DE10048740A1 - Vorrichtung Reinigung von Regenwasser - Google Patents
Vorrichtung Reinigung von RegenwasserInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Reinigung von Regenwasser, die aus einem Gehäuse, welches in seinem Innenraum einen Siebkörper aufnimmt und das mindestens einen Zulauf, mindestens einen Ablauf und wenigstens einen Auslauf sowie einen Anström- und einen Abströmraum aufweist, und einer Einheit zur Rückspülung des Siebkörpers besteht, wobei der Siebkörper ein Hohlzylinder ist, der im Gehäuse zwischen dem Zulauf und dem Ablauf angeordnet ist, wobei die Längsachse des Siebkörpers unter einem Winkel a zur Flussrichtung des Zulaufes geneigt steht und/oder auf die äußere Fläche des Mantels des Siebkörpers eine Netzhülle geschoben ist, und wobei der Siebkörper bei der Rückspülung in spezieller Art angestrahlt wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von Regenwasser
gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Diese Vorrichtung findet
insbesondere dort Anwendung, wo Regenwasser gereinigt werden soll,
welches nach der Reinigung als sauberes Brauchwasser in einem
Sammelbehälter, insbesondere einer Zisterne, vorzugsweise bevorratet
wird. Bei Bedarf sind von diesem Vorrat Teilmengen zur
Gartenbewässerung, zum Autowaschen, für die Toilettenspülung oder
ähnlichen Verwendungszwecken entnehmbar.
Über ein Rinnen- bzw. Rohrsystem abgeführtes und einem
Sammelbehälter zugeführtes Regenwasser wird bei bekannten
Vorrichtungen über ein im Rinnen- bzw. Rohrsystem angeordnetes Sieb
gereinigt. Bekannt sind Siebkörper in Form von Flachsieben, Siebkörben
oder trichterförmigen Sieben, die Laub, Insekten und Schmutz, die mit
dem Regenwasser mitgeschwemmt werden, zurückhalten.
Bekannt ist aus der DE 197 23 848 A1 eine Abscheidevorrichtung von
Laub aus Regenwasser, bei der ein Gehäuse mit einer Vorkammer
vorgesehen ist. Aus dieser Vorkammer fließt das angestaute
Regenwasser über eine Schwelle und mehrere Kaskaden ab. Das Laub
wird von den Ablaufflächen der Kaskaden zurück gehalten und rutscht
zugleich auf selbigen zu einer Ausstoßöffnung hin, während ein großer
Teil des Regenwassers über Rücklaufflächen in den Behälter gelenkt
wird. Unterhalb der Kaskaden ist ein zusätzliches Sieb für die
Feinfilterung des Regenwassers angebracht. Nachteil dieser
Abscheidevorrichtung von Laub ist die verhältnismäßig große Bauhöhe,
sowie der konstruktionsbedingte hohe technische Fertigungsaufwand.
Zudem kann diese Abscheidevorrichtung nur außerhalb einer Zisterne
bzw. oberhalb des Erdreiches angeordnet werden, da sonst das unter
der Kaskade befindliche Feinsieb zu Reinigungszwecken nicht oder nur
mit sehr großem Arbeitsaufwand herausgenommen werden kann.
Aus der DE 297 21 924 U1 ist zudem eine Regenwasser-Filteranlage
bekannt, bei der zur Abscheidung von Schmutz, insbesondere von Laub,
und Filterung von feineren Verunreinigungen nur ein schräg zur
Vertikalen angeordnetes Sieb vorgesehen ist.
Besonders günstig ist bei dieser Anlage, dass das Sieb ein Geflecht mit
Ketten- und -Schussdrähten aus rostfreiem Stahl ist, die so geflochten
sind, dass die Ablauffläche zum einen eine gute Durchgangsrichtung für
das zu reinigende Wasser, aber zugleich auch eine sehr glatte
Oberfläche aufweist, über welche insbesondere Blätter und größere
Verschmutzungen sehr leicht abrutschen können. Nachteil dieser
Regenwasser-Filteranlage ist jedoch auch, wie bei der voranstehend
genannten Abscheidevorrichtung, die relativ große Bauhöhe und der
nicht unerhebliche Wartungs-/Reinigungsaufwand.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zur Reinigung
von Regenwasser, bei der mit geringem konstruktionstechnischen
Aufwand eine größere Effizienz gegenüber bekannten Vorrichtungen
erreichbar ist; als Nebenergebnis soll zudem der zeitliche Aufwand für
die Reinigung der Siebkörper gesenkt werden.
Die anstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung
zur Reinigung von Regenwasser mit den Merkmalen des Patent
anspruches 1 oder des Patentanspruches 2 oder des Patentanspru
ches 8, insbesondere durch deren kennzeichnende Merkmale gelöst. Die
nachgeordneten Patentansprüche 3 bis 7 und 9 bis 10 offenbaren
bauliche Weiterungen bzw. vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten des
Gegenstandes der Erfindung. Die Patentansprüche 11 bis 13 offenbaren
neue verfahrensmäßige Merkmale, wobei diese neuen
Verfahrensabläufe vorteilhaft unter Anwendung einer Vorrichtung gemäß
einem der Patentansprüche 1 bis 10 durchführbar sind.
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur Reinigung von
Regenwasser, die aus einem Gehäuse, welches in seinem Innenraum
einen Siebkörper aufnimmt und das mindestens einen Zulauf,
mindestens einen Ablauf und wenigstens einen Auslauf sowie einen
Anström- und einen Abströmraum aufweist, und aus einer Einheit zur
Rückspülung des Siebkörpers besteht, wobei in neuer Gestaltung der
Siebkörper ein Hohlzylinder ist, der im Gehäuse zwischen dem Zulauf
und dem Ablauf angeordnet ist, wobei die Längsachse des Siebkörpers
unter einem Winkel geneigt zur Strömungsrichtung des Zulaufes liegt.
Dieser Winkel, auch Neigungswinkel genannt, ist vorzugsweise kleiner
45 Grad. Das Innere des Hohlzylinders ist zugleich der Anströmraum für
das Sieb.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Sohle des Zulaufes in einer ersten
Ebene und die Sohle des Ablaufes in einer zweiten Ebene liegt, wobei
die Ebene E2 gegenüber der Ebene E1 tiefer am Gehäuse angeordnet
ist.
Ebenfalls neu und gleichermaßen bedeutsam, wie das voranstehend
genannte neue Merkmal, ist bei dem Gegenstand der Erfindung, dass
auf die äußere Fläche des Mantels des Siebkörpers eine Netzhülle
geschoben ist.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Netzhülle aus Kunststoff besteht;
zudem ist der Innendurchmesser bzw. -querschnitt der Netzhülle
geringfügig kleiner wie der Außendurchmesser bzw. -querschnitt des
Siebkörpers, damit wird ein Rutschen der Netzhülle unterbunden.
Vorteilhaft ist auch, dass die Wandstärke der Netzhülle vorzugsweise
das Zwei- bis Dreifache der Dicke des Mantels des Siebkörpers beträgt.
Die Vorteile dieser vorgenannten neuen baulichen Maßnahmen sind die,
dass einerseits das in das Innere des Hohlzylinders, den Anströmraum,
einströmende Regenwasser nicht über auf der inneren Fläche des
Mantels anhaftenden Verunreinigungen, wie Laub oder größere
Schmutzpartikel, hinwegströmt, sondern einerseits zumindest teilweise
unter die anhaftenden Schmutzpartikel strömt und somit selbige lockert
und an-/abhebt, so dass auch diese Schmutzpartikel durch einen
Teilstrom des einströmenden Regenwassers dem Ablauf zugeleitet
werden, und andererseits das einströmende Regenwasser durch das
schräge Auftreffen auf die innere Fläche des Mantels und damit auch
auf dessen Lochungen, besser und mit größerer Geschwindigkeit durch
die Lochungen das Mantels des Siebkörpers hindurchtritt.
Der Vorteil der Netzhülle besteht darin, dass das aus den Lochungen
des Mantels austretende, gereinigte Wasser nunmehr nicht wie bisher
überwiegend an der äußeren, relativ glatten Fläche des Siebkörpers, die
zwangsläufig vorhanden ist, weil die Lochungen wegen einer höheren
Reinigungswirkung relativ eng gehalten sind, abströmt und zugleich
Widerstand für das hindurchtretende gereinigte Wasser bildet. Durch die
auf der äußeren Fläche des Mantels liegende Netzhülle wird stattdessen
einerseits die Oberfläche der äußeren Fläche des Mantels vergrößert
und zugleich eine Vielzahl von Abrisskanten gebildet, durch die das
durch den Mantel des Siebkörpers hindurchtretende, gereinigte Wasser
wesentlich schneller von der äußeren Fläche des Mantels abfließt.
Ein weiteres neues Merkmal der Erfindung, mit gleicher Wertigkeit, ist
die spezielle Anordnung der Einheit zur Rückspülung. Diese spezielle
Anordnung ist derart, dass, vorzugsweise unterhalb des Siebkörpers,
vorteilhaft im Abströmraum, bevorzugt im Bereich des Auslaufes des
gereinigten Wassers zumindest Teile der Einheit zur Rückspülung
vorgesehen sind. In weiterer spezieller Ausbildung besteht diese Einheit
aus einer in den besagten Raum hinein ragenden Düsenkörper und einer
außerhalb des Gehäuses befindlichen Druckleitung, über die der Düse
des Düsenkörpers Wasser in einer Qualität zugeführt wird, die
mindestens dem des gereinigten Wassers entspricht. Wichtig an dieser
Neuerung ist weiterhin, dass die Düse an sich und ihre Stellung zum
Siebkörper so eingestellt ist, dass die Wasserstrahlen des von der Düse
ausgesendeten Strahlenbündels zum einen im Wesentlichen tangential
an der äußeren Fläche des Siebkörpers angreifen, wodurch der
Siebkörper eine Rotation um seine Längsachse erfährt. Damit wird ohne
zusätzlichen Antrieb erreicht, dass zeitlich nacheinander jeder Abschnitt
des Mantels des Zylinders von außen nach innen von Wasser durchspült
wird, so dass auf der inneren Fläche des Mantels anhaftende
Schmutzpartikel gelöst und von dem in Richtung des Ablaufes
abfließenden Wasser mitgerissen werden.
Die Anordnung der Düse, insbesondere deren Strahlrichtung, die
vorzugsweise in einem vorgegebenen Bereich variabel einstellbar ist, ist
in Weiterung so gewählt, dass ein Teil der Wasserstrahlen des
Strahlenbündels nahezu senkrecht auf den bestrahlten Abschnitt der
Fläche des Mantels treffen und somit eine größere Durchdringungskraft
besitzen, und ein weiterer Teil der Wasserstrahlen des Strahlbündels, in
tangentialer Richtung am Siebkörper vorbei, auf die innere
Gehäusewandung treffen, von dort abgelenkt werden, um dann wieder
nahezu senkrecht in die Lochungen des Mantels des Siebkörpers zu
treffen. Durch diese Weiterung wird erreicht, dass einerseits ein
größerer Flächenbereich des Siebkörpers rückgespült wird, und zum
anderen die Anzahl der nahezu senkrecht auf den angestrahlten Bereich
treffenden Wasserstrahlen gegenüber bisheriger Rückspülverfahren
wesentlich erhöht ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines, in Zeichnungen
schematisiert dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigen dabei:
Fig. 1 die neue Vorrichtung zur Reinigung von Regenwasser in
einer möglichen Einbaulage und im teilweisen Längsschnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt zu Fig. 1,
Fig. 3 eine Perspektivansicht mit teilweise aufgeschnittener
Vorrichtung, und
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung, bei welcher der Deckel
abgehoben ist.
Die neue Vorrichtung zur Reinigung von Regenwasser 1 ist in
perspektivischer Ansicht in den Fig. 4 und 3 gezeigt. In der Fig. 4
ist die Vorrichtung zur besseren Darstellung ihrer einzelnen Bauteile aus
ihrer üblichen Einbaulage herausgeschwenkt, so dass in dieser Ansicht
ein Ablauf 10 aufwärts gerichtet ist, der jedoch in funktionsmäßiger
Einbaulage zumindest waagerecht bzw. leicht nach unten geneigt liegt.
Die neue Vorrichtung zur Reinigung von Regenwasser 1 besteht aus
einem Gehäuse 2, in dessen Innerem ein Siebkörper 17, zwischen
einem stirnseitigen Zulauf 9 und einem an der gegenüberliegenden
Stirnseite befindlichen Ablauf 10, angeordnet ist.
Das Gehäuse 2 besteht aus einem Grundkörper 3, der vorzugsweise
kasten- bzw. trogförmig ausgebildet ist, und einem in die obere freie
Fläche des Grundkörpers auf, hier vorzugsweise einsetzbaren Deckel
13. Der Deckei 13 ist umlaufend mit einem flächenmäßig aufwärts
gerichteten Rand 14 versehen. In der gezeigten Ausführung ist der Rand
14 ausgehend von seiner oberen Kante zur tiefer liegenden Köperkante
14a hin konisch ausgebildet.
Bei bestimmungsgemäßem Einsatz liegt dieser Rand 14 am inneren,
oberen umlaufenden Bereich des Grundkörpers an, so dass, abgesehen
von Zu-, Ab- und Auslauf, ein geschlossener Innenraum des Gehäuses 2
gebildet wird, der auch als Sammelraum 8 bezeichnet ist.
Zum Anschluss an Rohre eines Rinnen- oder Rohrsystems sind
stirnseitig am Grundkörper 3 Rohrstutzen 9a und 10a angeformt, von
denen jeweils einer die Stirnfläche 4 und die gegenüberliegende
Stirnfläche 5 durchsetzt. Die gehäuseseitigen Stirnflächen dieser
Rohrstutzen 9a und 10a, insbesondere der jeweiligen Übergangsbereich
zwischen den Rohrstutzen 9a und 10a und den Stirnseiten 4 und 5 des
Grundkörpers 3, sind zugleich Begrenzungsfläche für das axiale Spiel
des im Grundkörper eingesetzten Siebkörpers 17, der als Hohlzylinder
ausgebildet ist.
Im Grundkörper 3 sind stirnseitig je eine, zumindest halbkreisförmig
ausgeführte, Lagerfläche 12a und 12b vorgesehen, die zur Aufnahme
des Siebkörpers 17 dienen. Der Siebkörper 17 selbst besitzt in seinen
stirnseitigen Bereichen 21a und 21b Laufflächen 18a und 18b, die in
dem Bereich der Lagerfläche 12a und 12b zu liegen kommen. Im Deckel
13 sind innen im Bereich von dessen Stirnflächen Stützflächen 15a und
15b vorgesehen, die, bei in den Grundkörper 3 eingesetztem Deckel 13,
an die freien Enden der Lagerflächen 12a und 12b anschließen und
somit je eine geschlossene, kreisförmige Lagerschale für die
Laufflächen 18a und 18b des Siebkörpers 17 bilden und selbigen 17 in
radialer Richtung fixieren. Zwischen dem so gelagerten, vorzugsweise
austauschbaren, Siebkörper 17 und den Innenwänden des Gehäuses 2
befindet sich ein Sammelraum 8, der auch Abströmraum genannt wird.
Dieser Sammelraum 8 weist einen oberen Bereich 8a und einen unteren
Bereich 8b auf. Während der obere Bereich 8a einen annähernd
gleichmäßigen Querschnitt besitzt, ist der untere Bereich 8b des
Sammelraumes 8 trichterförmig 7 ausgebildet. Dieser trichterförmige
Bereich 7 geht in einen angeformten Rohrstutzen 11a über und bildet
gleichzeitig den Auslauf 11 für das gesiebte, gereinigte Wasser.
Gemäß einem ebenfalls wichtigen Merkmal der Erfindung ist auf die
äußere Fläche des Mantels 19 des Siebkörpers 17 eine Netzhülle 20
geschoben, wobei die Netzhülle 20 im Bereich der Stirnseiten 21a, 21b
des Siebkörpers 17 den Mantel 19 nicht überdeckt. Die Netzhülle 20
besteht zumindest teilweise aus Kunststoff. Vorteilhaft ist hier die
Wandstärke der Netzhülle 20 zwei- bis dreimal so dick wie die des
Mantels 19 des Siebkörpers 17.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Einheit zur Rückspülung 22 des
Siebkörpers 17 ist in diesem Ausführungsbeispiel vorzugsweise im
trichterförmig 7 ausgebildeten unteren Bereich 8b des Sammelraumes 8
in selbigen 8b eingeführt, so dass der Düsenkörper 23 dieser
Rückspüleinheit 22, insbesondere die Düse 24, im wesentlichen
unterhalb des Siebkörpers 17 angeordnet ist.
Die weiteren Details des vorteilhaften Ausführungsbeispieles der
Erfindung sind in den Fig. 1 und 2 gezeigt.
In der Fig. 1 ist die Vorrichtung 1 in einer bevorzugten Einbaulage
gezeigt. Mit dritter Ebene E3 ist in dieser schematischen Darstellung
eine Bezugsebene bezeichnet, die z. B. die Oberkante (Deckel) einer
hier nicht dargestellten Zisterne sein kann. Der Zulauf 9 und der Ablauf
10 der Vorrichtung verlaufen nahezu parallel zur dritten Ebene E3, die
Bezugsebene, die jeweilige Rohrsohle vorm Zulauf 9 und Ablauf 10 sind
mit erster Ebene E1 und zweiter Ebene E2 bezeichnet, wobei die
Ebene E2 gegenüber der Ebene E1 tiefer am Gehäuse 2 angeordnet
ist.
Der Auslauf für das gereinigte Wasser ist hier mit 11 bezeichnet.
Ausgehend vom unteren Bereich 8b des Sammelraumes 8, der in dieser
baulichen Ausführung als Trichter 7 geformt ist, geht der Auslauf 11 in
einen Rohrstutzen 11a über, der in eine Zisterne eingesteckt ist, die in
dieser Zeichnung wegen einer besseren Übersichtlichkeit der
Darstellung der Erfindung nicht gezeichnet wurde.
In der Fig. 1 ist zudem die neuerungsgemäße Neigung der Längsachse
L des Siebkörpers 17 gegenüber der Flussrichtung des eintretenden
Regenwassers gezeigt. Der Neigungswinkel α liegt zwischen der
Längsachse L und der Flussrichtung (Pfeil) des Zulaufes 9.
der Winkel α, der Neigungswinkel, kleiner als 45 Grad ist.
Über eine Druckleitung 26 wird dem Düsenkörper 23 nebst seiner Düse
24 Spülwasser zugeführt. Die Düse 24 ist so gestellt, dass das
ausgesendete Strahlenbündel 27 von Wasserstrahlen im Wesentlichen,
zumindest teilweise, tangential auf die äußere Fläche des Mantels 19
des Siebkörpers 17 auftrifft. Die Wasserstrahlen dieses
Strahlenbündels 27 versetzen den Siebkörper 17 in eine Rotation R um
dessen Längsachse L.
In spezieller Ausführung ist die Strahlrichtung 25 der Düse 24 auch so
gestellt, dass mindestens ein Teilbereich des ausgesendeten
Strahlenbündels 27 von Wasserstrahlen an dem Siebkörper 17
vorbeigehend auf die innere Wand des Gehäuses 2 trifft.
Die Wasserstrahlen dieser Teilbereiche des ausgesendeten
Strahlbündels 27 treffen nach Ablenkung durch die Wand des den
Siebkörpers 17 umgebenden Sammelraumes 8, 8a, 8b auf die äußere
Fläche des Mantels 19 des Siebkörpers 17. Somit erfolgt eine direkte
und/oder indirekte Strahllenkung auf die äußere Fläche des Mantels 19
des Siebkörpers 17 auftreffen, wodurch die weiter vorn bereits
genannten Vorteile erzielbar sind.
Alle in der voranstehenden Beschreibung erwähnten sowie auch die nur
allein aus den Zeichnungen entnehmbaren Merkmale sind weitere
Bestandteile der Erfindung, auch wenn sie nicht besonders
hervorgehoben und insbesondere nicht in den Ansprüchen erwähnt sind.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern
im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
So ist zum Beispiel die in der Fig. 1 gezeigte Einbaulage nur ein
Beispiel. Denkbar ist u. a. auch, dass das Gehäuse 2 auf seiner
Seitenfläche 6 aufgestellt wird, so dass der Auslauf 11 seitwärts
gerichtet ist, oder eine Einbaulage zwischen diesen beiden Positionen.
1
Vorrichtung zur Reinigung von Regenwasser
2
Gehäuse
3
Grundkörper
4
Stirnfläche (Zulaufseitig)
5
Stirnfläche (Ablaufseitig)
6
Seitenfläche
7
Trichter
8
Sammelraum (Abströmraum)
8
a oberer Bereich (Sammelraum)
8
b unterer Bereich (Sammelraum)
9
Zulauf
9
a Rohrstutzen
10
Ablauf
10
a Rohrstutzen
11
Auslauf
11
a Rohrstutzen
12
a Lagerfläche
12
b Lagerfläche
13
Deckel
14
Rand
14
a Körperkante
15
a Stützfläche
15
b Stützfläche
16
Griff
17
Siebkörper (Hohlzylinder)
18
a Laufflächen
18
b Laufflächen
19
Mantel (Drahtgeflecht; Lochblech)
20
Netzhülle (grobmaschiges Gittergeflecht)
21
a Stirnseite
21
b Stirnseite
22
Einheit zur Rückspülung
23
Düsenkörper
24
Düse
25
Strahlrichtung
26
Druckleitung
27
Strahlenbündel
α Anstellwinkel
E1 erste Ebene
E2 zweite Ebene
E3 dritte Ebene
L Längsachse
R Rotationsrichtung
α Anstellwinkel
E1 erste Ebene
E2 zweite Ebene
E3 dritte Ebene
L Längsachse
R Rotationsrichtung
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Reinigung von Regenwasser, die aus einem Gehäuse,
welches in seinem Innenraum einen Siebkörper aufnimmt und das
mindestens einen Zulauf, mindestens einen Ablauf und wenigstens
einen Auslauf sowie einen Anström- und einen Abströmraum aufweist,
und einer Einheit zur Rückspülung des Siebkörpers besteht,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Siebkörper (17) ein Hohlzylinder ist, der im Gehäuse (2) zwischen
dem Zulauf (9) und dem Ablauf (10) angeordnet ist, wobei die
Längsachse (L) des Siebkörpers (17) unter einem Winkel (a) zur
Flussrichtung des Zulaufes geneigt steht.
2. Vorrichtung zur Reinigung von Regenwasser, die aus einem Gehäuse,
welches in seinem Innenraum einen Siebkörper aufnimmt und das
mindestens einen Zulauf, mindestens einen Ablauf und wenigstens
einen Auslauf sowie einen Anström- und einen Abströmraum aufweist,
und einer Einheit zur Rückspülung des Siebkörpers besteht,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf die äußere Fläche des Mantels (19) des Siebkörpers (17) eine
Netzhülle (20) geschoben ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Netzhülle (20) im Bereich der Stirnseiten (21a, 21b) des
Siebkörpers (17) den Mantel (19) nicht umschließt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Netzhülle (20) zumindest teilweise aus Kunststoff besteht.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wandstärke der Netzhülle (20) vorzugsweise das Zwei- bis
Dreifache der Dicke des Mantels (19) des Siebkörpers (17) beträgt.
6. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle des
Zulaufes (9) in einer ersten Ebene (E1) und die Sohle des Ablaufes
(10) in einer zweiten Ebene (E2) liegt, wobei die Ebene (E2)
gegenüber der Ebene E1 tiefer am Gehäuse (2) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Winkel (α), der Neigungswinkel, kleiner als 45 Grad ist.
8. Vorrichtung zur Reinigung von Regenwasser, die aus einem Gehäuse,
welches in seinem Innenraum einen Siebkörper aufnimmt und das
mindestens einen Zulauf, mindestens einen Ablauf und wenigstens
einen Auslauf sowie einen Anström- und einen Abströmraum aufweist,
und einer Einheit zur Rückspülung des Siebkörpers besteht,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Einheit zur Rückspülung (22) mindestens einen Düsenkörper (23)
mit einer Düse (24) und mindestens eine Druckleitung (26), für die
Zuleitung des Spülwasser, aufweist, wobei die Düse (24) so gestellt
ist, dass das ausgesendete Strahlenbündel (27) von Wasserstrahlen
im Wesentlichen, zumindest teilweise, tangential auf die äußere
Fläche des Mantels (19) des Siebkörpers (17) auftrifft.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Düse (24) unterhalb des Siebkörper (17) im unteren Bereich (8b)
des Sammelraumes (8) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 und 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strahlrichtung (25) der Düse (24) so gestellt ist, dass mindestens
ein Teilbereich des ausgesendeten Strahlenbündels (27) von
Wasserstrahlen an dem Siebkörper (17) vorbeigehend auf die innere
Wand des Gehäuses (2) trifft.
11. Verfahren zur Reinigung eines Siebkörpers einer Vorrichtung zur
Reinigung von Regenwasser unter Verwendung einer Vorrichtung
gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein von einer Einheit zur Rückspülung (22) ausgesendetes
Strahlenbündel (27) von Wasserstrahlen den Siebkörper (17) in eine
Rotation (R) um dessen Längsachse (L) versetzt.
12. Verfahren zur Reinigung eines Siebkörpers einer Vorrichtung zur
Reinigung von Regenwasser unter Verwendung einer Vorrichtung
gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
Teilbereiche des ausgesendeten Strahlenbündels (27) von
Wasserstrahlen erst nach Ablenkung durch die Wand des den
Siebkörper (17) umgebenden Sammelraumes (8, 8a, 8b) auf die
äußere Fläche des Mantels (19) des Siebkörpers (17) treffen.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 und 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
Teilbereiche des ausgesendeten Strahlenbündels (27) von
Wasserstrahlen direkt und/oder indirekt auf die äußere Fläche des
Mantels (19) des Siebkörpers (17) auftreffen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| DE10048740A DE10048740A1 (de) | 2000-09-29 | 2000-09-29 | Vorrichtung Reinigung von Regenwasser |
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