DE10045654A1 - Vorrichtung zum Verdichten eines Faserverbandes - Google Patents
Vorrichtung zum Verdichten eines FaserverbandesInfo
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Abstract
Einer Verzugszone eines Streckwerks einer Spinnmaschine folgt eine Verdichtungszone, durch welche ein verstreckter, noch drehungsfreier Faserverband mit einem Transportmittel transportiert wird. Die Verdichtungszone enthält einen vom Transportmittel abgedeckten Saugschlitz, bei welchem eine Seitenkante als den Faserverband quer zur Bewegungsrichtung des Transportmittels positionierende schräge Faserleitkante ausgebildet ist. Die Faserleitkante ist als Strömungsumlenkkante derart gestaltet, dass die in den Saugschlitz einströmende Luft in unmittelbarem Anschluss an die Faserleitkante eine Strömungskomponente aufweist, die - in der Draufsicht auf den Faserverband - quer zur Faserleitkante vom Saugschlitz hinweg gerichtet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Spinnmaschine zum Verdichten eines
Faserverbandes, mit einer einer Verzugszone eines Streckwerks folgenden Verdichtungszone, mit
einem den Faserverband durch die Verdichtungszone transportierenden luftdurchlässigen
Transportmittel sowie mit einem der Verdichtungszone zugeordneten, sich im Wesentlichen in
Transportrichtung des Faserverbandes erstreckenden, vom Transportmittel abgedeckten und von
zwei Seitenkanten begrenzten Saugschlitz, wobei eine Seitenkante als den Faserverband quer zur
Bewegungsrichtung des Transportmittels positionierende schräge Faserleitkante ausgebildet ist.
Eine Vorrichtung dieser Art ist durch die DE 199 11 333 A1 Stand der Technik. Derartige
Vorrichtungen dienen dem Zweck, an der letzten Klemmstelle vor dem Aufbringen des Spinndralls
ein Spinndreieck zu vermeiden, welches bisher immer dann auftrat, wenn unmittelbar nach der
letzten Klemmlinie der Verzugszone der Spinndrall aufgebracht wurde. Derartige Spinndreiecke
haben den Nachteil, dass sich Randfasern ausbilden, welche nicht ordnungsgemäß in den
entstehenden Faden eingebunden werden und welche somit nicht wesentlich zur Festigkeit des
Fadens beitragen. Aus diesem Grunde werden den Verzugszonen seit einiger Zeit so genannte
Verdichtungszonen nachgeordnet, in denen der verstreckte, jedoch noch spinndrehungsfreie
Faserverband durch seitliches Zusammenfassen seiner Fasern gebündelt oder verdichtet wird,
wobei erst danach an einer weiteren Klemmlinie, die als Drallstopp wirkt, die eigentliche Spinndrall
aufgebracht wird.
Die bekannte Vorrichtung hat darüber hinaus die Besonderheit, dass der Saugschlitz zur
Bewegungsrichtung des Transportmittels leicht schräg angeordnet ist, so dass der zu verdichtende
Faserverband durch die so genannte Faserleitkante des Saugschlitzes quer zur
Bewegungsrichtung des Transportmittels positioniert und dabei etwas eingerollt wird. Die den
Faserverband verdichtenden Kräfte werden dabei sowohl durch einen durch das Transportmittel in
den Saugschlitz strömenden Saugluftstrom als auch durch das Transportmittel selbst aufgebracht,
welches den Faserverband gegen den verdichtenden Luftstrom zur Faserleitkante hin drängt.
Dabei stellt sich ein Gleichgewicht zwischen den pneumatischen und mechanischen
Verdichtungskräften ein.
Es hat sich nun gezeigt, dass der Anteil der pneumatischen Verdichtungskräfte verstärkt werden
kann, wenn die Luftströmung durch das Transportmittel hindurch in den Saugschlitz optimiert wird.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, den pneumatischen Anteil der Verdichtungskräfte
im Bereich der Faserleitkante zu verstärken.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Faserleitkante als Strömungsumlenkkante derart
ausgebildet ist, dass die in den Saugschlitz einströmende Luft in unmittelbarem Anschluss an die
Faserleitkante eine Strömungskomponente aufweist, die - in der Draufsicht auf den Faserverband -
quer zur Faserleitkante vom Saugschlitz hinweg gerichtet ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung insbesondere der Faserleitkante wird erreicht, dass
sich das Strömungsprofil asymmetrisch zur Faserleitkante hin derart verlagert, dass die größte
Strömungsgeschwindigkeit nicht mehr, wie ansonsten üblich, in der Mitte des Saugschlitzes auftritt,
sondern näher an die Faserleitkante herangeschoben ist. Dadurch werden die den Faserverband
verdichtenden pneumatischen Kräfte verstärkt, so dass sie den vom Transportmittel
hervorgerufenen mechanischen Verdichtungskräften leichter das Gleichgewicht halten. Der zu
verdichtende Faserverband hat dann nicht mehr das Bestreben, bei einem etwa zu schwachen
Luftstrom den Bereich des schräg angeordneten Saugschlitzes zu verlassen.
Die Wirkung der verbesserten Faserleitkante ist dann besonders groß, wenn die Faserleitkante
möglichst scharfkantig, also mit möglichst kleinem Radius ausgebildet ist. Dies führt
erfahrungsgemäß dazu, dass die größte Strömungsgeschwindigkeit möglichst nahe an die
Faserleitkante verlagert ist und dass die in den Saugschlitz einströmende Luft sofort nach der
Umlenkkante die Möglichkeit hat, sich seitwärts auszudehnen.
Die Erfindung kann auf unterschiedliche Weise verwirklicht werden. So ist es bei einer Ausführung
möglich, dass die Faserleitkante Bestandteil einer dünnen Umfangswand eines Saugkanals ist.
Durch die dünne Umfangswand, die beispielsweise nicht stärker als 1 mm ist, wird zwangsläufig
eine ausgeprägte Faserumlenkkante erhalten. Dabei kann in weiterer Ausgestaltung vorgesehen
sein, dass die Umfangswand zumindest im Bereich der Faserleitkante von einer Ummantelung des
Saugkanals gebildet ist. Eine solche Ummantelung hat zum einen hinsichtlich der Fertigung des
Saugschlitzes Vorteile und dient zum anderen als Verschleißschutz des Saugkanals, insbesondere
wenn sie vorteilhaft leicht auswechselbar ausgebildet ist.
Es hat sich für die in den Saugschlitz einströmende Saugluft als günstig erwiesen, wenn der
Saugschlitz mit dem Saugkanal durch einen kurzen Zwischenkanal verbunden ist. Dieser
Zwischenkanal kann im einfachsten Falle durch die Wandstärke des Saugkanals gebildet sein.
Dabei ist es zweckmäßig, wenn der Zwischenkanal im Bereich der Faserleitkante von einer
Ummantelung abgedeckt ist, so dass lediglich die Ummantelung die Faserumlenkstelle bildet.
Der Zwischenkanal kann in unterschiedlicher Weise, je nach der angestrebten Wirkung,
ausgebildet sein. So ist es bei einer ersten Ausführung möglich, den Zwischenkanal sich in
Strömungsrichtung verjüngend zu gestalten. Dies führt zu dem Vorteil, dass der Saugschlitz dort,
wo die Saugluft einströmt, so breit gemacht werden kann, dass für alle zu erspinnenden
Garnnummern eine einzige Saugschlitzbreite verwendet werden kann. Auf Grund der Verjüngung
in Strömungsrichtung kann dann jedoch der Eintritt in den eigentlichen Saugkanal so schmal
gewählt werden, dass sich der Luftverbrauch gegenüber einem durchgehend schmalen
Saugschlitz nicht erhöht. Alternativ kann der Zwischenkanal auch sich in Strömungsrichtung
erweiternd ausgebildet sein. Dies hat den Vorteil, dass die Strömungsgeschwindigkeit beim Eintritt
in den Saugschlitz, also an der Faserumlenkkante, in erwünschter Weise besonders groß ist.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann der Zwischenkanal durch wenigstens
einen im Saugkanal angeordneten Einsatz gebildet sein. Dies eröffnet zum einen die Möglichkeit,
dass die Länge des Zwischenkanals die Wandstärke des Saugkanals in beliebiger Weise
überschreiten kann. Zum anderen ergibt sich die Möglichkeit, den Zwischenkanal, je nach der
angestrebten Wirkung, variabel und austauschbar zu gestalten.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
einiger Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene, schematisch dargestellte Seitenansicht durch eine Vorrichtung
zum Verdichten eines Faserverbandes,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 auf die eigentliche Verdichtungszone,
Fig. 3 bis 13 in stark vergrößerter Darstellung jeweils einen Querschnitt durch den Saugschlitz
zur Erläuterung unterschiedlicher Varianten von Faserleitkanten,
Fig. 14 eine Ansicht ähnlich Fig. 2 auf einen sich über zehn Spinnstellen erstreckenden
Saugkanal,
Fig. 15 eine Darstellung ähnlich Fig. 3, mit einer einstellbaren Blende zum Verlagern des
Luftstromes.
Von einer Spinnmaschine, inbesondere einer Ringspinnmaschine, ist in den Fig. 1 und 2
lediglich der Bereich einer Vorrichtung 1 zum Verdichten eines verstreckten Faserverbandes 2
dargestellt. Die Vorrichtung 1 befindet sich in unmittelbarem Anschluss an ein Streckwerk 3, von
dem lediglich das Ausgangswalzenpaar 4 sowie ein in Transportrichtung A davor angeordnetes
Riemchenwalzenpaar 5 dargestellt ist. Das Riemchenwalzenpaar 5 führt ein Unterriemchen 6
sowie ein Oberriemchen 7. Das Ausgangswalzenpaar 4 enthält einen angetriebenen
Ausgangsunterzylinder 8 sowie eine elastisch dagegen angedrückte Ausgangsdruckwalze 9. Das
Ausgangswalzenpaar 4 definiert dadurch eine Ausgangsklemmlinie 10, die das Ende der
Verzugszone 11 des Streckwerks 3 bildet.
Im Streckwerk 3 wird in bekannter Weise ein Faserband oder alternativ ein Vorgarn 12 in
Transportrichtung A bis zur gewünschten Feinheit verzogen. Dieser Verzug ist an der
Ausgangsklemmlinie 10 beendet, und ab dieser Stelle liegt dann ein verstreckter, jedoch noch
spinndrehungsfreier Faserverband 2 vor. Zur Vermeidung des bekannten und nachteiligen
Spinndreiecks bei der Drallerteilung wird der Faserverband 2 in unmittelbarem Anschluss an die
Ausgangsklemmlinie 10 in einer Verdichtungszone 13 verdichtet.
Die für das Verdichten vorgesehene Vorrichtung 1 enthält ein luftdurchlässiges Transportmittel in
Form eines Transportbandes 14, das beispielsweise als engmaschiges, dünnes, aus
Polyamidfäden gewebtes Gewebeband ausgebildet sein kann und welches den zu verdichtenden
Faserverband 2 durch die Verdichtungszone 13 transportiert. Die Vorrichtung 1 enthält ferner einen
Saugkanal 15, der als unter Unterdruck stehendes Hohlprofil ausgebildet ist und der sich über eine
Mehrzahl von Spinnstellen erstrecken kann. An seiner der Verdichtungszone 13 zugewandten
Außenkontur ist der Saugkanal 15 als Gleitfläche zum Führen des Transportbandes 14
ausgebildet.
In der Gleitfläche befindet sich ein Saugschlitz 16, der mit seinen Seitenkanten 17 und 18
gegenüber der Bewegungsrichtung B des Transportbandes 14 leicht schräg angeordnet ist, so
dass er bezüglich des zu verdichtenden Faserverbandes 2 eine Faserleitkante 19 aufweist. An
dieser Faserleitkante 19 läuft der Faserverband 2 während des Verdichtens entlang, wodurch die
im Faserverband 2 befindlichen Fasern quer zur Bewegungsrichtung B des Transportbandes 14
gebündelt oder verdichtet werden und der Faserverband 2 dabei etwas eingerollt wird.
Der Saugkanal 15 ist über einen Unterdruckanschluss 20, der sich im Abstand vom Saugschlitz 16
befindet, an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle eingeschlossen. Sofern sich der Saugkanal
15 über mehrere Spinnstellen erstreckt, braucht pro Maschinensektion nur ein
Unterdruckanschluss 20 vorhanden zu sein.
Die Verdichtungszone 13 wird auslaufseitig durch eine Klemmwalze 21 begrenzt, die den
Faserverband 2 und das Transportband 14 an die Gleitfläche andrückt und dabei eine
Lieferklemmlinie 22 definiert, die bezüglich des aufzubringenden Spinndralls als Drallsperre wirkt.
Die Klemmwalze 21 treibt das Transportband 14 an und ist ihrerseits über eine Übertragungswalze
23 von der Ausgangsdruckwalze 9 aus angetrieben.
Nach der Lieferklemmlinie 22 erhält der entstehende Faden 24 seinen Spinndrall, indem er in
Lieferrichtung C einem nicht dargestellten Drallorgan, beispielsweise einer Ringspindel, zugeführt
wird. Bezüglich dieses Spinndralls wirkt dann die Lieferklemmlinie 22 als Drallsperre, so dass sich
der Spinndrall nicht rückwirkend bis in die Verdichtungszone 13 hinein erstreckt.
Auf der dem Saugschlitz 16 abgewandten Seite ist das Transportband 14 durch ein Spannelement
25 gespannt, welches beispielsweise als stationäre Stange oder auch als Führungsrolle
ausgebildet sein kann. Das Spannelement 25 ist dabei so angeordnet, dass das Transportband 14
mit leichtem Andruck am Ausgangsunterzylinder 8 anliegt. Da das Transportband 14 und der
Ausgangsunterzylinder 8 an der Berührungsstelle gegenläufig sind, wird dabei das Transportband
14 von etwa anhaftendem Faserflug gesäubert.
Das Bündeln oder Verdichten des Faserverbandes 2 beruht auf einer Kombination pneumatischer
und mechanischer Kräfte, hervorgerufen zum einen durch den durch das Transportband 14
hindurch in den Saugschlitz 16 eintretenden Saugluftstrom und andererseits durch eine vom
Transportband 14 erzeugte und gegen die schräge Faserleitkante 19 gerichtete mechanische
Querkraft. Im Bereich der Faserleitkante 19 entsteht dann ein Gleichgewicht der seitlich
gegeneinander wirkenden Verdichtungskräfte. Dabei hat sich die Erfindung das Ziel gesteckt,
speziell die pneumatischen Kräfte relativ zu den mechansichen Kräften des Transportbandes 14 zu
intensivieren. Damit dies erreicht wird, ist in nachfolgend ausführlich zu beschreibender Weise die
Faserleitkante 19 derart ausgebildet, dass sie als Strömungsumlenkkante so wirkt, dass die in den
Saugschlitz 16 einströmende Luft in unmittelbarem Anschluss an die Faserleitkante 19 eine
Strömungskomponente 26, wie strichpunktiert in Fig. 2 angedeutet, aufweist, die - in der
Draufsicht nach Fig. 2 - quer zur Faserleitkante 19 vom Saugschlitz 16 hinweg gerichtet ist.
Anhand der Fig. 3 wird nachfolgend die einfachste Ausgestaltung der Erfindung erläutert. Diese
Erläuterung kann dann sinngemäß auf die übrigen Ausführungsbeispiele übertragen werden, so
dass später nur noch auf etwaige Abweichungen der einzelnen Varianten untereinander
hingewiesen zu werden braucht. Dabei ist vorgesehen, die grundsätzlichen Bezugsziffern
beizubehalten und die einzelnen Abweichungen voneinander durch einen kleinen lateinischen
Buchstaben zu kennzeichnen. Beispielsweise ist der Saugschlitz 16 nach Fig. 1 und 2
nachfolgend in Fig. 3 mit 16a, in Fig. 4 mit 16b und so weiter bezeichnet.
Die Fig. 3 zeigt in stark vergrößerter Darstellung einen Querschnitt durch die in Fig. 1 und 2
beschriebene Verdichtungszone 13, wobei man den abgebrochen gezeichneten Saugkanal 15,
das auf seiner Gleitfläche 27 gleitende Transportband 14 sowie den Faserverband 2 erkennt.
Der Saugschlitz 16a nach Fig. 3 weist in bereits beschriebener Weise zwei Seitenkanten 17a und
18a auf, wobei die Seitenkante 18a, wie aus der Lage des Faserverbandes 2 ersichtlich ist, die
Faserleitkante 19a ist. Dabei ist die Faserleitkante 19a als Strömungsumlenkkante derart
ausgebildet, dass die in den Saugschlitz 16a einströmende Luft in unmittelbarem Anschluss an die
Faserleitkante 19a eine Strömungskomponente 26a aufweist, welche - in der Draufsicht auf den
Faserverband 2 - quer zur Faserleitkante 19a vom Saugschlitz 16a hinweg gerichtet ist. Während
die in Fig. 3 linke Seitenkante 17a mit der Gleitfläche 27 einen Winkel von etwa 90° bildet, weist
die in Fig. 3 rechte Seitenkante 18a, also die Faserleitkante 19a, gegenüber der Gleitfläche 27
einen Winkel zwischen 30° und 60° auf, vorzugsweise von ca. 45°. Dadurch erweitert sich der
Querschnitt des Saugschlitzes 16a in Strömungsrichtung, so dass die größte Strömungs
geschwindigkeit am Einlauf in den Saugschlitz 16a besteht. Infolge des zur Gleitfläche 27 spitzen
Winkels der Faserleitkante 19a verlagert sich der Bereich der höchsten Strömungsgeschwindigkeit
von der geometrischen Mitte des Saugschlitzes 16a mehr zur Faserleitkante 19a hin und liegt
somit im rechten Drittel des Saugschlitzes 16a. Dadurch treten im Bereich des Faserverbandes 2
größere pneumatische Kräfte auf, die in der Lage sind, größeren, vom Transportband 14
hervorgerufenen mechanischen Querkräften das Gleichgewicht zu halten.
Je schärfer die durch die Faserleitkante 19a gebildete Strömungsumlenkkante ist, also je kleiner
dort der Umlenkradius ist, desto mehr gelangt die größte Luftgeschwindigkeit in die Nähe der
Faserleitkante 19a. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass unterhalb der Strömungsumlenkkante die
einströmende Luft Platz braucht, sich seitwärts auszudehnen.
Vergleichbares gilt nun für die nachfolgenden Fig. 4 bis 13, wobei deshalb vorrangig auf
bestehende Unterschiede gegenüber zuvor beschriebenen Ausführungen hingewiesen wird.
Abweichend von der Ausführung nach Fig. 3 sind bei der Variante nach Fig. 4 die Seitenkanten
17b und 18b des Saugschlitzes 16b im Wesentlichen parallel zueinander, wobei die Faserleitkante
19b zur Gleitfläche 27 etwa den gleichen Winkel bildet wie bei Fig. 3. Die von Fig. 3
abweichende Richtung der Seitenkante 17b trägt jetzt dazu bei, dass die erfindungsgemäße
Strömungskomponente 26b noch ausgeprägter ist, wobei die höchste Strömungsgeschwindigkeit
noch mehr in Richtung auf die von der Faserleitkante 19b gebildete Strömungsumlenkkante
verlagert wird. Wie ersichtlich, ist der Querschnitt des Saugschlitzes 16b bei der Variante nach
Fig. 4 im Wesentlichen gleichbleibend.
Die Ausführung nach Fig. 5 entspricht im Prinzip derjenigen nach Fig. 4, wobei jedoch die der
Faserleitkante 19c gegenüberliegende Seitenkante 17c des Saugschlitzes 16c in einigem Abstand
vom Transportband 14 eine Ausbauchung 28c bildet, die dort den Querschnitt des Saugschlitzes
16c etwas verengt. Dadurch wird die maximale Strömungsgeschwindigkeit der in den Saugschlitz
16c einströmenden Luft noch mehr an die Faserleitkante 19c herangeführt, so dass die
Strömungskomponente 26c quer zum Saugschlitz 16c noch mehr ausgeprägt wird.
Bei der Ausführung nach Fig. 6 ist die der Faserleitkante 19d gegenüberliegende Seitenkante 17d
des Saugschlitzes 16d ähnlich ausgebildet wie bei der Variante nach Fig. 4. Allerdings ist die
andere Seitenkante 18d so gestaltet, dass zu Beginn des Saugschlitzes 16d, in Strömungsrichtung
gesehen, zunächst ein relativ großer Winkel gegenüber der Gleitfläche 27 vorhanden ist, während
die Seitenkante 18d später annähernd parallel zur anderen Seitenkante 17d verläuft. Es entsteht
dadurch eine relativ dünne Umfangswand 29d des Saugkanals 15 im Bereich der Faserleitkante
19d. Diese dünne Umfangswand 29d gibt der Luft noch mehr Gelegenheit, sich unterhalb der
Strömungsumlenkkante seitlich, also in Fig. 6 nach rechts, auszudehnen.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 7 ist die von der Faserleitkante 19e abgewandte Seitenkante 17e
des Saugschlitzes 16e in ausgeprägter Weise zur Faserleitkante 19e hin abgewinkelt, während die
andere Seitenkante 18e sehr weit nach der in Fig. 7 rechten Seite verschoben ist. Bei dieser
Ausführung nach Fig. 7 ist der Saugkanal 15 von einer verschließfesten und auswechselbaren
Ummantelung 30e abgedeckt, wobei ausschließlich die Ummantelung 30e mit einer Aussparung
die Breite des Saugschlitzes 16e festlegt. Bei dieser Ausführung entsteht ein zur Faserleitkante
19e hin abgewinkelter Zwischenkanal 31e, der im Anschluss an den Einlauf des Saugschlitzes 16e
zunächst eine Querschnittsverringerung und dann wieder eine Querschnittserweiterung aufweist.
An der durch die Ummantelung 30e gebildeten Strömungsumlenkkante wird die
Strömungskomponente 26e in der gezeichneten Weise umgelenkt, wobei die höchste
Strömungsgeschwindigkeit relativ nahe zur Faserleitkante 19e hin verlagert ist. Die Faserleitkante
19e wird hier ausschließlich von der Ummantelung 30e gebildet.
Die Ausführung nach Fig. 8 entspricht im Wesentlichen derjenigen nach Fig. 7, d. h. es ist wieder
eine den Einlauf des Saugschlitzes 16f definierende Ummantelung 30f vorgesehen. Lediglich der
Zwischenkanal 31f ist gegenüber der Variante nach Fig. 7 noch mehr abgewinkelt, so dass die
Fortsetzung 32f des Saugschlitzes 16f in Fig. 8 deutlich nach rechts verschoben ist. Es wird
dadurch eine Strömungskomponente 26f erzeugt, die im Zwischenkanal 31f nahezu horizontal
verläuft.
Die Ausführung nach Fig. 9 entspricht weitgehend derjenigen nach Fig. 3, wobei jedoch eine
deutlich verlängerte, der Faserleitkante 19g zugeordnete Seitenkante 18g vorhanden ist. Somit ist
zumindest an der Seite der Faserleitkante 19g ein verlängerter Zwischenkanal 31g vorgesehen,
wodurch die Strömungskomponente 26g entsprechend ausgerichtet wird.
Bei der Ausführung nach Fig. 10 ist der Saugkanal 15 wieder mit einer Ummantelung 30h
versehen, wobei allerdings - abweichend von den bisherigen Varianten - der Zwischenkanal 31h in
einem gesonderten Einsatz 33h untergebracht ist. Der Einsatz 33h legt die Seitenkanten 17h und
18h sowie die Länge des Zwischenkanales 31h fest. Der Querschnitt des Saugschlitzes 16h
verengt sich bei der Variante nach Fig. 10, ansonsten entspricht die Ausführung weitgehend den
Fig. 4 und 5. Es hat sich hier als günstig erwiesen, wenn der Saugschlitz 16h oben mit einer
Breite von etwa 4 mm beginnt und unten sich auf eine Breite von etwa 1,5 mm verjüngt. Die relativ
große Einlaufbreite macht es möglich, mit ein und demselben Einsatz 33h die ganze Palette von
Garnnummern abzudecken, während der kleine Endquerschnitt einem geringen Luftverbrauch
Rechnung trägt.
Die Ausführung nach Fig. 11 entspricht im Prinzip derjenigen nach Fig. 10, wobei also wieder
ein Einsatz 33i und eine Ummantelung 30i vorgesehen sind. Hinsichtlich des Querschnittes des
Zwischenkanales 31i entspricht die Fig. 11 allerdings derjenigen nach Fig. 4, wo also ein
gleichbleibender Querschnitt mit Seitenkanten 17i und 18i vorgesehen ist, die unter einem Winkel
von etwa 45° zur Gleitfläche 27 verlaufen.
Bei der Ausführung nach Fig. 12, die ebenfalls im Prinzip derjenigen nach Fig. 10 entspricht, ist
der Querschnitt des Zwischenkanals 31j in Strömungsrichtung erweitert, wie dies zuvor schon bei
der Ausführung nach Fig. 3 vorgesehen war.
Die Variante nach Fig. 13 entspricht im Prinzip ebenfalls derjenigen nach Fig. 10, wobei der
Zwischenkanal 31k allerdings eine gewisse Ähnlichkeit mit demjenigen nach Fig. 7 hat.
Abweichend von der Fig. 7 definiert allerdings nicht allein die Ummantelung 30k den Saugschlitz
16k, sondern auch der Einsatz 33k.
Die Fig. 14 zeigt den Saugkanal 15 in einer Ansicht ähnlich Fig. 2, wobei er sich allerdings über
10 Spinnstellen erstreckt. Der Unterdruckanschluss 20 verläuft mittig zum Saugkanal 15, so dass
generell Luftströmungen 34, 34' in der gezeichneten Weise entstehen, die also jeweils von den
Enden des Saugkanals 15 zur Mitte hin gehen. Damit diese im Saugkanal 15 generell
vorherrschenden Luftströmungen 34, 34' dem Erfindungsgedanken nicht zuwider laufen, ist es
günstig, wenn die Saugschlitze 16, 16' mit ihren Faserleitkanten 19, 19' in der gezeichneten Weise
angeordnet werden. Dadurch wird erreicht, dass die genannten Luftströmungen 34, 34' die gleiche
Bewegungsrichtung haben wie die erfindungsgemäß vorgesehenen Strömungskomponenten 26.
Bei genügend großem Querschnitt des Saugkanals 15 spielt das zwar keine gravierende Rolle,
jedoch trägt dies zur Optimierung des Erfindungsgedankens bei. Hierzu sei noch angemerkt, dass
die einzelnen, in Fig. 14 nicht dargestellten, jeweils einer Spinnstelle zugeordneten
Transportbänder 14 die mit B gekennzeichnete Bewegungsrichtung haben.
Die Ausführung nach Fig. 15 weicht von den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen
insofern ab, als beide Seitenkanten 17m und 18m des Saugschlitzes 16m, also auch die
Faserleitkante 19m, gegenüber der Gleitfläche 27 einen Winkel von 90° aufweisen. Auf der
Innenseite der Umfangwand 29m des Saugschlitzes 16m gibt es allerdings eine als Schieber
ausgebildete Blende 35m, die - zentral oder einzeln verstellbar - entsprechend den
Verstellrichtungen D und E verstellbar ist.
Die Blende 25m weist gegenüber der Unterkante der Umfangswand 29m einen relativ kleinen
Abstand x von beispielsweise 0,8 mm auf, so dass kurz nach der Strömungsumlenkkante der
Faserleitkante 19m ein etwa rechtwinklig zum Saugschlitz 16m verlaufender Zwischenkanal 31m
relativ kleinen Querschnitts gebildet wird. Dadurch verlagert sich der Hauptluftstrom derart, dass
die in den Saugschlitz 16m einströmende Luft eine Strömungskomponete 26m erhält, die - in der
Draufsicht auf den Faserverband 2 - quer zur Faserleitkante 19m vom Saugschlitz 16m hinweg
gerichtet ist.
Claims (10)
1. Vorrichtung an einer Spinnmaschine zum Verdichten eines Faserverbandes, mit einer einer
Verzugszone eines Streckwerks folgenden Verdichtungszone, mit einem den Faserverband durch
die Verdichtungszone transportierenden luftdurchlässigen Transportmittel sowie mit einem der
Verdichtungszone zugeordneten, sich im Wesentlichen in Transportrichtung des Faserverbandes
erstreckenden, vom Transportmittel abgedeckten und von zwei Seitenkanten begrenzten
Saugschlitz, wobei eine Seitenkante als den Faserverband quer zur Bewegungsrichtung des
Transportmittels positionierende schräge Faserleitkante ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Faserleitkante (19) als Strömungsumlenkkante derart ausgebildet ist, dass die in den
Saugschlitz (16) einströmende Luft in unmittelbarem Anschluss an die Faserleitkante (19) eine
Strömungskomponente (26) aufweist, die - in der Draufsicht auf den Faserverband (2) - quer zur
Faserleitkante (19) vom Saugschlitz (16) hinweg gerichtet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserleitkante (19)
scharfkantig ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserleitkante (19d)
Bestandteil einer dünnen Umfangswand (29d) eines Saugkanals (15) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand zumindest im
Bereich der Faserleitkante (19e; 19f) von einer Ummantelung (30e; 30f) des Saugkanals (15)
gebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugschlitz
(16) mit dem Saugkanal (15) durch einen kurzen Zwischenkanal (31e; 31f; 31h; 31i; 31j; 31k)
verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenkanal (31e; 31f) im
Bereich der Faserleitkante (19e; 19f) von der Ummantelung (30e; 30f) abgedeckt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenkanal
(31e; 31f; 31h; 31k) sich in Strömungsrichtung verjüngend ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenkanal
(31g; 31j) sich in Strömungsrichtung erweiternd ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der
Zwischenkanal (31g; 31h; 31i; 31j; 31k) eine die Wandstärke des Saugkanals (15) übersteigende
Länge aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenkanal
(31h; 31i; 31j; 31k) durch wenigstens einen im Saugkanal (15) angeordneten Einsatz
(33h; 33i; 33j; 33k) gebildet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10045654A DE10045654A1 (de) | 2000-09-15 | 2000-09-15 | Vorrichtung zum Verdichten eines Faserverbandes |
| IT2001MI001774A ITMI20011774A1 (it) | 2000-09-15 | 2001-08-10 | Dispositivo per compattare un insieme di fibre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10045654A DE10045654A1 (de) | 2000-09-15 | 2000-09-15 | Vorrichtung zum Verdichten eines Faserverbandes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10045654A1 true DE10045654A1 (de) | 2002-03-28 |
Family
ID=7656311
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10045654A Withdrawn DE10045654A1 (de) | 2000-09-15 | 2000-09-15 | Vorrichtung zum Verdichten eines Faserverbandes |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10045654A1 (de) |
| IT (1) | ITMI20011774A1 (de) |
-
2000
- 2000-09-15 DE DE10045654A patent/DE10045654A1/de not_active Withdrawn
-
2001
- 2001-08-10 IT IT2001MI001774A patent/ITMI20011774A1/it unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ITMI20011774A1 (it) | 2003-02-10 |
| ITMI20011774A0 (it) | 2001-08-10 |
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