |
Family
ID=7658646
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000149130 Withdrawn DE10049130A1 (de) | 2000-10-02 | 2000-10-02 | Decke für einen hochreinen Raum |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| WO (1) | WO2002028483A1 (de) |
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2000
- 2000-10-02 DE DE2000149130 patent/DE10049130A1/de not_active Withdrawn
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2001
- 2001-09-21 WO PCT/EP2001/010933 patent/WO2002028483A1/de not_active Ceased
Also Published As
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