DE10045215A1 - Verfahren zur Herstellung eines Bauteils einer elektrischen Maschine bzw. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Bauteils einer elektrischen Maschine bzw. Vorrichtung zum Durchführen des VerfahrensInfo
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Abstract
Rotoren oder Statoren elektrischer Maschinen haben nach dem Stand der Technik einen geringen Füllfaktor für die Wicklungsdrähte. DOLLAR A Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen eines Rotors (1) oder eines Stators (1) für eine elektrische Maschine wird die Wicklung (11) in axialer Richtung zusammengedrückt, so dass der Füllfaktor erhöht und ein Bauraum der elektrischen Maschine minimiert wird.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Herstellung
eines Bauteils einer elektrischen Maschine bzw. einer
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, nach der
Gattung des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 11.
Aus der US-PS 5,793,138 ist bekannt, dass eine Wicklung aus
Backlackdraht durch einen erwärmten Pressstempel in einer
Aufnahme zusammengedrückt wird, und so die Wicklung für
einen Stator oder Rotor in eine gewünschte Form und Position
gebracht wird. Bei diesem Verfahren muß der Draht in einer
Form angeordnet sein, so dass sich mit dem Pressstempel eine
Pressform ergibt. Außerdem ergibt sich durch dieses
Verfähren nur eine radiale Bauraumminimierung.
Die US-PS 5,740,600 zeigt, dass ein Backlackdraht durch
Bestromen erwärmt wird, so dass der Draht zusammenbackt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines
Bauteils für eine elektrische Maschine bzw. die
erfindungsgemäße Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. des
Anspruchs 11 hat den Vorteil, dass auf einfache Art und
Weise der axiale und/oder radiale Bauraum für das Bauteil
der elektrischen Maschine reduziert wird.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen 2-10 aufgeführten
Verfahrensschritte sind vorteilhafte Weiterbilungen und
Verbesserungen des im Anspruch 1 genannten Verfahrens
möglich.
Vorteilhaft ist es, wenn der erwärmte Wicklungsdraht
gleichzeitig in axialer und in radialer Richtung
zusammengedrückt wird, weil dadurch die einzelnen
Wicklungsdrähte untereinander sicher und besser miteinander
verbacken und so lose Wicklungsdrähte in einer Nut eines
Blechpakets vermieden werden.
Der Wicklungsdraht kann auf vorteilhafte Weise durch einen
elektrischen Stromfluß durch den Wicklungsdraht, durch
induktives Aufheizen oder durch einen erhitzten Pressstempel
erwärmt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Bauteils einer elektrischen
Maschine,
Fig. 2 einen Teilausschnitt eines Schnitts entlang der
Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3a, b eine Vorrichtung zum Durchführen des
erfindungsgemässen Verfahrens.
Fig. 1 zeigt ein Bauteil 1, mit dem das erfindungsgemäße
Verfahren durchgeführt wird.
Das Bauteil 1 einer elektrischen Maschine ist ein Rotor oder
Stator eines Motors oder eines Generators.
Aas Bauteil 1 hat eine Mittelachse 3, die in der
Zeichnungsebene verläuft. Der Stator 1 oder Rotor 1 hat
zumindest einen Polzahn 7, um dem zumindest eine Wicklung
11, bestehend aus zumindest einem Wicklungsdraht 15
angeordnet ist. Der Wicklungsdraht 15 ist ein sogenannter
Backlackdraht, d. h. der elektrisch leitende Draht ist
umhüllt von einer Isolationsschicht, die beim Erwärmen
aufweicht und dann sich mit einer zweiten Umhüllung eines
anderes Wicklungsdrahts 15 verbinden kann und beim Abkühlen
fest dieser verbunden ist.
Nach der Umwicklung der Polzähne 7 mit zumindest einem
Wicklungsdraht 15, stehen die Wicklungsdrähte 15 an beiden
freien axialen Enden 25 der Polzähne 7 über.
Dabei ist es bei dem Wicklungsvorgang schwierig, einen hohen
Füllfaktor der Wicklungsdrähte 15 zu erreichen, ohne lose
Wicklungsdrähte 15 im Bauteil 1 zu erzeugen. Man kann die
Wicklung 11 also an ihrem an den freien Enden 25
überstehenden Teil und zwischen zwei direkt benachbarten
Polzähnen 7 durch einen äußeren Druck auf die
Wicklungsdrähte so gegeneinander verschieben, dass ein
höherer Füllfaktor erreicht wird, wobei dieser Zustand der
zusammengepressten Drähte fixiert werden muss.
Axiales Pressen minimiert die Baulänge des Bauteils 1 und
das radiale Pressen fixiert lose Wicklungsdrähte 15.
Eine Fixierung erfolgt nach einem Verfahren nach dem Stand
der Technik durch Beträufeln mit flüssigem Epoxidharz.
Durch einen axialen Pressstempel 27, der in axialer Richtung
28 die Wicklung 11 an das freie Ende 25 der Polzähne 7
andrückt, kann der Füllfaktor erhöht werden und damit der
Bauraum minimiert werden. Die Wicklung 11 wird dann unter
Beibehaltung des äusseren Drucks erwärmt, beispielsweise
dadurch, dass das Bauteil in einem Ofen erwärmt wird,
induktiv aufgeheizt wird, oder ein elektrischer Strom durch
die Wicklung 11 fließt und so die einzelnen Wicklungsdrähte
15 erwärmt, so dass die Wicklungsdrähte 15 durch die
Isolationsschichten nach dem Abkühlen miteinander verbunden
sind.
Fig. 2 zeigt einen Teilausschnitt eines Schnitts entlang
der Linie II-II der Fig. 1.
Beim axialen Zusammenpressen gemäss Fig. 1 werden die
Wicklungsdrähte 15 zwischen den Polzähnen 7 in axialer
Richtung zusammengestaucht, so dass sie in radialer Richtung
nach aussen auseinandergedrückt werden. Beim Erwärmen der
Backlackschicht können die Drähte 15 dann nicht miteinander
verbacken. Deshalb ist ein gleichzeitiges radiales und
axiales Andrücken sinnvoll, damit die Wicklungsdrähte 15
auch zwischen den freien Enden 25 zusammengehalten werden.
Dies kann beispielsweise wie folgt geschehen: Auch hier
werden schon wie in Fig. 1 beschrieben, die Drähte 15
erwärmt, dann wird ein radialer Pressstempel 18, der einen
Vorsprung 19 hat, der genau zwischen zwei Polzähne 7 paßt,
nach innen in radialer Richtung angedrückt. Die
Isolationsschicht um den Wicklungsdraht 15 ist durch die
erhöhte Temperatur weich geworden, und dadurch dass die
Wicklungsdrähte 15 durch den radialen Pressstempel 18
aneinander gedrückt werdet, verbinden sich die einzelnen
Isolationsschichten miteinander. Unter Beibehaltung der
äusseren Kraft läßt man die Wicklungsdrähte 15 abkühlen und
die einzelnen Isolationsschichten sind miteinander
verbacken, d. h. fest untereinander verbunden.
Das radiale oder das axiale Zusammenpressen der
Wicklungsdrähte kann jeweils für sich alleine durchgeführt
werden, um eine Bauraumminimierung zu erreichen. Sie können
jedoch auch zusammen durchgeführt werden.
Fig. 3a zeigt eine Vorrichtung 33 zum Durchführen des
erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die Vorrichtung 33 ermöglicht es bspw. gleichzeitig,
beispielsweise auch automatisiert, mehrere radiale
Pressstempel 18 zwischen den jeweiligen Polzähnen 7
hineinzudrücken. Die Vorrichtung 33 ist bspw. ein Ring 37,
durch den man mehrere Schrauben 39 drehen kann. An ein
innerhalb des Rings 37 vorhandenes freies axiales Ende der
Schraube 39 ist der radiale Pressstempel 18 angeordnet, der
durch Drehen der Schrauben mit seinem Vorsprung 19 zwischen
zwei Polzähnen 7 hineingedrückt werden kann.
In Fig. 3b ist gezeigt, wie die Vorrichtung 33 so erweitert
ist, dass gleichzeitig in radialer 20 und axialer Richtung
28 die Wicklungsdrähte 15 zusammengedrückt werden können.
Der Ring 37 wird bspw. durch die Vorrichtung 33 gehalten,
wobei zwei axiale Pressstempel 27 in axialer Richtung an die
Wicklung 11, die über das freie Ende 25 hinaussteht,
gedrückt werden können.
Weiterhin sind Stromzuführungen 35 zu erkennen, die die
Wicklungsdrähte 15 mittels resestiver Aufheizung während
eines Andrückens von axialen 27 und radialen 18 Pressstempel
erwärmen.
Die Pressstempel 18, 27 sind bspw. aus Teflon oder bestehen
aus einem Stahl mit einer nicht adhäsiven Schicht, so dass
die Pressstempel nicht mit den Wicklungsdrähten 15
verbacken. Ausserdem ist das Material für die Pressstempel
so zu wählen, dass es ausreichend temperaturbeständig,
mechanisch fest und verschleissarm ist.
Claims (11)
1. Verfahren zum Herstellen eines Bauteils einer
elektrischen Maschine, bestehend aus
zumindest einem Wicklungsdraht, der auf oder in dem Bauteil gewickelt ist, wobei für den Wicklungsdraht Backlackdraht verwendet wird,
und bei dem der Wicklungsdraht erwärmt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine Wicklungsdraht (15) in zumindest einer axialer Richtung (28) zusammengedrückt wird.
zumindest einem Wicklungsdraht, der auf oder in dem Bauteil gewickelt ist, wobei für den Wicklungsdraht Backlackdraht verwendet wird,
und bei dem der Wicklungsdraht erwärmt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine Wicklungsdraht (15) in zumindest einer axialer Richtung (28) zusammengedrückt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bauteil (1) zumindest zwei Polzähne (7) hat,
und dass der zumindest eine erwärmte Wicklungsdraht (15)
zwischen zwei direkt benachbarten Polzähnen (7) in
radialer Richtung (20) zusammengedrückt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wicklungsdraht (15) durch elektrischen Stromfluss
durch den Wicklungsdraht (15) erwärmt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wicklungsdraht (15) durch einen gewärmten
Pressstempel erwärmt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wicklungsdraht (15) durch induktives Aufheizen
erwärmt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wicklungsdraht (15) in einem Ofen erwärmt wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass
der Wicklungsdraht (15) abgekühlt wird, so dass der
Wicklungsdraht (15) untereinander durch die verbackene
Isolationsschicht miteinander verbunden ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Bauteil (1) ein Stator verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Bauteil (1) ein Rotor verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Bauteil (1) ein Blechpaket verwendet wird.
11. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Vorrichtung (33) mehrere Pressstempel (18, 27)
aufweist, die ein gleichzeitiges radiales (20) und/oder
axiales (28) Zusammendrücken der Wicklungsdrähte (15)
ermöglichen.
Priority Applications (3)
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Also Published As
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| AU2001291617A1 (en) | 2002-03-26 |
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