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DE10047525B4 - Verfahren zum Herstellen eines Formkörpers unter Verwendung eines Ausgangsmaterials, welches Siliziumcarbid in Pulver- oder Partikelform sowie Kupfer enthält und so hergestellte Formkörper - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Formkörpers unter Verwendung eines Ausgangsmaterials, welches Siliziumcarbid in Pulver- oder Partikelform sowie Kupfer enthält und so hergestellte Formkörper Download PDF

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DE10047525B4
DE10047525B4 DE10047525A DE10047525A DE10047525B4 DE 10047525 B4 DE10047525 B4 DE 10047525B4 DE 10047525 A DE10047525 A DE 10047525A DE 10047525 A DE10047525 A DE 10047525A DE 10047525 B4 DE10047525 B4 DE 10047525B4
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Abstract

Verfahren zum Herstellen eines Formkörpers unter Verwendung eines Ausgangsmaterials, welches Siliziumcarbid und ein Kupfer enthaltendes Metall jeweils in Pulverform enthält, wobei das Ausgangsmaterial zu einem Formkörperrohling (1') kompaktiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörperrohling (1') bei einer Temperatur zwischen 700 bis 1080°C unterhalb des Schmelzpunktes des Metalls zu einem Sinterkörper gesintert wird.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.
  • Bekannt ist es, die zum Herstellen von Leiterbahnen, Anschlüssen usw. benötigte Metallisierung auf einer Keramik, z.B. auf einer Aluminium-Oxid-Keramik mit Hilfe des sogenannten „DCB-Verfahrens" (Direct-Copper-Bond-Technology) herzustellen, und zwar unter Verwendung von die Metallisierung bildenden Metall- bzw. Kupferfolien oder Metall- bzw. Kupferblechen, die an ihren Oberflächenseiten eine Schicht oder einen Überzug (Aufschmelzschicht) aus einer chemischen Verbindung aus dem Metall und einem reaktiven Gas , bevorzugt Sauerstoff aufweisen. Bei diesem beispielsweise in der US-PS 37 44 120 oder in der DE-PS 23 19 854 beschriebenen Verfahren bildet diese Schicht oder dieser Überzug (Aufschmelzschicht) ein Eutektikum mit einer Schmelztemperatur unter der Schmelztemperatur des Metalls (z.B. Kupfers), so daß durch Auflegen der Folie auf die Keramik und durch Erhitzen sämtlicher Schichten diese miteinander verbunden werden können, und zwar durch Aufschmelzen des Metalls bzw. Kupfers im wesentlichen nur im Bereich der Aufschmelzschicht bzw. Oxidschicht.
  • Dieses DCB-Verfahren weist dann z.B. folgende Verfahrensschritte auf:
    • • Oxidieren einer Kupferfolie derart, daß sich eine gleichmäßige Kupferoxidschicht ergibt;
    • • Auflegen des Kupferfolie auf die Keramikschicht;
    • • Erhitzen des Verbundes auf eine Prozeßtemperatur zwischen etwa 1025 bis 1083°C, z.B. auf ca. 1071°C;
    • • Abkühlen auf Raumtemperatur.
  • Bekannt ist weiterhin ein Verfahren der gattungsmäßigen Art zum Herstellen von Formkörpern unter Verwendung eines Ausgangsmaterials ( EP 0 987 231 A1 ), welches Siliziumcarbid und Kupfer und/oder Aluminium jeweils in Pulverform enthält. Bei diesem bekannten Verfahren wird aus dem Ausgangsmaterial ein Formkörperrohling durch Kompaktieren gebildet und anschließend bei einem Aluminium enthaltenden Ausgangsmaterial auf 670°C und bei einem Kupfer enthaltenden Ausgangsmaterial auf 1090°C erhitzt, d. h. auf eine Temperatur, die deutlich über dem Schmelzpunkt von Aluminium bzw. Kupfer liegt. Der so durch einen Schmelzvorgang hergestellte Formkörper wird dann beispielsweise einer Wärmenachbehandlung bei einer Temperatur unterhalb des jeweiligen Schmelzpunktes unterzogen. Bei dem bekannten Verfahren ist weiterhin auch vorgesehen, den hergestellten Formkörper nach seiner Herstellung einem Schmiedeverfahren zu unterziehen bzw. mit Druck zu behandeln ( EP 987 231 ).
  • Bekannt ist weiterhin ein Verfahren ( US 4,775,414 ), bei dem aus einem Ausgangsmaterial, welches u. a. Siliziumcarbid und Kupfer sowie auch noch weitere Metalle enthält. Aus diesem Ausgangsmaterial wird ein Rohling geformt und dieser zwischen zwei zu verbindenden Elementen angeordnet. Anschließend erfolgt für dieses Verbinden ein Erhitzen auf eine Bondtemperatur, die der Schmelztemperatur des von dem Kupfer und den weiteren Metallen gebildeten Eutektikums entspricht. Der aus dem Ausgangsmaterial hergestellte Rohling bildet hierbei im Wesentlichen ein Hartlot mit einem Zusatz aus Siliziumcarbid.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, mit dem Formkörper aus Siliziumcarbid und einem Kupfer enthaltenden Metall preiswert gefertigt werden können, insbesondere auch in der Weise, dass diese Formkörper bei einem stark reduzierten Wärmeausdehnungskoeffizienten eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.
  • Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass der aus Siliziumcarbid und einem Kupfer enthaltenden Metall (jeweils in Pulverform) durch Kompaktieren hergestellte Formkörperrohling zu einem Sinterkörper gesintert wird, und zwar bei einer Temperatur zwischen 700–1080°C unterhalb des Schmelzpunktes des Kupfers. In vorteilhafter Weise wird hierbei erreicht, dass allenfalls nur in äußerst geringem Maße sich das Siliziumcarbid im Kupfer löst, die angestrebte hohe Wärmeleitfähigkeit also nicht verloren geht.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren läßt sich der Formkörper durch Sintern in der jeweils gewünschten Form einfach und rationell fertigen. Der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Formkörper besitzt auch speziell für die Anwendung im Bereich der Elektronik optimale Eigenschaften, so beispielsweise im Vergleich zu Metallen einen stark reduzierten Wärmeausdehnungskoeffizienten in der Größenordnung von 6,0 – 10 × 106 [1/°K]. Weiterhin erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren eine sehr preiswerte Herstellung des Form- oder Sinterkörpers.
  • Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an verschiedenen Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:
  • 13 in vereinfachten Flußdiagrammen unterschiedliche Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen eines Formkörpers aus Siliziumcarbid durch Sintern;
  • 4 in vereinfachter Darstellung ein mit Kupfer beschichtetes Partikel aus Silziumcarbid des Verfahrens der 2 oder 3;
  • 5 in vereinfachtem Flußdiagramm die Verfahrensschritte bei einer weiteren, abgewandelten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 6 in einer ähnlichen Darstellung wie 4 ein mit Nickel und Kupfer beschichtetes Partikel aus Siliziumcarbid bei dem Verfahren der 4;
  • 79 in Teildarstellungen das Flußdiagramm weitere mögliche Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Die 1 zeigt die wesentlichen Verfahrensschritte einer ersten möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen eines Sinterkörpers 1, beispielsweise einer Platte, der bzw. die zumindest aus Siliziumcarbid (SiC) und Kupfer (Cu) besteht.
  • Der Sinterkörper 1 dient beispielsweise als mechanische Kühlplatte oder Kühlfläche zum Kühlen von elektrischen Bauelementen. Der Sinterkörper 1 zeichnet sich durch einen besonders niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten in der Größenordnung von ungefähr 6,0 – 10 × 10–6 [1/°K]aus.
  • Wie in der 1 dargestellt ist, erfolgt bei diesem Verfahren in einem ersten Verfahrensschritt zunächst das Mischen von pulver- oder partikelförmigem Siliziumcarbid mit Kupfer, welches beispielsweise ebenfalls in Pulverform vorliegt, z.B. als metallisches Kupfer (legiert oder unlegiert) oder als Kupferverbindung.
  • In einem weiteren Verfahrensschritt erfolgt dann durch Kompaktieren bzw. Formen und Pressen des mit dem Kupfer versehenen Siliziumcarbids die Herstellung eines Roh- oder Formlings 1', der dann in einem weiteren Verfahrensschritt bei einer Temperatur zwischen etwa 700 und 1080°C gesintert wird, um den Sinterkörper 1 zu erhalten.
  • Das Kompaktieren erfolgt beispielsweise in einer geeigneten Formpresse, die einen Formraum aufweist, in den das Siliziumcarbid und das Kupfer eingebracht wird, und die einen geeigneten Form- und Preßstempel zur Erzeugung des für die Kompaktierung bzw. Formung des Rohlings 1' notwendigen Druck aufweist. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dieses Kompaktieren oder Formpressen bei erhöhter Temperatur durchzuführen. Das Pressen beim Kompaktieren und eventuell auch beim Sintern erfolgt beispielsweise in der Weise, daß ein im wesentlichen porenfreier Sinterkörper 1 erhalten wird.
  • Die bei diesem Verfahren verwendeten Mengen an Siliziumcarbid und Kupfer sind so eingestellt, daß der Sinterkörper letztlich 30 bis 80% Siliziumcarbid aufweist.
  • Das Sintern kann unter unterschiedlichsten Bedingungen erfolgen, beispielsweise drucklos oder aber unter Druck, wobei im letzten Fall beispielsweise bei der Herstellung des plattenförmigen Sinterkörpers 1 beim Sintern auf beide Oberflächenseiten des Rohling 1' ein Flächendruck im Bereich zwischen etwa 20 bis 2000 bar aufgebracht wird. Weiterhin besteht die Möglichkeit das Sintern unter isostatischen Druckbedingungen durchzuführen, d.h. derart, daß der jeweilige Rohling 1' während des Sinterns an seiner gesamten Oberfläche jeweils mit dem gleichen Druck, beispielsweise mit einem Druck im Bereich zwischen etwa 20 bis 2000 bar beaufschlagt wird.
  • Vorstehend wurde davon ausgegangen, daß der Kupferanteil in Form eines Kupferpulvers oder eines Kupfer enthaltenden Pulvers zugegeben wird. Selbstverständlich bestehen auch noch andere Möglichkeiten für die Zugabe des Kupfers.
  • Die 2 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform des Verfahrens zum Herstellen des Sinterkörpers 1. Bei diesem Verfahrens wird wiederum ein partikel- oder pulverförmiges Siliziumcarbid als Ausgangsmaterial verwendet. In einem ersten Verfahrensschritt werden die Siliziumcarbid-Partikel zunächst an ihrer Oberfläche mit einer Kupferbeschichtung oder mit einer kupferhaltigen Beschichtung versehen, wie dies in der 4 dargestellt ist, und zwar für ein Partikel 2 aus Siliziumcarbid mit der Kupferbeschichtung oder Kupfer enthaltenden Beschichtung 3 an der Oberfläche. Die so beschichteten Siliziumcarbidpartikel werden dann bei diesem Verfahren durch Kompaktieren, d.h. Formen und Pressen zu dem Rohling 1' geformt, aus dem dann anschließend durch Sintern der Sinterkörper 1 gefertigt wird.
  • Das Kompaktieren bzw. Formpressen zum Herstellen des Rohlings erfolgt bei dem Verfahren der 2 wiederum in gleicher Weise, wie dies vorstehend bei dem Verfahren der 1 beschrieben wurde. Gleiches gilt auch für das Sintern.
  • Die Anteile an Siliziumcarbid, an Kupfer sowie ggf. an weiteren Bestandteilen sind wiederum so gewählt, daß der Sinterkörper 1 im fertigen Zustand etwa zwischen 30 bis 80 Volumenprozent Siliziumcarbid enthält.
  • Die 3 zeigt als weitere mögliche Ausführungsform ein Verfahren, bei dem zu den mit Kupfer beschichteten Partikeln aus Siliziumcarbid zusätzlich Kupfer zugegeben wird, wobei dann wiederum das Kompaktieren bzw. Formpressen und das anschließende Sintern zum Herstellen des Sinterkörpers 1 in der vorbeschriebenen Weise erfolgt.
  • Die 5 und 6 zeigen eine weitere mögliche Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens. Bei dieser Variante werden die Siliziumcarbid-Partikel 2 an ihrer Oberfläche zunächst mit einer Nickelschicht oder einer Nickel enthaltenden Schicht 4 versehen, auf die dann in einem weiteren Verfahrensschritt die Kupferschicht oder die Kupfer enthaltende Schicht 3 aufgebracht wird. Diese Nickelschicht wirkt dann insbesondere als Diffusionssperre gegenüber Kupfer beim Sinterverfahren.
  • Die weitere Verarbeitung der mit Nickel und Kupfer beschichteten Partikel 2 kann dann beispielsweise entsprechend den 2 und 3 erfolgen.
  • Um die Anbindung an das Siliziumcarbid zu verbessern, können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren auch weitere metallische Elemente (Aktivelemente) in die Matrix aus Siliziumcarbid und Kupfer vor dem Formen de Rohlings eingebracht werden, beispielsweise auch in Form von Legierungen, insbesondere als Legierungselemente des Kupfers. Als weitere metallische Elemente eignen sich insbesondere solche, die bei der Sintertemperatur, d.h. bei der Temperatur zwischen 700 und 1080°C Silizide oder Carbide bilden und sich außerdem zumindest in geringen Mengen in Kupfer lösen. Derartige metallische Aktivelemente sind dann beispielsweise Al, Cr, Zr, Hf, Ta, Fe, Ge, Ti, Mg, Be, Ca und Ag.
  • Diese Aktivelemente sind beispielsweise bezogen auf den Kupferanteil jeweils in einer Größenordnung von etwa 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, allerdings in Kombination nur bis maximal 22 Gewichtsprozent enthalten.
  • Die 7 zeigt als weitere mögliche Ausführungsform der Erfindung ein Verfahren, bei dem auf den durch Kompaktieren bzw. Pressen und Formen gebildeten plattenförmigen Rohling 1' auf wenigstens eine Oberflächenseite, d.h. bei der dargestellten Ausführungsform auf beide Oberflächenseiten jeweils eine Kupferfolie 5 aufgelegt und der so mit den Kupferfolien 5 versehene Rohling 1' anschließend gesintert wird, um einen Sinterkörper 1a zu erhalten, der beidseitig mit jeweils einer von einer Kupferfolie 5 gebildeten Metallisierung versehen ist. Die Verbindung zwischen jeder Kupferfolie 5 und dem Sinterkörper 1a wird dadurch erreicht, daß in der Matrix dieses Sinterkörpers in einem genügenden Anteil Kupfer vorhanden ist, das mit dem Kupfer der jeweiligen Kupferfolie 5 eine feste Verbindung eingeht.
  • Die 8 zeigt in Teildarstellung eine weitere Möglichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens. Bei diesem Verfahren wird auf dem Rohling 1' vor dem Sintern ein Substrat 6 aufgelegt, welches aus einer Keramikschicht 7, beispielsweise aus einer Schicht einer Aluminiumoxid- oder Aluminiumnitrid-Keramik besteht und welches beidseitig mit einer Metallschicht 8, beispielsweise einer Kupferschicht versehen ist. Die beiden Metallschichten 8 sind beispielsweise von Kupferfolien gebildet, die unter Verwendung des bekannten DCB-Verfahrens oder des bekannten Aktiv-Löt-Verfahrens auf die Keramikschicht 7 (Aluminiumoxid- oder Keramik oder Aluminiumnitrid-Keramik) aufgebracht sind.
  • Beim Sintern, vorzugsweise beim Sintern unter Druck (zweiseitiger Flächendruck oder isostatischer Druck) wird ein Sinterkörper 1b erhalten, der an einer Oberflächenseite mit der unteren Metallschicht 8 des Substrates 6 fest verbunden ist.
  • Bei dieser Ausführung bildet der Sinterkörper 1b z.B. eine mechanische Trag- und/oder Kühlplatte, die mit dem Metall-Keramik-Substrat 6 verbunden ist. Letzteres kann dann an der Metallisierung 8 an de vom Sinterkörper 1b abgewandten Metallisierung 8 zur Bildung von Leiterbahnen, Kontaktflächen usw. strukturiert und mit elektrischen Bauelementen (Leistungsbauelementen) bestückt werden.
  • Die Verbindung zwischen dem Sinterkörper 1b und der benachbarten Metallisierung 8 des Keramik-Metall-Substrates 6 erfolgt wiederum durch Reaktion des Metalls der Metallisierung 8 mit dem Kupfer des Rohlings 1'.
  • Die 9 zeigt schließlich eine Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellendes Sinterkörpers 1c, der an einer Oberflächenseite mit einem Keramiksubstrat 9 versehen ist, welche aus der Keramikschicht 7 besteht, aber nur an der dem Sinterkörper 1c abgewandten Oberflächenseite die Metallisierung 8 aufweist. Die Keramikschicht 7 ist direkt mit dem Sinterkörper 1c verbunden. Zur Herstellung dieses Sinterkörpers wird zunächst ein Rohling 1' gefertigt, und zwar nach einem der vorstehend beschriebenen Verfahren, wobei allerdings der Matrix aus Siliziumcarbid, Kupfer sowie ggf. weiteren Bestandteilen ein metallisches Element zugegeben wird, welches direkt mit der Keramik der Keramikschicht 7 reagiert, beispielsweise Ti, Zr, Hf. Vor dem Sinterprozeß wird das Substrat 9 mit der Keramikschicht 7 auf den Rohling 1' aufgelegt, wobei dann das Sintern entweder drucklos oder unter Druck erfolgt.
  • Die Herstellung des Rohlings 1' erfolgt bei den Verfahren nach den 79 beispielsweise in gleicher Weise, wie bei den vorstehend beschriebenen Verfahren.
  • 1, 1a, 1b, 1c
    Sinterkörper, beispielsweise plattenförmiger Sinterkörper
    1'
    Rohling oder Pressling
    2
    Siliziumcarbid-Partikel
    3
    Kupferbeschichtung
    4
    Nickelbeschichtung
    5
    Kupferfolie
    6
    Metall-Keramik-Substrat
    7
    Keramikschicht
    8
    Metallisierung
    9
    Metall-Keramik-Substrat

Claims (20)

  1. Verfahren zum Herstellen eines Formkörpers unter Verwendung eines Ausgangsmaterials, welches Siliziumcarbid und ein Kupfer enthaltendes Metall jeweils in Pulverform enthält, wobei das Ausgangsmaterial zu einem Formkörperrohling (1') kompaktiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörperrohling (1') bei einer Temperatur zwischen 700 bis 1080°C unterhalb des Schmelzpunktes des Metalls zu einem Sinterkörper gesintert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial zusätzlich zu Kupfer noch weitere Metalle enthält.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial zusätzlich zu Kupfer noch wenigstens ein weiteres Metall aus der Gruppe Al, Cr, Zr, Hf, Ta, Ag, Ge, Ti, Mg, Be, Fe, Ca enthält.
  4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Metall bezogen auf das Kupfer in einer Konzentration von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent enthalten ist.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Metalle in Kombination bis maximal zu einem Gesamtanteil von 22 Gewichtsprozent bezogen auf das Kupfer im Ausgangsmaterial enthalten sind.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial Kupfer in legierter Form enthält.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Ausgangsmaterial, bei dem zumindest ein Teil des Siliziumcarbids mit einem Metall beschichtet ist.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Ausgangsmaterials, bei dem bei wenigstens einem Teil des Siliziumcarbids zwischen dem Siliziumcarbid und einer äußeren Kupfer und/oder ein weiteres Metall enthaltenden Beschichtung eine als Diffusionsbariere wirkende Metallbeschichtung, beispielsweise eine Nickel enthaltende Beschichtung, vorgesehen ist.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung von Siliziumcarbid mit einer Partikelgröße zwischen 10 und 300 μm.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet, durch die Verwendung von Kuper mit einer Partikelgröße zwischen 10 und 50 μm.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Siliziumcarbid so gewählt ist, daß der Sinterkörper 30 bis 80 Volumenprozent Siliziumcarbid enthält.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörperrohling (1') unter Druck geformt wird.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sintern drucklos erfolgt.
  14. Verfahren nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Sintern unter einem wenigstens zweiseitigen Flächendrucks, beispielswiese unter einem Flächendruck von 20 bis 2000 bar erfolgt.
  15. Verfahren nach Anspruch 1 bis 12 dadurch gekennzeichnet, daß das Sintern unter einen isostatischen Druck erfolgt, beispielsweise unter einem Druck zwischen 20 und 2000 bar.
  16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sinterkörper oder der Formkörperrohling (1') unter Einwirkung von Hitze mit wenigstens einer Metallschicht verbunden wird, und zwar durch Reagieren eines Metalls dieser Metallschicht mit dem Kupfer des Sinterkörpers oder des Ausgangsmaterials.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Metallschicht (5, 8) auf den Rohling vor dem Sintern aufgelegt wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17 dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Metallschicht Bestandteil eines Metall-Keramik-Substrates (6) ist, welches beim Sintern auf den Formkörperrohling (1') aufliegt und vorzugsweise gegen diesen angepreßt wird.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–15, dadurch gekennzeichnet, daß während des Sinterns zumindest ein Element (7) aus Keramik, beispielsweise eine Keramikschicht (7) mit dem Sinterkörper (1c) verbunden wird, und daß hierfür das Ausgangsmaterial wenigstens ein Metall enthält, welches mit der Keramik reagiert, beispielsweise Ti, Zr, Hf.
  20. Formkörper, gekennzeichnet durch seine Herstellung nach dem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
DE10047525A 2000-09-22 2000-09-22 Verfahren zum Herstellen eines Formkörpers unter Verwendung eines Ausgangsmaterials, welches Siliziumcarbid in Pulver- oder Partikelform sowie Kupfer enthält und so hergestellte Formkörper Expired - Fee Related DE10047525B4 (de)

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