DE10039591A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Druckgießen von metallischen Formkörpern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Druckgießen von metallischen FormkörpernInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Druckgießen von metallischen Formkörpern sowie eine Vorrichtung hierzu, mit denen wesentlich kürzere Zykluszeiten möglich sind, wobei ein metallisches Material in einem Aufbereitungsaggregat, im wesentlichen kontinuierlich, zu einer fließfähigen Masse bei eine Temperatur von >= 500 DEG C aufbereitet, in einer Akkumulationszone akkumuliert und nach dem Akkumulieren einer vorgegebenen Menge der fließfähigen Masse diese über einen Strömungskanal mit einer Austrittsdüse in ein Druckgießwerkzeug eingespritzt wird, wobei die Düse nach dem Einspritzen des Materials verschlossen, das metallische Material im Werkzeug gekühlt und verfestigt, danach das Druckgießwerkzeug geöffnet und das Formteil entformt wird, wobei die Düse nach dem Einspritzen mit einer von dem Einspritzaggregat verschiedenen Verschlussvorrichtung aktiv verschlossen wird und wobei das Verschließen der Düse bei dicht verbundenem Zustand von Werkzeug und Einspritzaggregat durchgeführt wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Druckgießen von metallischen Formkörpern,
wobei ein metallisches Material bei Temperaturen ≧ 500°C zu einer fließfähigen
Masse aufbereitet, in einer Akkumulationszone akkumuliert und nach dem Akkumu
lieren einer vorgegebenen Menge der fließfähigen Masse diese mittels einer Ein
spritzvorrichtung über einen Strömungskanal mit einer Austrittsdüse in ein Druck
gießwerkzeug eingespritzt wird, wobei die Düse nach dem Einspritzen des Materials
verschlossen, das metallische Material im Werkzeug gekühlt und verfestigt, danach
das Druckgießwerkzeug geöffnet und das Formteil entformt wird.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Das eingangs genannte Verfahren ist beispielsweise aus der WO 97/21509 bekannt.
Der Verschluss der Düse wird hierbei durch Einfrieren des in der Düse zunächst
noch fließfähigen vorhandenen metallischen Materials als Pfropfen realisiert. Beim
nächsten Druckgießvorgang wird der Pfropfen aus der Düse herausgedrückt und
muss von einem sogenannten Pfropfenfänger aufgefangen und aus der Vorrichtung
ausgetragen werden.
Da das Arbeiten mit metallischem Material in fließfähigem Zustand hohe Arbeitstem
peraturen erfordert und eine Vielzahl von mit dem vorliegenden Verfahren verarbeit
baren metallischen Materialien in diesem Zustand an Luft brennen oder zumindest
leicht oxidieren, darf ein Druckaufbau in dem Aufbereitungsaggregat nicht erfolgen,
solange der Pfropfen die Düse nicht sicher verschließt. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt
jedoch immer, da der Pfropfen nur so weit halten darf, dass er beim nächsten Ein
spritzvorgang noch aus der Düse herausgedrückt werden kann.
Das Verfahren gemäß der EP 0 765 198 A1 verwendet eine vertikal angeordnete
Schnecke in der schmelzflüssig zugeführtes Material in den thixotropen Zustand ab
gekühlt und in eine Formkavität eingespritzt wird. Die Technologie wird im Zusam
menhang mit weit unter 500°C schmelzenden Metalllegierungen beschrieben. Um
zu verhindern, dass schmelzflüssiges metallisches Material aus der Düse der
Schneckenmaschine austritt, wird hier vorgeschlagen, die Düse der Schneckenma
schine mit einem federbelasteten Ventil zu verschließen, wobei die Feder im Innern
angeordnet ist und mit dem schmelzflüssigen Material in Berührung steht. Die Feder
stützt sich dabei im Bereich der Düsenöffnung ab.
Nachteilig bei dieser Lösung ist aber, dass bei dem verwendeten federbelasteten
Verschluss ein Flattern der Feder bei unterschiedlichen Belastungszuständen vor
kommen kann und dass zur Verwirklichung unterschiedlicher Staudrücke die Federn
ausgewechselt werden müssen. Trotz solcher Anpassungsmaßnahmen herrschen
bei den Verschlüssen je nach Betriebsbedingungen unterschiedliche Kräfteverhält
nisse, und die Zuverlässigkeit des Verschlusses bleibt fraglich. Für höher schmel
zende Legierungen mit einer Solidustemperatur ≧ 500°C, wie z. B. Magnesium- und
Aluminiumlegierungen, ist dieses Verfahren nicht geeignet, da die Feder aufgrund
der schnell einsetzenden Relaxationsvorgänge im Material der Feder ermüdet und
die Verschließfunktion in kürzester Zeit erheblich beeinträchtigt wird. Dies würde
zumindest einen extrem häufigen Wechsel der Feder verlangen, der unwirtschaftlich
ist und extreme Stillstandszeiten der Druckgießvorrichtung bedingen würde.
Außerdem würden sich in Abhängigkeit des Verschleiß- oder Ermüdungszustands
der Feder sowie der Temperaturführung unterschiedliche Kräfteverhältnisse erge
ben, die von der Feder nicht ausgeglichen werden könnten.
Aus diesen Gründen ist ein wirtschaftliches und sicheres Arbeiten nach diesem
Verfahren in einem Temperaturbereich ≧ 500°C nicht zu verwirklichen.
In der US-A-5,983,976 wird die Abkehr von der Verwendung von thixotropem Mate
rial empfohlen und flüssiges, d. h. vollständig geschmolzenes metallisches Material
verwendet. Als Alternative zu dem passiven Verschließen der Düse (siehe z. B. WO
97/21509) wird vorgeschlagen, diese mittels einer Platte, die zwischen Düsenöff
nung und Werkzeug eingeschoben werden muss, zu verschließen. Vor dem Einsprit
zen des metallischen Materials muß dann die Platte entfernt und das gesamte Auf
bereitungs- und Einspritzaggregat in Richtung zum Druckgießwerkzeug verfahren
werden, um ein dichtes Anliegen der Düse an dem Werkzeug zu erreichen. Um
überhaupt eine Dichtigkeit zu erreichen muss das Einspritzaggregat mit großer Kraft
gegen die Verschlussplatte gepresst werden.
Als weitere Alternative wird in der US-A-5,983,976 vorgeschlagen einen Verschluss
stempel koaxial in einem als Einspritzaggregat verwendeten Druckgießzylinder als
Teil des Kolbens auszubilden, wobei der Stempel beim Einspritzen zurückgezogen
gegen die Stirnfläche des Kolbens ruht und mit diesem mitbewegt wird und am Ende
des Einspritzhubes des Kolbens die Düsenöffnung verschließt. Beim Dekompres
sionshub des Kolbens verbleibt der Stempel in seiner Schließstellung und sichert die
Düsenöffnung, während der Kolben alleine in seine zurückgezogene Position verfah
ren wird. Erst für den nachfolgenden Einspritzvorgang wird der Stempel zurückge
zogen und die Düsenöffnung freigegeben.
Nachteilig bei der ersten Lösung ist, daß zum Verschließen der Düse zunächst eine
Trennung von Düsenöffnung und Druckgießwerkzeug erfolgen muß und dabei nahe
zu zwangsläufig flüssiges metallisches Material austreten muß. Daneben kann die
Ausbildung von Pfropfen aus verfestigtem Metall nicht ausgeschlossen werden. Da
für ein ausreichendes Abdichten das Aufbereitungs- und Einspritzaggregat mit ent
sprechendem Druck gegen das Werkzeug gepresst werden muß, ist ein vorzeitiger
Verschleiß der betroffenen Anlagenteile (Düse und werkzeugseitige Angießbuchse)
vorprogrammiert.
Die zweite Lösung vermeidet zwar diese Probleme, ist jedoch auf bestimmte Aufbe
reitungs- und Einspritzvorrichtungen und die Verarbeitung von vollständig aufge
schmolzenem Metall limitiert. Außerdem wird der Aufbau des Einspritzaggregats
sehr komplex und der in dem Druckgießzylinder verbleibende Anteil an fließfähigem
metallischem Material ist relativ groß.
Die Steuerung des Verfahrensablaufs ist in beiden Fällen ebenfalls komplex, so
dass Zykluszeiten unter 30 sec nicht realisierbar sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Druckgießen von
metallischen Formkörpern vorzuschlagen, mit welchem wesentlich kürzere Zyklus
zeiten möglich sind.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs beschriebenen Verfahren erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das metallische Material im wesentlichen kontinuierlich aufbe
reitet wird und dass die Düse in dicht verbundenem Zustand von Einspritzvorrich
tung und Werkzeug und nach dem Einspritzen mit einer von der Einspritzvorrichtung
getrennten Verschlussvorrichtung aktiv verschlossen wird.
Das aktive Verschließen der Düse nach dem Einspritzen mittels einer gesondert vor
zusehenden Verschlussvorrichtung erlaubt ein unabhängiges Arbeiten auf Seiten des
Aufbereitungsaggregats, beispielsweise einer Schneckenmaschine, und das Ansam
meln von aufbereiteter fließfähiger Masse unmittelbar nach Abschluss des Einspritz
vorganges, wobei nicht mehr abgewartet werden muss, bis der Anteil an fließfähigem
Material in der Einspritzdüse bis zur Verfestigung zum Verschlusspfropfen abgekühlt
ist und somit das Druckgießwerkzeug gegenüber dem Materialaufbereitungsaggregat
abgeschottet ist (passives Verschließen). Vielmehr wird erfindungsgemäß eine kon
trollierte und auf den zeitlichen Ablauf des Gesamtprozesses abgestimmte Steuerung
der Verschlussfunktion vorgenommen, so dass jederzeit definierte Verhältnisse vorlie
gen.
Dies erlaubt vor allem ein paralleles Aufbereiten und Dosieren einerseits und Ent
formen und Vorbereiten der Form für den folgenden Einspritzzyklus andererseits.
Im Gegensatz zu den Lösungen der US-A-5,973,976 kann mit dem erfindungsgemä
ßen Verfahren auch thixotropes Material verarbeitet und Pfropfenbildung sicher ver
mieden werden.
Besonders bevorzugt ist es, wenn die Düse benachbart zur Formkavität des Druck
gießwerkzeuges angeordnet wird, da damit ein minimaler Anguß seitens des Form
körpers und damit ein minimaler Materialverlust realisiert werden kann. Falls die
baulichen Gegebenheiten der Form es zulassen, kann die Düse praktisch direkt an
grenzend zur Formkavität angeordnet werden.
Darüber hinaus lässt sich das Einspritzaggregat unmittelbar nach dem Verschließen
der Düse mittels der Verschlussvorrichtung falls gewünscht von dem Druckgießwerk
zeug trennen und zwar ohne Gefahr des Austritts von schmelzflüssigem Material.
Damit kann eine thermische Entkoppelung zwischen dem Aufbereitungsaggregat
und dem Druckgießwerkzeug leicht hergestellt werden.
Dadurch kann jetzt erstens während dem weiteren Abkühlen des in das Druckgieß
werkzeug eingespritzten Materials bis zur Entformung des fertigen Formkörpers und
während dem Vorbereiten der Form für den folgenden Einspritzzyklus unabhängig
von diesem Vorgang erneut fließfähige Masse in dem Aufbereitungsaggregat aufbe
reitet und einer Akkumulationszone zugeführt werden, so dass sich die beiden beim
vorliegenden Druckgießverfahren als die am zeitaufwendigsten herausstellenden
Vorgänge oder Teilvorgänge in großem Umfang überlappend durchführen lassen
und nicht nacheinander alternierend durchgeführt werden müssen. Damit ist ein im
wesentlichen kontinuierliches Verfahren realisiert.
Zweitens kann die sonst notwendige Pfropfenbildung in der heißen Düse keinen
Einfluß mehr auf des Zeitpunkt, zu dem die Form geöffnet werden kann, nehmen.
Dadurch lässt sich der Zeitpunkt zum Öffnen der Form optimal gewählt werden, so
dass sich die Probleme mit sogenannten Heißrissen und offenen Lunkern vermin
dern. Die Entformung vereinfacht sich ebenfalls.
Insgesamt erhält man eine bessere Teilequalität bei gleichzeitigen erheblichen Zeit
einsparungen und einer deutlich verkürzten Zykluszeit.
Bei einer Verfahrensweise wird die Düse unmittelbar nach dem Einspritzen ver
schlossen, so dass unmittelbar nach dem Einspritzen das Aufbereitungsaggregat,
beispielsweise die Schneckenmaschine, weiterhin fließfähige Masse aufbereiten,
und in die Akkumulationszone fördern kann. Dies gilt insbesondere für den Fall der
Herstellung dünnwandiger Formteile. Damit wird quasi eine kontinuierliche Aufbe
reitung von fließfähiger Masse mittels der Schneckenmaschine möglich und die Ka
pazität der Schneckenmaschine bezüglich der Aufbereitung an fließfähiger Masse
maximal ausgenutzt.
Bevorzugt kann nach dem Einspritzen des metallischen Materials in das Werkzeug
für eine vorgegebene Zeitspanne ein Nachdruck angewandt und die Düse erst nach
Ablauf dieser Zeitspanne verschlossen werden.
Da die Zeitspannen für das Anwenden von Nachdruck in der Regel sehr kurz sind,
wird dadurch zum einen der Vorteil der Anwendung des Nachdrucks (Ausgleich von
Materialkontraktion beim Abkühlen) beibehalten und andererseits eine allenfalls ge
ringe Verlängerung der Zykluszeit in Kauf genommen.
Auch hier kann man deshalb noch eine im wesentlichen kontinuierliche Betriebswei
se des Aufbereitungsaggregats, beispielsweise der Schneckenmaschine, zur Aufbe
reitung des metallischen Materials und dessen Akkumulierung in der Akkumulations
zone realisieren.
Bei einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Schneckenmaschi
ne verwendet. Entscheidet man sich hierbei für eine Maschine mit einer Schub
schnecke, so dient die Schneckenmaschine gleichzeitig als Einspritzaggregat. Hier
fungiert der auslassseitige Teil des Schneckenzylinders als Akkumulationszone.
Alternativ hierzu wird der Schneckenmaschine ein Druckgießzylinder zum Einsprit
zen des metallischen Materials in das Werkzeug nachgeschaltet. Diese Variante
vermeidet die Beschleunigung der doch erheblichen Masse der Schubschnecke
während des Einspritzvorgangs und lässt damit eine deutlich einfachere Lagerung
der Schnecke der Schneckenmaschine zu. Bei dieser Variante steht das Volumen
des Druckgießzylinders als Akkumulationszone zu Verfügung.
Bevorzugt wird die Verschlussvorrichtung zum Verschließen der Düse beheizt, so
dass die fließfähige Masse auch noch in dem Strömungskanal bzw. der Austrittsdü
se auf einer im wesentlichen gleichbleibenden Temperatur gehalten werden kann.
Bevorzugt wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren von der oben bereits be
schriebenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Schneckenmaschine und das
Druckgießwerkzeug nach dem Verschließen der Düse und vor dem Öffnen des
Werkzeugs voneinander zu trennen.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung des vorbeschrie
benen Verfahrens zum Druckgießen von metallischen Formkörpern mit einem Ag
gregat zum im wesentlichen kontinuierlichen Aufbereiten eines metallischen Materi
als zu einer fließfähigen Masse bei einer Temperatur ≧ 500°C, einer Akkumulati
onszone zum Akkumulieren einer vorgegebenen Menge an fließfähigem, metalli
schen Material, einem Einspritzaggregat und einem Druckgießwerkzeug, welches
über einen Strömungskanal mit einer Austrittsdüse mit metallischem Material befüll
bar ist, wobei diese Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine von dem
Einspritzaggregat getrennte Verschlussvorrichtung mit einem Verschließelement
aufweist, mit welchem die Düse nach dem Einspritzen im dicht verbundenen Zustand
von Einspritzaggregat und Druckgießwerkzeug aktiv verschließbar ist.
Besonders bevorzugt aus den bereits genannten Gründen wird die Düse bevorzugt
benachbart zur Formkavität des Druckgießwerkzeuges angeordnet.
Damit kommt man ohne sogenannten Heißkanal aus, der dazu gedacht ist, Material
verlusten vorzubeugen. Heißkanäle sind werkzeugseitige Bauteile, die bei jedem
Werkzeug neu vorgesehen werden müssen.
Als Aufbereitungsaggregat für das metallische fließfähige Material bieten sich unter
anderem ein Schmelzeofen mit nachgeordneter Schmelzepumpe und gegebenen
falls einem Rührwerk an.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist vorzugsweise eine Schneckenmaschine
als Aufbereitungsaggregat auf. Diese kann als eine Mehrschneckenmaschine aus
gebildet sein. Mehrschneckenmaschinen erlauben eine besonders kontrollierte Auf
bereitung des metallischen Materials zu einer fließfähigen Masse. Darüber hinaus ist
mit einer Mehrschneckenmaschine insbesondere auch das Einmischen und Einar
beiten von Legierungsbestandteilen, anderen Additiven, z. B. Verstärkungsstoffen,
Füllstoffen etc. einfach und kontrolliert möglich.
Besonders bevorzugt sind Vorrichtungen mit einer Schneckenmaschine, welche eine
dichtkämmende Doppelschneckenmaschine mit gleichsinnig drehenden Schnecken
ist. Bei dieser Schneckenmaschine erhält man besonders gut definierte Transport
leistungen und Durchmischungen der aufbereiteten Materialien.
Bei Mehrschneckenmaschinen wird als Einspritzaggregat ein der Schneckenma
schine nachgeschalteter Druckgießzylinder verwendet.
Bei der Einschneckenmaschine kann entweder ein Druckgießzylinder verwendet
werden oder die Schnecke der Schneckenmaschine als Schubschnecke ausgebildet
werden und somit selber als Einspritzaggregat dienen.
Die Ausführung der Verschlussvorrichtung selber wurde bislang noch nicht ange
sprochen. Bevorzugt weist diese eine Nadel auf, welche in der Verschlussvorrich
tung verschieblich gelagert ist und in einer ersten, zurückgezogenen Position die
Öffnung der Düse freigibt und in einer zweiten, vorgeschobenen Position die Öff
nung der Düse verschließt.
Bei einer Variante der Verschlussvorrichtung, die mit einer Nadel als Verschlussele
ment arbeitet, ist vorgesehen, dass die Nadel zur Längsachse des der Düse benach
barten Bereichs des Strömungskanals in einem spitzen Winkel geneigt geführt ist.
Alternativ kann die Nadel der Verschlussvorrichtung zu dem der Düse benachbarten
Endabschnitt des Strömungskanals koaxial geführt sein.
Die Schließbewegung führt die Nadel in beiden Fällen in Fließrichtung des metalli
schen Materials beim Einspritzen aus. Die Nadel bleibt dabei in der zurückgezoge
nen Position vorzugsweise mindestens mit ihrer Spitze im fließfähigen metallischen
Material stehen, so daß diese im Temperaturgleichgewicht mit der Umgebung bleibt.
Eine besonders einfache Art der Ausbildung des Verschlusses unter Verwendung
einer Nadel bei der Verschlussvorrichtung als Verschließelement ist dann gegeben,
wenn sich der Querschnitt des Strömungskanals in Richtung zur Öffnung der Düse
hin verringert und die Nadel einen vorderen, sich verjüngenden Abschnitt aufweist,
dessen Querschnitt größer ist als der verringerte Querschnitt des Strömungskanals,
so dass sich bei vorgeschobener Nadel eine ringförmige, konische oder sphärische
Dichtungsfläche zwischen Nadel und der Innenwandung des Strömungskanals er
gibt.
Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Strömungskanal im Bereich der Düse ei
nen zylindrischen Abschnitt mit verringertem Querschnitt aufweist und, dass die Na
del einen vorderen Abschnitt umfasst, dessen Durchmesser dem Durchmesser des
zylindrischen Abschnittes entspricht, so dass sich bei vorgeschobener Nadel eine
zylindermantelartige Dichtfläche zwischen der Innenwandung des Strömungskanals
und der Außenoberfläche der Nadel ergibt.
Bei sich verjüngender Nadelspitze setzt sich diese bei Verschleiß selbständig nach.
Besonders bevorzugt ist es, wenn die Nadel in dem Strömungskanal in einer Ebene
parallel zur Maschinenachse geführt ist. Dies lässt eine besonders einfache Abstüt
zung und Anordnung der Betätigungselemente bzw. des Antriebs der Nadel zu.
Bevorzugt wird die Verschlussvorrichtung in einem zur Düse benachbarten Abschnitt
des Strömungskanals eine Führung für die Nadel umfassen. Dies dient der Verbes
serung der Stabilität des Betriebs der Verschlussvorrichtung und minimiert den Ver
schleiß der Nadel.
Diese Führung kann vorteilhaft durch mindestens drei in Umfangrichtung der Nadel
in gleichmäßigen Abständen angeordneten, von der Innenwandung des Strömungs
kanals abstehende Führungsvorsprünge geschehen.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Schne
ckenmaschine mit horizontal geneigter Maschinenachse angeordnet, so dass der
Akkumulationsvorgang von fließfähiger Masse in der Akkumulationszone durch die
Schwerkraft unterstützt wird.
Bevorzugt wird vorgesehen, dass der Strömungskanal die Akkumulationszone der
Schneckenmaschine direkt mit der Düsenöffnung verbindet.
Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Strömungskanal zwischen dem der Akku
mulationszone benachbarten Teil und dem zur Düse benachbarten Abschnitt eine
Verzweigung aufweist, welche eine Fließverbindung zu dem Druckgießzylinder
schafft.
In diesem Fall wird der Druckgießzylinder vorzugsweise koaxial zu dem benachbart
zur Düse angeordneten Abschnitt des Strömungskanals angeordnet.
Hierbei kann als Alternative der Druckgießzylinder parallel zu dem zur Düse benach
barten Strömungskanalabschnitt in der Vertikalen nach oben oder unten versetzt an
geordnet sein.
Bevorzugt weist die Düse eine Heizvorrichtung auf, so dass die fließfähige Masse,
die hinter der Düse im Strömungskanal während der Akkumulation von fließfähiger
Masse in der Akkumulationszone ansteht, auf gleichbleibender Temperatur und ins
besondere auf einer Temperatur, wie sie die aufbereitete fließfähige Masse aufweist
gehalten werden kann.
Bevorzugt werden hier als Heizvorrichtung keramische Widerstandsheizbänder oder
gewendelte Flachrohrheizpatronen oder induktive Spulen als von außen wirkende
Heizelemente eingesetzt. Bringt man die Heizelement im Innern des Düsenkörpers
an, so empfehlen sich sogenannte Heiztorpedos.
Weiter bevorzugt werden bei dieser Variante die Heizvorrichtungen der Düse mit
Temperatursensoren versehen, welche im Düsenkörper angeordnet sind. So lässt
sich eine möglichst nahe an der fließfähigen Masse stattfindende Temperaturmes
sung durchführen.
Diese und weitere Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeich
nung noch näher erläutert. Es zeigen im Einzelnen:
Fig. 1 ein Zykluszeitdiagramm des erfindungsgemäßen und eines herkömmli
chen Druckgießverfahrens;
Fig. 2 ein Zykluszeitdiagramm einer weiteren Variante des erfindungsgemäßen
Druckgießverfahrens;
Fig. 3 eine erste Variante einer erfindungsgemäßen Druckgießvorrichtung mit
einer Schubschneckenmaschine;
Fig. 4 ein vergrößertes Detail einer Verschlussvorrichtung der Druckgießvor
richtung der Fig. 3;
Fig. 5 eine Schnittansicht längs der Linie V-V der Fig. 4;
Fig. 6 eine alternative Verschlussvorrichtung zu der Variante der Fig. 4;
Fig. 7 eine weitere alternative Verschlussvorrichtung zu der Variante in Fig. 4;
Fig. 8 eine zweite Variante einer erfindungsgemäßen Druckgießvorrichtung mit
einer Schneckenmaschine und einem separaten Druckgießzylinder;
Fig. 9 eine dritte Variante einer erfindungsgemäßen Druckgießvorrichtung mit
einer Schneckenmaschine und einem separaten Druckgießzylinder;
Fig. 10 eine vierte Variante einer erfindungsgemäßen Druckgießvorrichtung mit
einer Schneckenmaschine und einem separaten Druckgießzylinder;
Fig. 11 eine weitere alternative Verschlußvorrichtung; und
Fig. 12 den Bereich der Düsenspritze zu unterschiedlichen Zeiten des Öffnens
bei einer Variante der alternativen Verschlußvorrichtung von Fig. 11.
Fig. 1 zeigt ein Zykluszeit-Diagramm A sowie ein Zykluszeit-Diagramm B für ein
Druckgießverfahren, bei dem metallisches Material in einer Schneckenmaschine als
Aufbereitungsaggregat zu einer fließfähigen Masse aufbereitet und in einer Akkumu
lationszone akkumuliert wird. Nachdem eine vorgegebene Menge des metallischen
Materials aufbereitet und akkumuliert ist, wird die fließfähige Masse über einen Strö
mungskanal mit einer Austrittsdüse in ein Druckgießwerkzeug eingespritzt.
In Fig. 1 zeigt das Diagramm A die einzelnen Verfahrensschritte eines Druckgieß
zyklus gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren in einer bevorzugten Ausgestal
tung und das Diagramm B ein hierzu korrespondierendes Diagramm mit den Verfah
rensschritten eines herkömmlichen Druckgießverfahrens.
Beide Zykluszeit-Diagramme A und B beziehen sich auf einen Druckgießvorgang für
denselben Formkörper aus einer Magnesiumlegierung, z. B. ein Gehäuseteil eines
elektronischen Geräts, mit einer Masse von 400 g. Verwendet wird in beiden Fällen
eine Einschneckenmaschine mit einer Schubschnecke.
Bei dem erfindungsgemäßen Zykluszeit-Diagramm A wird ausgegangen von einer
Situation, in der von der in das Druckgießwerkzeug einzuspritzenden Magnesium
legierung ein bereits ausreichender Vorrat in fließfähiger Form in der Akkumulations
zone der Schneckenmaschine angesammelt (dosiert) wurde.
In einem ersten Schritt Aa wird zum Einspritzen der fließfähigen Magnesiumlegie
rung in das Druckgießwerkzeug die Düse am Ende des Strömungskanals geöffnet,
was weniger als 500 ms benötigt.
Der Einspritzvorgang Ab selbst muss mit sehr hoher Schussgeschwindigkeit erfolgen
und benötigt lediglich ca. 10 ms bis 120 ms, im vorliegenden Fall ca. 50 ms.
Im direkten Anschluss an den Einspritzvorgang Ab wird noch ein sogenannter Nach
druck Ac aufrechterhalten, um den Volumenschwund der in der Druckgießform erkal
tenden Magnesiumlegierung auszugleichen. Der Zeitbedarf hierfür beträgt ca. 40 ms
bis 1500 ms, je nach Wandstärke des hergestellten Formteils und Erstarrungsge
schwindigkeit des metallischen Materials, im vorliegenden Fall ca. 500 ms. Letztere
ist abhängig von Werkzeugtemperatur, Massetemperatur, Wärmeübergang etc. Da
nach wird die Düse in weniger als 500 ms geschlossen (Schritt Ad).
Sobald die Düse geschlossen ist, kann das Aufbereitungsaggregat von dem Druck
gießwerkzeug getrennt werden und die Kühlung Ae des Formkörpers in dem Werk
zeug forciert werden. Mit der Kühlung (Schritt Ae) kann zeitgleich mit dem Schließen
der Düse (Schritt Ad) begonnen werden.
Sobald die Düse durch die Verschlussvorrichtung sicher verschlossen ist, besteht
keine Gefahr mehr, dass fließfähiges Material aus der Düse austritt. Praktisch un
mittelbar darauf kann das Dosieren Af durchgeführt werden, während parallel das
vom Einspritzaggregat gegebenenfalls getrennte Werkzeug nach Ablauf der erfor
derlichen Kühlzeit Ae geöffnet werden kann (Schritt Ag), der Formkörper entformt
und entnommen (Schritt Ah) und das Werkzeug freigeblasen und mit Trennmittel
besprüht (Schritt Ai) und geschlossen (Schritt Aj) wird und so für einen weiteren
Druckgießzyklus vorbereitet ist.
Zwischen den Schritten Ai und Aj können bei Bedarf Einlegeteile, wie z. B. Gewinde
einsätze, in das Werkzeug eingelegt werden.
Die gesamte Zykluszeit beträgt in diesem Fall ca. 22,05 s. Aufgrund der erfindungs
gemäßen Ausbildung der Düse mit einer Verschlußvorrichtung zum aktiven Ver
schließen der Düsenöffnung kann die Aufbereitung, d. h. das Plastifizieren des me
tallischen Materials fast während der gesamten Zykluszeit A fortgesetzt werden.
Herkömmlich (vgl. z. B. WO 97/21509) muss ein Zyklus wie in Diagramm B gezeigt
gefahren werden. Ein Vorgang zum Öffnen der Düse entfällt hier, da der die Düse
schließende, eingefrorene Pfropfen beim Einspritzvorgang aus der Düsenöffnung
herausgedrückt und von einem Pfropfenfänger aufgefangen wird.
Nach dem Einspritzen Ba und dem Aufbringen des Nachdrucks Bb wird wieder ein
Verschlusspfropfen aus dem metallischen Material in der Düse eingefroren (Schritt
Bc), während parallel die Kühlung des Werkzeugs vorgenommen wird. Der Pfrop
fenbildungs- und Kühlschritt Bc ist erheblich länger als der Schritt Ae, da neben dem
Pfropfen auch das Material des erheblich größeren Angusses gekühlt werden muss.
Erst nach der Pfropfenbildung und einem Dekompressionshub Bd zur Entlastung
des Pfropfens kann die Plastifizierung Be in dem Aufbereitungsaggregat wieder auf
genommen werden. Am Ende des Plastifiziervorganges Be wird bei noch geschlos
senem Werkzeug erneut ein Dekompressionshub Bf durchgeführt, um zu verhindern,
daß der Pfropfen unbeabsichtigt aus der Düse herausgedrückt wird. Aus Sicher
heitsgründen sollte erst danach das Werkzeug geöffnet (Schritt Bg) und der Form
körper entformt und entnommen (Schritt Bh) werden. Daran schließt sich das
Freiblasen und Einsprühen des Werkzeugs mit Trennmittel (Schritt Bi) und das Wie
derverschließen (Schritt Bj) desselben an, bevor ein neuer Zyklus ablaufen kann.
Während dem gesamten Plastifizierschritt Be muss das Werkzeug mit dem Aufberei
tungsaggregat verbunden bleiben um eine ausreichende Sicherheit für die Umge
bung der Druckgießvorrichtung im Falle eines nicht ausreichend fest sitzenden Ver
schlusspfropfens zu bieten.
Das Nachlaufen oder Spritzen der Düse stellt eine Gefährdung für den Maschinen
bediener dar und/oder kann zu einer Beschädigung von peripheren Geräten, wie
z. B. Entnahme- und Sprühgerät führen.
Dies behindert die Parallelisierung der Vorgänge Plastifizieren Be sowie Entnahme
Bf und Blasen/Sprühen Bi, so daß die bei dem herkömmlichen Verfahren benötigte
Zykluszeit für dieses Beispiel ca. 32,65 s beträgt.
Die bereits im vorliegenden Beispiel erkennbaren erheblichen Unterschiede in der
Zykluszeit vergrößern sich noch bei höheren Schussmassen (Bauteilgewicht + An
gießsystem und Entlüftung).
Fig. 2 zeigt weitere Zykluszeitdiagramme für einen Zyklus C und einen Zyklus D.
Diese Diagramme gelten, wenn mit einem Doppelschneckenextruder als Aufberei
tungs- und Dosieraggregat gearbeitet und ein separates Einspritzaggregat verwen
det wird. Auch hier wird die Aufbereitung des metallischen Materials während der
gesamten Zykluszeit aufgrund der Verwendung einer erfindungsgemäß mit einer
Verschlußvorrichtung aktiv verschließbaren Düse möglich. Hier läßt sich zwar in
beiden Fällen eine Plastifizierung P praktisch während des gesamten Zyklus' C oder
D durchführen. Das Arbeiten ohne Verschlussdüse hat aber den Nachteil, dass be
stimmte Vorgänge wie nachstehend beschrieben nicht zeitgleich bzw. überlappend
durchgeführt werden können.
Im Zyklus C wird mit einer Verschlussdüse zum erfindungsgemäßen aktiven Ver
schließen der Düse gearbeitet. In Schritt Ca wird die Düse, die zuvor aktiv ver
schlossen wurde, geöffnet (Zeitbedarf wie bei Schritt Aa weniger als ca. 500 ms).
Der Einspritzvorgang Cb weist denselben Zeitbedarf auf wie die Einspritzvorgänge
Ab und Ba, nämlich ca. 50 ms. Falls Nachdruck aufgebracht wird (Schritt Cc) ändert
sich der Zeitbedarf gegenüber den Zykluszeitdiagrammen A und B nicht. Auch die
Zeit zum aktiven Schließen der Düse (Schritt Cd) bleibt dieselbe wie im Fall des Zy
klusdiagramms A. Da die Kühlzeit (Schritt Ce) im wesentlichen von dem Formteil
(Wandstärke, Gesamtmasse etc.) abhängt, ergibt sich hier ebenfalls eine vergleich
bare Zeitdauer wie bei den Schritten Ae.
Das Dosieren (Schritt Cf) benötigt mit der Doppelschneckenmaschine ebenfalls 7 s,
wobei parallel bereits das Werkzeug geöffnet (Schritt Cg) werden kann. Auch das
Entformen und Entnehmen des Formteils kann noch während dem Dosieren ge
schehen.
Schließlich bleibt noch das Freiblasen der Form und Einsprühen der Form mit
Trennmittel (Schritt Cl) sowie das Schließen des Werkzeugs (Schritt Cj), bevor der
nächste Zyklus beginnen kann.
Der Zeitbedarf bei diesem Zyklus beträgt insgesamt 22,05 s und entspricht so der
Zykluszeit A, bei der ein Einwellenextruder mit Schubschnecke verwendet wurde.
Im Zyklus D wird wie im Zyklus C mit einem Doppelschneckenextruder gearbeitet,
die Düse jedoch passiv verschlossen. Der Plastifiziervorgang kann während der ge
samten Zykluszeit fortgesetzt werden.
Das Öffnen der Düse entfällt hier wie in Zyklus B. Der Einspritzvorgang Da hat einen
Zeitbedarf von ca. 50 ms, daran anschließend wird noch ein Nachdruck Db ange
wandt (500 ms). In der darauf folgenden Kühlzeit Dc wird zu Beginn der Pfropfen in
der Düsenöffnung eingefroren. Nach dessen Bildung entlastet ein Dekompressions
hub Dd den Pfropfen, und erst jetzt kann die Dosierung De von fließfähigem Material
für den nächsten Einspritzvorgang beginnen. Nach dem Ende der Dosierung wird
ein weiterer Dekompressionshub Df durchgeführt und erst danach kann das Werk
zeug geöffnet (Schritt Dg), das Formteil entformt und entnommen (Schritt Dh), die
Kavität des Werkzeugs freigeblasen und mit Trennmittel besprüht (Schritt Di) und
schließlich das Werkzeug wieder geschlossen werden (Schritt Dj). Aufgrund der
beim Arbeiten mit eingefrorenen Pfropfen zu beachtenden Sicherheitsmaßnahmen
lassen sich in Zyklus D nur wenige Vorgänge parallel durchführen, so dass trotz der
günstigeren Arbeitsweise beim Aufbereiten/Plastifizieren des metallischen Materials
eine erheblich längere Zykluszeit von 26,65 s gegenüber dem Zyklus C resultiert.
In den Fig. 3 bis 12 werden nun bevorzugte Ausführungsformen der erfindungs
gemäßen Vorrichtung zur Durchführung des vorbeschriebenen Verfahrens näher
erläutert.
In Fig. 3 ist eine schematische, teilweise aufgebrochene Darstellung einer insge
samt mit dem Bezugszeichen 10 versehenen Vorrichtung zum Druckgießen von
metallischen Formkörpern mit einer Schneckenmaschine 12 zum Aufbereiten eines
über eine Aufgabevorrichtung 14, vorzugsweise mit Unterfütterung, eindosierten
metallischen Materials zu einer fließfähigen Masse.
In der Schneckenmaschine 12 wird metallisches Material in an sich bekannter Weise
auf die erforderliche Temperatur gebracht und plastifiziert und zu einer ausgangs
seitig angeordneten Akkumulationszone 16 transportiert und dort akkumuliert. So
bald in der Akkumulationszone eine vorgegebene Menge des metallischen Materials
angesammelt wurde, kann mit einem Einspritzvorgang die Formkavität eines Druck
gießwerkzeugs 18 über einen von der Akkumulationszone der Schneckenmaschine
zu dem Werkzeug 18 führenden Strömungskanal 20 befüllt werden. Der Strömungs
kanal 20 mündet mit einem Endabschnitt 24 mit einer zylindrischen Bohrung 25 in
eine Düse 22, welche mechanisch mittels einer Verschlussvorrichtung 26 verschließ
bar ist.
Bevorzugt wird, wie in Fig. 3 strichpunktiert angedeutet, der Strömungskanal mit der
Düse 22' bis möglichst nahe an die Formkavität (nicht dargestellt) des Werkzeugs
18 herangeführt, um den Angußkegel des Formkörpers möglichst klein zu halten.
Die Verschlussvorrichtung 26 umfasst eine hydraulisch in der Bohrung 25 in deren
Axialrichtung zwischen einer Verschlussstellung und einer Freigabestellung hin- und
herverfahrbare Nadel 28, welche mit ihrem in Richtung zum Werkzeug 18 weisen
den freien Ende die Öffnung der Düse 22 entweder verschließen oder freigeben
kann.
Die Nadel 28 kann durch eine Hydraulikschaltung 30 zur Einnahme ihrer Schließ
stellung oder ihrer Freigabestellung je nach dem Betriebszustand der Druckgießvor
richtung 10 angetrieben werden.
Bei der in Fig. 3 vorliegenden Ausführungsform ist die Schneckenmaschine 12 mit
einer Schubschnecke ausgerüstet, d. h. die Schneckenmaschinen wird gleichzeitig
als Einspritzaggregat verwendet, wobei die Schubschnecke nach dem Akkumulieren
einer ausreichenden Menge an fließfähigem metallischem Material in der Akkumula
tionszone zum auslassseitigen Ende hin beschleunigt wird und das metallische Ma
terial aus der Akkumulationszone verdrängt und durch den Strömungskanal in das
Werkzeug eingespritzt wird. Nach einer Nachdruckzeit kann die Düse mittels der Na
del 28 geschlossen werden, so dass nunmehr keine Fließverbindung mehr zwischen
der Schneckenmaschine 12 und dem Werkzeug 18 besteht.
Fig. 4 zeigt im einzelnen die Ausbildung der erfindungsgemäßen Druckgießvorrich
tung im Bereich des Übergangs von dem von der Schneckenmaschine 12 kommen
den Strömungskanal 20 zum Druckgießwerkzeug 18. Wie zuvor schon ausgeführt ist
der Strömungskanal 20, der mit der Düse 22 endet, möglichst nahe an die Formkavi
tät des Werkzeugs 18 herangeführt. Die Öffnung 34 der Düse 22 lässt sich mit der
Nadel 28 nach Beendigung des Einspritzvorgangs und gegebenenfalls einer Nach
druckphase dicht verschließen, so dass kein schmelzflüssig aufbereitetes, metalli
sches Material mehr austreten kann.
In dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Nadel 28 parallel zu dem
Endabschnitt 24 des Strömungskanals zwischen ihrer Schließ- und ihrer Freigabe
stellung geführt. Das freie Ende der Nadel 28 wird dabei von einem Führungsele
ment 36 auf die Düsenöffnung 34 hin zentriert geführt, so dass beim Einfahren der
ungefähr kegelstumpfförmigen Nadelspitze 29 in einen Dichtungssitz 23 in der Düse
22 unmittelbar eine vollständige Abdichtung der Düsenöffnung 34 erhalten wird. Das
Führungselement 36 weist drei in Radialrichtung ungefähr gleichmäßig zueinander
beabstandete Vorsprünge 37 auf, welche eine gewisse Ausdehnung in Längsrich
tung des Abschnitts 24 des Strömungskanals 20 aufweisen, in Radialrichtung aber
möglichst schmal gehalten sind, so dass zwischen den Vorsprüngen 37 ausreichend
Freiraum für das Durchströmen des aufbereiteten metallischen Materials bleibt
(Fig. 5).
Die Dichtung erfolgt hier entlang einer ringförmigen Fläche, entlang der die kegel
förmigen Oberflächen der Nadelspitze 29 und der Düsenöffnung 34 aneinander an
liegen. Bei dieser Ausführungsform ist der Durchmesser des zylindrischen freien
Endes der Nadel größer als der Durchmesser der Düsenöffnung.
Der Aufbau des auslassseitigen Endes des Strömungskanals 20 beinhaltet eine
rücksprungartige Erweiterung 38, die mit einem Innengewinde versehen ist, in das
das Führungselement 36 einschraubbar ist. Die Düse 22 wird mittels eines am Au
ßenumfang des Endabschnitts des Strömungskanals 20 vorgesehenen Außenge
winde auf den Strömungskanal mittels einem Überwurfelement aufgeschraubt und ist
damit nach einer Trennung von Schneckenmaschine 12 und Werkzeug 18 leicht
austauschbar.
Bevorzugt wird das auslassseitige Ende des Strömungskanals wie in Fig. 4 gezeigt
beheizbar gestaltet, wobei, wie gezeigt, ein Heiztorpedo 40 (alternativ ein Ringheiz
körper) als Heizelement bevorzugt wird.
Eine alternative Ausgestaltung des Dichtungssitzes zeigt Fig. 6, in der eine Düse 42
mit einer zylindrischen Düsenöffnung 44 versehen ist. Der Durchmesser zylindri
schen freien Endes 47 der Nadel 46 ist zylindrisch ausgebildet und weist einen zum
Durchmesser der Düsenöffnung 44 komplementären Durchmesser auf, wodurch im
in den Dichtungssitz eingefahrenen Zustand der Nadel 46 eine zylindrische Dich
tungsfläche resultiert.
Fig. 7 zeigt schließlich zu der in den Fig. 3 bis 6 dargestellten Verschlussvorrichtung
eine grundsätzlich abweichende Variante. Während bei den Dichtungsvorrichtungen
der Fig. 3 bis 6 die Nadel 28 bzw. 46, die dem Verschluss der Düsenöffnung dient,
parallel zur Bohrung 25 des Abschnitts 24 des Strömungskanals 20 geführt ist, wird
die Nadel in der in Fig. 7 gezeigten Variante gegen die Axialrichtung des Endab
schnitts des Strömungskanals in einem spitzen Winkel geneigt geführt.
Bei dieser Variante trägt der Strömungskanal 20 an seinem auslassseitigen Ende
einen Abschnitt 50 mit einer Bohrung 52, welche die Bohrung des Strömungskanals
fortsetzt und sich in Richtung zur Düse 54 hin konisch erweitert. Der Abschnitt 50
weist ferner eine Bohrung 56 auf, welche in einem spitzen Winkel zur Axialrichtung
der Bohrung 52 verläuft und welche die Bohrung 52 im Bereich der Öffnung 58 der
Düse 54 trifft. Die Düse 54 selbst weist einlassseitig ein sich zur Düsenöffnung 58
hin konisch verjüngenden Hohlraum auf, der in einem Abschnitt mit der Wandung
der Bohrung 56 fluchtet.
An ihrem freien Ende wird die in der Bohrung 56 geführte Nadel 60 durch ein Füh
rungselement 57 zentriert und exakt auf die Öffnung der Düse 54 hin ausgerichtet.
Die Spitze 62 der Nadel 60 ist kugelkalottenförmig ausgeführt und bildet mit der In
nenwandung der Düse 54 eine ringförmige, sphärische Dichtungsfläche aus. Die
Düse 54 wird an dem Abschnitt 50 wiederum über ein Überwurfelement 64 ver
schraubt.
Anhand der Fig. 8 bis 10 seien weitere Ausführungsformen der vorliegenden
erfindungsgemäßen Druckgießvorrichtung erläutert. Der Einfachheit halber wird be
züglich Einzelheiten der Verschlussvorrichtungen auf die vorstehenden Ausführun
gen Bezug genommen.
Die in Fig. 8 dargestellte Druckgießvorrichtung 70 weist, auf einem Maschinenrah
men 71 aufgebaut, ein Aufbereitungsaggregat 72 mit einer über einen Aufgabetrich
ter 75 befüllbaren Schneckenmaschine 74 und einem Strömungskanal 78, einen
Druckgießzylinder 76 sowie eine Verschlussvorrichtung 80 auf. Der Strömungskanal
endet mit einer Einspritzdüse 82, welche mittels der Verschlussvorrichtung 80 ver
schließbar ist. Die Druckgießvorrichtung weist ferner ein auf dem Maschinenrahmen
71 horizontal verschieblich angeordnetes Druckgießwerkzeug 84 auf, welches direkt
an die Düse 82 anschließt.
Die Schneckenmaschine 74, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel bevorzugt als
Zweischneckenmaschine ausgebildet wird, ist gegen die von dem Maschinenrahmen
71 definierte Horizontale in einem spitzen Winkel geneigt angeordnet. Auslassseitig
schließt sich an die Schneckenmaschine 74 ein Block 86 an, in dem der Strömungs
kanal 78 ausgebildet ist, welcher sich zu einem Anschluss für den Druckgießzylinder
76 verzweigt und einen im wesentlichen horizontal geführten Endabschnitt 88 um
fasst, welcher einen Teil der Verschlussvorrichtung 80 bildet.
Die Verschlussvorrichtung 80 ist vorliegend analog wie die in Fig. 4 gezeigt ausge
bildet, wobei es jedoch, je nach Anwendungsfall im Belieben des Fachmanns steht
eine ändere Verschlussvorrichtung zu verwenden, insbesondere die weiteren Va
rianten der zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen.
Bei der in Fig. 8 gezeigten Druckgießvorrichtung sind die Schneckenmaschine 74,
der Druckgießzylinder 76 und die Verschlussvorrichtung 80 in einer vertikalen Ebe
ne und in der vorgenannten Reihenfolge untereinander angeordnet. Demzufolge
verläuft und verbindet der Strömungskanal 78 vertikal von dem Auslaß der Schnec
kenmaschine ausgehend den Einlass des Druckgießzylinders 76 und Verschlussvor
richtung 80.
In diesem Punkt unterscheidet sich die in Fig. 9 gezeigte Ausführungsform der er
findungsgemäßen Druckgießvorrichtung, die hier mit dem Bezugszeichen 90 verse
hen ist.
Auch bei dieser Ausführungsform weist die Druckgießvorrichtung 90, auf einem Ma
schinenrahmen 91 aufgebaut, ein Aufbereitungsaggregat 92 mit einer über einen
Aufgabetrichter 95 befüllbaren Schneckenmaschine 94 und einem Strömungskanal
98, einen Druckgießzylinder 96 sowie eine Verschlussvorrichtung 100 auf. Der Strö
mungskanal 98 endet mit einer Einspritzdüse 102, welche mittels der Verschlussvor
richtung 100 verschließbar ist. Die Druckgießvorrichtung 90 weist ferner ein auf dem
Maschinenrahmen 91 horizontal verschieblich angeordnetes Druckgießwerkzeug
104 auf, welches direkt an die Düse 102 anschließt.
Die Verschlussvorrichtung 100 entspricht bei diesem Ausführungsbeispiel allerdings
in ihrer Konstruktion dem Ausführungsbeispiel der Fig. 7. Aufgrund der in spitzem
Winkel zu dem Endabschnitt geführten Verschlussnadel der Verschlussvorrichtung
kann der Strömungskanal in seinem vertikal verlaufenden Abschnitt kürzer ausgelegt
werden. Da hier keine zwei vertikal untereinanderangeordnete Anschlüsse für den
Druckgießzylinder und die Verschlussvorrichtung vorgesehen werden müssen. Fer
ner kann der Endabschnitt des Strömungskanals der horizontal verläuft kürzer ge
halten werden. Insgesamt baut also die Ausführungsform etwas niedriger und etwas
kürzer als die in der Fig. 8 gezeigte.
Fig. 10 zeigt eine Variante der Ausführungsform der Fig. 8. Im Unterschied zu der
Ausführungsform der Fig. 8 ist die Reihenfolge der in einer vertikalen Ebene ange
ordneten Funktionsteile der Druckgießvorrichtung 110, nämlich die Schneckenma
schine 112, der Druckgießzylinder 114 und die Verschlussvorrichtung 116 verschie
den. Bei dieser Variante ist die Verschlussvorrichtung 116 zwischen der Schnecken
maschine 112 und dem Druckgießzylinder 114 angeordnet.
Fig. 11 zeigt eine weitere Alternative in Form einer Verschlußvorrichtung 116 zum
aktiven Verschließen einer Düse 118, welche bei dieser Ausführungsform einstückig
ausgebildet ist und mit einem Außengewinde 120 versehen in den Endbereich des
Strömungskanals 20 eingeschraubt ist. Auch hier könnte man mit Vorteil die zweitei
lige Düse, wie sie in den Fig. 4, 6 und 7 im einzelnen gezeigt ist, verwenden.
Die Verschlußvorrichtung 116 umfängt mit einem Ringteil 122 den Endbereich des
Strömungskanals 20 und stützt sich dort ab. Das Ringteil 122 trägt ein Hydraulikag
gregat 124, über das ein in das Innere des Strömungskanal reichender Gabelhebel
126 um einen Drehpunkt 128 verschwenkbar ist. Im Inneren des Strömungskanals
20 ist der Gabelhebel 126 mit einer Nadel 130 als Verschließelement gelenkig ver
bunden und führt diese koaxial zum Strömungskanal 20 zwischen ihren Schließ- und
Offenstellungen beim Betätigen des Hydaulikaggregats 124 hin und her.
Anstelle des Gabelhebels kann auch eine außen angeordnete Feder treten (nicht
gezeigt), welche die Nadel in die Schließstellung drückt.
In Fig. 12 ist zeichnerisch dargestellt, wie bei einer solchen Ausgestaltung auf
grund des Einspritzdrucks das quasi automatische Öffnen der Düsenöffnung durch
ein Zurückdrücken einer Nadel 131 aus der Schließ- in die Offenstellung gelingt.
Die Nadel 131 weist dabei eine sich in Stufen verjüngende Spitze 132 auf, wobei
das freie Ende so ausgebildet ist, daß es dichtend an der Innenwand 134 der Dü
senöffnung anliegen kann. Die Spitze 132 weist ferner Rücksprünge 136 auf, die so
ausgestaltet sind, daß beim Aufbringen des Einspritzdrucks hierauf eine Kraftkom
ponente wirkt, welche die Nadel 131 entgegen der Einspritzrichtung R bewegt. Fig.
12a zeigt die Nadel 131 in ihrer Schließstellung. Fig. 12b verdeutlicht den Beginn
der Bewegung der Nadel in die Offenstellung, und Fig. 12c schließlich zeigt die
Nadel in dem Zustand der Offenstellung, in der die Düsenöffnung vollständig freige
geben ist.
Claims (34)
1. Verfahren zum Druckgießen von metallischen Formkörpern, wobei ein metal
lisches Material in einem Aufbereitungsaggregat, im wesentlichen kontinuier
lich, zu einer fließfähigen Masse bei einer Temperatur ≧ 500°C aufbereitet, in
einer Akkumulationszone akkumuliert und nach dem Akkumulieren einer vor
gegebenen Menge der fließfähigen Masse diese über einen Strömungskanal
mit einer Austrittsdüse in ein Druckgießwerkzeug eingespritzt wird, wobei die
Düse nach dem Einspritzen des Materials verschlossen, das metallische Mate
rial im Werkzeug gekühlt und verfestigt, danach das Druckgießwerkzeug geöff
net und das Formteil entformt wird, wobei die Düse nach dem Einspritzen mit
einer von dem Einspritzaggregat verschiedenen Verschlussvorrichtung aktiv
verschlossen wird, und wobei das Verschließen der Düse bei dicht verbunde
nem Zustand von Werkzeug und Einspritzaggregat durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse unmittel
bar nach dem Einspritzen verschlossen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einsprit
zen des metallischen Materials in das Werkzeug für eine vorgegebene Zeit
spanne ein Nachdruck angewendet und die Düse nach Ablauf dieser Zeitspan
ne verschlossen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
dem Aufbereitungsaggregat ein Druckgießzylinder zum Einspritzen des metalli
schen Materials in das Werkzeug nachgeschaltet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das metallische
fließfähige Material kontinuierlich aufbereitet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
als Aufbereitungsaggregat eine Schneckenmaschine verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Aufberei
tungs- und Einspritzaggregat eine Schneckenmaschine mit einer Schub
schnecke verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verschlussvorrichtung beheizt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Düse benachbart zur Formkavität des Druckgießwerkzeugs angeordnet
wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
das Aufbereitungs- und Einspritzaggregat und das Druckgießwerkzeug nach
dem Verschließen der Düse und vor dem Öffnen des Werkzeugs von einander
getrennt werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verschließen der Düse mittels eines Sensors für ein Verschließelement
der Verschlußvorrichtung überwacht wird.
12. Vorrichtung zum Druckgießen von metallischen Formkörpern mit einem Aufbe
reitungsaggregat zum im wesentlichen kontinuierlichen Aufbereiten eines me
tallischen Materials zu einer fließfähigen Masse bei einer Temperatur ≧ 500°C,
einer Akkumulationszone zum Akkumulieren einer vorgegebenen Menge an
fließfähigem, metallischem Material, einem Einspritzaggregat und einem
Druckgießwerkzeug, welches über einen Strömungskanal mit einer Austrittsdü
se mit metallischem Material befüllbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine
von dem Einspritzaggregat getrennte Verschlussvorrichtung mit einem Ver
schließelement vorhanden ist, mit welchem die Düse nach dem Einspritzen in
dicht verbundenem Zustand von Einspritzaggregat und Werkzeug aktiv ver
schließbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse be
nachbart zur Formkavität des Druckgießwerkzeugs angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das
Aufbereitungsaggregat eine Schneckenmaschine ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung
einen der Schneckenmaschine nachgeschalteten Druckgießzylinder umfasst.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecken
maschine eine dichtkämmende Doppelschneckenmaschine mit gleichsinnig
drehenden Schnecken ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecken
maschine eine Schubschnecke umfasst.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlussvorrichtung eine Nadel als Verschließelement umfasst,
welche in der Verschlussvorrichtung verschieblich gelagert ist und in einer er
sten, zurückgezogenen Position die Öffnung der Düse freigibt und in einer
zweiten, vorgeschobenen Position die Öffnung der Düse verschließt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadel zur
Längsachse eines der Düse benachbarten Abschnitts des Strömungskanals in
einem spitzen Winkel geneigt geführt ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadel ko
axial zu einem der Düse benachbarten Abschnitt des Strömungskanals geführt
ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Quer
schnitt des Strömungskanals in Richtung zur Öffnung der Düse hin verringert
und dass die Nadel einen vorderen sich verjüngenden Abschnitt aufweist, des
sen Querschnitt größer ist als der verringerte Querschnitt des Strömungska
nals, so dass sich bei vorgeschobener Nadel eine ringförmige, konische oder
sphärische Dichtungsfläche zwischen Nadel und der Innenwandung des Strö
mungskanals ergibt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungs
kanal im Bereich der Düse einen zylindrischen Abschnitt mit verringertem
Querschnitt aufweist und dass die Nadel einen vorderen Abschnitt umfasst,
dessen Durchmesser dem Durchmesser des zylindrischen Abschnitts ent
spricht, so dass sich bei vorgeschobener Nadel eine zylindrische Dichtfläche
zwischen der Innenwandung des Strömungskanals und der Nadel ergibt.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
dass die Nadel in dem Strömungskanal in einer Ebene parallel zur Maschinen
achse geführt ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlussvorrichtung in einem zur Düse benachbarten Abschnitt des
Strömungskanals eine Führung für die Nadel umfasst.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung
mindestens drei in Umfangsrichtung der Nadel in gleichmäßigen Abständen
angeordnete, von der Innenwandung des Strömungskanals abstehende Füh
rungsvorsprünge umfasst.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 25, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneckenmaschine mit zur Horizontalen geneigter Maschinenachse
angeordnet ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 26, dadurch gekennzeichnet,
dass der Strömungskanal die Akkumulationszone der Schneckenmaschine di
rekt mit der Düsenöffnung verbindet.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 26, dadurch gekennzeichnet,
dass der Strömungskanal zwischen dem der Akkumulationszone benachbarten
Teil und dem zur Düse benachbarten Abschnitt eine Verzweigung aufweist,
welche eine Fließverbindung zu dem Druckgießzylinder schafft.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckgieß
zylinder koaxial zu dem benachbart zur Düse angeordneten Abschnitt des Strö
mungskanals angeordnet ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckgieß
zylinder parallel zu dem zur Düse benachbarten Strömungskanalabschnitt nach
oben oder unten versetzt angeordnet ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 30, dadurch gekennzeichnet,
dass die Düse eine Heizvorrichtung umfasst.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadel ein
Heizelement, insbesondere in Form einer Heizpatrone, umfasst.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrich
tung der Düse Temperatursensoren umfasst, welche im Düsenkörper angeord
net sind.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 33, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußvorrichtung einen Sensor umfaßt, mit welchem die Schließ
stellung des Verschließelements der Verschlußvorrichtung überwachbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10039591A DE10039591A1 (de) | 2000-08-12 | 2000-08-12 | Verfahren und Vorrichtung zum Druckgießen von metallischen Formkörpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10039591A DE10039591A1 (de) | 2000-08-12 | 2000-08-12 | Verfahren und Vorrichtung zum Druckgießen von metallischen Formkörpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10039591A1 true DE10039591A1 (de) | 2002-02-21 |
Family
ID=7652321
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10039591A Withdrawn DE10039591A1 (de) | 2000-08-12 | 2000-08-12 | Verfahren und Vorrichtung zum Druckgießen von metallischen Formkörpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10039591A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007048260A1 (de) * | 2005-10-24 | 2007-05-03 | Bühler Druckguss AG | Druckgiessverfahren und vorrichtung zum druckgiessen |
| WO2020176913A1 (de) * | 2019-03-07 | 2020-09-10 | Dynamic Metal Systems R & D Gmbh | Verfahren und vorrichtung zur herstellung zumindest eines metallischen bauteiles |
-
2000
- 2000-08-12 DE DE10039591A patent/DE10039591A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007048260A1 (de) * | 2005-10-24 | 2007-05-03 | Bühler Druckguss AG | Druckgiessverfahren und vorrichtung zum druckgiessen |
| WO2020176913A1 (de) * | 2019-03-07 | 2020-09-10 | Dynamic Metal Systems R & D Gmbh | Verfahren und vorrichtung zur herstellung zumindest eines metallischen bauteiles |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8130 | Withdrawal | ||
| 8181 | Inventor (new situation) |
Free format text: BUERKLE, ERWIN, 83673 BICHL, DE SPOETZL, MARKUS, 81475 MUENCHEN, DE DWOROG, ANDREAS, 47802 KREFELD,DE |