DE10040965A1 - Zahnpumpe mit Schrägverzahnung - Google Patents
Zahnpumpe mit SchrägverzahnungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Zahnpumpe, speziell eine Innenzahnringpumpe, zur Förderung von Fluiden mit einem Gehäuse mit Fluidein- und Fluidauslassöffnungen, und mit einem ersten gezahnten Rotor, der mit einem zweiten gezahnten Rotor drehend eingreift, wobei die Verzahnung im Eingriff zwischen dem ersten und dem zweiten Rotor eine Schrägverzahnung ist. Ferner betrifft sie einen entsprechenden Radsatz und geeignete Verwendungen hierfür.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zahnpumpe, speziell eine Innenzahnringpumpe, zur
Förderung von Fluiden mit einem Gehäuse mit Fluidein- und Fluidauslassöffnungen, und
mit einem ersten gezahnten Rotor, der mit einem zweiten gezahnten Rotor drehend ein
greift. Die Erfindung betrifft ferner einen Radsatz für eine solche Zahnpumpe und verschie
dene Verwendungen des Radsatzes.
Zahnpumpen der vorgenannten Gattung werden meist als Zahnring-Ölpumpen für Verbren
nungsmotoren und als Ölversorgungspumpen für Getriebe verwendet, und sie dienen der
Versorgung des Motors mit Schmieröl, der Kühlung von Zylindern und der Steuerung di
verser Verstellmechanismen, wobei in Getrieben eine Ölpumpe diverse Schaltelemente mit
Drucköl beaufschlagt, Öl zur Kühlung des Drehmomentenwandlers liefert und für die
Druckumlaufschmierung der Zahnräder sorgt.
Dabei gewinnt die Geräuscharmut der Pumpe zunehmend an Bedeutung. Maßgeblich hierfür
ist eine möglichst geringe Druckpulsation des Ölvolumenstromes, die Eingriffsverhältnisse
der Verzahnung und die Gestaltung des Flankenspiel zwischen den Rädern. Auch der volu
metrische Wirkungsgrad spielt eine große Rolle, und er hängt insbesondere bei Zahnring
pumpen vom Zahnflankenspiel ab. Die Eingriffsverhältnisse und der Abwälzvorgang beein
flussen ebenfalls maßgeblich die Geräuschbildung der Pumpe.
Bekannte Zahnringpumpen werden geradverzahnt ausgeführt, d. h. die Zahnflanken der
Räder erstrecken zur Gänze im rechten Winkel zur Stirnfläche. Diese Zahnflankenausrich
tung trägt nicht gerade zur Laufruhe der Stirnradpaarung bei und außerdem entstehen
Druckspitzen in der Fluidströmung, da die Förderzellen beim Überlauf über die Fluidein-
bzw. Fluidauslassöffnungen sehr plötzlich mit dem geförderten Medium in Verbindung gebracht
werden. Insgesamt erzeugen solche Zahnringpumpen nach dem Stand der Technik
noch eine zu starke Geräuschentwicklung.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Zahnpumpe bereitzustellen, welche die
Nachteile des Standes der Technik überwindet und insbesondere möglichst geräuscharm
arbeitet. Außerdem soll ein entsprechender Radsatz bereitgestellt werden.
Die oben genannte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einer erfindungsgemäßen Zahn
pumpe bzw. bei einem erfindungsgemäßen Radsatz für eine solche Zahnpumpe die Verzah
nung im Eingriff zwischen dem ersten und dem zweiten Rotor als Schrägverzahnung ausge
bildet wird.
Eine solche Schrägverzahnung hat den Vorteil der besseren Laufruhe durch den allmähli
chen Eingriff an den Zahnflanken, und außerdem erfolgt der Füll- und Entleerungsvorgang
der Förderzellen in sanfterer Weise, was zur Senkung der Druckpulsation beiträgt. Die
Schrägstellung der Zähne ermöglicht ferner die Senkung der Quetschölverluste, was sich
positiv im hydraulisch-mechanischen Wirkungsgrad niederschlägt.
In bevorzugter Ausführung ist die erfindungsgemäße Zahnpumpe eine innenverzahnte Zahn
ringpumpe, wobei der erste Rotor ein Innenrotor bzw. ein Ritzel und der zweite Rotor ein
Außenrotor bzw. ein Hohlrad ist.
Bei erfindungsgemäßen Innenzahnringpumpen ist das Hohlrad in einem Gehäuse mit einem
radialen Spiel untergebracht, das groß genug ist, um die von der Welle z. B. eines Kurbel
triebs aufgezwungenen radialen Bewegungen des Ritzels aufzunehmen. Die eigentliche La
gerung des Hohlrades erfolgt auf der Ritzelverzahnung, die gegenüber den Hohlzahnrädern
ein minimales erforderliches Spiel aufweist.
Die Gestalt der Schrägverzahnung und insbesondere der Schrägungswinkel, mit dem im
Rahmen dieser Beschreibung der Winkel zwischen der jeweiligen Radstirnseite und den
Zahnflanken gemeint ist, hängt stark von der Gesamtkonstruktion ab. Insgesamt lässt sich
sagen, dass die Schrägverzahnung einen Schrägungswinkel von etwa 1° bis 80°, insbeson
dere 1 bis 45° und bevorzugt 1° bis 15° aufweist.
Insbesondere wird der Schrägungswinkel in Abhängigkeit von der Rotorbreite nur so groß
gewählt, dass Kurzschlüsse der Fluidströmung zwischen Fluidein- und Fluidauslassöffnun
gen des Gehäuses vermieden werden, wobei dünnere Radsätze einen höheren Schrägungs
winkel aufweisen können als dickere Radsätze.
Der Schrägungswinkel wird bevorzugt so gewählt, dass die Füllungs- und Entleerungsvor
gänge der Förderzellen optimiert werden, um Druckpulsationen und Quetschfluidverluste zu
vermeiden.
Die Verzahnung ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eine zum
Pumpen von Öl geeignete, links oder rechts geschrägte Verzahnung, insbesondere eine
Zykloidenverzahnung. Ganz allgemein ist festzuhalten, dass die Verzahnung, solange sie
zum Pumpen eines gewählten Fluides geeignet ist, jedwede Zahnform aufweisen kann;
grundsätzlich ist z. B. auch die Verwendung einer Evolventenverzahnung oder Kreisbogen
verzahnung denkbar. Wobei das Profil aus geschlossenen Kurven oder bereichsweise ge
schlossenen Kurven bestehen kann.
Hergestellt werden die Rotoren im Rahmen der vorliegenden Erfindung aus einem oder
mehreren der folgenden Materialien:
- - Stahl,
- - gesinterte bzw. pulvermetallurgisch hergestellte Materialien,
- - Nichteisenmaterialien,
- - duro- bzw. thermoplastische Kunststoffe.
Eine Möglichkeit, solche schrägverzahnten Rotoren herzustellen besteht darin, die Stirnflä
che bei gleichzeitiger Drehung zu extrudieren. Eine Andere das Normalschnittprofil einer
geradverzahnten Pumpe zu verwenden, und das Stirnschnittprofil als um den Cosinus des
Schrägungswinkels gestrecktes Profil zu erzeugen.
Beim erfindungsgemäßen Radsatz ist die Verzahnung im Eingriff zwischen dem ersten und
dem zweiten Rotor eine Schrägverzahnung und die Rotoren können alle oben schon ange
sprochenen Merkmale aufweisen. Die vorliegende Erfindung zieht ferner verschiedene
Verwendungen eines solchen Radsatzes bzw. einer damit ausgestatteten Zahnringpumpe in
Betracht, nämlich einerseits die Verwendung für eine Öl-Zahnpumpe für Verbrennungsmo
toren, zweitens die Verwendung für eine Zahnpumpe zur Ölversorgung von Getrieben und
drittens die Verwendung als Zahnpumpe zur hydraulischen Steuerung von Verstellmecha
nismen bzw. Schaltelementen. Natürlich ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Zahnpumpe
bzw. des erfindungsgemäßen Radsatzes bei allen Anwendungsfällen denkbar, bei denen
Fluide gepumpt werden sollen, insbesondere dort, wo eine Geräuschentwicklung minimiert
und möglichst gleichmäßiger Volumenstrom erzeugt werden soll.
Die Aufnahme der Axialkräfte, die durch die Schrägstellung der Zähne entstehen, erfolgt
durch entsprechend geformte Anlaufflächen.
Die Erfindung wird im Weiteren anhand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 und 2 ein Ritzel eines erfindungsgemäßen Radsatzes für eine Zahnpumpe in
der Stirnansicht sowie in einer perspektivischen Darstellung; und
Fig. 3 und 4 ein Hohlrad des erfindungsgemäßen Radsatzes in der Stirnansicht und
in perspektivischer Darstellung.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Stirnansicht und eine perspektivische Darstellung eines
Ritzels 10 für eine erfindungsgemäße Zahnpumpe. Dieses Ritzel 10 rollt in dem in den
Fig. 3 und 4 dargestellten Hohlrad 20 im Zahneingriff ab und pumpt dabei Fluid durch
beim Abrollen entstehende Förderzellen zwischen den jeweiligen Zahnflanken von einer
Einlassseite eines nicht dargestellten Gehäuses zu einer Auslassseite. Das Ritzel 10 hat einen
Zahn weniger als das Hohlrad 20, so dass beim Abrollen des Ritzels 10 im Hohlrad 20 die
Förderzellen entstehen und geschlossen werden. An seinem inneren Wellensitz 12 ist das
Ritzel mit einer nicht dargestellten Antriebswelle im Eingriff, und das Hohlrad 20 ist im
nicht dargestellten Gehäuse mit einem radialen Spiel untergebracht, das groß genug ist, um
die von der Welle aufgezeigten radialen Bewegungen des Ritzels 10 aufzunehmen.
In den Fig. 1 und 3 werden in der Stirnansicht aufgrund der gewählten Schrägverzah
nung die Zahnflanken 11 sichtbar, und es ist in beiden Fällen ein Schrägungswinkel von 6°
angezeigt. Die Verzahnungsform ist im vorliegenden Fall, der eine bevorzugte Ausfüh
rungsform darstellt, eine Zykloidenverzahnung, bei der die Zahnköpfe und die Zahnflanken
mathematisch exakt definierte Zykloiden darstellen, welche durch vollständiges Abrollen
von Rollkreisen an konzentrisch zu den jeweiligen Rotorenachsen verlaufenden Festkreisen
gebildet sind. Dabei kann der Durchmesser der Rollkreise der Zahnkopfgeometrie und der
Zahnflanke 11 bzw. 21 unterschiedlich sein. Die Summe der beiden unterschiedlichen Roll
kreisradien ist allerdings gleich dem Achsabstand (Exzentrizität) zwischen Ritzel 10 und
Hohlrad 20. Zur Erzeugung der Zahngeometrie muss der Rollpunkt nicht zwingenderweise
auf dem Radius des Rollkreises liegen; je nach Bedarf kann eine verkürzte bzw. verlängerte
Form der Zykloide von Vorteil sein.
Die Festkreise, auf denen die Rollkreise ablaufen, entsprechen dem Teil-, gegebenenfalls
dem Wälzkreis der Verzahnung. Durch die Minimierung der Zahnkopfspiele auf wenige
Hundertstel Millimeter wird ein hoher volumetrischer Wirkungsgrad gewährleistet. Das
Ritzel 10 (Fig. 1 und 2) läuft in dem Hohlrad 20 (Fig. 3 und 4), welches mit einem
radialen Spiel an der Umfangsfläche 23 im nicht dargestellten Gehäuse untergebracht ist.
Dabei wird in bekannter Weise durch die Entstehung von Förderzellen ein Fluid, vorzugs
weise Öl, von Öleinlassöffnungen zu Ölauslassöffnungen gepumpt, und zwar wegen der
erfindungsgemäßen Schrägverzahnung mit großer Laufruhe und optimierter Druckpulsation
sowie geringen Quetschölverlusten.
Claims (12)
1. Innenzahnringpumpe zur Förderung von Fluiden mit einem Gehäuse mit Fluidein- und
Fluidauslassöffnungen, und mit einem ersten gezahnten Rotor (10), der mit einem
zweiten gezahnten Rotor (20) drehend eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass die
Verzahnung im Eingriff zwischen dem ersten und dem zweiten Rotor (10, 20) eine
Schrägverzahnung ist.
2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine innenverzahnte Zahn
ringpumpe ist, wobei der erste Rotor ein Innenrotor bzw. ein Ritzel (10) und der
zweite Rotor ein Außenrotor bzw. ein Hohlrad (20) ist.
3. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schräg
verzahnung einen Schrägungswinkel von 1 bis 80 Grad, insbesondere 1 bis 45 Grad
und bevorzugt 1 bis 15 Grad aufweist.
4. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schrä
gungswinkel in Abhängigkeit von der Rotordicke nur so groß gewählt wird, dass
Kurzschlüsse der Fluidströmung zwischen Fluideinlass- und Fluidauslassöffnungen des
Gehäuses vermieden werden, wobei insbesondere dünnere Radsätze einen höheren
Schrägungswinkel aufweisen können als dickere Radsätze.
5. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schrä
gungswinkel so gewählt wird, dass die Füllungs- und Entleerungsvorgänge der För
derzellen optimiert werden, um Druckpulsationen und Quetschfluidverluste zu ver
meiden.
6. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzah
nung eine zum Pumpen von Öl geeignete, links- oder rechtsgeschrägte Verzahnung,
insbesondere eine Zykloidenverzahnung ist.
7. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet dass die Rotoren
(10, 20) hergestellt sind aus einem oder mehreren der folgenden Materialien:
- - Stahl,
- - gesinterte bzw. pulvermetallurgisch hergestellte Materialien,
- - Nichteisenmaterialien,
- - duro- bzw. thermoplastische Kunststoffe.
8. Radsatz für eine Innenzahnringpumpe mit einem ersten gezahnten Rotor (10) der mit
einem zweiten gezahnten Rotor (20) drehend eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verzahnung im Eingriff zwischen dem ersten und dem zweiten Rotor (10, 20) eine
Schrägverzahnung ist.
9. Radsatz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass er eines oder mehrere der die
Rotoren (10, 20) betreffenden Merkmale aus den Ansprüchen 2 bis 8 aufweist.
10. Verwendung eines Radsatzes nach einem der Ansprüche 9 oder 10 für eine Ölpumpe
für Verbrennungsmotoren.
11. Verwendung eines Radsatzes nach einem der Ansprüche 9 oder 10 für eine Pumpe zur
Ölversorgung von Getrieben.
12. Verwendung eines Radsatzes nach einem der Ansprüche 9 oder 10 für eine Pumpe zur
hydraulischen Steuerung von Verstellmechanismen bzw. Schaltelementen.
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