DE10040709A1 - Haltevorrichtung - Google Patents
HaltevorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung, bestehend aus einem Funktionskopf - gegebenenfalls mit Schaft - mit axial verlaufender Höhlung, in die bei Anwendung ein Gegenstand eintaucht, der das gleiche Querschnittsprofil aufweist wie die Höhlung. In einen Schlitz quer zur Achsrichtung der Höhlung ist ein Federelement eingelegt, das von einer Hülse gehalten wird, die an dieser Stelle auf den Kopf der Haltevorrichtung aufgepreßt ist. Taucht ein Gegenstand in die Höhlung ein, wird das Federelement radial ausgelenkt und hält durch seine Federkraft den Gegenstand fest.
Description
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen mit einem Funktionskopf, der,
ausgehend von seiner Stirnseite, eine axial verlaufende Höhlung
aufweist, in die im Anwendungsfall ein Gegenstand - mit dem
gleichen Querschnittsprofil wie die Höhlung - eintaucht. Eine solche
Vorrichtung ist zum Beispiel ein Werkzeug in Form eines
Steckschlüssels, dessen Kopf eine Höhlung mit Sechskantprofil
aufweist, in die bei der Anwendung eine Sechskantmutter oder
Schraube mit Sechskantkopf eintaucht.
Aufgabe ist es, den Kopf einer solchen Vorrichtung mit einer
Einrichtung auszustatten, die den in die Höhlung eintauchenden
Gegenstand so festhält, daß er nicht herausfällt, aber leicht
herausgezogen werden kann. Außerdem soll der Kopf der
Vorrichtung im Durchmesser möglichst klein gehalten werden.
Vorrichtungen ähnlicher Art sind bekannt aus:
DE 42 43 650 C2: Darin ist ein Spannfutter für Werkzeugeinsatzstücke, insbesondere Schraubendrehereinsätze, beschrieben. Diese haben einen Sechskantschaft und werden in der Höhlung des Spannfutters durch eine Kugel geklemmt, die in einer Radialbohrung der Futter-Innenhülse sitzt und durch eine Außenhülse - konzentrisch der Futter-Innenhülse aufsitzend - radial nach innen gepreßt wird und dabei in Kerben in den Ecken des Sechskantschaftes eingreift. Diese Konstruktion ist in der Herstellung aufwendig und durch die Außenhülse im Durchmesser verhältnismäßig groß.
DE 42 43 650 C2: Darin ist ein Spannfutter für Werkzeugeinsatzstücke, insbesondere Schraubendrehereinsätze, beschrieben. Diese haben einen Sechskantschaft und werden in der Höhlung des Spannfutters durch eine Kugel geklemmt, die in einer Radialbohrung der Futter-Innenhülse sitzt und durch eine Außenhülse - konzentrisch der Futter-Innenhülse aufsitzend - radial nach innen gepreßt wird und dabei in Kerben in den Ecken des Sechskantschaftes eingreift. Diese Konstruktion ist in der Herstellung aufwendig und durch die Außenhülse im Durchmesser verhältnismäßig groß.
Eine weitere ähnliche Vorrichtung ist aus DE 196 10 213 bekannt. Bei
diesem Spannfutter sitzt in einem Schlitz, der quer zur Längsrichtung
der Innenhülse eingefräst ist und etwa über ein Drittel des Umfangs
der Innenhülse verläuft, als Klemmelement ein Bogenstück aus
Federdraht, das auf seiner Innenseite mindestens zwei Kanten des
Sechskantschaftes des eingesteckten Schraubendrehereinsatzes
übergreift. Auf der Innenhülse ist eine Außenhülse drehbar gelagert.
Sie weist in ihrer Bohrung eine exzentrische Ausweitung auf, die sich
über einen Teil des Bohrungsumfanges erstreckt. Wird die
Außenhülse mit dieser Ausweitung über das Bogenstück aus
Federdraht gedreht, so kann es beim Einstecken des
Schraubendrehereinsatzes radial nach außen ausweichen und läßt
den Sechskantschaft des Einsatzes passieren. Wird die Außenhülse
so verdreht, daß ihr zur Achse der Innenhülse konzentrischer
Bereich der Bohrung über dem Bogenstück steht, so wird dieses
radial zusammengepreßt und klemmt des Sechskantschaft fest,
dabei vorzugsweise in Kerben an seinen Ecken eingreifend.
Auch diese Ausführung ist aufwendig in der Herstellung und im
Durchmesser verhältnismäßig groß.
Beide Konstruktionen sind zum definierten Klemmen der
Schraubendrehereinsätze ausgelegt, gemeinsamer Nachteil ist auch,
daß die Außenhülsen von Hand betätigt werden müssen, um die
Funktionen auszulösen.
Eine dritte bekannte Haltevorrichtung weist in der Höhlung, dicht an
der Stirnseite, eine eingearbeitete Ringung auf, in die ein geschlitzter
Ring aus Federdraht eingelegt ist. Sein Innendurchmesser ist kleiner
als der Außendurchmesser des Querschnitt-Profiles der Höhlung,
sein Außendurchmesser kleiner als der Durchmesser der Ringung.
Beim Eintauchen eines Gegenstandes in die Höhlung federt der Ring
radial auf und hält den eintauchenden Gegenstand fest.
Erfahrungsgemäß wird mit diesen Federringen keine hinreichend
genau bestimmbare Haltekraft erzielt. Beim Einsetzen in die Ringung
verformen sich die Ringe, bleiben nicht kreisrund. Deshalb ist ihre
Haltekraft ungleichmäßig, die Enden des Drahtes im Bereich des
Ring-Schlitzes neigen zum Haken.
Ein viertes bekanntes System weist am Boden der sackartigen
Höhlung der Innenhülse einen Dauermagnet auf, der eintauchende
Teile wie Schraubendrehereinsätze, Muttern oder Schrauben aus
Stahl hält. Der Magnet ist aber ebenfalls verhältnismäßig teuer und
muß in die Höhlung eingeklebt werden. Seine magnetische Haltekraft
entwickelt er nur voll, wenn das zu haltende Teil auf ihm aufsitzt.
Teile aus Nichteisenwerkstoffen werden nicht gehalten.
Bei der Haltevorrichtung gemäß der Aufgabenstellung soll der
eintauchende Gegenstand nicht bis zum Boden der Höhlung
eintauchen, auch soll keine feste Klemmung erreicht werden und die
Funktion soll nicht durch eine Betätigung eines Elementes der
Vorrichtung von Hand ausgelöst werden müssen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß in der Weise gelöst, daß der
Kopf der Vorrichtung dicht an seiner Stirnseite einen Querschlitz
aufweist, der durch einen relativ kleinen Umfangsbereich des Profils
der Höhlung verläuft. In diesen Schlitz ist ein stabförmiges
Federelement eingelegt. Die Länge dieses Federelementes ist so
bemessen, daß seine Enden gerade mit dem Außenumfang des
Kopfes abschließen. Über den Kopf ist im Bereich des Schlitzes eine
dünnwandige Hülse aufgepreßt, die die Enden des Federelementes
so niederhält, daß sie sich noch axial bewegen können. Die Dicke
des Federelementes ist so gewählt, daß zwischen ihm und der Hülse
ein kreissegmentförmiger Freiraum bleibt, in den das Federelement
radial einfedern kann. Das Federelement quert durch die Höhlung
des Kopfes über eine kurze Strecke ihres Umfangbereiches und
steht mit der Unterseite seines Profiles in der Höhlung hervor. Beim
Eintauchen eines Gegenstandes mit gleichem Querschnittsprofil wie
das der Höhlung wird das Federelement in seiner Mitte federnd in
radialer Richtung ausgebogen und hält den Gegenstand durch seine
Federkraft. Die Höhe der Federkraft wird durch die Wahl der
Profildicke bestimmt.
Bei einer vorzugsweisen Ausführung besteht das Federelement aus
einem Abschnitt Federdraht, bei einer anderen aus einem Abschnitt
von extrudiertem Kunststoff-Profil, bei einer dritten aus einem
stegförmigen Kunststoff-Spritzgußteil mit kalottenförmigen konvexem
Ansatz auf seiner Unterseite.
Bei einem Sechskant-Querschnittsprofil der Höhlung wird der Schlitz
so gelegt, daß er vorzugsweise nicht parallel zu einer
Sechskantfläche verläuft, sondern durch die Ecke des Profiles.
Dadurch kann die radiale Tiefe des Schlitzes gering gehalten
werden.
Das System ist auch wirksam, wenn das Querschnittsprofil der
Innenhöhlung nicht sechskantig ist, sondern ein anderes unrundes
oder auch rundes Profil hat.
Es kann also für die Haltevorrichtungen verschiedenster Art
angewendet werden.
Es ist einfach und kostengünstig in seiner Herstellung, der
Durchmesser des Kopfes erhöht sich nur um das Zweifache der
Wanddicke der aufgepreßten Hülse.
Der Kopf der Haltevorrichtung kann mit einem Schaft verbunden
sein, aber auch, etwa in Form eines Steckschlüssel-Einsatzes
(Steckschlüssel-Nuß), für sich alleine bestehen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft
dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung im Querschnitt an der Stelle des
Querschlitzes.
Darin sind
1 der Kopf der Vorrichtung
2 das Innenprofil der Höhlung, im Beispiel ein Sechskantprofil
3 der Querschlitz
1 der Kopf der Vorrichtung
2 das Innenprofil der Höhlung, im Beispiel ein Sechskantprofil
3 der Querschlitz
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung an der gleichen Stelle mit eingelegtem
4 Federelement
5 aufgepreßter Hülse
6 dem kreissegmentförmigen Freiraum
4 Federelement
5 aufgepreßter Hülse
6 dem kreissegmentförmigen Freiraum
Fig. 3 zeigt die Vorrichtung an der gleichen Stelle mit in die Höhlung
der Vorrichtung
7 eingetauchter Schraube mit Sechskantkopf
4a radial ausfederndem Federelement
7 eingetauchter Schraube mit Sechskantkopf
4a radial ausfederndem Federelement
Fig. 4 zeigt die Vorrichtung in Seitenansicht, teilweise geschnitten.
Darin sind
1 der Kopf der Vorrichtung
2a die in axialer Richtung verlaufende Höhlung
3 der Querschlitz
4 das Federelement
5 die Hülse
8 der Schaft der Vorrichtung.
1 der Kopf der Vorrichtung
2a die in axialer Richtung verlaufende Höhlung
3 der Querschlitz
4 das Federelement
5 die Hülse
8 der Schaft der Vorrichtung.
Fig. 5 zeigt die Vorrichtung im Querschnitt mit eingelegtem
9 Federelement in Form eines Kunststoffspritzgießteiles
10 kalottenförmigen Ansatz
9 Federelement in Form eines Kunststoffspritzgießteiles
10 kalottenförmigen Ansatz
Fig. 6 zeigt die Vorrichtung im Längsschnitt mit eingelegtem
9 Federelement in Form eines Kunststoffspritzgießteiles
10 kalottenförmigen Ansatz.
9 Federelement in Form eines Kunststoffspritzgießteiles
10 kalottenförmigen Ansatz.
Claims (5)
1. Haltevorrichtung, bestehend aus einem Kopf mit einer von seiner
Stirnseite ausgehenden axial verlaufenden Höhlung mit rundem
oder unrundem Querschnittsprofil, dadurch gekennzeichnet, daß
er dicht an der Stirnseite einen - durch eine kurze Strecke des
Umfangsbereiches des Querschnittsprofiles verlaufenden -
Querschlitz aufweist, in den ein Federelement eingelegt ist,
dessen Enden mit dem Außenumfang des Kopfes abschließen,
der Querschlitz durch eine auf den Kopf aufgepreßte Hülse
abgedeckt ist, die die Enden des Federelementes axial beweglich
niederhält, zwischen Federelement und Hülse ein
kreissegmentförmiger Freiraum verbleibt und das Federelement
die Höhlung des Kopfes über eine kurze Strecke ihres
Umfangbereiches durchquert und mit der Unterseite seines
Profiles in die Höhlung hervorsteht.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Federelement aus einem Abschnitt Federdraht mit einer
Dicke von 0,25-0,8 mm besteht.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Federelement aus einem Abschnitt von extrudiertem
Kunststoffprofil mit einer Dicke von 0,5-2,0 mm besteht.
4. Haltevorrichtung nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement vorzugsweise ein rundes
Querschnittsprofil hat.
5. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement aus einem stegförmigen Kunststoff-
Spritzgießteil besteht, das auf seiner Unterseite einen konvexen
kalottenförmigen Ansatz aufweist, der in die Höhlung hervorsteht.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10040709A DE10040709A1 (de) | 2000-08-17 | 2000-08-17 | Haltevorrichtung |
| AT01119870T ATE343456T1 (de) | 2000-08-17 | 2001-08-16 | Haltevorrichtung |
| ES01119870T ES2273768T3 (es) | 2000-08-17 | 2001-08-16 | Dispositivo de sujecion. |
| DE50111303T DE50111303D1 (de) | 2000-08-17 | 2001-08-16 | Haltevorrichtung |
| DE20113210U DE20113210U1 (de) | 2000-08-17 | 2001-08-16 | Haltevorrichtung |
| EP01119870A EP1180417B1 (de) | 2000-08-17 | 2001-08-16 | Haltevorrichtung |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| DE10040709A1 true DE10040709A1 (de) | 2002-03-07 |
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Family Applications (3)
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| DE20113210U Expired - Lifetime DE20113210U1 (de) | 2000-08-17 | 2001-08-16 | Haltevorrichtung |
Family Applications After (2)
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|---|---|---|---|
| DE50111303T Expired - Lifetime DE50111303D1 (de) | 2000-08-17 | 2001-08-16 | Haltevorrichtung |
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Country Status (4)
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