DE10045788A1 - Verfahren zur Volumenreduzierung von radioaktiv belasteten Abfällen - Google Patents
Verfahren zur Volumenreduzierung von radioaktiv belasteten AbfällenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Volumenreduzierung von radioaktiv belasteten Abfällen oder Rückständen, die bei der Dekontamination von radioaktiven Wässern mit Biosorbentien erhalten werden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Biosorbentien mit den gebundenen radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden verbrannt werden und die festen Verbrennungsreste in Glaspulver, Zement oder Bitumen eingeschlossen werden. Insbesondere lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren radioaktiv belastete Ionenaustauscher, die bisher im Nuklearbereich als Adsorbermaterialien genutzt werden, entsorgen, indem die radioaktiven Metalle und/oder Radionuklide von den Ionenaustauschern eluiert werden, das Eluat mit Biosorbentien dekontaminiert wird, die Biosorbentien mit den gebundenen radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden verbrannt werden und die festen Verbrennungsreste in Glaspulver, Zement oder Bitumen eingeschlossen werden. Das erfindungsgemäße Verfahren hat Bedeutung für die Entsorgung und Beseitigung radioaktiver Abfälle in Kernkraftanlagen, in mit radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden arbeitenden Einrichtungen der Wissenschaften und Krankenhäusern sowie bei der Beseitigung von radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden aus der Umwelt, wie sie in radioaktiv belasteten Deponiesickerwässern anzutreffen sind oder als Folge von Unfällen in Kernkraftanlagen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Volumenreduzierung
von radioaktiv belasteten Abfällen oder Rückständen, die bei
der Dekontamination von radioaktiven Wässern mit Bio
sorbentien erhalten werden, das dadurch gekennzeichnet ist,
dass die Biosorbentien mit den gebundenen radioaktiven
Metallen und/oder Radionukliden verbrannt werden und die
festen Verbrennungsreste in Glaspulver, Zement oder Bitumen
eingeschlossen werden. Insbesondere lassen sich mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren radioaktiv belastete Ionenaus
tauscher, die bisher im Nuklearbereich als Adsorber
materialien genutzt werden, entsorgen, indem die radio
aktiven Metalle und/oder Radionuklide von den Ionenaus
tauschern eluiert werden, das Eluat mit Biosorbentien
dekontaminiert wird, die Biosorbentien mit den gebundenen
radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden verbrannt
werden und die festen Verbrennungsreste in Glaspulver,
Zement oder Bitumen eingeschlossen werden. Das erfindungs
gemäße Verfahren hat Bedeutung für die Entsorgung und
Beseitigung radioaktiver Abfälle in Kernkraftanlagen, in mit
radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden arbeitenden
Einrichtungen der Wissenschaften und Krankenhäusern sowie
bei der Beseitigung von radioaktiven Metallen und/oder
Radionukliden aus der Umwelt, wie sie in radioaktiv
belasteten Deponiesickerwässern anzutreffen sind oder als
Folge von Unfällen in Kernkraftanlagen.
Als radioaktiv belastete Abfälle oder Rückstände werden im
Sinne der Erfindung feste oder flüssige Abfälle oder
Reststoffe verstanden, die beim Betrieb und Rückbau kern
technischer Anlagen, in Forschungseinrichtungen der Medizin
und Biologie oder beim sonstigen Umgang mit radioaktiven
Stoffen anfallen. Wie bei allen Dekontaminationsverfahren
für gelöste, toxische Metalle aus der Umwelt, können auch
radioaktive Metalle und Radionuklide nicht beseitigt werden.
Sie können nur entsorgt werden durch Verlagerung in sichere,
vor der Umwelt abgeschlossene, Zwischen- und/oder Endlager.
Der Bedarf an sicheren Zwischen- und Endlagern steigt auf
Grund der Zunahme radioaktiven Materials aus Kernkraft
werken, wissenschaftlichen Einrichtungen und Krankenhäusern
ständig an. Dieser Bedarf kann aber aus unterschiedlichsten
Gründen nicht erfüllt werden. Die Verringerung der Mengen
endlagerungsfähigen, radioaktiven Materials ist deshalb
immens wichtig.
Bei der Behandlung radioaktiver Abwässer ist es zunächst
notwendig, die Radioaktivität auf Grund ihrer Gefahren für
Mensch und Umwelt aus dem Abwasser möglichst vollständig zu
eliminieren. Deshalb müssen vor Einleitung der radioaktiv
belasteten Abwässer in Oberflächenwässer radioaktive Metalle
und Radionuklide aus den Abwässern entfernt werden.
Zusätzlich wird bei diesen Dekontaminationsverfahren radio
aktiver Abwässer ein erheblicher Volumenreduktionseffekt
angestrebt, um Lagerungsprobleme der auch dann noch ver
bleibenden, häufig dann in fester Form vorliegenden,
radioaktiven Rückstände zu verringern bzw. zu vermeiden.
Zur Verringerung des Volumens radioaktiver Abwässer werden
eine Reihe von Methoden und Verfahren angewendet. Flüssige,
radioaktiv belastete Abfälle werden dazu behandelt mit
Ionenaustauschern, durch Eindampfen (Aufkonzentrieren),
koagulierende Sedimentation (Ausfällen), Einglasen und
Einzementieren sowie durch Einschließen in Bitumen.
Diese Verfahren besitzen aber erhebliche Probleme.
Der Ionenaustauschprozess führt zu großen Mengen sekundärer
und schlecht lagerfähiger Abfälle, z. B. unverwertbare, nicht
regenerierbare Feststoffe und Waschwässer. Der Volumen
reduktionseffekt an radioaktivem Abfall ist nur gering.
Beim Verdampfungsprozess, wie er in den US-Patenten 5 732 362
und 4 800 042 beschrieben ist, entstehen immer noch
erhebliche Mengen hochradioaktiv belasteter Sumpf und das
Kondensat kann infolge der Verdampfung radioaktiver Nuklide
und der daraus resultierenden Bildung von radioaktiven
Aerosolen, die zusätzlich nach US-Patent 4 308 105 noch
durch elektrische Felder geleitet werden sollten, auch nicht
als radioaktivfreies, sondern muss als schwach radioaktives,
weiter zu behandelndes Abwasser betrachtet werden, das nicht
in Oberflächenwässer abgeleitet werden kann. Der Volumenre
duktionsprozess ist demzufolge bei diesem Prozess ebenfalls
gering.
Bei Fällungsreaktionen radioaktiver Nuklide entstehen
Schlämme mit hohem Feuchtigkeitsgehalt. Die Nachbehandlung
der Schlämme zur Entwässerung und ihre Trocknung ist äußerst
schwierig, Zeit- und energieaufwendig. Zur Lagerung müssen
die getrockneten, radioaktiv belasteten Schlämme noch in
eine lagerfähige, stabile und nicht staubende Form gebracht
werden.
Das Einglasen und Einzementieren sowie das Einschließen in
Bitumen von radioaktiv belasteten Abwässern zu ihrer End
lagerung in fester Form setzt zunächst ein Aufkonzentrieren
bzw. eine Überführung in ein festes Material voraus mit all
den oben beschriebenen Nachteilen. Trotzdem wird dieser Weg
zur Entsorgung und Volumenverringerung radioaktiver Abwässer
in Ermangelung besserer Alternativen oft gegangen. Haupt
nachteil bei allen drei Methoden der Überführung von
radioaktiven Abwässern in eine feste und lagerfähige Form
ist aber auch hier die nur geringe Volumenreduzierung des
radioaktiven Abfalls.
Zur Überführung der mit Radionukliden beladenen Ionenaus
tauscher werden die beschriebenen Einschlusstechnologien
auch eingesetzt, z. B. nach dem US-Patent 4 483 789. Aber
dabei wird das Volumen des in Zwischen- oder Endlagern zu
entsorgenden radioaktiven Materials noch mehr vergrößert.
Zudem ist der Einschluss der Ionenaustauscher auf Basis des
Polystyrens in Glas oder Zement teuer und technologisch
schwierig. Dies führte und führt weiter aber dazu, dass in
den Kernkraftwerken und Zwischenlagern für radioaktive
Abfälle z. B. große Mengen mit radioaktiven Nukliden beladene
Ionenaustauscher, aber auch radioaktive Abfälle mit geringer
Radioaktivität zwischengelagert sind, die auf eine geeignete
und preiswerte Entsorgung warten.
Beim gegenwärtigen Stand der Technik der Entsorgung
radioaktiver Abfälle treten erhebliche, oben beschriebene
Nachteile auf. Die Methoden und Verfahren führen zu keiner
wesentlichen Verringerung des radioaktiven Abfalls und sie
verursachen zudem hohe Kosten.
Im US-Patent 5 707 922 wird versucht, diese Nachteile zu
überwinden. Dazu wurde ein neuartiger Adsorber entwickelt
aus einer aktivierten Kohlenstofffaser mit Radionuklid
bindungskapazität, einer anorganischen Glasfaser und einem
anorganischen Binder. An diesem Adsorber werden die
Radionuklide aus dem radioaktiven Abwasser gebunden, und
danach wird der beladene Adsorber bis zur Schmelze des
Glasanteiles und dem Verbrennen des Kohlenstoffanteils
erhitzt. Dadurch werden die Radionuklide nach dem Abkühlen
im Glas eingeschlossen. Bei diesem Verfahren werden stabile
und gut lagerfähige Produkte erhalten mit verringertem
Volumen gegenüber dem Stand der Technik. Der Effekt der
Volumenverringerung ist aber trotzdem noch zu gering, und
der Adsorber ist zu teuer für eine technische Anwendung.
Da radioaktive Abwässer nur im Rahmen sehr enger Grenzwerte
an einen Vorfluter in die Umwelt abgegeben werden dürfen,
sind die beschriebenen Dekontaminationsverfahren und
Varianten davon nach wie vor im Einsatz, auch unter
Inkaufnahme der beschriebenen Nachteile und des Bedarfs
großer, aber nicht unbegrenzt zur Verfügung stehender
Lagerkapazitäten. Kernkraftwerke und Zwischenlager für
radioaktive Abfälle haben deshalb große Probleme mit der
Lagerung der sekundär anfallenden, radioaktiv belasteten
Abfälle. Für Endlager radioaktiver Abfälle spitzt sich die
Lage noch mehr zu, denn gerade hier werden zur Endlagerung
möglichst geringste Mengen radioaktiver Abfälle in gut
lagerfähiger Form gefordert. Es besteht deshalb nach wie vor
ein großer Entwicklungsbedarf für billige und möglichst
einfache Verfahren zur Dekontamination flüssiger, radio
aktiver Abwässer unter gleichzeitiger erheblicher Verringe
rung des entstehenden und endzulagernden radioaktiv
belasteten Restabfalls.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es deshalb, ein
kostengünstiges, leicht durchführbares und effektives
Verfahren zur Volumenreduktion von zu lagernden radioaktiv
belasteten Abfällen zur Verfügung zu stellen. Insbesondere
soll das Verfahren eine effektive Volumenreduktion von
radioaktiv belasteten Ionenaustauschern, die im Nuklear
bereich als Adsorbermaterialien eingesetzt werden, insbe
sondere solchen auf Polystyrenbasis, gewährleisten, da diese
in riesigen Mengen bei der Dekontamination von Wässern aus
Kernkraftwerken anfallen und zwischen- oder endgelagert
werden müssen. Ebenso soll das Verfahren auf schwach
belastete Wässer, insbesondere aus Krankenhäusern oder
wissenschaftlichen Einrichtungen, anwendbar sein, da deren
Entsorgung noch hohe Kosten verursacht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem Lösungen
radioaktiver Metalle und/oder Radionuklide jedweder Herkunft
mit Biosorbentien in Kontakt gebracht werden, die in den
Lösungen enthaltenen radioaktiven Metalle und/oder Radio
nuklide an den Biosorbentien gebunden werden, die beladenen
Biosorbentien von den bis zu den abgabefähigen Grenzwerten
der radioaktiven Metalle und/oder Radionuklide befreiten
Lösungen abgetrennt werden, die Biosorbentien mit den
gebundenen radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden
einem Verbrennungsprozess unterworfen werden, die auf ein
sehr kleines Volumen reduzierten, festen Verbrennungsreste
der beladenen Biosorbentien in einem Material wie Glas,
Zement oder Bitumen eingeschlossen werden und so volumen
reduziert und stabil lagerungsfähig einem Zwischen- bzw.
Endlager für radioaktive Abfälle zugeführt werden.
Radioaktive Metalle und/oder Radionuklide werden in der
Natur und Umwelt sehr häufig angetroffen und/oder durch
menschliches Tun gebildet, entweder in Lösungen - z. B. in
Deponiesickerwässern von Abraumhalden des Erzbergbaus oder
in Abwässern von Kernkraftanlagen, wissenschaftlich
arbeitenden Einrichtungen und Krankenhäusern- oder in fester
Form als Bestandteil abgebauter Erze oder in an bindungs
fähige Adsorber gebundener Form. Zur Bearbeitung im
erfindungsgemäßen Sinne müssen die festen und/oder gebunden
en - z. B. in Erzproben oder an bisher zur Dekontamination
radioaktiver Abwässer eingesetzten Ionenaustauscher - radio
aktiven Metalle und/oder Radionuklide in Lösung gebracht
werden. Dies geschieht entweder durch Auslaugung fester,
radioaktiver Materialien nach dem Stand der Technik des
Erzbergbaus oder durch Elution der radioaktiven Metalle
und/oder Radionuklide von den Adsorbern, speziell den
Ionenaustauschern unter geeigneten und technisch bekannten
pH-Bedingungen, in der Regel also unter sauren pH-
Bedingungen bei pH-Werten kleiner 7, vorzugsweise zwischen 1
und 3.
Als Biosorbentien können im Sinne der vorliegenden Erfindung
alle unlöslichen Materialien biologischer Herkunft
eingesetzt werden, die zur Biosorbtion von radioaktiven
Metallen und/oder Radionukliden fähig sind. Die mit
Biosorbentien durchführbare Biosorption ist eine relativ
neue und sehr ökonomische Möglichkeit zur Entfernung
toxischer Metalle aus der Umwelt (Biotechnol. Prog. 1995,
11, 235-250 und Appl. Microbiol. Biotechnol. 1997, 48, 577-
587), da Biosorbentien unterschiedlichster Herkunft und
Struktur toxische Metalle mit mitunter sehr hohen
Bindungsraten binden können. Biosorbentien sind in den
meisten Fällen billig und leicht zugänglich. Biosorbentien
sind bekannte Materialien, die u. a. aus der Biomasse von
Moosen, Algen, Pilzen oder Bakterien gewonnen werden können.
Sie fallen teilweise sogar großtechnisch bei large scale-
Fermentationen - oft sogar als Abfallstoff - an. Vor allem
aber auch aus sehr billigen und einfachst zugänglichen
cellulose- und lignocellulosehaltigen Roh- und Reststoffen
der Land-, Forst-, Papier-, Nahrungsmittel- und
Fischwirtschaft können Biosorbentien mit guten Metall
bindungseigenschaften gewonnen werden, z. B. aus Holzresten,
Sägemehl, Stroh, Maisspindeln, Rübenschnitzel, Papierbrei,
Kleie und Krabbenschalen. Obwohl diese Biosorbentien in
ihrer natürlichen Vorkommensweise häufig schon ein gutes
Bindungsverhalten gegenüber toxischen Metallen besitzen,
werden sie oft noch weiter chemisch modifiziert, um ihr
Bindungsvermögen noch weiter zu erhöhen. Alle bisher genann
ten modifizierten und unmodifizierten Biosorbentien, aber
auch aus Material biologischer Herkunft isolierte und gerei
nigte und gegebenenfalls ebenfalls noch chemisch und/oder
biologisch modifizierte Biomakromoleküle wie z. B.
Zellulosen, Stärke, Xylane, Agarose, Dextrane, Lignine,
Huminsäuren, Chitin, Chitosan und Co-Makromoleküle der
vorstehend genannten Biomakromoleküle werden als Bioadsorber
verstanden im Zusammenhang mit ihrer Verwendung in diesem
Patent.
Bevor die vorliegenden und/oder erzeugten, die radioaktiven
Metalle und/oder Radionuklide enthaltenden Lösungen jedweder
Herkunft mit den aufgeführten Bioabsorbern in Kontakt
gebracht werden, müssen sie auf einen für die Anbindung der
radioaktiven Metalle und/oder Radionuklide geeigneten pH-
Wert gebracht werden. Der pH-Bereich, bei dem eine Anbindung
von radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden an
Biosorbentien durchgeführt wird, liegt bei pH-Werten
zwischen 2.0 bis 14, insbesondere zwischen 4.0 und 8.0. Die
Kontaktnahme der radioaktiv belasteten Wasserprobe mit dem
Biosorbent erfolgt nach zwei Möglichkeiten, entweder nach
dem Batch-Verfahren oder nach dem Säulenverfahren.
Beim Batch-Verfahren werden die die radioaktiven Metalle und
Radionuklide bindenden Biosorbentien in die in einem Reaktor
befindliche radioaktiv belastete Lösung eingetragen und die
entstandene Suspension wird unterschiedliche Zeiten bei
Temperaturen von 5°C bis 50°C, vorzugsweise bei Temperatur
von 15°C bis 30°C gerührt. Die Rührzeiten liegen bei 5
Minuten bis 10 Stunden, vorzugsweise bei 1 Stunde bis 3
Stunden.
Beim Säulenverfahren werden die Biosorbentien in eine zur
Chromatographie geeignete Säule in für den Anwendungsfall
geeigneter Menge gefüllt, durch die die radioaktiven Metalle
und/oder Radionuklide enthaltende Lösung geleitet wird. Beim
Durchfluss durch die gefüllte Chromatographiesäule werden
die radioaktiven Metalle und/oder Radionuklide an den
Biosorbentien gebunden. Auch hier gelten die Arbeitstemperaturen
wie beim Batch-Verfahren.
Die Bedingungen zur Bindung werden im speziellen Anwen
dungsfall im Rahmen der vorgegebenen und oben genannten
allgemeinen Bindungsbedingungen dabei so gewählt, dass die
vorgeschriebenen Abgabewerte für radioaktive Abwässer in die
Vorfluter, die unter bzw. bei 25 Bq/l liegen müssen,
erreicht werden. Einflussgrößen dafür sind z. B. die Menge an
zu bindenden radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden,
die Biosorbentienmenge, der pH-Wert der zu reinigenden
Lösungen, die Arbeitstemperaturen und Rühr- bzw. Durchlauf
zeiten.
Nach dem Bindungsvorgang werden die Biosorbentien von den
gereinigten radioaktiven Lösungen abgetrennt, vorteilhafter
weise durch Filtration über geeignete Sperrschichten oder
durch geeignete Membranmodule, gegebenenfalls nach Zugabe
von verbrennbaren und dabei keinen Ruß erzeugenden Filter
hilfsmitteln. In manchen Fällen, wo die Eigenschaften der
beladenen Biosorbentien eine Filtration nicht erlauben, kann
die Abtrennung auch durch Zentrifugation erfolgen. Als
Rückstände dieses Verfahrensschrittes verbleiben dann die
entsprechend der Erfindung beladenen und noch weiter zu
entsorgenden Biosorbentien sowie die an die Vorfluter
abgabefähigen, von der Radioaktivität befreiten Abwässer.
Erfindungsgemäß werden die mit radioaktiven Metallen
und/oder Radionukliden beladenen Biosorbentien verbrannt.
Der Verbrennungsprozess ist zwar für radioaktiv belastete
organische Ionenaustauscher auf Polystyrenbasis schon ver
sucht worden, er konnte technisch aber auf Grund der
beschriebenen Schwierigkeiten bisher nicht umgesetzt werden.
Mit radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden beladene,
erfindungsgemäße Biosorbentien eignen sich aber sehr gut für
ihre Entsorgung durch Verbrennung und einer damit einhergehenden
dramatischen Verringerung des Volumens radio
aktiven, vor allem auch flüssigen Abfalls, weil sie ledig
lich unter Bildung von gasförmigen Produkten, Wasser und
einem sehr geringen Ascherest aus anorganischem Material
verbrennen. Bei der Verbrennung dieser Biosorbentien wird
kein Ruß gebildet, der bisher den Einsatz der Verbrennungs
technologie bei der Entsorgung radioaktiven Materials auf
der Basis des Polystyrens so erschwerte bzw. ganz
verhinderte.
Die Verbrennung der mit radioaktiven Metallen und/oder
Radionukliden beladenen Biosorbentien erfolgt in der Weise,
dass die mit radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden
beladenen Bioadsorber in eine übliche, atomrechtlich
genehmigte Verbrennungsanlage eingetragen werden, wie sie in
Abb. 1 als Fließbild [aus Homepage, Hauptabteilung Dekonta
minationsbetriebe (HDB); Forschungszentrum Karlsruhe] darge
stellt ist. Diese Verbrennungsanlagen dienen bisher dem
Verbrennen von Abfällen, die z. B. beim Betrieb und beim
Rückbau kerntechnischer Anlagen anfallen, also z. B. von
Schutzanzügen oder brennbaren Baumaterialien aus Kernkraft
werken, die entsorgt werden müssen.
Diese Verbrennungsanlage mit einem Durchsatz von etwa
50 kg/Stunde besteht aus einem Verbrennungsofen, einer
Nachbrennkammer und nachgeschalteten Anlagen zur Partikel
abscheidung und Rauchgaswäsche. Ein in die Anlage einge
bauter Saugzugfilter hält die gesamte Verbrennungsanlage bis
hin zum Beschickungssystem unter Unterdruck, so dass vor
ihrer Reinigung zur Entfernung radioaktiver Partikel und
Gase keine Abgase die Verbrennungsanlage verlassen und die
Umwelt ungereinigt erreichen können. Nach ihrer Reinigung
und analytischen Kontrolle werden die Abgase über einen
Kamin der Umwelt zugeführt. Die Beschickung der Ver
brennungsanlage erfolgt automatisch und diskontinuierlich in
Abhängigkeit von der Temperatur und den Druckverhältnissen
in den Verbrennungsöfen und den Konzentrationen an zudo
siertem Sauerstoff und bei der Verbrennung entstehendem
Kohlenmonoxid bzw. Kohlendioxid in den Rauchgasen. Die nach
der Verbrennung anfallenden Aschereste werden automatisch
aus der Anlage ausgetragen und erfindungsgemäß einer
weiteren Kompaktierung durch Einschluss in Glaspulver,
Zement oder Bitumen zugeführt. Die Verbrennung der Biosor
bentien wird im Ofen bei < 1100°C vorgenommen. In der Nach
brennkammer (NBk) sind nach der letzten Verbrennungsluft
zufuhr für eine Verweilzeit der Verbrennungsgase von 2 Se
kunden als Mindesttemperatur 850°C und als Mindestsauer
stoffgehalt 6% einzuhalten.
Der geringe, verbleibende Rest nach der Verbrennung ist aus
anorganischem Material bestehende Asche, die nur einen
verschwindend geringen Bruchteil des Volumens der radio
aktiven Biosorbentien und noch wesentlich geringeren der
flüssigen, radioaktiven Lösungen, die zur Beladung der
Biosorbentien verwendet wurden, ergibt. Nach dem bis hierher
beschriebenen Verfahren zur Verringerung radioaktiv
belasteter Abfälle tritt ein bisher nicht erreichter
Volumenreduktionseffekt an radioaktiv belasteten Abfällen
ein. Die Volumina verringern sich, z. B. bei der Entsorgung
radioaktiv belasteter Ionenaustauscher auf der Basis des
Polystyrens und in Abhängigkeit von der Art der verbrannten
Bioadsorber und der Menge an gebundenen radioaktiven
Metallen und/oder Radionukliden, auf 0,05 bis 5% des
Ausgangsvolumens der dekontaminierten Ionenaustauscher auf
Polystyrenbasis.
Bei der Volumenreduzierung schwach radioaktiv belasteter
Abwässer tritt ein noch wesentlich größerer Volumen
reduktionsprozess ein, wenn man die Abwasservolumina im
Vergleich zu den Volumina der entstandenen Aschereste der
verbrannten Bioadsorber betrachtet. Hierbei treten Verringe
rungsfaktoren von 103 bis 106 auf.
Besonders einfach im Vergleich zu bisherigen Technologien
der Konditionierung und Kompaktierung von radioaktiven
Abfällen für ihre Zwischen- bzw. Endlagerung gestalten sich
die Einschlussreaktionen der entsprechend der Erfindung aus
den radioaktiv belasteten Biosorbentien durch Verbrennung
der letzteren erhaltenen Aschereste. Sie sind fest, trocken
und in jedem, die Stabilität des Einschlussproduktes
erforderndem Gewichtsverhältnis mischbar mit Glaspulver,
Zement oder Bitumen. Diese Technologien und die Methoden des
Einschlusses selbst können nach dem Stand der Technik
ausgeführt werden.
Erfindungsgemäß wird die Dekontamination radioaktiv
belasteter Abwässer jedweder Herkunft und jeder Konzentra
tion an radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden bis zu
den gesetzlich festgeschriebenen Grenzwerten erreicht,
zugleich aber auch ein wesentlicher, über den gegenwärtigen
Stand der Technik hinausgehender Volumenreduktionseffekt.
Die wässrigen, in großen Volumina anfallenden Abwässer
werden erfindungsgemäß in leicht handhabbare, feste, im
Volumen wesentlich reduzierte und gut lagerfähige und
stabile Abfälle überführt.
Daneben ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur
Volumenreduktion von radioaktiv belasteten Ionenaus
tauschern, insbesondere Kugelharzionenaustauschern auf
Polystyrenbasis, bei dem die radioaktiven Metalle und/oder
Radionuklide von den Ionenaustauschern eluiert werden, das
Eluat mit Biosorbentien dekontaminiert wird, die
Biosorbentien mit den gebundenen radioaktiven Metallen
und/oder Radionukliden verbrannt werden und die festen
Verbrennungsreste in Glaspulver, Zement oder Bitumen
eingeschlossen werden.
Die für die Zwischen- oder Endlagerung nach den
erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten erfindungsgemäßen
Einschlussprodukte sind im Rahmen der für radioaktive
Abfälle geltenden Arbeitsrichtlinien einfach zu handhaben
beim Transport und der Lagerung, da sie beim Herstellungs
prozess entsprechend ihrer Lagerart geformt und verpackt
werden können. So können sie, den Zwischen- oder Endlagern
zugeführt, platzsparend gelagert werden. Die bisher geringen
Lagerkapazitäten für radioaktive Abfälle können dadurch
wesentlich effektiver genutzt werden. Der nach der Erfindung
erreichte Volumenreduktionseffekt der hergestellten radio
aktiven Abfälle trägt wesentlich zu einer wirtschaftlicheren
Zwischen- oder Endlagerung radioaktiver Abfälle bei.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Biosorbentien werden aus
nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Sie sind billig und
leicht zugänglich. Bei ihrer Verbrennung entstehen
wesentlich geringere Mengen an radioaktiven Abfällen, die
die Lagerkapazitäten belasten, als beim gegenwärtigen Stand
der Technik. Als Hauptverbrennungsrückstand wird nur soviel
Kohlendioxid gebildet, wie auch für die biologische Synthese
der Biosorbentien aus der Atmosphäre verbraucht wurde. Der
Verbrennungsprozess ist vorteilhafterweise CO2- neutral. Die
Verbrennung erfordert keine Zugabe zusätzlicher, die
Verbrennung fördernder Materialien. Die Verbrennung der mit
radioaktiven Metallen und/oder mit Radionukliden beladenen
Biosorbentien erfordert nur niedrige Temperaturen, so dass
die Gefahr der Belastung der Umwelt mit radioaktivem
Material über die Verbrennungsprodukte technisch mit
einfacheren Mitteln minimiert bzw. ganz ausgeschlossen wird.
Die als Asche in anorganischer Form zurückbleibenden,
radioaktiven Rückstände nehmen nur ein kleines Volumen ein,
sind trocken und lassen sich gut zu Gemischen mit
Glaspulver, Zement oder Bitumen verarbeiten. Es treten keine
besonders beim Vermischen von Bitumen mit wässrigen,
radioaktiv belasteten Abwasserkonzentraten zu erwartende-
Entmischungsprobleme einzelner Komponenten der zum Ein
schluss verwendeten Materialien auf. Auf hochwertige und
teure Spezialkomponenten, wie sie z. B. im US-Patent 5 707 922
verwendet werden und auch auf für die Umwandlung in
stabile Lagerprodukte erforderliche Spezialzemente kann beim
erfindungsgemäßen Verfahren verzichtet werden.
Besondere Probleme bereitete bisher wegen ihrer hohen Kosten
die Entsorgung schwach radioaktiv belasteter Abwässer z. B.
aus Krankenhäusern und wissenschaftlichen Einrichtungen und
die in riesigen Mengen zwischengelagerten und wertvolle
Lagerkapazitäten beanspruchenden Ionenaustauscher auf
Polystyrenbasis. Schwach radioaktiv belastete Abwässer
mussten vor ihrer weiteren Entsorgung erst aufkonzentriert
werden, und die beladenen Ionenaustauscher wurden in vielen
Fällen vor ihrer Zwischen- bzw. Endlagerung unter weiterer
Volumenvergrößerung in verschiedene Einschlussmaterialien
eingeschlossen. Für die Verringerung ihres Volumens gab es
bisher keine technisch relevante Lösung. Aus Kostengründen
wurden sie deshalb häufig auch in unveränderter Form und mit
ihrem unverändertem Volumen in Fässern abgepackt der
Zwischen- oder Endlagerung zugeführt.
Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist somit die
sofortige Entsorgungsmöglichkeit großer Volumina schwach
radioaktiv belasteter Abwässer durch ihre Behandlung mit zur
Bindung von radioaktiven Metallen und/oder Radionukliden
geeigneten Biosorbentien und deren nachfolgende Verbrennung.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren entstehen aus großen
Volumina flüssiger radioaktiver Abwässer kleine Mengen
fester, gut zwischen- und/oder endlagerungsfähiger, radio
aktiver Abfälle mit sehr guten Lagerungseigenschaften. Ein
anderer Vorteil des in der Erfindungsbeschreibung darge
legten Verfahrens besteht darin, dass mit radioaktivem
Material beladene Ionenaustauscher auf Polystyrenbasis unter
Beseitigung der bisherigen Nachteile ihrer Entsorgungs
technologien kostengünstig dekontaminiert und entsorgt
werden können.
In Abb. 1 bedeuten:
NBk - Nachbrennkammer
RGW - Rauchgaswäscher
HEPA - Hochleistüngspartikelfilter
MWS - Mehr-Weg-Sorptions-Filter
WST - Wirbel-Schicht-Trockner
NBk - Nachbrennkammer
RGW - Rauchgaswäscher
HEPA - Hochleistüngspartikelfilter
MWS - Mehr-Weg-Sorptions-Filter
WST - Wirbel-Schicht-Trockner
Alle Arbeiten werden hinter einer Abschirmung durchgeführt.
50 ml mit Radionukliden beladener Ionenaustauscher (aus der
Kreislaufreinigung eines Kernkraftwerkes) werden in eine
Chromatographiesäule (Durchmesser: 25 mm, Höhe: 500 mm) mit
Keramikfritte gefüllt, die sich hinter einer Abschirmung aus
Bleiziegeln befindet. Die Aktivität des beladenen Ionenaus
tauschers liegt bei 4,0 × 1010 Bq/l, wobei der Hauptanteil
der Aktivität auf die beiden Cobaltisotope Co-58 und Co-60
zurückzuführen ist.
Die gefüllte Säule wird nun mit 0,1 molarer Salzsäure
eluiert, wobei ein Durchfluss von etwa 20 ml/min eingestellt
wird. Nach einem Durchfluss von ca. 5000 ml ist die Elution
beendet, die Restaktivität des Ionenaustauschers liegt dann
bei ca. 2,0 × 101 Bq/l. Mit dieser Restaktivität kann er der
normalen Abfallverwertung oder einer Wiederverwendung
zugeführt werden.
Das gewonnene und die Radioaktivität enthaltende Eluat wird
durch Zugabe von 5 molarer Natronlauge auf pH 7,0 einge
stellt. In eine zweite Chromatographiesäule mit identischen
Abmessungen wie oben werden nun 200 ml vorgequollener
Bioadsorber (hergestellt nach DE 197 18 452 A1) gefüllt.
Hiernach lässt man das neutralisierte Eluat ebenfalls mit
einer Fließrate von etwa 20 ml/min über diese zweite Säule
laufen, die sich ebenfalls hinter einer Abschirmung aus
Bleiziegeln befindet. Das hierbei gewonnene Eluat hat noch
eine radioaktive Restaktivität von ca. 5,0 × 100 Bq/l und
wird dem normalen Abwasser zugeführt. Die Säule mit dem
beladenen Bioadsorber verbleibt noch 24 h vor Ort um
weitgehend abzutrocknen. Der beladene Bioadsorber wird aus
der Säule entfernt, über einer Keramikfritte abfiltriert,
trocken gesaugt und der Verbrennung zugeführt. Diese wird in
der beschriebenen und atomrechtlich genehmigten Ver
brennungsanlage durchgeführt. Die Rückstände der Abgas
reinigung werden erneut an Bioadsorbern gebunden, die erneut
verbrannt werden können. Die als Rückstand der Verbrennung
anfallende anorganische Asche, die jetzt nur noch ein
Volumen von 1,5 ml einnimmt, wird nach dem Stand der Technik
entsorgt, d. h. entweder eingeglast oder einzementiert.
Es wird ein identischer Versuchsaufbau wie im Beispiel 1
beschrieben erstellt. Zum Eluieren des Ionenaustauschers
wird aber anstelle von Salzsäure 0,1 molare Schwefelsäure
verwendet. Die Neutralisation des Eluates erfolgt jetzt mit
festem Calciumhydroxid (ca. 70 g). Man lässt die Suspension
über Nacht stehen und filtriert dann von ausgefallenem
Calciumsulfat ab. Dieses hat ca. 90% der anfangs vorhandenen
Aktivität gebunden und wird zusammen mit der bei der
Verbrennung des Bioadsorbers entstehenden Asche einbetoniert
bzw. eingeglast. Die Bindung der im Wasser des Eluates
verbliebenen Restaktivität geschieht analog zu oben, nur
erfolgt in diesem Fall die Hindung an 40 ml eines
Ionenaustauschers aus phosphorylierter Cellulose.
Ein Liter (entspricht etwa einem Gewicht von 1250 Gramm)
eines Abwassers, wie es bei der Reinigung radioaktiv
belasteter Maschinenteile in Kernkraftwerken anfällt, wird
zunächst durch Membranfiltration von Schwebstoffen befreit.
Hierbei sinkt die radioaktive Kontamination des Abwassers
von anfangs 1,0 × 104 Bq/l auf 6,0 × 103 Bq/l. Das so
vorbehandelte Abwasser gibt man über eine Chromatographie
säule, die 10 ml eines Bioadsorbergemisches (Mischbettionen
austauscher) aus 5 ml des nach DE 197 18 452 A1 herge
stellten Bioadsorbers und 5 ml des schwefelsauren Salzes des
Chitosans (hergestellt durch Behandlung von Chitosan mit 0,1
molarer Schwefelsäure) enthält. Die Fließrate des Abwassers
durch die Säule beträgt 20 ml/min. Man lässt die Säule 24
Stunden abtrocknen und arbeitet den Säuleninhalt wie im
Beispiel 1 beschrieben auf. Das erhaltene Eluat besitzt noch
eine Restaktivität von 3 × 100 Bq/l. Die Aktivität liegt
somit unter dem gesetzlich vorgegebenen Grenzwert, und es
kann dem normalen Abwasser zugemischt werden. Die nach dem
Verbrennungsprozess zurückbleibende Asche hat bei diesem
Versuch ein Gewicht von 254 Milligramm.
Claims (7)
1. Verfahren zur Volumenreduzierung von zu lagernden
radioaktiv belasteten Abfällen, die bei der Dekonta
mination von radioaktiven Wässern mit Biosorbentien
erhalten werden,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Biosorbentien mit den gebundenen radioaktiven
Metallen und/oder Radionukliden verbrannt werden und die
festen Verbrennungsreste in Glaspulver, Zement oder
Bitumen eingeschlossen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
als radioaktive Wässer solche dekontaminiert werden, die
bei der Elution von radioaktiv belasteten Ionenaus
tauschen erhalten werden, insbesondere Ionenaustauschern
auf Polystyrenbasis.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
als radioaktive Wässer schwach radioaktiv belastete
Abwässer dekontaminiert werden, insbesondere solche aus
Krankenhäusern und wissenschaftlichen Einrichtungen.
4. Verfahren zur Volumenreduzierung von radioaktiv
belasteten Ionenaustauschern, insbesondere auf Polysty
renbasis,
dadurch gekennzeichnet, daß
die radioaktiven Metalle und/oder Radionuklide von den
Ionenaustauschern eluiert werden, das Eluat mit Bio
sorbentien dekontaminiert wird, die Biosorbentien mit
den gebundenen radioaktiven Metallen und/oder Radionu
kliden verbrannt werden und die festen Verbrennungsreste
in Glaspulver, Zement oder Bitumen eingeschlossen
werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Biosorbentien in Wasser unlösliche Materialien
biologischer Herkunft eingesetzt werden, insbesondere
cellulose- und lignocellulosehaltige Roh- und Reststoffe
der Land-, Papier-, Nahrungsmittel- und Fischwirtschaft
oder deren Bestandteile.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Biosorbentien Biomakromoleküle eingesetzt werden,
vorzugsweise Zellulosen, Stärke, Xylane, Agarose,
Dextrane, Lignine, Huminsäuren, Chitin, Chitosan oder
Co-Makromoleküle der vorstehend genannten Biomakro
moleküle.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Biosorbentien chemisch und/oder biologisch modi
fiziert sind.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| DE10045788A DE10045788A1 (de) | 2000-09-07 | 2000-09-07 | Verfahren zur Volumenreduzierung von radioaktiv belasteten Abfällen |
| EP01980359A EP1346373B1 (de) | 2000-09-07 | 2001-09-07 | Verfahren zur volumenreduzierenden entsorgung von zu lagernden radioaktiv belasteten ionenaustauschern |
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| DE10045788A DE10045788A1 (de) | 2000-09-07 | 2000-09-07 | Verfahren zur Volumenreduzierung von radioaktiv belasteten Abfällen |
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