DE10043932A1 - Nackenstütze für einen Bürodrehstuhl - Google Patents
Nackenstütze für einen BürodrehstuhlInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Nackenstütze (2) für einen Bürodrehstuhl (1) mit einer zwecks Neigungsverstellung beweglich an einem Träger (3) gelagerten Rückenlehne (4) und mit einer zwischen Rückenlehne (4) und Nackenstütze (2) angeordneten Gelenkverbindung (5) mit einem Neigungswiderstand zur Verstellung der Neigung der Nackenstütze (2). Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß die Nackenstütze (2) höhenverstellbar ist, wobei die Höhenverstellung einer Kreisumlaufbahn folgend ausgebildet ist, und daß der Neigungswiderstand der Nackenstütze (2) einstellbar ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Möbelindustrie. Sie betrifft eine
Nackenstütze für einen Bürodrehstuhl mit einer zwecks Neigungsverstellung
beweglich an einem Träger gelagerten Rückenlehne.
Bekannt sind Bürostühle mit einer Rückenlehnenmechanik oder einer
Synchronmechanik, welche eine Neigung der Rückenlehne während der
Benutzung realisieren. Der Trend der Hersteller bei derartigen Stühlen geht zur
Zeit dahin, immer stärkere Rückenlehnenneigungen zu ermöglichen.
Für die Bandscheibenentlastung ist dies ohne Zweifel von Vorteil. Für die
Nackenmuskulatur ist dies jedoch problematisch, da der Nutzer mehr Kraft
aufwenden muß, um das nach hinten geneigte Kopfgewicht zu halten.
Dies führt bei längerem Sitzen in der zurückgeneigten Haltung zwangsläufig zu
Nackenverspannungen, insbesondere dann, wenn in der zurückgeneigten Haltung
am Minitor gearbeitet wird. Um dies zu verhindern, benötigt ein Stuhl mit starker
Rückenlehnenneigung eine Kopf- oder Nackenstütze.
Bürostühle mit Kopfstützen oder auch mit hohen Rückenlehnen, die den
Kopfbereich stützen, sind seit längerem auf dem Markt vertreten. Die Kopfstützen
sind in ihrer Höhe unveränderlich und meist nicht neigungsverstellbar. Es sind
aber auch Lösungen bekannt, bei welchen die Neigung der Kopfstütze mit Hilfe
eines zwischen Rückenlehne und Kopfstütze angeordneten Gelenkes verändert
werden kann.
Die bekannten Kopfstützen haben den Nachteil, daß es dem Benutzer nicht
möglich ist, in der zurückgelehnten Haltung am Monitor zu arbeiten, weil sie den
Kopf bzw. den Nacken nicht punktgenau so unterstützen, daß eine Kopfhaltung
gestützt wird, die einen praktikablen Sichtwinkel zum Monitor ermöglicht.
Die Erfindung versucht, diesen genannten Nachteil des bekannten Standes der
Technik zu vermeiden.
Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, eine Nackenstütze für
einen Bürodrehstuhl zu entwickeln, mit welcher es möglich ist, den Nacken des
Benutzers auch in der zurückgeneigten Position so zu unterstützen, daß ein
ergonomisch richtiger Blickwinkel zum Monitor gegeben ist. Es soll eine individuell
exakt angepaßte Abstützung des Nackens für unterschiedliche Arbeitssituationen
realisiert werden.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer Nackenstütze für einen Bürodrehstuhl mit
einer zwecks Neigungsverstellung beweglich an einem Träger gelagerten
Rückenlehne und mit einer zwischen Rückenlehne und Nackenstütze
angeordneten Gelenkverbindung mit einem Neigungswiderstand zur Verstellung
der Neigung der Nackenstütze dadurch erreicht, daß die Nackenstütze zusätzlich
höhenverstellbar ist, wobei die Höhenverstellung einer Kreisumlaufbahn folgend
ausgebildet ist, und der Neigungsverstellungswiderstand der Nackenstütze
einstellbar ist.
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, durch es die Kombination von
Neigungs- und Höhenverstellbarkeit der Nackenstütze jederzeit möglich ist,
während der Benutzung des Bürodrehstuhles eine punktgenaue Stützung des
Kopf- und Nackenbereiches zu realisieren und somit einen ergonomisch richtigen
Blickwinkel zu Monitor einzustellen. Nackenverspannungen werden beim Benutzer
somit verhindert. Durch den individuell einstellbaren Neigungswiderstand des
Neigungsgelenkes wird es dem Nutzer vorteilhaft selbst überlassen einzustellen,
wie schwergängig das Gelenk verstellbar sein soll.
Es ist zweckmäßig, wenn die Nackenstütze aus einem tragenden Rahmen mit
zwei gekrümmten Seitenstegen, welche jeweils eine Gelenkpfanne aufweisen,
sowie mit einer Traverse besteht und aus einem gekrümmten Polsterteil,
bestehend aus einer u-förmigen Polsterplatte mit Nutensteinen und dem Polster
selbst, wobei die Seitenstege eine innenseitige Führungsnut zur Aufnahme der
Nutensteine der Polsterplatte aufweisen und die Traverse eine mittig angeordnete
Führungsbahn zur zusätzlichen Führung der Polsterplatte aufweist. Auf diese
Weise kann sehr einfach durch Verschiebung der Polsterplatte in der Führungsnut
der Seitenstege eine Höhenverstellung der Nackenstütze realisiert werden.
Von Vorteil ist es, wenn die Rückenlehne einen Rückenlehnen rahmen mit zwei
Gelenkpfannen aufweist, welche mit den Gelenkpfannen des Rahmens der
Nackenstütze korrespondieren, wobei in den Gelenkpfannen des
Rückenlehnenrahmens jeweils zwei Tellerfedern axial angeordnet sind, welche
mittels einer die Gelenkpfannen des Rahmens der Rückenlehne und des
Rahmens der Nackenstütze verbindenden Schraubverbindung vorspannbar sind.
Durch einfaches Lockeren oder Festdrehen der Schraube ist es möglich, einen
bestimmten Reibwert zwischen den Gelenkpfannen des Nackenstützenrahmens
und den Gelenkpfannen des Rückenlehnenrahmens zu realisieren. Daraus
resultiert ein bestimmter Widerstand der Neigungsverstellung.
Aus Gründen der Montierbarkeit weist einerseits vorteilhaft die u-förmige
Polsterplatte der Nackenstütze zwecks Aufklappbarkeit ihrer Stege oben ein
Filmscharnier auf. Damit kann sie inklusive Polsterteil problemlos über die
Traverse des Nackenstützenrahmens gebracht werden. Andererseits sind die
Stege an ihrem unteren Ende mittels Verbindungsmitteln, vorzugsweise
Schrauben, verbindbar, so daß das Polsterteil fest am Rahmen angebracht ist und
während der Benutzung nicht verrutscht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Bürodrehstuhl mit erfindungsgemäßer Nackenstütze während
der Benutzung an einem Computer-Arbeitsplatz;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Nackenstütze mit schematischer Darstellung
der Höhenverstellbarkeit;
Fig. 3 eine Seitenansicht der Nackenstütze mit schematischer Darstellung
der Neigungsverstellbarkeit;
Fig. 4 einen Teillängsschnitt durch Nackenstütze und Rückenlehnenträger;
Fig. 5 eine Seitenansicht der Nackenstütze mit Montagebauteilen.
Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles und der
Fig. 1 bis 5 näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Bürodrehstuhl 1 mit erfindungsgemäßer Nackenstütze 2
während der Benutzung an einem Computer-Arbeitsplatz. Der Bürodrehstuhl 1
weist eine an einem Träger 3 beweglich gelagerte Rückenlehne 4 auf. Diese
Rückenlehne 4 ist in ihrer Neigung verstellbar. Die Rückenlehne 4 und die
Nackenstütze 2 sind über eine Gelenkverbindung 5, welche in Fig. 4 näher
beschrieben ist, verbunden. Wie in Fig. 1 dargestellt, sitzt ein Benutzer
insbesondere bei der Arbeit an einem Monitor 6 in zurückgelehnter Haltung im
Bürodrehstuhl. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen höhen- und
neigungsverstellbaren Nackenstütze wird die Kopf- und Nackenhaltung des
Benutzers punktgenau so gestützt, daß ein ergonomisch richtiger Blickwinkel zum
Monitor gegeben ist, d. h. die Bildschirmoberkante des Monitors 6 und die
Augenhöhe des Benutzers befinden sich auf einer (gedachten) horizontalen
Sichtlinie 7.
Fig. 2 zeigt schematisch in einer Seitensicht die Höhenverstellbarkeit und Fig. 3 die
Neigungsverstellbarkeit der erfindungsgemäßen Nackenstütze 2. Von der
Nackenstütze 2 sind dabei jeweils nur die gekrümmten Seitenteile 8 des Rahmens
und das gekrümmte Polsterteil 9 zu sehen. Außerdem ist die Gelenkverbindung 5
zwischen Nackenstütze 2 und Rückenlehne 4 dargestellt. Die durchgezogenen
Linien in Fig. 2 zeigen die Nackenstütze 2 in zurückgeschobener Stellung
(geringste Höhe) des Polsterteiles 9, die gestrichelten Linien in der höchsten
Stellung. Auf Grund der gekrümmten Bauteile folgt die Höhenverstellung einer
Kreisumlaufbahn (siehe Strich-Punkt-Linie).
In Fig. 3 ist die Nackenstütze 2 in einer Standardstellung dargestellt
(durchgezogenen Linien), die gestrichelten Linien zeigen sie in einer nach vorn in
Richtung des Benutzers geneigten Stellung.
Fig. 4 zeigt einen Teillängsschnitt durch Nackenstütze und Rückenlehnenträger
des Bürodrehstuhles 1, aus welchem der genaue Aufbau der erfindungsgemäßen
Nackenstütze 2 hervorgeht. Die Nackenstütze 2 besteht aus einem tragenden
Rahmen mit zwei kreissegmentförmig gekrümmten Seitenstegen 8, von denen
aus Symmetriegründen nur ein Steg 8 in Fig. 4 abgebildet ist, sowie einer die
Stege 8 verbindenden Traverse 10 und einem gekrümmten Polsterteil 9. Das
Polsterteil 9 besteht aus einer u-förmigen Polsterplatte 11 und dem Polster 12
selbst.
Die Seitenstege 8 des Nackenstützenrahmens besitzen an ihrem unteren Ende
jeweils eine Gelenkpfanne 16. Sie verfügen außerdem über eine innenseitige
Führungsnut 13. Die Polsterplatte 11 ist seitlich jeweils mit Nutensteinen 14
versehen, welche in der Führungsnut 13 geführt werden. Die Traverse 10 weist
eine mittig angeordnete Führungsbahn 15 auf, in welcher die Polsterplatte 11
zusätzlich geführt wird. Durch Verschiebung der Polsterplatte 11 in der
Führungsnut 13 bzw. Führungsbahn 15 wird somit die Höhenverstellung der
Nackenstütze 2 realisiert.
Die Rückenlehne 4 weist einen Rückenlehnenrahmen 17 mit zwei Gelenkpfannen
18 auf, welche mit den beiden Gelenkpfannen 16 an den Seitenstegen 8 der
Nackenstütze 2 korrespondieren. In den Gelenkpfannen 16 des
Rückenlehnenrahmens 17 sind jeweils zwei Tellerfedern 19 axial angeordnet.
Eine Schraubverbindung 20 hält einerseits die beiden Gelenkpfannen 16, 18
zusammen, andererseits dient sie dazu, die Tellerfedern 19 derart vorzuspannen,
daß ein bestimmter Reibwert zwischen den beiden Gelenkpfannen 16 des
Rahmens der Nackenstütze 2 und den beiden Gelenkpfannen 18 an der
Rückenlehne 4 wirksam wird und so ein bestimmter Widerstand der
Neigungsverstellung resultiert. Der Widerstand des Neigungsgelenkes 5 ist
notwendig, damit die Nackenstütze einerseits das Kopfgewicht hält und
andererseits eine situative Verstellung der Neigung zuläßt. Mit der
erfindungsgemäßen Lösung kann somit ein Nutzer des Bürostuhles individuell
einstellen, wie schwergängig das Gelenk verstellbar ist.
Fig. 5 zeigt in einer Seitendarstellung die Nackenstütze 2 mit Montagebauteilen
21, 22. Aus Gründen der Montierbarkeit der Nackenstütze 2 ist an der u-förmige
Polsterplatte 11 zwecks Aufklappbarkeit ihrer Stege ein Filmscharnier 21
angeordnet. Auf diese Weise kann das u-förmige Polsterteil 9
auseinandergeklappt und einfach über die Traverse 10 des Rahmens der
Nackenstütze 2 gebracht werden. Danach werden die beiden Stege des
Polsterteiles 9 von unten mittels Verbindungselemente 22, hier Schrauben,
miteinander verbunden, so daß das Polsterteil fest am Rahmen angebracht ist
und während der Benutzung nicht verrutscht.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene
Ausführungsbeispiel beschränkt.
1
Bürodrehstuhl
2
Nackenstütze
3
Träger
4
Rückenlehne
5
Gelenkverbindung
6
Monitor
7
Sichtlinie
8
Seitensteg
9
Polsterteil
10
Traverse
11
Polsterplatte
12
Polster
13
seitliche Führungsnut in Pos.
8
14
Nutenstein von Pos.
11
15
Führungsbahn in Pos.
10
16
Gelenkpfanne in Pos.
8
17
Rahmen von Pos.
4
18
Gelenkpfanne in Pos.
17
19
Tellerfeder
20
Schraubverbindung
21
Filmscharnier
22
Verbindungsmittel
Claims (4)
1. Nackenstütze (2) für einen Bürodrehstuhl (1) mit einer zwecks
Neigungsverstellung beweglich an einem Träger (3) gelagerten
Rückenlehne (4) und mit einer zwischen Rückenlehne (4) und
Nackenstütze (2) angeordneten Gelenkverbindung (5) mit einem
Neigungswiderstand zur Verstellung der Neigung der Nackenstütze (2),
dadurch gekennzeichnet, daß die Nackenstütze (2) höhenverstellbar ist,
wobei die Höhenverstellung einer Kreisumlaufbahn folgend ausgebildet ist,
und daß der Neigungswiderstand der Nackenstütze (2) einstellbar ist.
2. Nackenstütze (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nackenstütze (2) aus einem tragenden Rahmen mit zwei gekrümmten
Seitenstegen (8), welche jeweils eine Gelenkpfanne (16) aufweisen, sowie
mit einer Traverse (10) besteht und aus einem gekrümmten Polsterteil (9),
bestehend aus einer u-förmigen Polsterplatte (11) mit Nutensteinen (14)
und dem Polster (12) selbst, wobei die Seitenstege (8) eine innenseitige
Führungsnut (13) zur Aufnahme der Nutensteine (14) der Polsterplatte (11)
aufweisen und die Traverse (10) eine mittig angeordnete Führungsbahn
(15) zur Führung der Polsterplatte (11) aufweist.
3. Nackenstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückenlehne (4) einen Rückenlehnenrahmen (17) mit zwei Gelenkpfannen
(18) aufweist, welche jeweils mit den Gelenkpfannen (16) des Rahmens der
Nackenstütze (2) korrespondieren, wobei in den Gelenkpfannen (16) des
Rückenlehnenrahmens (17) jeweils zwei Tellerfedern (19) axial angeordnet
sind, welche mittels einer die Gelenkpfannen (16, 18) des Rahmens der
Rückenlehne (4) und des Rahmens der Nackenstütze (2) verbindenden
Schraubverbindung (20) vorspannbar sind.
4. Nackenstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus
Montagegründen die u-förmige Polsterplatte (11) zwecks Aufklappbarkeit
ihrer Stege oben ein Filmscharnier (21) aufweist und die Stege an ihrem
unteren Ende mittels Verbindungsmitteln (22), vorzugsweise Schrauben,
verbindbar sind.
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