DE10040906A1 - Gerät zur Behandlung von Rhonchopathie - Google Patents
Gerät zur Behandlung von RhonchopathieInfo
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Abstract
Das intraorale Gerät zur Behandlung von Rhonchopathie (Schnarchen) umfasst einen oberen Teil (Palatinalteil) (1) und einen unteren Teil (Lingualteil) (2), die seitlich über intermaxilläre Verbindungsstücke (3, 4) miteinander verbunden sind. Palatinalteil und Lingualteil sind als aus einem hochverdrillten Edelmetalldraht bestehende Bügel ausgebildet, die sich von vorn (ventral) nach hinten (distal) erweitern. Die Verbindungsstücke (3, 4) weisen seitlich Stützelemente (5, 6) auf, die sich auf den seitlichen Zahnreihen des Benutzers abstützen. Das Gerät wird intraoral während des Schlafens appliziert, wobei es in der Mundhöhle schwebt, und den Unterkiefer in einer in Bezug auf den Oberkiefer leicht vorgeschobenen Stellung positioniert.
Description
Die Erfindung betrifft das Gebiet medizinischer Geräte, insbesondere ein
intraorales Gerät zur Behandlung von Rhonchopathie (Schnarchen).
Rhonchopathie (Schnarchen) ist ein weitverbreitetes Phänomen, das teilweise zu
ernsten gesundheitlichen Problemen führen kann. Schnarchen entsteht am
häufigsten bei Rückenlage einer schlafenden Person durch Flattern des im Schlaf
erschlafften Gaumensegels (velum palatinum) beim Einatmen mit geöffnetem
Mund (habituelles Schnarchen). Dieses Flattern wird insbesondere dadurch
erzeugt, dass der Unterkiefer der schlafenden Person zurücksinkt und damit der
Luftdurchtritts-Querschnitt der Rachenenge (isthmus faucium) vermindert und
dadurch die Geschwindigkeit des Luftstromes erhöht wird.
Bekannte Therapieversuche bestehen zum Beispiel darin, dass man das Kinn der
schlafenden Person hochbindet, oder in Einzelfällen in einer Resektion des
Gaumenzäpfchens (uvula) mit oder ohne schonender Teilresektion des weichen
Gaumens (palatum molle) und Tonsillektomie.
Diese Therapieversuche sind ersichtlich umständlich und aufwendig, und können
überdies zu gesundheitsbeeinträchtigenden Nebenwirkungen führen.
Darüberhinaus bedeutet das nächtliche Schnarchen für einen großen Teil der
Menschheit neben der Geräuschkulisse eine enorme Belastung des Mund- und
Rachenraumes mit Austrocknung der Schleimhäute und erhöhtem Kariesrisiko.
Es besteht daher ein echtes Bedürfnis nach einer einfachen und
nebenwirkungsfreien Methode zur Therapie der Rhonchopathie.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Gerät zur Behandlung von Rhonchopathie
anzugeben, das einerseits wirksam die schlafende Person vom Problem des
Schnarchens entlastet, und ganzheitlich, körperverträglich und nebenwirkungsfrei
funktioniert, andererseits aber auch in seinem Basismaterial technisch-industriell
herstellbar ist, und ohne übermäßigen Aufwand an den Patienten angepasst und
von diesem appliziert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 und der
Unteransprüche gelöst.
Der Kern der Erfindung ist die Idee, durch das erfindungsgemäße Gerät den
Unterkiefer im Verhältnis zum Oberkiefer im Schlaf in leicht vorgeschobener
Stellung zu positionieren, sodass der Lufdurchtritts-Querschnitt der Rachenenge
durch den sonst im Schlaf zurücksinkenden Unterkiefer nicht vermindert wird.
Das erfindungsgemäße bimaxilläre Gerät wird intraoral beim Schlaf des Patienten
angewendet und wirkt vollumfänglich ganzheitlich und nebenwirkungsfrei. Die
Positionierung in der Mundhöhle wird durch die Abstützung der intermaxillären
Verbindungsstücke auf den seitlichen Zahnreihen der schlafenden Person erzielt,
während der Gaumen durch die dazwischenliegende Speichelschicht über dem
Palatinalteil des Gerätes schwebt, und die Zunge im in der Mitte offenen
Lingualteil volle Bewegungsfreiheit hat.
Der verdrillte Draht aus Edelmetall, insbesondere einer absolut schwer
metallfreien Goldlegierung, ist nicht nur vollumfänglich körperverträglich, sondern
ermöglicht auch einerseits eine Anpassung der Konturen des Gerätes durch den
Fachmann an die Bedürfnisse des Patienten, und andererseits eine eingestellte
und dennoch elastische Positionierung von Ober- und Unterkiefer des Patienten.
Nachstehend wird die Erfindung anhand eines in Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 die perspektivische Gesamtdarstellung eines Gerätes nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Ansicht des aus dem erfindungsgemäßen Draht hergestellten
Palatinalteils des Gerätes, und
Fig. 3 eine Ansicht des aus dem erfindungsgemäßen Draht hergestellten
Lingualteils.
Wie aus den Fig. 1, 2, und 3 ersichtlich bildet der obere Teil (Palatinalteil) 1
des Gerätes ein gleichschenkliges Dreieck, dessen Spitze nach vorn (ventral)
weist, und in welchem ein kleineres, mit seiner Spitze nach hinten (distal)
weisendes gleichschenkliges Dreieck vorgesehen ist. Der Palatinalteil 1 wird aus
einem hochelastischen Draht gebildet, der aus miteinander verdrillten Teildrähten
7, 8 besteht. Die aus den beiden Dreiecken gebildete Fläche ist zur Aufnahme
einer Tachyonen-Zelle geeignet. Tachyonen-Zellen sind beschrieben zum
Beispiel in "Tachyon Energy" von Dr. Gabriel Cousens und David Wagner, ISBN
3-89385-302-2.
Der Palatinalteil 1 ist nochmals in Einzeldarstellung in Fig. 2 gezeigt. Dabei sind
die zu den Eckpunkten des Dreiecks führenden Drahtstücke vor ihrem Abbiegen
in die in Fig. 1 gezeigte Form dargestellt.
Der untere Teil (Lingualteil) 2 des Gerätes wird aus dem gleichen Draht hergestellt
wie der Palatinalteil 1. Wie in Einzeldarstellung auch in Fig. 3 gezeigt ist, weist
der Lingualteil 2 vorn (ventral) eine kleine, ebenfalls aus dem Draht gebildete und
im wesentlichen dreieckige Fläche auf, die auch zur Aufnahme einer Tachyonen-
Zelle geeignet ist.
Seitlich sind Palatinalteil 1 und Lingualteil 2 miteinander durch die intermaxillären
Verbindungsstücke 3, 4 verbunden. Diese bestehen aus einem Kaltpolymerisat
(Methylmetacrylat bzw. Polymethylmetacrylat mit dem Markennamen "Orthocryl"),
und weisen seitlich Stützelemente 5, 6 aus dem gleichen Material auf. Die den
Palatinalteil 1 bzw. Lingualteil 2 bildenden Drähte sind mit ihren Enden in das
Kaltpolymerisat der intermaxillären Verbindungsstücke 3, 4 eingelegt und werden
von diesen gehalten.
Der aus den Teildrähten 7, 8 bestehende Draht besteht aus einer
hochgoldhaltigen Gusslegierung. Die Legierung ist absolut schwermetallfrei und
zur intraoralen Anwendung gesetzlich zugelassen. Sie besteht zu 78,5% aus
Gold, mit zusätzlich 4,9% Platin, 10,5% Silber, 4,0% Kupfer, 0,1% Iridium und
2,0% Zink. Die Teildrähte 7 und 8 haben einen Durchmesser von jeweils 0,6 mm.
Insgesamt hat der verdrillte Draht also einen Durchmesser von 1,2 mm. Er hat
eine Zugfestigkeit von 297 Mpa und einen Verdrillungsgrad von 3-4 Windungen
pro cm. Die Teildrähte 7, 8 sind miteinander punktverschweißt, vorzugsweise
durch Laser-Strahl, wobei die Schweißpunkte 50% überlappend gesetzt sind.
Zur Herstellung des Gerätes wird zuerst ein Abdruck der Mundhöhle
einschließlich Zahnreihen des Patienten genommen. Sodann werden aus dem
verdrillten Draht Palatinalteil 1 und Lingualteil 2 gemäß den Dimensionen des
Abdruckes geformt, und dann über die intermaxillären Verbindungsstücke 3, 4
- ebenfalls unter Anpassung an die Dimensionen des Abdruckes - miteinander
verbunden.
Die gesamte Dimensionierung des Gerätes ist derart, dass der Unterkiefer des
Patienten in Bezug auf dessen Oberkiefer in leicht vorgeschobener Stellung
positioniert wird. Dadurch kann im Schlaftrotz erschlaffender Zungenmuskulatur
der Unterkiefer nicht zurücksinken, und der Durchtrittsquerschnitt für den
Atemluftstrom in der Rachen eng bleibt weitgehend erhalten.
Der Benutzer des Gerätes plaziert dieses vor dem Schlafen in seiner Mundhöhle,
wobei die Stützelemente 5, 6 zwischen die Zähne genommen werden. Das Gerät
schwebt dann in der Mundhöhle, wobei der Palatinalteil 1 über eine dünne
Speichelschicht den Gaumen stützt, und der Lingualteil 2 den Unterkiefer am
Zurücksinken hindert, während die Zunge großzügige Bewegungsfreiheit genießt.
Das erfindungsgemäße Gerät verhindert sehr wirkungsvoll jedes Schnarchen,
ohne den Patienten gesundheitlich in irgendeiner Form zu belasten. Es kann vom
Dental-Fachmann in Anpassung an die Bedürfnisse des Patienten relativ
aufwandslos hergestellt werden. Der aufwendigste materielle Bestandteil ist der
hochverdrillte Draht, der jedoch industriell problemlos herstellbar ist.
1
Oberer Teil des Gerätes (Palatinalteil)
2
Unterer Teil des Gerätes (Lingualteil)
3
,
4
intermaxilläre Verbindungsstücke
5
,
6
Stützelemente an den Verbindungsstücken
7
,
8
Teildrähte des verdrillten Drahtes
Claims (8)
1. Intraorales Gerät zur Behandlung von Rhonchopathie (Schnarchen),
dadurch gekennzeichnet, dass
es einen flächigen oberen Teil (Palatinalteil) (1) und einen zum oberen Teil (1) weitgehend parallelen unteren Teil (Lingualteil) (2) umfasst, deren Außenkontur sich von einem engen vorderen (ventralen) Scheitel zu einer breiteren hinteren (distalen) Basis erweitert,
die beiden Teile (1, 2) an ihren beiden Seiten durch je ein intermaxilläres Verbindungsstück (3, 4) miteinander verbunden sind,
die beiden Verbindungsstücke (3, 4) an ihren Außenseiten jeweils ein Stützelement (5, 6) zur Auflage auf den seitlichen Zahnreihen des Benutzers aufweisen,
das Lingualteil (2) in der Mitte offen zur Aufnahme der Zunge ist,
die Außenkonturen von Palatinalteil (1) und Lingualteil (2) glatt und rund sind, und
die Teile des Gerätes weitgehend elastisch und vollumfänglich körperverträglich sind.
dadurch gekennzeichnet, dass
es einen flächigen oberen Teil (Palatinalteil) (1) und einen zum oberen Teil (1) weitgehend parallelen unteren Teil (Lingualteil) (2) umfasst, deren Außenkontur sich von einem engen vorderen (ventralen) Scheitel zu einer breiteren hinteren (distalen) Basis erweitert,
die beiden Teile (1, 2) an ihren beiden Seiten durch je ein intermaxilläres Verbindungsstück (3, 4) miteinander verbunden sind,
die beiden Verbindungsstücke (3, 4) an ihren Außenseiten jeweils ein Stützelement (5, 6) zur Auflage auf den seitlichen Zahnreihen des Benutzers aufweisen,
das Lingualteil (2) in der Mitte offen zur Aufnahme der Zunge ist,
die Außenkonturen von Palatinalteil (1) und Lingualteil (2) glatt und rund sind, und
die Teile des Gerätes weitgehend elastisch und vollumfänglich körperverträglich sind.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Palatinalteil (1) und
der Lingualteil (2) jeweils als sich von vorn (ventral) nach hinten (distal)
erweiternde elastische Bügel ausgebildet sind, die aus einem elastischen, aus
zwei miteinander verdrillten und verschweißten Teildrähten (7, 8) bestehenden
Draht bestehen, wobei die Teildrähte (7, 8) aus einer schwermetallfreien
Edelmetall-Legierung, vorzugsweise einer Goldguss-Legierung, bestehen.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel des
Palatinalteils (1) ein Dreieck mit ausgefüllter Innenfläche, und der Bügel des
Lingualteils (2) eine elliptoide Spange bildet, innerhalb derer sich die Zunge
des Benutzers weitgehend frei bewegen kann.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Bereich
des Bügels des Palatinalteils (1) und des Lingualteils (2) zur Aufnahme von
Tachyonen-Zellen ausgebildet sind.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Drahtes
innerhalb des Dreiecks des Palatinalteils (1) ein weiteres Dreieck, und im
vorderen Teil des Lingualteils (2) eine kleine Fläche gebildet werden, auf
denen Tachyonen-Zellen plaziert werden können.
6. Draht zur Herstellung eines Gerätes nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass seine Teildrähte (7, 8)
aus einer hochgoldhaltigen Gusslegierung bestehen,
eine Zugfestigkeit von etwa 297 Mpa und einen Durchmesser von jeweils etwa 0,6 mm aufweisen,
miteinander derart verdrillt sind, dass der Verdrillungsgrad etwa 3-4 Windungen pro cm beträgt, und
miteinander punktverschweißt sind derart, dass die Schweisspunkte zu etwa 50% überlappend gesetzt sind.
aus einer hochgoldhaltigen Gusslegierung bestehen,
eine Zugfestigkeit von etwa 297 Mpa und einen Durchmesser von jeweils etwa 0,6 mm aufweisen,
miteinander derart verdrillt sind, dass der Verdrillungsgrad etwa 3-4 Windungen pro cm beträgt, und
miteinander punktverschweißt sind derart, dass die Schweisspunkte zu etwa 50% überlappend gesetzt sind.
7. Verfahren zur Herstellung eines Gerätes nach Anspruch 1 und 6, dadurch
gekennzeichnet, dass zunächst ein Abdruck der Mundhöhle einschließlich
Zahnreihen des Patienten hergestellt wird, und dass sodann die Drahtbügel
des Palatinalteils (1) und des Lingualteils (2) geformt und über die
intermaxillären Verbindungsstücke (3, 4) miteinander verbunden werden, wobei
die Verbindungsstücke aus einem Kaltpolymerisat bestehen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät derart
dimensioniert wird, dass der Unterkiefer des Benutzers in Bezug auf den
Oberkiefer in einer leicht vorgeschobenen Position positioniert wird.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Country Status (1)
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