DE10047087A1 - Kolbenkompressor - Google Patents
KolbenkompressorInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Kolbenkompressor mit Luftkühlung, mindestens einem Zylinder (11 bis 14), einem Lüfter (19) zur Erzeugung strömender Kühlluft und mit Elementen zur Führung der Kühlluft. Erfindungsgemäß ist eine zusätzliche Wasserkühlung für thermisch besonders beanspruchte Bauteile vorgesehen. Ein Kühler (31) der Wasserkühlung ist im Luftstrom der Luftkühlung angeordnet. Einer oder mehrere der Zylinder (11 bis 14) sind jeweils zumindest teilweise von einem Kühlwassergehäuse umgeben.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kolbenkompressor mit Luftkühlung,
mindestens einem Zylinder, einem Lüfter zur Erzeugung strömen
der Kühlluft und insbesondere Elementen zur Führung der Kühl
luft.
Die Kühlung von Kolbenkompressoren richtet sich nach der Größe
und Leistung derselben, ebenso die Zylinderzahl. Üblich sind
luftgekühlte Kompressoren mit vorzugsweise zwei Zylindern für
Antriebsleistungen bis zu 11 KW. Bei höheren Leistungen, etwa
von 11 bis 38 KW, werden insbesondere drei bis vier Zylinder
mit Luftkühlung eingesetzt. Oberhalb von 37 KW weisen Kolben
kompressoren regelmäßig Wasserkühlung auf. Verbessert wird so
der spezifische Leistungsbedarf, da die Aufheizung der ange
saugten/verdichteten Luft niedriger ist. Die Lebensdauer der
Kolben, Kolbenringe, Zylinder und Ventile wird verlängert. Allerdings
sind wassergekühlte Kompressoren wesentlich teurer in
den Herstellkosten wegen der Kühlmittelkanäle in den Guss
teilen, etwa in den Zylindern oder Zylinderköpfen. Hohe Kühl
wasserkosten fallen bei Frischwasser- oder Kühlturmkühlung an.
Die Luftkühlung schlägt sich demgegenüber in niedrigeren Her
stell- und Kühlmittelkosten nieder.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Kolbenkompres
sor zu schaffen, der die Vorteile einer Wasserkühlung nutzt,
ohne die Vorteile der Luftkühlung aufzugeben und ohne die Nach
teile der herkömmlichen Wasserkühlung in Kauf zu nehmen.
Der erfindungsgemäße Kolbenkompressor ist gekennzeichnet durch
eine zusätzliche Wasserkühlung für ausgewählte Bauteile. Das
Prinzip der Luftkühlung wird beibehalten. Es werden insbeson
dere die Bauteile an eine Wasserkühlung angeschlossen bzw. mit
Mitteln für eine Wasserkühlung versehen, die thermisch beson
ders belastet sind. Es handelt sich vorzugsweise um die Zylin
der, Zylinderköpfe und Ventile. In erster Linie weisen die Zy
linder eine Wasserkühlung auf. Besonders vorteilhaft ist ein
geschlossener Kühlwasserkreislauf.
Die Erfindung findet insbesondere Anwendung bei ölfreien Kol
benkompressoren, die fahrbar oder stationär, horizontal oder
vertikal angeordnet sind. Gleichwohl können auch Öl als
Schmiermittel aufweisende Kolbenkompressoren in erfindungsge
mäßer Weise gestaltet sein.
Zur Anwendung kommt die erfindungsgemäße zusätzliche Wasserküh
lung vorzugsweise bei Kompressoren mit einer Antriebsleistung
von 11 bis 37 KW bzw. oberhalb 15 KW. Die Grenzen sind flie
ßend. Der Einsatz der Erfindung außerhalb der angegebenen Werte
ist deshalb nicht ausgeschlossen. Auch können statt Wasser an
dere geeignete Kühlmittel oder Mischungen mit Wasser verwendet
werden.
Vorteilhafterweise ist ein Kühler der Wasserkühlung im Luft
strom der Luftkühlung angeordnet. Ein zusätzlicher Lüfter für
die Wasserkühlung wird dadurch vermieden.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Kolbenkom
pressor von einer Luftführungshaube bzw. Schallhaube umgeben,
die einen Lufteintritt und einen Luftaustritt aufweist, wobei
der Kühler für die Wasserkühlung im Luftstrom in der Haube
(15), insbesondere im Bereich des Luftaustritts angeordnet ist.
Die strömende Luft streicht zunächst am Kompressor entlang und
erreicht dann den Kühler für die Wasserkühlung.
Vorzugsweise sind die Zylinder jeweils zumindest teilweise von
einem Kühlwassergehäuse umgeben. So kann ein Kühlwassergehäuse
spiralförmig oder hülsenartig um den jeweiligen Zylinder herum
geführt sein. Gekühlt werden die den Zylinderlaufbahnen be
nachbarten Wandungen, vorzugsweise auch die Ventile oder hieran
angrenzende Bereiche, etwa Teile der Zylinderköpfe. Dort sind
auch Kühlrippen für die strömende Kühlluft angeordnet.
Vorteilhafterweise sind die Zylinder quer zur strömenden Kühl
luft und in einer oder mehreren horizontalen Ebenen angeordnet.
Die Kühlluft strömt in thermisch günstiger Weise aufwärts. Vor
zugsweise sind bei einer Anordnung mit vier Zylindern je zwei
Zylinder in derselben horizontalen Ebene angeordnet.
Unterhalb der Zylinder ist vorzugsweise der Lüfter zur Erzeu
gung der aufwärts strömenden Kühlluft vorgesehen, so dass hier
die Luft noch nicht erwärmt ist. Der Lüfter kann mit dem An
trieb des Kompressors oder mit einem separaten Antrieb gekop
pelt sein. Insbesondere ist ein Direktantrieb vorgesehen.
Den Zylindern können Nachkühler und/oder Zwischenkühler zuge
ordnet sein. Vorzugsweise ist ein Nachkühler für die erzeugte
Druckluft vorgesehen, der im Luftstrom der Luftkühlung angeord
net ist. Ebenfalls vorteilhaft ist ein Zwischenkühler zwischen
zwei gebildeten Verdichterstufen, wobei der Zwischenkühler im
Luftstrom der Luftkühlung liegt. Nachkühler und/oder Zwischen
kühler sind vorzugsweise - in Strömungsrichtung der Kühlluft
gesehen - vor den Zylindern angeordnet, so dass zunächst die
genannten Kühler und dann die Zylinder von der Kühlluft um
strömt werden.
Die Kühlwassergehäuse sind vorteilhafterweise durch mindestens
eine Ringleitung miteinander verbunden, die vorzugsweise im
Luftstrom der Kühlluft liegt. Die Ringleitung ist an den Kühler
für die Wasserkühlung angeschlossen.
Vorteilhaft ist auch eine Ausbildung mit zwei Ringleitungen,
nämlich eine Ringleitung für zu kühlendes "warmes" Wasser und
eine weitere Ringleitung für gekühltes "kaltes" Wasser, wobei
die Kühlwassergehäuse durch die Ringleitungen miteinander ver
bunden sind und wobei beide Ringleitungen an den Kühler für die
Wasserkühlung angeschlossen sind.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschrei
bung im Übrigen und aus den Ansprüchen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand
von Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Kolbenkom
pressors mit Luftführungshaube, letztere teilweise
aufgeschnitten,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Kolbenkompressors gemäß Fig.
1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Kolbenkompressor mit schema
tischer Darstellung von Kühlwasserleitungen, Umwälz
pumpe, Ausdehnungsgefäß und Sicherheitsventil,
Fig. 4 bis 8 Schnittdarstellungen jeweils eines Zylinders mit Zy
linderkopf, Ventilplatte und unterschiedlichen Kühl
wasserführungen,
Fig. 6a und 8a schematische Darstellung einer Reihenschaltung bzw.
einer Parallelschaltung von Zylinder und Ventil
platte im Kühlwasserkreislauf,
Fig. 9 und 10 radiale Schnitte durch einen Zylinder oberhalb der
Ventilplatte (Fig. 9) und durch die Ventilplatte
(Fig. 10).
Ein ölfreier Kolbenkompressor 10 mit vier Zylindern 11, 12, 13,
14 ist gekapselt angeordnet, nämlich in einer Schallhaube 15,
die zugleich die Funktion eines Gehäuses hat. Die Zylinder 11
bis 14 sind sternförmig angeordnet in zwei horizontalen Ebenen,
nämlich die einander gegenüberliegenden Zylinder 12 und 14 in
einer oberen horizontalen Ebene 16 und die Zylinder 11 und 13
in einer mit geringem Abstand darunterliegenden horizontalen
Ebene 17, siehe insbesondere Fig. 2.
Eine Antriebsmotor 18 ist direkt mit einer nicht gezeigten,
vertikal gerichteten Kurbelwelle gekoppelt und unterhalb der
Zylinder 11 bis 14 angeordnet. Auf der ebenfalls nicht gezeig
ten Welle des Antriebsmotors 18 ist ein Lüfterrad angeordnet,
das die Kühlluft axial aufwärts ansaugt und in radialer Rich
tung abgibt, siehe Fig. 2. Das Lüfterrad 19 schließt unten an
den Antriebsmotor 18 an.
Der Kolbenkompressor 10 ist mit Antriebsmotor 18 und Lüfterrad
19 innerhalb der Schallhaube 15 angeordnet. Diese weist im we
sentlichen zwei Öffnungen auf, nämlich eine Lufteintrittsöff
nung 20, etwa mittig im Bereich eines Bodens 21. Die Öffnung 20
weist eine aufwärtsgerichtete umlaufende Trichterwandung 22
auf. Deren Querschnitt ist an den Querschnitt einer Einlassöff
nung 23 des Lüfterrades 19 angepasst. Nahe einer Oberwand 24
der Schallhaube 15 ist seitlich eine Auslassöffnung 25 vorge
sehen und zwar am Ende eines horizontal gerichteten Auslass
kanals 26, der oben begrenzt ist durch die Oberwand 24 und nach
unten begrenzt ist durch eine horizontale Trennwand 27. Die
Auslassöffnung 25 ist im Bereich einer Vorderwand 28 bzw. in
deren oberem Bereich angeordnet. Eine gegenüberliegende
Rückwand ist mit der Ziffer 29 versehen. Der Abstand zwischen
der Vorderwand 28 und der Rückwand 29 wird als Tiefe bezeich
net. Die Trennwand 27 erstreckt sich nicht über die volle
Tiefe. Vielmehr ist zum Durchtritt der aufwärtsgerichteten
Kühlluftströmung eine Überströmöffnung 30 zwischen der Rückwand
29 und der Trennwand 27 frei.
Insgesamt verläuft die Kühlluftströmung durch die Öffnung 20,
durch das Lüfterrad 19, aufwärts entlang dem Antriebsmotor 18,
an den Zylindern 11 bis 14 und weiteren Teilen des Kolbenkom
pressors 10 vorbei, durch die Überströmöffnung 30, entlang dem
Auslasskanal 26 und schließlich aus der Auslassöffnung 25 hin
aus. In letzterer ist ein Wasserkühler 31 angeordnet, der die
Auslassöffnung 25 ganz oder teilweise ausfüllt und der von ei
ner die Zylinder 11 bis 14 kühlenden Flüssigkeit durchströmt
wird. Der genauere Aufbau des Kühlwasserkreislaufs wird nach
folgend erläutert.
Jeder der Zylinder 11 bis 14 ist ringförmig oder hülsenförmig
von einem mit Kühlwasser oder anderer Kühlflüssigkeit gefüllten
Kühlmantel 32 umgeben. Durch den Kühlmantel bedeckt sind insbe
sondere zumindest teilweise Zylinderlaufbahnen (nicht gezeigt)
und vorzugsweise auch Bereiche, in denen Einlassventile für die
zu komprimierende Luft angeordnet sind (ebenfalls nicht ge
zeigt). Die Ansaugluft für den Kolbenkompressor 10 gelangt über
einen oben auf demselben angeordneten Luftfilter 33 in ein
Kurbelgehäuse 34 und von dort in die einzelnen Zylinder 11 bis
14. Dabei wird die Ansaugluft der an den Zylindern vorbei
strömenden Kühlluft entnommen.
In besonderer Weise ist das Kühlwasser zwischen den Zylindern
11 bis 14 und dem Wasserkühler 31 geführt. Hierzu ist jeder
Kühlmantel 32 an zwei Ringleitungen 35, 36 angeschlossen. Diese
liegen in einer Ebene oberhalb der oberen Ebene 16 und zwar zu
einander konzentrisch. Die innere Ringleitung 35 verteilt das
vom Kühler 31 kommende gekühlte Wasser an die Zylinder 11 bis
14. Die äußere Ringleitung 36 nimmt das Kühlwasser aus den
Kühlmänteln 32 auf und übergibt es an den Kühler 31. Die käl
tere Leitung (Vorlauf) zwischen Kühler 31 und innerer Ringlei
tung 35 ist mit der Ziffer 37 bezeichnet, während die wärmere
Leitung (Rücklauf) zwischen der äußeren Ringleitung 36 und dem
Kühler 31 die Ziffer 38 trägt. In der als Kühlwasservorlauf
wirkenden Leitung 37 sind eine Umwälzpumpe 39, ein Ausdehnungs
gefäß 40 und ein Sicherheitsventil 41 angeordnet. Von den
Ringleitungen 35, 36 erstrecken sich kurze aufwärtsgerichtete
Leitungsstücke 42, 43 zu den Kühlmänteln 32.
Die aus den Zylindern 11 bis 14 austretende Luft ist in beson
derer Weise geführt. Der Kompressor ist zweistufig ausgelegt.
Jede Stufe weist einen eigenen Druckluftkühler 44 auf. Die bei
den Zylinder 12, 13 sind an den in Fig. 1 links gezeichneten
Druckluftkühler 44 angeschlossen, während die beiden Zylinder
11, 14 mit dem in Fig. 1 rechts gezeichneten Druckluftkühler 44
verbunden sind. Die beiden Stufen können parallel geschaltet
sein oder aber hintereinander. Im letzteren Falle hat ein
Druckluftkühler die Funktion eines Zwischenkühlers und der an
dere die Funktion eines Nachkühlers. Aus Gründen der Übersicht
lichkeit ist ein Druckluftaustritt in den Figuren nicht einge
zeichnet.
Die beiden Druckluftkühler 44 sind in einer gemeinsamen hori
zontalen Ebene unterhalb der Zylinder 11 bis 14 und etwa auf
der Höhe des Antriebsmotors 18 oder knapp darüber angeordnet
und liegen in dem aufwärtsgerichteten Kühlluftstrom, der vom
Lüfterrad 19 erzeugt wird - ebenso wie die Zylinder 11 bis 14
und die Ringleitungen 35, 36.
Die Druckluftkühler 44 sind so angeordnet, dass neben oder zwi
schen ihnen weiterer Raum für die aufsteigende Kühlluft vorhan
den ist, so dass die in den Luftfilter 33 eintretende Luft bzw.
die den Wasserkühler 31 passierende Luft nicht zwangsläufig die
Druckluftkühler 44 durchquert hat. Die Wandungen der Schall
haube 15 sind Führungselemente für die Kühlluft, ebenso die
Trennwand 27.
In die Schallhaube 15 ist ein Tragrahmen 45 für den Kolbenkom
pressor 10 integriert und zwar etwa auf halber Höhe der Schall
haube 15. Der Kolbenkompressor 10 ist mit Antriebsmotor 18,
Lüfterrad 19, Luftfilter 33, Ringleitungen 35, 36, Druckluft
kühlern 44 und Wasserkühler 31 schwingungsfähig auf dem
Tragrahmen 45 gelagert und zwar über vier radial abstehende
Tragarme 46, an deren Enden Dämpfungselemente 47 angeordnet
sind.
Zylinderköpfe 48 der einzelnen Zylinder 11 bis 14 sind vorzugs
weise gerippt ausgeführt und deshalb nicht von den Kühlmänteln
32 umgeben.
Einen Schnitt durch einen der Zylinder 11 bis 14 zeigen die
Fig. 4 bis 8 mit jeweils geringen Änderungen. In dem Zylinder
11 ist ein Kolben 49 geführt. In dessen Bewegungsbereich ist
der Zylinder 11 mit dem Kühlmantel 32 versehen, der einen
spiralförmig umlaufenden Kühlkanal 50 aufweist, dessen einzelne
Gänge in Bewegungsrichtung des Kolbens 49 nebeneinanderliegen
und der an die kalte Leitung 37 als Vorlauf und die warme Lei
tung 38 als Rücklauf angeschlossen ist. Durch den Kühlkanal
wird vorzugsweise das für die Kompression der Luft verwendete
Zylindervolumen gekühlt.
Zwischen Zylinder 11 und Zylinderkopf 48 ist eine Ventilplatte
51 angeordnet. Diese ist mit den erforderlichen
Durchtrittsöffnungen und Ventilen versehen. Teil des
Zylinderkopfes 48, benachbart zur Ventilplatte 51, ist eine
umlaufende Druckkammer 52 sowie eine mittige Saugkammer 53. Die
Druckkammer 52 ist seitlich (radial) mit einem Druck
luftaustritt 54 versehen. Von hier aus gelangt die verdichtete
Luft in den Druckluftkühler 44 als Zwischen- oder Nachkühler.
Die Saugkammer 53 ist mit einer mittigen Lufteintrittsöffnung
55 versehen.
Die Ventilplatte 51 ist in der Ausführung gemäß Fig. 4 mit
Saugventilen 56 (der Lufteintrittsöffnung 55 gegenüberliegend)
und mit Druckventilen 57 (im Bereich der Druckkammer 52) ver
sehen. Die Funktion von Druck- und Saugventilen ist grundsätz
lich bekannt und braucht hier nicht näher erläutert zu werden.
Eine Besonderheit zeigt Fig. 5. Dort sind die Ventilplatte 51
und der Zylinderkopf 48 im Bereich der Saugkammer 53 mit eige
nen Kühlkanälen 58, 59 versehen. Diese sind mit den Kühlkanälen
50 in Reihe angeordnet. Ebenfalls möglich ist eine parallele
Anordnung.
Eine weitere Abwandlung zeigt Fig. 6. Hier sind zusätzliche
Kühlkanäle 58 nur im Bereich der Ventilplatte 51 vorhanden.
Außerdem ist ein regelbarer Bypass 60 zwischen den Kühlkanälen
50 des Zylinders 11 und der warmen Rücklaufleitung 38 angeord
net. Dadurch kann für die Kühlkanäle 58 im Bereich der Ventil
platte 51 ein geringerer Flüssigkeitsstrom eingestellt werden.
Auch hier liegt vorzugsweise eine Reihenschaltung der
Kühlkanäle 50 des Zylinders 11 und der Kühlkanäle 58 der
Ventilplatte 51 vor. Fig. 6a gibt den Verlauf des
Kühlwasserkreislaufs in schematischer Darstellung wieder. Die
Pfeile 61 geben die Strömungsrichtung an. Jeweils benachbart
angeordnete, entgegengesetzt Pfeile geben die alternativ
mögliche Strömungsrichtung wieder.
Eine weitere alternative Führung von Kühlwasserkanälen zeigt
Fig. 7. Dort sind ebenso wie in Fig. 6 zusätzliche Kühlwasser
kanäle 58 im Bereich der Ventilplatte 51 vorgesehen sowie ein
Bypass 60 zwischen Kühlkanälen 50 und Rücklaufleitung 38.
Allerdings erstrecken sich die Kühlkanäle 58 zusätzlich in
radialer Richtung nach innen und sind mit Kühlkanälen 62 im
Zylinderkopf 48 am Umfang der Saugkammer 53 verbunden. Während
demnach in der Ausführungsform gemäß Fig. 5 zusätzliche
Kühlkanäle 59 am Außenumfang der umlaufenden Druckkammer
vorgesehen sind, erstrecken sich die Kühlkanäle 62 in der
Ausführungsform der Fig. 7 am Innenumfang der Druckkammer 52
und nahe der Ventilplatte 51.
Schließlich zeigt Fig. 8 eine Ausführungsform entsprechend Fig.
6, jedoch mit einer Parallelschaltung der Kühlkanäle 50 einer
seits und 58 andererseits. Zur Realisierung derselben ist zu
sätzlich eine Überbrückungsleitung 63 vorgesehen, die den größ
ten Teil der spiralförmig umlaufenden Kühlkanäle 50 überbrückt.
Die Fig. 9 und 10 zeigen Schnittansichten durch die Ventil
platte 51 (Fig. 10) und durch den Zylinderkopf 48 (Fig. 9). Er
kennbar sind die teilringförmige Anordnung der Saugventile 56
und die entlang eines imaginären Rings angeordneten Druckven
tile 57. Außerdem gezeigt ist die Anordnung von zwei Kühlkanä
len 58 in der Ventilplatte 51. Diese sind symmetrisch zueinan
der angeordnet und umspülen jeweils vier Druckventile 57. Kühl
wassereintritte 64 sind im unteren Bereich der Fig. 10 erkenn
bar, Kühlwasseraustritte 65 im oberen Bereich.
In Fig. 9 sind die Saugventile 57 in der Draufsicht erkennbar,
ebenso die Saugventile 56. Geschnitten sind eine außen umlau
fende Wandung 66 der Druckkammer 52 und eine innen umlaufende
Wandung 67 der Saugkammer 52. Die innen umlaufende Wandung 67
begrenzt außerdem die Saugkammer 53.
Innenseitig der Wandung 67 ist ein Rohr oder eine Hülse mit ei
ner wärmedämmenden Wandung 68 eingesetzt. Das Volumen dieses
Rohres definiert die Saugkammer 53.
Die Führung der Druckluft ist aus Fig. 2 ersichtlich. Die aus
dem Lüfterrad 19 nach außen bzw. oben austretende Luft inner
halb der Schallhaube 15 gelangt über Luftfilter 69 und entspre
chende Ansaugleitungen 70 in die einzelnen Zylinder 11 bis 14.
Die komprimierte Luft tritt jeweils unten aus den Zylindern aus
und gelangt über Druckluftleitungen 71 in die Druckluftkühler
44 und von dort bis zu einem gemeinsamen Druckluftaustritt 72,
der außerhalb der Schallhaube 15 oder in einer Wandung
derselben angeordnet ist.
Alle in den Figuren dargestellten Strömungsrichtungen sind um
kehrbar. Auch können in allen Ausführungsformen Reihenschaltung
oder Parallelschaltung im Kühlwasserkreislauf vorgesehen sein.
Schließlich sind die Schnittdarstellungen der Fig. 9 und 10
nicht nur auf Fig. 8 beziehbar, sondern in analoger Anwendung
auch auf die anderen Zylinderschnitte (Fig. 4 bis 7).
10
Kolbenkompressor
11
Zylinder
12
Zylinder
13
Zylinder
14
Zylinder
15
Schallhaube
16
obere Ebene
17
untere Ebene
18
Antriebsmotor
19
Lüfterrad
20
Öffnung
21
Boden
22
Trichterwandung
23
Einlassöffnung
24
Oberrand
25
Auslassöffnung
26
Auslasskanal
27
Trennwand
28
Vorderwand
29
Rückwand
30
Überströmöffnung
31
Wasserkühler
32
Kühlmantel
33
Luftfilter
34
Kurbelgehäuse
35
innere Ringleitung
(Vorlauf)
36
äußere Ringleitung
(Rücklauf)
37
Leitung (kalt)
38
Leitung (warm)
39
Umwälzpumpe
40
Ausdehnungsgefäß
41
Sicherheitsventil
42
Leitungsstück
43
Leitungsstück
44
Druckluftkühler
45
Tragrahmen
46
Tragarme
47
Dämpfungselemente
48
Zylinderköpfe
49
Kolben
50
Kühlkanäle
51
Ventilplatte
52
Druckkammer
53
Saugkammer
54
Druckluftaustritt
55
Lufteintrittsöffnung
56
Saugventile
57
Druckventile
58
Kühlkanäle Ventilplatte
59
Kühlkanäle Zylinderkopf
außen
60
Bypass
61
Pfeil
62
Kühlkanäler Zylinderkopf
innen
63
Überbrückungsleitung
64
Kühlwassereintritte
65
Kühlwasseraustritte
66
Wandung
67
Wandung
68
Wandung
69
Luftfilter
70
Leitungen
71
Druckluftleitungen
72
Druckluftaustritt
Claims (14)
1. Kolbenkompressor (10) mit Luftkühlung, mindestens einem
Zylinder (11 bis 14), einem Lüfter (19) zur Erzeugung strömen
der Kühlluft und insbesondere Elementen zur Führung der Kühl
luft, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Wasserkühlung für
ausgewählte Bauteile.
2. Kolbenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Kühler (31) der Wasserkühlung im Luftstrom der Luft
kühlung angeordnet ist.
3. Kolbenkompressor nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch
eine Luftführungshaube bzw. Schallhaube (15), von der der Kol
benkompressor umgeben ist, und die eine Öffnung (20) als
Lufteintritt und eine Auslassöffnung (25) als Luftaustritt auf
weist, wobei der Kühler (31) für die Wasserkühlung im Luftstrom
in der Haube (15), insbesondere im Bereich des Luftaustritts
angeordnet ist.
4. Kolbenkompressor nach Anspruch 1 oder einem der weiteren
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere Zy
linder (11 bis 14) vorgesehen sind, die jeweils zumindest teil
weise von einem Kühlwassergehäuse als Kühlmantel (32) umgeben
sind.
5. Kolbenkompressor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kühlmäntel (32) bzw. Kühlwassergehäuse durch min
destens eine Ringleitung miteinander verbunden sind, die im
Luftstrom der Kühlluft liegt, und dass die Ringleitung mit dem
Kühler (31) für die Wasserkühlung verbunden ist.
6. Kolbenkompressor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kühlmäntel (32) bzw. Kühlwassergehäuse durch eine
Ringleitung (36) für zu kühlendes "warmes" und eine weitere
Ringleitung (35) für gekühltes "kaltes" Wasser miteinander ver
bunden sind, und dass beide Ringleitungen (35, 36) an den Küh
ler (31) für die Wasserkühlung angeschlossen sind.
7. Kolbenkompressor nach Anspruch 1 oder einem der weiteren
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere Zy
linder (11 bis 14) quer zur strömenden Kühlluft und in einer
oder mehreren horizontalen Ebenen (16, 17) angeordnet sind.
8. Kolbenkompressor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb des mindestens einen Zylinders (11 bis 14) der
Lüfter (19) zur Erzeugung der aufwärtsströmenden Kühlluft ange
ordnet ist.
9. Kolbenkompressor nach Anspruch 1 oder einem der weiteren
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lüfter (19) von ei
nem Antrieb des Kompressors (10) angetrieben ist.
10. Kolbenkompressor nach Anspruch 1 oder einem der weiteren
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem mindestens einen
Zylinder (11 bis 14) ein Nachkühler (Druckluftkühler 44) für
die erzeugte Druckluft zugeordnet ist, der im Luftstrom der
Luftkühlung liegt.
11. Kolbenkompressor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, dass mehrere Zylinder (11 bis 14) zur Bildung von zwei
oder mehr Verdichterstufen miteinander gekoppelt sind und dass
zwischen den Stufen ein Zwischenkühler für die erzeugte Druck
luft angeordnet ist, der im Luftstrom der Luftkühlung liegt.
12. Kolbenkompressor nach Anspruch 4 oder einem der weiteren
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmantel (32)
Kühlwasserkanäle (50) aufweist, die das zu kühlende Bauteil -
den Zylinder (11) - spiralförmig umgeben.
13. Kolbenkompressor nach Anspruch 4 oder einem der weiteren
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmantel (32)
Kühlwasserkanäle (58, 59) aufweist, die Ventile oder eine Ven
tilplatte (51) zwischen dem jeweiligen Zylinder (11) und dem
zugehörigen Zylinderkopf (48) kühlen.
14. Kolbenkompressor nach Anspruch 4 oder einem der weiteren
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmantel (32)
Kühlwasserkanäle (58, 59) aufweist, die den jeweiligen Zylin
derkopf (48) zumindest teilweise kühlen.
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