DE10044418A1 - Bestückelemente-Gurt, Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung und Verfahren zum Entnehmen von Bestückelementen aus einem Bestückelemente-Gurt - Google Patents
Bestückelemente-Gurt, Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung und Verfahren zum Entnehmen von Bestückelementen aus einem Bestückelemente-GurtInfo
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Abstract
Bestückelemente-Gurt, Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung und Verfahren zum Entnehmen von Bestückelementen, bei welchen ein Bestückelement (200, 250) in einem Bestückelemente-Gurt (100, 101) durch eine Haftschicht (125, 127) einfach und sicher angeordnet und gehalten ist und wobei das Bestückelement (200, 250) leicht und schnell mittels einer Abziehvorrichtung (300) aus dem Bestückelemente-Gurt (100, 101) entnommen werden kann.
Description
Die Erfindung betrifft einen Bestückelemente-Gurt, eine Be
stückelemente-Entnahmeeinrichtung und ein Verfahren zum Ent
nehmen von Bestückelementen aus einem Bestückelemente-Gurt.
Bestückelemente, beispielsweise zum Bestücken von elektri
schen Leiterplatten, sind häufig in Form von Bestückelemente-
Gurten konfektioniert. Ein herkömmlicher Bestückelemente-Gurt
weist eine Basisschicht, in welcher in Längsrichtung des Be
stückelemente-Gurtes eine Mehrzahl von Öffnungen für Bestüc
kelemente ausgebildet ist, eine Bodenschicht, von welcher die
Öffnungen an einer Seite der Basisschicht bedeckt sind, sowie
eine Deckelschicht auf, von welcher die Öffnungen auf der an
deren Seite der Basisschicht bedeckt sind. Die Bestückelemen
te sind hierbei in den Öffnungen der Basisschicht zwischen
der Deckelschicht und der Bodenschicht angeordnet. Die Öff
nungen sind geringfügig größer als die Bestückelemente ausge
bildet, so daß die Bestückelemente innerhalb der Öffnungen
Spiel aufweisen. Ein Nachteil herkömmlicher Bestückelemente-
Gurte ist, daß zum Entnehmen der Bestückelemente die Deckel
schicht entfernt werden muß, um die Bestückelemente in den
Öffnungen der Basisschicht von außen zugänglich zu machen.
Die Taktrate, mit welcher Bestückelemente Bestückelemente-
Gurten entnommen werden, ist sehr hoch. Daher müssen bei ei
nem Bestückelemente-Gurt Vorkehrungen getroffen werden, wel
che ein Herausfallen der Bestückelemente verhindern, nachdem
die Deckelschicht entfernt wurde. Beispielsweise wird die
Deckelschicht bei festgehaltenem Bestückelemente-Gurt abgezo
gen.
Mit zunehmender Bestückleistung der Bestückautomaten ist ein
derartiges Halten des Gurtes zum Entfernen der Deckelschicht
jedoch nicht erwünscht. Außerdem besteht bei den herkömmli
chen Bestückelemente-Gurten der Nachteil, daß die Bestückele
mente nach dem Entfernen der Deckelschicht leicht aus dem Be
stückelemente-Gurt herausfallen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bestückele
mente-Gurt, eine Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung sowie
ein Verfahren zum Entnehmen von Bestückelementen anzugeben,
mittels welchen ein sicheres und schnelles Entnehmen von Be
stückelementen aus einem Bestückelemente-Gurt möglich ist.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß den unabhängigen
Ansprüchen gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den abhängigen Ansprüchen beansprucht.
Bei dem Bestückelemente-Gurt nach Anspruch 1 ist keine Dec
kelschicht erforderlich. Die Bestückelemente werden von einer
Haftschicht in den Öffnungen der Basisschicht gehalten. Hier
mit ist es möglich, die Bestückelemente in dem Bestückelemen
te-Gurt sehr schnell zu transportieren sowie auch schnell und
von exakt vorbestimmbaren Positionen auf der Bodenschicht des
Bestückelemente-Gurtes zu entnehmen.
Die Haftschicht kann entweder an der Bodenschicht oder an den
Bestückelementen aufgebracht sein.
Die Haftschicht an der Bodenschicht aufzubringen bietet den
Vorteil, daß die Bodenschicht mittels der Haftschicht auch
mit der Basisschicht verbunden werden kann und die Bestück
elemente nicht mit einer Haftschicht versehen sein müssen, so
daß sie uneingeschränkt weiterverarbeitet werden können.
Wird die Haftschicht an den Bestückelementen angebracht, las
sen sich die Bestückelemente mittels der Haftschicht bei
spielsweise auch auf Leiterplatten positionieren und anordnen.
Außerdem wird Haftmaterial gegenüber der Lösung einge
spart, bei welcher die Haftschicht auf der gesamten Boden
schicht aufgebracht ist.
Durch die an dem erfindungsgemäßen Bestückelemente-Gurt vor
gesehene Haftschicht ist es auch möglich, eine Mehrzahl von
Bestückelementen in Querrichtung des Bestückelemente-Gurtes
nebeneinander anzuordnen. Dadurch stehen nach einmaligem
Transportieren des Bestückelemente-Gurtes mehrere Bestückele
mente gleichzeitig zur Entnahme bereit. Die Bestückelemente
können beispielsweise nebeneinander in einer Mehrzahl von
Öffnungen in der Basisschicht auf der Bodenschicht angeordnet
sein.
Eine erfindungsgemäße Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung zum
Verwenden der erfindungsgemäßen Bestückelemente-Gurte weist
eine Abziehvorrichtung auf, mittels welcher es möglich ist,
die Bestückelemente in den Öffnungen der Basisschicht des Be
stückelemente-Gurtes zu ergreifen und die ergriffenen Be
stückelemente von der Bodenschicht abzuziehen. Eine Deckel
schicht muß dabei nicht entfernt werden, da die Bestückele
mente in dem Bestückelemente-Gurt mittels der Haftschicht
festgelegt sind.
Zusätzlich zu der Abziehvorrichtung kann eine Hebevorrichtung
vorgesehen sein, mittels welcher die Bestückelemente durch
die Öffnung hindurch auf die Abziehvorrichtung zu bewegbar
sind. Dadurch ist es möglich, die Abziehvorrichtung im Außen
durchmesser größer als den Durchmesser der Öffnung der Basis
schicht des Bestückelemente-Gurtes auszubilden, und mittels
der Hebevorrichtung die Bestückelemente der Abziehvorrichtung
zuzuführen.
Die Hebevorrichtung kann beispielsweise eine Mehrzahl von in
Querrichtung des Bestückelemente-Gurtes nebeneinander ange
ordnete Nadeln aufweisen, welche selektiv angehoben werden
können. Als Abziehvorrichtung kann beispielsweise eine Vakuumpipette
verwendet werden, auf welche die Bestückelemente
mittels der Nadeln der Hebevorrichtung zu bewegbar sind.
Hierbei ist es auch möglich, eine Blaseinheit vorzusehen,
mittels welcher Druckluft in die Öffnung der Basisschicht des
Bestückelemente-Gurtes eingeblasen werden kann. Hierdurch
läßt sich die Verbindung zwischen dem Bestückelement und der
Haftschicht einfacher lösen. Außerdem werden die zum Abziehen
des Bestückelementes von der Haftschicht erforderlichen Kräf
te verringert.
Die Blaseinheit kann beispielsweise einstückig mit der Vaku
umpipette, als zusätzliche Blasdüse ausgebildet sein, welche
in der Stirnseite der Vakuumpipette mündet. Eine derartige
Vakuumpipette kann mit einer Saugdüse über dem Bestückelemen
te angeordnet werden und mittels der Blasdüse kann von der
Vakuumpipette Druckluft in die Öffnung des Bestückelemente-
Gurtes eingeblasen werden.
Die Vakuumpipette kann jedoch auch mit einer teleskopartigen,
beispielsweise federnd gelagerten Bauteilaufnahme versehen
sein, welche von dem Vakuumpipettenkörper vorsteht. Dies ist
insbesondere vorteilhaft, wenn zwischen dicht aneinanderlie
genden, bereits bestückten Bauelementen auf einer Leiterplat
te ein weiteres Bauelement bestückt werden soll. Dabei kann
die Bauteilaufnahme der Vakuumpipette in der Vakuumpipette in
axialer Richtung geführt und federnd gelagert sein. Der Saug
kanal der Vakuumpipette ist dabei in der federnd gelagerten
Bauteilaufnahme ausgebildet. Die teleskopartige Bauteilauf
nahme kann an ihrer dem Bestückelement zugewandten Stirnseite
einen Aufnahmewulst oder -ring aufweisen, an welchem das Be
stückelement mittels Vakuum festlegbar ist. Zwischen der te
leskopartigen Bauteilaufnahme und der Vakuumpipette kann eine
Dichtung vorgesehen sein, welche die Bauteilaufnahme auch
wenn diese relativ zu der Vakuumpipette bewegt wird gegenüber
der Vakuumpipette abdichtet.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Entnehmen von Bestüc
kelementen aus einem Bestückelemente-Gurt wird zunächst die
Abziehvorrichtung über einem zu entnehmenden Bestückelemente
positioniert. Anschließend wird das zu entnehmende Bestücke
lement mittels der Hebevorrichtung bis zu der Abziehvorrich
tung angehoben, wobei die Haftverbindung zwischen dem Bestüc
kelement und der Bodenschicht des Bestückelemente-Gurtes zu
mindest teilweise gelöst wird. Abschließend wird das Bestüc
kelement aus dem Bestückelemente-Gurt mittels der Abziehvor
richtung entnommen. Hierbei wird die Haftverbindung zwischen
dem Bestückelement und der Bodenschicht vollständig gelöst
und das Bestückelement vom dem Bestückelemente-Gurt abgeho
ben.
Zur Unterstützung des Anhebens des Bestückelementes und des
Lösens der Haftverbindung zwischen dem Bestückelement und der
Bodenschicht kann Druckluft in die Öffnung des Bestückelemen
te-Gurtes eingeblasen werden.
Das Einblasen von Druckluft kann auch so stark erfolgen, daß
die Haftverbindung zwischen dem Bestückelement und der Boden
schicht vollständig gelöst wird und die Hebevorrichtung durch
die Druckluft zurückgedrängt wird, nachdem das Bestückelement
an der Abziehvorrichtung angebracht worden ist.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf bevorzugte Ausfüh
rungsformen anhand der Zeichnung näher erläutert. In der
Zeichnung zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Bestück
elemente-Gurtes,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Bestück
elemente-Gurt nach einer bevorzugten Ausführungsform der Er
findung,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Bestück
elemente-Gurt nach einer weitere bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung,
Fig. 4a bis 4c eine bevorzugte Durchführungsform des er
findungsgemäßen Verfahrens zum Entnehmen von Bestückelemen
ten,
Fig. 5 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Hebevor
richtung und
Fig. 6a bis 6e eine weitere Durchführungsform des erfin
dungsgemäßen Verfahrens zum Entnehmen von Bestückelementen.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist ein erfindungsgemäßer Be
stückelemente-Gurt 100 eine Basisschicht 110 und eine Boden
schicht 120 auf. Die Basisschicht 110 ist mit einer Mehrzahl
von Öffnungen 115 versehen. An der der Basisschicht 110 zuge
wandten Seite der Bodenschicht 120 ist die Bodenschicht mit
einer Haftschicht 125 versehen. Bestückelemente 200 können
auf der Haftschicht 125 in den Öffnungen 115 angeordnet wer
den. Dabei wird zwischen der freien Oberseite der Bestückele
mente 200 und der oberen Begrenzung der Basisschicht 110 ein
Abstand h eingehalten. Dadurch kann vermieden werden, daß die
Bestückelemente bereits vor dem Entnehmen aus dem Bestückele
mente-Gurt 100 beschädigt werden oder verrutschen können.
Nach der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform weist der Be
stückelemente-Gurt in Querrichtung jeweils zwei nebeneinander
angeordnete Öffnungen 115 der Basisschicht 110 auf. In den
Öffnungen ist jeweils ein Bestückelement 200 auf der Haft
schicht 125 der Bodenschicht 120 angeordnet. Außerdem ist der
Bestückelemente-Gurt 100 mit einer Mehrzahl von Transportöff
nungen 116 versehen. In diese Transportöffnungen kann bei
spielsweise ein Transportstift eines Stachelrades oder auch
ein Indexstift eingreifen, mittels welchem eine exakte Posi
tionsbestimmung des Bestückelemente-Gurtes 100 möglich ist.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf eine weitere bevorzugte
Ausführungsform des Bestückelemente-Gurtes nach der Erfin
dung. Verglichen mit dem Bestückelemente-Gurt 100 nach Fig.
2 ist der Bestückelemente-Gurt 101 nach Fig. 3 mit jeweils
fünf Bestückelementen 250 in Querrichtung nebeneinander versehen.
Die Bestückelemente 250 weisen dabei eine geringere
Gehäusegröße auf als die Bestückelemente 200. Diese Bestücke
lemente 250 sind in Öffnungen 117 einer Basisschicht 111 auf
einer Haftschicht 127 der Bodenschicht 120 angeordnet. Der
Bestückelemente-Gurt 101 nach dieser bevorzugten Ausführungs
form ist ebenfalls mit den Transportöffnungen 116 versehen,
wie der Bestückelemente-Gurt 100 nach Fig. 2.
Aus den Fig. 4a bis 4c ist eine bevorzugte Durchführungs
form des erfindungsgemäßen Verfahrens ersichtlich. Fig. 4a
zeigt, wie eine Vakuumpipette 300, welche eine Saugöffnung
310 aufweist, über einem Bauelement 200 angeordnet wird, wel
ches sich auf einer Haftschicht 125 in einer Öffnung 115 ei
nes Bestückelemente-Gurtes 100 befindet.
Nachdem die Vakuumpipette 300 auf den Bestückelemente-Gurt
100 aufgesetzt worden ist wird, wie aus Fig. 4b ersichtlich,
das Bestückelement 200 mittels einer Hebevorrichtung 400 zu
der Saugöffnung 310 der Vakuumpipette 300 angehoben. Hierbei
wird mittels der Hebevorrichtung 400 die Bodenschicht 120 des
Bestückelemente-Gurtes 100 derart verformt, daß sich die
Haftverbindung der Haftschicht 125 mit dem Bestückelement 200
teilweise löst. Lediglich in dem Kontaktbereich der Hebevor
richtung 400 mit der Bodenschicht 120 bleibt die Haftverbin
dung zwischen der Haftschicht 125 und dem Bestückelement 200
bestehen.
Daraufhin ist es, wie aus Fig. 4c ersichtlich, leicht mög
lich, das Bestückelement 200 mittels der Vakuumpipette 300
von der Haftschicht 125 abzuheben. Die Hebevorrichtung 400
kehrt wieder in ihre ursprüngliche Position unterhalb der Bo
denschicht 120 zurück.
Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht einer Hebeeinrichtung nach
der Erfindung. Die Hebeeinrichtung ist mit einem Gehäuse 600
für eine Mehrzahl von Hebevorrichtungen 400 versehen. Der Be
stückelemente-Gurt 100 ist über dem Gehäuse 600 der Hebeeinrichtung
in einer Gurtvertiefung 610 geführt. Wie aus Fig. 5
ersichtlich, sind fünf Hebevorrichtungen 400-1, 400-2, 400-3,
400-4 und, 400-5 vorgesehen. Jede der fünf Hebevorrichtungen
400-1 bis 400-5 ist an einer Position angeordnet, welche ei
ner möglichen Position eines Bestückelements 200 in einem Be
stückelemente-Gurt entspricht. In der Fig. 5 ist beispiels
weise der Bestückelemente-Gurt 100 aus Fig. 2 in der Gurt
vertiefung 610 der Hebeeinrichtung nach der Erfindung ge
zeigt. Bei diesem Bestückelemente-Gurt sind zwei Bestückele
mente 200 in Querrichtung des Bestückelemente-Gurtes neben
einander angeordnet. Diese können mit der zweiten 400-2 bzw.
der vierten Hebevorrichtung 400-4 der Hebeeinrichtung nach
der Erfindung selektiv angehoben werden. Es ist jedoch auch
möglich, mit der gezeigten Hebeeinrichtung den aus Fig. 3
ersichtlichen Bestückelemente-Gurt 101 mit fünf nebeneinander
angeordneten Bestückelementen 250 zu verarbeiten. Bei diesem
aus Fig. 3 ersichtlichen Bestückelemente-Gurt 101 ist dann
jeweils über jeder Hebevorrichtung 400-1, 400-2, 400-3, 400-4
und 400-5 ein Bestückelement 250 angeordnet und kann jeweils
mittels der entsprechenden Hebevorrichtung 400-1, 400-2, 400-
3, 400-4 bzw. 400-5 selektiv angehoben werden.
Aus den Fig. 6a bis 6e ist eine weitere Durchführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Entnehmen von Bestück
elementen aus einem Bestückelemente-Gurt ersichtlich. In ei
nem ersten Schritt wird eine Saugpipette 300, welche mit ei
ner Saugöffnung 310 und einer Blasöffnung 320 versehen ist,
auf einen Bestückelemente-Gurt 100 über einem Bestückelement
200 aufgesetzt, wie aus Fig. 6a ersichtlich.
In einem zweiten Schritt wird, wie aus Fig. 6b ersichtlich,
das Bestückelement 200 mittels einer Hebevorrichtung 400 samt
der Bodenschicht 120, auf welcher das Bestückelement 200 auf
einer Haftschicht 125 angeordnet ist, zu der Saugpipette 300
hin angehoben, bis es an der Saugöffnung 310 der Saugpipette
300 anliegt.
In einem dritten Schritt wird, wie aus Fig. 6c ersichtlich,
durch die Blasöffnung 320 der Saugpipette 300 Druckluft in
die Öffnung 115 des Bestückelemente-Gurtes 100 eingeblasen.
Hierdurch wird die Haftverbindung zwischen dem Bestückelement
200 und der Haftschicht 125 der Bodenschicht 120 zunächst
teilweise gelöst. Bei weiterer Beaufschlagung der Öffnung 115
des Bestückelemente-Gurtes 100 wird, wie aus Fig. 6d er
sichtlich, die Haftverbindung vollständig gelöst und die He
bevorrichtung 400 in ihre Ursprungslage zurückgeschoben.
In einem abschließenden vierten Schritt kann das Bestückele
ment 200 mittels der Vakuumpipette 300 einfach aus dem Be
stückelemente-Gurt 100 entnommen werden, wie aus Fig. 6e er
sichtlich.
Claims (14)
1. Bestückelemente-Gurt (100, 101) mit einer Basisschicht
(110, 111), in der eine Mehrzahl von Öffnungen (115, 117)
für Bestückelemente (200, 250) ausgebildet ist und einer
Bodenschicht (120), von welcher die Öffnungen (115, 117)
bedeckt sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die in den Öffnungen (115, 117) angeordneten Bestückele
mente (200, 250) mittels einer Haftschicht (125, 127)
auf der Bodenschicht (120) festgelegt sind.
2. Bestückelemente-Gurt nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß
die Bodenschicht (120) die Haftschicht (125, 127) auf
weist.
3. Bestückelemente-Gurt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß
die Bestückelemente (200, 250) die Haftschicht aufwei
sen.
4. Bestückelemente-Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß
Transportöffnungen (116) in der Basisschicht (120) vor
gesehen sind, mittels welchen der Bestückelemente-Gurt
(100, 101) transportierbar und positionierbar ist.
5. Bestückelemente-Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wo
bei in Querrichtung des Bestückelemente-Gurtes (100, 101)
eine Mehrzahl von Öffnungen (115, 117) für Bestückelemente
(200, 250) nebeneinander ausgebildet sind.
6. Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung zum Entnehmen von Be
stückelementen (200, 250) aus einem Bestückelemente-Gurt
(100, 101), in welchem die Bestückelemente (200, 250) mit
tels einer Haftschicht (125, 127) in Öffnungen einer Ba
sisschicht (110, 111) des Bestückelemente-Gurtes (100,
101) auf einer Bodenschicht (120) festgelegt sind, mit ei
ner Abziehvorrichtung (300) zum Greifen und Abziehen der
Bestückelemente (200, 250) von der Bodenschicht (120).
7. Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung nach Anspruch 6, wobei
eine der Abziehvorrichtung (300) zugewandte Hebevorrich
tung (400) vorgesehen ist, von welcher die Bestückelemente
(200, 250) durch die Öffnung (115, 117) hindurch zu der
Abziehvorrichtung (300) bewegbar sind.
8. Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung nach Anspruch 7, wobei
die Abziehvorrichtung (300) eine Vakuumpipette ist und die
Hebevorrichtung (400) aus einer Mehrzahl von in Querrich
tung des Bestückelemente-Gurtes (100, 101) nebeneinander
angeordneten Nadeln (400-1, 400-2, 400-3, 400-4, 400-5)
gebildet ist, welche selektiv auf die Vakuumpipette zu be
wegbar sind.
9. Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung nach einem der Ansprü
che 6 bis 8, mit einer Blaseinheit (320), von welcher die
Öffnung (115, 117) mit Druckluft beaufschlagbar ist.
10. Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung nach Anspruch 8 und 9,
wobei die Blaseinheit (320) einstückig mit der Vakuumpi
pette ausgebildet ist.
11. Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung nach einem der Ansprü
che 6 bis 10, wobei die Abziehvorrichtung (300) eine in
dieser axial verschiebbar und federnd gelagerte Bauteil
aufnahme zum Greifen und Abziehen der Bestückelemente
(200, 250) von der Bodenschicht (120) aufweist.
12. Verfahren zum Entnehmen von Bestückelementen (200, 250)
aus einem Bestückelemente-Gurt (100, 101) nach einem der
Ansprüche 1 bis 5 mit folgenden Schritten:
- - Positionieren einer Abziehvorrichtung (300) über einem zu entnehmenden Bestückelement (200, 250),
- - Anheben des zu entnehmenden Bestückelements (200, 250) mittels einer Hebevorrichtung (400) bis zu der Abzieh vorrichtung (300), wobei die Haftverbindung zwischen dem Bestückelement (200, 250) und der Bodenschicht (120) zu mindest teilweise gelöst wird,
- - Entnehmen des Bestückelementes (200, 250) aus dem Be stückelemente-Gurt (100, 101) mittels der Abziehvorrich tung (300).
13. Verfahren nach Anspruch 11, wobei nach dem Anheben Druck
luft in die Öffnung (115, 117) eingeblasen wird, um die
Haftverbindung zwischen dem Bestückelement (200, 250) und
der Bodenschicht (120) im wesentlichen zu lösen.
14. Verfahren nach Anspruch 11, wobei nach dem Anheben Druck
luft in die Öffnung (115, 117) eingeblasen wird, um die
Haftverbindung zwischen dem Bestückelement (200, 250) und
der Bodenschicht (120) vollständig zu lösen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10044418A DE10044418C2 (de) | 2000-09-08 | 2000-09-08 | Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung und Verfahren zum Entnehmen von Bestückelementen aus einem Bestückelemente-Gurt |
| PCT/DE2001/003398 WO2002021891A1 (de) | 2000-09-08 | 2001-09-04 | Bestückelemente-gurt, bestückelemente-entnahmeeinrichtung und verfahren zum entnehmen von bestückelementen aus einem bestückelemente-gurt |
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|---|---|
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ID=7655494
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| DE10044418A Expired - Fee Related DE10044418C2 (de) | 2000-09-08 | 2000-09-08 | Bestückelemente-Entnahmeeinrichtung und Verfahren zum Entnehmen von Bestückelementen aus einem Bestückelemente-Gurt |
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