DE10042612A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen einer inneren Oberfläche und Kraftstoffeinspritzdüse - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen einer inneren Oberfläche und KraftstoffeinspritzdüseInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zum Schleifen einer inneren Oberfläche offenbart, umfassend: Anlegen einer Spannung zwischen einer Metallbindungs-Schleifscheibe 10, die aus Schleifkörnern und einem leitfähigen Bindungsabschnitt zum Fixieren der Schleifkörner gebildet ist, und einem leitfähigen Werkstück 1; Liefern einer leitfähigen Schleifflüssigkeit zwischen die Schleifscheiben und das Werkstück, um auf der Oberfläche des leitfähigen Bindungsabschnitts der Schleifscheibe einen nichtleitenden Film zu bilden; anschließend Bringen der Schleifscheibe in Kontakt mit dem Werkstück, um einen Teil der Oberflächenschicht des nichtleitenden Films an einem Kontaktpunkt zu entfernen; Abrichten des leitfähigen Bindungsabschnitts, der den nichtleitenden Film enthält, durch schwache Elektrolyse; und gleichzeitig Schleifen des Werkstücks mit der Schleifscheibe. Dadurch können die inneren Oberflächen eines tiefen und feinen Lochs, wie z. B. die Führungs- und Schichtoberflächen einer Kraftstoffeinspritzdüse, mit hoher Präzision, hoher Qualität und hohem Wirkungsgrad geschliffen werden, ohne daß eine Läpp- oder Einlaufoperation über eine lange Zeit ausgeführt wird.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Schleifen einer inneren Oberflä
che, mit denen eine innere Oberfläche eines tiefen und
feinen Lochs, wie z. B. einer Kraftstoffeinspritzdüse,
geschliffen wird, und auf die Kraftstoffeinspritzdüse.
In den letzten Jahren sind die Abgasvorschriften für
Kraftfahrzeuge infolge der Umweltprobleme strenger gewor
den, wobei bei einer Kraftstoffeinspritzpumpe eines Die
selmotors die Erhöhung des Drucks der Kraftstoffeinsprit
zung vorangetrieben worden ist, um die Partikel im Abgas
zu vermindern.
Die Fig. 1A, 1B zeigen ein Beispiel einer herkömmlichen
Kraftstoffeinspritzdüse (in diesem Beispiel eine lochför
mige Düse). Die Kraftstoffeinspritzdüse spritzt von einer
Pumpe geförderten und mit hohem Druck beaufschlagten
Kraftstoff in einem Sprühzustand in eine Brennkammer ei
nes Motors, wobei in die Mitte eines Düsenhauptkörpers 1
ein Nadelventil 2 in einer axialen Richtung beweglich
eingefügt ist und durch eine (nicht gezeigte) Feder nach
unten gedrückt wird. In einem spitzen Ende des Düsen
hauptkörpers 1 (unteres Ende in der Zeichnung) sind ein
Düsenloch 1a, eine konische Schichtoberfläche 1b und eine
zylindrische Führungsoberfläche 1c angeordnet, ferner ist
ein spitzes Ende 2a der Nadeldüse 2 mit der Schichtober
fläche 1b verbunden und wird ein Mittelabschnitt 2b durch
die Führungsoberfläche 1c geführt, wobei gleichzeitig ein
Spalt abgedichtet wird. Wenn der mit hohem Druck beauf
schlagte Kraftstoff von der Pumpe zwischen die Schicht
oberfläche 1b und die Führungsoberfläche 1c gefördert
wird, hebt dieser Druck die Nadeldüse 2 gegen die Feder,
wobei der Kraftstoff durch das Düsenloch 1a durch den
Spalt zwischen der Schichtoberfläche 1b und dem spitzen
Ende 2a der Nadeldüse 2 eingespritzt wird. Die Einsprit
zung vermindert einen inneren Druck, die Feder drückt die
Nadeldüse 2 auf die Schichtoberfläche 1b, und die Ein
spritzung endet.
In der obenerwähnten Kraftstoffeinspritzdüse wird die An
passung an die Verbrennung z. B. durch das Auswählen der
Anzahl der Düsenlöcher, des Durchmessers der Düsenlöcher
und der Einspritzrichtung ausgeführt. Um darüber hinaus
das "nachfolgende Tropfen" zu vermindern, das im Auspuff
Kohlenwasserstoff (HC) erzeugt, wie in Fig. 1C gezeigt
ist, wird eine Schichtlochdüse oder dergleichen verwen
det, in der ein Volumen des Kraftstoffreservoirs des Dü
senlochabschnitts vermindert ist.
Wie oben beschrieben, müssen für die Kraftstoffeinspritz
düse speziell die Schichtoberfläche 1b und die Führungs
oberfläche 1c des Düsenhauptkörpers 1 das Nadelventil 2
berühren, den Spalt abdichten und das Ventil führen. Des
halb müssen die Schichtoberfläche 1b und die Führungs
oberfläche 1c mit einer hohen Präzision und mit einer ho
hen Qualität bearbeitet werden.
Weil jedoch die Führungsoberfläche 1c ein feines Loch de
finiert, z. B. mit einem Innendurchmesser von ungefähr
4 mm, und weil die Schichtoberfläche 1b auf der Unter
seite des feinen Loches angeordnet ist, ist es bisher
schwierig gewesen, die Führungs- und Schichtoberflächen
zu bearbeiten.
Genauer werden bei einer herkömmlichen Technik durch me
chanisches Bearbeiten der Führungs- und Schichtoberflä
chen unter Verwendung freier Schleifkörner für die Wie
derholung des Läppens (die insbesondere für die Schicht
oberfläche Schicht-Läppwerkzeug genannt werden) und fer
ner gegebenenfalls durch Ausführen einer Einlaufoperation
diese inneren Oberflächen geglättet, um die gewünschte
Oberflächenrauheit zu erhalten. Selbst wenn das Läppen
unter Verwendung freier Schleifkörner wiederholt wird,
liegt die Oberflächenrauheit Rz jedoch in der Größenord
nung von 0,8 bis 1,2 µm, wobei, um mehr Oberflächenrau
heit zu erhalten, die Einlaufoperation für eine lange
Zeit notwendig ist. Deshalb ist in der herkömmlichen
Technik nicht nur ein hoher Arbeitsaufwand für das Reini
gen erforderlich, das von dem Läppen begleitet wird, son
dern es ist außerdem eine lange Zeit für das Läppen, das
Reinigen und die Einlaufoperation erforderlich, wobei das
Problem besteht, daß die Produktivität niedrig ist.
Andererseits haben der Anmelder u. a. ein elektrolyti
sches Schleifverfahren mit dem Abrichten während der Be
arbeitung (das im folgenden als ELID-Schleifverfahren be
zeichnet wird) als ein Schleifmittel zum Ausführen eines
hochgradig effizienten und extrafeinen Schleifens von
Spiegeloberflächen, das mit einer herkömmlichen Schleif
technik unmöglich ist, entwickelt und veröffentlicht. Das
ELID-Schleifverfahren umfaßt das Auflösen eines leitfähi
gen Bindungsabschnitts einer Metallbindungs-Schleif
scheibe durch elektrolytisches Abrichten, um das Abrich
ten und das Schleifen gleichzeitig auszuführen. Gemäß dem
Schleifverfahren ist durch die Metallbindungs-Schleif
scheibe, die feine Schleifkörner enthält, eine effiziente
Bearbeitung von Spiegeloberflächen mit Bezug auf ein be
sonders hartes Material möglich, wobei es das Merkmal be
sitzt, daß eine hochgradig effiziente, extrafeine Bear
beitung verwirklicht wird.
Weil die Schleifscheibe während der Bearbeitung der Elek
trolyse ausgesetzt ist, ist jedoch bei dem ELID-Schleif
verfahren ein Zwischenraum zum Installieren einer Elek
trode in einem Abschnitt, der von dem Bearbeitungsab
schnitt verschieden ist, wesentlich. Deshalb ist es bei
den Führungs- und Schichtoberflächen der Kraftstoffein
spritzdüse und einer weiteren inneren Oberfläche eines
tiefen und feinen Lochs unmöglich, die Elektrode in der
Umgebung der Schleifscheiben-Bearbeitungsoberfläche zu
installieren.
Um das Problem zu lösen, haben der Erfinder u. a. ein
"Electrolytic Interval Dressing Grinding Method"
entwickelt und eine Anmeldung eingereicht (Offenlegungs
schrift der japanischen Patentanmeldung Nr. 115867/1992).
Wie in Fig. 2 schematisch gezeigt ist, umfaßt dieses Ver
fahren das Anordnen einer Elektrode 5 in einem Abstand
von dem zu schleifenden Material 1 (Werkstück), das Hin-
und Herbewegen/Antreiben einer leitfähigen Schleifscheibe
4, wobei zwischen dem Werkstück 1 und der Elektrode 5
eine Spannung angelegt ist, das Einbringen einer leitfä
higen Schleifflüssigkeit zwischen der leitfähigen
Schleifscheibe 4 und der Elektrode 5, und das abwech
selnde Ausführen des elektrolytischen Abrichtens und des
Schleifens.
Weil in diesem Verfahren das elektrolytische Abrichten
und das Schleifen abwechselnd ausgeführt werden, ist der
Wirkungsgrad des Schleifens jedoch niedrig, wobei es un
möglich ist, das Verfahren besonders auf die Unterseite
des tiefen und feinen Lochs, wie z. B. die Schichtober
fläche der Kraftstoffeinspritzdüse, anzuwenden.
Darüber hinaus haben der Erfinder u. a. "Energizing Dres
sing Grinding Method and Apparatus" entwickelt und eine
Anmeldung eingereicht (japanische Patentanmeldung
Nr. 45437/1998, nicht offengelegt). Wie in Fig. 3 schema
tisch gezeigt ist, umfaßt diese Einrichtung eine halblei
tende Schleifscheibe 6, die aus Schleifkörnern und einem
halbleitenden Bindungsabschnitt zum Befestigen der Körner
gebildet ist, eine Einrichtung 7 zum Anlegen einer Span
nung zwischen der Schleifscheibe und dem leitfähigen
Werkstück 1 und eine Schleifflüssigkeits-Liefereinrich
tung 8 zum Liefern einer leitfähigen Schleifflüssigkeit
zwischen die Schleifscheibe und das Werkstück. Das Ver
fahren umfaßt das Bringen der Schleifscheibe 6 in Kontakt
mit dem Werkstück 1, das Abrichten des Bindungsabschnitts
der Schleifscheibe in einem Kontaktpunkt durch Elektro
lyse und das gleichzeitige Schleifen des Werkstücks mit
der Schleifscheibe. Außerdem bezeichnet 7a in
Fig. 3 eine Spannungsquelle, 7b eine Spannungsversorgung
und 8a eine Düse.
Weil die Schleifscheibe 6 aus den Schleifkörnern und dem
halbleitenden Bindungsabschnitt zum Befestigen der Körner
gebildet ist, kann die Schleifscheibe in direkten Kontakt
mit der Bearbeitungsoberfläche des Werkstücks 1 gebracht
und elektrolytisch abgerichtet werden. Weil jedoch die
Schleifscheibe eine geringe mechanische Festigkeit auf
weist und stark abgenutzt wird, ändert sich bei der An
wendung der Einrichtung auf das tiefe und feine Loch, wie
z. B. der Kraftstoffeinspritzdüse, der Durchmesser der
Schleifscheibe weitestgehend durch den Verschleiß der
Schleifscheibe, wobei das Problem besteht, daß die hohe
Präzision nicht aufrechterhalten werden kann.
Die vorliegende Erfindung ist entwickelt worden, um die
obenerwähnten Probleme zu lösen. Genauer ist es eine Auf
gabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und - eine
Vorrichtung zum Schleifen einer inneren Oberfläche, bei
denen innere Oberflächen eines tiefen und feinen Lochs,
wie z. B. die Führungs- und Schichtoberflächen einer
Kraftstoffeinspritzdüse, mit hoher Präzision, mit hoher
Qualität und mit hohem Wirkungsgrad ohne Ausführung einer
Läpp- oder Einlaufoperation für lange Zeit geschliffen
werden können, sowie eine Kraftstoffeinspritzdüse zu
schaffen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum
Schleifen einer inneren Oberfläche geschaffen, das die
folgenden Schritte umfaßt: Anlegen einer Spannung zwi
schen einer Metallbindungs-Schleifscheibe (10), die aus
Schleifkörnern und einem leitfähigen Bindungsabschnitt
zum Befestigen der Schleifkörner gebildet ist, und einem
Werkstück (1), das leitfähig ist; Liefern einer leitfähi
gen Schleifflüssigkeit zwischen die Schleifscheibe und
das Werkstück, um einen nichtleitenden Film auf der Ober
fläche des leitfähigen Bindungsabschnitts der Schleif
scheibe zu bilden; anschließend Bringen der Schleif
scheibe in Kontakt mit dem Werkstück, um einen Abschnitt
der Oberflächenschicht des nichtleitenden Films in einem
Kontaktpunkt zu entfernen; Abrichten des leitfähigen Bin
dungsabschnitts, der den nichtleitenden Film enthält,
durch schwache Elektrolyse; und gleichzeitiges Schleifen
des Werkstücks mit der Schleifscheibe.
Darüber hinaus wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine
Vorrichtung zum Schleifen einer inneren Oberfläche ge
schaffen, mit: einer Metallbindungs-Schleifscheibe (10),
die aus Schleifkörnern und einem leitfähigen Bindungsab
schnitt zum Befestigen der Schleifkörner gebildet ist;
einer Einrichtung (12) zum Anlegen einer Spannung zwi
schen der Schleifscheibe und einem leitfähigen Werkstück
(1); und einer Schleifflüssigkeits-Liefereinrichtung (14)
zum Liefern einer leitfähigen Schleifflüssigkeit zwischen
die Schleifscheibe und das Werkstück, wobei auf der Ober
fläche des leitfähigen Bindungsabschnitts ein nichtlei
tender Film gebildet wird die Schleifscheibe nachfolgend
in Kontakt mit dem Werkstück gebracht wird, um einen Ab
schnitt der Oberflächenschicht des nichtleitenden Films
in einem Kontaktpunkt zu entfernen, und der leitfähige
Bindungsabschnitt, der den nichtleitenden Film enthält,
durch schwache Elektrolyse abgerichtet wird; während
gleichzeitig das Werkstück mit der Schleifscheibe ge
schliffen wird.
Weil gemäß dem Verfahren und der Vorrichtung der vorlie
genden Erfindung der nichtleitende Film auf der Oberflä
che des leitfähigen Bindungsabschnitts der Schleifscheibe
gebildet wird, die Schleifscheibe nachfolgend in Kontakt
mit dem Werkstück gebracht wird, um den Abschnitt der
Oberflächenschicht des nichtleitenden Films in einem Kon
taktpunkt zu entfernen, und der leitfähige Bindungsab
schnitt, der den nichtleitenden Film enthält, durch die
schwache Elektrolyse abgerichtet wird, verhindert der
nichtleitende Film, daß ein Funken zwischen dem Bindungs
abschnitt der Schleifscheibe und dem Werkstück erzeugt
wird, wobei der Bindungsabschnitt der Schleifscheibe in
dem Kontaktpunkt durch Elektrolyse abgerichtet wird, wo
bei die Schleifscheibe abgerichtet werden kann. Deshalb
kann die Schleifscheibe unverändert mit dem Werkstück in
Kontakt gebracht werden, wobei gleichzeitig das Werk
stück geschliffen werden kann.
Darüber hinaus wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine
Oberflächenrauheit einer konischen und/oder zylindrischen
inneren Oberfläche auf Rz 0,5 µm oder weniger bearbeitet.
Darüber hinaus werden die Schichtoberfläche und/oder die
Führungsoberfläche einer Kraftstoffeinspritzdüse durch
dieses Verfahren bearbeitet. Die Oberflächenrauheit hat
bisher selbst bei der Verwendung freier Schleifkörner, um
das Läppen zu wiederholen, in der Größenordnung von Rz
0,8 bis 1,2 µm gelegen, aber durch das vorliegende Ver
fahren kann durch das ELID-Schleifen eine überragende
Spiegeloberfläche erhalten werden. Durch das Schleifen
der Schichtoberfläche und/oder der Führungsoberfläche
durch das ELID-Schleifen kann nicht nur eine Spiegelober
fläche mit hoher Präzision und hoher Qualität erhalten
werden, sondern es kann außerdem die Schärfe der Schleif
scheibe mit einem kleinen Bearbeitungswiderstand für
lange Zeit gehalten werden, ferner zeigt die Schleif
scheibe einen geringen Verschleiß, weshalb das Schleifen
für lange Zeit mit hohem Wirkungsgrad ausgeführt werden
kann, wobei die Produktivität zunehmend verbessert werden
kann.
Andere Aufgaben und vorteilhafte Merkmale der vorliegen
den Erfindung werden deutlich anhand der folgenden Be
schreibung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung.
Die Fig. 1A, 1B, 1C sind erläuternde Ansichten einer
Kraftstoffeinspritzdüse.
Fig. 2 ist eine schematische Ansicht des Standes der
Technik des Anmelders u. a.
Fig. 3 ist eine schematische Ansicht des weiteren Standes
der Technik des Anmelders u. a.
Die Fig. 4A, 4B, 4C sind schematische Ansichten, die eine
Struktur einer Schleifvorrichtung für eine innere Ober
fläche gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen.
Fig. 5 ist eine Darstellung, die eine Beziehung zwischen
einer Schleifkorngröße und der Rauheit der Bearbeitungs
oberfläche zeigt.
Fig. 6 ist eine Darstellung, die eine Beziehung zwischen
einer Schleifkorngröße und einem Schleifverhältnis zeigt.
Im folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die Zeichnung be
schrieben. Außerdem sind in den jeweiligen Figuren ge
meinsame Teile mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet,
wobei eine redundante Beschreibung weggelassen ist.
Die Fig. 4A, 4B, 4C sind schematische Ansichten der
Struktur einer Schleifvorrichtung für eine innere Ober
fläche gemäß der vorliegenden Erfindung. In der Zeichnung
ist Fig. 4A eine Schnittansicht eines zu schleifenden Ma
terials (Werkstück). In diesem Beispiel ist ein Werkstück
1 ein Düsenhauptkörper einer Kraftstoffeinspritzdüse, wo
bei eine konische Schichtoberfläche 1b und eine zylindri
sche Führungsoberfläche 1c als innere Oberflächen eines
tiefen und feinen Lochs, das in der Mitte des Düsenhaupt
körpers 1 angeordnet ist, als die Bearbeitungsoberflächen
verwendet werden. Die Führungsoberfläche 1c ist ein fei
nes Loch, z. B. mit einem inneren Durchmesser von unge
fähr 4 mm, während die Schichtoberfläche 1b eine abge
schrägte Oberfläche ist, die in der Unterseite des feinen
Lachs angeordnet ist.
Fig. 4B zeigt eine Schleifvorrichtung für eine innere
Oberfläche zum Bearbeiten der Führungsoberfläche 1c, wäh
rend Fig. 4C eine Schleifvorrichtung für eine innere
Oberfläche zum Bearbeiten der Schichtoberfläche 1b zeigt.
Außerdem sind stimmen die Fig. 4B und 4C mit Ausnahme der
Schleifscheibe überein, wobei aus Fig. 4C ein Teil wegge
lassen ist.
Wie in den Fig. 4B und 4C gezeigt ist, ist die Schleif
vorrichtung für eine innere Oberfläche der vorliegenden
Erfindung mit einer Metallbindungs-Schleifscheibe 10, ei
ner Einrichtung 12 zum Anlegen einer Spannung und einer
Schleifflüssigkeits-Liefereinrichtung 14 versehen.
Die Metallbindungs-Schleifscheibe 10 umfaßt einen Wellen
abschnitt 10a der Schleifscheibe aus einem gut leitenden
Metall und einen Schleifscheibenabschnitt 10b, der an ei
nem spitzen Ende des Wellenabschnitts (linkes Ende der
Zeichnung) angeordnet ist. Der Wellenabschnitt 10a der
Schleifscheibe wird von einer (nicht gezeigten) Antriebs
vorrichtung um eine axiale Mitte gedreht/angetrieben, wo
bei er sich entlang der Bearbeitungsoberfläche hin- und
herbewegt.
Der Schleifscheibenabschnitt 10b umfaßt Schleifkörner
(z. B. Diamant oder CBN) und einen leitfähigen Bindungs
abschnitt (Metallbindungsabschnitt) zum Befestigen der
Körner. Der Metallbindungsabschnitt kann durch Schmelzen
und Erstarren von Gußeisen, Bronze und anderen Metallen
gebildet werden. In dem Beispiel nach Fig. 4B wird der
Schleifscheibenabschnitt 10b in einer zylindrischen Ober
fläche gebildet, die einen Durchmesser aufweist, der ein
wenig kleiner als ein innerer Durchmesser (ungefähr 4 mm)
der zylindrischen Führungsoberfläche 1c ist. Darüber hin
aus besitzt in dem Beispiel nach Fig. 4C der Schleif
scheibenabschnitt eine konische Oberfläche, die einen
Neigungswinkel, der gleich demjenigen der konischen
Schichtoberfläche 1b ist, und einen maximalen Durchmes
ser, der ein wenig kleiner als derjenige der Schichtober
fläche 1b ist, aufweist.
Die Einrichtung 12 zum Anlegen einer Spannung ist mit ei
ner Spannungsquelle 12a, einer Bürste 12b und einer Lei
stungsleitung 12c zum elektrischen Verbinden des Werk
stücks 1 und des Wellenabschnitts 10a der Schleifscheibe
mit der Spannungsquelle versehen, wobei eine Spannung
zwischen der Schleifscheibe 10 und dem Werkstück 1
angelegt ist. Für die Spannungsquelle 12a ist eine
Konstantstromtyp-ELID-Spannungsquelle vorzuziehen, die
eine impulsförmige Gleichspannung liefern kann. In diesem
Beispiel berührt die Bürste 12b direkt die äußere
Oberfläche des Wellenabschnitts 10a der Schleifscheibe,
um + an die Schleifscheibe 10 und - an das Werkstück 1
anzulegen. Außerdem wird das Werkstück 1 durch die (nicht
gezeigte) Antriebsvorrichtung um seine axiale Mitte
gedreht/angetrieben.
Die Schleifflüssigkeits-Liefereinrichtung 14 ist mit ei
ner Düse 14a, die in Richtung eines Kontaktabschnitts der
Schleifscheibe 10 und des Werkstücks 1 positioniert ist,
und einer Schleifflüssigkeitsleitung 14b zum Liefern ei
ner leitfähigen Schleifflüssigkeit an die Düse 14a verse
hen, wobei die leitfähige Schleifflüssigkeit zu dem Kon
taktabschnitt der Schleifscheibe 10 (d. h. dem Schleif
scheibenabschnitt 10b) und dem Werkstück 1 geliefert
wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung, die die obenerwähnte
Schleifvorrichtung für eine innere Oberfläche verwendet,
umfaßt das Schleifverfahren für eine innere Oberfläche:
Anlegen der Spannung zwischen die Metallbindungs-Schleif
scheibe 10 und das leitfähige Werkstück 1; ferner Liefern
der leitfähigen Schleifflüssigkeit zwischen die Schleif
scheibe und das Werkstück, um einen nichtleitenden Film
auf der Oberfläche der Schleifscheibe zu bilden; Bilden
des nichtleitenden Films auf der Oberfläche des leitfähi
gen Bindungsabschnitts; anschließend Bringen der Schleif
chenschicht des nichtleitenden Films zu entfernen; Ab
richten des leitfähigen Bindungsabschnitts, der den
nichtleitenden Film enthält, durch schwache Elektrolyse;
und gleichzeitig Schleifen des Werkstücks mit der
Schleifscheibe. Dabei verhindert der nichtleitende Film,
daß ein Funken zwischen dem Bindungsabschnitt der
Schleifscheibe und dem Werkstück erzeugt wird, wobei der
Bindungsabschnitt der Schleifscheibe in dem Kontaktpunkt
durch Elektrolyse abgerichtet wird, wobei die Schleif
scheibe abgerichtet werden kann. Deshalb kann die
Schleifscheibe unverändert mit dem Werkstück in Kontakt
gebracht werden, wobei das Werkstück gleichzeitig ge
schliffen werden kann.
Es wurden Experimente unter Verwendung einer scheibenför
migen Kupferelektrode, anfänglichem Abrichten und dem
ELID-Schleifen der vorliegenden Erfindung in der Reihen
folge des Entladungsabrichtens ausgeführt. Für das ELID-
Schleifen der vorliegenden Erfindung wurde die Bearbei
tung in drei Mustern von nur #325, #325 → #1200 und
#325 → #1200 → #4000 ausgeführt. Angesichts der Tatsa
che, daß ein Einfluß einer vorher bearbeiteten Oberfläche
beseitigt ist und ein des Verschleißbetrag der Schleif
scheibe klar gemessen werden kann, wurde eine Bearbei
tungstoleranz vergrößert. Um den Entladungsfunken zwi
schen der Schleifscheibe und dem Werkstück während des
ELID-Schleifens der vorliegenden Erfindung zu verhindern,
wurde die Spannung zwischen der Metallbindungs-Schleif
scheibe 10 und dem leitfähigen Werkstück 1 angelegt, wo
bei die leitfähige Schleifflüssigkeit zwischen die
Schleifscheibe und das Werkstück geliefert wurde, so daß
der nichtleitende Film im voraus auf der Oberfläche der
Schleifscheibe gebildet wurde. Um darüber hinaus die
Schleifscheibe in Kontakt mit dem Werkstück zu bringen
und den Bindungsabschnitt der Schleifscheibe in dem Kon
taktpunkt durch schwache Elektrolyse zu einem derartigen
Ausmaß abzurichten, daß der nichtleitende Film normal
bleibt, wurde der Spitzenstrom Ip auf 1 A gesetzt, was
die Hälfte oder weniger des Stroms während des normalen
ELID-Schleifens war. In der Tabelle 1 ist ein Experimen
talsystem gezeigt, während in der Tabelle 2 die Bearbei
tungsbedindungen gezeigt sind.
Ein Durchmesser der Schleifscheibe und ein innerer Durch
messer des Werkstücks wurden vor und nach der Bearbeitung
gemessen, während ein Betrag des Verschleißes der
Schleifscheibe und ein Betrag der Entfernung des Werk
stücks aus den Meßergebnissen berechnet wurden, wobei ein
Schleifverhältnis erhalten wurde. Fig. 5 ist ein Dia
gramm, das eine Beziehung zwischen einer erhaltenen
Schleifkorngröße und einer Rauheit der Bearbeitungsober
fläche zeigt, während Fig. 6 ein Diagramm ist, das eine
Beziehung zwischen einer Schleifkorngröße und einem
Schleifverhältnis zeigt.
Während der Bearbeitung wurde kein Entladungsfunken zwi
schen der Schleifscheibe und dem Werkstück festgestellt,
wobei selbst auf der Oberfläche der Schleifscheibe nach
der Bearbeitung keine besondere Abweichung festgestellt
wurde. Deshalb war selbst bei der gußeisengebundenen
Schleifscheibe durch das Bilden eines nichtleitenden
Films auf der Oberfläche der Schleifscheibe und das Opti
mieren der Bearbeitungsbedingungen das ELID-Schleifen der
vorliegenden Erfindung möglich. Für die Rauheit der Bear
beitungsoberfläche nach der #4000-Bearbeitung wurde eine
sehr zufriedenstellende Rauheit von Rz 0,1 µm oder weni
ger erhalten. Weil die Deformation nach der Materialhär
tung groß war, war für #325 das Schleifverhältnis gering
fügig verschlechtert. Weil sich das Schleifverhältnis
schnell verschlechtert hat, ist für die ##4000-Schleif
scheibe bestätigt worden, daß es vorzuziehen ist, die Be
arbeitungstoleranz zu minimieren.
Wie oben beschrieben worden ist, weisen das Verfahren und
die Vorrichtung zum Schleifen einer inneren Oberfläche
und die Kraftstoffeinspritzdüse der vorliegenden Erfin
dung die überragenden Wirkungen auf, daß die inneren
Oberflächen eines tiefen und feinen Lochs, wie z. B. die
Führungs- und Schichtoberflächen der Kraftstoffeinspritz
düse, mit hoher Präzision, hoher Qualität und hohem Wir
kungsgrad ohne Ausführung der Läpp- oder der Einlaufope
ration für eine lange Zeit geschliffen werden können.
Außerdem ist die vorliegende Erfindung nicht auf die
obenerwähnten Ausführungsformen oder Beispiele einge
schränkt, wobei sie selbstverständlich verschiedenartig
in einem Bereich modifiziert werden kann, der nicht vom
Geltungsbereich der vorliegenden Erfindung abweicht. In
dem obenerwähnten Beispiel ist z. B. die Bearbeitung der
Kraftstoffeinspritzdüse ausführlich beschrieben worden,
die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht darauf einge
schränkt, vielmehr kann sie allgemein auf das Schleifen
einer inneren Oberfläche des tiefen und feinen Lochs an
gewendet werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Schleifen einer inneren Oberfläche,
das die folgenden Schritte umfaßt: Anlegen einer Spannung
zwischen einer Metallbindungs-Schleifscheibe (10), die
aus Schleifkörnern und einem leitfähigen Bindungsab
schnitt zum Befestigen der Schleifkörner gebildet ist,
und einem leitfähigen Werkstück (1); Liefern einer leit
fähigen Schleifflüssigkeit zwischen die Schleifscheibe
und das Werkstück, um auf der Oberfläche des leitfähigen
Bindungsabschnitts der Schleifscheibe einen nichtleiten
den Film zu bilden; anschließend Bringen der Schleif
scheibe in Kontakt mit dem Werkstück, um einen Abschnitt
der Oberflächenschicht des nichtleitenden Films in einem
Kontaktpunkt zu entfernen; Abrichten des leitfähigen Bin
dungsabschnitts, der den nichtleitenden Film enthält,
durch schwache Elektrolyse; und gleichzeitig Schleifen
des Werkstücks mit der Schleifscheibe.
2. Verfahren zum Schleifen einer inneren Oberfläche
nach Anspruch 1, bei dem eine Oberflächenrauheit einer
konischen und/oder zylindrischen inneren Oberfläche auf
Rz 0,5 µm oder weniger bearbeitet wird.
3. Vorrichtung zum Schleifen einer inneren Oberflä
che, mit: einer Metallbindungs-Schleifscheibe (10), die
aus Schleifkörnern und einem leitfähigen Bindungsab
schnitt zum Befestigen der Schleifkörner gebildet ist;
einer Einrichtung (12) zum Anlegen einer Spannung zwi
schen der Schleifscheibe und einem leitfähigen Werkstück
(1); und einer Schleifflüssigkeits-Liefereinrichtung (14)
zum Liefern einer leitfähigen Schleifflüssigkeit zwischen
die Schleifscheibe und das Werkstück, wobei auf der Ober
fläche des leitfähigen Bindungsabschnitts ein nichtlei
tender Film gebildet wird, die Schleifscheibe anschlie
ßend mit dem Werkstück in Kontakt gebracht wird, um einen
Abschnitt der Oberflächenschicht des nichtleitenden Films
in einem Kontaktpunkt zu entfernen, und der leitfähige
Bindungsabschnitt, der den nichtleitenden Film enthält,
durch schwache Elektrolyse abgerichtet wird; während
gleichzeitig das Werkstück mit der Schleifscheibe ge
schliffen wird.
4. Kraftstoffeinspritzdüse, bei der eine
Schichtoberfläche und/oder eine Führungsoberfläche durch
das Verfahren nach Anspruch 2 bearbeitet werden.
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