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DE10046788A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Kombinationsbildes aus in einem Datensatz gespeicherten Bildinformationen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Kombinationsbildes aus in einem Datensatz gespeicherten Bildinformationen

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DE10046788A1
DE10046788A1 DE10046788A DE10046788A DE10046788A1 DE 10046788 A1 DE10046788 A1 DE 10046788A1 DE 10046788 A DE10046788 A DE 10046788A DE 10046788 A DE10046788 A DE 10046788A DE 10046788 A1 DE10046788 A1 DE 10046788A1
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung eines aus Bildelementen rasterförmig zusammengesetzten Kombinationsbildes, mit dem eine Szene/ein Gegenstand dreidimensional wahrnehmbar wiedergegeben wird, wobei auf den Bildelementen einzelne Bildinformationen aus mehreren unterschiedlichen Ansichten der Szene/des Gegestandes dargestellt werden und die darzustellenden Bildinformationen aus einem Datensatz auszuwählen bzw. zu berechnen sind. DOLLAR A Dazu wird eine erste Vorschrift abgespeichert, nach der jedem einzelnen Bildelement genau eine der Ansichten zugeordnet ist. Weiterhin wird eine zweite, parametervariable Vorschrift abgespeichert, nach der aus dem Datensatz in Abhängigkeit vorgegebener Parameter zur Definition einer Ansicht die darzustellenden Bildinformationen für die jeweilige Ansicht errechenbar sind. Zur Bestimmung der Bildinformationen eines Bildelementes des Kombinationsbildes wird zunächst anhand der ersten Vorschrift die zugehörige Ansicht ermittelt und für die korrespondierende Position des Bildelementes in der betreffenden Ansicht mittels der zweiten Vorschrift die Bildinformation errechnet.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung eines aus Bildelementen rasterförmig zusammengesetzten Kombinationsbildes, mit dem eine Szene/ein Gegen­ stand dreidimensional wahrnehmbar wiedergegeben wird, wobei auf den Bildelemen­ ten einzelne Bildinformationen aus mehreren unterschiedlichen Ansichten des Sze­ ne/des Gegenstandes dargestellt werden und die darzustellenden Bildinformationen aus einem Datensatz auszuwählen sind, in dem die insgesamt verfügbaren Bildinfor­ mationen über die Szene/den Gegenstand in räumlicher Zuordnung gespeichert sind. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf eine entsprechende Vorrichtung.
Derartige Kombinationsbilder werden in Anordnungen zur räumlichen Darstellung als Bildquelle benötigt, bei denen mehrere Ansichten über eine Anzeigeeinrichtung gleich­ zeitig visualisiert werden, um einen besonders plastischen Raumeindruck mit realisti­ scher Tiefenwirkung zu erzeugen. Dazu enthalten die Kombinationsbilder beispiels­ weise Bildinformationen aus unterschiedlichen Blickrichtungen (Perspektiven) oder auch aus unterschiedlichen Tiefenebenen einer Szene oder eines Gegenstandes, wobei von jeder Perspektivansicht bzw. jedem Schichtbild lediglich Teile in dem Kombinati­ onsbild enthalten und auf der Anzeigeeinrichtung, beispielsweise einem LC-Display, zur Anzeige gebracht werden.
Weitere optische Elemente der Anordnung dienen dazu, die in dem Kombinationsbild enthaltenen Bildinformationen der unterschiedlichen Ansichten für einen Betrachter gleichzeitig wahrnehmbar zu machen, wie dies etwa in stereoskopischen Verfahren mittels Brillen erfolgt, die für jedes Auge einen eigenen Filter zur Bildkanaltrennung aufweisen.
Andere Methoden zur räumlichen Sichtbarmachung der dargestellten Kombinationsbil­ der beruhen z. B. auf optischen Elementen wie Lentikularen, Barriereschirmen, Wellen­ längenfilterarrays oder auch multifokalen Linsenarrays, wie beispielsweise in DE 198 25 950 beschrieben.
Der räumliche Wahrnehmungseindruck läßt sich durch die gleichzeitige Visualisierung einer größeren Anzahl von Ansichten verbessern, die an der Anzeigeeinrichtung zu generieren sind. Jedoch steigt damit der Berechnungsaufwand, mit denen die Bildin­ formationen für die Bildelemente der einzelnen Ansichten aus einer vorgegebenen räumlichen Datenbasis bestimmt werden müssen, erheblich an.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der ein­ gangs genannten Art zu schaffen, mit dem sich ein Kombinationsbild, das Bildinforma­ tionen aus mehreren Ansichten einer Szene bzw. eines Gegenstandes enthält, beson­ ders einfach aus einer bereits bestehenden Datenbasis, welche Informationen über die Szene bzw. den Gegenstand repräsentiert, generieren läßt. Weiterhin beabsichtigt die Erfindung, eine hierzu geeignete Vorrichtung anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren der eingangs genannten Art gelöst, bei dem eine erste Vorschrift festgelegt und gespeichert wird, nach der jedem einzelnen Bild­ element des aus den Bildelementen rasterförmig aufgebauten Kombinationsbildes ge­ nau eine der Ansichten zugeordnet ist, weiterhin eine zweite, parametervariable Vor­ schrift festgelegt und gespeichert wird, nach der aus dem Datensatz in Abhängigkeit vorgegebener Parameter zur Definition einer Ansicht die Bildinformationen für die je­ weilige Ansicht errechenbar sind, und daß zur Bestimmung der Bildinformationen eines. Bildelementes des Kombinationsbildes zunächst anhand der ersten Vorschrift die zu­ gehörige Ansicht ermittelt und für die korrespondierende Position des Bildelementes in der betreffenden Ansicht mittels der zweiten Vorschrift die Bildinformation errechnet wird, und anschließend diese Bildinformation in Zuordnung zu dem Bildelement des Kombinationsbildes abgespeichert wird.
Im Unterschied zu herkömmlichen Erzeugungsverfahren für Kombinationsbilder wer­ den bei der erfindungsgemäßen Vorgehensweise lediglich diejenigen Bildinformationen der einzelnen Ansichten berechnet, die später auch in dem Kombinationsbild enthalten sind. Dadurch läßt sich sowohl der Speicherbedarf als auch der Rechenaufwand für die Bilddarstellung verringern. Aufgrund des schnelleren Ablaufes lassen sich so Echtzeit­ darstellungen verwirklichen, mit denen Filmsequenzen räumlich dargestellt werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl als Computerprogramm als auch hard­ waretechnisch beispielsweise in Form einer Grafikkarte implementiert werden und ist mit jeder Art von Datenformaten verwendbar, die sich für die Beschreibung einer Szene oder eines Gegenstandes im Raum eignen. Es ist überdies unabhängig davon, in wel­ cher Art und Weise die Bildinformationen für die einzelnen Ansichten aus der räumli­ chen Datenbasis gewonnen werden. Insoweit ist das erfindungsgemäße Verfahren mit beliebigen bekannten Datenformaten einsetzbar. Dies gilt auch für die Art der erhalte­ nen Ansichten, die, wie eingangs bereits erläutert, Perspektivansichten aus unter­ schiedlichen räumlichen Positionen in bezug auf die Szene bzw. den Gegenstand seien können, oder aber auch Schichtbilder, welche lediglich Informationen über eine be­ stimmte Raumebene der Szene bzw. des Gegenstandes enthalten.
Die eingangs genannte Aufgabe wird daher auch gelöst durch eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Kombinationsbildes aus einer räumlichen Datenbasis, welche Informa­ tionen über eine Szene oder einen Gegenstand repräsentiert, wobei das Kombinations­ bild Bildinformationen aus mehreren Ansichten der Szene oder des Gegenstandes be­ inhaltet, um die Szene bzw. den Gegenstand dreidimensional darzustellen. Diese Vor­ richtung umfaßt eine erste Speichereinrichtung zum Abspeichern einer ersten Vor­ schrift, nach der jedem einzelnen Bildelement des aus den Bildelementen rasterförmig aufgebauten Kombinationsbildes genau eine der Ansichten zugeordnet ist, eine zweite Speichereinrichtung zum Abspeichern einer parametervariablen, zweiten Vorschrift, nach der aus der räumlichen Datenbasis in Abhängigkeit vorgegebener Parameter zur Definition einer Ansicht die Bildinformationen für die jeweilige Ansicht errechenbar sind, und eine Steuereinrichtung zur Bestimmung der Bildinformationen der Bildele­ mente des Kombinationsbildes, die unter Zugriff auf die erste Speichereinrichtung an­ hand der ersten Vorschrift die dem jeweiligen Bildelement zugehörige Ansicht ermit­ telt, für die korrespondierende Position des Bildelementes in der betreffenden Ansicht unter Zugriff auf die zweite Speichereinrichtung mittels der zweiten Vorschrift die Bild­ information errechnet und anschließend diese Bildinformation in Zuordnung zu dem Bildelement des Kombinationsbildes in einer weiteren Speichereinrichtung abspeichert.
Die Erzeugung des Kombinationsbildes kann beispielsweise so erfolgen, daß zunächst die Bildelemente des Kombinationsbildes, die einer ersten Ansicht zugeordnet sind, berechnet und die betreffenden Bildinformationen abgespeichert werden. Dieser Vor­ gang wird für alle weiteren Ansichten wiederholt. Diese Vorgehensweise ist dahinge­ hend vorteilhaft, daß auf die jeweiligen Parameter, mit denen die erste Ansicht spezifi­ ziert wird, lediglich einmal zugegriffen werden muß, bis sämtliche über die erste Vor­ schrift der betreffenden Ansicht zugeordneten Bildelemente abgearbeitet worden sind.
In einer alternativen Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Bildelemente des Kombinationsbildes in einer ihrer Anordnung entsprechenden Reihenfolge, beispielsweise zeilenweise oder auch spaltenweise, berechnet und die betreffenden Bildinformationen abgespeichert. Diese Vorgehensweise ist insbesondere vorteilhaft für Anzeigeeinrichtungen, bei denen der Bildaufbau in entsprechender Art und Weise erfolgt.
In einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die berechneten Bildinformationen unmittelbar in einen Datensatz mit einem zur Bilderzeugung an ei­ nem Display, insbesondere LC-Display, geeigneten Format geschrieben. Durch eine somit entfallende Zwischenspeicherung der ermittelten Bildinformationen ergibt sich eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit verbunden mit einem schnellen Bildaufbau.
Die zweite Vorschrift zur Berechnung der Bildinformationen der Ansichten benötigt als Eingangsinformation u. a. die Lage des entsprechenden Bildelementes in dem Kombina­ tionsbild. Hierfür ist es denkbar, aus der Adresse des Bildelementes zunächst entspre­ chende Lagekoordinaten abzuleiten und mit diesen die Berechnung der Bildinformatio­ nen für die betreffende Ansicht vorzunehmen. Dieser Berechnungsaufwand kann aller­ dings verringert werden, indem der zweiten Vorschrift eine dem Raster der Bildelemen­ te des Kombinationsbildes entsprechende Rasterstruktur, beispielsweise ein Raster mit gleicher Spalten- und Zeilenzahl, zugrunde gelegt wird. Durch eine Skalierung des Ra­ sters der Bildelemente der jeweiligen Ansicht entsprechend der zweiten Vorschrift kann auf der Grundlage einer Orthogonalprojektion zur Berechnung der Bildinformationen bei Zoomeffekten eine hohe Bildauflösung erzielt werden.
Vorzugsweise ist das Kombinationsbild pixelweise aufgebaut. Zur Erzielung einer ho­ hen Bildqualität wird dabei jedes Bildelement durch jeweils ein Subpixel des Kombina­ tionsbildes repräsentiert. Übliche Pixel enthalten beispielsweise drei Subpixel in unter­ schiedlichen Farben wie rot, grün und blau. Es sind jedoch auch andere Pixel mit vier Subpixeln sowie andere Farbkombinationen möglich.
Bisweilen sind die in der räumlichen Datenbasis enthaltenen Bildinformationen bezüg­ lich der Farbinformation miteinander verkettet, so daß sich die Bildinformationen nicht gesondert für ein einziges Subpixel berechnen lassen. Auch bei derartigen Rohdaten läßt sich jedoch eine erhebliche Verringerung des Speicher- und Rechenaufwandes er­ zielen, indem dann mittels der zweiten Vorschrift zu einem Bildelement-Subpixel die Bildinformationen zu den weiteren Subpixeln des gleichen Pixels berechnet werden, jedoch lediglich die zu den erstgenannten Subpixel erhaltenen Bildinformationen in Zuordnung zu dem Bildelement-Subpixel abgespeichert werden.
Grundsätzlich ist es möglich, die Zuordnung der einzelnen Bildelemente des Kombina­ tionsbildes zu den Ansichten zufallsverteilt vorzunehmen. In diesem Fall muß jedoch für jedes Bildelement des Kombinationsbildes die entsprechende Zuordnungsinforma­ tion abgespeichert werden. Dieser Aufwand läßt sich dadurch verringern, daß die erste Vorschrift lediglich für eine Teilfläche des Kombinationsbildes vorgegeben und abge­ speichert wird, und daß das Kombinationsbild aus einer Vielzahl von solchen aneinan­ deranschließenden Teilflächen gebildet wird. Insbesondere im Hinblick auf die Dar­ stellung des Kombinationsbildes über ein LC-Display ist die Teilfläche vorzugsweise rechteckig und besteht aus n Zeilen und m Spalten von Subpixeln.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausfüh­ rungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Anordnung zur räumlichen Darstellung einer Szene oder eines Gegenstandes, die nach dem erfindungsgemäßen Ver­ fahren arbeitet,
Fig. 2 eine Teilansicht eines Kombinationsbildes in schematischer Darstellung, das Bildinformationen aus acht Ansichten einer Szene bzw. eines Gegenstandes beinhaltet,
Fig. 3 das Kombinationsbild aus Fig. 2, wobei hier lediglich die einer einzigen Ansicht (der Ansicht 1) zugeordneten Bildelemente gekennzeichnet sind,
Fig. 4 eine weitere Ansicht des in den Fig. 2 und 3 darstellten Kombinationsbildes, wobei zu den in Fig. 3 markierten Bildelement-Subpixeln die weiteren, zu dem jeweiligen Pixel gehörigen Subpixel markiert sind,
Fig. 5 eine Teilansicht eines weiteren Kombinationsbildes, das Bildinformationen aus vierzig Ansichten beinhaltet,
Fig. 6 eine weitere Ansicht des Kombinationsbildes aus Fig. 5, wobei lediglich die ei­ ner einzigen Ansicht (der Ansicht 1) zugeordneten Bildelemente markiert sind,
Fig. 7 eine Teilansicht eines weiteren Kombinationsbildes, das Bildinformationen aus 72 Ansichten beinhaltet, und in Fig. 8 eine weitere Ansicht des Kombinationsbildes aus Fig. 7, wobei lediglich die zu einer einzigen Ansicht (der Ansicht 1) gehörigen Bildelemente markiert sind.
Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung zur räumlichen Darstellung einer Szene bzw. eines Gegenstandes umfaßt eine Anzeigeeinrichtung 1, die u. a. ein LC-Display aufweist, über das ein Kombinationsbild zur Anzeige gebracht wird. Das Kombinationsbild enthält dabei gleichzeitig Bildinformationen aus mehreren verschiedenen Perspektivansichten einer Szene und wird in einer Recheneinrichtung 2 der Anordnung generiert. Weiterhin ist eine Eingabevorrichtung 3 vorgesehen, über welche der Benutzer Einfluß auf die Generierung des Kombinationsbildes nehmen kann.
Die Recheneinrichtung 2 umfaßt neben einer Steuereinrichtung 4 weiterhin eine Spei­ chereinrichtung 5, in der Informationen über eine Szene oder einen Gegenstand wie beispielsweise die geometrische Struktur, Farbe und gegebenenfalls weitere physikali­ sche Eigenschaften und Zuordnungsinformationen in Form einer räumlichen Datenba­ sis abgelegt sind. Die entsprechenden Datenformate, wie z. B. VRML 97 oder räumliche Koordinatensysteme etc., sind dem Fachmann bekannt und bedürfen hier keiner nähe­ ren Erläuterung. Weiterhin umfaßt die Recheneinrichtung eine Speichereinrichtung 6, in der eine erste Vorschrift abgelegt ist, nach der jedem einzelnen Bildelement des aus den Bildelementen rasterförmig aufgebauten Kombinationsbildes genau eine der ver­ schiedenen Ansichten zugeordnet ist.
In einer weiteren Speichereinrichtung 7 ist eine zweite Vorschrift abgespeichert, mit der aus der räumlichen Datenbasis - entsprechend dem Datenformat dieser räumlichen Datenbasis - die Bildinformationen für eine Ansicht errechnet werden können. Diese zweite Rechenvorschrift, welche beispielsweise eine einfache Orthogonalprojektion auf ein XYZ-Koordinatensystem beschreibt, ist parametervariabel ausgebildet, um unter­ schiedliche Ansichten auf die Szene bzw. den Gegenstand definieren zu können. Wird das Kombinationsbild aus mehreren Perspektivansichten auf die Szene bzw. den Ge­ genstand zusammengesetzt, so repräsentieren die Parameter beispielsweise die unter­ schiedlichen Positionen, aus denen eine "virtuelle" Kamera in Richtung der Szene bzw des Gegenstandes blickt. Diese Parameter können über die Eingabeeinrichtung 3 ein­ gegeben und in einer weiteren Speichereinrichtung 8 abgelegt werden.
Beispielsweise könnten die Positionen der "virtuellen" Kamera so gewählt werden, daß jeweils eine Kameraposition, der dieser Kameraposition nächste Punkt der Szene/des Gegenstandes und eine weitere, zur erstgenannten Kameraposition benachbarte Kame­ raposition in dieser Reihenfolge einen Winkel von 1° einschließen.
Eine erste Zuordnungsvorschrift der Bildelemente zu den einzelnen Ansichten ist in Fig. 2 anhand eines Kombinationsbildes aus acht Ansichten beispielhaft dargestellt. Die Kombinationsvorschrift wird dabei vollständig durch eine Elementarzelle beschrieben, die in Fig. 2 gepunktet hervorgehoben ist und eine rechteckige Teilfläche des Kombina­ tionsbildes darstellt. Die Elementarzelle umfaßt hier Bildelemente in acht Zeilen und acht Spalten, die in regelmäßiger Abfolge mit den Nummern der jeweils zugeordneten Ansicht belegt sind.
Dabei korrespondiert jedes Bildelement mit einem Subpixel R, G bzw. B des LG- Displays, das je Pixel drei Subpixel R, G, B in den Farben rot, grün und blau umfaßt.
Eine Vielzahl solcher unmittelbar aneinanderanschließende Elementarzellen bzw. Teilflächen überdecken ein Kombinationsbild, das beispielsweise aus 3072 × 768 Bild­ elementen besteht. Insofern die Ränder von außenliegenden Elementarzellen nicht mit dem Formatrand des Kombinationsbildes zusammenfallen, werden die überragenden Bildelemente ignoriert, da diesen de facto keine realen Bildelemente an dem Kombina­ tionsbild gegenüberstehen.
Zur Bestimmung der Bildinformationen eines Bildelementes des Kombinationsbildes wird nun zunächst gesteuert durch die Steuereinrichtung 4 mittels der ersten Vor­ schrift die zugehörige Ansicht ermittelt und für die korrespondierende Position in der betreffenden Ansicht mittels der zweiten Vorschrift die Bildinformation errechnet. Die­ se wird anschließend in Zuordnung zu dem betreffenden Bildelement in einer weiteren Speichereinrichtung 9 der Recheneinrichtung 2 abgespeichert. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis sämtliche Bildelemente des Kombinationsbildes ausgerechnet sind.
Letzteres wird dann über das LC-Display angezeigt, wobei unmittelbar auf die in der weiteren Speichereinrichtung 9 enthaltenen Bilddaten zurückgegriffen wird.
Das so kombinierte Bild enthält folglich gemäß der Kombinationsvorschrift nach Fig. 2 Bildelemente aus acht verschiedenen Ansichten, wobei aus jeder der Ansichten im Mit­ tel nur 12,5% der theoretisch möglichen Bildelemente zur Ansicht gelangen. Da hier lediglich die tatsächlich in dem Kombinationsbild benötigten Bildelemente berechnet werden, läßt sich das Verfahren mit geringem Speicherbedarf und Rechenaufwand durchführen. In Fig. 3 ist für die vorstehend erläuterte Berechnungsvorschrift darge­ stellt, welche Bildelemente aus einer einzigen Perspektivansicht (der Ansicht 1) über­ haupt berechnet werden müssen.
Ist es mit den in der Datenbasis enthaltenen Daten oder mit der Berechnungsvorschrift nicht ohne weiteres möglich, die Bildinformationen für ein einzelnes Farbpixel eines LC-Displays zu berechnen, so werden für das betreffende Subpixel zunächst die Bildin­ formationen für das zugehörige Pixel bzw. Subpixel-Triplett RGB berechnet. Anschlie­ ßend wird dann die für das gewünschte Subpixel erhaltene Bildinformation ausgewählt und in der weiteren Speichereinrichtung 9 in Zuordnung zu dem entsprechenden Bild­ element abgelegt.
Fig. 4 zeigt die für die Zuordnungsvorschrift aus Fig. 2 zu berechnenden Subpixel- Tripletts RGB bzw. Pixel. Die tatsächlich in das Kombinationsbild übernommenen Bild­ informationen unterscheiden sich jedoch nicht von der in Fig. 3 dargestellten Struktur. Der dabei entstehende Rechenaufwand ist zwar etwas höher, als wenn nur die Subpixel direkt ausgerechnet werden. Gleichwohl läßt sich hierdurch noch eine effiziente Be­ rechnung durchführen, da lediglich ein Teil der Informationen für die einzelnen Ansich­ ten ausgerechnet werden muß.
Fig. 5 zeigt beispielhaft eine weitere Zuordnungsvorschrift mit einer Elementarzelle bzw. Teilfläche, die Bildelemente mit Informationen aus vierzig Ansichten aufweist. Die hier verwendete Elementarzelle, die in Fig. 5 wiederum hervorgehoben dargestellt ist, umfaßt 10 × 40 Subpixel.
In Fig. 6 sind wiederum nur die für eine einzige Ansicht (der Ansicht 1) benötigten Bild­ elemente bzw. Subpixel dargestellt. Die entsprechenden Anordnungsmuster für die weiteren Ansichten lassen sich durch ein einfaches Verschieben des in Fig. 6 dargestell­ ten Musters in Richtung der Achsen i und j generieren, wobei allerdings ein Springen über die Ränder der Elementarzelle bzw. der Teilfläche zu beachten ist.
Schließlich ist in den Fig. 7 und 8 ein drittes Beispiel für eine Kombinationsvorschrift bildlich dargestellt, mit der die Bildinformationen aus 72 unterschiedlichen Ansichten den Bildelementen eines Kombinationsbildes zugeordnet werden. Die hier verwendete Elementarzelle umfaßt 8 × 9 Subpixel, so daß in der rechteckigen Elementarzelle jede Ansicht durch genau ein Subpixel repräsentiert ist, wie dies insbesondere anhand von Fig. 8 erkennbar ist, in der lediglich die einer gemeinsamen Ansicht (der Ansicht 1) zu­ geordneten Subpixel markiert sind und die Elementarzelle durch Hervorhebung ange­ deutet ist.
In sämtlichen Fällen ergibt sich eine erhebliche Einsparung an Speicherplatz und Re­ chenaufwand im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren, bei denen zunächst für jede der Ansichten sämtliche Bildelemente berechnet und danach eine Auswahl der in das Kombinationsbild einzubringenden Bildinformationen erfolgt.
Bezugszeichenliste
1
Anzeigeeinrichtung
2
Recheneinrichtung
3
Eingabevorrichtung
4
Steuereinrichtung
5
Speichereinrichtung für die Datenbasis
6
Speichereinrichtung für die erste Rechenvorschrift
7
Speichereinrichtung für die zweite Rechenvorschrift
8
Speichereinrichtung für Eingabeparameter
9
Speichereinrichtung für das Kombinationsbild
i, j Achsen des Kombinationsbildrasters

Claims (10)

1. Verfahren zur Erzeugung eines aus Bildelementen rasterförmig zusammenge­ setzten Kombinationsbildes, das als Grundlage zur dreidimensional wahrnehm­ baren Wiedergabe einer Szene/eines Gegenstandes geeignet ist, wobei auf den Bildelementen einzelne Bildinformationen aus mehreren unterschiedlichen An­ sichten der Szene/des Gegenstandes dargestellt werden und die darzustellenden Bildinformationen aus einem Datensatz zu errechnen sind, in dem die insgesamt verfügbaren Bildinformationen über die Szene/den Gegenstand in räumlicher Zu­ ordnung gespeichert sind, dadurch gekennzeichnet, daß
eine erste Vorschrift festgelegt wird, nach welcher jedem der Bildelemente genau eine der Ansichten zugeordnet wird,
eine zweite, parametervariable Vorschrift festgelegt wird, nach der aus dem Da­ tensatz in Abhängigkeit vorgegebener Parameter zur Definition einer Ansicht die Bildinformationen für die jeweilige Ansicht errechenbar sind und dann
zur Bestimmung der auf einem Bildelement wiederzugebenden Bildinformation mit einer Rechenschaltung zunächst anhand der ersten Vorschrift dem Bildele­ ment eine Ansicht zugeordnet und dann mittels der zweiten Vorschrift aus der zugeordneten Ansicht die mit der Position des Bildelementes korrespondierende Bildinformation aus dem Datensatz ermittelt wird und anschließend diese Bildin­ formation in Zuordnung zu dem Bildelement gespeichert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst diejenigen Bildelemente des Kombinationsbildes, die einer ersten Ansicht zugeordnet sind, berechnet und die betreffenden Bildinformationen abgespeichert werden, und daß hernach dieser Vorgang für alle weiteren Ansichten Ansicht für Ansicht wie­ derholt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildelemente des Kombinationsbildes in einer ihrer Anordnungsweise entsprechenden Reihenfolge zeilen- oder spaltenweise berechnet und die betreffenden Bildinformationen ab­ gespeichert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die berechneten Bildinformationen unmittelbar in einen Datensatz mit einem zur Bilderzeugung an einem Display, insbesondere LC-Display, geeigneten Format geschrieben werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiten Vorschrift zur Berechnung der Bildinformationen der Ansichten eine dem Raster der Bildelemente des Kombinationsbildes entsprechende Rasterstruktur zugrundegelegt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kombinationsbild pixelweise aufgebaut ist und die Bildelemente jeweils ein Sub­ pixel des Kombinationsbildes repräsentieren.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der zweiten Vorschrift zu einem Bildelement-Subpixel die Bildinformationen zu den weiteren Subpixeln des gleichen Pixels berechnet werden, jedoch lediglich die zu dem erstgenannten Subpixel erhaltene Bildinformation in Zuordnung zu dem Bildele­ ment-Subpixel abgespeichert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Vorschrift für eine Teilfläche des Kombinationsbildes vorgegeben und ab­ gespeichert wird, wobei das Kombinationsbild aus einer Vielzahl von aneinander­ anschließenden Teilflächen gebildet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilfläche rechtec­ kig ist und aus n Zeilen und m Spalten von Subpixeln besteht.
10. Vorrichtung zur Erzeugung eines aus Bildelementen rasterförmig zusammenge­ setzten Kombinationsbildes, mit dem eine Szene/ein Gegenstand dreidimensio­ nal wahrnehmbar wiedergegeben wird, wobei auf den Bildelementen einzelne Bildinformationen aus mehreren unterschiedlichen Ansichten der Szene/des Ge­ genstandes dargestellt werden, die aus einem Datensatz auszuwählen sind, ge­ kennzeichnet durch
eine erste Speichereinrichtung (6) zum Abspeichern einer ersten Vorschrift, nach der jedem einzelnen Bildelement eine der Ansichten zugeordnet ist,
eine zweite Speichereinrichtung (7) zum Abspeichern einer parametervariablen zweiten Vorschrift, nach der dem aus Datensatz in Abhängigkeit vorgegebener Parameter zur Definition einer Ansicht die Bildinformationen für die jeweilige An­ sicht errechenbar sind und durch
eine Steuereinrichtung (4) zur Bestimmung der Bildinformationen der Bildelemen­ te des Kombinationsbildes, die unter Zugriff auf die erste Speichereinrichtung (5) anhand der ersten Vorschrift die dem jeweiligen Bildelement zugehörige Ansicht ermittelt, für die korrespondierende Position des Bildelementes in der betreffen­ den Ansicht unter Zugriff auf die zweite Speichereinrichtung (7) mittels der zwei­ ten Vorschrift die Bildinformation errechnet und diese anschließend in Zuord­ nung zu dem Bildelement des Kombinationsbildes in einer weiteren Speicherein- richtung (9) abspeichert.
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