DE10046916A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Arbeitsspaltes zwischen den Spitzen von Deckelgarnituren und den Spitzen der Trommelgarnitur einer Karde - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Arbeitsspaltes zwischen den Spitzen von Deckelgarnituren und den Spitzen der Trommelgarnitur einer KardeInfo
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Abstract
Ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zum Einstellen des Arbeitsspaltes zwischen den Spitzen der Deckelgarnituren und den Spitzen der Trommelgarnitur einer Karde, wobei die mit Garnituren versehenen Deckelstäbe über einen Teilbereich des Trommelumfangs auf beiden Seiten der Karde auf jeweiligen, konvex gekrümmten Gleitführungen geführt werden und die Deckelstäbe Gleitflächen aufweisende Deckelköpfe haben, die entlang der Gleitführungen gleiten, zeichnet sich dadurch aus, daß das Einstellen des Arbeitsspaltes durch Veränderung der radialen Höhe der Gleitflächen der Deckelköpfe in bezug auf die Spitzen der jeweiligen Deckelgarnitur durchgeführt wird.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Einstellen des Arbeitsspaltes zwischen den Spitzen der Deckelgarnituren
und den Spitzen der Trommelgarnitur einer Karde, wobei die mit Garnitu
ren versehenen Deckelstäbe über einen Teilbereich des Trommelumfangs
auf beiden Seiten der Karde auf jeweiligen, konvex gekrümmten Gleitfüh
rungen geführt werden und die Deckelstäbe Gleitflächen aufweisende
Deckelköpfe haben, die entlang der Gleitführungen gleiten.
Vorrichtungen dieser Art sind in verschiedenen Ausführungen bekannt.
Beispielsweise beschreibt die alte US-Patentschrift 528007 vom
23.10.1894 eine Wanderdeckelkarde, bei der die mit Deckelgarnituren
versehenen Deckelstäbe an ihren Enden an jeweiligen endlosen Ketten
befestigt sind und mittels dieser endlosen Ketten über an beiden Seiten
der Karde vorgesehenen Gleitführungen gezogen werden, so daß die Gar
niturspitzen relativ zu den Garniturspitzen der Trommel und in einem
konstanten Abstand von diesem über einen Teilbereich des Umfanges der
Trommel bewegt werden und hierdurch die erwünschte Kardierarbeit lei
sten. Nach der Bewegung entlang der Gleitführungen werden die Deckel
stäbe um ein Kettenradpaar umgelenkt und zurückgeführt zu einem wei
teren Kettenrad, das auch als Umlenkstelle dient, und gelangen auf diese
Weise erneut auf die Gleitführungen, so daß sie wieder mit den Garniturspitzen
der Trommel die erwünschte Kardierarbeit leisten können. Somit
gelangen die Deckelstäbe immer wieder auf die Gleitführung und leisten
wiederholt Kardierarbeit mit der Trommel.
An den Enden der Deckelstäbe sind sogenannte Deckelköpfe vorhanden,
die Gleitflächen aufweisen, die auf den jeweiligen Gleitführungen an den
beiden Seiten der Karde gleiten. Diese Gleitflächen bestimmen mit den
Gleitflächen der Gleitführungen den Abstand zwischen den Spitzen der
Deckelgarnituren und den Spitzen der Trommelgarnituren. Dieser Ab
stand muß bei der Herstellung der Karde und bei Neugarnierung der Kar
de genau eingestellt werden, wobei man heutzutage Kardierabstände, d. h.
Abstände zwischen den Spitzen der Deckelgarnituren und der Trommel
garnitur im Bereich von etwa 0,2 mm anstrebt. Nur dann ist eine hoch
wertige Kardierarbeit bei hoher Produktion der Karde möglich.
Bei der Einstellung dieses Kardierspaltes wird die Gleitführung bei der
Karde nach der US-PS 528 007 gegenüber der Trommeldrehachse radial
verstellt, um den erwünschten Kardierabstand einzuhalten. Zu diesem
Zweck sind die Gleitführungen als sogenannte Flexbögen ausgebildet, die
in der US-Patentschrift an drei verschiedenen Stellen mittels Verstellstä
ben an den Seitenrahmen des Kardengestells angebracht sind. Durch Ver
stellung der jeweils als Gewindestange mit Links- und Rechtsgewinde
ausgebildeten Verstellstäbe können die drei Punkte, an denen die Verstell
stäbe an den Flexbogen angreifen, jeweils gegenüber dem Kardengestell
und daher der Trommelachse radial verstellt werden, wobei zu verstehen
ist, daß durch die radiale Verstellung an drei umfangsmäßig verteilten
Punkten die Krümmung der Flexbögen, d. h. der Gleitführungen, geringfü
gig verändert wird, d. h. eine Biegung der Flexbögen erfolgt.
Nach Einstellung des Kardierabstandes entlang der Gleitführungen kann
die Karde in Betrieb genommen werden. Im Laufe der Zeit erfolgt eine Ab
nutzung der Spitzen der Deckelgarnituren und der Trommelgarnitur, so
daß sich der Kardierabstand in unerwünschter Weise vergrößert. Um die
se Vergrößerung des Kardierabstandes entgegenzuwirken, können auch
bei der alten US-Patentschrift 528007 alle Verstellstäbe gemeinsam ver
stellt werden, um den Kardierabstand auf den ursprünglich vorgesehenen
Wert zurückzuführen.
Zu diesem Zweck werden die Verstellstäbe an ihren dem Flexbogen abge
wandten Enden nicht unmittelbar auf die Seitenrahmen des Kardenge
stells befestigt, sondern an jeweiligen Armen von Winkelhebeln, die dreh
bar an den Seitenrahmen des Kardengestells montiert sind. Die anderen
Arme der jeweiligen Winkelhebel sind miteinander und mit einem Stellrad
über jeweilige Verbindungsstangen verbunden, so daß durch Drehung des
Stellrades eine gemeinsame Verstellung der Winkelhebel und damit über
die Verstellstäbe der jeweiligen Angriffspunkte der Verstellstäbe an den
Flexbögen erfolgt.
Hieraus sieht man, daß die Grundeinstellung durch die Verstellstäbe für
jeden Abstützpunkt des Flexbogens unabhängig von den anderen Ab
stützpunkten möglich ist und daß danach eine gemeinsame Verstellung
aller Abstützpunkte des Flexbogens vorgenommen werden kann, so daß
die Kardierspalten gleichmäßig entlang des Flexbogens verstellt werden,
wobei, wie bereits erwähnt, die Flexbögen zur Anpassung an die geänderte
Krümmung geringfügig gebogen werden.
Eine Änderung der Einstellung der Flexbögen ist nicht nur bei Abnutzung
der Deckelgarnituren bzw. der Trommelgarnituren erforderlich, sondern
auch nach Schleifen der Trommelgarnitur bzw. der Deckelgamituren.
Es ist nämlich bekannt, eine Schleifeinrichtung auf eine Karde zu montie
ren und, nach Unterbrechung der Kardierarbeit, während der Lebensdau
er der Garnituren diese beispielsweise zweimal oder dreimal zu schleifen,
um die Garniturspitzen sowohl der Trommelgarnitur als auch der Deckel
stäbegarnituren eine scharfe Form zu geben, die für eine bessere Qualität
der Kardierarbeit sorgt.
Auch ist es aus verschiedenen Patentschriften, beispielsweise der
EP-A-0 565 486 bekannt, eine Schleifeinrichtung in eine Karde einzubau
en, die wesentlich häufiger und während des Produktionsbetriebs der
Karde benutzt wird, um sicherzustellen, daß die jeweiligen Garnituren
scharf bleiben. Diese letztere Möglichkeit hat den großen Vorteil, daß zum
Schleifen der Trommel- und Deckelgarnituren die Karde nicht gestoppt
werden muß, so daß die Produktion nicht beeinträchtigt wird. Darüber
hinaus wird sichergestellt, daß die Garnituren stets eine optimale Schärfe
aufweisen und somit stets ein Kardenband mit gleichmäßigen und hoch
wertigen Eigenschaften produziert wird, was der anschließenden Garnher
stellung zugute kommt. Weiterhin führt ein solches Schleifsystem dazu,
daß die Garnituren insgesamt eine längere Lebensdauer aufweisen.
Unabhängig davon, ob die Garnituren nur wenige Male während ihrer Le
bensdauer mit jeweils größerem Materialabtrag oder häufiger mit jeweils
weniger Materialabtrag geschliffen werden, führen solche Schleifvorgänge
zu Änderungen des Kardierabstandes, wobei die Möglichkeit der radialen
Verstellung der Flexbögen es gestattet, den Kardierabstand stets richtig
einzustellen.
Verschiedene weitere Vorschläge wurden gemacht, wie man eine radiale
Verstellung der Flexbögen erreichen kann.
Beispielsweise wurde von der Firma SACM in etwa 1975 eine Karde ange
boten, bei der das Einstellen der Deckel auf jeder Seite der Maschine von
einem einzigen Punkt aus mittels zwei aneinander liegenden und gegen
einander verschiebbaren Spiralen erfolgt.
Bei dieser Konstruktion weist die äußere Spirale auf jeder Seite der Karde
die Form eines langgestreckten, gekrümmten Keils mit kleinem Keilwinkel
auf, dessen radial äußere Fläche die Gleitführung bildet und dessen radial
innere Fläche auf der radial äußeren Fläche der jeweiligen inneren Spirale
gleitet. Auch die Innenspiralen weisen jeweils die Form eines langge
streckten, gekrümmten Keils auf, sind aber zusätzlich auf der radial inne
ren Seite mit Zähnen versehen und können somit mittels eines Zahn
radpaares um die Achse der Trommel gedreht werden, so daß durch die
Zusammenarbeit der radial äußeren Fläche der inneren Spirale mit den
jeweiligen radial inneren Flächen der äußeren Spiralen die Gleitführungen
auf beiden Seiten der Karde gleichzeitig verstellt werden können. Hier
durch können sich sämtliche Deckel gleichzeitig der Trommel der Karde
nähern bzw. von derselben entfernt werden. Auch war es bekannt bei die
ser Anordnung, die Trommel gegenüber der Achse der gekrümmten Gleit
führung leicht zu versetzen, um der Deckelkette einen "Eintritt" zu ver
schaffen, d. h. der Kardierabstand in dem Bereich, wo sich die Deckelstäbe
am Anfang des Kardierweges der Trommel nähern, etwas größer einzu
stellen, als am Ende des Kardierweges, wenn sie die Trommel verlassen,
um anschließend an den Anfang des Kardierweges zurückgeführt zu wer
den.
Der gleiche Vorschlag wurde auch neu gemacht in der DE 196 51 894 A1.
Auch die DE 29 48 825 A1 ist im Zusammenhang mit der Verstellung der
Flexbögen einer Karde von großem Interesse. Dort wird nämlich erkannt,
daß der Kardieranstand sich im Betrieb ändern kann und zwar sowohl
aufgrund von Dehnungen, die durch Fliehkraft verursacht werden, als
auch aufgrund von thermischen Dehnungen, die bei Aufwärmung oder
Abkühlung der Karde eintreten.
Solch Dehnungen, d. h. aufgrund von Fliehkraft oder thermischen Ursa
chen, sind, wie in der DE-A 29 48 825 näher erläutert, vor allem bei In
betriebnahme oder Abschaltung der Karde problematisch. Wie dort erläu
tert ist, führt die Tendenz zur Erhöhung der Produktionsrate von Karden
einerseits dazu, daß die Drehzahl der Verarbeitungselemente erhöht wird
und andererseits, daß die Dimensionen der Maschinenzylinder größer
werden, und zwar sowohl der Durchmesser als auch die Arbeitsbreite.
Durch die erhöhten Drehzahlen und die vergrößerten Dimensionen kann
eine unerwünschte Deformation der Zylinder, d. h. ihre durch die Flieh
kraft bewirkte Ausbauchung, erfolgen, die allmählich zunimmt.
Es wird dort auch erläutert, daß ein weiterer, mit der Steigerung der Pro
duktionsrate und somit der Kardierungsarbeit direkt zusammenhängende
Einfluß in der Tendenz zu sehen ist, den Luftaustausch zwischen den Zy
lindern und der Umgebung zur Verhinderung von Staubemissionen weit
gehend zu unterdrücken, wodurch die natürliche Kühlung der Arbeitsele
mente erschwert wird.
In der DE-A 29 48 825 wird zum Ausdruck gebracht, daß die Temperatur
der beteiligten Zylinder im Laufe der Betriebszeit zunimmt, bis eine
Gleichgewichtstemperatur erreicht wird, wobei diese Temperaturerhöhung
eine Änderung der Dimensionen der Zylinder und insbesondere eine Ver
größerung der Durchmesser der Trommel bewirkt. Sowohl der Einfluß der
Fliehkraft als auch der Einfluß des Temperaturanstiegs wirken sich nicht
sofort beim Inbetriebsetzen der Maschine aus, sondern erst nach einer
gewissen Zeitverzögerung, die, was den Einfluß der Fliehkraft betrifft,
mindestens so lange wie die Beschleunigungszeit der beteiligten Elemente,
bei der Karde z. B. des Tambours, ist.
Der Einfluß des Temperaturanstieges, bis eine Gleichgewichtstemperatur
erreicht ist, dauert erfahrungsgemäß über viele längere Betriebszeiträume
an, welche mehrere Stunden betragen können.
Um hier Abhilfe zu schaffen, wird in der DE-A 29 48 825 ein Verfahren
zur Steuerung der Arbeitsverhältnisse zwischen zwei mit einer Spitzengar
nitur ausgerüsteten Arbeitselementen, beispielsweise die Trommel und die
Wanderdeckel einer Wanderdeckalkarde, beschrieben, bei dem eine mit
den Dimensionen der Trommel in einem direkten Zusammenhang stehen
den Größe kontinuierlich oder zeitlich erfaßt und der Kardierabstand
durch eine geeignete Regelung in Abhängigkeit von der erfaßten Größe auf
einem bestimmten Wert gehalten wird.
Bei der dort gezeigten konkreten Lösung werden zur Verstellung der Flex
bögen, d. h. der Gleitführungen, beheizbare Metallstäbe verwendet, die
entweder mittels eines durch eine Wärmezufuhrvorrichtung aufheizbaren
Fluids oder einer elektrischer Heizung aufgewärmt und daher zu einer
thermischen Ausdehnung veranlaßt werden. Da die Temperatursteuerung
eine relativ genaue Einstellung der Längen der jeweiligen Metallstäbe er
möglicht, kann die dort beschriebene Einrichtung mit einer hohen Ge
nauigkeit arbeiten.
Auch sind verschiedene andere Vorschläge bekannt für die radiale Ver
stellung der Flexbögen einer Karde. Beispielsweise zeigt die
US-PS 5,625,924 eine Karde mit verschiedenen Möglichkeiten zur radialen
Verstellung der Gleitführung, unter anderem beschreibt diese Schrift die
Anwendung von steuerbaren Aktuatoren, die extra angesteuert werden,
um die Arbeitselemente periodisch neu einzustellen und die Änderung des
Kardierspaltes aufgrund der Abnutzung der Garnituren oder nach einem
Schleifvorgang auszugleichen. Dabei wird zum Ausdruck gebracht, daß
der steuerbare Aktuator im Zusammenhang mit einem eingebauten
Schleifsystem verwendet und gesteuert werden kann. Es werden verschie
dene Ausführungen des Aktuators angegeben. Beispielsweise wird die An
wendung von Servomotoren oder piezoelektrischen Translatoren für die
Durchführung der Verstellung erwähnt. Es wird auch gezeigt, wie eine Ex
zenteranordnung von einem steuerbaren Antriebsmechanismus verwend
bar ist, um eine feinfühlige Verstellung durchzuführen.
Im übrigen ist aus der WO-Schrift 93/07314 ein Verstellsystem bekannt,
mit mehreren Verstelleinrichtungen, die an jeweiligen Stellen entlang der
Gleitführung angeordnet sind und die sich zwischen der Gleitführung und
einem festen Bezugspunkt erstrecken, wobei jede Verstelleinrichtung auch
einen Sperrmodus aufweist, bei dem eine verstellbare Klemmeinrichtung
wirksam ist, um eine einmal erreichte Einstellung durch Klemmung bei
zubehalten.
Trotz der Vielzahl der bereits gemachten Vorschläge sind diese in der Pra
xis schwierig und aufwendig zu realisieren bzw. teuer herzustellen.
Das Ausmaß der Verstellbewegungen an den einzelnen Verstellpunkten
des Flexbogens ist nämlich relativ klein, wobei eine Gesamtverstellung von
mehr als drei bis vier Millimeter selten erforderlich ist, und eine Verstel
lung in Schritten von etwa 0,01 mm angestrebt wird. Aufgrund solcher
kleinen Schritte ist ohne weiteres einzusehen, daß bereits kleine Spiel
räume in mechanischen Gelenken und dergleichen die Genauigkeit der
Verstellung in Frage stellen. Auch Einstelleinrichtungen, die mit thermi
schen Dehnungen vorgenommen werden, erfordern einen gewissen Steue
rungsaufwand und können durch totes Spiel beeinträchtigt werden, zumal
die Einstellung mal eine Bewegung radial nach außen und mal eine Bewe
gung radial nach innen erfordert. Es tritt das Problem auf, daß Tempera
turmessungen an sich indirekte Messungen sind und sich direkte Mes
sungen des Kardierabstandes bisher als relativ ungenau erwiesen haben.
Auch bei verstellbaren Keilsystemen sind die Herstellungskosten relativ
hoch, zumal enge Toleranzen über einen weiten Bereich eingehalten wer
den müssen.
Auch wurde von der Anmelderin festgestellt, daß die verwendeten Mate
rialien für die Gleitführung häufig eine Hysterese aufweisen, so daß die
Wege beim Zustellen und Wegstellen nicht dieselben sind und die Genau
igkeit der Verstellung auch aus diesem Grund leidet. Auch sind bei man
chen Konstruktionen die Reibungskräfte, die auftreten, so groß, daß die
Rückstellkräfte, die aufgrund der Spannung des Flexbogens entstehen, zu
klein sind, um eine ordentliche Rückstellung präzise sicherzustellen.
Bei manchen Materialien tritt schon bei geringeren Spannungen eine pla
stische Verformung auf, die ebenfalls zu einer Ungenauigkeit der Verstel
lung führt. Auch die Vorspannungen, die bei der Bearbeitung des Flexbo
gens verwendet werden, können eine störende Auswirkung auf die Ge
nauigkeit der Einstellung haben.
Wenn Fenster im Flexbogen vorhanden sind, die für die Deckeleinstellung
nützlich sind, können diese den konstanten Verlauf des Kardierspaltes in
unerwünschter Weise stören.
Es ist also bekannt, die Flexbögen bzw. Gleitführungen für die Deckelstä
be einer Karde aus verschiedenen Gründen radial zu verstellen, nämlich:
- a) zum Neueinstellen des Kardierspaltes bei der Herstellung der Karde oder nach einem erneuten Garnieren der Karde, wobei eine jeweilige radiale Verstellung im Bereich von etwa 2 mm an den verschiedenen Verstellpunkten üblich ist, um den Kardierabstand entlang der Gleit führung an allen Punkten einstellen zu können,
- b) um eine radiale Verstellung der Gleitführungen zu bewirken, um Ab nutzungserscheinungen der Garnituren entgegenzuwirken und den Kardierabstand konstant zu halten, wobei hier eine gleichmäßige Ver stellung an den jeweiligen Verstellpunkten gewünscht ist, da von einer gleichmäßigen Abnutzung auszugehen ist und der einmal richtig ein gestellte Kardierabstand nur gleichmäßig nachgestellt werden muß,
- c) um eine radiale Verstellung der Gleitführungen herbeizuführen, um die Änderung des Kardierabstandes nach dem Schleifen der Garnitu ren entgegenzuwirken, wobei auch hier nur eine gleichmäßige Nach stellung erforderlich ist,
- d) um eine radiale Verstellung der Flexbögen vorzunehmen, um die Ände rung des Kardierabstandes aufgrund von Fliehkraft bzw. thermischen Dehnungen entgegenzuwirken, wobei auch diese Einstellung als gleichmäßige Einstellung zu verstehen ist.
Der Verstellbereich für alle gleichmäßigen Einstellungen (gemäß b), c) und
d)) liegt üblicherweise im Bereich von 0,2 bis 0,3 mm.
Bei allen bisherigen Vorschlägen erfolgt letztendlich eine Verbiegung der
Gleitführungen, um die erforderliche Anpassung des Kardierspaltes zu er
reichen, so daß die Gleitführung als flexibles Teil zu betrachten ist, auch
wenn sie teilweise eine sehr hohe Steifigkeit aufweist.
Um die Verstellung zu bewirken, werden die einzelnen Verstelleinrichtun
gen auf vergleichsweise starre Konstruktionen abgestützt, wie die Seiten
rahmen des Kardengestells oder an sogenannten Fixbögen, die im Prinzip
auch ein Bestandteil der Seitenrahmen des Kardengestells bilden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bzw. eine Vor
richtung der eingangs genannten Art vorzusehen, die unter den erwähn
ten Nachteilen nicht oder nur in geringerem Ausmaß leidet, eine wesentli
che Vereinfachung im Bereich des Flexbogens bringt und es möglich
macht, diesen nach Durchführung einer einmaligen Einstellung bei der
Herstellung der Karde zu fixieren oder sogar nur als Fixbogen auszufüh
ren und hierdurch wesentliche Kostenersparnisse bei der Herstellung und
beim Betrieb der Karde sicherzustellen, wobei eine genaue Einstellung des
Kardierspaltes über den wirksamen Bereich der insgesamt vorhandenen
Verstellung dennoch ermöglicht werden soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird verfahrensmäßig so vorgegangen, daß das
Einstellen des Arbeitsspalts durch Veränderung der radialen Höhe der
Gleitflächen der Deckelköpfe in bezug auf die Spitzen der jeweiligen Dec
kelgarnitur durchgeführt wird. Vorzugsweise ist in oder an jedem Deckel
kopf eine Verstelleinrichtung vorgesehen, deren radiale Höhe zum Ein
stellen des Arbeitsspaltes eingestellt wird.
Durch das Vorsehen einer Verstelleinrichtung im oder am Deckelkopf der
Deckelstäbe gelingt es, eine wesentliche Vereinfachung im Bereich des
Flexbogens zu erreichen. Dieser kann nämlich jetzt nur einmal bei der
Herstellung der Karde genau in bezug auf die Drehachse der Trommel
ausgerichtet werden, beispielsweise so, daß die konvex gekrümmten
Gleitführungen konzentrisch zur Drehachse der Trommel oder in bezug
auf einen gedachten, konzentrisch zur Drehachse der Trommel angeord
neten Kreis keilförmig verlaufend angeordnet sind, so daß der Arbeitsspalt
zwischen einer Deckelgarnitur und der Trommelgarnitur über die Länge
der Gleitführung in an sich bekannter Weise zunehmend kleiner wird. Alle
danach erfolgenden Einstellungen des Arbeitsspaltes können durch Ein
stellungen an den Verstelleinrichtungen der jeweiligen Deckelköpfe erfol
gen.
Nachdem es mit modernen Bearbeitungsmaschinen möglich ist, die kon
vex gekrümmten Gleitführungen auf den Seitenrahmen der Karde kon
zentrisch zur Drehachse der Trommel oder mit einer erwünschten Aus
richtung relativ zur Drehachse präzise herzustellen, könnte man sogar auf
den sogenannten Flexbogen verzichten und nur mit einem Fixbogen ar
beiten, der dann die konvex gebogenen Gleitflächen für die Deckelstäbe
aufweist.
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Deckelköpfe zweiteilig auszu
bilden und entweder den einen Teil des Deckelkopfes in einer Reihe von
verschieden radialen Dicken bezogen auf die Drehachse der Trommel her
zustellen und das jeweils passende Teil auszuwählen, um die radiale Höhe
des Arbeitsspaltes zu bestimmen, wobei die zwei Teile des Deckelkopfes
dann fest aneinander verschraubt oder anderweitig befestigt werden. Al
ternativ hierzu können einzelne Abstandsscheiben ausgewählter Dicke
zwischen den zwei Teilen der Deckelköpfe eingesetzt werden.
Diese Art der Einstellung, die für die oben erwähnten Fälle a), b) und c)
verwendet werden kann, ist in dem Sinne gegenüber den bisherigen Ver
fahren einfacher, weil sie durch Austausch von Abstandsstücken außer
halb der Karde erfolgen kann, und zwar unter Anwendung einer Lehre, die
die Lage der Garniturspitzen der Trommel berücksichtigt, die wiederum
von außen, ggf. nach Entfernung eines Deckelstabes, ohne weiteres relativ
genau in bezug auf die radiale Position der konvex gebogenen Gleitfüh
rungen gemessen werden kann.
Selbst wenn es für erforderlich gehalten wird, mit Flexbögen zu arbeiten,
die bei der Herstellung der Karde einmalig eingestellt werden müssen,
stellt die Verwendung von Verstelleinrichtungen der oben beschriebenen
Art eine deutliche Vereinfachung gegenüber der erneuten Einstellung des
Flexbogens von Zeit zu Zeit dar.
Da keine besonderen Beschränkungen in bezug auf die Dicke der Ab
standsstücke vorliegen, kann diese Art der Verstellung sowohl für die
Grobeinstellung als auch für die Feineinstellung verwendet werden, sofern
durch genaue Bearbeitung der Gleitführungen sichergestellt ist, daß diese
konzentrisch zur Drehachse der Trommel liegen oder die gewünschte Po
sition in bezug auf die Drehachse der Trommel aufweisen.
Es ist jedoch mit der Verwendung von Abstandsstücken fester Abmessun
gen nicht möglich, die Einstellung so vorzunehmen, daß im Betrieb auf
tretende Fliehkräfte oder thermisch bedingte Änderungen des Arbeits
spaltes so berücksichtigt werden können, daß der Arbeitsspalt stets kon
stant bleibt.
Um auch diese Teilaufgabe zu lösen, kann man aber mit Deckelköpfen ar
beiten, bei denen es sich bei jeder Verstelleinrichtung um eine piezoelek
trische Einrichtung handelt, die zur Bestimmung der radialen Höhe des
Deckelkopfes elektrisch verstellt wird.
Da piezoelektrische Einrichtungen bekannt sind, die Verstellungen von bis
zu einigen Millimetern ermöglichen (beispielsweise beschreibt die
DE-A 198 33 782 eine piezoelektrische Verstelleinrichtung in Form einer
Antriebsanordnung für einen Schreibkopf, die Verstellungen im Bereich
von bis zu 2 mm erreicht), ermöglicht die Verwendung von piezoelektri
schen Verstelleinrichtungen sowohl die Durchführung der Grobeinstellung
gemäß Punkt a) als auch Einstellungen gemäß den Punkten b), c) und d).
Die Realisierung der Grobeinstellung gemäß Punkt a) bedeutet allerdings
unter Umständen, daß jede piezoelektrische Einrichtung für sich getrennt
angesteuert werden muß, um unterschiedliche Verstellungen bei den je
weiligen Deckelköpfen sicherzustellen.
Dies ist zwar grundsätzlich möglich, jedoch etwas kompliziert in der Reali
sierung. Diese Komplikationen können aber vermieden werden, wenn die
piezoelektrische Verstelleinrichtung in Kombination mit einem Abstandsstück
verwendet wird, denn die Abstandsstücke können jeweils einzeln bei
der Einstellung gemäß Punkt a) gewählt werden.
Die Feinverstellung gemäß den Punkten b), c) und d), die nur in einem Be
reich von etwa 0,2 mm erfolgen kann, kann jedoch mit einer piezoelektri
schen Einrichtung ohne weiteres erreicht werden, wobei es möglich ist,
alle piezoelektrischen Verstelleinrichtungen gemeinsam zu verstellen, vor
ausgesetzt, daß die konvex gekrümmten Führungsflächen von vornherein
durch einmalige Einstellung oder durch genaue Bearbeitung die ge
wünschte relative Lage in bezug auf die Drehachse der Trommel aufwei
sen.
Wenn die Verstellung, die an jedem Deckelkopf vorzunehmen ist, identisch
ist mit der Verstellung, die an jedem anderen Deckelkopf erwünscht ist, so
können solche piezoelektrischen Einrichtungen von einer gemeinsamen
Spannungsquelle über ein gemeinsames Steuergerät mit der erforderli
chen Spannung gespeist werden.
Eine andere Möglichkeit, eine erfindungsgemäße Verstelleinrichtung zu
realisieren liegt darin, diese als eine nachgiebige Einrichtung zu realisie
ren, deren radiale Höhe in bezug auf die Drehachse der Trommel durch
Veränderung der Spannung der Riemen eingestellt wird, die zur Bewegung
der Deckelköpfe entlang der Gleitführungen vorgesehen sind.
Im einfachsten Fall kann es sich bei einer solchen verstellbaren Einrich
tung um eine Feder handeln, wobei der Grad des Zusammendrückens der
jeweiligen Feder durch die Riemenspannung veränderbar ist. Um die Rie
menspannung zu verändern, kann eine steuerbare Bremse vorgesehen
werden, die an einer der Umlenkstellen der endlosen Riemen direkt oder
indirekt auf die dort vorgesehenen Zahnscheiben angreift.
Wenn es sich bei dem Motor, der den Antrieb der endlosen Riemen bewir
kenden Zahnscheiben bewerkstelligt, um eine Motorenart handelt, die
stets versucht, eine konstante Antriebsleistung abzliefern, genügt es, mit
einer solchen steuerbaren Bremse zu arbeiten. Wenn jedoch die Antriebs
leistung des Motors bei zunehmender Belastung nachläßt, kann es auch
vorteilhaft sein, die Antriebsleistung des Motors ebenfalls steuerbar zu ge
stalten, so daß im Zusammenspiel mit der steuerbaren Bremse die Rie
menspannung im Bereich der konvex gebogenen Gleitführungen und da
her auch der Grad des Zusammendrückens der Feder konstant und ein
stellbar gehalten werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend rein beispielhaft näher erläutert anhand
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung, die
zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer herkömmlichen Karde,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Karde der Fig. 1 im Bereich des Wander
deckels zur näheren Erläuterung der Grundkonstruktion,
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt im Bereich des Wanderdeckels
einer Karde an der Schnittebene III-III der Fig. 2 gesehen, wobei
die Darstellungen der Fig. 1, 2 und 3 in unterschiedlichen
Maßstäben gezeigt sind,
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht einer Gleitführung für eine Kar
de mit einem darauf gleitenden Deckelkopf, der nach der
EP-A-0 753 610 ausgebildet ist,
Fig. 5 eine Stirnansicht eines Deckelkopfs ähnlich dem der Fig. 4, je
doch nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 6 eine Darstellung ähnlich der Fig. 5, jedoch teilweise im Quer
schnitt ausgelegt, von einer Variante eines erfindungsgemäßen
Deckelkopfs mit eingebauter Feder als Verstelleinrichtung,
Fig. 7 eine Seitenansicht eines Deckelkopfs der Fig. 6 in Pfeilrichtung
VIII gesehen,
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Feder des Deckelkopfs gemäß den Fig. 6
und 7,
Fig. 9 eine Darstellung entsprechend der Fig. 6, jedoch von einer weite
ren erfindungsgemäße Ausführungsform mit einem Schwin
gungsdämpfer,
Fig. 10 eine Darstellung ähnlich der Fig. 4, jedoch mit einer erfindungs
gemäßen Ausbildung des Deckelkopfes unter Anwendung einer
piezoelektrischen Verstelleinrichtung,
Fig. 11 eine teilweise geschnittene, vergrößerte Ansicht des Deckelkopfs
gemäß Fig. 10, um eine mögliche Abwandlung darzustellen,
Fig. 12 eine Draufsicht auf das piezoelektrische Verstellelement der Fig.
11 und
Fig. 13 eine vergrößerte Seitenansicht des Deckelkopfs der Fig. 10.
Fig. 1 zeigt in Seitenansicht eine an sich bekannte Wanderdeckelkarde 10,
beispielsweise die Karde C50 der Anmelderin in schematischer Darstel
lung.
Das zu kardierende Fasermaterial, das aus Naturfasern oder syntheti
schen Fasern oder Mischungen derselben bestehen kann, wird in Form
von aufgelösten und gereinigten Flocken in den Füllschacht 12 einge
speist, von einem Briseur oder Vorreißer 14 als Wattenvorlage übernom
men, einem Tambour bzw. einer Trommel 16 übergeben und von einem
Wanderdeckelsatz 18 parallelisiert, der über Umlenkrollen 20, 22, 24, 26
gegenläufig zur Drehrichtung 28 des Tambours 16 angetrieben ist.
Fasern aus dem auf dem Tambour 16 befindlichen Faservlies werden
dann von einer Abnehmewalze 30 abgenommen und in an sich bekannter
Weise in einer aus verschiedenen Walzen bestehenden Auslaufpartie 32 zu
einem Kardenband 34 gebildet. Dieses Kardenband 34 wird dann von ei
ner Bandablage 36 in einer Transportkanne 38 in zykloidischer Art abge
legt.
Fig. 2 und Fig. 3 zeigen die Karde der Fig. I im Bereich des Wanderdeckel
satzes in einem größeren Maßstab und in weiterem Detail. Darstellungs
halber werden nur einzelne Deckelstäbe 40 gezeigt, die alle aus einem als
Hohlprofil ausgebildeten Tragkörper 42, der die Deckelgarnitur 44 trägt,
und zwei Endköpfen 46 bestehen, die an jeweiligen Enden des hohlpro
filartigen Tragkörpers angebracht sind, beispielsweise so, daß sie in die
Enden des Hohlprofils eingesetzt und durch einen Quetschvorgang, der in
der EP-A-627 507 im Detail beschrieben ist, formschlüssig mit dem Hohl
profil verbunden werden.
Die konkrete bevorzugte Ausbildung der Deckelköpfe 46 und der diese
antreibende Antriebsriemen 48 ist in der EP-A-753 610 beschrieben, wo
bei der Riemen insbesondere nach Fig. 4 dieser Schrift ausgebildet sein
kann. Diese Ausbildung ist auch in Fig. 4 der vorliegenden Anmeldung im
weiteren Detail in einer schematischen, perspektivischen Darstellung ge
zeigt.
Der Riemen 48 ist auf einer Seite, nämlich auf der inneren Seite in Fig. 2,
mit Zähnen 48A ausgestattet, die mit Zähnen 48B auf den Zahnscheiben
bzw. Zahnrädern 20 und 26 in Eingriff gelangen, wobei der Darstellung
halber nur wenige Zähne 48A und 48B gezeigt sind, es sich jedoch ver
steht, daß die gesamte Innenseite des Riemens 48 mit Zähnen 48A und
der gesamte Umfang der Zahnräder 20 und 26 mit entsprechenden Zäh
nen 48B versehen ist. Auf der Außenseite des Riemens 48 befinden sich
weitere, balkenartige Zähne oder Balken 49, die paarweise angeordnet
sind, wobei auch hier der Klarstellung halber nur einzelne Paare 49 ge
zeigt sind und jedes Zahnpaar 49 in einer entsprechenden Ausnehmung
bzw. Hohlraum 41 eines jeweiligen Deckelkopfes eingreift, wie in der
EP-A-0 753 610 näher beschrieben ist.
Man sieht aus Fig. 2, daß die endlosen Antriebsriemen, von denen nur der
eine auf der einen Seite der Karde hier dargestellt ist, die Deckelstäbe 40
von einer Einlaufstelle 50 auf der rechten Seite der Zeichnung über einen
Kardierweg entlang einer Gleitführung 52, die einen Flexbogen 54 umfaßt,
bis zu einer Auslaufstelle 56 ziehen und daß die Deckelstäbe 40 anschlie
ßend um das den gezeigten Antriebsriemen antreibende Zahnrad 20 um
gelenkt und zu der Einlaufstelle 50 wieder zurückgeführt werden, wobei
der Antriebsriemen unmittelbar vor der Einlaufstelle 50 um das weitere
Zahnrad 26 umgelenkt wird und zwischen den beiden Zahnrädern 20, 26
von zwei weiteren Stützrädern 22, 24 und einer Abstützung 58 abgestützt
werden.
Es versteht sich, daß eine Anordnung wie in Fig. 2 gezeigt sich auch auf
der anderen Seite der Karde in an sich bekannter Weise befindet, wobei
die angetriebenen Zahnräder 20 durch eine gemeinsame Welle 60 von ei
nem entsprechenden, nur schematisch dargestellten Motor 61 mit Steue
rung 63 angetrieben werden, wodurch die beiden Zahnräder 20 und daher
die beiden Zahnriemen 48 mit den daran über die Zahnpaare 49 befestig
ten Deckelstäbe 40 synchron umlaufen, so daß die Längsachsen der Dec
kelstäbe 40 sich stets parallel zu der Antriebsachse 62 der Trommel 16
erstrecken. Diese parallele Lage wird bei der Bewegung mit der Deckel
kette stets beibehalten. Es versteht sich außerdem, daß im Betrieb Dec
kelstäbe 40 über die gesamte Länge der Antriebsriemen 48 gleichmäßig
verteilt angeordnet sind.
Wie in der EP-A-753 610 näher beschrieben wird, liegen die Gleitflächen
64 der Deckelköpfe 46 im Bereich des Flexbogens 54 in gleitender Berüh
rung mit dieser und zwar einerseits aufgrund ihres Eigengewichts und
andererseits aufgrund der Riemenspannung, welche im Bereich jedes
Deckelkopfes ein radial nach innen gerichtete Kraft erzeugt. Mit anderen
Worten werden sie einerseits aufgrund ihres Eigengewichtes und anderer
seits an die Gleitführung 52, d. h. an die Gleitflächen 66 des Flexbogens
54, durch die Spannung in den Antriebsriemen 48 angedrückt. Hierdurch
wird die erforderliche Kardierabstand A (Fig. 3)zwischen den Deckel-gar
nituren 44 und der Trommelgarnitur 68 sichergestellt. Aufgrund des
formschlüssigen Eingreifens der Balkenpaare 49 der Antriebsriemen 48 in
die entsprechenden Öffnungen 41 der Deckelköpfe und aufgrund des syn
chronisierten Umlaufs der Antriebsriemen 48 auf beiden Seiten der Karde
werden die Deckelstäbe 40 synchronisiert über die beiden Flexbögen 54
bewegt, wobei die Längsachsen der Deckelstäbe 40 stets parallel zur
Trommelachse geführt sind.
Der formschlüssige Eingriff zwischen den Antriebsriemen 48 und den
Deckelköpfen 46 überträgt die Zugkräfte der Antriebsriemen 48 auf die
Deckelstäbe 40, so daß diese eben entlang des Kardierweges zwischen der
Einlaufstelle 50 und der Auslaufstelle 56 bewegt werden.
Bei dieser Ausführungsform ist entsprechend der vorliegenden Lehre ne
ben dem Zahnrad 26 und auf dessen Achse 81 montiert eine Bremsschei
be 25 und eine Bremszange 27 vorgesehen, die von einer Steuerung 29 so
angesteuert werden kann, daß eine kontrollierte Bremskraft auf das Zahn
rad 26 (und über die Achse 182) auf das entsprechende Zahnrad auf der
anderen Seite der Karde ausgeübt wird, wodurch die Riemenspannung auf
beiden Seiten der Karde und daher der Anpreßdruck zwischen den Dec
kelköpfen und den Gleitführungen 66 bestimmt werden kann, wie später
näher erläutert wird.
Eine Besonderheit des Vorschlages nach der EP-A-753 610 liegt darin,
daß im Bereich der Umlenkung die Balken der Balkenpaare 49 der An
triebsriemen 48 dazu neigen, auseinander zu spreizen und die Deckel
köpfe 46 so festhalten, daß diese um die Zahnräder 20, 26 umgelenkt
werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Deckelstäbe 40 verlorenge
hen und ohne daß zusätzliche Führungen in diesen Bereichen notwendig
sind.
Auf der oberen Seite des Wanderdeckels 18 liegen aber die Deckelstäbe 40
lose auf den oberen Trummen der Antriebsriemen; sie können somit leicht
vom Antriebsriemen 48 gelöst werden, wenn sie beispielsweise besonders
gesäubert oder ausgetauscht werden sollen. Die Schwerkraft sorgt dafür,
daß die Deckelstäbe 40 in diesem Bereich sich nicht auf unerwünschter
Weise von den Antriebsriemen 48 trennen.
Wie aus der Schnittzeichnung der Fig. 3 ersichtlich ist, sorgen die Flexbö
gen 54 der Gleitführungen 52 dafür, den Kardierbstand A zwischen den
Deckelgarnituren 44 und der Trommelgarnitur 68 festzulegen, die der
Darstellung halber nur abschnittsweise in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigt sind,
wobei die Gleitführungen in diesem Beispiel mit einem jeweiligen eingelas
senen, bandförmigen Führungselement 70 aus Kunststoff ausgestattet
sind, das die Gleitfläche für die Deckelköpfe bildet, wie in der
DE-A-39 07 396 oder in der EP-A-0 620 296 näher beschrieben ist.
Grundsätzlich kann ein solches eingelassenes Element oder eingelassene,
in Abschnitte unterteilte Elemente bei allen nachfolgend näher beschrie
benen Ausführungen gemäß der vorliegenden Erfindung zur Bildung der
eigentlichen Gleitfläche 66 für die Deckelköpfe 46 verwendet werden. Es
kann aber auch auf ein solches Element verzichtet werden, insbesondere
wenn der Deckelkopf mit einem Gleitschuh bzw. Gleitblag versehen ist,
der auf die üblicherweise aus Metall bestehende Gleitführung gleitet.
Aus Fig. 3 ist auch ersichtlich, daß jede Gleitführung 52 auch eine radial
innere Abstützung 72 aufweist, die häufig Fixbogen genannt wird, wobei
jede radial innere Abstützung 72 fest mit dem jeweils zugeordneten Sei
tenrahmen 74 der Karde verbunden ist oder integral mit diesem ausgebil
det ist, beispielsweise in Form eines jeweiligen Gußteils. Die Seitenrahmen
74 der Karde tragen außerdem die Drehachse 62 der Trommel (in Fig. 3
nicht gezeigt) und bilden auch eine radiale Führung für die Flexbögen 54
(nicht gezeigt).
Zwischen jeder radial inneren Abstützung 72 und den dieser zugeordneten
Flexbögen 54 befinden sich - wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich - in die
sem Beispiel fünf in der Länge verstellbare Einrichtungen 76, die bei
spielsweise aus einem inneren, mit Außengewinde versehenen Teil 78 und
einem äußeren, als Gewindehülse mit innerem Gewinde ausgebildeten Teil
80 bestehen. Durch Drehung des inneren Teils 78 gegenüber dem äuße
ren Teil 80 kann die Länge der jeweiligen Einstelleinrichtung 76 jeweils
eingestellt werden und somit eine radiale Verstellung des Flexbogens 54
im Bereich der jeweiligen Abstützstelle vorgenommen werden. Hierdurch
kann die Krümmung der jeweiligen flexiblen Flexbögen 54 an die Krüm
mung der Trommel angepaßt werden und die radiale Lage der Gleitfläche
66 der jeweiligen Flexbögen 54 so eingestellt werden, daß der Kardierab
stand A über die gesamte Länge des Kardierweges und über die gesamte
Breite der Trommel konstant bleibt oder - falls erwünscht - den er
wünschten Verlauf entlang des Kardierweges aufweist.
Bei der nachfolgenden Beschreibung werden Teile, die den bisher be
schriebenen Teilen entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen identifi
ziert, jedoch um die Grundzahlen 100, 200 usw. erhöht, um eine klare
Entscheidung herbeizuführen. Es versteht sich, daß die bisherige Be
schreibung auch für Teile gilt, die die gleichen letzten Endziffern aufwei
sen, so daß diese Beschreibung nicht wiederholt werden muß. Das heißt,
die nachfolgende Beschreibung konzentriert sich auf die abweichenden
Merkmale.
Fig. 5 zeigt zunächst in einer Stirnansicht, in etwa in Pfeilrichtung V in
Fig. 4 gesehen, einen Deckelkopf 146, der ebenfalls mit einem Hohlraum
141 zur Aufnahme der Zahnpaare 49 des Antriebsriemens versehen ist.
Bei dieser Ausführungsform ist eine Federklammer 190 vorgesehen mit
zwei gefederten Schenkeln 192, die in jeweilige Hinterschneidungen 194 in
den Seitenteilen 147 des Deckelkopfs 146 eingreifen. Aufgrund der schräg
gestellten Flanken der Hinterschneidungen 194 versucht die Federklam
mer 190, stets nach oben in Fig. 5 zu verrutschen und hält auf diese Wei
se ein plattenförmiges Abstandsstück 196 zwischen ihrem in Fig. 5 unte
ren Bereich 198 und der Unterseite 199 des Hauptkörpers des Deckel
kopfs fest.
Die Federklammer ist in dieser Ausführungsform von zumindest im we
sentlichen konstantem Querschnitt und erstreckt sich in Richtung senk
recht zur Darstellung der Fig. 5 über eine Länge, die zumindest im we
sentlichen der Breite B der Gleitführung 52 entspricht.
Man sieht auf Anhieb, daß durch die Verwendung unterschiedlicher Ab
standsstücke 196, die ebenfalls senkrecht zur Ebene der Zeichnung der
Fig. 5 eine Breite aufweisen, die der Breite B der Gleitführung 52 zumin
dest im wesentlichen entspricht, der Abstand A neu eingestellt werden
kann. Die Federklammern lassen sich zum Austausch der Abstandsstücke
196 leicht lockern bzw. entfernen. Die Unterseite der Federklammer 190
bildet in diesem Beispiel die eigentliche Gleitfläche 164 des Deckelkopfs
und kann zu diesem Zweck mit einer harten Oberfläche oder mit einer
Gleitbeschichtung versehen werden. Im übrigen besteht die Möglichkeit
(in Fig. 5 nicht dargestellt), die Federklammer 190 im Bodenbereich 198
leicht hohl zu gestalten, so daß zwei ebene oder gekrümmte Gleitflächen
entsprechend den bisherigen Gleitflächen 64 des Deckelkopfs entstehen
und dieser somit eine stabile Position auf der gekrümmten Gleitführung
52 annimmt.
Mit anderen Worten ermöglicht die Verwendung von unterschiedlichen
Abstandsstücken 196, die radiale Höhe (bezogen auf die Drehachse der
Trommel) zwischen den Spitzen der Deckelgarnituren 44 und der eigentli
chen Gleitfläche 164, das heißt in diesem Beispiel die Unterseite der Fe
derklammer 190, zu verändern und hierdurch den Arbeitsabstand A ein
zustellen.
Es besteht bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 eine weitere Möglichkeit
der Einstellung des Arbeitsabstandes A, und zwar durch Verwendung ei
nes Teils 196 mit ausgeprägten elastischen, nachgiebigen Eigenschaften.
Wie bisher erläutert, führt die Riemenspannung zu einer Kraftkomponen
te, die die Deckelköpfe 146 der Deckelstäbe an die Gleitflächen 66 der
Gleitführungen 52 andrücken. Da man diese Kraft erfindungsgemäß va
riabel gestalten kann, kann man auch den Grad des Zusammendrückens
von solchen Federelementen 196 bestimmen und somit auch den Arbeits
abstand A.
Wird nämlich entsprechend der Fig. 2 eine steuerbare Bremse
(Bremsscheibe 25, Bremszange 27 und Steuerung 29) verwendet, so kann
je nach Anpreßdruck der Bremszange 27 auf die Bremsscheibe 25, die von
der Steuerung 29 bestimmt wird, die Riemenspannung und daher die
Größe der in radialer Richtung auf die Deckelköpfe wirkenden Kraftkom
ponente bestimmt werden.
Handelt es sich bei dem Antriebsmotor 61 um eine Motorenart, die stets
versucht, eine vorbestimmte Drehzahl einzuhalten und daher das An
triebsmoment entsprechend der jeweiligen Belastung steigert, um die vor
gegebene Drehgeschwindigkeit einzuhalten, so wird für den Antriebsmotor
61 keine besondere Steuerung benötigt, außer einer Steuerung, die für die
erforderliche Drehzahl sorgt (wenn die Drehzahl zu den vorgebbaren Pa
rametern gehört).
Handelt es sich jedoch um eine Motorenart, die auf sich ändernde Bela
stung mit sich ändernder Drehzahl reagiert, so daß es schwierig ist, die
Riemenspannung allein über die steuerbare Bremse zu erreichen, so kann
es vorteilhaft sein, den Antriebsmotor 61 mit einer Steuerung 62 auszu
statten, die für ein konstantes Antriebsmoment bei konstanter Drehzahl
sorgt, beispielsweise durch Änderung der Amplitude der an den Motor an
gelegten Spannung oder durch Steuerung der Antriebsstroms.
Man sieht somit, daß durch Steigerung der Riemenspannung der Grad des
Zusammendrückens der Federelemente 196 auch geändert werden kann.
Die Ausführungsform gemäß den Fig. 6, 7 und 8 verwendet auch Federe
lemente, hier jedoch in Form von Blattfedern 296, die zwischen einem
feststehenden Teil 300 und einem beweglichen Balken 302 des Deckel
kopfs 246 angeordnet sind, und zwar links und rechts des die Zahnpaare
49 des endlosen Riemens 48 aufnehmenden Hohlraumes 241. Jedes be
wegliche Teil 302 des Deckelkopfs 246 ist auf das Schaftteil 304 von zwei
Führungsbolzen 306 zwecks Verschiebung entsprechend dem Doppelpfeil
308 verschiebbar geführt. Das Gewindeteil 301 von jedem Führungsbolzen
306 ist im festen Teil 300 des Deckelkopfs 246 eingeschraubt, so daß eine
Schulter des Führungsbolzens fest am festen Teil 300 anliegt. Dagegen ist
der Kopfteil 303 jedes Führungsbolzens in einer kreisförmigen Vertiefung
305 des beweglichen Teils 302 untergebracht. Die Unterseite jedes beweg
lichen Balkens 302 bildet in diesem Beispiel, im Bereich zwischen den
Vertiefungen 305, die Gleitfläche 264 des Deckelkopfs.
Zwischen den beweglichen Balken 302 und dem festen Teil 300 befindet
sich ein Spaltraum 307, in dem jeweils ein nach Art einer Blattfeder gebo
genes Federelements 296 untergebracht ist, wobei jede Blattfeder 296 zwei
als Langlöcher ausgebildete Öffnungen 309 aufweist, durch welche jeweils
einer der Führungsbolzen 306 hindurchragt. Auf diese Weise werden die
Federn unverlierbar gehalten und können im gewünschten Ausmaß frei
komprimiert bzw. gestreckt werden, ohne daß sie an den entsprechenden
Bewegungen durch die Führungsbolzen 306 gehindert werden.
Auch hier wird der Grad des Zusammendrückens der Federelemente 296
über die Riemenspannung beeinflußt. Das heißt, die radiale Höhe h des
Spaltraumes 307 wird über die Riemenspannung bestimmt und daher
auch der Arbeitsabstand A.
Fig. 7 zeigt außerdem das Teil 311 des Deckelkopfs, das innerhalb des
hohlen Abschnittes 42 des Deckelstabes 40 aufgenommen wird. Man sieht
auch in Fig. 7 die Ausnehmung 313, die das Bandteil des Riemens auf
nimmt und sicherstellt, daß die Deckelköpfe seitlich von den endlosen
Riemen geführt sind.
Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform, die der Ausführungsform gemäß den
Fig. 6 bis 8 sehr ähnlich ist, was aus den verwendeten Bezugszeichen her
vorgeht. Unterschiedlich ist hier lediglich das Vorsehen eines Reibbelages
315 auf den seitlichen Bereichen des feststehenden Teils 400, die den be
weglichen Balken 402 gegenüberliegen. Die Reibungsbeläge 315 wirken
energieabsorbierend und verhindern, daß Schwingungen in den Federn zu
Änderungen des Arbeitsabstandes A führen. Anstatt die Reibungsbeläge
315 auf dem feststehenden Teil 400 anzubringen, könnten sie wahlweise
auch an den beweglichen Balken 402 angebracht werden. Falls gewünscht,
können Abstandsstücke (nicht gezeigt) in die Spalträume einge
setzt werden, entweder um die Einstellung a) durchzuführen oder um
mögliche Unterschiede der Federeigenschaften auszugleichen.
Die Ausführungsform gemäß den Fig. 10 bis 13 zeigt eine alternative Aus
bildung eines Deckelkopfs 446, der auch hier aus zwei Teilen besteht,
nämlich einem am hohlen Träger 442 des Deckelstabes befestigten und
somit als festes Teil bezeichnetem Teil 500 und einem beweglichen Teil
oder Balken 502, das über eine piezoelektrische Verstelleinrichtung 496
mit dem feststehenden Teil 500 verbunden ist.
Die piezoelektrische Einrichtung 496 besteht hier aus einer Vielzahl von
piezoelektrischen Schichten, die sich durch Anbringung einer Spannung
in ihrer Dicke verändern und hiermit die gewünschte Veränderung der ra
dialen Höhe der Gleitflächen 499 des Deckelkopfs 446 in bezug auf die
Garniturspitzen des Deckelstabes 40 herbeiführen. Um diesen Span
nungsunterschied zu erzeugen, wird über eine Leiterbahn 519, die im
endlosen Riemen 448 integriert ist und sich mindestens stellenweise voll
ständig durch den Riemen hindurch erstreckt, eine Spannung auf einer
Seite der piezoelektrischen Einrichtung 496 an dieser angebracht, wäh
rend die andere Seite der piezoelektrischen Einrichtung 496 und die
Gleitführungen 52 der Karde an Masse angelegt werden.
Man kann die Teile 500 und 502 der Deckelköpfe selbst für die elektrische
Verbindung zwischen der Leiterbahn 519 und der piezoelektrischen Ein
richtung 496 und zwischen der piezoelektrischen Einrichtung 496 und der
Gleitführung 52 verwenden. Alternativ hierzu können Drähte wie bei 523
gezeigt in den Deckelkopf integriert werden, um Spannungsverluste zu
vermeiden, die unter Umständen je nach Material des Deckelkopfs auf
treten würden.
Auch ist es möglich, wie in Fig. 11 gezeigt, besonders leitfähige Beschich
tungen oder Beläge im Bereich der Gleitflächen 466 und im Bereich der
Berührungsstelle mit der im endlosen Riemen 448 eingebauten Leitungs
bahn vorzusehen.
Es ist außerdem möglich, zwei Leiterbahnen 519 in den endlosen Riemen
einzubauen, die dann gegeneinander isoliert sind (da der endlose Riemen
zum Teil aus Kunststoff besteht) und die Spannungsversorgung für die
piezoelektrische Einrichtung 496 über diese zwei Leiterbahnen vorzuse
hen.
Da die Leiterbahn auf beiden Seiten der Endlosriemen 519 vorgesehen ist,
kann für die Kontaktgabe mit der Spannungsquelle bzw. mit dem Steuer
gerät, das die Höhe der Spannung und daher die Amplitude der Maßände
rung der piezoelektrischen Einrichtung 496 bestimmt, auf der Innenseite
des Endlosriemens eine Kontaktgabe zu der Leiterbahn erfolgen. Dies
kann beispielsweise über Bürstenkontakte erfolgen oder es können ent
sprechende leitende Bereiche an den Zahnrädern vorgesehen werden, die
selbst über Bürstenkontakte mit einer Spannungsquelle bzw. mit einem
Steuergerät in Verbindung stehen.
Wenn Bereiche der Zahnräder für die Spannungsübertragung verwendet
werden, muß sichergestellt werden, daß die entsprechenden Bereiche ge
genüber den verbleibenden Bereichen isoliert sind, um Kurzschlüsse zu
vermeiden.
Man sieht aus Fig. 12, daß die piezoelektrische Einrichtung in Draufsicht
N-förmig ist entsprechend der Form des Deckelkopfs 446. Man merkt au
ßerdem aus Fig. 13, daß sich ein Spalt, der ebenfalls mit einer Isolierung
versehen werden kann, zwischen den zwei Teilen 500 und 502 des Dec
kelkopfs 446 befindet, um auch hier Kurzschlüsse zu vermeiden.
Bei allen bisher erläuterten Ausführungsbeispielen ist der Hohlraum 41,
141, 241, 341 und 441 an der äußeren Stirnseite offen, jedoch an der
rückwärtigen Stirnseite durch das Material des Deckelkopfes geschlossen.
Es ist jedoch nicht zwangsläufig notwendig, einen solchen Hohlraum vor
zusehen. Er kommt hier nur deshalb vor, weil man mit einem endlosen
Antriebsriemen mit Zahnpaaren arbeitet, die in die Hohlräume eingreifen.
Wenn kein Hohlraum vorgesehen ist, kann die Federeinrichtung bzw. die
piezoelektrische Einrichtung anders ausgelegt werden, um die jeweilige
Form des Deckelkopfes zu berücksichtigen. Auch kann beim Vorsehen ei
nes Hohlraumes die äußere Stirnseite des Deckelkopfs geschlossen sein,
wobei ebenfalls eine entsprechend abgewandelte Form der Federeinrich
tung bzw. der piezoelektrischen Einrichtung möglich ist, beispielsweise so,
daß die piezoelektrische Einrichtung 496 der Fig. 12 dann die Form eines
Rechtecks mit einer rechteckigen Öffnung in der Mitte aufweist.
Obwohl die hier verwendete piezoelektrische Einrichtung als eine Vielzahl
von piezoelektrischen Schichten dargestellt ist, kann die piezoelektrische
Einrichtung ganz anders realisiert werden, beispielsweise entsprechend
der bereits erwähnten deutschen Patentanmeldung 196 51 894 A1. Sie
kann dann eine ganz andere Orientierung im Deckelkopf aufweisen.
Claims (21)
1. Verfahren zum Einstellen des Arbeitsspaltes (A) zwischen den Spit
zen der Deckelgarnituren (44) und den Spitzen (68) der Trommel
garnitur einer Karde (10), wobei die mit Garnituren versehenen
Deckelstäbe (40) über einen Teilbereich des Trommelumfangs auf
beiden Seiten der Karde auf jeweiligen, konvex gekrümmten Gleit
führungen (52) geführt werden und die Deckelstäbe Gleitflächen
(164; 264; 364; 464) aufweisende Deckelköpfe (146; 246; 346; 446)
haben, die entlang der Gleitführungen (52) gleiten,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einstellen des Arbeitsspaltes (A) durch Veränderung der
radialen Höhe der Gleitflächen (164; 264; 364; 464) der Deckelköpfe
(146; 246; 346; 446) in bezug auf die Spitzen der jeweiligen Deckel
garnitur (44) durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in oder an jedem Deckelkopf (146; 246; 346; 446) eine verstell
bare Einrichtung (196; 296; 396; 496) vorgesehen ist, deren radiale
Höhe zum Einstellen des Arbeitsspaltes eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei jeder verstellbaren Einrichtung um eine piezoelektri
sche Einrichtung (496) handelt, die zur Bestimmung der radialen
Höhe elektrisch verstellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei jeder verstellbaren Einrichtung um eine nachgiebige
Einrichtung (196; 296; 396) handelt, deren radiale Höhe durch Ver
änderung der Spannung der Riemen (48) eingestellt wird, die zur
Bewegung der Deckelköpfe entlang der Gleitführungen vorgesehen
sind.
5. Vorrichtung zum Einstellen des Arbeitsspaltes (A) zwischen den
Spitzen der Deckelgarnituren (44) und den Spitzen (68) der Trom
melgarnitur einer Karde (10), wobei die mit Garnituren versehenen
Deckelstäbe (40) über einen Teilbereich des Trommelumfangs auf
beiden Seiten der Karde auf jeweiligen, konvex gekrümmten Gleit
führungen (52) geführt werden, wobei die Deckelstäbe Gleitflächen
(164; 264; 364; 464) aufweisende Deckelköpfe (146; 246; 346; 446)
haben, die entlang der Gleitflächen der Gleitführungen gleiten,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei jedem Deckelkopf (146; 246; 346; 446) die radiale Höhe des
sen Gleitflächen (164; 264; 364; 464) in bezug auf die Spitzen (44)
der jeweiligen Deckelgarnitur veränderbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in oder an jedem Deckelkopf (146; 246; 346; 446) eine in seiner
radialen Höhe (bezogen auf die Drehachse der Trommel) verstellbare
Einrichtung (196; 296; 396; 496) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei jeder verstellbaren Einrichtung (496) um eine piezo
elektrische Einrichtung handelt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die piezoelektrischen Einrichtungen (496) in den jeweiligen
Deckelköpfen (446) von einer gemeinsamen Spannungsquelle zum
Einstellen des Arbeitsspaltes (A) mittels eines Steuergerätes ansteu
erbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in an sich bekannter Weise endlose Riemen (48) zum Bewegen
der Deckelstäbe (446) über die Gleitführungen vorgesehen sind, die
endlosen Riemen jeweils mit mindestens einer sich um die gesamte
Länge des Endlosriemens erstreckende Leiterbahn (519) vorgesehen
sind, um die Spannungsversorgung der piezoelektrischen Einrich
tung sicherzustellen, wobei in mindestens einem Bereich der Um
laufbahn jedes Endlosriemens eine Kontakteinrichtung vorgesehen
ist, um einen elektrischen Kontakt zwischen der jeweiligen Leiter
bahn und der Spannungsquelle sicherzustellen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei der Kontakteinrichtung um eine leitfähige Bürste
handelt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endlosriemen (48) über Zahnscheiben (20, 26) und Um
lenkrollen (22, 24) umlenkbar sind, wobei für jeden Endlosriemen
eine Zahnscheibe oder eine Umlenkrolle als Kontakteinrichtung
dient.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Endlosriemen zwei Leiterbahnen aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei der verstellbaren Einrichtung um eine Feder (196;
296; 396) handelt, und daß der Grad des Zusammendrückens der
jeweiligen Feder durch die Riemenspannung veränderbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Veränderung der Riemenspannung eine steuerbare Bremse
(25, 27, 29) vorgesehen ist, die an eine der Umlenkstellen der endlo
sen Riemen direkt oder indirekt auf die dort vorgesehenen Zahn
scheiben (26) angreift.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsleistung des zum Antreiben der den Antrieb der
endlosen Riemen (48) bewirkenden Zahnscheiben (20) vorgesehenen
Motors (61) steuerbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Steuergerät (63) zur Steuerung der Leistung des Antriebs
motors vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Federeinrichtung (396) ein Schwingungsdämpfer (315) zu
geordnet ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei den Federn (196) um nachgiebige, plattenförmige,
elastische Stücke handelt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes plattenförmige Stück (196) mit einer Federklammer (190)
am Deckelkopf gehalten wird.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei den Federn (296; 396) um Blattfedern handelt, die
jeweils zwischen einem festen Teil (300; 400) des Deckelkopfs (346;
446)und einem diesen gegenüber geführt verschiebbaren Teil (302;
402) des Deckelkopfs angeordnet ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Deckelkopf (146; 246; 346; 446) mehrteilig ausgebildet ist
und ein Teil als auswechselbares Abstandsstück (196) ausgebildet
ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10046916A DE10046916A1 (de) | 2000-09-21 | 2000-09-21 | Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Arbeitsspaltes zwischen den Spitzen von Deckelgarnituren und den Spitzen der Trommelgarnitur einer Karde |
| EP01122490A EP1211339A1 (de) | 2000-09-21 | 2001-09-20 | Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Arbeitsspaltes zwischen den Spitzen von Deckelgarnituren und den Spitzen der Trommelgarnitur einer Karde |
| US09/957,655 US20020088093A1 (en) | 2000-09-20 | 2001-09-20 | Method and apparatus for adjusting the working gap between the points of the flat clothings and the points of the cylinder clothings of a carding machine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10046916A DE10046916A1 (de) | 2000-09-21 | 2000-09-21 | Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Arbeitsspaltes zwischen den Spitzen von Deckelgarnituren und den Spitzen der Trommelgarnitur einer Karde |
Publications (1)
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