DE10049461A1 - Kraftsensor - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Kraftsensor mit einem Träger (100) vorgeschlagen, auf dem eine erste Laufstrecke (11, 1, 3) und eine zweite Laufstrecke (12, 2, 4) für akustische Oberflächenwellen angeordnet sind. Die beiden Laufstrecken sind im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet und ihre Längen unterscheiden sich.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Kraftsensor nach der
Gattung des unabhängigen Patentanspruchs. Es sind bereits
Kraftsensoren bekannt, bei denen die Verformung eines
Trägers mittels einer Laufstrecke für eine akustische
Oberflächenwelle gemessen wird. Bei einer Kraftwirkung auf
den Träger verändert sich die Zeit, die die akustische
Oberflächenwelle zum Durchlaufen der Laufstrecke benötigt.
Der erfindungsgemäße Kraftsensor mit den Merkmalen des
unabhängigen Patentanspruchs hat demgegenüber den Vorteil,
dass eine Kraftwirkung auf den Träger in zwei zueinander
senkrechten Richtungen nachweisbar ist. Es können so an
einem Sensorelement verschiedene Kraftkomponenten gemessen
werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen ergeben sich
durch die Merkmale der abhängigen Patentansprüche. Eine
besonders einfache Realisierung der Laufstrecke besteht aus
kammförmigen Kondensatorstrukturen und Barrieren. Besonders
einfach wird dabei ein Träger aus einem piezoelektrischen
Material verwendet. Das Ein- und Auskoppeln von elektrischen
Signalen erfolgt vorteilhafterweise durch eine Antenne.
Besonders einfach wird der Träger durch eine Platte
realisiert, auf deren Oberseite die erste und zweite
Laufstrecke realisiert sind. Weitere Laufstrecken können auf
der Unterseite des plattenförmigen Trägers angeordnet sein,
um so die Messung einer Kraftkomponente in eine dritte
Richtung zu ermöglichen. Der Träger kann auch zur Einbettung
in einem elastischen Material vorgesehen sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Kraftsensor nach dem Stand der Technik,
Fig. 2 die Signale des Sensors nach der Fig. 1,
Fig. 3 bis 5 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung
unter Beaufschlagung mit Kräften aus unterschiedlichen
Richtungen,
Fig. 6 bis 8 die Signale der Sensoren nach den Fig. 3, 4
und 5 und
Fig. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.
In den Fig. 1 bis 3 wird das grundlegende Prinzip von
Kraftsensoren erläutert, bei denen eine Laufstrecke für
akustische Obrflächenwellen vorgesehen sind. In der Fig. 1
wird eine Aufsicht auf einen Träger 100 gezeigt, der aus
einem piezoelektrischen Material besteht. Auf dem Träger ist
eine fingerförmige Kondensatorstruktur 101 aufgebracht, die
beispielsweise mittels einer Dünnschichtmetallisierung
realisiert ist. Dabei greifen eine Vielzahl von einzelnen
Kondensatorfinger ineinander. Durch die geometrischen
Abstände der einzelnen Finger wird beim Anlegen von
elektrischen Spannungen in dem piezoelektrischen Material
des Trägers 100 eine Verformung erzeugt, durch die eine
akustische Oberflächenwelle in dem Träger 100 erzeugt wird.
Es handelt sich dabei um eine akustische Oberflächenwelle,
weil sie sich mit Schallgeschwindigkeit in dem Material des
Trägers 100 ausbreitet und sich durch Verformungen der
Oberfläche des Trägers 100 bemerkbar macht. Die Verformungen
im Bereich der Kondensatorstruktur 101 entstehen durch das
Anlegen von elektrischen Spannungen, da beim Anliegen von
elektrischen Spannungen eine Verformung von
piezoelektrischen Materialien bewirkt wird. Um elektrische
Spannungen an der Kondensatorstruktur 101 anzulegen, ist
eine Antennenanordnung 102 vorgesehen, die ebenfalls durch
eine Dünnschichtmetallisierung ausgeführt ist. Durch
Einstrahlung eines elektrischen Hochfrequenzsignals wird so
an der Kondensatorstruktur 101 entsprechend die elektrische
Spannung angelegt und es wird so eine akustische
Oberflächenwelle im Träger 100 erzeugt.
Wie bereits ausgeführt, breitet sich diese akustische
Oberflächenwelle mit Schallgeschwindigkeit auf dem Träger
100 aus. Ausgehend von der Kondensatorstruktur verläuft die
akustische Oberflächenwelle entlang der Längsrichtung des
Trägers 100 und trifft dort eine oberflächliche
Reflexionsbarriere 103. An dieser Reflexionsbarriere 103
wird ein Teil der akustischen Oberflächenwelle reflektiert
und läuft dann von der Barriere 103 wieder zurück zur
Kondensatorstruktur 101. Ein anderer Teil der akustischen
Oberflächenwelle breitet sich jedoch weiter aus und wird
dann an einer zweiten Barriere 104 erneut reflektiert. Mit
einem entsprechenden Zeitversatz läuft somit ausgehend von
der Barriere 104 eine Oberflächenwelle zurück zur
Kondensatorstruktur 101. Die von den Barrieren 103, 104
zurücklaufenden akustischen Oberflächenwellen erzeugen
entsprechende Verformungen im piezoelektrischen Material
unterhalb der Kondensatorstrukturen 101, die aufgrund des
piezoelektrischen Effekts elektrische Spannungen in der
Kondensatorstruktur 101 erzeugen. Diese elektrischen
Spannungen werden dann über die Antennen 102 in der Form
eines Hochfrequenzsignals wieder nach außen abgestrahlt.
Durch die Kondensatorstruktur 101 und die Barrieren 103, 104
wird so eine Laufstrecke für akustische Oberflächenwellen
realisiert.
In der Fig. 2 wird die Intensität der Hochfrequenzsignale
I(t) gegen die Zeit t aufgetragen. Zu einem Zeitpunkt t0
erfolgt ein erstes starkes Hochfrequenzsignal, welches das
Anregungssignal darstellt. Dieses Signal wird von außen
eingestrahlt und erzeugt in der Kondensatorstruktur 101 die
akustische Oberflächenwelle in dem Träger 100. Zum Zeitpunkt
t1 wird von den Antennen 102 ein Hochfrequenzsignal
ausgesandt, welches durch die an der Barriere 103
reflektierten Oberflächenwelle ausgelöst wird. Zum Zeitpunkt
t2 wird von den Antennen 102 ein zweites Hochfrequenzsignal
ausgesandt, welches durch die an der Barriere 104
reflektierten Oberflächenwelle ausgelöst wird.
Durch die Abstände der Signale zu den Zeitpunkten t1 und t2
relativ zum Zeitpunkt t0 und untereinander können Aussagen
bezüglich des Trägers 100 getroffen werden, da diese
Zeitunterschiede von der Laufzeit der akustischen Oberfläche
im Träger 100 abhängen. Die Laufzeit der akustischen
Oberfläche im Träger 100 wird beispielsweise durch die
Temperatur des Trägers 100 beeinflusst. Weiterhin wird die
Laufzeit durch mechanische Verformungen des Trägers 100
beeinflusst. Um diese Effekte voneinander trennen zu können,
weist der Träger 100 in der Fig. 1 einen starren Bereich
110 und einen nachgiebigen Bereich 120 auf. Der starre
Bereich 110 kann insbesondere in seiner Dicke dicker
ausgeführt sein als der nachgiebige Bereich 120. Beim
Auftreten einer mechanischen Kraft auf den Träger 100 an dem
von der Kondensatorstruktur 101 abgewandten Ende des Trägers
100 erfolgt somit eine Verbiegung des Trägers 100
überwiegend im nachgiebigen Bereich 120. Dies macht sich in
der Laufzeit der akustischen Oberflächenwelle im
nachgiebigen Bereich 120 bemerkbar, so dass der Zeitpunkt t2
relativ zum Zeitpunkt t0 verschoben wird. Da die Barriere
103 in dem mechanisch stabilen Bereich 110 angeordnet ist,
wird auch beim Einbringen einer mechanischen Kraft der
Zeitpunkt t1 relativ zum Zeitpunkt t0 in erster Näherung
nicht verschoben. Die Laufzeit der Oberflächenwelle hängt
daher in diesem Bereich nur von der Temperatur ab. Durch die
Messung der Zeit zwischen den Zeitpunkten t0 und t1 kann so
eine Aussage über die Temperatur des Trägers 100 getroffen
werden. Durch die Messung der Zeitunterschiede zwischen den
Zeitpunkten t0 und t2 kann eine Aussage bezüglich der auf
den Träger 100 einwirkenden Kraft getroffen werden.
Die Vorrichtung nach der Fig. 1 ist somit als Kraftsensor
geeignet, durch den eine einwirkende Kraft auf den Träger
100 nachgewiesen werden kann. Das von der Barriere 104
reflektierte Signal wird bezüglich seiner zeitlichen
Verschiebung sowohl von der eingebrachten Kraft wie auch von
der Temperatur des Trägers beeinflusst. Der Einfluß der
Temperatur auf dieses Signal lässt sich jedoch durch
Betrachtung des von der Barriere 103 reflektierten Signals
herausrechnen.
Durch die fingerartige Kondensatorstruktur 101 und den
Barrieren 103, 104 wird somit eine Laufstrecke für
akustische Oberflächenwellen auf dem piezoelektrischen
Träger 100 realisiert. Es sind auch andere Möglichkeiten der
Realisierung einer derartigen Laufstrecke auf einem
piezoelektrischen Träger 100 möglich. Beispielsweise könnten
zwei Kondensatorstrukturen auf dem Träger aufgebracht sein,
von dem eine zur Anregung der akustischen Oberflächenwelle
und die andere zum Empfang der akustischen Oberflächenwelle
ausgelegt ist. Auch die Laufzeit dieses Signales würde dann
von den mechanischen Spannungen in dem Träger beeinflusst.
Sofern andere Möglichkeiten der Temperaturmessung der
Temperatur des Trägers 100 vorhanden sind, kann
beispielsweise auch auf die Barriere 103 nach der Fig. 1
verzichtet werden, da diese Barriere überwiegend eine
Temperaturinformation liefert.
Ein Element, wie es in der Fig. 1 gezeigt wird, ist jedoch
nur in der Lage, eine einzige Kraftkomponente, die senkrecht
auf dem Träger steht, zu messen. In den folgenden Figuren
wird nun ein erfindungsgemäßer Kraftsensor beschrieben,
durch den mehrere Kraftkomponenten in zueinander senkrechten
Richtungen nachgewiesen werden können.
In der Fig. 3 wird ein piezoelektrischer Träger 100
gezeigt, auf dem eine erste fingerartige Kondensatorstruktur
11 und eine zweite fingerartige Kondensatorstruktur 12
angeordnet ist. Die erste fingerartige Kondensatorstruktur
11 bildet zusammen mit Barrieren 1 und 3, die ebenfalls auf
dem Träger 100 aufgebracht sind, eine erste Laufstrecke für
akustische Oberflächenwellen. Weiterhin ist eine zweite
fingerartige Kondensatorstruktur 12 auf dem Träger 100
aufgebracht, die zusammen mit den Barrieren 2 und 4 auf dem
Träger 100 eine zweite Laufstrecke für akustische
Oberflächenwellen bildet. Der Träger 100 weist einen ersten
starren Bereich 110 auf, wobei in diesem Bereich die erste
und zweite Kondensatorstruktur 11, 12 und die Barrieren 1, 2
angeordnet sind. Weiterhin weist der Träger 100 einen
nachgiebigen Bereich 120 auf, auf dem die Barrieren 3 und 4
angeordnet sind. An der Unterseite des verdünnten Bereichs
120 ist noch ein Krafteinleitelement 130 angebracht. Der
Träger 100 und das Krafteinleitelement 130 sind in einem
elastischen Material, beispielsweise das Gummi eines
Autoreifens, eingebettet. Dieses elastische Material, in dem
der Träger 100 eingebettet ist, ist in der Fig. 3 nicht
dargestellt. Es wird aber zur Verdeutlichung die Außengrenze
140 dieses elastischen Materials dargestellt. Insbesondere
wird hier ein Autoreifen gedacht, d. h. die Außengrenze 140
besteht beispielsweise aus dem Profil eines derartigen
Autoreifens. Die erste und zweite Kondensatorstruktur 11, 12
sind elektrisch über einen Verbindungssteg 150 miteinander
verbunden. Weiterhin sind diese Strukturen elektrisch mit
Antennenelementen 102 verbunden, durch die wiederum ein
Hochfrequenzsignal von außen eingekoppelt werden kann bzw.
in Abhängigkeit von elektrischen Spannungen in den
Kondensatorstrukturen 11, 12 ein entsprechendes Signal
ausgesandt werden kann.
In der Fig. 3 wird der Träger 100 gezeigt, wenn keinerlei
Kräfte auf das einbettende elastische Material einwirken.
Die in diesem Zustand erzeugten elektrischen Signale beim
Einstrahlen eines hochfrequenten Signals werden in der Fig.
6 dargestellt.
In der Fig. 6 wird wiederum die Intensität eines
hochfrequenten Signals I(t) gegen die Zeit t aufgetragen.
Zum Zeitpunkt t0 erfolgt wieder eine Anregung durch
Einstrahlen eines externen Hochfrequenzimpulses. Dadurch
werden sowohl die erste Kondensatorstruktur 11 wie auch die
zweite Kondensatorstruktur 12 so angeregt, dass akustische
Oberflächenwellen ausgesendet werden. Zum Zeitpunkt t1
erreicht die an der Barriere 1 reflektierte Oberflächen die
erste Kondensatorstruktur 11 und es wird ein entsprechendes
Hochfrequenzsignal über die Antennen 1 und 2 abgesandt. Zum
Zeitpunkt t2 erreicht die an der Barriere 2 reflektierte
Oberflächenwelle die zweite Kondensatorstruktur 12 und es
wird wiederum ein entsprechendes Signal abgesendet. Damit
sich diese beiden Impulse einfach voneinander trennen
lassen, sind die Barrieren 1 und 2 bezüglich der
Laufentfernung zu den jeweiligen Kondensatorstrukturen
versetzt angesetzt. Ebenso sind auch die Barrierenstrukturen
3 und 4 versetzt zueinander angeorndet, so dass zum Zeitpunkt
t3 die von der Barriere 3 reflektierte Oberflächenwelle die
erste Kondensatorstruktur 11 erreicht und zum Zeitpunkt t4
die von der Barriere 4 reflektierte Oberflächenwelle die
zweite Kondensatorstruktur 12 erreicht.
In der Fig. 4 wird der Kraftsensor beim Einwirken einer
Kraft in Y-Richtung (das Koordinatensystem wird in der Fig.
3 dargestellt) gezeigt. Durch die Bezugszahlen werden die
gleichen Gegenstände wie in der Fig. 3 bezeichnet. Durch
die Kraft in Y-Richtung erfolgt eine Verformung des
elastischen Mediums, in dem der Träger 100 eingebettet ist,
wie dies durch die entsprechende Verschiebung der Oberfläche
100 der elastischen Masse dargestellt wird. Durch das
Krafteinkoppelelement 130 wird eine entsprechende Verdrehung
des Trägers 100 erzeugt. Diese Verdrehung wirkt überwiegend
auf den nachgiebig ausgebildeten Teil 120 des Trägers 100,
da dieser Teil in seiner Dicke verringert ist und somit
nachgiebiger ist. Der verdickte starre Bereich 110 des
Trägers 100 wird jedoch nur geringfügig verformt.
In der Fig. 7 wird die durch die Krafteinwirkung in Y-
Richtung entstehende Veränderung der Intensitätssignale I(t)
gegenüber der Zeit t aufgezeigt. Die Signale zu den
Zeitpunkten t0, t1 und t2 entsprechen den Signalen, wie sie
bereits in der Fig. 6 dargestellt wurden. Dies liegt darin
begründet, dass im Bereich 110 des Trägers 100 keine
Verformung stattfindet und somit auch keine Veränderung der
dort erzeugten Signale. Wie in der Fig. 7 deutlich zu
erkennen ist, bewirkt jedoch die Verdrehung des Bereichs 120
des Trägers 100 eine deutliche Verschiebung der Zeitpunkte
t3 und t4, d. h. die Zeitpunkte, zu denen die reflektierten
Signale von den Barrieren 3 und 4 eintreffen, werden
verschoben. In der Fig. 7 werden die Signale zu den
Zeitpunkten t3 und t4 der Fig. 6 in dünnen Linien noch
einmal dargestellt, während die verschobenen Signale mit
fett gezeichneten Linien dargestellt sind. Wie in der Fig.
7 zu erkennen ist, ist der Zeitpunkt t3 im Vergleich zur
Fig. 6 zu einer früheren Zeit hin verschoben, während der
Zeitpunkt t4 zu einem späteren Zeitpunkt hin verschoben ist.
Dies wird auch durch die Pfeile in der Fig. 7 noch einmal
dargestellt. Die Kraft in Y-Richtung bewirkt somit, dass
sich die Laufzeit in der ersten Laufstrecke, die von der
Kondensatorstruktur 11 und der Barriere 3 gebildet wird
verkürzt und in der zweiten Laufstrecke, die von der
Kondensatorstruktur 11 und der Barriere 4 gebildet wird,
verlängert.
In der Fig. 5 wird die Einwirkung einer Kraft in X-Richtung
gezeigt. Durch die gleichen Bezugszahlen werden wieder die
gleichen Gegenstände wie in den Fig. 3 und 4 bezeichnet.
Wie in der Fig. 5 zu sehen ist, wird durch eine Kraft in X-
Richtung im wesentlichen der verformbare Bereich 120 des
Trägers 100 verformt. Da durch die Kraft in X-Richtung der
nachgiebige Bereich 120 im wesentlichen nach unten in
negativer Z-Richtung abgebogen wird, ist der Einfluß auf die
Signallaufzeiten in beiden Laufstrecken im wesentlichen
gleich. Dies erkennt man auch an der Fig. 8, in der
entsprechend zu den Fig. 6 und 7 die Signale bei der
Einleitung einer Kraft in X-Richtung dargestellt werden. Die
Signale zu den Zeiten t0, t1 und t2 entsprechen wieder den
Fig. 6 und 7. Die Signale zu den Zeitpunkten t3 und t4
sind mit fetten Linien dargestellt und die ursprünglichen
Signale zu den Zeitpunkten t3 und t4 nach der Fig. 6 sind
mit dünnen Linien dargestellt. Wie auch die Pfeile zeigen,
sind beide Zeitpunkte t3 und t4 relativ zu den unbelasteten
Zeitpunkten t3 und t4 der Fig. 6 zu einem späteren
Zeitpunkt hin verschoben.
Durch die beiden auf dem Träger 100 angeordneten
Laufstrecken lassen sich somit Krafteinwirkungen in X- und
Y-Richtung klar voneinander trennen. Durch die beiden
parallel zueinander auf dem Träger 100 angeordneten
Laufstrecken können somit zwei Kraftkomponenten gleichzeitig
nachgewiesen werden.
In der Fig. 9 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der
Erfindung gezeigt. In der Fig. 9 wird eine Unteransicht
eines Trägers 100 gezeigt. In der Oberansicht entspricht
dieser Träger 100 den Fig. 3 bis 5, d. h. auf der
Oberseite dieses Trägers sind bereits die erste und zweite
Laufstrecke, wie sie in den Fig. 3 bis 5 dargestellt
werden, angeordnet. Auf der Unterseite des Trägers sind zwei
weitere Laufstrecken angeordnet, die in der Fig. 9 durch
eine Unteransicht auf Teilbereiche der Bereiche 110 und 120
dargestellt wird. Auf der Unterseite des Bereichs 120 sind
eine dritte und vierte kammförmige Kondensatorstruktur 13
und 14 vorgesehen, die jeweils mit zugeordneten Barrieren 5
und 6 zwei weitere Laufstrecken bilden. Die beiden
kammförmigen Kondensatorstrukturen 13 und 14 sind wieder mit
Antennen 102 zum Empfang bzw. zum Aussenden von
Hochfrequenzsignalen verbunden.
Durch die Signale der auf der Unterseite aufgebrachten
Laufstrecken 3 und 4 lässt sich zusätzlich noch eine Kraft
in Z-Richtung detektieren. Ähnlich wie bei einer
Kraftwirkung in X-Richtung bewirkt eine Kraft in Z-Richtung
eine Verbiegung des verbiegbaren Bereichs 120 des Trägers
100. Wenn eine Kraft in X-Richtung wirkt, so kommt es nicht
nur zu einer Verbiegung des Bereichs 120 sondern es wirkt
auch noch direkt eine Kraftkomponente in X-Richtung auf den
Träger 100, der ebenfalls die Laufzeit der Oberflächenwellen
im Träger 100 beeinflusst. Bei einer Kraft in der Z-Achse
kommt es jedoch nur zu einer Verbiegung des Bereichs 120.
Die Wirkung einer Kraft in Z-Richtung ist daher auf der
Ober- und Unterseite des Trägers 100 in erster Näherung
gleich aber von unterschiedlichem Vorzeichen. Beim Einwirken
einer Kraft in X-Richtung sind aufgrund der unmittelbar in
den Träger 100 eingekoppelten Kraft in X-Richtung die
Wirkung auf die Laufzeit der Oberflächenwellen auf der Ober-
und Unterseite auch von entgegengesetztem Vorzeichen aber
nicht betragsmäßig gleich. Es kann daher zwischen einer
Kraftwirkung in X-Richtung und einer Kraftwirkung in Z-
Richtung unterschieden werden.
Claims (7)
1. Kraftsensor mit einem Träger (100), auf dem mindestens
eine Laufstrecke für eine akustische Oberflächenwelle
angeordnet ist, wobei eine Kraftwirkung auf den Träger (100)
durch eine Messung der Zeit nachweisbar ist, die eine
akustische Oberflächenwelle zum Durchlaufen der Laufstrecke
benötigt, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste und eine
zweite Laufstrecke (11, 12, 1, 2, 3, 4) für akustische
Oberflächenwellen vorgesehen ist und dass die erste und
zweite Laufstrecke (11, 12, 1, 2, 3, 4) im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnet sind, und dass sich die
Längen der Laufstrecken (11, 12, 1, 2, 3, 4) voneinander
unterscheiden.
2. Kraftsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die erste und zweite Laufstrecke (11, 12, 1, 2, 3, 4) durch
Anordnung von kammförmigen Kondensatorstrukturen (11, 12)
auf einem piezoelektrischen Material und Anordnung von
Reflexionsbarrieren (1, 2, 3, 4) auf dem Träger (100)
verwirklicht sind.
3. Kraftsensor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Träger (100) aus einem piezoelektrischen Material
besteht und dass die Kondensatorstrukturen (11, 12)
unmittelbar auf der Oberfläche des Trägers aufgebracht sind.
4. Kraftsensor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kondensatorstrukturen (11, 12) mit
Antennenelementen (102) verbunden sind.
5. Kraftsensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (100) als
plattenförmiger Träger (100) ausgebildet ist, und dass die
erste und die zweite Laufstrecke auf einer Oberseite des
plattenförmigen Trägers (100) angeordnet sind.
6. Kraftsensor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine weitere Laufstrecke (13, 14, 5, 6) auf der
Unterseite des plattenförmigen Trägers (100) angeordnet ist.
7. Kraftsensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger in einem
verformbaren Medium, insbesondere dem Material eines
Autoreifens, eingebettet ist.
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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