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DE10049411A1 - Handhabbare Vorrichtung - Google Patents

Handhabbare Vorrichtung

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DE10049411A1
DE10049411A1 DE2000149411 DE10049411A DE10049411A1 DE 10049411 A1 DE10049411 A1 DE 10049411A1 DE 2000149411 DE2000149411 DE 2000149411 DE 10049411 A DE10049411 A DE 10049411A DE 10049411 A1 DE10049411 A1 DE 10049411A1
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DE2000149411
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Hubertus Hohl
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine handhabbare Vorrichtung, die von mindestens einer Hand handhabbar ist. Die Vorrichtung weist Erkennungsmittel zum Erkennen auf, ob die Vorrichtung von einer rechten und/oder einer linken Hand gehandhabt wird.

Description

Die Erfindung betrifft eine handhabbare Vorrichtung, die von mindestens einer Hand handhabbar ist, sowie ein Verfahren und ein Rechnerprogrammprodukt zum Anpassen einer handhabbaren Vorrichtung.
Seit mehreren Jahren sind verschiedene Ausführungsformen von mobilen, kleinformatigen, mikroprozessorgesteuerten Endgeräten mit einem berührungsempfindlichen LCD-Display von geringen Abmessungen und einer grafischen Bedienoberfläche auf dem Markt. Diese Vorrichtungen werden in der Regel beim Bedienen in der Hand gehalten. Beispiele hierfür sind Smart Phones, PDAs (Personal Digital Assistants), Palmtops, Handheld-PCs, etc. Als Eingabemittel für die Bedienung dieser Vorrichtungen wird zumeist ein Stift oder ein Finger einer Hand eingesetzt, insbesondere der Zeigefinger. Mit Hilfe dieser Zeigegeräte werden Bedienelemente in der grafischen Bedienoberfläche direkt manipuliert. Durch Antippen einer Schaltfläche wird beispielsweise eine Aktion ausgelöst, durch Bewegen eines sogenannten Scrollbalkens können Inhalte innerhalb eines Darstellungsbereichs verschoben werden und durch Bewegung eines Schiebereglers werden bestimmte Werte eingestellt.
Ein besonderes Problem bei der Bedienung der Vorrichtungen der eingangs genannten Art ergeben sich durch die unterschiedliche Händigkeit ihrer Benutzer. Rechtshänder halten die Vorrichtung in der Regel mit der linken Hand und bedienen es mit der dem Zeigestift in der rechten Hand. Linkshänder halten die Vorrichtung in der Regel in der rechten Hand und bedienen es mit dem Zeigestift in der linken Hand. Aufgrund des spezifischen Sehabstandes der in einer Hand gehaltenen Vorrichtung (ca. 30 bis 50 cm) werden hierbei Teile des Displays durch die stiftführende Hand verdeckt. Bei Rechtshändern verdeckt die rechte Hand weite Teile des Bildschirmbereichs rechts der aktuellen Stiftposition. Bei Linkshändern verdeckt die linke Hand weite Teile des Bildschirmbereichs links der aktuellen Stiftposition. Damit ist insbesondere die Bedienung in den linken bzw. rechten Außenbereichen des Bildschirms für Rechtshänder bzw. Linkshänder problematisch. Dieses Problem tritt verstärkt bei Vorrichtungen mit breitformatigem Display auf.
Da die Gestaltung der grafischen Bedienoberfläche der Vorrichtungen, insbesondere die Anordnung der Bedienelemente, fest vorgeschrieben ist, ergibt sich das Problem, dass diese Bedienoberflächen nie für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen angemessen sind. Beispielsweise sind bei scrollbaren Listen, Tabellen oder Kartenausschnitten die Scrollbalken in der Regel am rechten Rand angebracht, d. h. Linkshänder verdecken mit ihrer Hand beim Scrollen den Inhalt der Liste, Tabelle oder Karte. Das bedeutet, dass diese Benutzer bei Auswahlprozessen durch Scrollen und Selektion von Einträgen ihre stiftführende Hand öfters absetzen müssen, um Darstellungsinhalte sichtbar und damit selektierbar zu machen. Dies führt zu einer starken Beeinträchtigung und Erschwerung der Bedienung, in deren Folge mit einer schwindenden Akzeptanz der Vorrichtung zu rechnen ist.
Zur Lösung des Problems der Händigkeit ist es bei Betriebssystemen von Personalcomputern bekannt, eine Möglichkeit vorzusehen, beim Zeigegerät zwischen rechts- und linkshändiger Bedienung umzuschalten. Außerdem existiert für PDAs mindestens ein Rechnerprogramm, das es ermöglicht, den Scrollbalken von der rechten auf die linke Seite der berührungssensitiven Anzeige zu verlagern.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Handhabung einer handhabbaren Vorrichtung zu erleichtern, die von mindestens einer Hand handhabbar ist. Insbesondere besteht die Aufgabe darin, eine händige Bedienung der Vorrichtung so zu ermöglichen, dass die Verdeckung von Anzeigeinhalten durch die Zeigehand eines Benutzers für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen so weit wie möglich ausgeschlossen wird.
Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung, ein Verfahren und ein Rechnerprogrammprodukt mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Die handhabbare Vorrichtung weist demnach Erkennungsmittel zum automatischen Erkennen auf, ob die Vorrichtung von einer rechten und/oder linken Hand gehandhabt wird. Im Gegensatz zum Stand der Technik entfällt dadurch eine separat und bewusst vorzunehmende Eingabe, ob eine Vorrichtung von einem Rechts- oder einem Linkshänder gehandhabt wird. Darüber hinaus ergibt sich der Vorteil, dass eine Anpassung der Vorrichtung an die individuelle Handhabungssituation ermöglicht wird. Während bisher generell die Händigkeit eingestellt werden konnte, wird nunmehr die Vorrichtung auch auf eine linkshändige Handhabung umgeschaltet, wenn ein Rechtshänder sie ausnahmsweise mit der linke Hand handhabt.
Bei Vorrichtungen, bei denen unterschiedliche Funktionen in der Regel mit unterschiedlichen Händen gehandhabt werden, wird die Erkennung vorzugsweise funktionsselektiv vorgenommen.
Dafür sind insbesondere bei einer haltbaren Vorrichtung, bei der die Vorrichtung mit der einen Hand gehalten und mit der anderen Hand anderweitig gehandhabt wird, die Erkennungsmittel so ausgebildet, dass erkannt wird, ob die Vorrichtung von einer rechten und/oder einer linken Hand gehalten wird. In der Regel lässt sich nämlich die Haltehand durch ihre großflächige Anlage an der Vorrichtung einfacher identifizieren als die zur sonstigen Handhabung genutzte Hand.
Eine mögliche Anpassung, die an der Vorrichtung vorgenommen werden kann, wenn durch die Erkennungsmittel erkannt wird, ob die Vorrichtung von einer rechten und/oder linken Hand gehandhabt wird, ist die Umschaltung einer Anzeige, sofern die Vorrichtung eine solche Anzeige aufweist.
Dazu enthält die Vorrichtung Anzeigeschaltmittel, die z. B. in Form eines softwareprogrammierten Mikroprozessors vorliegen können, die die Anzeige je nachdem Schalten, ob die Vorrichtung von der rechten und/oder der linken Hand gehandhabt wird. Das Schalten kann dabei ein Ein-, Aus- oder Umschalten der Anzeige sein. Insbesondere kann die Anzeige so umgeschaltet werden, dass Anzeigeelemente von rechts nach links und umgekehrt gespiegelt werden. Dabei werden Anzeigeinhalte, die eine vorgegebene Richtung haben, die durch die Spiegelung nicht verändert wird, vorteilhafterweise auch nicht gespiegelt. Zu solchen Anzeigeinhalten zählt zum Beispiel die Schrift.
Besonders empfehlenswert ist ein Schalten der Anzeige dann, wenn die Anzeige berührungssensitiv ist, so dass sie mindestens ein Anzeigeelement enthält, das über Berühren der Anzeige mindestens eine Funktion auslöst. Solche Touch Screens erfreuen sich beispielsweise bei mobilen Endgeräten einer hohen Beliebtheit. Beim Schalten der berührungssensitiven Anzeige kann entweder der Anzeigeinhalt ganz allgemein in der zuvor beschriebenen Weise geschaltet werden, oder es werden nur die Anzeigeelemente durch Schalten angepasst, die mit einer Funktion belegt sind, die durch Berühren der Anzeigeelemente auf der berührungssensitiven Anzeige ausgelöst wird.
Statt, neben oder in der Anzeige kann die Vorrichtung auch Bedienelemente aufweisen, die sich vorteilhafterweise durch Schalten anpassen lassen, je nachdem, ob die Vorrichtung von der rechten und/oder linken Hand gehalten wird. Wird zum Beispiel eine Hand als Haltehand identifiziert, so lassen sich die Bedienelemente durch Bedienelementeschaltmittel ausschalten, die im Bereich dieser Haltehand liegen. Dadurch kann eine Fehlbedienung der handhabbaren Vorrichtung durch versehentliches Auslösen von Bedienelementen durch die Haltehand ausgeschlossen werden.
Sehr einfach und kostengünstig lassen sich die Erkennungsmittel durch mindestens einen Berührungssensor realisieren. Dies kann ein Drucksensor mit einem drucksensitiven Element oder auch ein elektrischer Sensor sein, bei dem zum Beispiel zwei Kontakte durch einen Hautteil der handhabenden Hand kurzgeschlossen werden.
Vorteilhafterweise weist das Erkennungsmittel zwei Berührungssensoren auf, die an geeigneten, durch die Formgebung der Vorrichtung und die typische Handhaltung vorgegebenen Stellen in der Vorrichtung integriert sind. Solche durch die Formgebung der Vorrichtung vorgegebenen Stellen sind beispielsweise am linken und am rechten Rand der Vorrichtung eingearbeitete Daumenmulden. Dies sind Teile der Vorrichtung, die normalerweise entweder von einer linken oder einer rechten Hand gehalten werden.
In einem Verfahren zum Anpassen einer handhabbaren Vorrichtung wird zunächst erkannt, ob die Vorrichtung von einer rechten und/oder linken Hand gehandhabt wird. Dazu weist die Vorrichtung vorteilhafterweise entsprechende Erkennungsmittel auf. Dies können separate Erkennungsmittel sein, die extra zu diesem Zweck an der Vorrichtung angeordnet sind. Es können aber auch ohnehin vorhandene Bedienelemente sein, deren Bedienung sich durch die Vorrichtung messbar unterscheidet, je nachdem, ob sie von einer rechten und/oder linken Hand bedient werden.
Nach der Erkennung, durch welche Hand oder Hände die Vorrichtung gehandhabt wird, wird die Vorrichtung auf die Handhabung durch eine rechte und/oder linke Hand angepasst.
Dieses Verfahren lässt sich für handhabbare Vorrichtungen verfeinern, bei denen ein Wechsel der handhabenden Hand auftritt. Ein Wechsel einer handhabenden Hand kann beispielsweise auftreten, wenn von der rechten auf die linke Hand gewechselt wird oder wenn die Vorrichtung zusätzlich mit der zweiten Hand gehandhabt wird. Dann wird nach dem Wechsel erkannt, ob die Vorrichtung von einer rechten und/oder linken Hand gehandhabt wird und die Vorrichtung wird an die Handhabung durch die rechte und/oder linke Hand nach dem Wechsel angepasst, wobei berücksichtigt wird, ob die Vorrichtung vor dem Wechsel durch eine rechte und/oder linke Hand gehandhabt wurde.
Ein Rechnerprogrammprodukt, das Softwarecodeabschnitte enthält, mit denen eines der geschilderten Verfahren auf einem Rechner ausgeführt werden kann, lässt sich durch geeignete Implementierung des geschilderten Verfahrens in einer Programmiersprache ausführen. Die Softwarecodeabschnitte werden dazu gespeichert. Dabei wird unter einem Rechnerprogrammprodukt das Rechnerprogramm als handelbares Produkt verstanden. Es kann in beliebiger Form vorliegen, so zum Beispiel auf Papier, einem computerlesbaren Datenträger oder über ein Netz verteilt.
Weitere wesentliche und vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.
Dabei zeigt Fig. 1 eine handhabbare Vorrichtung.
In Fig. 1 erkennt man eine handhabbare Vorrichtung 1 in Form eines mobilen Endgerätes mit Bedienelementen in Form einer Tastatur 2 und einer berührungssensitiven Anzeige 3. Die Tastatur 2 enthält zahlreiche drückbare Tasten. Die berührungssensitive Anzeige 3 weist ein Anzeigelement 4 auf, das von der Anzeige 3 dargestellt wird. Durch eine Berührung der berührungssensitiven Anzeige 3 im Bereich des Anzeigeelementes 4 ist eine Funktion der handhabbaren Vorrichtung 1 auslösbar. Ebenso ist durch das Drücken einer Taste der Tastatur 2 eine Funktion der handhabbaren Vorrichtung 1 auslösbar.
Die handhabbare Vorrichtung 1 weist Erkennungsmittel 5, 6 zum Erkennen auf, ob die Vorrichtung von einer rechten und/oder linken Hand gehandhabt wird. Die Erkennungsmittel 5, 6 sind als zwei Berührungssensoren in Form von Tasten ausgeführt und in Bereichen angeordnet, die normalerweise entweder von der linken Hand oder von der rechten Hand gehandhabt werden. So sind erste Erkennungsmittel 5 in einem Bereich angeordnet, der sich links oben auf der Vorderseite der Vorrichtung 1 befindet. In diesem Bereich befindet sich der Daumen der linken Hand, wenn die Vorrichtung 1 von der linken Hand gehalten wird. Die Finger der linken Hand bilden dabei auf der Rückseite der Vorrichtung 1 ein Gegenlager für den vom Daumen der linken Hand auf die Vorrichtung ausgeübten Druck. Durch diesen zum Halten vom Daumen der linken Hand auf die Vorrichtung ausgeübten Druck werden die Erkennungsmittel 5 in Form einer Taste niedergedrückt. Dadurch wird ein Kontakt geschlossen und von der Vorrichtung 1 erkannt, dass sie von der linken Hand gehalten wird.
Währen so die handhabbare Vorrichtung 1 von der linken Hand durch Halten gehandhabt wird, kann sie von der rechten Hand bedient werden, wobei das Bedienen eine Handhabung durch die rechte Hand darstellt. Für die Bedienung erfolgt bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung keine zusätzliche Erkennung der die Bedienung handhabenden Hand. Es wird vielmehr davon ausgegangen, dass alle Hände, die nicht zum Handhaben in Form von Halten verwendet werden, zum Handhaben in Form von Bedienen verwendet werden. In anderen Ausführungsformen können aber auch Erkennungsmittel vorgesehen sein, die erkennen, ob eine bedienende Hand eine rechte oder eine linke Hand ist. Die Bedienung durch die rechte Hand erfolgt in der geschilderten Situation durch Eingabe von Werten über die Tastatur oder über die berührungssensitive Anzeige. Im letzteren Fall wird die Anzeige 3 im Bereich des Anzeigeelementes 4 etwa durch einen Stift oder den Zeigefinger der rechten Hand berührt, um die mit dem Anzeigeelement 4 verbundene Funktion auszulösen. Das Anzeigeelement 4 ist in diesem Fall optimal angeordnet, da bei der Berührung des Anzeigeelementes 4 durch einen in der rechten Hand gehaltenen Stift oder den Zeigefinger der rechten Hand nur minimale Bereiche der Anzeige 3 abgedeckt werden, so dass diese größtenteils lesbar bleibt.
Wird nun die Vorrichtung 1 statt in der linken Hand in der rechten Hand gehalten, so kommt der Daumen der rechten Hand im rechten oberen Bereich der Seite der Vorrichtung 1 zu liegen, auf der die Anzeige 3 angeordnet ist. In diesem Bereich sind die Erkennungsmittel 6 in Form einer Taste angeordnet, die erkennen, dass die Vorrichtung 1 von einer rechten Hand gehalten wird. Der Daumen der rechten Hand übt dabei einen Druck auf die Erkennungsmittel 6 in Form einer Taste aus. Dadurch wird ein Kontakt geschlossen und es wird erkannt, dass die Vorrichtung von einer rechten Hand gehalten wird.
Erfolgt nunmehr die Bedienung der Vorrichtung 1 mit der linken Hand, so ist das Anzeigeelement 4 denkbar ungünstig angeordnet. Bei einer Berührung des Anzeigeelementes 4 wird nämlich ein großer Teil der Anzeige 3 durch die linke Hand abgedeckt und ist damit nicht mehr lesbar.
Deshalb verfügt die Vorrichtung 1 über Anzeigeschaltmittel, die die Anzeige 3 je nachdem Schalten, ob die Vorrichtung von der rechten und/oder der linken Hand gehandhabt wird. Im vorliegenden Fall schalten die Anzeigeschaltmittel die Anzeige 3 so um, dass statt des Anzeigeelementes 4 nunmehr ein Anzeigeelement 7 dargestellt wird. Dieses Anzeigeelement 7 ist so positioniert, dass bei der Berührung des Anzeigeelementes 7 durch die bedienende Hand ein möglichst größer Teil der Anzeige 3 sichtbar bleibt. Mit dem Anzeigeelement 7 wird die gleiche Funktion Verknüpft, die zuvor mit dem Anzeigeelement 4 verknüpft war und durch Berühren des Anzeigeelementes 7 wird diese Funktion ausgelöst.
Allgemein wird über eine Schnittstelle der Aktivierungszustand der Erkennungsmittel 5, 6 der Vorrichtung 1 gemeldet. Somit kann durch die Vorrichtung 1 zwischen rechts- und linkshändiger Handhabung unterschieden werden. Sind nur die links angeordneten Erkennungsmittel 5 aktiviert, wird angenommen, dass der Benutzer die Vorrichtung 1 mit der linken Hand hält und mit der rechten bedient. Sind nur die rechts angeordneten Erkennungsmittel 6 aktiviert, so wird angenommen, dass der Benutzer die Vorrichtung 1 mit der rechten Hand hält und mit der linken bedient. Sind beide Erkennungsmittel 5, 6 aktiviert, wird angenommen, dass die Vorrichtung 1 momentan beidhändig gehalten wird. Sind keine Erkennungsmittel 5, 6 aktiviert, wird angenommen, dass die Vorrichtung nicht in der Hand gehalten wird und dass sowohl die linke Hand als auch die rechte Hand zur Bedienung zur Verfügung stehen.
Eine mögliche Anpassung der auf der Anzeige 3 angezeigten Bedienoberfläche kann bei eingeschalteter Vorrichtung 1 immer dann geprüft werden, wenn ein Wechsel einer Hand erkannt wird. Diese Erkennung erfolgt bei einer Änderung des Aktivierungszustandes der Erkennungsmittel 5, 6. Dabei sind folgende Wechsel möglich:
  • 1. Wechsel von Handhabung mit der rechten Hand auf Handhabung mit der linken Hand und umgekehrt: Die Anzeige 3 wird entsprechend geschaltet, wobei die Bedienoberfläche der Anzeige 3 angepasst wird.
  • 2. Wechsel von Handhabung mit der rechten Hand oder Handhabung mit der linken Hand auf beidhändige Handhabung:
    Die Anzeige 3 wird nicht umgeschaltet und die Bedienoberfläche der Anzeige 3 nicht angepasst. Die bisherige Einstellung wird aus Konsistenzgründen beibehalten.
  • 3. Wechsel von beidhändiger Handhabung auf Handhabung mit der rechten Hand oder Handhabung mit der linken Hand: Die Anzeige 3 wird wie für die Handhabung mit der entsprechenden Hand beschrieben geschaltet und die Bedienoberfläche der Anzeige 3 entsprechend angepasst.
  • 4. Wechsel von Handhabung mit der rechten Hand oder Handhabung mit der linken Hand auf Handhabung weder mit der rechten noch mit der linken Hand: Die Anzeige 3 wird nicht geschaltet und die Bedienoberfläche der Anzeige 3 nicht angepasst. Die bisherige Einstellung wird aus Konsistenzgründen beibehalten.
  • 5. Wechsel von Handhabung weder mit der rechten noch mit der linken Hand auf Handhabung mit der rechten Hand oder Handhabung mit der linken Hand: Die Anzeige 3 wird wie für die Handhabung mit der entsprechenden Hand beschrieben geschaltet und die Bedienoberfläche der Anzeige 3 entsprechend angepasst.
  • 6. Wechsel von Handhabung weder mit der rechten Hand noch mit der linken Hand auf Handhabung mit beiden Händen und umgekehrt: Die Anzeige 3 wird nicht geschaltet und die Bedienoberfläche der Anzeige 3 nicht angepasst. Die bisherige Einstellung wird aus Konsistenzgründen beibehalten.
Die Anpassung der Anzeige 3 und der Bedienoberfläche der Anzeige 3 aufgrund von Wechseln der handhabenden Hand hat das Ziel, Verdeckungen von Bedienelementen durch die bedienende Hand so weit wie möglich zu vermeiden. Hierzu kann einerseits der Aufbau einzelner Anzeigeelemente 4, 7 angepasst werden, beispielsweise die Lage eines vertikalen Scroll-Balkens bei Listen, Tabellen oder Karten. Bei rechtshändiger Bedienung sollte dieser Scroll-Balken rechts angebracht sein, bei linkshändiger Bedienung links. Anderseits kann die Gesamtanordnung von Anzeigeelementen innerhalb von Bildschirmmasken dahingehend optimiert werden, dass Zeigehandverdeckungen minimiert werden.
Die Anpassung von Bedienelementen, Anzeigen und Bedienoberflächen an die jeweils handhabende Hand aufgrund der Erkennungsmittel 5, 6 bietet den Vorteil, dass diese vollautomatisch geschieht. Der Benutzter muss weder explizite Einstellungen in einem Konfigurationsmenü vornehmen und verwalten, noch überhaupt Kenntnis vom Konzept der anpassbaren Bedienoberfläche haben. Diese Vorteile zeigen sich insbesondere beim nicht persönlichen Einsatz von handhabbaren Vorrichtungen durch unterschiedliche Personen, z. B. im mobilen Wartungs- und Serviceeinsatz.
Ein weitergehender Einsatz der Vorrichtung, des Verfahrens und des Rechnerprogrammprodukts besteht darin, die Erkennung und Auswertung handschriftlicher Eingaben in eine Vorrichtung durch die Identifikation der eingebenden Hand zu unterstützen. Die so festgestellte Händigkeit des Benutzers kann somit als zusätzlicher Parameter bei der Schrifterkennung dienen. Mit Hilfe dieses Parameters lassen sich spezifische rechts- bzw. linkshändige Schreibweisen eines Zeichens oder Wortes besser zuordnen.

Claims (10)

1. Handhabbare Vorrichtung (1), die von mindestens einer Hand handhabbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) Erkennungsmittel (5, 6) zum Erkennen aufweist, ob die Vorrichtung (1) von einer rechten und/oder einer linken Hand gehandhabt wird.
2. Handhabbare Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine haltbare Vorrichtung ist und dass die Erkennungsmittel (5, 6) zum Erkennen ausgebildet sind, ob die Vorrichtung (1) von der rechten und/oder der linken Hand gehalten wird.
3. Handhabbare Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Anzeige (3) und Anzeigeschaltmittel aufweist, die die Anzeige (3) je nachdem Umschalten, ob die Vorrichtung (1) von der rechten und/oder der linken Hand gehandhabt wird.
4. Handhabbare Vorrichtung nach zumindest Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige (3) eine berührungssensitive Anzeige ist.
5. Handhabbare Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) Bedienelemente (2, 3) und Bedienelementeschaltmittel aufweist, die die Bedienelemente (2, 3) je nachdem Schalten, ob die Vorrichtung (1) von der rechten und/oder der linken Hand gehandhabt wird.
6. Handhabbare Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennungsmittel (5, 6) mindestens einen Berührungssensor aufweisen.
7. Handhabbare Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennungsmittel (5, 6) an einem Bereich der Vorrichtung (1) angeordnet sind, der normalerweise entweder von einer linken oder von einer rechten Hand gehandhabt wird.
8. Verfahren zum Anpassen einer handhabbaren Vorrichtung, insbesondere nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7,
bei dem erkannt wird, ob die Vorrichtung (1) von einer rechten und/oder linken Hand gehandhabt wird, und
bei dem die Vorrichtung an die Handhabung durch eine rechte und/oder eine linke Hand angepasst wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
bei dem ein Wechsel einer Hand erkannt wird, mit der die Vorrichtung (1) gehandhabt wird,
bei dem erneut erkannt wird, ob die Vorrichtung (1) von einer rechten und/oder linken Hand gehandhabt wird, und
bei dem die Vorrichtung an die Handhabung durch die rechte und/oder linke Hand nach dem Wechsel angepasst wird, wobei berücksichtigt wird, ob die Vorrichtung (1) vor dem Wechsel durch eine rechte und/oder linke Hand gehandhabt wurde.
10. Rechnerprogrammprodukt, das Softwarecodeabschnitte enthält, mit denen ein Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9 auf einem Rechner ausgeführt werden kann.
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