DE10045737A1 - Gehäuse zur Aufnahme eines Bauteils, insbesondere einer Spanneinrichtung in einem Transfersystem - Google Patents
Gehäuse zur Aufnahme eines Bauteils, insbesondere einer Spanneinrichtung in einem TransfersystemInfo
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Abstract
Ein Gehäuse (10) an einer Strecke (2) eines Transfersystems (1), welches eine Spanneinrichtung (5) mit Spiel umschließt, ist aus zwei identisch ausgebildeten Gehäusehälften (11) zusammengesetzt. Das Gehäuse (10) ist an der Unterseite eines Antriebsgehäuses (3) befestigbar. Die beiden Gehäusehälften (11) sind auf der dem Antriebsgehäuse (3) abgewandten Unterseite miteinander verschraubbar. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß zur Montage/Demontage des Gehäuses (10) an der Strecke (2) ein Zugang von der Unterseite des Gehäuses (10) her genügt, so daß die Strecken (2) des Transfersystems (1) mit relativ geringem Seitenabstand zueinander angeordnet werden können. Darüber hinaus ist das Gehäuse (10) als Blechteil fertigungstechnisch besonders einfach aufgebaut.
Description
Die Erfindung betrifft ein Gehäuse zur Aufnahme eines
Bauteils, insbesondere einer Spanneinrichtung in einem
Transfersystem. Es ist bereits ein Gehäuse bekannt, das aus
einem Grundkasten, und einem mit dem Grundkasten verbundenen
Deckel besteht. Der Grundkasten wird von unten an einem
anderen Bauteil, insbesondere einem Antriebsgehäuse einer
Transferstrecke montiert, und dann mit dem Deckel
verschlossen. Um einen Zugang zu dem vom Gehäuse umgebenden
Bauteil, insbesondere der Spanneinrichtung zu erzielen, muß
der Deckel von einer Seite demontiert werden, wodurch ein
großer Abstand zwischen den Strecken des Transfersystems
eingehalten werden muß beziehungsweise es muß die gesamte
Strecke bei Wartung/Reparatur aus dem Gesamtsystem
demontiert werden. Weiterhin ist das Gehäuse aus wenigstens
zwei verschieden ausgebildeten Bauteilen, dem Grundkasten
und dem Deckel aufgebaut, so daß die Herstellkosten relativ
hoch sind.
Das erfindungsgemäße Gehäuse zur Aufnahme eines Bauteils,
insbesondere einer Spanneinrichtung in einem Transfersystem
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß es
besonders einfach und daher preiswert herstellbar ist und
eine Montage/Demontage des Gehäuses von der Strecke
ermöglicht, ohne daß ein Zugang von der Seite der Strecke
her erforderlich ist. Gleichzeitig ist das Gehäuse von der
Spanneinrichtung mechanisch entkoppelt, so daß die
Geräuschemission besonders gering ist.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Gehäuses zur Aufnahme eines Bauteils, insbesondere einer
Spanneinrichtung in einem Transfersystem, sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht auf einen Teil eines
Transfersystems und
Fig. 2 die Bestandteile eines erfindungsgemäßen Gehäuse in
perspektivischer Ansicht.
In der Fig. 1 ist ein Transfersystem 1 dargestellt, das
zwei parallel zueinander angeordnete Strecken 2 aufweist. In
den Strecken 2 läuft jeweils ein endloses Fördermittel,
beispielsweise eine Förderkette um, die der besseren
Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt sind. Die
Fördermittel sind von Zahnrädern angetrieben, die in jeweils
einem Antriebsgehäuse 3 angeordnet sind. Die Zahnräder sind
mittels einer gemeinsamen Antriebswelle 4, welche mit einem
nicht dargestellten Antriebsmotor verbunden ist, miteinander
gekoppelt. Unterhalb der Antriebsgehäuse 3 ist jeweils eine
Spanneinrichtung 5 für das Fördermittel angeordnet, die zum
Ausgleich der über der Lebensdauer des Fördermittels
auftretenden Längung des Fördermittels dient. Wie an der
hinteren Strecke 2 ersichtlich ist, ist die Spanneinrichtung
5 an ihrem Träger 6 an der Unterseite des Antriebsgehäuses 3
befestigbar. Die Spanneinrichtung 5 ist von einem Gehäuse 10
mit Spiel umgeben, welches in der Fig. 2 näher dargestellt
ist.
Das Gehäuse 10 besteht aus zwei Gehäusehälften 11, die
identisch und vorzugsweise als Blechteile ausgebildet sind.
Jede Gehäusehälfte 11 hat eine Seitenwand 12, von der
rechtwinklig abgewinkelt zwei Seitenabschnitte 13, 14 und
ein Bodenabschnitt 15 abstehen. Auf der dem Bodenabschnitt
15 gegenüberliegenden Seite stehen weiterhin zwei
Befestigungslaschen 16 von der Seitenwand 12 ab. In den
Befestigungslaschen 16 ist jeweils eine Aussparung 17
ausgebildet.
Auf der dem einen Seitenabschnitt 13 zugewandten Seite hat
der Bodenabschnitt 15 eine Verschraubungslasche 18, die
parallel und versetzt zum Bodenabschnitt 15 in den Innenraum
19 des Gehäuses 10 ragt. Die Verschraubungslasche 18 weist
ein erstes Loch 21 auf und trägt auf der dem Innenraum 19
zugewandten Seite eine Mutter 22.
Auf der dem anderen Seitenabschnitt 14 zugewandten Seite ist
im Bodenabschnitt 15 ein zweites Loch 23 ausgebildet.
Wesentlich ist, daß der Abstand der beiden Löcher 21, 23 von
den jeweils zugewandten Seitenabschnitten 13, 14 sowie von
einer Kante 24, welche gleichzeitig die Teilungs-
beziehungsweise Symmetrieebene des Gehäuses 10 darstellt,
jeweils gleich groß ist.
Zum Innenraum 19 des Gehäuses 10 hin versetzt ist an dem
anderen Seitenabschnitt 14 noch ein parallel zum
Seitenabschnitt 14 verlaufender Abdeckabschnitt 25
angeordnet. Der über die gesamte Breite des Seitenabschnitts
14 verlaufende Abdeckabschnitt 25 ist beispielsweise durch
einen Prägevorgang entstanden, das heißt, daß der
Seitenabschnitt 14 und der Abdeckabschnitt 25 einstückig
miteinander durch einen Steg 26 verbunden sind.
An den den Befestigungslaschen 16 zugewandten Enden der
Seitenabschnitte 13, 14 sind Bereiche 27, 28 durch
Perforationen 29 begrenzt, so daß diese Bereiche 27, 28
leicht von den Seitenabschnitten 13, 14 abgetrennt werden
können. Wenn die Bereiche 27, 28 von den Seitenabschnitten
13, 14 abgetrennt sind, können am Gehäuse 10 sogenannte
Verbindungssätze montiert werden. Zuletzt weist die
Seitenwand 12 nahe den Seitenabschnitten 13, 14 je ein Loch
30 auf. Mittels der Löcher 30 kann eine bestimmte Stellung
der Spanneinrichtung 5 erkannt werden, wozu die
Spanneinrichtung 5 entsprechend der Fig. 1 einen Fortsatz 7
aufweist, der beim Erreichen besagter Stellung durch das
Loch 30 erkennbar ist.
Zur Montage des Gehäuses 10 an einem der Antriebsgehäuse 3
wird zunächst eine Gehäusehälfte 11 (entsprechend der
vorderen Strecke 2 in der Fig. 1) mit der Unterseite des
Antriebsgehäuses 3 verbunden. Dazu weist das Antriebsgehäuse
3 an seiner Unterseite Gewindebohrungen 8 auf. Mittels in
der Fig. 1 nicht sichtbarer Schrauben kann die
Gehäusehälfte 11 an ihren Befestigungslaschen 16 mit diesen
Schrauben an dem Antriebsgehäuse 3 befestigt werden. Nunmehr
kann die andere Gehäusehälfte 11 mit der bereits am
Antriebsgehäuse 3 befestigten Gehäusehälfte 11 verbunden
werden. Die Befestigung der beiden Gehäusehälften 11
miteinander erfolgt über die Unterseite am Bodenabschnitt 15
durch Verschrauben im Bereich der Löcher 21, 23 mittels
Schrauben, die mit den Muttern 23 zusammenwirken. Eine
zusätzliche Verrastung oder Verklemmung der beiden
Gehäusehälften 11 kann, falls erforderlich, beispielsweise
durch eine entsprechende Gestaltung des Abdeckabschnitts 25,
oder durch einen im Gehäuse 10 angeordneten Halte- bzw.
Rastmechanismus erfolgen. Wesentlich ist, daß zum Öffnen des
Gehäuses 10 lediglich ein Zugang von der Unterseite des
Gehäuses 10 zu den Verschraubungen im Bereich der Löcher 21,
23 erfoderlich ist, so daß die einzelnen Strecken 2 des
Transfersystems 1 relativ nah seitlich zueinander angeordnet
sein können. Weiterhin ist nach der Demontage des Gehäuses
10 von dem Antriebsgehäuse 3 die Spanneinrichtung 5
vollständig zugänglich, da diese als separate Baueinheit vom
Gehäuse 10 entkoppelt ist, wodurch auch eine
Geräuschübertragung von der Spanneinrichtung 5 auf das
Gehäuse 10 vermieden wird.
Claims (7)
1. Gehäuse (10) zur Aufnahme eines Bauteils, insbesondere
einer Spanneinrichtung (5) in einem Transfersystem (1), mit
zwei identisch ausgebildeten Gehäuseteilen (11), die an der
Unterseite eines Trägerbauteils (3) befestigbar sind, wobei
die Gehäuseteile (11) mit Ausnahme auf der der Unterseite
des Trägerbauteils (3) zugewandten Seite umlaufende Wände
(13 bis 15) aufweisen, und wobei das Bauteil im Innenraum
(19) des Gehäuses (10) mit Spiel angeordnet ist.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Gehäuseteile (11) auf der der Unterseite des
Trägerbauteils (3) abgewandten Seite miteinander verbindbar
sind.
3. Gehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Gehäusehälfte (11) zwei gegenüberliegend angeordnete
Seitenabschnitte (13, 14) und auf der der Unterseite des
Trägerbauteils (3) gegenüberliegenden Seite einen
Bodenabschnitt (15) aufweist, daß von dem Bodenabschnitt
(15) auf der dem einen Seitenabschnitt (13) zugewandten
Seite parallel zur Ebene des Bodenabschnitts (15) eine
Verschraubungslasche (18) mit einer ersten Bohrung (21)
ausgebildet ist, daß in dem Bodenabschnitt (15) auf der dem
anderen Seitenabschnitt (14) zugewandten Seite eine zweite
Bohrung (23) ausgebildet ist und daß die erste Bohrung (21)
und die zweite Bohrung (23) von dem jeweils zugewandten
Seitenabschnitt (13, 14) sowie einer Kante (24), die
gleichzeitig die Symmetrieebene des Gehäuses (10) bildet,
jeweils denselben Abstand aufweisen.
4. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der der Unterseite des
Trägerbauteils (3) zugewandten Seite jede Gehäusehälfte (11)
jeweils wenigstens eine Befestigungslasche (16) aufweist.
5. Gehäuse nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß einer der beiden Seitenabschnitte (13, 14) einen über
die gesamte Länge des Seitenabschnitts (13, 14) verlaufenden
Abdeckabschnitt (25) aufweist, wobei der Abdeckabschnitt
(25) zur Ebene des zugeordneten Seitenabschnitts (13, 14)
parallel beziehungsweise versetzt angeordnet ist.
6. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gehäusehälfte (11) zusätzliche
Perforationen (29) beziehungsweise Öffnungen (30) aufweist.
7. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gehäusehälfte (11) als Blechteil
ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000145737 DE10045737A1 (de) | 2000-09-15 | 2000-09-15 | Gehäuse zur Aufnahme eines Bauteils, insbesondere einer Spanneinrichtung in einem Transfersystem |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2000145737 DE10045737A1 (de) | 2000-09-15 | 2000-09-15 | Gehäuse zur Aufnahme eines Bauteils, insbesondere einer Spanneinrichtung in einem Transfersystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10045737A1 true DE10045737A1 (de) | 2002-03-28 |
Family
ID=7656362
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000145737 Withdrawn DE10045737A1 (de) | 2000-09-15 | 2000-09-15 | Gehäuse zur Aufnahme eines Bauteils, insbesondere einer Spanneinrichtung in einem Transfersystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10045737A1 (de) |
Citations (6)
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2000
- 2000-09-15 DE DE2000145737 patent/DE10045737A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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